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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

KSC – TSV 1860 München 2:0 (24.05.2015 – ausverkauft)

Endlich war es da und es war überall zu spüren. Dieses Kribbeln, diese Erwartungen, diese Hoffnung. Karlsruhe will aufsteigen! Spät setzte die Euphorie ein, aber nicht zu spät.
Weit vor Stadionöffnung standen viele schon davor und begehrten Einlass. Blau-Weiß soweit das Auge reichte, heute hatten sich alle schick gemacht. Immerhin konnte uns ja nichts Geringeres als der Aufstieg wiederfahren.
Auf eine Schlacht stellten sich alle ein, denn für die 60er ging es schlicht um den Klassenerhalt und eigentlich irgendwie auch um die Existenz.
Der KSC musste gewinnen um zumindest den Relegationsplatz zu sichern und dann darauf hoffen, dass Darmstadt zu Hause gegen St.Pauli Punkte liegen lässt.
Nach der Leistung in Braunschweig war von unseren Jungs heute einiges zu erwarten, trotz der Sperren für Yabo und Peitz.
Sie enttäuschten die ca. 25.000 Karlsruher Fans nicht. Von Beginn an drängten sie die Löwen hinten rein und nach wenigen Minuten schoß Kai Bülow nach Flanke von Torres ein astreines Eigentor zum 1:0 für den KSC.
Wenn das Wort Torjubel in dieser Saison neu definiert werden muss, dann bei diesem 1:0. Unbeschreibliche Emotionen auf den Rängen, eine ohrenbetäubende Laustärke und so viel Hoffnung lag in diesem Jubel.
Sie ließen die Löwen nicht mehr aus der Umklammerung. Der KSC beherrschte das Spiel. Auf der rechten Seite machte das Duo Torres/Valentini ihr wohl bestes Saisonspiel. Hennings schirmte jeden Ball ab, Max gab auf Links das Laufwunder und über unsere Innenverteidiger kann man nur Lob ohne Ende aussprechen.
Keiner fiel heute ab. Krebs und Yamada sorgten im Mittelfeld für die technische Raffinesse und alle, wirklich alle kämpften und rannten.
Welche Taktik 60 verfolgte blieb schleierhaft. Sie standen nur hinten drin und schoßen kein einziges Mal auf das Tor von Dirk Orlishausen. Er musste nur einige Flanken abfangen und Rückpässe verarbeiten. Für ein Spiel bei dem man mindestens einen Punkt machen sollte, war dies eindeutig zu wenig.
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Gerüchte machten die Runde. St.Pauli führt, Lautern liegt zurück. Wie auch immer, als Torres auf Vorlage von Valentini zum 2:0 einschob, war er noch mal zu spüren. Dieser Jubel mit so viel Inbrunst, Emotion und Hoffnung. So etwas gibt es nur ganz am Ende einer Saison, wenn es um alles geht. Wie liebe ich dies!
Fast zeitgleich mit unserem 2:0 schoß ausgerechnet Kempe, der Bruder unseres Verteidigers, per Freistoß das 1:0 für Darmstadt.
Bei uns plätscherten die letzten Minuten dahin, alle mit einem Ohr auf die Meldung hoffend, das St.Pauli noch den Ausgleich schafft. Leider war dies nicht der Fall und so steigt diese verrückte Truppe der Lilien um Sailer, Heller und Sulu direkt in die 1.Bundesliga auf. Glückwunsch ans Böllenfalltor – ein modernes Fußballwunder!

Unsere Helden standen fix und alle vor der Gegengeraden. Vielleicht auch etwas enttäuscht, dass es nicht geklappt hat mit dem direkten Aufstieg. Heute zeigte sich das Karlsruher Publikum von seiner allerbesten Seite. Der ganze Wildpark bedankte sich bei der Mannschaft für diese tolle Saison. Egal wie die Relegation nun ausgeht, diese Mannschaft (und das Trainerteam) repräsentiert unseren KSC auf sensationelle Weise.
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Rouwen Hennings wurde so nebenbei noch Torschützenkönig in der 2.Bundesliga – super!
Die Löwen müssen als Drittletzter der 2.Liga in die Abstiegsrelegation gegen Holstein Kiel. Mal sehen wie die Störche so drauf sind.

Nun also Relegation gegen den Dino aus Hamburg, den Verein mit der Uhr. Der HSV hat nichts gelernt aus den letzten Jahren und sich eigentlich den Abstieg redlich verdient. Was ein Chaos in dem Verein bzw. der AG. Unser alter Stürmer Bruno Labbadia führte den Hamburger SV als Trainer gerade noch so auf den Relegationsplatz mit 10 Punkten aus den letzten 6 Spielen. Sie hatten mal wieder Glück, aber jetzt kommt der KSC und schraubt diese Uhr endlich ab!

Forza KSC – Nächster Halt 1.Bundesliga!

MaD

Nachspielzeit mit Rouwen Hennings & Dirk Orlishausen (Alte Hackerei Karlsruhe, 20.05.2015)

Hätte man es genau so planen wollen, es wäre schief gegangen. Wir schreiben den Mittwoch Abend vor dem Saisonfinale gegen 60 München. Der KSC hat die Chance aus eigener Kraft Platz 3 in der Liga und damit die Relegation zu erreichen und mit etwas Schützenhilfe von St.Pauli ist sogar der direkte Aufstieg möglich.
Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt haben wir im Rahmen der Nachspielzeit den aktuellen Torjäger der 2.Liga Rouwen Hennings und unseren Keeper und Kapitän Dirk Orlishausen zu Gast.
Schöner hätte die Konstellation nicht sein können.
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Dies sahen auch über 150 Besucher so, die jeden Sitzplatz in Karlsruhes gepflegtester Punkrockbar Alte Hackerei besetzten und sich auf den Stehplätzen dicht drängten.
Die „Nachspielzeit“ ist eine Veranstaltung der Supporters Karlsruhe und des Fanprojekts. Zwei Moderatoren aus der aktiven Fanszene befragen die Spieler abseits der üblichen Journalistenfragen („Woran lag´s“…….) und kitzeln die eine oder andere Anekdote aus ihnen heraus bzw. versuchen es zumindest.
Besonders Spaß macht dies, wenn zwei so sympathische Menschen wie Rouwen und Dirk zu Gast sind, die gerne plaudern und sichtlich Freude daran haben einen Abend mit den Fans des KSC zu verbringen.
Tosender Applaus begleitet beide Spieler bei ihrer Vorstellung durch Martin Löffler, den 1.Vorsitzenden der Supporters. Nach seinen einleitenden Worten durften die beiden Moderatoren loslegen und in den folgenden 2 1/4 Stunden ging es thematisch kreuz und quer durch spannende, lustige und nachdenkliche Ereignisse rund um den Fußball.
Nicht nur die aktuell sportliche Situation des KSC war Thema, auch die verpasste U21 EM von Rouwen Hennings im Jahr 2009, der Fußball im Osten und Red Bull Leipzig als Reizpunkt für die Fans. Hier nahm Dirk eine sehr differenzierte Position ein, was sein Bild von dem vielseitig interessierten Profi mit klarem Profil weiter stärkte.
Rouwen äußerste sich ausführlich zu seinen ehemaligen Mitspielern Andreas Biermann und Thomas Chichon (Wettskandal). In beiden Fällen war dies nicht einfach und bei seinen Ausführungen zum verstorbenen Andreas Biermann war es ganz still in der Hackerei. Welche Musik bei den beiden auf dem Plattenteller liegt wurde ebenso beantwortet wie die Frage ob Dirk Rudi Wimmer kennt.
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Ehemalige Trainer und Stationen der beiden waren ebenso Thema wie Spielsysteme, Torjubel gegen den Ex-Verein, Stimmungsboykott der Fans oder warum Dirk in seiner Profikarriere bisher nur 6 gelbe Karten kassiert hat.
Nach einer kurzen Pause durften sich die Anwesenden mit ihren Fragen an die beiden Spieler wenden. Dabei wurde wieder viel gelacht und gescherzt.
Auch das Spiel des Lebens oder welches Spiel man gerne noch mal spielen würde war eine Frage der Moderatoren. Wer schon mehrere Nachspielzeiten besucht hat weiß, dass hier immer wieder Perlen zum Vorschein treten.
Auch der Abstieg gegen Regensburg wurde mit Dirk Orlishausen noch mal besprochen. Er saß lange nach dem Abpfiff damals noch niedergeschlagen am Torpfosten. Dieses Bild wird allen die damals im Stadion waren noch in Erinnerung sein.
Wie fühlt sich ein Rouwen Hennings, wenn er genau weiß, dass der Ball im Tor ist, so bald er den eigenen Fuß verlässt oder wie schwer taten sich beide mit der badischen Sprache als sie in den Wildpark wechselten? Zwei Tage nahm sich Dirk Zeit für seine Entscheidung mit dem KSC das Abenteuer 2.Bundesliga anzugehen, bei Rouwen war es keine Stunde. Beide haben keine Minute in Karlsruhe bereut bisher und wir hoffen dass dies so bleibt.
Ein kurzweiliger Abend war gegen 21.30 Uhr zu Ende und wurde mit einem „Ja“ und großem Jubel der Anwensenden beendet. Die Antwort auf welche Frage es war, könnt ihr euch denken.

Danke an Rouwen Hennings und Dirk Orlishausen für diese „Nachspielzeit“ und natürlich auch Danke an alle Anwesenden, Plüschi und seinem Team, den Supporters und dem Fanprojekt.

MaD

Anhang 2
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Song der Woche: Stick to Your Guns – D(I AM)OND / Built Upon The Sand (Official HD Live Video)

Myspace: https://myspace.com/styg
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Stick_to_Your_Guns

Road Trip Karlsruhe-Berlin-Braunschweig

Zum letzten Heimspiel der Hertha war es uns eine Freude die Berliner gegen Frankfurt unterstützen zu können. Wir machten uns am frühen Mogen mit dem Auto auf ins dicke B und zwar so rechtzeitig, dass es noch zu einem Zwischenstopp bei CoreTex Records in Kreuberg reichte.
Einfach ein Muss dort zu stöbern und draussen auf der Bank noch ein Bier zu trinken. Irgendwie war es auch gleichzeitig die Eistimmung auf das abendliche Konzert im Astra von Deez Nuts und Stick To Your Guns.
Aber erst mal war Fußball angesagt, wobei dieser auf dem Feld absolut zu kurz kam an dem Nachmittag. Einen üblen Kick mussten die 60.000 Zuschauer über sich ergehen lassen.
Support auf Berliner Seite trotz allem sehr stark und abwechslungsreich. Die Ostkurve zog gut mit. Der Spieler Ben-Hatira verbrachte auch ne ganze Zeit unten im Heimblock.
Frankfurt mit ner sehr schönen Choreo zu Beginn und viel Feuerwerk zur Feier des letzten Auswärtsspiels der Saison nach der Halbzeit. Vielen Dank auch für das laute „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“. Fast zu viel der Ehre, dass dies mit der lauteste Gesang der Gäste an dem Nachmittag war. So viel falsch kann eine Szene dann nicht gemacht haben, wenn die Eintracht selbst in Berlin hier geschlossen und laustark diese „beleidigt“.
Das 0:0 war am Ende folgerichtig und bildete prima das Niveau ab. Kalou hätte lässig das 1:0 für die alte Dame erzielen können, scheiterte aber an sich selbst.
So ist kurz vor dem letzten Spieltag sogar noch die winzige Möglichkeit auf Relegation für die Berliner möglich, was wir dann doch aber nicht hoffen wollen.
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Am Abend dann ab ins Astra um zu sehen wie Stick To Your Guns einen prima Abend erwischten und die Halle auseinander nahmen. Schöner Moshpit fast bis nach hinten, jeder hatte Lust zu tanzen. Nur wenn man mit Bierbechern wirft mag er gar nicht der Sänger. So stand das Konzert schon nach den ersten Takten vor einem Eklat, als er von der Bühne ging und dem Typen aus der ersten reihe eine scheuerte. Wieder on stage hielt er einen Vortrag darüber dass man dies nicht machen sollte, aber der Typ gerne hier bleiben kann und man nachher noch mal drüber reden kann.
Deez Nuts taten sich nach dem furiosen Auftritt von STYG etwas schwer und brachten das Astra nicht so in Wallung. Erst bei „Band Of Brothers“ drehten alle richtig am Rad und die Bühne war voll mit feierwütigen Leuten.
Ein rundum gelunger Abend.
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Weiter gings am nächsten Morgen in Richtung Braunschweig und wieder mal die Lehre, dass man einfach rechtzeitig losfahren sollte. Schon am Berliner Ring standen wir im Stau. letztlich schafften wir es gerade noch so zum Anpfiff, hatten aber paar graue Haare mehr.
Die Reaktion nach dem Spiel gegen Darmstadt interessierte uns alle. Der KSC machte das war er am besten kann, kompakt stehen. Brausnchweig biss sich daran etwas die Zähne aus und bei unseren wenigen Vorstößen waren wir gefährlicher. Das 0:1 durch Rouwen Hennings  kurz vor der Pause ließ unseren Block toben. Die Spielstände auf den anderen Plätzen waren ja ebenfalls bekannt.
In halbzeit zwei ein intensives Spiel mit Vorteilen für Braunschweig. Das 1:1 lag mehr als nur in der Luft. Dann spielte uns eine Rangelei in der Hälfte des KSCH in die Hände. Rot für den Braunschweiger Reichel und gelb-rot für unseren Peitz(er). Dies brachte die Gastgeber mehr aus dem Rhythmus als uns. Hennings schloß einen Konter in der 87.Minute mit einem strammen Schuß ins kurze Eck ab. Sein linker Fuß ist einfach Gold wert und so siegten wir mit 0:2. Der Mannschaft merkte man an, wie geil sie auf diesen Sieg waren. So gibt es nun ein richtiges Finale am Wildpark. Darmstadt verlor in Fürth und K´Lautern spielte nur 0:0 in Aue. Der KSC hat mit einem Heimsieg gegen 1860 München Platz 3 sicher, alles weitere wäre Zugabe.
Was für eine sensationelle Saison!
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MaD

Anhang 2

Veranstaltungshinweis: Nachspielzeit: Heute ab 19 Uhr

Zwei Spieler, die exemplarisch für ein starkes Team stehen, sind am 20.05.2015 in der Alten Hackerei, der einzigen gepflegten Punkrock Kneipe in Karlsruhe zu Gast.

Unter dem Motto „1.Liga – Träumen erlaubt?!“ plaudern Dirk Orlishausen und Rouwen Hennings mit Fans und Freunden unseres Karlsruher SC.

Alle sind hierzu recht herzlich eingeladen um bei kühlen Getränken auf eine sensationelle Saison zurückzublicken und mit unseren beiden Gästen (vielleicht) auch etwas zu träumen vor dem letzten Ligaspiel.

Lernen wir gemeinsam Dirk und Rouwen abseits der 90 Minuten etwas besser kennen, es ist schließlich Nachspielzeit.

Los geht’s ab 19 Uhr – seid dabei!

scn

FC Bayern München – FC Barcelona 3:2 (CL-Halbfinale Rückspiel, 12.05.2015)

Mit der Hypothek einer 0:3 Niederlagen gegen Barca trat der FC Bayern im Rückspiel an. Jeder der die Europapokalarithmetik kennt weiss, dass es damit fast unmöglich ist weiter zu kommen. Noch dazu, wenn es gegen Messi, Neymar und Suarez geht.
Wunder gibt es immer wieder heisst es in einem Schlager und darauf hofften natürlich alle, die es an dem Abend mit dem FC Bayern hielten.
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„Eine Stadt – Ein Traum“ war das Motto der groß angelegten Choreo der Bayern, welche sich über Südkurve und Gegengerade erstreckte. Für mich, der ich auf der Nordtribüne saß, war dies sehr gut zu bestaunen.
Die Zuschauer sind bei solchen Großereignissen es gewohnt aktiv die Chroeo durch hoch halten der Materialien zu unterstützen.
Es funktionierte tadellos und war super anzusehen.
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Währenddessen betraten die Teams den Rasen und es konnte losgehen.
Fast nach hinten allerdings, denn schon nach 4 Minuten musste Manuel Neuer den FCB vor einem Rückstand bewahren.
Minuten später erzitterte die Allianz Arena. Mehdi Benatia köpfte gegen ter Stegen zum 1:0 ein. Der Traum der Stadt lebte!
Noch nie hatte ich beim FC Bayern solch eine Stimmung erlebt. War ja fast als fanatisch zu bezeichnen. Angetrieben aus der Südkurve tobte das Publikum und trieb den FCB nach vorne.

Barcelona blieb nur eine Wahl. Sie mussten aktiv werden. Vier Schüsse aufs Tor gab Barca in der ersten Halbzeit insgesamt ab.
Der FC Bayern derer 12, aber Müller und Lewandowski scheiterten entweder an sich selbst oder am überragenden ter Stegen.
Neymar zeigte wie es geht. Zwei wunderbare Angriffe, eingeleitet von Messi mit Pässen genau dahin wo es weh tut und einem Suarez der blitzsauber auflegte und schon führten die Katalanen mit 1:2. Hinter mir rockte Barca den Auswärtssektor.
Dies war der Halbzeitstand und damit war das Spiel dann auch gelaufen.
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Barcelona tat nichts mehr fürs Spiel in Halbzeit zwei. Der FC Bayern versuchte es mit aller Macht wenigstens zu gewinnen und das taten sie. Lewandowski und Müller schossen die Treffer zum 3:2 und so verabschieteten sich die Müncher mit Anstand aus der Championsleague Saison 2014/2015.
Mal sehen wohin die Reise für diese Mannschaft und für einzelne Spieler geht. Der FC Bayern ist sicher gezwungen personell etwas zu tun, denn einige haben ihren Zenit überschritten bzw. sind einfach zu anfällig für Verletzungen. Fußball Deutschland darf gespannt sein, wie sich das internationale Flagschiff zur neuen Saison aufstellt.
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An dem Abend war ich auch mal wieder einfach nur Fan des Fußballs. Es war ein Genuß diesen hochtalentierten Spielern auf beiden Seiten zuzusehen. Thiago, Iniesta, Boateng, Jordi Alba um noch einige zu erwähnen. Überrascht war ich davon wie gut ter Stegen sich entwickelt hat. Er ist noch abgeklärter geworden als bei M´Gladbach und fußballerisch absolut top. Zudem rettete er auch an diesem Abend Weltklasse gegen Lewandowski.
Als Iniesta den Platz verließ und Xavi kam, begegneten sich zwei geniale Spieler, welche den Welt-und Vereinsfußball viele Jahre prägten.
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Ein Stimmungsvoller Abend mit einem sehr guten Fußballspiel, fünf Toren und einem Bayern Publikum wie man es selten erlebt.
Es grüsst von der Nordtribüne aus der Allianz Arena

MaD

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Karlsruher SC – SV Darmstadt 98 0:1 (11.05.2015)

Nach solch einer Niederlage sollte man die sozialen Netzwerke für Tage meiden. Ich nehme es mir immer wieder vor, riskiere dann doch einen Blick und bekomme das große Kotzen.
„Greti und Pleti“ sondern hier ihren geistigen Dünnschiß ab. Es ist die Rede von „nicht gekämpft“, „die wollen doch gar nicht aufsteigen“, „denen ist der KSC egal“. Es geht bis zu Beleidigungen einzelner Spieler. Von taktischen Aspekten wollen wir gar nicht erst anfangen. Auch hier wissen alle alles besser.
Diese Art „Shitstorm“ geht mir immer sehr nahe und ich würde gerne dem einen oder anderen „KSC-Fan“, welcher sich hier so gebärdet, die Löffel langziehen.
Da wird ein ganz armes Würstchen hinter seinem Bildschirm ganz groß und meint sich sowohl im Ton als auch in der Sache absolut vergreifen zu können. Eine Unart unserer Zeit und nicht zu akzeptieren.

Wie viel Schönes bot doch dieses Fußballspiel am Montag Abend. Zwei Traditionsmannschaften treffen unter Flutlicht aufeinander. Eine Choreographie (www.ultra1894.de) über die komplette Gegengerade, die mit viel Leidenschaft für unseren Verein und Zeiteinsatz angefertigt wurde. Toller Support, ein dramtisches Spiel um Platz zwei in der Liga und Spieler beider Vereine die alles gaben.
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Der KSC trat offensiv mit zwei Spitzen an und somit war die Marschrichtung eindeutig. Als das Gebälk des Gästetores nach 5.Minuten wackelte, hätte Gordon unsere Farben fast in Führung geköpft.
Minuten später war klar, dass es eine enge Kiste werden würde. KSC versuchte viel spielerisch zu lösen, dies ist einfach die Stärke der Mannschaft. Dabei kommt der Kampf und die Laufbereitschaft nicht zu kurz, beides ist nur nicht ganz so offensichtlich erkennbar wie bei Teams die nur kämpfen.
Dies macht Darmstadt 98 seit Monaten sehr erfolgreich. Kaum konstruktiver Spielaufbau dafür wird der Vollbart angelegt, das Messer zwischen die Zähne genommen und losgerannt. Dirk Schuster, unser alter Held, hat hier ganze Arbeit geleistet und sich mehrfach geklont.
Irgendwie ist dieses Team in einer Zeitschleife hängen geblieben und rennt immer noch um Leben und Tod wie vor einem Jahr in der Relegation in Bielefeld. Ein modernes Fußballwunder, leider wurde der KSC an diesem Abend auch nur Zeuge davon und konnte es nicht stoppen.
Der älteste Trick den Darmstadt auf Lager hat funktionierte. Nach einer Ecke für den KSC, konterten sie uns einfach über den schnellsten Mann der Liga aus. Heller sprintete über den ganzen Platz, Yamada den einen Schritt dahinter. Er hatte dann noch die Chuzpe und legte einfach im Strafraum quer. Kempe schob ein. Ausgerechnet Kempe, der Bruder unseres linken Verteidigers. Solche Geschichten schreibt auch nur der Fußball.
Über 4.000 Darmstädter rasteten aus. Selbst auf der Haupttribüne hatten viele davon Platz genommen.
Wo kommen die eigentlich alle plötzlich her? In der Regionalliga war Darmstadt tot in Punkto Zuschauer, in Liga 3 war der Schnitt auch bestenfalls als „ok“ zu bezeichnen und nun ist jeder Lilien Fan. Das Wort „Erfolgsfan“ hat hier eine neue Heimat gefunden.

Der KSC drückte Darmstadt in den letzten 20 Minuten komplett in die eigene Hälfte. Das Spielglück war uns leider nicht hold. Selbst ein Kullerball in Minute 90, nach einem tollen Antritt von Yabo wurde vom Lilien-Verteidiger noch kurz vor der Linie geklärt, obwohl dieser sich eher planlos ums sich selbst drehte und eigentlich gar nicht wusste was er da tat.

Unser starkes Team hat alles gegeben. Es fehlte ein Quentchen Glück, ein wenig Qualität sicherlich auch, ansonsten ist dem Team um Kapitän Orlishausen nichts vorzuwerfen. Ein bitterer Abend für uns alle war es trotzdem. Schön wie die Gegengerade den sichtlich niedergeschlagenen Mannen Beifall und Respekt zollte.
Ach ja, die Saison ist noch gar nicht vorbei. Sechs Punkte sind noch zu vergeben. So doof es klingt, alles ist noch möglich und dann will ich die Internet-Hetzer hören, wenn wir es doch noch schaffen aufzusteigen.

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Danke KSC, das wir überhaupt in die Lage gekommen sind, dieses Spiel um einen direkten Aufstiegsplatz zu erleben. Dem voraus ging nämlich eine bärenstarke Saison.

MaD

P.S. Darmstadt in Liga 1 ist mir dann trotzdem allemal lieber als diese ganzen Wolfsburgs, Hoffenheims und wie die Langweiler alle heißen.

Blind Guardian – Liederhalle Stuttgart (01.05.2015)

Mit den Songs die fehlten, hätten Blind Guardian locker ein weiteres wunderbares Konzert spielen können. „Somewhere Far Beyond“, „Majesty“, „Traveller In Time“, „Welcome To Dying“, „Immaginations From The Other Side“, oder das starke „Time What Is Time“. Alleine diese kurze Aufzählung erinnert mich wieder daran wie lange es Blind Guardian nun schon und und wie viele tolle Alben und Songs sie geschrieben haben.
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Es war ein Abend, bei dem man erst merkte was alles noch hätte gespielt werden können, als nach über 2 Stunden der Vorhang fiel. Dass die Setlist auch einige Lieder des neuen Albums „Beyond The Red Mirror“ beinhalten würde war klar. Sie bauten die Stücke gezielt zwischen Klassiker ein und so tat es der Stimmung keinen Abbruch. Es ist eben wie so oft, die Fans wollen ein Best Of vorgetragen bekommen und jeder Song einer neuen Platte kostet einen Klassiker.
Hansi Kürsch und seine Mannen haben es nach all den Jahren noch wunderbar drauf eine Halle auf ihre Seite zu ziehen, sie zum mitsingen zu animieren und Stimmung bis in die letzte Reihe zu erzeugen.
Ein Chor aus über 2000 Leuten sang aus voller Kehle Lieder wie „Banish From Sanctuary“, „And The Story Ends“, „Mirror Mirror“ und natürlich das einzigartige „The Bard´s Song – In The Forest“.
Bei „Valhalla“ wollte die Meute gar nicht mehr aufhören den Refrain zu singen, bis die Band sozusagen eingriff und dem ganzen nach Minuten mit einem starken Gitarrenoutro ein Ende setzte. Gänsehaut pur und überall strahlende Gesichter.

MaD

Setlist:

1.  The Ninth Wave
2.  Banish From Sanctuary
3.  Nightfall
4.  Fly
5.  Tanelorn (In The Void)
6.  Prophecies
7.  The Last Candle
8.  Miracle Machine
9.  Lord Of The Rings
10.Bright Eyes
11.Twilight Of The Gods
12.And The Story Ends
Encore I
13.Into The Storm
14.Guardian Of The Blind
15.Valhalla
Encore II
16.Wheel Of Time
17.The Bard´s Song – In The Forest
18.Mirror Mirror

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Song der Woche: Ferdich Ab – Michel

Heute kann es nur den einen Song als „Song der Woche“ geben. Video ist etwas pixelig, der Ton dafür 1A:

Homepage: http://www.ferdichab.de/
Stadtwiki: http://www.pfenz.de/wiki/Ferdich_ab

Bis gleich dann im Bus Jungs. MaD

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