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Derby!? – Das geht so!

Lust auf Derby? Zubereitungszeit: 90 Minuten (+3)

Zutaten:
Örtliche Nähe der beiden Traditionsvereine
Über viele Jahre gewachsene Abneigung der Fanlager
1 DFB-Pokalfinale in Berlin in den 90igern
1 Polizeizelt auf dem Bahnsteig
2 Nahverkehrszüge
6.000 Karlsruher Fans
Vermummte Riot-Police im Gästebereich
1 Dorf
1 Berg
35.000 Bauern

Außerdem:
Derbychoreo der Heimmannschaft (wenn keine zur Hand, tut es auch ein Spruchband)
Schmähgesänge national und international
Feier des Gäste Anhangs mit der Mannschaft nach glücklich erkämpftem Punkt

Achtung:
Keine Taschentücher bei einem richtigen Derby verwenden!

Zubereitung:
Die Fans des Gastvereins treffen sich zu früher Stunde am heimischen Hauptbahnhof. Sammeln auf dem Vorplatz und Unterredung mit der Polizei bezüglich des Zeltes für Ganzkörperkontrollen.
In der Zwischenzeit Vorbereitung alternativer Anreise zum Derbyort.
Nach schnellem Abbau des Polizeizeltes, Einstieg in die Nahverkehrszüge.
Im Dorf des gastgebenden Vereines sammeln sich derweil die Bauern zum Empfang des Gastes am Bahnhof. Kleidung rot! (Menschen mit Magenproblemen sollten das Terrain meiden; Gefahr von Brechreiz!)
Ankunft des Gästemobs am Bahnhof immer mit laustarken Gesängen Anti des Heimvereins. Sammeln vor dem Bahnhof und geschlossener Marsch auf den Berg.
Unterdessen bäuerliches Feuerwerk hinter Polizeikette. Kann man zum garnieren der Ankunft des Gastes so machen.

Nach Anpfiff lässt man das ganze nun 90 Minuten kochen und schmeckt es ab mit gegenseitigen Schmähgesängen. Vorsicht bei der Zubereitung:
Auf Heimseite sollte eigentlich eine Choreographie gezeigt werden und keine sinnlos dämlichen Spruchbänder.
Es ist darauf zu achten, dass im Gästebereich fanatisch angefeuert wird, wenn es schon auf Heimseite dermaßen leise ist, dass der Gast fast peinlich berührt wird.
Sollte auf Heimseite die gesamte Kurve nur bei eigenen Toren erwachen und auch nur 1 Lied kennen, ist Vorsicht beim servieren eines Derby geboten. Man könnte sich lächerlich machen.
Während des Kochvorgangs wäre es gut, wenn der Gast aus heiterem Himmel jeweils den Ausgleich zum 1:1 und 2:2 erzielt und die Heimmanschaft beste Chancen liegen lässt. Dies trägt zur weiteren Aufheizung der Derbyatmosphäre bei.
Nach Beendigung des Kochvorgangs wird das Derby mit einer Feier im Gästeblock abgeschmeckt.

Tipp: Wer „Kaisers Lautern auf altem Betze“ nicht mag, der sollte viel Blau-Weiß aus Karlsruhe hinzugeben und kräftig umrühren.

Euer Chefkoch
MaD

Lautern - KSC IIILautern - KSC IIILautern - KSC IVLautern - KSC VLautern - KSC

DFB-Pokal Kaiserslautern – Hertha BSC Berlin 3:1 oder einfach abgeschenkt

Per Bahn machten wir uns von Karlsruhe aus auf den Weg in die Pfalz um unsere Freunde aus Berlin bei ihrem DFB Pokalspiel zu unterstützen. Schön über die Dörfer getingelt, wie man dies von etlichen Fahrten Richtung Betzenberg schon kannte. Der Zug hielt an jedem Haus und man kann von Glück sagen, dass es nicht noch Hochspeyer Nord, Süd und West gibt. So erreichten wir geradeso pünktlich zu Spielbeginn den Gästeblock.
Hurry, hurra die Karlsruher sind da und rein ins Vergnügen. Für einen Mittwoch und die Entfernung war der Block sehr gut besucht. Knapp 1500 Leute schätze ich.

Berlin hieß uns herzlich willkommen und der gemeinsame Support der alten Dame konnte beginnen. Trotz des Grottenicks ging Berlin in Führung und die Stimmung war zur Pause deshalb auch sehr gut. Von Lautern war nichts zu hören. eine riesige Tribüne steht da im Westen des Stadions, aber außer 08/15 war wieder mal nichts. So lange die Hauptgruppen irgendwo oben im Niemandsland stehen wird das auch nichts mehr. Lustig trotzdem wie sich der Mythos Stimmung in den Medien und bei Horst Horstmann vor dem Fernseher immer noch hält. Früher wurde man hier „gefressen“, heute sind die Pfälzer mehr als zahnlos. Erst als der Sieg feststand wurde es laut – arm.

Wenn wir und vor allem unsere Berliner gewusst hätten, dass Jos Luhukay und seine Truppe dieses Spiel einfach abeschenken wollten, wären wir wohl alle nicht hin gefahren. Eine Frechheit was die B-Elf der Herthaner hier bot. Kaiserslautern spielte in der zweiten Halbzeit mutig und engagiert nach vorne und ließ der Bundesligamannschaft aus der Hauptstadt keine Chance.
Deren Trainer sah aber auch keine Notwendigkeit auszuwechseln um mit Ronny oder Ramos endlich Stammkräfte zum Einsatz zu bringen, die das Spiel evtl. noch hätten drehen können. Ramos kam dann 15 Minuten vor Schluss und Ronny nach dem Treffer zum 3:1 für Lautern. Das hätte man sich dann auch alles sparen können.
Warum Luhukay hier eine B-Elf an den Start brachte und nicht auswechselte um das Spiel mit aller Macht zu drehen wird sein Geheimniss bleiben. Hertha BSC Berlin hat jedes Jahr die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Da muss man mehr bzw. immer alles dafür tun um dies zu erreichen. Das Gefühl hatten wir draussen hinterm Zaun leider nicht. Da wenigstens wurde alles dafür gegeben, auf dem Rasen und der Trainerbank – Fehlanzeige!

Lautern-Hertha

Am 20.Oktober kommen wir mit dem KSC wieder und werden hoffentlich siegreich den Betzenberg wieder verlassen.

Als wir gegen Mitternacht wieder in Karlsruhe eintrafen stieg unser Ex-Trainer Winfried Schäfer aus dem ICE am Nachbargleis. Ein großes „Hallo“ mit einigen „Winnie Schäfer du bist der beste Mann“ Sprechchören. Es war eine große Zeit unter seiner Regie – dafür werde ich immer dankbar sein.
Und wenn wir gerade schon bei großen Namen aus unserer Vergangenheit sind. Auf dem Hinweg zum Betzenberg stand unser Gunther Metz am Wegesrand und musste warten bis unser Mob vorbei war. Für ein kurzes Winken und Grinsen war aber Zeit – auch dir vielen Dank auf ewig Gunther!

Hertha und der KSC!

MaD

Deutschland-Paraguay 3:3

Deutschland-Paraguay

Unterhaltsames Spiel auf dem Betzenberg mit einem tollen Publikum Marke „Horst Horstmann“ und dem Kegelclub „Alle Trölf“. So war dann auch die „Stimmung“. Es wurde munter die eigene Mannschaft ausgepfiffen und zwischendurch war es auch mal so still wie wenn der FC Bayern zu Hause spielen würde (….durchhalten Schickeria!!!!).

MaD

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