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Endlich ein Date mit dem Boss

Am 17.06.2016 haben Bruce Springsteen und ich es endlich geschafft. Unsere Terminkalender ließen es zu, dass wir uns in München im Olympiastadion trafen. Irgendwie hatte ich es mir intimer vorgestellt, aber Bruce hatte noch weitere 56.999 Menschen zu unserem Date eingeladen.

Ich selbst und meine Begleiter nahmen irgendwo im weiten Rund Platz, während der Boss mit seiner E-Street Band die Bühne betrat und das Treffen musikalisch einläutet.

Wobei zum einläuten war ich ja noch gar nicht da, denn wir verquatschten uns in einem Müncher Burger Laden und nahmen nicht an, dass das Konzert auch wirklich um 19 Uhr starten sollte, wie es auf dem Ticket steht. Bei den Klängen von „Death To My Hometown“, Song Nummer 6, erreichten wir das Stadion. Die nächsten Songs waren zum ankommen. Die Stimmung war noch nicht überragend, alles groovte sich allmählich ein. Bruce sprach nicht viel zwischen den Liedern, er zählte den nächsten Song meist schon bei den letzten Akkorden an und weiter gings.

Bei „The River“ begann sich das Publikum zum ersten Mal so richtig zu bewegen. Tausende standen auf, erst leise und dann aus voller Kehle sangen sie den Refrain mit, sehr zur Freude von Bruce Springssteen und seinen Mitstreitern. Nun nahm das Konzert Fahrt auf, denn das Publikum blibe nun größtenteils stehen und feierte ein Happening, wie es nur bei wenigen Musikern möglich ist.

Die Bio-Lehrer a.D. um uns herum schwelgten in Erinnerungen und durchlebten mit geschlossenen Augen noch mal ihre Jugend und hier vor allem Ferien an der holländischen Nordseeküste.

Viele Familien waren auch am Start und mich rührte eine, welche direkt vor uns stand. Bei „Born To Run“ nahm der Vater seinen jugendlichen Sohn in den Arm und küsste ihn auf den Kopf. Dies unter den glücklich lächelnden Augen seiner Frau. Welche harmonischer Moment zum Soundtrack eines großen künstlers unserer Zeit.

„The Rising“, „Thunder Road“, „Land Of Hope And Dreams“ waren nach zwei Stunden die letzten drei Stücke, bevor das Konzert so richtig begann, denn zur ersten Zugabe erklang „Born In The USA“ und das Olympiastadion war on fire.

„Born To Run“ folgte auf dem Fuß und die Fans sangen, klatschten begeisert in die Hände, warfen wild die Arme nach oben und wussten für einige Takte wahrscheinlich nicht wirklich ob sie Männlein oder Weiblein waren.

Der Boss war danach voll in seinem Element. Er tanzte mit einer Frau, anlässlich ihres 40.Hochzeitstages auf der Bühne und um ihr Glück wollkommen zu machen, griff sie dem Traum ihrer schlaflosen Nächte an den Hintern.

„Dancing In The Dark“ wurde unterstützt durch einen kleinen Jungen und aich ein kleines Mädchen bekam noch seinen großen Auftritt. Zum Glück konnte der Bub nicht wirklich Gitarre spielen, sonst wäre alles etwas zu inszeniert gewesen.

Als Bruce Springsteen ganz alleine auf der Bühen leise „For you“ auf seiner Gitarre anstimmte, verließen wir das Oly um auf dem besten Weg aller Wege (Danke Armin) zum geilsten Parkplatz ever (Doc – du bist der Geilste) zu gelangen.

MaD

Hier gehts zur Setlist: http://www.setlist.fm/setlist/bruce-springsteen/2016/olympiastadion-munich-germany-7bfe767c.html

P.S. Der Tag wird mir wegen eines Erlebnisses von lieben Menschen mit einem Durchgeknallten auch so noch länger in Erinnerung bleiben! Gut, dass euch allen nix passiert ist. Love!


 

 

Song der Woche: Bruce Springsteen – Atlantic City

Homepage: http://brucespringsteen.net/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Springsteen

Bis heute Abend in München Boss!

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