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die kassierer

The Lennons – Weihnachtspogo

Eine gute alte Tradition sollte man pflegen und so fanden sich viele Leute am 25.12. beim Weihnachtspogo der Lennons im Pforzheimer Sakrema ein.
Den Familienfeiern waren dieses Jahr einige alte Bekannte entkommen und so war neben Punkrock auch noch für unterhaltsame Gespräche gesorgt.
The Lennons lieferten den Soundtrack und mussten die Anwesenden nicht lange zum Tanz auffordern. Der Sound war prima, vor allem je näher man in der alten Kegelbahn der Bühne kam. Dies war vor Jahren hier noch anders. Ich errinere mich böse an Soundbrei deluxe bei dem man kein Wort verstand.
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Erst kürzlich als Support der Kassierer in Karlsruhe auf der Bühne (http://onkelmad.blog.de/2014/11/19/halli-galli-drecksaufest-kassierer-bitten-polka-15-11-2014-karlsruhe-stadtmitte-19733037/) und nun beim Heimspiel zu Weihnachten in Pforzheim. Musikalisch und textlich machen The Lennons einfach Spaß und sie geben immer Vollgas, egal wie groß die Location oder wie viele Leute anwesend sind.
Als Michael Hermann den Zugabeteil im weißen Bademantel einläutete und den Song „Der König ist tot“ Udo Jürgens widmete ging ein großartiger Abend im Chor der ausgelassenen Fans so langsam zu Ende. Bei „Claudia“ brachen noch mal alle Dämme und The Lennons wurden noch lautstark zu zwei weiteren Liedern genötigt.
Bei DJ-Mucke und vielen netten Gesprächen verging die Zeit dann wie im Flug und der Heimweg wurde erst im Morgengrauen bei Schneeregen angetreten.
Grüße an Andi, die aus Berlin zu Besuch war und mit mir noch mal die Erinnerung an das erste Konzert von Never Trust A Hippie in Taylors Home aufleben ließ. Legendär und lange her!

MaD

Anhang 1

Halli Galli Drecksaufest oder Die Kassierer bitten zur **********Polka (15.11.2014 Karlsruhe, Stadtmitte)

Ich sollte auch mal was für Mädchen schreiben wurde mir gesagt. Immer nur Fußball, Fußball, Fußball bekam ich nach meinem letzten Blogbeitrag zu hören.
Natürlich kann ich auch was für Mädchen schreiben und was bietet sich da besseres als an als ein Konzertbericht. Kultur, noch dazu Musik kommt immer gut an. Here we go:

Die (übermächtigen) Kassierer gaben sich in unserer schönen Fächerstadt die Ehre. Mit über 400 Besuchern war die Stadtmitte ausverkauft und machte in kürzester Zeit der Saunalandschaft des Europabades schwer Konkurrenz, wobei es in regelmäßigen Abständen zu Bieraufgüssen in Form von fliegenden Gerstenkaltschalen in Plastikbechern kam.
Im Vorprogramm spielten The Lennons aus Pforzheim. Die Band spielt seit 1981 Punkrock Marke „Franz Kafka im Kostüm von Alice Cooper“ und sie ist damit die älteste Punkband in Deutschland, welche durchgehend aktiv war und ist. Die Mannen um Sänger Michael Hermann sind sich wirklich treu geblieben und spielen astreinen Deutschpunk mit absoluter Feiergarantie. 
Die Masken fallen hier schneller als man „Claudia“ rufen kann und schon blickt einem die nächste Fratze entgegen.
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„Wer lieben will muss leiden“, „Der König ist tot“, „Paranoia“ und nicht zuletzt die schon genannte „Claudia“ bieten feinsten Punkrock der frühen Achtziger Jahre, welcher auf eingängige Melodien setzt, die allen voran Helmut Kuntschner mit seiner Gitarre bestens zelebriert.
 
Um kurz vor 22 Uhr betraten dann Die Kassierer die Bühne. Bedenkt man die Tatsache, dass sich im Wattenscheider Gemeinderat alle Abgeordneten von der NPD bis zu den Grünen einig waren, dass Sänger Wolfgang „Wölfi“ Wendland in der Stadt keine Konzerte mehr veranstalten darf, dann erhält man vom Ausmaß des Abends in etwa eine Vorstellung.
Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab. Wohl dem der da nicht nüchtern war. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Stadtmitte in eine von Sinn und Verstand absolut befreite Zone. Zu Hits wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“, „Besoffen sein“, „U.F.O.“, „Das schlimmste ist wenn das Bier alle ist“ oder „Blumenkohl am Pillemann“ zogen sich Bandmitglieder und Teile des Publikums nackt aus und Schlagzeuger Volker Kampfgarten demonstrierte zusammen mit Guitarerro Nikolaj Sonnenscheiße wie man bis zum Hals……….nein ich schreibs jetzt hier nicht nieder, ist ja für Mädchen die Konzert-Review.
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Es wurde auch das Geheimnis gelüftet dass der wirkliche technische Fortschritt im Sauerland generiert wird, wo man bereits teleportieren kann. Trotz dieser technischen Errungenschaft, benötigt Wölfi immer noch seine Zettel um die Lyrik fehlerfrei wieder geben zu können. Warum die Texte lernen, wenn man sie eh aufgeschrieben hat.
Die von Entsetzen, Ratlosigkeit und zeitweise blanker Panik gezeichneten Blicke der beiden Bühnensecuritys werde ich so schnell nicht vergessen.
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Im Publikum tummelte sich an diesem Abend eine Mischung aus Studis und Mallorca-Feierpublikum. Da hat der Auftritt im Circus HalliGalli wohl nachhaltig gewirkt. Kaum Punker waren am Start, dies war vor einigen Jahren noch anders. Ein Typ mit einem „Milf Hunter“ Shirt machte sich komplett zum Obst, als er vor und auf der Bühne den „Dicken“ markierte, sich dann aber partout nicht ausziehen wollte und nur kurz sein T-Shirt hob. Wölfi belächelte ihn nur mitleidig.
Mit „Partylöwe“ kam zum Ausklang noch mal so richtig Schwung in die Bude, es flogen die Bierbecher und alle die noch stehen konnten sangen lauthals mit. Auch die anwesenden Mädchen. Hier schliesst sich der Kreis wieder.

Nach dem Konzert gings dann noch in die KSC und Südstadtkneipe Milano, wo bis 3 Uhr morgens Fußballgeschichten ausgetauscht und der Abend gemeinsam „verarbeitet“ wurde. 
Eine Frage blieb allerdings unbeantwortet: Klaut man bei einem Länderspiel eine Fahne wie die „Ruhestörer“ oder macht man dies nicht? Vielleicht aus Respekt sogar?! (Oder macht es überhaupt „Sinn“ ne Fahne zu klauen? Wäre auch mal ein Ansatz!)

Der Flo und der MaD

P.S. Grüße an die Crew und „das Schlimmste“ ist ja an diesem Abend nicht eingetreten

 
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