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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Moser rockt 2017

Am 02.12.2017 steigt die jährliche Feier der Karlsruher Fussballszene zum Gedenken an alle, die nicht mehr mit uns in der Kurve stehen. Moser rockt ist aber weit mehr. Wir feiern an diesem Abend mit unseren Freunden auch das Leben, die Freundschaft und unsere gemeinsame Leidenschaft.

Kommt zahlreich zu diesem besonderen Anlass.

Für Mucke, Suff und Co. ist gesorgt!

Nachspielzeit

Am Mittwoch gibt es nach über einjähriger Pause wieder eine „Nachspielzeit“. Zu Gast in Straubenhardt sind die KSC Spieler Siebeck und Stroh-Engel. 

Kommt zahlreich rum und bringt eure Fragen mit. 

MaD 

Derby!

Es kribbelt, das Adrenalin bahnt sich so langsam seinen Weg durch alle Fasern des Körpers, die Nervosität steigt in alle Haarspitzen – es ist Zeit für das DERBY!

Seit Tagen ist die Anspannung in ganz Karlsruhe spürbar. Ob auf der Straße oder bei der Arbeit, wenn man als KSC-Anhänger bekannt ist, wird man dieser Tage nur auf das Spiel der Spiele angesprochen.

Es erwartet den  Fußballfan ein ausverkaufter Wildpark, bestes Fußballwetter, zwei hochmotivierte Teams und fanatische Kurven die stimmlich und optisch alles aufbieten werden was geht.

Ein Derby entsteht nicht in den Medien oder am Reißbrett vermeintlich regionaler Gegebenheiten. Derbys entwickeln über Jahrzehnte ihren Charakter, sie wachsen und die gegenseitige Abneigung zementiert sich. Der erste Blick im Kalender gilt dem Derby, wann fahren wir zu ihnen, wann kommen sie zu uns. Monate vor diesem Ereignis beginnen die Vorbereitungen.

Derbys sind Spiele über die man in Jahren noch voller Emotionen spricht. Siege schmecken besonders süß, Niederlagen bitter wie Wermut.

Sobald die Derbywoche angebrochen ist, kreisen alle Gedanken um diese 90 Minuten. Die Vorbereitungen erhalten den letzten Feinschliff, das Team wird eingeschworen auf das Spiel des Jahres für die Fanszene und parallel dazu dreht die Presse regelmäßig am Rad und schreibt den Untergang des Abendlandes herbei. Sie verwandelt Gerüchte in Tatsachen, stellt Vermutungen an und schürt gezielt Angst.

Am Sonntag zählt es für den KSC! Das Derby gegen die Nacktmulle aus dem Talkessel steht an und es zählt nur der Sieg. Im fairen sportlichen Wettkampf, das versteht sich ja von selbst. 😉

Alle ins Fanprojekt zum Derbymarsch! Stimmen wir uns gemeinsam ein und singen uns warm für die wichtigsten 90 Minuten des Jahres 2016!

Wie liebe ich solche Spiele!

MaD – on fire

Moser rockt 2015!

Mit einem Heimsieg gegen Fürth wurde dieser Samstag eingeläutet, der ganz im Zeichen des Gedenkens an alle stand mit denen wir unseren Platz in der Kurve teilten und die viel zu früh von uns gegangen sind.

Unser Stadionverbotler durften heute auch mit in die Kurve und wurden sehr herzlich willkommen geheißen. Alles begann schon Morgens am Karlsruher Schloss mit einem Szenefoto und dem Marsch ins Stadion. Dort wurde minutenlang das neue Lied für unsere Ausgesperrten gesungen und bei allen Beteiligten große Gefühle erzeugt.

http://ultra1894.de/bilder/256

Das Spiel selbst war sehr wichtig für unseren KSC und wir waren erleichtert dass der Rückrundenauftakt erfolgreich war. Diamantakos führte mit seinem Tor unsere Farben zum Sieg.

So wichtig der Fußball und das Geschehen auf dem Platz auch ist. Wenn wir kurz inne halten und uns im Block, in der Kurve umsehen und die Lücken entdecken, die durch den Tod der langjährigen Weggefährten entstanden sind, dann wird vieles doch zur Nebensache.

Bertold Brecht brachte es mit seinem Zitat „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“ wunderbar zum Ausdruck was wir an einem solchen Abend fühlen.

Als wir schweigend an jenem kalten Dezembertag des Jahres 2006 zum Grab von Dominik Moser liefen um ihm die letzte Ehre zu erweisen und ich überall vertraute Gesichter sah, da war dieses Gefühl, dass man wirklich nicht vergessen wird, so lange die Kurve und die Menschen, welche diese ausmacht einen nicht vergessen.

In den Jahren danach verließen uns noch so manche treue KSC Fans. Menschen, welche die blau-weißen Farben in die Stadien trugen und für die der KSC und seine Kurve mehr war als nur Freizeitvergnügen. Es war Lebensinhalt.

Für Dominik, Melon´, Benny (HB98) und all die anderen aus Karlsruhe und den befreundeten Szenen ist dieser Abend. Es soll getanzt, gelacht und das Leben gefeiert werden. Sie alle hätten sich wieder wohl gefühlt im Karlsruher Fanprojekt an diesem 12.12.2015.

Unser Spieler Dominic Peitz war auch anwesend und verloste unter Mithilfe der lokalen Fußballmafia zwei KSC Trikots. Eines von sich selbst und das andere war von unserem langjährigen Verteidiger Martin Stoll. Alles für einen guten Zweck, wie der gesamte Abend Menschen zu Gute kommt, denen es im Leben nicht so gut geht wie den meisten von uns.

Schön zu sehen, dass die Resonanz in der Szene ungebrochen ist und auch wieder viele Freunde dabei waren. Unsere Berliner spielten an diesem Samstag in Darmstadt und schauten mit einer Abordnung zur Feier vorbei.

Für Musik war auch gesorgt. Will o´ the Wisp aus Pforzheim (https://www.facebook.com/willo.ska/) sorgten mit Ska für Bewegung in der Truppe und die verrückten Medassi aus Landshut begeisterten mit ihrer Interpretation von Reggae, Dancehall, Roots und Latin Rhythmen.

Zwei Mitglieder von Medassi beglückten uns noch mit ihrem Projekt Garopa! Afro-Punk geht so:

Danke an alle Organisatoren und an alle die kamen um an diesem Abend gemeinsam das Leben zu feiern! Gegen das Vergessen und für Zusammenhalt und Freundschaft!

Wir werden dieses Fest auch hoffentlich in vielen Jahren noch feiern und dann dort  Menschen treffen die man eventuell das ganze Jahr sonst nicht mehr sieht. Dieser Abend ist für uns und unsere Freunde mit denen wir unsere Liebe zum Fußball teilen und uns so viel verbindet.

http://ultra1894.de/fuer-immer-in-unserer-kurve/

MaD

Mein persönliches Waterloo – Der KSC steigt ab in Liga 3

Knapp eine Woche ist es nun her, dass der KSC den bitteren Gang in die dritte Liga angetreten hat. Das Heimspiel gegen Jahn Regensburg war ein Spiegelbild der kompletten ziemlich verkorksten Saison. Nicht mal verloren ging das Relegationsrückspiel, aber aufgrund der Auswärtstorregelung steigt der KSC ab. Wieder kassierten wir zwei Treffer nach Standardsituationen und wieder waren wir offensiv nicht in der Lage uns aus klarer Feldüberlegenheit zwingende Torchancen zu erarbeiten.

Ich sehe Charalambous noch vor mir, wie er jubelnd nach dem 2:1 auf dem Zaun steht, uns die Faust entgegenstreckt, alles herausschreit und mit seinen Stollen meine Fahne durchlöchert. Da dachte ich noch, dass es tatsächlich wohl wieder reichen wird die Klasse zu halten, wie schon so oft.

Was danach folgte war furchtbar. Der schnelle Ausgleich durch Laurito und danach knapp 25 Minuten hilfloses Gekicke des KSC. Keine Torchance konnten wir uns erspielen. Selbst in den letzten 4-5 Minuten als wir zwei Leute mehr auf dem Platz waren gab es keinen Funken Hoffnung in Form einer Torszene mehr. Einzig der Freistoß von Rada sorgte noch mal für etwas Gefahr vor dem Tor der Oberpfälzer.

Beim Abpfiff herrschte fassungsloses Schweigen im weiten Rund. Trauer und Entsetzen machten sich breit im Wildpark, denn dieser Schlusspfiff war für den KSC ein Pfiff mit Folgen. Abstieg, kaum noch Fernsehgeld, Leistungsträger wie Groß verlassen den Wildpark, die zweite Mannschaft muss zwangsabsteigen etc.! Die Liste wäre fast beliebig fortsetzbar. „In jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne“ heißt es in einem Gedicht, in diesem erst mal nicht. Dem Abstieg ist nichts, aber auch gar nichts positives abzugewinnen.

Ich bin immer noch leer und traurig. Denke jeden Tag an diesen Abstieg. Es ist als ob ein guter Freund weggezogen ist. Danke an Sepp, Örni und Uli, dass ihr an diesem furchtbaren Abend neben mir gestanden seid.

Dies ist mein 4.Abstieg mit dem KSC und auch mein bitterster!
 
Der erste in Liga zwei war irgendwie „eine neue Liga, ist wie ein neues Leben“. Der zweite unter Mithilfe des Totengräbers Jogi Löw stand schon Wochen vorher fest und war am letzten Spieltag mit dem Trauermarsch und der anschliessenden „Auferstehung“ in Halbzeit zwei gegen die Kickers schon verdaut.
Der dritte vor drei Jahren war vollkommen unnötig, aber irgendwie auch nach vielen verkackten Spielen nur mit einem resignierten Kopfschütteln meinerseits zu kommentieren.
Dieser hier lässt mich seit Montag kaum noch schlafen und geht mir an die Substanz – fuck!
Dabei hatte er sich lange angekündigt. Dieser Abstieg kam nicht über Nacht. Die letzten Jahre mit dem KSC waren mehr als schwierig und ich habe darüber hier schon oft geschrieben. Unser sportlicher Niedergang begann im Erfolg. Zu viele Fehler wurden in den zwei Jahren 1.Liga gemacht. Dann eine unglaubliche Farce im Umfeld um Management und Präsidium, katastrophale Mitgliederversammlungen, Kandidaten fürs Präsidentenamt die nicht mal in der C-Klasse gewählt werden würden, Trainerentscheidungen wie Rapolder die einem Tränen der Wut in die Augen treiben und sportliche Inkompetenz so weit das Auge reichte, dazu eine Spar- und Einkaufspolitik zu Beginn der Saison die dem ganzen die Krone aufsetzte.
(Hätte man das Geld, welches man im Winter ausgegeben hat im Sommer investiert hätten wir locker die Klasse gehalten – das war sehr teur bezahltes Sparen.  Eine Stadt die weiterhin zögert auf den Zug der modernen Fußballstadien aufzuspringen und eine Wirtschaft die den KSC nicht so unterstützt wie sie es könnte. Alle Beteiligten müssen sich nun im klaren werden ob man in Karlsruhe Profifußball will oder nicht. Wenn man ihn nicht will, dann nur immer weiter so. Der Klüngel in Karlsruhe kann sich diesen Abstieg auf die Fahne schreiben.
Spielern wir Groß und Terrazzino trauere ich nach, sie sollten die Zukunft des KSC sein. Einer Abwehr um Rada, Schiek und Charalambous wäre nächste Saison viel mehr zuzutrauen gewesen. Zu kurz spielten sie zusammen.
Unsere Offensive war ein Witz und deshalb möchte ich auch unseren Kapitän Iashvili nicht mehr sehen. Sein Name steht für mich für Mißerfolg.
Meine Hoffnung ruht auf unserem Trainer Kauczinski. Er scheint bei Spielern etwas bewirken zu können und der kennt den Markt im Amateurfußball. Auch bin ich froh, dass Oliver Kreuzer bleibt, denn a) drängt die Zeit, b) ist er ein erfahrener Mann und hat mit seinen Wintereinkäufen gezeigt, dass er was kann und c) ist er ein Karlsruher durch und durch.
Hoffentlich gelingt es diesen beiden eine Truppe zusammenzustellen die kämpfen kann und alle 36(!!) Spieltage für unsere Farben fightet. Alles was wir nun tun ist auf 1 Jahr ausgelegt. Wir müssen wieder hoch um nicht den Weg von Verein wie Offenbach zu gehen und in der 3.Liga sesshaft zu werden. Es ist ein Spagat, denn finanziell geht es uns nicht gut und wir wollen auch nicht versinken wie Waldhof Mannheim oder RW Essen. Ein schweres Jahr liegt vor uns allen.
Um eines klar zu sagen, es ist hier nicht der KSC oder die Mannschaft abgestiegen, sondern WIR sind abgestiegen. WIR die Mitglieder, WIR die Fans, WIR als der Verein, WIR als die Region.
Nun muss es aber weiter gehen. Ab morgen muss ein Ruck durch Karlsruhe gehen. Die Woche der Trauer ist vorbei!
„Immer weiter“ sagte schon unser Oliver Kahn und dies gilt jetzt erst recht für unseren KSC!
Ich sehe Charalambous noch vor mir, wie er jubelnd nach dem 2:1 auf dem Zaun steht……….!!!
Euer OnkelMad
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Groß egalisiert die Schwalbe

Nochmal mindestens 90 bange Minuten stehen allen bevor, die es mit dem KSC halten. War es gegen Frankfurt schon eines der nervenaufreibendsten Spiele die ich je erlebt habe, so waren es die Minuten in Regensburg zwischen dem irregulären 1:0 und dem Ausgleich durch Groß nicht minder.

Kurzzeitig vergrub ich wieder die Hände in meinen Hosentaschen, schaute nervös mehrmals auf die Uhr, konnte kaum noch aufs Spielfeld blicken, bis uns Pascal Groß erlöste. Was für ein Jubel im Block, welch emotionale Befreiung. Dies sind die Spiele welche Fußball ausmachen. Spiele in denen es um Alles geht, um die Existenz. Die Leute hüpften wie wild durch die Gegend, lagen sich in den Armen oder erklommen den Zaun. Was ein geiles Gefühl als die Mannschaft wild entschlossen und die Fäuste in die Luft reckend auf unseren tobenden Block zugerannt kam. Die wollten, ja die wollen diese Spiele gegen Jahn Regensburg gewinnen!!

Ein starker gemeinsamer Auftritt von Mannschaft und Fans war es an diesem Abend. Lautstark unterstützen wir von Beginn an und die Mannschaft kämpfte. Zugegeben war es spielerisch nix, aber der Einsatz stimmte. Nach vorne war es definitiv (mal wieder) zu wenig, aber hinten brannte ausser bei Standardsituation im wesentlichen nichts an.
Dass Jahn Regensburg ein reguläres Tor nach einer Ecke aberkannt wurde, sei an dieser Stelle erwähnt, macht den Elfmeterpfiff vor deren 1:0 aber nicht besser.

Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden mit Auswärtstor unterschrieben und deshalb bin ich zufrieden. Mit unsere neuen Heimstärke sollten wir es schaffen den ersten Sieg eines Zweitligisten in der wieder eingeführten Relegation gegen den Drittligavertreter einzufahren.
Mit dem Zuspruch, den wir der Mannschaft nach dem Abpfiff auf dem Platz gaben, sollten sie nochmal daran erinnert werden, dass wir zu 1894% hinter ihr stehen.
(Kompliment hier an die Ordner für ihre Besonnenheit.)

Aber es ist der gleiche Wille wie am Freitag dafür erforderlich. Wir wollen, die Mannschaft hoffentlich auch! Ich bin nervös, es kribbelt und ich sehne den Abpfiff dieser Saison herbei, verbunden mit dem Klassenerhalt.

Alle die Lust haben, sind herzlich eingeladen am Montag gemeinsam vom Fanprojekt aus zum Stadion zu laufen. Der Marsch in den Wildpark soll unsere letzte Schlacht für diese Runde einläuten – seid dabei!

Euer OnkelMad

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Danke für den Support Basti:
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Als Pforzheimer kennt man den Anblick eines Hochhauses direkt am Platz an dessen Fenstern sich viele Leute tummeln. Bei uns ist es mittlerweile leider Geschichte:
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DANKE AN ALLE FREUNDE AUS BERLIN, GRAZ UND STRASBOURG FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!
AM DIENSTAG SIND WIR ALLE HERTHANER!

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