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Karlsruher SC – FC St. Pauli 1:2 (02.08.2015; 21.000 Zuschauer)

Es war nicht schön unsere Jungs heute verlieren zu sehen. Vor dieser Kulisse, welche die Belohnung für die tolle Vorsaison war, hätten sie sich einen Sieg einfach verdient gehabt. Wie ein nachträgliches Geschenk für alle wäre es gewesen.

Nun stand es am Ende aber wieder 1:2 gegen eine Mannschaft aus Hamburg und Spieler wie Fans waren bedient.

Nach der Auftaktpleite in letzter Minute in Fürth wollten die Spieler es heute besser machen und es war zu spüren, dass sie sich einiges vorgenommen hatten.

Dann fällt ein Kopfball von Sobiech ins Netz und Halstenberg lässt noch einen Sonntagsschuss aus dem Fuß. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Gordon konnte das Spiel für unsere Farben nicht drehen. Sie mühten sich redlich, aber so etwas wie Spielfluss kam nicht auf, von Torchancen reden wir mal gar nicht erst.

St.Pauli verwaltete den Sieg ins Ziel und ein ausverkaufter Gästeblock jubelte. Auch die Hamburger waren nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Bielefeld etwas unter Zugzwang. Ewald Lienen hat hier ein gutes Kollektiv beisammen.

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Unsere Jungs tun sich schwer in die Saison zu kommen. Dies hat sicherlich viele Gründe. Weniger Vorbereitung, Yabo und Max weg und sicherlich nicht zuletzt die verlorene Relegation. Wahrscheinlich sehen sie sich noch immer mit diesem einen Bein in der Bundesliga, fühlen sich als „Bundesligist der Herzen“ und der Kopf sagt, dass es einfach falsch ist nun gegen Fürth und St.Pauli anzutreten.

So bitter es ist, aber diese Gedanken müssen raus aus den Köpfen. Auf den Rängen ebenso wie auf dem Rasen.

Wir Fans können uns auch noch nicht komplett frei machen von dem was wir an diesem Montag Abend im Juni erlebten, als uns der Boden unter den Füßen weggezogen wurden.

Dies war praktisch zum Greifen. Fast niemand konnte so richtig Gas geben und leidenschaftlich wie in der Vorsaison Supporten. Den meisten steckt die Relegation einfach in den Knochen.

Deshalb kann man es den Jungs auf dem Platz irgendwie auch nicht verübeln. Sie haben es eben auch noch nicht verarbeitet.

In der Startaufstellung fehlten 5 Stammspieler der letzten Saison. Yabo, Max, Torres, Valentini und Yamada. Die beiden erst genannten haben den KSC verlassen, Torres ist außer Form und Yamada und Valentini waren verletzt. Natürlich machte sich auch dies bemerkbar.

Nun heißt es zusammen stehen und Ruhe zu bewahren. Wer Fan des Karlsruher SC ist, weiß dass er oder sie sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle eingelassen hat.

Ein Kollege sagt immer und betont dabei, dass er kein KSC Fan ist: „Beim KSC wird es nie langweilig, das gefällt mir so“!

MaD

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Gegen Karlsruh kann man mal verliern

Dieses unheimlich gute Fußballjahr 2013 sollte seinen krönenden Abschluss in Hamburg beim FC St.Pauli finden. Was kann es schöneres geben als bei Flutlicht im ausverkauften Millerntor zu stehen und den KSC im Spitzenspiel der 2.Bundesliga anzufeuern?! Es ging an diesem Abend immerhin um Platz 3.

Auf vielen verschiedenen Wegen reiste der KSC-Anhang an. Schon am Nachmittag traf man bekannte Leute auf dem (geilsten) Weihnachtsmarkt oder bei Omas Apotheke im Schanzenviertel.
Egal wie dieses Spiel sportlich ausgehen sollte, die KSC Fans hatten Lust die Mannschaft an diesem Abend bedingungslos anzufeuern und vor allem für dieses tolle Jahr 2013 zu feiern.
Die Enttäuschung der Vorwoche mit dem 3:3 gegen den FSV Frankfurt, nach 3:0 Führung wohlgemerkt, war längst überwunden.

Vor dem Spiel ließen wir es uns nicht nehmen noch die Fanräume des FC unter der Gegengerade zu besuchen. Noch nie bessere Räume für Fans gesehen. Großzügig gestaltet und vielseitig nutzbar. Eine lange Theke mit DJ-Pult runden das gute Gesamtbild ab. Betretbar sind die Räume ohne Eintrittskarte, während das Spiel läuft wird allerdings geschlossen. Von Fans selbst finanziert sind diese Räume auch. Wer dazu mehr wissen mag, kann unter http://www.fanraeume.de/ schauen.
Auch trotz klar erkennbarer Zugehörigkeit zum KSC, gab es keinen Stress und war jederzeit entspannt.

Mit einem Astra rein in den Block und erst mal geflucht. Was ist denn das hier für ein Matsch. Da bauen die ein tolles neues Stadion, aber im Auswärtsblock vermutet man sich in einer matschigen Zisterne. Zudem immer noch viel zu flach, so dass wir in den unteren Reihen so gut wie nichts sahen. Aber wir waren ja auch nicht zum Fußball schauen hier, sondern um unseren KSC zu feiern.

St.Pauli - KSC IIISt.Pauli - KSC

St.Pauli zu Beginn mit netter Choreo und Wunderkerzen, uns war optisch nichts erlaubt (oh du so toleranter FC St.Pauli).
Der KSC stand gleich unter Druck und Orle musste einige Male gut reagieren um einen Rückstand abzuwenden. Unser Support kam nur schleppend in Gang. Woran dies als liegt weiss man oft nicht so recht, denn eigentlich hatten ja alle Bock. Unser Block war natürlich auch gut gefüllt mit Hamburg-Touristen, aber so ergeht es ja fast jedem Club, der die Reise dorthin antritt. Da hat selbst Paderborn einen vollen Auswärtsblock zu bieten.
Im Laufe des Spiels wurde es aber besser, vor allem weil unser Bollwerk den Angriffen von St.Pauli stand hielt und bei uns die Hoffnung auf einen Glückstreffer wuchs. Man kennt dies ja. Macht ein Team nichts aus seinen Chancen, geht es oft nach hinten los.

So auch an diesem Abend. Ein blitzsauberer Konter über Alibaz und Hennings, verwertete Iljan Micanski zum 0:1. Wir flippten aus!
Die Verunsicherung der FC Spieler war nun fast zu greifen. Sie griffen planlos an und wir standen gut. Auch am Millerntor passierte das was in den meisten Stadien in solchen Situationen passiert, es wurde still. Wir schrien uns für den KSC dagegen die berühmte Seele aus dem Leib.
Den einen oder anderen Konter verdaddelten wir leider, aber in der 84. Minute schlug Torres dann zu. Aus spitzem Winkel schoß er den Ball ins kurze Eck, direkt unter die Latte. Keine Chance für Tschauner und in unserem Block flog alles durcheinander. Der Fisch war geputzt!
„Gegen Karlsruh kann man mal verliern“ schallte es durch das Stadion und die ersten Hamburger verließen dieses bereits.

Noch lange nach dem Spiel feierten wir die Mannschaft und den Trainer. Die Spieler waren schon längst in der Kabine, da waren wir immer noch da und sie kamen wieder. Teils mit Badelatschen und Handtuch bekleidet, trotteten unsere Kicker über den Rasen zu unserem Block und ließen sich feiern. Zu guter letzt kam noch Markus Kausczinski und holte sich einen hundertfachen hoch verdienten Applaus für die Gesamtleistung des Jahres 2013 ab.
Für solche Spiele lohnt es sich auswärts zu fahren, da bekommst du als Fan alles zurück was du über eine Saison hinweg gibst.

Die Nacht sollte auf dem Kiez dann noch teilweise etwas unentspannt werden. Die Beteiligten wissen was ich meine, alle anderen können sicher unter ultras.ws was drüber lesen. Nur kurz etwas dazu von mir: Wer mit Flaschen und Steinen auf Menschen wirft, ist das Allerletzte!

Wir zogen dann noch durch einige Clubs und Bars und genoßen diesen herrlichen Fußballabend in vollen Zügen, bevor wir in Altona hundemüde auf die Matraze fielen.

Für euch mit dem KSC beim FC St.Pauli war
MaD

St.Pauli - KSC IISt.Pauli - KSC IV

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