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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Jörn Andersen

Tschüss Jörn – Tach Markus

Und wieder war es mal soweit im Wildpark. Eine Pressekonferenz wurde gestern für 13 Uhr angesetzt. Dort wurde dann verkündet was schon jeder wusste, als die Mitteilung über die Pressekonferenz durchs Netz strömte und im Radio verkündet wurde.
Markus Kauczinski beerbt den glücklosen Jörn Andersen auf der Trainerbank des Karlsruher SC.

Noch sieben Spiele stehen an und der 14.Trainer in 14 Jahren, der 4. in der Amtszeit des CDU-OB Kandidaten Ingo W., soll es nun richten. Warum gerade er?

Sicherlich nicht weil er dem Verein schon viele Jahre angehört, die Mannschaft kennt, als Trainer der 2.Mannschaft eine sehr gute Arbeit gemacht hat, endlich im Besitz der Trainerlizenz des DFB ist und als ständige Interimslösung der letzten Jahre überzeugte.
Markus Kauczinski ist einfach die kostengünstigste Lösung für die letzte Zuckung einer planlosen Vereinsführung und eines Clubs der am Ende ist.

Kauczinski ist ein Guter und ich gönne ihm jeden Punkt und jeden Sieg und vielleicht schafft er auch das Wunder und hält mit dieser unsäglichen Truppe über die Relegation doch noch die Klasse. Ihm und uns allen wäre es zu wünschen.
Es ist seine erste richtige Trainerstation im Profifußball und dann gleich ein Himmelfahrtskommando. Er hat Ideen, jetzt sicherlich auch viel gelernt beim Trainerlehrgang und ist heiß – prima!

Sein Vertrag gilt auch bei Abstieg weiter und für diesen Fall vertraut man ihm in Sachen Neuaufbau. Tolle Sache und aller Ehren wert. Die ganze Sache hat nur einen Haken.
Das mit dem Neuaufbau in einer 3.Liga ist gar nicht so einfach. Die Beispiele Bielefeld und Oberhausen sprechen da eine klare Sprache. Sie dümpel im unteren Mittelfeld bzw. der Abstiegszone rum und haben auch schon beide den Trainer gewechselt. Es läuft alles andere als rund. Und wir haben eben auch keine Kohle, außer Pilarsky öffnet die Schatulle.

Ambitionierte und gestandene 3.Liga Mannschaften werden auch uns nächste Saison das Leben schwer machen, wenn es zum schlimmsten aller Fälle, dem Abstieg kommen sollte.
Der Neuaufbau, den Markus Kauczinski dann angehen soll, wird alles andere als ein Selbstläufer werden. Für ihn kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen im Verein (und auch wir Fans) ihm dann auch die Zeit geben und nicht (wieder) auf den schnellen Erfolg aus sind und ihn feuern. Dann nämlich hätte er gestern mit seiner Unterschrift praktisch auch schon seinen Abschied vom KSC unterschrieben.

Nun ist dies aber hier und heute nicht unsere größte Sorge, denn noch kann der Abstieg vermieden werden. Kauczinski ist da ganz optimistisch und meinte sinngemäß lt. BNN, dass eigentlich mit dieser Mannschaft jede andere der 2.Liga schlagbar sein müsste.
Puh – durchatmen, so etwas liegt mir schwer im Magen wenn ich mir die letzten Auftritte dieser Trottel anschaue die unser Trikot da spazieren tragen.
Aber klar, wenn er recht hat und wir das Ding noch wuppen, bin ich der glücklichste Mensch der Welt.
Kauczinski hat ganz viel Bonus bei mir, denn er kann für die jetzige Situation gar nix und muss nun damit umgehen.

Die Planlosigkeit und naive Zusammenstellung dieser Mannschaft haben andere zu verantworten. Die verlorenen Trainermonate unter Rapolder ebenso und dass man Rainer Scharinger mit einer nicht Zweitligatauglichen Defensive in die Saison starten ließ auch.
Dies wurde mittlerweile behoben. Alle in der Winterpause geholten Leute können was und wenn sie schon zu Beginn der Runde da gewesen wären, stünden wir nicht so schlecht da. (Dafür geht nun ab der Doppelsechs nach vorne gar nichts mehr).
Vor Rundenbeginn wollte man dieses Geld aber nicht ausgeben, auch Olivier Occean wollte man nicht für eine überschaubare Ablösesumme holen. Der Kader durfte nichts kosten. Dieses damals nicht ausgegebene Geld kann uns sehr teuer zu stehen kommen.
Scharinger war damals schon nicht ganz so euphorisch was das Leistungsvermögen der Mannschaft angeht, aber dies wollte niemand hören.
Die ersten 4 Pflichtspiele streuten alle Sand in die Augen und ab dann ging es bergab.

Jörn Andersen übernahm, gab alles und war mit Feuereifer dabei. Wer viel macht, macht auch Fehler. Die passierten ihm auch in Sachen Aufstellung, Auswechslungen oder mediale Darstellung. Alles bums, er hat es versucht, kam sympathisch rüber und scheiterte letztlich an den Umständen. Schade eigentlich, er wäre glaub kein schlechter Mann gewesen um eine Mannschaft längerfristig zu formen. Dazu ist und war in den letzten Jahren beim KSC aber keine Zeit.

Alles erdenklich Gute für dich Jörn, mal sehen wann ich deinen Namen mit Markus ersetzen muss…..!

Zum jetzigen Zeitpunkt wünsche und hoffe ich, dass ich Anfang Mai in einem Bus nach Karl-Marx Stadt, Burghausen, Heidenheim oder Regensburg sitze und wir den Relegationsplatz noch erreicht haben. Mehr ist wohl nicht mehr drin, auch wenn unser neuer Trainer da optimistischer ist als ich.

Mach den Spielern Beine Markus und rock das Ding für uns!!!

OnkelMad

Der Favorit geht beim FSV baden….

So oder ähnlich könnte eine schlechte Überschrift lauten, wenn es um die Begegnung FSV Frankfurt vs. Karlsruher SC geht. Ihr fragt euch, wer denn da bitte der Favorit gewesen sein soll?
Wenn es nach unserem Trainer Jörn Andersen ging, dann doch wir, der Karlsruher SC. Interessant, betrachtet man unsere letzten Monate.
Klar, es ging nach der Winterpause aufwärts, aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und so gingen wir sang- und klanglos mit einer katastrophalen Leistung beim FSV mit 1:2 ein.
In keiner Phase zeigte die Mannschaft Herz und von Spielkultur und Kampf wollen wir erst gar nicht anfangen.
Eines ist auch klar. Egal was für Mist der Trainer in irgendeinen Notitblock diktiert oder in ein Mikro labert, auf dem Platz stehen die Spieler immer noch selbst und niemand verbietet es ihnen alles zu geben und für unsere Farben zu kämpfen bis zum umfallen.
Dies haben sie, einmal mehr, nicht getan. Was mich nach den letzten drei Partien wirklich wundert. Kampf und Leidenschaft waren da über weite Strecken endlich wieder erkennbar. Gegen den FSV war es nur armselig.

Viele KSC Fans waren zu dem nahen und so wichtigen Auswärtsspiel mitgereist und wurden bitter enttäuscht. War die Stimmung angesichts der vielen Blau-Weißen wenigstens etwas auf das man Stolz sein kann?

Tja, eher nicht! Ziemlich mau war es. Aber dies lag nicht nur an den vielen Leuten die eigentlich sonst nie auswärts fahren oder an dem unüberdachten Block. Auch im eigentlichen Stimmungskern kam diese nie richtig auf, obwohl sich einige plus den beiden Vorsängern echt bemühten. Die Lieder wurden von vielen eher leise geträllert als aus vollem Herzen auf den Platz gebrüllt.

Die Jungen mit falschem Brilli im Ohr und Jogginghose sollten sich da echt mal fragen wie sie ULTRA verstehen.

Aber egal, dies sind nur Randnotizen bei einer sportlich mehr als düsteren Lage. Von den nächsten vier Spielen bestriten wir drei gegen sog. Aufstiegskandidaten (Düsseldorf, St.Pauli, Fürth). Dies wird gelinde gesagt sicherlich nicht einfach werden. Da weiterhin aber alles noch möglich ist und wir den so bitter notwendigen Klassenerhalt schaffen können, heißt es nicht aufgeben und immer weiter KSC, immer weiter!!!

FORZA KSC!

Für euch am Bornheimer Hang war
OnkelMad

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