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Kurve

Aufgeben ist keine Option

Welch beherzter Auftritt unseres KSC heute gegen Hannover. Verdutzt rieb ich mir die Augen als ich eine wie aufgedreht spielende Mannschaft im Trikot meines Karlsruher Sport-Club sah. Kampf und Leidenschaft waren ab der ersten Minute spürbar und endlich hatten wir mit dem frühen 1:0 (Mugosa, 10.Minute) auch mal das Spielglück auf unserer Seite. 

Nie hatte ich das Gefühl, dass wir diese Begegnung gegen die Niedersachsen noch aus der Hand geben würden. 

Auf den Rängen wurde von Beginn an signalisiert, dass die Kurve bereit zum Kampf gegen den Abstieg ist. Eine kleine aber sehr feine Choreo zeigte Mannschaft und Fans, dass der Abstieg keine Option ist. 

Gut ist, dass die Kurve und die Mannschaft weiterhin zusammenhalten. Das Pfeifkonzert auf St. Pauli nach dem peinlichen 0:5 musste sein. Die Ultras richteten den Blick aber sogleich nach vorne. Es geht um zu viel als dass wir uns auseinander dividieren lassen können. Nur zusammen ist der Klassenerhalt möglich. 

Diamantakos setzte mit dem Elfmeter zum 2:0 den Schlusspunkt unter einen rundum gelungenen Auftritt des KSC. 

MaD

P.S. Glückwunsch zu 15 Jahren Ultra Crew Rheinfire! 

Keine Kurve die gewinnen will….

Als unser Capo beim Spiel unseres Karlsruher Sport-Club gegen Union Berlin in die Kurve schaute und in seiner ihm eigenen Art seiner Beobachtung „Dies ist keine Kurve die gewinnen will“ Ausdruck verlieh, musste ich ihm zustimmen. 

Zu leise, zu wenig Leidenschaft, zu wenig Aggressivität, zu wenig von allem was eine Kurve ausmacht die unbedingt gewinnen will.

Nur nach dem Anschlusstor zum 1:2 (Stoppelkamp, Elfmeter) war zu spüren was alles möglich ist, wenn die Gegengerade Karlsruhe sich lautstark zu Wort meldet. 

Natürlich muss der Funke vom Feld auch mal auf die Ränge überspringen. Dies passierte in der bisherigen Saison viel zu wenig. Die unsäglichen Auftritte unseres KSC in der Hinrunde trugen nicht dazu bei die Stimmung zu heben. 

Ultra-Kurven wird oft nachgesagt, sie würden vollkommen unabhängig vom Spielverlauf supporten und sich selbst feiern. Wenn dem so ist sollte unsere Kurve wieder damit beginnen sich selbst zu feiern und völlig unabhängig von dem Geschehen auf dem Rasen leidenschaftlich Gas zu geben. Es wäre ein Anfang um wieder Schwung in den Laden zu bekommen und eigentlich wird es von uns ja in dem Stil eh erwartet. 

So übel war es übrigens gar nicht was sich auf dem Rasen abspielte. Unsere Mannschaft kämpfte und es war zu spüren dass sie unbedingt wollte. Das Spielglück war uns aber nicht hold, so bekamen wir einen frühen Elfmeter (4.Minute) gegen uns und das 0:2 besorgte Kinsombi ins eigene Tor. 

Unsere Schüsse landeten entweder am Aluminium oder knapp neben dem Tor der Unioner. Zudem verloren wir zu viele Bälle leichtfertig bzw. bekamen den so wichtigen zweiten Ball nach Standards nicht unter Kontrolle. 

Union war kompakt, spielte aber nicht so auf als dass sie nicht schlagbar gewesen wären. Genau dies macht mich fertig, denn schon wieder ging ein Spiel verloren, welches man nie hätte verlieren müssen. Wo und gegen welches Team wollen wir die nötigen Punkte holen, wenn wir solche Spiele wie am Sonntag schon abgeben?

In die Aufstellung sollte man ja keinem Trainer rein reden, aber nichts reizt als Fan mehr als sich genau damit zu beschäftigen. Ich verstehe nicht, wieso bis auf Meffert und Mugosa die gleichen Spieler aufliefen, welche schon die Vorrunde in den Sand gesetzt haben?

Warum spielte Reese nicht von Beginn an oder mal Marvin Melhem (wurde in der 36.Minute für den verletzten Valentini eingewechselt)? Überzeugt Hoffer unter der Woche so sehr, dass er es immer wieder in die Startelf schafft?

Nun gilt es am Rosenmontag auf St. Pauli zu bestehen. Vier Teams mit je 18 Punkten finden sich auf den letzten Plätzen der Tabelle wieder. Darunter neben dem KSC, Aue und Bielefeld auch der FC St. Pauli. Es geht somit um sehr vieles in diesem Match. Den Spielern und dem Trainer ist es bewusst. Weiß es auch die Kurve? Will die Kurve in diesem Spiel gewinnen?

MaD 

….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa!

Einen intensiven Freitag Abend erlebten die 15.600 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion am 06.11. gegen den VFL Bochum.

Die von einem der geilsten Trainer ins Rennen geschickten Bochumer wie immer stürmisch und ließen uns teilweise alt aussehen. Terrode hatte mehrere gute Szenen und auch Bulut forderte Stoll, Mauersberger und Orlishausen oft. Wir hatten auf dem Feld etwas Anlaufschwierigkeiten ins Spiel zu finden, auf den Rängen waren wir dagegen von Beginn an da. Wenn sogar der Capo nach wenigen Minuten schon lobt (natürlich gleich mit einer kleinen Einschränkung*g), dann muss es lautstark gewesen sein.

Bochum mit vlt. knapp 250 Leuten am Start. Für einen Freitag will man dies gerade mal so gelten lassen. Genau hier muss man bei „Fangerechten Anstoßzeiten“ ansetzen. Wäre diese Partie am Samstag oder Sonntag gewesen, hätte der VFL sicher doppelt so viele Leute mitgebracht.

Im L-Block kreisten die Schwenkfahnen und ein junger Mann entwickelte den Ehrgeiz bis zum 1:0 für den KSC zu schwenken, egal wie lange dies auf sich warten ließe. Wir sprachen schon davon, dass dieses 0:0 für ihn bestimmt ein langer Abend wird.

Als Torres nach unglaublichem Fehlpass von Celozzi fast das 1:0 für uns erzielt hätte, war er der Ablösung sehr nahe. „Ich schwenk ihn jetzt rein“ war seine Ankündigung und der KSC nahm auf dem Feld auch Fahrt auf. Keine 10 Minuten später flankte Torres und Diamantakos, unser Grieche, der erst Mandeln, dann Rücken und was weiß ich noch alles hatte, köpfte zum 1:0 rein – das erste Tor in der Bundesligahistorie, welches sozusagen „reingeschwenkt“ wurde.

Als kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Yamada endlich mal wieder traf (27 Spiele ohne Tor!) konnte die Party im Wildpark starten. Unter Flutlicht lässt sich besonders gut feiern und so benötigte die Kurve kaum noch Ansporn lauter zu werden.

Der KSC hatte das Spiel im Griff. Die sehr gute Bochumer Offensive prallte an unserer Verteidigung einfach ab und kam mal was durch bewies Orle ungeahnte Qualitäten als Krake. Hut ab!

Im Block wurde gehüpft, aber dann doch eher gesittet, wie ein uns allen bekannter Herr mit durchdringender Stimme bemerkte. Während er versuchte den Pogo zu starten, flüchteten in seinem Umkreis die Leute. Sein Kommentar dazu:“Das ist hier dermaßen gesittet geworden, da fällt man schon auf wenn man rum springt“.

Ein Zischen hinter mir ließ mich aufhorchen. Da öffnete doch jemand eine Cola Dose. Immer gegen den Kommerz, die großen Konzerne und ein Traditionsverein T-Shirt an, trank er strahlend seine Cola. Just in diesem Moment sag die Kurve „Wo wir auch spielen, hoff ich Karlsruh wird führen, hoff ich Karlsruh wird siegen und dann sauf ich mich zu für Karlsruh“. Dies war schnell umgedichtet in „….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa“. Es war uns eine Freude ihm persönlich dieses Ständchen zu singen. Lachend verschluckte er sich fast an dieser Brühe.

Barry erhöhte dann unter großem Jubel auf 3:0. Wieder war Diamantakos beteiligt, der bei seinem Startelf Debut überzeugte. Bochum begann schon damit die Fahnen abzuhängen. Wenn also eine Viertelstunde vor Schluss der Block aufgibt, dann konnte es auch der VFL auf dem Rasen. Da kam nichts mehr und der KSC brachte ein überzeugendes 3:0 sicher nach Hause. Gut hat mir gefallen, wie die Mannschaft ins Spiel fand, nachdem der VFL zu Beginn am Drücker war und dann das Niveau auch hielt.

Für Jan Mauerberger freut mich die Entwicklung besonders. Schon aussortiert, ist er jetzt mit unserem Oldie Stoll die Stütze der Abwehr. Auch Orle hat wieder zur Stärke der letzten Saison zurück gefunden und auf den Außen spielen Valentini und Kempe sehr solide. Es passt momentan beim KSC!

MaD

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