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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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terror

Refused – Wiesbaden Schlachthof 04.12.2015

Nach kurzem Aufflackern von Refused im Jahre 2012 mit etlichen Festivalauftritten sind sie 2015 nun zurück mit einem neuen Album (Freedom) und einer Clubtour.

2012 durfte ich sie auf dem Greenfield Festival in der Schweiz erleben und dieses Konzert machte so unglaublich Lust auf diesen Abend im Wiesbadener Schlachthof. Meine Erwartungen und Hoffnungen sollten keineswegs enttäuscht werden. Im Gegenteil, das Konzert von Refused war nicht mehr und nicht weniger als mein Konzert des Jahres 2015.

Dennis Lyxzén und seine Mitstreiter betraten dem Anlass entsprechend im Anzug die Bühne und nahmen uns mit in eine Welt des Punkrock und Hardcore, die uns die Wurzeln vieler Bands und Genres aufzeigte.

„Can I Scream“ wurde zum Motto dieses Abends und der Schlachthof ließ sich mitreißen von den tollen Riffs, den unglaublichen Tempowechseln welche David Sandström am Schlagzeug erzeugte und der Energie von Lyxzén, der teils wie ein Derwisch über die Bühne fegte. Ausgelassen feierte das Publikum jeden Song, alle tanzten und direkt vor der Bühne nahmen sich wildfremde Menschen nach Songs wie „Destroy The Man“, „The Shape Of Punk To Come“, „Summerholidays vs. Punkroutine“ und dem Höhepunkt „New Noise“ in den Arm, klatschten ab und schauten sich glückselig an.

Das politische Statement zu dem Horror von Paris viel kurz und knapp aus. Dennis Lyxzén sagte sinngemäß, dass wenn wir aufhören Musik zu machen, sie gewinnen werden.

Dies liebe Freunde von solchen Abenden mit Refused wollen wir alle nicht!

Das perfekte Zusammenspiel der Band, die Energie und Freude die alle ausstrahlten und die unglaubliche Lust auf die Musik von Refused, welche das in die Jahre gekommene Publikum mitbrachte, geben mir Hoffnung, dass es nach „Freedom“ noch weitere Lieder und Alben und mehr Abende wie diesen von und mit Refused geben wird.

MaD

P.S. Grüße an Daniel D.!

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Sandhausen – KSC 3:1 (20.11.2015; ca. 3.000 KSC Fans)

Nach über zwei Stunden im Megastau zwischen Karlsruhe und Bruchsal war klar dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum Anpfiff schaffen würden. Nach Sandhausen kann man fast laufen, wir steckten in ner Baustelle fest. Zum Glück stellte sich der Weg irgendwie als das Ziel heraus. Es war eine spannende Autofahrt mit Erzählungen aus Paris, aber natürlich wurde auch über jede Menge gelacht und diskutiert.

Dank einem Mitfahrer der lieber mit „c“ als mit „k“ geschrieben wird, bekamen wir den Spielbeginn mittels SkyGo auf seinem Smartphone mit. Auch mal was anderes.

Endlich angekommen, hätte man gleich wieder umdrehen können. Es fiel gerade das 2:0 und regnete in Strömen.

Also erst mal an den Bierstand und auf die Fahrt angestoßen. Dies hatten wohl schon einige gemacht, also auf irgendwas angestoßen. Man hätte bei vielen meinen können wir hätten gerade ne 700km Fahrt absolviert so storniert wie sie waren.

Da die Sandhäusener (ist dies die Mehrzahl für Spieler des SVS?) provozierend vor unserem Block jubelten war die Stimmung entsprechend aufgeheizt. Unser Funke sprang leider nicht auf den Rübenacker über. Unsere Mannschaft bearbeitete den katastrophalen Platz ziemlich unglücklich.

In Halbzeit zwei wurde es nicht besser und da ich eh nicht wirklich ins Spiel rein gekommen war, würde draußen geplaudert. Es ging auch wieder um die Ereignisse des Anschlags von Paris. Alle die dabei waren lässt es noch nicht ganz los, verständlicherweise. Ich bin froh, dass ihr wieder gut nach Hause gekommen seid.

Auf dem Platz fiel mittlerweile das 3:0 für Sandhausen. Torres verkürzte zwar umgehend, mehr ging für den KSC aber nicht mehr.

Danke an einen einzelnen Herrn mit Kutte für den Zwei-Mann Pogo!

MaD

P.S. Dass der KSC gegen Sandhausen verliert ist irgendwie komisch und falsch. Die haben früher gegen den Club aus Pforzheim verloren. So ändern sich die Zeiten…..

Song der Woche: Eagles Of Death Metal – Cherry Cola Live

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Eagles_of_Death_Metal

Facebook: https://www.facebook.com/eaglesofdeathmetal/

Es gibt auch eine Aufnahme des Liedes aus dem Theater Le Bataclan, bevor der Terror begann:

Paris Under Attack

Noch nie war mir ein Anschlag so nahe wie der von Paris am Abend des 13.11.2015. Freunde hielten sich im Fußballstadion auf und schauten das Spiel Frankreich gegen Deutschland. Wie sich jetzt heraus stellte waren sie nur wenige Minuten zuvor noch ganz in der Nähe des Ortes an dem sich einer der Attentäter in die Luft sprengte.

Mittlerweile sind sie wieder sicher in Karlsruhe angekommen.

Im Pariser Club Bataclan kamen viele Musikfans ums Leben, welche das Konzert der „Eagles Of Death Metal“ genießen wollten. Die Band habe ich selbst schon gesehen und die Menschen, welche diese Art von Musik mögen, stehen mir grundsätzlich nahe.

Im Jahr 2013 war ich für ein paar Tage in Kambodscha. Jederzeit würde ich in einem Restaurant essen, welches Kambodschanische Küche anbietet.

All diese Orte stehen dafür was ich liebe. Fußball, Musik und Reisen. Ich hätte sowohl im Stadion als auch im Club anwesend sein können. Und davor oder danach Kambodschanisch essen.

Im Gedenken an die Opfer, hier Musik der „Eagles Of Death Metal“:

MaD

Born From Pain & First Blood (Alte Hackerei 10.04.2014)

Hardcore deluxe an diesem Donnerstag Abend im Alten Schlachthof. Dabei passt der Bandname First Blood wie fast kein Zweiter zu diesem Gelände und der Bar in der das Konzert statt fand.
Ausverkauftes Haus kündigte ein klitzekleines Schild am Eingang an und viele verwunderte Gesichter mussten unverrichteter Dinge wieder umdrehen. 150 Tickets waren verkauft und die Alte Hackerei platzte aus allen Nähten. Zum Glück konnte man sich auch zwischen den Gigs draussen aufhalten.
Carl Schwartz, Sänger und verbliebenes Gründungsmitglied von First Blood half vor Jahren auch schon mal bei Born from pain aus, so dass dieser Abend sicher das eine oder andere Deja vu bereit hielt.
Musikalisch ließen First Blood nichts anbrennen. Ihr Hardcore-Punk aus dem sonnigen Kalifornien bretterte zügig durch die Hackerei, aber mehr als kräftigen Beifall nach jedem Song gab es nicht. Nur ein paar wenige tobten direkt vor der kleinen Bühne rum.
Die Mütze von Carl blieb fest und tief ins Gesicht gezogen, er sprühte vor Energie, animierte immer wieder und fetzte über die Bühne. Das er auch mal bei Terror aktiv war, kann man verstehen.
Zufrieden waren nach der 3/4 Stunde aber trotzdem alle, der Merchandise Stand von First Blood wurde richtig gestürmt.

Ob Born from Pain bzw. ihr Sänger Rob aus „Scheisse Gold“ machen können wie der Doc in der Pause vor ihrem Auftritt vermutete blieb zu hoffen.
Die Hardcore Band aus den Niederladen hatten wahrscheinlich den großen Vorteil, dass Rob einfach Deutsch spricht und gleich die Leute richtig einbezog und sie an ihrer „Moshpit-Ehre“ packte.
Die Liste der Mitglieder, vor allem der ehemaligen bei Born from Pain ist lang. Rob ist eine der Konstanten. Fing er am Bass an, so singt er heute und ist wie dafür geschaffen.
In die Hackerei kam nun Bewegung. Rob ließ die Meute mitsingen, klatschte nach den Songs ab und hielt auch das eine oder andere politische Statement.
Immer wieder wurden die Leute aufgefordert nach vorne zu kommen und es bildete sich dann auch ein schöner Pit. Musikalisch sind sie einfach ein Brett, spielten ihr Best of auf den Punkt runter, vor allem der fette Bass stach oft schön heraus.
Rundum ein gelungener Gig, der nach 1 Stunde mit zwei Zugaben und viel Applaus endete.

MaD

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Grüße an die Crew: Diesel, Doc, Flo und Freddy die wütende Kugel im Pit

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