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Danke Jan Mauersberger

Ein weiterer Aufstiegsheld unserer Drittliga-Truppe aus der Saison 2012/2013 verließ gestern den Karlsruher SC.

Jan Mauersberger, die Zuverlässigkeit in Person und einer der besten KSC-Innenverteidiger der letzten 20 Jahre schließt sich nun dem TSV 1860 München, dies ist der ehemalige Kultverein aus Giesing, für alle die dies nicht mehr wussten und statt dessen damit sofort Lawrence aus Arabien assoziierten.

Mit ihm verlieren wir eine Gallionsfigur des Aufstiegs. Er wurde nur Stunden nach dem Abstieg in der Relegation gegen Regensburg verpflichtet und stand von Beginn an für Aufbruch. Er hatte Lust für den KSC zu spielen und war gemeinsam mit Daniel Gordon einfach eine Mauer. Alle 38 Spiele in Liga 3 absolvierte er in unseren Farben. Für die gegnerischen Teams war der sehr faire Verteidiger kaum zu überwinden. Es zeichnete ihn zudem aus, dass er bei eigenen Standards immer für Torgefahr sorgte.

Als er im Sommer vom Verein zum Verkauf angeboten wurde, bekannte er sich offensiv zum KSC und als man ihn wegen der Verletzungsmisere doch noch benötigte war er da und brachte richtig gute Leistungen auf den Platz. Dies zeugt von Charakterstärke. Wer von uns würde im Beruf noch Bestleistung bringen, wenn er wüsste, dass sein Betrieb ihn los werden will?!

Unvergessen ist die „Nachspielzeit“ im Dezember 2013, als Jan zusammen mit Daniel Gordon für einen tollen Abend in Wallis Fanladen sorgten:

https://onkelmad.org/2013/12/05/nachspielzeit-innenverteidiger-17242234/

Warum auch immer ist er in der Hierarchie unserer Innenverteidiger ganz nach hinten durchgerutscht. Vielleicht klärt sich dies mal auf. Ich bedauere den Abgang von Jan Mauersberger sehr. So einen integren Profi wie ihn muss man erst mal wieder finden.

Alles Gute Jan, du bist in Karlsruhe immer herzlich willkommen!

MaD

Zieht den Bayern die Lederhosen aus

Es ist immer etwas Besonderes gegen den Rekordmeister aus München zu spielen. So war auch das Testspiel gestern im Wildparkstadion flux ausverkauft. Wenn der FCB kommt, sind volle Kassen garantiert.

Die Einnahmen sind für den Karlsruher Sport Club immens wichtig, da wir seit Jahren ein eher klammer Verein sind. Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle, u.a. natürlich auch unlängst die Spielzeit als Drittligist.

Das Spiel war auch zur Ablöse unseres A-Jugendtrainers Tim Walter, der im Sommer zu den Bayern wechselte. Für unsere Spieler war es selbstverständlich ein sportlicher Höhepunkt gegen die mit Weltmeistern gespickte Mannschaft des FCB anzutreten. Solch eine Regelung zur Ablöse ist viel besser als wenn nur einfach Geld den Besitzer gewechselt hätte.

Sich mit den Besten zu messen ist für Sportler immer eine Herausforderung und motiviert für weitere Aufgaben.

Die Stimmung war gut im Wildpark. Keine Fußballatmosphäre wie gewohnt, weil es keinen organisierten Support von beiden Seiten gab, aber sie war angenehm entspannt, es gab trotzdem hin und wieder Gesänge und alle hatten Bock auf ein unterhaltsames Fußballspiel.

Unsere Mannschaft war von Beginn an gewillt dieses Spiel ernst zu nehmen und sie schafften es auch Manuel Neuer mehrmals zum Eingreifen zu bringen. Der Höhepunkt dieser tollen Anfangsphase war dann das 1:0 durch Barry, der von der Mittellinie los lief und da von Alonso nur unzureichend attackiert am 16er schön ins lange Eck abschließen konnte.

Was folgte war und ist so typisch für Bayern. Vidal mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel zum Ausgleich. Aus dem Stand, aus dem Nichts heraus, das sind die Bayern. Keine Chance für Orlishausen, der leider Minuten später verletzt ausgewechselt werden musste. Rene Vollath kam für ihn und übernahm auch die Kapitänsbinde.

Die zweite Hälfte plätscherte zuerst so dahin. Beide Seiten wechselten aus. Bei den Bayern kamen alle Stars, die fit waren, zum Einsatz. Sehr schön für die Zuschauer die Müller, Lewandowski, Lahm, Boateng und Co. sehen wollten.

Manuel Torres wollte es Vidal nachmachen und setzte ebenfalls zu einem Schlenzer an, nachdem Barry sich herrlich links durchsetzte und den Ball im Strafraum zurück legte. Der Ball ging an den Innenpfosten und anschließend der Torlinie entlang, leider aber nicht ins Tor. Ein Raunen ging durch den Wildpark und mit viel Beifall wurde diese Aktion beklatscht.

Bayern wechselte in der Folge auch Spieler ein, die man eher aus der zweiten Mannschaft kennt. Nach vorne ging nicht mehr wirklich viel beim angehenden Deutschen Meister 2016.

Hinten brannte es dann auch. Boateng brachte den Ball an der Mittellinie nicht gestoppt und Hoffer lief auf und davon. Im Zweikampf mit Boanteng ging er dann im Strafraum zu Boden. Es gab Elfmeter für den KSC und die rote Karte für Jeromé Boateng. Elfmeter war es eher nicht, da das Foul vor dem Strafraum war.

Nazarov war es egal. Ein perfekt geschossener Elfmeter brachte das 2:1 für den KSC. Der Ball flog vom Schützen aus gesehen links oben in den Knick. Kein Torhüter der Welt kann diesen Ball erreichen. Besser kann man einen Elfmeter nicht schießen. Dies erkannte im Interview auch Phillip Lahm und lobte unseren Schützen.

Der Klassiker „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ wurde von einigen Zuschauern nun angestimmt. Dies erinnert mich immer wieder an tolle Schlachten in den 90er Jahren gegen die Bayern. Als ein Lothar Matthäus nach einem Spiel noch eine Tür eintrat vor Ärger. Damals erzielte der KSC das 2:2 durch Eberhard „Ebse“ Carl in letzter Minute und Sammy Kuffour flog vorher vom Platz und vergrub sein Gesicht im Trikot. Vom überragenden 4:2 Sieg an einem Sonntag Nachmittag wollen wir gar nicht erst anfangen. Das waren Spiele als ich beim Anpfiff schon keine Stimme mehr hatte, da sich der D-Block schon zwei Stunden vorher lautstark eingesungen hatte. Good old times!

Es war nur ein Testspiel und wir alle wissen dies einzuordnen. Für die Stimmung rund um den Verein und für das Selbstvertrauen war der Sieg aber großartig. Zwei Tore gegen die Bayern haben so viele Mannschaften nicht erzielt in den letzten Jahren.

Für meinen Höhepunkt des Tages abseits der 90. Minuten sorgte unser Trainer Markus Kauczinski. Auf die Frage eines ZDF-Reporters wie er denn dem HSV nun erklärt wie man das macht die Bayern zu besiegen, antwortete er: „Dem HSV erklär ich nix!“.

Karlsruher SC:

Orlishausen (29. Vollath) – Valentini (46. Traut), Stoll (46. Thoelke), Gulde, Kempe (46. Sallahi) – Krebs (61. Prömel), Meffert (61. Peitz) – Torres (61. Mehlem), Barry (46. Gouaida), Yamada (46. Nazarov) – Diamantakos (61. Hoffer)

FC Bayern:

Neuer – Lahm (45. Rafinha/66. Friedl), Martinez (45. Boateng), Badstuber, Alaba (66. Dorsch) – Rode (45. Thiago), Alonso (45. Kimmich), Vidal (45. Müller) – Costa (45. Robben), Lewandowski (75. Steinhart), Coman (72. Pantovic)

Tore: 1:0 Barry (16.), 1:1 Vidal (21.), 2:1 Nazarov (Foulelfmeter, 74.)

Rote Karte: Boateng (74.Minute)

MaD

  

Moser rockt 2015!

Mit einem Heimsieg gegen Fürth wurde dieser Samstag eingeläutet, der ganz im Zeichen des Gedenkens an alle stand mit denen wir unseren Platz in der Kurve teilten und die viel zu früh von uns gegangen sind.

Unser Stadionverbotler durften heute auch mit in die Kurve und wurden sehr herzlich willkommen geheißen. Alles begann schon Morgens am Karlsruher Schloss mit einem Szenefoto und dem Marsch ins Stadion. Dort wurde minutenlang das neue Lied für unsere Ausgesperrten gesungen und bei allen Beteiligten große Gefühle erzeugt.

http://ultra1894.de/bilder/256

Das Spiel selbst war sehr wichtig für unseren KSC und wir waren erleichtert dass der Rückrundenauftakt erfolgreich war. Diamantakos führte mit seinem Tor unsere Farben zum Sieg.

So wichtig der Fußball und das Geschehen auf dem Platz auch ist. Wenn wir kurz inne halten und uns im Block, in der Kurve umsehen und die Lücken entdecken, die durch den Tod der langjährigen Weggefährten entstanden sind, dann wird vieles doch zur Nebensache.

Bertold Brecht brachte es mit seinem Zitat „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“ wunderbar zum Ausdruck was wir an einem solchen Abend fühlen.

Als wir schweigend an jenem kalten Dezembertag des Jahres 2006 zum Grab von Dominik Moser liefen um ihm die letzte Ehre zu erweisen und ich überall vertraute Gesichter sah, da war dieses Gefühl, dass man wirklich nicht vergessen wird, so lange die Kurve und die Menschen, welche diese ausmacht einen nicht vergessen.

In den Jahren danach verließen uns noch so manche treue KSC Fans. Menschen, welche die blau-weißen Farben in die Stadien trugen und für die der KSC und seine Kurve mehr war als nur Freizeitvergnügen. Es war Lebensinhalt.

Für Dominik, Melon´, Benny (HB98) und all die anderen aus Karlsruhe und den befreundeten Szenen ist dieser Abend. Es soll getanzt, gelacht und das Leben gefeiert werden. Sie alle hätten sich wieder wohl gefühlt im Karlsruher Fanprojekt an diesem 12.12.2015.

Unser Spieler Dominic Peitz war auch anwesend und verloste unter Mithilfe der lokalen Fußballmafia zwei KSC Trikots. Eines von sich selbst und das andere war von unserem langjährigen Verteidiger Martin Stoll. Alles für einen guten Zweck, wie der gesamte Abend Menschen zu Gute kommt, denen es im Leben nicht so gut geht wie den meisten von uns.

Schön zu sehen, dass die Resonanz in der Szene ungebrochen ist und auch wieder viele Freunde dabei waren. Unsere Berliner spielten an diesem Samstag in Darmstadt und schauten mit einer Abordnung zur Feier vorbei.

Für Musik war auch gesorgt. Will o´ the Wisp aus Pforzheim (https://www.facebook.com/willo.ska/) sorgten mit Ska für Bewegung in der Truppe und die verrückten Medassi aus Landshut begeisterten mit ihrer Interpretation von Reggae, Dancehall, Roots und Latin Rhythmen.

Zwei Mitglieder von Medassi beglückten uns noch mit ihrem Projekt Garopa! Afro-Punk geht so:

Danke an alle Organisatoren und an alle die kamen um an diesem Abend gemeinsam das Leben zu feiern! Gegen das Vergessen und für Zusammenhalt und Freundschaft!

Wir werden dieses Fest auch hoffentlich in vielen Jahren noch feiern und dann dort  Menschen treffen die man eventuell das ganze Jahr sonst nicht mehr sieht. Dieser Abend ist für uns und unsere Freunde mit denen wir unsere Liebe zum Fußball teilen und uns so viel verbindet.

http://ultra1894.de/fuer-immer-in-unserer-kurve/

MaD

K.I.Z feiern den Weltuntergang (Karlsruhe Substage, 11.12.2015)

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Innerhalb kürzester Zeit war das Konzert der Berliner Rapper K.I.Z im Karlsruher Substage ausverkauft. Zurecht!

Der Ansturm auf das Substage war so groß, das wir uns zuerst in der Hackerei niederließen und dort ein paar Getränke nahmen.  Zum Konzert von Steakknife kamen wir etwas später eh wieder.

Als Eintrittskarte gab es ein Ausweisdokument der Republik „Taka Tuka“ und damit durfte man zur „Hurra, die Welt geht unter“ Tour einreisen. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass die Welt untergeht? Eine Option wäre noch mal so richtig zu feiern. Diese Option zogen an diesem Abend alle im Substage Anwesenden, sprangen zu den Beats von K.I.Z auf und ab und sangen die Texte mit, welche meiner Oma die Stützstrümpfe ausziehen würden.

DJ Craft hatte sich hinter einem schweren Geschütz positioniert und feuerte seine Beats zielgenau ins Publikum. Schon beim ersten Song war Ausnahmezustand. K.I.Z und ihr Publikum benötigen keinerlei Anlaufzeit, von der ersten Sekunde an ist hier Vollgas angesagt. Urlaub fürs Gehirn eben.

Das Substage intonierte mit strahlendem Lächeln im Gesicht die Hook:

„Das ist der Sound für die echten Männer, die das hier hören wenn sie Pressluft hämmern. Für Nutten und Hausfrauen, das hier ist die Mucke zum Staubsaugen. Gähnende Leere hinter meiner Stirn, das hier ist Urlaub, Urlaub fürs Gehirn.“

Damit war die Marschroute für den Abend klar und es konnte sich voll und ganz den Lyrics von Tarek, Maxim und Nico hingegeben werden.

Eine simulierte Geburt entlässt Maxim aus dem Schoß einer Frau. Er steht mit Windeln und Kunstblut auf der Bühne und trägt den Song Käfigbett vor.

Die kleine Bühne lässt K.I.Z optisch nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten, aber ihre überdimensionalen Ebenbilder passen perfekt nebeneinander und blicken stoisch auf das Treiben herab. Im Publikum entledigen sich junge Männer ihrer Shirts und werden von den Musikern ins Rampenlicht gestellt. „Schaut euch diesen jungen Mann an, wie schön er ist.“

Zu einem Song besteigen die Rapper die Empore im Substage. Erhaben stehen sie nun weit über den Köpfen ihres Publikums. Als erfahrene Konzertbesucher haben wir uns gleich neben diesem abgesperrten Bereich platziert und sind nicht nur altershalber oben gestanden wie böse Zunge andeuteten.

Die Partei hatte auf der Empore einen Infostand an dem man nette junge Menschen in grauen Anzügen bewundern durfte. Wenn Die Partei in Deutschland den Kanzler stellt, soll ja K.I.Z am Brandenburger Tor auftreten, las ich bei Martin Sonneborn  auf Facebook, wenn ich mich nicht irre. Dies wäre sicherlich eine Show die nicht unbeachtet bliebe.

Hurra die Welt geht unter und Hurensohn waren nach zwei Stunden die letzten Songs und bedeuteten den würdigen Ausklang dieses in seiner Unwirklichkeit perfekten Abends. K.I.Z liefern eine krasse Show in Wort und Bild, ihre Lyrics sind zu heftig um keine Satire zu sein (hoffe ich) und die vier Musiker beeindrucken durch eine bärenstarke Bühnenpräsenz.

Wahrscheinlich war dies das letzte Mal für einige Zeit, dass man Tearek, Maxim und Co. in eher kleinem Rahmen erleben durfte. Bei ihrem Erfolg werden zukünftig größere Hallen gebucht werden müssen um den Weltuntergang zu zelebrieren.

MaD

 

 

2 x 0 = 0

Innerhalb einer Woche bot der KSC in zwei Spielen über weite Strecken eine starke Leistung.

Gegen den Dosenclub aus Leipzig waren wir klar dominierend. Leider gelang selbst mit einem Elfmeter das Tor zum 1:0 nicht. Diamantakos schob den Ball in Zeitlupe genau Coltorti in die Arme.

Die Fragen die sich mir hier stellen: Warum schoss der gefoulte Spieler und diskutierte da vorher mit Torres ewig darüber? Gibt’s da keine Hierarchie? Warum schießt Valentini nicht, der sonst alle Standards ausführt?

Leipzig gelang aus dem viel beschworenen „heiteren Himmel“ das 0:1. Ein abgefälschter Schuss von Sabitzer landete im Dreieck.

Machtlos steht man da im Block und sieht seine spielerisch und kämpferisch überzeugende Mannschaft verlieren.

Das Rahmenprogramm für den Dosenclub war vielfältig und bunt. Eine überdimensionale Dose wurde in Einzelteile zerlegt, es regnete Geldscheine und der Block zeigte Rangnick eine lange (Lügen-)Nase.

Mit viel Applaus wurde unser Team zurecht verabschiedet, es war die stärkste Saisonleistung gegen den unsympathischen Milliardärsbrauseclub aus Leipzig.

Barry war für mich in diesem Spiel der beste Mann auf dem Platz.

Kontrast zu den Dosen ist natürlich Bielefeld. Klamm ohne Ende und gespickt mit Drittligaspielern, viele davon mit KSC Vergangenheit (Dick, Hornig, van der Biezen, Mast).

Der KSC spielte Bielefeld an die Wand, war sozusagen eine Klasse besser. Diamantakos murmelte den Ball auch folgerichtig zum 0:1 ins Tor. Was folgte war eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen. Torres gibt Mr.Rückenlage himself und vergibt eine 1000%ige Chance. Der KSC weiter wesentlich besser und aktiver, aber Tore schießen können wir momentan einfach nicht.

Valentini hatte schon die gelbe Karte gesehen, nachdem er am gegnerischen 16er einen Bielefelder gehalten hatte (selten dämlich!). Es kam natürlich wie es kommen musste, mit gelb-rot flog er vom Platz.

Und nun war jedem über Jahre gestählten KSC Fan klar, was kommen wird. Bielefeld gewann das Spiel mit 2:1 und niemand, wirklich niemand, wusste hinterher wie dies nur passieren konnte.

Die Alm kochte, Bielefeld siegte im letzten Spiel der Vorrunde zum allerersten Mal zu Hause. Der KSC ist einfach immer dafür gut um andere Teams aus dem Sumpf zu ziehen.

Aber auch hier bleibt eine gute Leistung der Blau-Weißen in Erinnerung. Leider belohnte der KSC sich nicht. Nun muss gepunktet werden. 19 magere Punkte nach der Vorrunde sind zu wenig, wir stehen nur 3 Punkte vor dem Relegationsplatz, den momentan Paderborn inne hat. Relegation nach unten wohl gemerkt.

Interessant ist nun doch, dass es uns so geht wie Fürth letzte Saison.

Danke Gräfe!

Nur der KSC!

MaD

 

Sandhausen – KSC 3:1 (20.11.2015; ca. 3.000 KSC Fans)

Nach über zwei Stunden im Megastau zwischen Karlsruhe und Bruchsal war klar dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum Anpfiff schaffen würden. Nach Sandhausen kann man fast laufen, wir steckten in ner Baustelle fest. Zum Glück stellte sich der Weg irgendwie als das Ziel heraus. Es war eine spannende Autofahrt mit Erzählungen aus Paris, aber natürlich wurde auch über jede Menge gelacht und diskutiert.

Dank einem Mitfahrer der lieber mit „c“ als mit „k“ geschrieben wird, bekamen wir den Spielbeginn mittels SkyGo auf seinem Smartphone mit. Auch mal was anderes.

Endlich angekommen, hätte man gleich wieder umdrehen können. Es fiel gerade das 2:0 und regnete in Strömen.

Also erst mal an den Bierstand und auf die Fahrt angestoßen. Dies hatten wohl schon einige gemacht, also auf irgendwas angestoßen. Man hätte bei vielen meinen können wir hätten gerade ne 700km Fahrt absolviert so storniert wie sie waren.

Da die Sandhäusener (ist dies die Mehrzahl für Spieler des SVS?) provozierend vor unserem Block jubelten war die Stimmung entsprechend aufgeheizt. Unser Funke sprang leider nicht auf den Rübenacker über. Unsere Mannschaft bearbeitete den katastrophalen Platz ziemlich unglücklich.

In Halbzeit zwei wurde es nicht besser und da ich eh nicht wirklich ins Spiel rein gekommen war, würde draußen geplaudert. Es ging auch wieder um die Ereignisse des Anschlags von Paris. Alle die dabei waren lässt es noch nicht ganz los, verständlicherweise. Ich bin froh, dass ihr wieder gut nach Hause gekommen seid.

Auf dem Platz fiel mittlerweile das 3:0 für Sandhausen. Torres verkürzte zwar umgehend, mehr ging für den KSC aber nicht mehr.

Danke an einen einzelnen Herrn mit Kutte für den Zwei-Mann Pogo!

MaD

P.S. Dass der KSC gegen Sandhausen verliert ist irgendwie komisch und falsch. Die haben früher gegen den Club aus Pforzheim verloren. So ändern sich die Zeiten…..

….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa!

Einen intensiven Freitag Abend erlebten die 15.600 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion am 06.11. gegen den VFL Bochum.

Die von einem der geilsten Trainer ins Rennen geschickten Bochumer wie immer stürmisch und ließen uns teilweise alt aussehen. Terrode hatte mehrere gute Szenen und auch Bulut forderte Stoll, Mauersberger und Orlishausen oft. Wir hatten auf dem Feld etwas Anlaufschwierigkeiten ins Spiel zu finden, auf den Rängen waren wir dagegen von Beginn an da. Wenn sogar der Capo nach wenigen Minuten schon lobt (natürlich gleich mit einer kleinen Einschränkung*g), dann muss es lautstark gewesen sein.

Bochum mit vlt. knapp 250 Leuten am Start. Für einen Freitag will man dies gerade mal so gelten lassen. Genau hier muss man bei „Fangerechten Anstoßzeiten“ ansetzen. Wäre diese Partie am Samstag oder Sonntag gewesen, hätte der VFL sicher doppelt so viele Leute mitgebracht.

Im L-Block kreisten die Schwenkfahnen und ein junger Mann entwickelte den Ehrgeiz bis zum 1:0 für den KSC zu schwenken, egal wie lange dies auf sich warten ließe. Wir sprachen schon davon, dass dieses 0:0 für ihn bestimmt ein langer Abend wird.

Als Torres nach unglaublichem Fehlpass von Celozzi fast das 1:0 für uns erzielt hätte, war er der Ablösung sehr nahe. „Ich schwenk ihn jetzt rein“ war seine Ankündigung und der KSC nahm auf dem Feld auch Fahrt auf. Keine 10 Minuten später flankte Torres und Diamantakos, unser Grieche, der erst Mandeln, dann Rücken und was weiß ich noch alles hatte, köpfte zum 1:0 rein – das erste Tor in der Bundesligahistorie, welches sozusagen „reingeschwenkt“ wurde.

Als kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Yamada endlich mal wieder traf (27 Spiele ohne Tor!) konnte die Party im Wildpark starten. Unter Flutlicht lässt sich besonders gut feiern und so benötigte die Kurve kaum noch Ansporn lauter zu werden.

Der KSC hatte das Spiel im Griff. Die sehr gute Bochumer Offensive prallte an unserer Verteidigung einfach ab und kam mal was durch bewies Orle ungeahnte Qualitäten als Krake. Hut ab!

Im Block wurde gehüpft, aber dann doch eher gesittet, wie ein uns allen bekannter Herr mit durchdringender Stimme bemerkte. Während er versuchte den Pogo zu starten, flüchteten in seinem Umkreis die Leute. Sein Kommentar dazu:“Das ist hier dermaßen gesittet geworden, da fällt man schon auf wenn man rum springt“.

Ein Zischen hinter mir ließ mich aufhorchen. Da öffnete doch jemand eine Cola Dose. Immer gegen den Kommerz, die großen Konzerne und ein Traditionsverein T-Shirt an, trank er strahlend seine Cola. Just in diesem Moment sag die Kurve „Wo wir auch spielen, hoff ich Karlsruh wird führen, hoff ich Karlsruh wird siegen und dann sauf ich mich zu für Karlsruh“. Dies war schnell umgedichtet in „….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa“. Es war uns eine Freude ihm persönlich dieses Ständchen zu singen. Lachend verschluckte er sich fast an dieser Brühe.

Barry erhöhte dann unter großem Jubel auf 3:0. Wieder war Diamantakos beteiligt, der bei seinem Startelf Debut überzeugte. Bochum begann schon damit die Fahnen abzuhängen. Wenn also eine Viertelstunde vor Schluss der Block aufgibt, dann konnte es auch der VFL auf dem Rasen. Da kam nichts mehr und der KSC brachte ein überzeugendes 3:0 sicher nach Hause. Gut hat mir gefallen, wie die Mannschaft ins Spiel fand, nachdem der VFL zu Beginn am Drücker war und dann das Niveau auch hielt.

Für Jan Mauerberger freut mich die Entwicklung besonders. Schon aussortiert, ist er jetzt mit unserem Oldie Stoll die Stütze der Abwehr. Auch Orle hat wieder zur Stärke der letzten Saison zurück gefunden und auf den Außen spielen Valentini und Kempe sehr solide. Es passt momentan beim KSC!

MaD

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Derbysieger!

Endlich! Nach langer Durststrecke gewinnt der Karlsruher SC wieder gegen den Erzrivalen aus der Pfalz. Am Ende stand ein verdientes 2:0 auf der Anzeigetafel. Unsere Mannschaft kam zur Feier vor die Gegengerade, die Pfälzer dagegen mussten zum Rapport in die Kurve.

Ein nicht ausverkaufter Wildpark sah eine Pyro-Show der Kartoffelbauern zum Auftakt. Diese hatte es in sich. Wer mich kennt weiß, dass ich Pyro nicht abgeneigt bin und es als Stilmittel des Supports und als festen Bestandteil der Fankultur sehe. Rauch und Bengalos – alles wunderbar und optisch oft sehr schön, aber Leute lasst doch die Schießerei der Clips. Welch eine Scheiße der FCK hier veranstaltete. Clips gingen in Richtung Gegengerade und wurden völlig unkontrolliert in die Landschaft geschossen. Dadurch wurden Menschen gefährdet und ist deshalb nicht akzeptabel. 

Wäre dies nicht gewesen, könnte man die Show der Pfälzer ohne Ende abfeiern. So bleibt leider ein fader Beigeschmack. Pyro muss im Block bleiben. 

Auf dem Platz tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel. Der KSC hatte Feldvorteile, Lautern kam nicht wirklich ins Spiel. Auf den Rängen hatte Lautern dagegen klar die Oberhand.

Nicht weiter verwunderlich, da auf unserer Seite aufgrund „besonderer Umstände“ dann doch die Hälfte fehlte. Sie trafen erst Mitte der 2.Halbzeit im Block ein.

So stand unser Capo alleine vorne und versuchte das bestmögliche. Derbystimmung mit der nötigen Aggressivität kam nur zuweilen auf. Im Block gab unser ehemaliger Trommler alles, nachdem die ersten Minuten so ganz ohne Trommel echt Mau waren. Verlernt hat er nichts der Gute – danke für dein Einspringen.

Ein Trikot-Zupfer an Hoffer bescherte uns in der 45.Minute einen Elfmeter und Nazarov ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Der Jubel auf unserer Seite war groß. Meine Angst dies noch zu vergeigen wuchs durch das Tor eher noch. Kennt ihr vielleicht auch. Es steht in einem wichtigen Spiel 0:0, die eigene Mannschaft geht in Führung und dann ist sie da, die Angst vor dem Ausgleich, die Angst den Sieg noch aus der Hand zu geben.

Als wir kurz nach der Pause das 2:0 erzielten, dies aber nicht anerkannt wurde, ahnte ich schon Böses. Zum Glück ließ mich der KSC nicht im Stich und nur eine Minute später schoß Grischa Prömel den Ball aus 25m von halbrechts in den Winkel – Traumtor! Kollektiver Jubel im L-Block. Ich stürzte 10 Reihen nach unten, Platz genug war ja.

Nach einer Stunde Spielzeit kamen endlich unsere Jungs und nun wurde es laut. Derbystimmung für die letzten 30 Minuten. Die Spruchbänder, welche eigentlich für die kompletten 90 Minuten vorgesehen waren, wurden nun im Minutentakt präsentiert. U.a. zum Jubiläum der UB90 aus Straßburg und gegen die Funktionäre der FIFA und des DFB.

Im Auswärtsblock war es mittlerweile ruhiger geworden. Der FCK machte auch auf dem Rasen nicht den Eindruck hier überhaupt noch gefährlich zu werden. Der KSC stand sicher und einer lief für den anderen. Die Mannschaft ist intakt. Wo letzte Saison noch Meffert einen exzellenten 6er spielte, brilliert nun Grischa Prömel. So schnell geht das. Peitz ist momentan nicht zu ersetzen und so bleibt Meffert außen vor.

Hoffer wurde mit großem Jubel verabschiedet. Er rackerte wieder und holte den Elfmeter heraus. Seine Kritiker im Internet werden nicht verstummen, selbst wenn er in jedem Spiel ein Tor macht. So ist das in unserer medialen Welt eben, da hetzt jeder wo er nur kann. Auf dem Platz gab er mit seiner Einstellung und Kampfbereitschaft die richtige Antwort.

Diamantakos kam für ihn und deutet an was er kann. Hoffentlich werden wir an ihm noch viel Freude haben.

Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Wer hätte gedacht, dass wir aus den Partien gegen Freiburg, 1860 und Kaiserslautern sieben Punkte machen?! Seit Markus Kauczinski seinen Abschied zum Saisonende verkündete läuft es besser. Ein Schelm wer hier Vermutungen anstellt.

Danke KSC für diesen Samstag Nachmittag! Ein Derbysieg gegen Kaiserslautern ist und bleibt eben etwas Besonderes.

Im Wildpark wurde gefeiert, die Haupttribüne gab sogar stehenden Applaus für eine gute Leistung der Mannschaft in Blau-Weiß.

Forza KSC!

Mad

P.S. Da aufgrund der vorher schon erwähnten „besonderen Umstände“ unser Block halb leer war, stand ich mit einer kleinen Gruppe alter Weggefährten unten am Geländer. Jungs, es ist mir eine Freude mit euch seit mehr oder weniger 20 Jahren (@Acker: Bei uns sind es nun schon 23!) unseren Verein zu unterstützen. Saugut, dass ihr immer noch dabei seid! Es war irgendwie ein tolles Gefühl euch an diesem Samstag Nachmittag neben mir zu wissen.

Gruß „Sektion Gefühlsduselei“!

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Moser hilft 2015

Sauf geht´s Leute und immer dran denken: Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!

MaD

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