EsKAlation auf ganzer Linie bei Moser rockt in Karlsruhe anno 2011. Die Party, welche an unseren verstorbenen Dominik Moser erinnert und ihm ein Andenken bewahrt. Mittlerweile ist diese Party aber noch viel mehr geworden. Ein Fest um das Leben und die Freundschaft zu feiern. Dominik und auch die anderen die nicht mehr unter uns sind, hätten sich wieder wohl gefühlt an diesem Abend der zusammen mit unseren Berliner Freunden, bei sehr guter Mucke richtig esKAliert ist.
Wir werden dieses Fest auch hoffentlich in vielen Jahren noch feiern und dann dort  Menschen treffen die man eventuell das ganze Jahr sonst nicht mehr sieht. Dieser Abend ist für uns und unsere Freunde mit denen wir unsere Liebe zum Fußball teilen und uns so viel verbindet. Mit denen wir eine gemeinsame Vergangenheit haben und Geschichten und Erlebnisse austauschen können.
 
Ein brechend volles Fanprojekt beherbergte letzten Samstag eine feierwütige Meute die zur Musik der Royal Turds, Sound Generators und Yakuzi richtig steil ging. Kompliment an das Orga-Team, welches hier wieder ein geniales Line-Up zusammengestellt hatte.

Zu Beginn allerdings wurde den vier Sozis für ihre jahrelange sehr gute Arbeit rund um die Karlsruher Szene gedankt. Als Ausdruck der Wertschätzung bekamen alle T-Shirts und Kapuzenjacken mit Fanprojektlogo überreicht. Jetzt kann man sich mit ihnen wieder überall sehen lassen.

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Die Karlsruher Orgel-Pop-Garage-Punkband The Royal Turds um den derben Monne MonAmour hinter der Schießbude machte den Anfang und sie hauten kräftig in die Tasten. Ihr Sänger verausgabte sich voll und ganz und gab dem Orgel Power Pop den letzten Schliff. Das eine oder andere Riff hat man sicher so schon mal gehört, aber mit dieser Orgel ist das ganze dann doch wieder neu und anders und macht Spaß. Die Jungs auf der Bühne honorierten auch die sofort einsetzende Pogoorgie. Hart aber herzlich ging es vor der Bühne aufeinander los.

Was bei der nächsten Band passierte hatte diese wohl so noch nie erlebt bei einem ihrer Konzerte. Anders ist es nicht zu erklären wie verpflüfft der Sänger der Sound Generators war über das was da vor der Bühne ab ging. Das Fanprojekt esKAlierte dermaßen zu den rhytmischen Klängen der Reggae-DancehallBacking Band. Das Fanprojekt kam nicht nur zum hüpfen, es stand gar nicht mehr still. Wir waren nicht nur Zuhörer, sondern agierten richtig mit der Band. Wechselgesang wurde  umgetextet und die Band nahm dies dann auf. Aus „Gut drauf“ wurde schlicht „Ultras“ und daraus wieder die Zeile „Ultras sind gut drauf“ unterlegt mit einem wunderbaren Sound zu dem man sich einfach bewegen musste. Als sich dann ohne Aufforderung der Band die Crowd in die Hocke begab und weiter zu dem Rhytmus wippte, wusste der Sänger glaube ich kurz nicht was er jetzt machen sollte. Ein Berliner rief ihm zu er solle einfach weiter machen und immer etwas schneller werden. Die Band setzte dies um und eine halbe Minute später sprangen alle zu dem nun schnellen schweren Rhytmus auf, hüpften wild durcheinander und sangen mit. Fast schon ungläubiges Staunen bei den Musikern, die sich im Laufe des Abends aber immer besser auf die Meute einstellten und merkten dass hier und heute einfach mehr geht als bei einem „normalen“ Gig. Der Aufforderung „Macht Lärm für euch selbst“ wurde von allen mit ohrenbetäubendem Geschrei nachgekommen. Am Ende bedankte sich die Band überschwenglich und wirkte richtig glücklich. Es passte einfach zwischen Musikern und Fans an diesem Abend und war für den Moment perfekt.

Yakuzi aus Pforzheim traten ein schweres Erbe an, aber ihr Trompeten-Ska-Punk passte natürlich wie die berühmte Faust aufs Auge. Von den ersten Klängen an, hatte Yakuzi immer Leute vor der Bühne die tanzten und sich beim Pogo über den Haufen rannten. Sie fragten mal ob sich die Leute eigentlich „lieb“ hätten, weil es so abging. Diese Sorge von Yakuzi war aber unberechtigt und blaue Flecken gehören bei Moser rockt traditionell dazu, gell Faxe. Erstaunlich wie viele Leute Yakuzi letztlich auch kannten und die Lieder mitsangen. Wer sie schon mal live erlebt hat weiß, dass man bei ihrer Musik nicht still stehen kann. Die Bläser schafften es wieder diese einzigartige Stimmung aufkommen zu lassen bei der man gar nicht anders kann als sich zu bewegen. Es muss an dieser Stelle aber gesagt werden, dass die Party zu diesem Zeitpunkt im Vorraum  auch schon dem Höhepunkt entgegenging und sich dort viele Leute aufhielten. Berliner und Karlsruher sangen und feierten kräftig vor der Cocktailbar, die wie immer bestens von JamaiKA betrieben wurde. So ist es einfach bei Moser rockt, irgendwann wird selbst gesungen und gerockt, egal wer noch auf der Bühne steht. Da aber trotzdem die Hälfte Anwesenden noch direkt dem Konzert beiwohnten und es auch hier noch richtig ab ging, war alles bestens. Mit „One to all“, einer tollen Hymne, endete der Auftritt von Yakuzi, die sich auch sehr wohlfühlten an diesem Abend im Fanprojekt Karlsruhe.

Draussen ging es dann noch eine ganze Weile weiter bis Moser rockt uns in die Dezembernacht entließ. Verschwitzt und mit reichlich Cocktails im Blut, aber glücklich.

Euer OnkelMad

(Danke an Sepp für den Taxiservice!)

Hier der Abend in Bildern:

Royal Turds:

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Sound Generators:

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Yakuzi:

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