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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Monat

Januar 2013

Rage Against The Machine – ‚XX 20th Anniversary Special remastered‘ (VÖ 23.11.2012)

Rage Against The Machine! Das lauteste politische Manifest aus Rock, Rap und Funk welches je geschrieben wurde. Auch 20 Jahre später ist es so aktuell wie am ersten Tag. Die Themen mit denen sich die Menschheit auseinandersetzt sind immer noch die selben und die Probleme sind eher schlimmer geworden.

Zack de la Rocha schrieb vor 20 Jahren Texte gegen das System aus Korruption und Menschenverachtung. Er schrieb Texte für einen menschlicheren Umgang miteinander. Wie kein Zweiter verstand er es zudem diesen Texten Leben einzuhauchen, durch seine unnachahmliche Art zu rappen und durch das kongeniale  Zusammenspiel mit Tom Morello. Dieser entlockt seiner Gitarre nicht nur Riffs, sondern auch Effekte welche man bis dato nur von DJs kannte.

Tim Commerford und Brad Wilk komplettieren eine Band, die wütend die Bühnen aller Kontinente in eine Kampfzone gegen die Herrscher dieser Welt verwandelt. Diese beiden gaben der Wut den nötigen Groove.

Remastered kommen die 10 Statements gegen das System zum 20jährigen Jubiläum des Albums wieder auf den Markt.  Schön in einer Box mit Livemitschnitten und den Original Videos zu Bombtrack, Killing In The Name und Freedom. Auch eine CD mit Demos befindet sich in der Box. Interessant, da sich diese Songs so nicht auf dem Album befunden haben und auch der Sound von Rage Against The Machine etwas anders klingt, da Morellos Gitarre nicht so präsent ist.

Dieses Album ist damals wie heute musikalisch und inhaltlich ein Meilenstein. Zeitlos und bedeutungsschwer, wenn man den Blick auf die Finanzmärkte richtet und knapp 1 Milliarde Menschen die Hunger leidet.

Diese Platte zu remastern wäre nicht nötig gewesen und technisch ist es auch nicht spektakulär anders oder sogar besser als damals. Allein die Tatsache dieses Schmuckstück des Crossover der frühern 90er wieder in den Fokus der Musikwelt gerückt zu haben war es aber wert. 

MaD

http://www.valve-magazine.net/reviews/36/4423-rage-against-the-machine-feiern-geburtstag-mit-xx-20th-anniversary-special-remastered

JayJay – ich lieb mein Verein (DFB Protestsong)

Getreu dem Motto: Getrennt in den Farben, Vereint in der Sache:

Hancox – Vegas Lights (VÖ 07.12.2012)

Fällt der Name Pip Hancox denkt man unwillkürlich an die Psychobilly-Band Guana Batz. Seine Stimme, sein Charisma, seine Energie prägten diese Band. Nun leiht er einer neuen Band Namen und Stimme, und möchte mithilfe seiner Wurzeln viele Spielarten des Rock’n’Roll miteinander verbinden. Ob er damit Erfolg hat, erfahrt ihr hier.

„Vegas Lights“ heißt das Baby – und es groovt und scheppert an allen Ecken und Enden. Schöne Bassläufe von Jonny Bowler (er war zusammen mit Hancox auch bei Guana Batz am Start), raue Gitarren zu netten Melodien und immer wieder die sehr präsente Stimme von Pip Hancox. So richtig Laune will allerdings irgendwie nicht aufkommen. Zu sehr verzetteln sich Hancox in den unterschiedlichsten Stilen. Es gibt keinen roten Faden, der sich durch das Album zieht. Merkt man beispielsweise dann, wenn man neben Rock’n’Roll-Klängen verdächtigerweise auch das eine oder andere Mal Country-Gitarren heraushört. Vor allem bei „Bleed“ fühlt man sich eher im Saloon, als in einem verrauchten Kellerraum, wo die Leute am „wrecken“ sind.

Viel Positives gibt es daher nicht unbedingt zu berichten. Das düstere „Ellinore“ allenfalls kann gemeinsam mit dem Blondie-Cover „Call me“ überzeugen. Vor allem ersteres lässt einen dann auch wirklich nicht mehr los: Treibende Gitarren, von Gino Meregilliano entfesselt, und die Düsternis in Hancox‘ Stimme lassen den Song wie eine Wand aus den Boxen kommen – man wird beim Hören schier zerschmettert. Eine Perle dieses Albums.

Und sonst? Nun, auch der Titeltrack „Vegas Lights“ vermag noch aus der Liedermenge herauszustechen – eine schöne Ballade, bei der die tolle Stimme des Sängers wieder sehr gut zur Geltung kommt. Ansonsten kann man die Songs aber blind auf die Alben verschiedenster Rock’n’Roll-Bands verteilen – sie würden dort keine Spuren hinterlassen.

MaD

Loaded – Alte Hackerei (28.12.2012)

Der musikalische Ausklang des Jahres 2012 hätte besser nicht sein können. Die Mannheimer Loaded spielten in Karlsruhe zum Rempeltanz auf. Eine voll besetzte Alte Hackerei feierte die Streetpunkband gut ab. Diese gab wie immer mächtig Gas und zeigte vom ersten Takt an, welche Freude ihnen so ein Auftritt macht. Nach über 500 Liveauftritten ist keine Spur von Müdigkeit bei dem Trio zu spüren.

Bis jeder der Anwesenden seinen Platz vor der Bühne gefunden hatte, dauerte es etwas. Als sich das Publikum aber endlich in Tänzer und Zuseher sortiert hatte gab es kein Halten mehr. Nick und Julia merkte man dabei an wie viel Spaß sie dabei hatten zu sehen wie ihr Publikum ihre Lieder feierte.

Seit den 90er Jahren begeistern Loaded europaweit alle denen Bands wie Dropkick Murphys, Cock Sparrer, The Clash oder auch The Pogues nicht fremd sind und die sich auch noch auf Ska einigen können. Dabei schaffen sie es immer wieder eine richtige „Wohlfühlatmosphäre“ zu erzeugen. Ihre Art aufzutreten und mit so viel Leidenschaft auch kleinste Bühnen zu rocken macht einfach Laune.

Gute 1 1/2 Stunden spielten Loaded ihre Art des Streetpunk und ließen sich am Ende vom beigeisterten Publikum noch zu einigen Zugaben bitten. Was gibt es besseres als das Jahr mit Loaded, ein paar Bier, Freunden und dem Song „Spirit of 69“ ausklingen zu lassen?!

Für euch bei Loaded war MaD

P1050778P1050783P1050784 Und wann kaufst du deine „first Doc Martens“?

Grüße zurück gehen an den Doc: http://blutcrew.blogspot.de/2013/01/loaded-alte-hackerei-29122012.html

Nachspielzeit: Der Sechser. Doppelt hält besser!!

Am 12.12.2012 waren auf Einladung der Supporters Karlsruhe unsere beiden „Sechser“ Dominic Peitz und Silvano Varnhagen zur mittlerweile fünften „Nachspielzeit“ zu Gast. Veranstaltungsort war dieses Mal der Fanartikelladen von Walli.
Klamotten raus, Stühle rein, Anlage aufgebaut und los gings.

Mit Peitz und Varnhagen waren auch zwei unterschiedliche Generationen an Fußballer zu Gast. Der eine ist schon viel herumgekommen, der andere kam in jungen Jahren von Erfurt nach Karlsruhe und startet jetzt hier nach dem Abitur auch seine Profikarriere.
So gut sie auf dem Feld miteinander harmonieren müssen, so gut klappte es auch bei dieser 2-stündigen Talkrunde. Immer wieder wurde gescherzt oder sich verbal der Ball zugespielt, z.B. wenn es um das Ball hochhalten im Training mit anschließenden Ohrenschnipsern ging.

Aber nicht nur über solch eher banale Randerscheinungen wurde gesprochen. Der Werdegang von beiden Spielern beleuchteten unsere Moderatoren doch eingehend.
Vor allem natürlich Peitz hatte hier einiges zu erzählen, vor allem natürlich von seinen Erlebnissen in Augsburg. Es kommt ja selbst im Profigeschäft nicht alle Tage vor, dass man sich ins Mannschaftstraining einklagen muss. Ins rechte Licht rückte er dabei aus seiner Sicht seinen Kumpel S.Langkamp, der in Karlsruhe ja nicht so einen guten Ruf genießt.
Nach etlichen Stationen möchte er gerne mal wieder langfristig irgendwo ankommen und sieht hier beim KSC, nicht nur aufgrund der Vertragslaufzeit sehr gute Chancen. Von seiner Berliner Zeit bei Union weiß er was es bedeutet so richtig in einem Verein integriert zu sein.
So fällt das Spiel seines Lebens auch in diese Zeit. Der Auswärtssieg von Union im ausverkauften Berliner Olympiastadion bei der Hertha.
Und bei aller Rivalität zwischen uns und den Unionern, so wirklich verdenken kann es ihm keiner.

Bei Silvano war sein bisher größtes Spiel gegen Jena in der Jugend von Erfurt. Im Pokal erzielte er in einem Spiel drei Tore gegen sie, das alles entscheidende in der Schlussminute.
Solche Tore wünschen wir ihm natürlich auch bei uns.
Als Jugendlicher verließ er Erfurt um alleine in Karlsruhe sein fußballerisches Glück zu finden. Welch ein Schritt für einen jungen Mann. Neue Schule, neues Umfeld, ohne Familie und Freunde. So verlief der Start dann auch etwas holprig, da man in der Schule schon etwas weiter war und er hier auf einmal viel mehr tun musste. Auf dem Platz benötigte er auch etwas Eingewöhnungszeit. Beides wendete sich zum Guten und wir sind froh, dass er sich durchgebissen hat.

Die Atmosphäre in Wallis Laden war wie wenn man zu Hause in Erfurt bei Varnhagens oder in Geseke bei Familie Peitz um den Esstisch sitzen würde. Entspannt plauderte man miteinander. Lustig auch, dass Peitz den Besitzer der Dortmunder Fahne „Gesecke“ persönlich kennt.

Die Ansichten von Dominic Peitz über den Profifußball wussten zu beeindrucken. Die Welt der meisten Profis ist nicht die der Spieler von Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Schalke. Viele Profis tingeln in ihrer Karriere zwischen der 2. und 3.Liga hin und her, wenn sie Glück haben reicht es auch mal für ein paar Jahre Bundesliga. Dabei entscheiden nicht immer sie selbst über den Verlauf ihrer Karriere, sondern Berater, Funktionäre oder auch einfach mal das Glück. Deshalb gilt es über den Tellerand hinaus zu schauen, seine alten Freunde aus der Jugendzeit nicht zu vernachlässigen und jeden Tag alles dafür zu tun diesen privilegierten Beruf weiter ausüben zu dürfen.

Hansi und Adriano ließen bei ihren Fragen nichts aus und so kam natürlich auch wieder die Sprache auf die Farbe der Kickschuhe. Dominic konnte hier bei Hansi dann doch schon eher punkten als manch anderer Profi.

Ein launiger Abend klang an diesem kalten Dezembertag mit der Gewissheit aus:

Nigeria oder Jordanien – Hauptsache Afrika!  

MaD

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