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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Das Phänomen Will Grigg

Gastbeitrag von „Robelix“:

Er ist in aller Munde, obwohl er für sein Land Nordirland keine einzige Minute bei der EM 2016 in Frankreich gespielt hat. Die Rede ist von Will Grigg oder vielmehr von dem Song über ihn, den nicht nur Nordirlands Fans singen, sondern mittlerweile Fußballanhänger aus ganz Europa grölen, sogar die sonst doch eher sehr stark muttersprachlich orientierten Franzosen: „Will Grigg‘s on fire“.

Angefangen hat alles mit Will Griggs überragender Saison im Trikot der Wigan Athletics. Will Grigg, für 1 Mio. Pfund von Brentford gekommen, feuerte Absteiger Wigan Athletic in der Saison 2015/16 mit 25 Toren in 40 Spielen direkt wieder zurück in die Championship (2. englische Liga). Wettbewerbsübergreifend waren es sogar 28 Tore von Will Grigg, die komplett hier zu sehen sind:

Obwohl ein Neuzugang der Latics in der zurückliegenden Saison war schon bald ein spezielles Will Grigg Lied geboren, wie in England nicht unüblich bei sehr beliebten (oder auch verhassten) Spielern. Zur Melodie von „Freed from desire“ von der italienischen Sängerin Gala entstand die Grigg-Hymne „Will Grigg’s on fire“. Die Lawine losgetreten hat dann der Wigan-Fan Sean Kennedy, der den Song im Mai 2016 „aufgenommen“ und auf youtube hochgeladen hat:

Ein englisches House-Duo („Blonde“) hat eine „discokompatible“ Version daraus gemacht, die die britischen Download-Charts bis auf Platz 7 erstürmte. Die Briten hören diesen Song auf den Radiostationen des Landes in der Dauerschleife. Sogar gegnerische Mannschaften, denen Grigg kräftig eingeschenkt hatte, besingen nach eigenen Erfolgen den früheren Gegner. So geschehen bei Barnsley nach deren Triumph in den Play-off finals zum Aufstieg in die 2. Liga – Will Grigg hatte gegen Barnsley in der zurückliegenden Saison insgesamt 3 Tore geschossen.

In Nordirland haben einige lustige Zeitgenossen der lokalen Feuerwehr einen Telefonstreich gespielt: einer der I(h)ren rief den Notruf an und auf die Frage „and what´s on fire?“ entgegnete er: „Will Grigg“. Die Call-Center Frau bei der Feuerwehr fragte nach: „Will Grigg’s on fire?“ und dann ging es ab…

https://twitter.com/WillGriggFire/status/743483157169709057/video/1

Gesänge der Fans zu einzelnen Spielern haben in England eine lange Tradition und sie wird auch umfassend „gepflegt“. Der typisch britische Humor und eine große Portion Selbstironie finden sich auch sehr häufig in diesen, von den Fans erdachten Texten. Kaum ein Stadion, in dem nicht der wichtigste Spieler des Erzrivalen einen eigenen Schmähgesang zu hören bekommt. Einige schöne, aber auch einige hämische Fangesänge finden sich hier:

Sean Kennedy ist bei der Geschichte übrigens auch nicht komplett leer ausgegangen: von Wigans Präsident David Sharpe bekam er via Twitter eine Dauerkarte für die kommende Saison avisiert: „For inventing the best chant ever known to man, you’ve earned yourself a free season ticket for next season @KennoUTJ. Will Griggs on fire ”.

Song der Woche: The Moorings – Friendship

Homepage: http://www.moorings-band.com/

Facebook: https://www.facebook.com/mooringsband/

Heute Abend auf dem Polterplatz Open Air in Bad Wildbad ab 22 Uhr: http://www.polterplatz.de/

Bis gleich

MaD

Song der Woche: Bruce Springsteen – Atlantic City

Homepage: http://brucespringsteen.net/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Springsteen

Bis heute Abend in München Boss!

Song der Woche: In Flames – Borders And Shading

Homepage: http://inflames.com/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/In_Flames

Sonntagsvergnügen

Das neue Album der Deftones „Gore“ in vollen Zügen genießen an diesem relaxten Sonntag an dem einfach nichts ansteht.


Da ist immer noch diese Tiefe, die Schwere des Sounds, die Wut und zugleich Melancholie in den komplex arrangierten Songs. Eine Platte, gepresst auf leuchtend weißes Vinyl, die mit jedem weiteren Mal anhören mehr ins Ohr gehen wird.

MaD

Song der Woche: DUST BOLT – Toxic Attack

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dust_Bolt

Napalm Records: https://shop.napalmrecords.com/dustbolt.html

Facebook: https://www.facebook.com/dustbolt/

laut.de: http://www.laut.de/Dust-Bolt

Song der Woche: Turnstile – Drop

Homepage Bandcamp: https://turnstilehc.bandcamp.com/

Facebook: https://www.facebook.com/turnstilehc/

live am 24.06.2016 in Karlsruhe: Alte Hackerei

Überrollt von Crowbar!

Kirk Windstein und seine Männer gastierten am 09.05.2016 in der Stadtmitte Karlsruhe. Mit Trouble hatten sie eine Doom-Metal-Legende als Vorband am Start von der ich noch nie gehört hatte und die ich für eine Spinal Tap Coverband hielt.

Aber weit gefehlt, die alten Herren die neben Saint Vitus als einflussreichste Vertreter ihres Genres gehandelt werden, überzeugten mit sattem Sound, vielen Gitarrensoli, knarzigen Riffs und alles absolut auf den Punkt. Eine unglaubliche Präzision von der Bandana-Fraktion aus Illinois. Schön auch die Luftgitarren-Action von Sänger Kyle Thomas, wenn Rick Wartell und Bruce Franklin es an den Saiten richtig krachen ließen.

Das auch schon in die Jahre gekommene Publikum war überaus dankbar und den zahlreichen „We want more“ Rufern gaben Trouble tatsächlich noch ein zusätzliches Ständchen.

Nun war aber die Zeit für den Act des Abends gekommen. Der Platz vor der Bühne füllte sich merklich und alle waren heiß auf Crowbar aus New Orleans. Mit den ersten Riffs gelang es der Sludge-Band das Publikum in Bewegung zu setzen. Sie spielten viele Songs der älteren Platten, die unheimlich ab gefeiert wurden. „Like broken glass“ löste einen guten Moshpit aus, dicke Typen mit Bier und Kutte sind doch ganz ordentlich beweglich. Ist die Masse erstmal in Schwung sind die Umstehenden nur noch Punchingbälle.

Kirk Windstein präsentierte sich als witziger Typ, der den berühmten Schalk im Nacken trägt. Er lachte herzlich als Tommy Buckley am Schlagzeug sich verspielte und sie einen Song noch mal starten mussten. „He fucked up“ teilte er uns über das ganze Gesicht, welches nicht von seinem unglaublichen Bart verdeckt ist, lachend mit.

Die Stadtmitte kam ab Mitte des Sets nicht mehr zur Ruhe und ließ sich ganz vom harten und langsam rollenden Crowbar Sound einnehmen. Kirk´s Stimme grummelte ins Mikro und ich hatte das Gefühl auf einem unbeleuchteten Bahngleis zu stehen und von einem herannahenden Güterzug einfach überrollt zu werden. Der Sound lag schwer auf der Stadtmitte und die Meute bewegte ihr Köpfe im Takt bis nach einer starken Stunde mit „Existence Is Punishment“ der letzte Song erklang.

Cheers an den Doc und Jensomat. 

MaD



Relegation abschaffen! 

Die vier schlechtesten Fußballspiele der BuLi-Saison kamen also zum Schluss. Grauenhafter Fußball, geprägt durch viel Existenzangst.
Meine Kurzanalyse zur Relegation:

Vom Spektakel auf den Rängen (vor allem beim Duell Frankfurt-Nürnberg) her ist das Werbung für den Erhalt der Relegation.

Alle Mannschaften konnten eindrucksvoll ihre Untauglichkeit für die Zugehörigkeit zur eigenen Liga bzw. für den Aufstieg in die höhere Klasse unter Beweis stellen.

Kein begeisternder Offensivfußball, von keinem Team. Alles geprägt von Angst. Es geht einfach um zu viel in nur zwei Spielen.

Nürnberg verzichtet in zwei Spielen auf jeglichen Torschuss, spielt destruktiv und lässt alles spielerische vermissen. Dem MSV Duisburg versagen komplett die Nerven und sie zeigen zur besten Sendezeit warum sie die ganze Saison unten standen.

Frankfurt in beiden Partien feldüberlegen, aber einfallslos und Würzburg macht schlicht hinten dicht, kämpft um jeden Ball und das Spielglück ist auf ihrer Seite.

Ich bin für die Rückkehr zum alten System. Drei Teams steigen auf und drei ab. Dies bildet nach 34 Spieltagen eine Saison ab und die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Schluss mit diesen Ausscheidungsspielen auf „Leben und Tod“, welche nur der Befriedigung des TV dienen unter dem Deckmantel der Spannung.

MaD

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