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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

FSV Frankfurt – Karlsruher SC 1:2 oder Der beste KSC den es je gab

„Eigentlich wollte ich ja nicht nach Frankfurt fahren, aber mein Verein braucht mich jetzt.“ Diese Nachricht auf dem Handy sagte viel über die Gemütslage des Verfassers aus und sprach in der Woche vor dem Spiel vielen aus dem Herzen die es mit Blau-Weiß halten.

Am Bornheimer Hang versammelten sich letzten Freitag Abend die treuen Fans des Karlsruher SC und sie einte eine Frage: „Was erwartet uns heute?“

Die Viererkette wurde völlig durcheinandergewirbelt. Sallahi verteidigte hinten links und Neuzugang Grischa Prömel auf der rechten Abwehrseite, dazu stand Jan Mauersberger neben Gulde in der Innenverteidigung. Gerade noch ein Verkaufskandidat und nun ein Hoffnungsträger. Willkommen zurück auf dem Platz Jan!

Und endlich stand auch wieder Peitz in der Startelf. Meine Theorie ist ja, das wir in Reutlingen mit Peitz von Beginn an, nicht verloren hätten. Dort fehlte uns der konsequente Abräumer im Mittelfeld, heute war er präsent und zeigte wie wichtig er ist.

Nach ein paar Sekunden waren alle Gedankenspiele Makulatur und eine lähmende Stille trat im Auswärtsblock ein. Halimi schoss zum 1:0 ein, unsere Abwehr bekam einfach den Ball nicht aus dem Strafraum und der Neuzugang des FSV nutzte dies eiskalt aus.

Was dann folgte war sehr schön anzusehen. Die Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel. Die Abstimmung in vielen Bereichen stimmte nach wie vor nicht, aber nach dem Gegentor waren alle da und wollten das Spiel drehen. Hoffer ging vorne auf alles drauf was sich bewegte. Barry und Torres machten Druck von der Seite und im Mittelfeld begann Yamada zu zeigen, dass er den Tick besser ist als die meisten Spieler der 2.Bundesliga.

Die Mannschaft belohnte sich selbst durch den Ausgleich. Hoffer und Barry setzten die Abwehr des FSV unter Druck und der Österreicher erzielte sein erstes Tor für unsere Farben.

Das 1:2 erzwang Erwin“die Maschine“Hoffer in der 2.Halbzeit. Wieder setzte er einen Abwehrspieler des FSV unter Druck, dieser wurde dann vom eigenen Torwart noch angeschossen und unser Sieg war perfekt.

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Der Torjubel nach diesem Treffer zeigte auch klar, dass die Mannschaft will. Alle Spieler kamen vor den Block und ballten die Fäuste. Vielleicht war es auch gut, dass unter der Woche mal miteinander geredet wurde.

Eine großartige Mannschaftsleistung, die durch viel Kampf geprägt war, aber auch zeigte wie ballsicher die Jungs sein können und was sie technisch drauf haben. Als Peitzinho vor unserem Block den Ball mit der Hacke einem Mitspieler in den Fuß spielte, jubelte unser Block völlig verzückt auf und ich rief laut Richtung Spielfeld „Der beste KSC den es je gab“. Großes Gelächter neben mir, aber es war einfach der „Zauber des Augenblicks“ der mich dazu verführte.

Nach dem Schlusspfiff dezenter und angemessener Jubel der Mannschaft und des Blocks. Zu großen Feiern kann es im Laufe der Saison sicherlich noch kommen. An diesem Abend waren einfach alle nur erleichtert.

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Noch ein Wort zum FSV: Wirklich ein nettes Stadion, angenehme Leute die zum FSV gehen und ein Hauch von Fußball pur ohne viel „Schnick Schnack“. Gefällt mir immer wieder gut. Warum aber die dann doch überschaubare Szene beim FSV nicht zusammen steht, ist mir ein Rätsel. So viel kann euch doch nicht trennen. Oder doch?

MaD

P.S. Den Abend könnte man auch so zusammenfassen: „Mit Mürre und Pedro in Spanien gewesen und dort zwei Bier getrunken, die Martin Löffler bezahlt hat, obwohl Simone gar nicht weiß warum“!

Danke Rouwen Hennings

Morgen Abend in Frankfurt beim FSV ist das erste Spiel ohne Rouwen Hennings. Nach drei erfolgreichen Jahren zieht es den sympathischen Stürmer nach England. Der FC Burnley benötigt dringen einen „German Striker“ in der First Divison.

So ist der KSC zum zweiten Mal „Opfer“ und auch Nutznießer der vielen Millionen an Pfund, welche die Vereine von der Insel zur Verfügung haben. Ihr TV-Vertrag spült ihnen sehr viel Geld in die Kassen.

Rouwen hat immer gekämpft und alles gegeben. Er war Torschützenkönig der 2.Bundesliga und hat uns mit seinen Toren erst in die Lage versetzt um den Aufstieg in die erste Bundesliga zu spielen. In der Relegation traf er dann nach 4 Minuten zum 0:1 beim HSV. In typischer Rouwen Hennings Manier drosch er den Ball mit seinem unnachahmlichen linken Fuß von der Strafraumgrenze ins Tor von Rene Adler. Eine Stadt flippte aus!

Drei Jahre rannte und kämpfte er für unsere Farben. In seiner dritten Saison stand der wohl beste Rouwen Hennings den es je gab auf dem Platz und verzückte uns mit seinen Toren. Den Lohn streicht er nun mit einem guten Vertrag in bestem Fußballeralter ein und ich gönne ihm diesen von Herzen.

Lieber Rouwen Hennings, du wirst mir fehlen. Ich habe nicht nur deine Tore und deine Spielweise genossen, deinen unermüdlichen Einsatz und deinen Willen. Auch der Abend in der Alten Hackerei als wir im Rahmen der „Nachspielzeit“ mit Dirk und Hansi entspannt plauderten, wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Zeig den Inselaffen wie man Tore schießt und ich hoffe für dich, dass du es schaffst mit dem FC Burnley aufzusteigen und die Premier League aufzumischen.

Bei uns in Karlsruhe bist du immer und jederzeit herzlich willkommen!

MaD

Song der Woche: Pointing Finger – Young Till I Die

Home: https://pointingfinger.bandcamp.com/

Facebook: https://www.facebook.com/pointingfinger

MaD

Ich habe geträumt…..

„Neulich bin ich Schweiß gebadet aufgewacht. Habe geträumt, dass der KSC in der ersten Runde des DFB-Pokal beim Oberligisten SSV Reutlingen mit 0:3 verloren hat. Dabei gab es drei Elfmeter und drei rote Karten gegen uns.

Zum Glück startet die erste Runde im DFB-Pokal erst 2016 und dies alles war nur ein ganz schlechter Traum.“

#entsetzt #enttäuscht #erbost #schämteuch #mitnichtswiedergutzumachen

MaD

Karlsruher SC – FC St. Pauli 1:2 (02.08.2015; 21.000 Zuschauer)

Es war nicht schön unsere Jungs heute verlieren zu sehen. Vor dieser Kulisse, welche die Belohnung für die tolle Vorsaison war, hätten sie sich einen Sieg einfach verdient gehabt. Wie ein nachträgliches Geschenk für alle wäre es gewesen.

Nun stand es am Ende aber wieder 1:2 gegen eine Mannschaft aus Hamburg und Spieler wie Fans waren bedient.

Nach der Auftaktpleite in letzter Minute in Fürth wollten die Spieler es heute besser machen und es war zu spüren, dass sie sich einiges vorgenommen hatten.

Dann fällt ein Kopfball von Sobiech ins Netz und Halstenberg lässt noch einen Sonntagsschuss aus dem Fuß. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Gordon konnte das Spiel für unsere Farben nicht drehen. Sie mühten sich redlich, aber so etwas wie Spielfluss kam nicht auf, von Torchancen reden wir mal gar nicht erst.

St.Pauli verwaltete den Sieg ins Ziel und ein ausverkaufter Gästeblock jubelte. Auch die Hamburger waren nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Bielefeld etwas unter Zugzwang. Ewald Lienen hat hier ein gutes Kollektiv beisammen.

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Unsere Jungs tun sich schwer in die Saison zu kommen. Dies hat sicherlich viele Gründe. Weniger Vorbereitung, Yabo und Max weg und sicherlich nicht zuletzt die verlorene Relegation. Wahrscheinlich sehen sie sich noch immer mit diesem einen Bein in der Bundesliga, fühlen sich als „Bundesligist der Herzen“ und der Kopf sagt, dass es einfach falsch ist nun gegen Fürth und St.Pauli anzutreten.

So bitter es ist, aber diese Gedanken müssen raus aus den Köpfen. Auf den Rängen ebenso wie auf dem Rasen.

Wir Fans können uns auch noch nicht komplett frei machen von dem was wir an diesem Montag Abend im Juni erlebten, als uns der Boden unter den Füßen weggezogen wurden.

Dies war praktisch zum Greifen. Fast niemand konnte so richtig Gas geben und leidenschaftlich wie in der Vorsaison Supporten. Den meisten steckt die Relegation einfach in den Knochen.

Deshalb kann man es den Jungs auf dem Platz irgendwie auch nicht verübeln. Sie haben es eben auch noch nicht verarbeitet.

In der Startaufstellung fehlten 5 Stammspieler der letzten Saison. Yabo, Max, Torres, Valentini und Yamada. Die beiden erst genannten haben den KSC verlassen, Torres ist außer Form und Yamada und Valentini waren verletzt. Natürlich machte sich auch dies bemerkbar.

Nun heißt es zusammen stehen und Ruhe zu bewahren. Wer Fan des Karlsruher SC ist, weiß dass er oder sie sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle eingelassen hat.

Ein Kollege sagt immer und betont dabei, dass er kein KSC Fan ist: „Beim KSC wird es nie langweilig, das gefällt mir so“!

MaD

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Konstantin Wecker – 40 Jahre Wahnsinn (Kulturhaus Osterfeld, 01.08.2015)

Konstantin Wecker, der als Liedermacher viele Generationen bewegte und auf verschiedenste Art und Weise erregte oder sogar aufregte, bescherte den ca. 1000 Besuchern im Innenhof des Kulturhauses Osterfeld in Pforzheim einen wunderschönen Abend.

Er kam nicht alleine, sondern brachte drei herausragende Musiker mit. Fany Kammerlander, Johannes Barnikel und Wolfgang Gleixner. Sie sorgten mit den verschiedensten Instrumenten (u.a. Gitarre, Keyboard, Piano, Cello, Akkordeon, Trompete) für die ansprechende Untermalung der Texte und Gedichte von Konstantin Wecker.

Dieser war an diesem lauen Sommerabend einfach in Stimmung. Es machte ihm sichtlich Spaß dem mitgehenden Publikum seine Sichtweise der Dinge durch Lieder und Ansprache zu vermitteln. Er ist und bleibt ein politischer Mensch, bezog wieder klar Stellung für Frieden und Humanismus und forderte alle Zuhörer auf die Griechen nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Wenn er auch zugab, dass bei diesem Thema auch sein Publikum zutiefst gespalten ist.

Neben der Politik und seiner Gesellschaftskritik ist er ein herausragender Texter und seine Liebeslieder gehen zu Herzen. Vor allem als er seine Gefühle in dem Lied „Für meinen Vater“ vor uns ausbreitete, waren viele der Anwesenden den Tränen nahe.

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Mit 65 Jahren ist Konstantin Wecker immer noch auf der Bühne zu Hause. So sicher und doch spielerisch leicht wechselt er zwischen Texten und Gedichten von Brecht oder Kästner zu seinen eigenen Liedern und spielt dazu Klavier als hätte er nie etwas anderes getan.

Wecker hat solch eine Textschärfe, das man sich nicht nur „berieseln“ lassen kann, sondern ihm wirklich die Aufmerksamkeit schenken muss um etwas von dem Abend zu haben.

Als er singend durch das Publikum geht, erhebt sich das Osterfeld und applaudiert dem Künstler sehr wohlwollend und voller Anerkennung. Es hatte etwas sehr Feierliches als er durch die Reihen schritt.

„Die Gedanken sind frei“ sangen an diesem Abend 1000 Menschen gemeinsam mit Wecker und Fany Kammerlander, teilweise sogar ganz ohne Begleitung der Musiker. Dieser schöne Chor rührte Wecker sichtlich, so dass er das Lied immer weiter in die Länge zog.

Man kann nur hoffen, dass diese Gedanken die Sängerinnen und Sänger in die richtige Richtung lenken. Themen über die man sich Gedanken machen sollte gibt es genug. Konstantin Wecker gab genügend Anregungen an diesem herrlichen Samstag Abend.

MaD

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Song der Woche: Rancid – Time Bomb @ House of Blues, Boston 6-16-2013

Homepage: http://rancidrancid.com/
Tour: http://rancidrancid.com/tour/
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Rancid

Song der Woche: Jennifer Rostock – Tauben aus Porzellan (Official Video)

Bis gleich vor der Bühne……

Homepage: http://www.jennifer-rostock.de/
Merch: http://jennifer-rostock.merchstore.net/
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Jennifer_Rostock

Relegation du Arschloch

In den letzten Tagen wurde ich immer mal wieder gefragt ob ich noch was zur Relegation gegen den HSV schreiben werde. Indirekt habe ich es durch die Schilderung der Erlebnisse des KSC-Trikots bei Rock im Park ja schon getan.
Nun sind die ersten Spiele schon wieder terminiert, die neue Saison startet in absehbarer Zeit. Die Gegner sind wieder St. Pauli, Düsseldorf, Frankfurt aber der FSV und auch Duisburg und Bielefeld gesellen sich dazu.
Nichts gegen diese Teams, ich schätze sie und ihre Anhänger.
Die Namen muten leider nicht mehr so klangvoll an, wenn man ganz dicht davor war zur kommenden Saison gegen den FC Bayern München, den  1.FC Köln, die Eintracht aus Frankfurt oder Borussia Mönchengladbach zu spielen.

Letztlich geht es nicht ausschliesslich darum, welche Gegner wir „verpassen“, es geht um den Karlsruher SC. Diesem hätte ein Jahr Bundesliga sehr gut getan. Finanziell hätte er etwas durchatmen können und im Hinblick auf das neue Stadion und alle anstehenden Entscheidungen, wären mindestens 34 Spieltage 1.Bundesliga eine großartige Sache gewesen. Und verdammt noch mal, wir hätten es auch verdient gehabt.

Im Moment kommt die ganze Leere aber auch die Wut wieder hoch, wenn ich an diesen Montag Abend des 01.06.2015 denke. Ein Pfiff änderte alles. Schiedsrichter Gräfe zerstörte mit einer der krassesten Fehlentscheidungen der zurückliegenden Spielzeit alles was sich unsere Mannschaft in 35 Spielen erarbeitet hatte.
Seit Minute 4 in Hamburg stand der KSC als Aufsteiger fest. Als Hennings mit seinem 0:1 beim HSV für einen Torjubel sorgte, der alle Strapazen der letzten Jahre vergessen ließ. Ein Freund sagte über diesen Torjubel: „Der war alles wert was wir in den letzten Jahren auf uns genommen haben.“
Im Hamburger Volksparkstadion lieferte die Mannschaft des KSC ihr bestes Saisonspiel ab. Ich möchte fast sagen, es war phasenweise das beste Spiel einer Mannschaft im KSC-Trikot seit vielen Jahren.
An Peitz prallten alle Hamburger ab, Max und der überragende Nazarov trieben über links die Angriffe voran. Torres narrte seine Gegenspieler und war mit Valentini auf rechts eine Waffe, Hennings zockte die HSV Abwehr nach Belieben ab und das Duo Meffert&Yabo gestalteten in der Mitte. Hinten standen Orlishausen, Gordon und Gulde wie Türme.
Abgesehen von zwei Lattentreffern innerhalb weniger Sekunden durch Torres und Nazarov hatten wir etliche sehr gute Möglichkeiten ein weiteres Tor zu erzielen. Leider legten wir den Ball nicht in der entscheidenden Situation in die Mitte oder unser Schuß aus bester Position glich eher einem Rückpass.
Über weite Strecken wusste der HSV nicht was er machen sollte. Abgesehen von einem Olic Kopfball in der 3.Minute kam da nichts. Bis Illicevic im letzten Spieldrittel dann doch zum 1:1 traf. Es war eine kurze Drangphase der Hamburger in der sie etwas stärker wurden und wir nur noch reagierten.
Dieses Spiel in Hamburg zu gewinnen wäre locker drin gewesen, am Ende konnten wir mit dem Unentschieden eigentlich nicht zufrieden sein. Nach unserem frühen Führungstor stand der HSV vollkommen neben sich, bei einem weiteren Treffer wären sie erledigt gewesen.

Dann die Nachspielzeit im Karlsruher Wildparkstadion. Ein frenetischer Jubel begleitet die Abwehraktion von Meffert. Der Ball kommt zu Krebs und wir haben Überzahl im Mittelfeld, dann halten alle an. Warum? Gräfe zeigte irgendwie in Richtung Strafraum. Ein Handspiel will er gesehen haben. Im Stadion hatte er diese Sichtweise exklusiv und alle TV Aufnahmen sprechen eine deutliche Sprache.
Es passte ins Bild eines Schiedsrichters der alle knappen Situationen für die Hamburger pfiff und der es zuließ, dass Rouwen Hennings von Diekmeier und Djourou praktisch gejagt und sehr oft förmlich erlegt wurde.
Gräfe hätte jede kleinste Berührung im Strafraum genutzt um Elfmeter für die HSV AG zu pfeifen, unsere Spieler gaben ihm die Chance nicht.
Diaz verwandelte den Freistoß in der Nachspielzeit zum 1:1. Das er ausgerechnet in diesem Spiel den Ball so trifft ist tragisch. Ob man den Freistoß hätte besser verteidigen können (Mauer, Torwarposition, Spieler auf die Linie) mag sein, ist aber hypothetisch.
Der KSC fiel auseinander, war in der Verlängerung immer einen Schritt zu spät und es passierte was passieren musste. Nicolai Müller staubte zum 1:2 ab.
Dieses Tor war nicht mehr so schlimm. Nach dem 1:1 glaubte im Stadion und auf dem Feld niemand mehr an einen Sieg des KSC. Unsere Mannschaft auch nicht. Sie war wie gelähmt in der Verlängerung.
15 Minuten vor dem Ausgleich stand Reinhold Yabo mit verschränkten Armen vor einer vor Freude rasenden Kurve. Soeben hatte er zum 1:0 für den KSC getroffen. Kollektiv rasteten alle aus. Nach diesem Jubel stand keiner mehr da wo er vorher stand und nicht wenige waren froh wenigstens noch ihre Klamotten am Leib zu tragen.
In den Folgeminuten rannte der HSV an und mit Glück und Geschick verteidigte unsere Mannschaft die Führung. Bis zu diesem unsäglichen Pfiff.
Im Kabinengang stand schon das Bier bereit, die Aufstiegs-Shirts waren verteilt. Tragischer kann ein Traum nicht enden! Über diese Partie werden wir uns als Rentner in 30 Jahren noch unterhalten, wenn wir dem KSC gemeinsam beim morgendlichen Training zuschauen. Diesen Schmerz vergisst niemand mehr, der den KSC im Herzen trägt.
Kurz vor Schluss vergab Hennings noch einen Elfmeter und wurde daraufhin von Djourou, Müller und Diekmeier aufs übelste angegangen und beschimpft. Es wurde beleidigt, weit unter der Gürtellinie. Gräfe schaute zu, während hingegen Rafael van der Vaart seine Mitspieler versuchte in die Schranken zu weisen.
Am Ende feierte Poptown, die einen starken Auftritt hatten mit dem Unsympath Lassoga als hätten sie den Europapokal gewonnen, was Pierre-Michel vielleicht sogar wirklich glaubte. Alles in unserem Stadion, auf unserer Aschenbahn. Ob dies sein muss, oder ob man aus Respekt der unterlegenen Kurve gegenüber nicht einfach in seinem Block bleiben kann, diese Frage mag sich jeder selbst beantworten.

Der Karlsruher SC spielte in den letzten Jahren 2x in der Relegation. Wir gewannen kein einziges Spiel. Stiegen 1x aus der 2.Liga ab und nun nicht in die 1.Bundesliga auf. Relegation du bist ein Arschloch!

MaD

Wir waren am Boden:

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…..und wir standen wieder auf und feierten die beste KSC-Mannschaft seit 2006 – ich bin so stolz auf dieses Team:

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P.S. Herr Gräfe ist im Wildparkstadion nicht mehr willkommen!

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