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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Herbst 2013 – seine schöne Seite

Das Schmuddelwetter beginnt ja wohl jetzt so richtig und die meisten Blätter sind mittlerweile auch gefallen.

Bevor es hier wie gewohnt mit Fußball und dem einen oder anderen Konzert weiter geht, möchte ich noch kurz an die schönen Seiten des Herbstes erinnern – aufgenommen in Pforzheim:

HerbstHerbst IIHerbst III

MaD

Derby!? – Das geht so!

Lust auf Derby? Zubereitungszeit: 90 Minuten (+3)

Zutaten:
Örtliche Nähe der beiden Traditionsvereine
Über viele Jahre gewachsene Abneigung der Fanlager
1 DFB-Pokalfinale in Berlin in den 90igern
1 Polizeizelt auf dem Bahnsteig
2 Nahverkehrszüge
6.000 Karlsruher Fans
Vermummte Riot-Police im Gästebereich
1 Dorf
1 Berg
35.000 Bauern

Außerdem:
Derbychoreo der Heimmannschaft (wenn keine zur Hand, tut es auch ein Spruchband)
Schmähgesänge national und international
Feier des Gäste Anhangs mit der Mannschaft nach glücklich erkämpftem Punkt

Achtung:
Keine Taschentücher bei einem richtigen Derby verwenden!

Zubereitung:
Die Fans des Gastvereins treffen sich zu früher Stunde am heimischen Hauptbahnhof. Sammeln auf dem Vorplatz und Unterredung mit der Polizei bezüglich des Zeltes für Ganzkörperkontrollen.
In der Zwischenzeit Vorbereitung alternativer Anreise zum Derbyort.
Nach schnellem Abbau des Polizeizeltes, Einstieg in die Nahverkehrszüge.
Im Dorf des gastgebenden Vereines sammeln sich derweil die Bauern zum Empfang des Gastes am Bahnhof. Kleidung rot! (Menschen mit Magenproblemen sollten das Terrain meiden; Gefahr von Brechreiz!)
Ankunft des Gästemobs am Bahnhof immer mit laustarken Gesängen Anti des Heimvereins. Sammeln vor dem Bahnhof und geschlossener Marsch auf den Berg.
Unterdessen bäuerliches Feuerwerk hinter Polizeikette. Kann man zum garnieren der Ankunft des Gastes so machen.

Nach Anpfiff lässt man das ganze nun 90 Minuten kochen und schmeckt es ab mit gegenseitigen Schmähgesängen. Vorsicht bei der Zubereitung:
Auf Heimseite sollte eigentlich eine Choreographie gezeigt werden und keine sinnlos dämlichen Spruchbänder.
Es ist darauf zu achten, dass im Gästebereich fanatisch angefeuert wird, wenn es schon auf Heimseite dermaßen leise ist, dass der Gast fast peinlich berührt wird.
Sollte auf Heimseite die gesamte Kurve nur bei eigenen Toren erwachen und auch nur 1 Lied kennen, ist Vorsicht beim servieren eines Derby geboten. Man könnte sich lächerlich machen.
Während des Kochvorgangs wäre es gut, wenn der Gast aus heiterem Himmel jeweils den Ausgleich zum 1:1 und 2:2 erzielt und die Heimmanschaft beste Chancen liegen lässt. Dies trägt zur weiteren Aufheizung der Derbyatmosphäre bei.
Nach Beendigung des Kochvorgangs wird das Derby mit einer Feier im Gästeblock abgeschmeckt.

Tipp: Wer „Kaisers Lautern auf altem Betze“ nicht mag, der sollte viel Blau-Weiß aus Karlsruhe hinzugeben und kräftig umrühren.

Euer Chefkoch
MaD

Lautern - KSC IIILautern - KSC IIILautern - KSC IVLautern - KSC VLautern - KSC

WM-Qualifikation: Deutschland – Irland (11.10.2013 in Köln)

Das „entscheidende“ Spiel gegen die sangesfreudigen Iren stand an. Köln an einem Freitag ist natürlich ein Traum für Freunde voller Autobahnen. Zum Glück empfing uns ein „Kölner Schotte“ sehr herzlich und die Zeit vor dem Spiel verflog in einer Kölsch-Kneipe.
Das Spiel selbst war gepflegte Langeweile und so wanderten wir durchs Stadion. Eigentlich mit Karten für die HT ausgestattet kamen wir schlußendlich im Block der betrunkenen Iren an und schauten dort die zweite Halbzeit.
P1060987(1)P1060993(1)P1060991(1)P1060994(1)P1060996(1)P1060999(1)P1070002(1)Deutschland-Irland
Von den drei Toren sahen wir am Ende nur eines, aber Tore werden bei der Nationalmannschaft ja mittlerweile inflationär geschossen und gefangen, so dass dies nicht weiter tragisch ist.
Brasilien 2014 kann kommen!

MaD

Danke an Sepp für den Tag!

Deutschland-Irland II

The Sensitives & Old Man Coyote (Rockstüble Pforzheim, 06.10.2013)

Als ich mir im Netz Lieder von The Sensitives anhörte, fühlte es sich an wie wenn diese aus der Zeit stammen als die guten alten Across The Border noch das Land mit ihren Konzerten unsicher machten. Diese Mischung aus Folk und Punk wie ich sie bisher nur dort gehört hatte. Der Punk steht dabei, vor allem live, immer im Vordergrund. So war ich mehr als gespannt auf das Trio aus Schweden, welches an diesem Sonntag Abend zusammen mit der Karlsruher Band Old Man Coyote im Pforzheimer Rockstüble auftreten sollte. Ein kleiner Raum, der nur knapp 50 Leuten Platz bietet, mit einer netten Bar und etwas unheimlich gestalteten Wänden.

Old Man Coyote machten den Anfang und ließen dem Punk´n´Roll seinen Lauf. Schöne schnelle Gitarrenparts, Refrains zum mitgröhlen und eine Band die trotz der überschaubaren Zahl an Besuchern Spaß hatte (oder ihn zumindest glaubwürdig vorgaugelte *g). Wenn der Sänger einer Band schon ein Shirt von Minor Threat trägt, haben sie eh schon so viel Kredit, das wird dann auf jeden Fall immer ein guter Abend.

The Sensitives spielten danach ein verkürztes Set, bei dem sie aber Songs aus beiden bisher erschienenen Alben vorstellten. Boredom Fighters und Poetry As Hollow As It Can Be kann ich nur jedem ans Herz legen, der auf eine gesunde Mischung straighten Punkrock, gespickt mit Folkelementen steht. Live präsentierten sie an diesem Abend alles eine Nummer schneller als auf Platte was beim Publikum sehr gut ankam. Vor allem „How The Fuck“ oder auch „Kill You Another Day“ kamen sehr gut an. Beide tanzbar und mit einem schönen Refrain zum mitsingen. Paulina am Bass und Gesang, Anton hinter seinem Schlagzeug und Sänger, Gitarrist und Komponist Martin machten an diesem Abend richtig Lust auf mehr Punk, mehr Folk und mehr Schweden.

Netter Spruch des Barkeepers zum Abschluss: „Herzlichen Glückwunsch Jungs, ihr habt gerade einen Kasten Bier getrunken.“ Grüße an Tosa und Hannes!

MaD

The SensitivesOld Man CoyoteThe Sensitives IIThe Sensitives IVThe Sensitives VIThe Sensitives V

Alu, Cologne, Scheiße und der Dom

Vom Glück geküsst und dann doch übelst von genau diesem im Stich gelassen. In einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit vergeben die Kölner Gäste innerhalb von fünf Minuten zwei Elfmeter (Risse, Helmes) und Helmes trifft zusätzlich, weil es doch so schön klingt, noch mal Aluminium.
Es war kein Tor für den KSC gefallen und doch jubelten wir 2x, wie wenn wir selbst erfolgreich gewesen wären. Beide Male war es still im Wildpark als die Kölner Schützen anliefen. Der Klang des Aluminiums rieß uns aus unserer Anspannung und versetzte alle die es mit Blau-Weiß hielten in den Fußballhimmel. Beim zweiten Elfmeter, der noch dazu mehr als fragwürdig war, wurde noch intensiver gejubelt, da hier wirklich niemand mehr damit rechnete, dass auch dieser vergeben würde.

Von all dem bekamen die Kölner Ultras wenig mit. Sie hatten draussen massig Ärger mit der Polizei, die wieder mal ihre berühmte „Karlsruher Deeskalationstaktik“ anwandte. Dank einer kaputten Tür in einem Shuttle Bus sahen hunderte Menschen die extra aus Köln angereist waren das Spiel nicht oder nur mit sehr viel Verspätung. Trotz gültiger Eintrittskarten wurde ihnen der Zutritt zum Stadion verwehrt. Bis die Kölner stürmten, einige durchkamen und sich die Sitzplätze unter der Anzeigetafel auf einmal mit Leuten füllte. Genau pünktlich zum 1:1 von Helmes.

Zuvor allerdings ging unser KSC mit 1:0 in Führung. Koen van der Biezen nutzte einen tolle scharfe Flanke von Nazarov. Der Ball zischte in den Fünfmeterraum hinein und als man schon dachte, dass der Kölner Torhüter den Ball einfach fangen würde, kam der Fuß von Koen und versenkte den Ball zur Führung.
Kollektiver Jubel, dieses mal wirklich wegen eines erzielten Tores.
Und gleich hinterher ein donnerndes „Cologne, Cologne, die Scheiße vom Dom“. Ist einfach ein Klassiker und hören die Kölner bestimmt genauso gerne wie wir das „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“. Vor allem wenn es von einer propevollen Kurve richtig laut gesungen wird.
Richtig laut wurde es auf Kölner Seite an diesem Tag leider nie. Der Stimmungskern war ja ausgesperrt und so herrschte im ausverkauften Auswärtsblock eine Atmosphäre als wäre Paderborn zu Gast. Schade für alle Stadionbesucher! Beschwerden nimmt ihr Freund und Helfer entgegen.

Leider fiel der Ausgleich zu früh. Nur fünf Minuten nach der Führung konterte Köln uns aus und Helmes erzielte das Tor. Wie naiv wir uns da anstellten. Diese Führung hätte mit Klauen und Zähnen verteidigt werden müssen, statt dessen versuchten wir Köln unter Druck zu setzen und mitzuspielen. Das überaus glückliche 0:0 zur Pause hatte uns wohl den Sinn für die fußballerische Realität vernebelt. In jedem Mannschaftsteil war uns Köln überlegen und wir hatten schlicht Glück in den ersten 45 Minuten.

In den nächsten 30 Minuten gab es einen recht offenen Schlagabtausch. Der KSC spielte seine guten Kontergelegenheiten aber nie richtig zu Ende. Am 16er war spätestens Schluss, zu oft vertendelten wir den Ball ohne Not und der letzte Pass fehlte einfach. Und nicht nur dieser, es fehlte wieder an Cleverness. Wenn es in Minute 90, was bekanntlich die sogenannte Schlussminute beim Fußball ist, gegen Köln 1:1 steht und wir schon so viel Glück an diesem Nachmittag in Anspruch genommen hatten, dann verteidigen wir diesen Punkt mit allen 11 Mann. Aber was machen wir, wir lassen uns just in dieser 90.Minute auskontern und der Kölner Außenverteidiger (!!!) und Kapitän Brecko kann sich im Strafraum noch gegen zwei unserer Verteidiger durchsetzen und as 1:2 erzielen. Und wieder Stille im weitem Rund, dieses mal vor Entsetzen!

Nun sind wir angekommen im Abstiegskampf und da zählt es nun sich auf die Basics im Fußball zu besinnen. Kämpfen und rennen! Vor allem das Kämpfen, den Biss und die Galligkeit ließen wir zu oft vermissen. Aue, Sandhaufen und Aalen stehen dafür exemplarisch.
Diese zweite Liga ist so ausgeglichen, das werden die meisten Spiele von der Mannschaft gewonnen, die an diesem Tag diesen Sieg einfach mehr will. Die Mannschaft gewinnt, die mehr investiert, die mehr läuft und die diesen einen Schritt, der weh tut, mehr macht als die andere. Wir machen ihn zur Zeit nicht diesen Schritt mehr und noch dazu stellen wir uns an wie doof.

MaD

KSC-KölnKSC-Köln II

Longboard Open Karlsruhe 2013

Am wahrscheinlich letzten richtig schönen Tag des Jahres 2013 holte Jung und Alt wieder das lange Brett raus und es ging hoch aufs Parkdeck um sich waghalsig in die Tiefe zu stürzen oder aber nur lässig oben etwas zu cruisen.
Tolle Atmosphäre herrschte wieder. Der Wettbewerb an sich gerät da aus meiner Sicht heraus etwas in den Hintergrund – zu Recht. Alle genoßen an diesem 03.Oktober den Tag in Karlsruhe.

Hier gehts zur Homepage: http://www.longboard-open.de/

Bilder und Videos werden dort demnächst zu sehen sein.

LO

MaD

Sicilia

Catania – Etna – Lido – ein kleiner Ausschnitt einer herrlichen Insel

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DFB-Pokal Kaiserslautern – Hertha BSC Berlin 3:1 oder einfach abgeschenkt

Per Bahn machten wir uns von Karlsruhe aus auf den Weg in die Pfalz um unsere Freunde aus Berlin bei ihrem DFB Pokalspiel zu unterstützen. Schön über die Dörfer getingelt, wie man dies von etlichen Fahrten Richtung Betzenberg schon kannte. Der Zug hielt an jedem Haus und man kann von Glück sagen, dass es nicht noch Hochspeyer Nord, Süd und West gibt. So erreichten wir geradeso pünktlich zu Spielbeginn den Gästeblock.
Hurry, hurra die Karlsruher sind da und rein ins Vergnügen. Für einen Mittwoch und die Entfernung war der Block sehr gut besucht. Knapp 1500 Leute schätze ich.

Berlin hieß uns herzlich willkommen und der gemeinsame Support der alten Dame konnte beginnen. Trotz des Grottenicks ging Berlin in Führung und die Stimmung war zur Pause deshalb auch sehr gut. Von Lautern war nichts zu hören. eine riesige Tribüne steht da im Westen des Stadions, aber außer 08/15 war wieder mal nichts. So lange die Hauptgruppen irgendwo oben im Niemandsland stehen wird das auch nichts mehr. Lustig trotzdem wie sich der Mythos Stimmung in den Medien und bei Horst Horstmann vor dem Fernseher immer noch hält. Früher wurde man hier „gefressen“, heute sind die Pfälzer mehr als zahnlos. Erst als der Sieg feststand wurde es laut – arm.

Wenn wir und vor allem unsere Berliner gewusst hätten, dass Jos Luhukay und seine Truppe dieses Spiel einfach abeschenken wollten, wären wir wohl alle nicht hin gefahren. Eine Frechheit was die B-Elf der Herthaner hier bot. Kaiserslautern spielte in der zweiten Halbzeit mutig und engagiert nach vorne und ließ der Bundesligamannschaft aus der Hauptstadt keine Chance.
Deren Trainer sah aber auch keine Notwendigkeit auszuwechseln um mit Ronny oder Ramos endlich Stammkräfte zum Einsatz zu bringen, die das Spiel evtl. noch hätten drehen können. Ramos kam dann 15 Minuten vor Schluss und Ronny nach dem Treffer zum 3:1 für Lautern. Das hätte man sich dann auch alles sparen können.
Warum Luhukay hier eine B-Elf an den Start brachte und nicht auswechselte um das Spiel mit aller Macht zu drehen wird sein Geheimniss bleiben. Hertha BSC Berlin hat jedes Jahr die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Da muss man mehr bzw. immer alles dafür tun um dies zu erreichen. Das Gefühl hatten wir draussen hinterm Zaun leider nicht. Da wenigstens wurde alles dafür gegeben, auf dem Rasen und der Trainerbank – Fehlanzeige!

Lautern-Hertha

Am 20.Oktober kommen wir mit dem KSC wieder und werden hoffentlich siegreich den Betzenberg wieder verlassen.

Als wir gegen Mitternacht wieder in Karlsruhe eintrafen stieg unser Ex-Trainer Winfried Schäfer aus dem ICE am Nachbargleis. Ein großes „Hallo“ mit einigen „Winnie Schäfer du bist der beste Mann“ Sprechchören. Es war eine große Zeit unter seiner Regie – dafür werde ich immer dankbar sein.
Und wenn wir gerade schon bei großen Namen aus unserer Vergangenheit sind. Auf dem Hinweg zum Betzenberg stand unser Gunther Metz am Wegesrand und musste warten bis unser Mob vorbei war. Für ein kurzes Winken und Grinsen war aber Zeit – auch dir vielen Dank auf ewig Gunther!

Hertha und der KSC!

MaD

100 Jahre Stadion Brötzinger Tal

Am 07.September 1913 fand der 1.FC Pforzheim 1896 seine Heimat. Das Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim! An diesem 07.09.1913 spielte der FCP, welcher auch liebevoll „Club“ genannt wurde gegen Phönix Alemannia Karlsruhe. Das Eröffnungsspiel des Stadions endete 1:1.

Mehrfach stand das Stadion schon vor dem Aus, aber nun wird es bald renoviert und bleibt dem Pforzheimer Fußball so weiter erhalten.

Viele „Schlachten“ hat das Stadion „Brötzinger Tal“ seitdem gesehen, selbst Franz Beckenbauer trat hier schon gegen den Ball. Aus meiner Erinnerung ragen hier vor allem Spiele in der Fußball Oberliga heraus. Damals war diese Liga noch direkt unter der 2.Bundesliga angesiedelt. Vor 5000-6000 Zuschauern gab es rassige Spiele gegen die langjährigen Konkurrenten SSV Reutlingen, SSV Ulm oder SV Sandhausen.
Im DFB-Pokal gelang dem FCP die eine oder andere Überraschung. So trotzte man Ende der 80er Jahre dem SV Werder Bremen ein 1:1 n.V. ab und erzwang ein Rückspiel an der Weser. Der Bundesligist VFL Bochum wurde mit 1:0 genauso geschlagen wie Zweitligist Saarbrücken (3:2).
Die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga Anfang der 90er mit den Gegnern 1860 München, Hessen Kassel und Borussia Neunkirchen war auch ein Höhepunkt in diesem Stadion. Der FCP scheiterte knapp, erlebte aber mit dem Heimspiel gegen die Münchner Löwen wohl eines der emotionalsten Spiele seiner Vereinsgeschichte. Nach dem 1:0 durch Jürgen Pfirmann explodierte das Stadion Brötzinger Tal förmlich und die Pforzheimer Fans hatten den Aufstieg vor Augen. Kneisl und Co., samt den 2000 Löwen im Stadion hatten aber etwas dagegen und der Pforzheimer Torhüter Roger Essig den wohl schwächsten Tag seiner Karriere.
So wurde es nichts mit dem Aufstieg und mittlerweile gibt es den 1.FC Pforzheim 1896 nicht mehr.
Im Stadion Brötzinger Tal spielte an diesem Jubiläumstag der Fusionsverein 1.CfR Pforzheim gegen die zweite (!!!) Mannschaft von Walldorf. Eine 1:4 Niederlage vor geschätzten 100 Zuschauern – traurig.

Dieses Jubiläum ist für mich etwas Besonderes. In diesem Stadion sah ich mein erstes Fußballspiel. Im Alter von 7 Jahren nahm mich mein Opa mit und ich durfte, mit Wurst und Fanta gut versorgt, neben ihm auf der Tribüne Platz nehmen. Werde nie vergessen wie stolz er war, als er mich seinen „Kumpels“ vorstellte. Einer dieser Momente im Leben den man nie vergisst. Im Anzug und mit Hut, ließ er es sich trotz meiner Anwesenheit nicht nehmen während der gesamten Spielzeit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Mannschaft lautstark zu sagen was er von ihnen hielt. Er lebte den FCP! Mit seiner Kohlenhandlung half er in den 50 und 60er Jahren dem Verein oftmals aus und beherbergte in seinem Haus im Arlinger auch schon mal Spieler (u.a. Nessmann) des Vereins. Er wäre sehr betrübt über das was mit seinem „Club“ geschehen ist.

Für euch heute im Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim war

MaD

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