Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Konzerte in Karlsruhe und Pforzheim

Vor allem der morgige Donnerstag (25.7) bringt, nicht nur wegen der schwülen Temperaturen, Karlsruhe als auch Pforzheim zum schwitzen.

In der Karlsruher Stadtmitte gibt es ein erstklassiges Hardcore Paket. Es spielen BRUTALITY WILL PREVAIL und die saustarken COMEBACK KID.

 
 
Im Pforzheimer Kupferdächle zocken die mächtigen DOG EAT DOG. Für alle Crossover Freunde und HipHop Fans ein absoluter Höhepunkt im Konzertjahr 2013! Es gibt noch Restkarten (Stand: jetzt!)!
 
 
 

Am 05.08.2013 erwartet uns in Pforzheim gleich wieder ein Sahnehäppchen.

Die Legende des New York Hardcore AGNOSTIC FRONT! Sie geben sich im Rahmen ihres 30jährigen Bandjubiläums die Ehre in der Goldstadt.

Sie kommen nicht alleine. COLDSIDE werden ebenfalls für schweißtreibende Action sorgen. Auch hier gibtes noch Tickets: http://www.reservix.de/reservation/reservation_events_detail.php?eventID=425556&PHPSESSID=b722629b5076262cf86af20e10c62c99

 
 

 

Wir sehen uns!

MaD

Soulfly – Substage Karlsruhe (17.07.2013)

Maximum Cavalera wurde versprochen und gehalten. Lody Kong und Incite sind nicht nur Support, sondern auch Mitglieder im Familienunternehmen Cavalera.
Max Sohn Igor mühte sich redlich mit Lody Kong Stimmung in die Bude zu bekommen was aber erst Stiefsohn Richie mit Incite gelingen will. Zum lautstarken Support von „Heavy f*****g Metal“ fordert er uns auf und bekommt nicht nur in die Luft gereckte Fäuste und „Horns“ zu sehen, sondern auch ein stimmgewaltiges Feedback.
Mit ihrem an Pantera erinnernden Stil schaffen es Incite das Substage auf ihre Seite zu bekommen und nach 45 Minuten Konzert ist die Stimmung gut und die Verabschiedung sehr warmherzig. Trash Metal der sehr guten Sorte bekamen die geschätzten 400 Leute an diesem sehr heißen Sommerabend geboten und dankten es mit viel Applaus und auch einiger Bewegung vor der Bühne. Die Kräfte wurden also nicht nur für Soulfly geschont.

Nach einer etwas längeren Pause herrschte beim Intro für Soulfly gebannte Ruhe im Substage. Als Max Cavalera die Bühne betrat wurden er und seine Mitstreiter frenetisch empfangen. Gleich bei den ersten Klängen von „Prophecy“ sortierten sich die ersten Reihen neu und ein Moshpit erster Klasse bildete sich.
Ungemein textsicher präsentierten sich die Metal-Fans, egal ob es originäre Soulfly Songs, Sepultura Klassiker oder das eine oder andere eingestreute Lied z.B. von Nailbomb war.
Rhytmus, Groove, treibende Beats, krachende Gitarrenparts – Soulfly pur eben!

Max Cavalera wieder mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz und einem guten Herrenausstatter. Mindestens 4x wechselte er sein Oberteil, wobei der Griff zu den blau-weißen Farben des Karlsruher SC gegen Ende des Auftritts für den größten Jubel bei den Anwesenden sorgte.

P1060462(1)P1060499(1)P1060469(1)P1060479(1)P1060478(1)P1060496(1)

„Babylon“, „Back To The Primitive“ und „Roots Bloody Roots“ waren nur einige der vielen Höhepunkte, welche Max mittlerweile präsentieren kann. Dieser ungemein vielseitige und umtriebige Musiker schöpft aus einem großen Reservoir guter Songs und schafft es trotzdem dem Publikum genau richtig dosiert die Ladung zu verpassen welche dieses erwartet und haben möchte.
Als der „kleine“ Igor bei „Bloodshed“ als zweiter Sänger auftrat und Vater und Sohn gemeinsam ins Mikro brüllten, war zumindest bei mir Gänsehaut angesagt. Vater und Sohn im Metal vereint auf der Bühne!
Igor dazu noch im Sex Pistols Shirt mit Daniel Johns (Silverchair) „Gedächtnisfrisur“. Großartig!

P1060495(1)

Auf das im Oktober neu erscheinende Album darf man sehr gespannt sein. Einen Vorgeschmack auf „Savages“lieferte uns die Band schon und dieser machte Lust auf mehr.
„Mehr“ ist ein gutes Stichwort, denn mehr Besucher hätten es schon sein können. An was es leigt, dass Soulfly dass Substage nicht annährend ausverkauft machen können, man weiß es nicht.
Das angespielte „Jumpdafuckup“ in Kombination mit „Eye For An Eye“ rundete einen Abend Maximum Cavalera prima ab.

MaD

P1060487(1)

Portus Hardcore mit H2O, Risk It und Planet Watson

Montag Abend war Zeit für Hardcore im Pforzheimer Kupferdächle. Subkultura hatte mit H2O und Risk It ein sehr fettes Packet für uns geschnürt.
Im großen Saal des Kupferdächle fanden sich gut 150 Leute ein was für einen Montag eigentlich ok ist. Planet Watson machte den Auftakt, den ich allerdings verpasste weil wir noch vor der Location bei den Spießgesellen rumhingen und den tollen Sommerabend genossen.

Risk It legten dann ungemein energiegeladen vor. Ihr fetter, teils metallastiger, Hardcore bollerte dem Publikum mitten auf die Zwölf. Mehr Action auf der Bühne geht kaum, mehr Action vor der Bühne wäre drin gewesen. So vergnügten sich ca. 20 Hardcorekids und nutzen die komplette Breite des Raums für sich. Als Anhänger des guten alten dicht gedrängten Moshpits rund ums Mikro kann ich leider mit diesem „durch den Saal rennen und wild mit den Armen fuchteln“ nichts anfangen. Aber ich bin nicht der Maßstab und es waren immerhin diese Jungs welche die Show vor der Bühne gestalteten.
Der Rest des Publikums zeigte sich zurückhaltend, aber durchaus der Band gegenüber sehr wohlwollend. Nach jedem Song gab es dick Applaus und nach der Show rundum nur positive Kritiken.

P1060326(1)P1060337(1)

Gespannt war ich darauf was nun bei H2O abgehen würde. Etwas Zweifel blieben ob des eher zurückhaltenden Publikums. Aber ich sollte mich täuschen. Toby Morse forderte alle auf etwas näher zu kommen. Diesem Aufruf kamen die Leute aber erst so richtig beim ersten Song nach. Sofort bildete sich ein Moshpit, es wurde sich um den Sänger geschart und der erste Stagediver flog über die Köpfe der Leute.
H2O spielten eine gute Stunde aus ihrem reichhaltigen Repertoire und huldigten auch Bands wie Sick of it all oder den Gorilla Biscuits.

P1060384(1)P1060400(1)

Immer waren genug Leute in Bewegung und auch dem sich eher im Hintergrund haltenden Publikum gefiel das Set von H2O. Der kleine Circle Pit, welcher erst nach Aufforderung von Morse gestartet wurde, war fast schon niedlich. Dazu fehlte an diesem Abend einfach die Masse an Leuten die Bock auf Action hatten.
Über was sich die Band immer wieder wunderte war die Stille im Raum zwischen den Songs. Nach dem berechtigten Applaus warteten alle auf den nächsten Songs und H2O machten auch etwas Pause und schon herrschte Stille. Morse fühlte sich dann dazu genötigt die eine oder andere Geschichte zu erzählen um die Stille zu überprücken. Man einigte sich dann darauf, dass es ein respektvolles Publikum sei.
Mit mehreren Zugaben ging die Show von H2O zu Ende und sie ließ keine Wünsche offen. Eine gut gelaunte Band, ein hoch zufriedenes Publikum, was will man an einem Montag Abend in der Provinz mehr erwarten.

P1060406(1)

PHC-MaD

Cherry Bomb & 4Promille (Bottich, 15.03.2013)

Wenn ich gerade schon dabei bin den ereignissreichen März aufzuarbeiten, dieser Konzertabend war bisher der Höhepunkt im Musikjahr 2013.
Party pur im ausverkauften Bottich in Pforzheim. Mit Cherry Bomb aus Potsdam und den Düsseldorfern 4Promille hatte Subkultura ein Knallbonbon gebucht.
Kurzhaarige, Langhaarige und Bunthaarige hatten sich versammelt um einen legendären Clubabend zu erleben.
Punk´n´Roll aus Potsdam war angesagt und ich muss zugeben dass Cherry Bomb mich einfach umhauten.
Ich wartete an diesem Abend im März 2013 eigentlich gespannt auf die Hauptband, da ließen es die so Potsdamer mächtig knallen und hauten mir Songs wie „Lovers“ oder „Part Of Me“ um die Ohren. Ich wollte mitsingen, dem Sänger das Mikro entreißen und gröhlend durch die verdutzte Menge toben, aber ich kannte den Text nicht. Shit!
Bei „Teenage Kicks“ (Coverversion; Original von The Undertones) war es dann endgültig aus, es musste getanzt werden.
So begeistert hat mich selten eine Band von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Kompliment nach Potsdam!

P1050873(1)P1050879(1)

Nach einer kurzen Pause betraten  4Promille die kleine Bühne und das Publikum drängte sich dicht an dicht davor. Die nächsten knapp 1 1/2 Stunden sollten wenige Wünsche offen lassen. Die wieder vereinigte Combo (ohne Gründer Volker Grüner) spielte einen schönen Mix aus ihrer Bandgeschichte. Viele englische Songs waren auch darunter, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Welche Songs alle hören wollten war ja klar und 4Promille verstanden es gut diese wohl dosiert in ihrem Set zu platzieren um immer wieder Stimmungshöhepunkte zu erzeugen. Melly hatte den Laden eh im Griff und die Jungs hingen an ihren Lippen.
„Träume sterben“, „Jeder hat sein Kreuz zu tragen“, „Popeye der Seemann“, „Jenny“, „Rob A Bank“ waren nur einige der Songs, die euphorisch abgefeiert wurden und gefühlt wollte jeder mal ans Mikro.
Eine friedliche ausgelassene Party war es im Bottich, welche dann bei „Ich werd mich ändern“ ihren absoluten Siedepunkt erreichte, wer hätte es gedacht.
Mit „Qualle“ und einem fetten Pogo beendeten 4Promille nach mehreren Zugaben ihr Set. Was folgte war eine feucht-fröhliche Party mit DJ Beschallung und beiden Bands an der Bar und etwas zu viel Pfeffi.
Eine denkwürdige Nacht ging im Morgengrauen in einem Taxi gen Heimat zu Ende.

P1050889(1)P1050885(1)P1050892(1)

MaD

 

BFV-Pokal 2013: SV Waldhof Mannheim – Karlsruher SC 0:2 (23.03.2013)

Bevor die neue Saison wieder beginnt kommt hier noch eine kleine Rückschau auf den fußballerischen Höhepunkt der letzten Saison. Im Viertelfinale des Badischen Vereinspokals trafen wir auf den alten Rivalen Waldhof.
Die Vorfreude und Spannung vor diesem Spiel war riesengroß. Es war einfach der Höhepunkt der Saison und wir steuerten mit unserer erfolgreichen Mannschaft siegessicher darauf zu. Als ich zuletzt mit dem KSC hier war schoßen uns Labbadia und Melkam zu einem wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in LIga zwei. Kuntz war damals Trainer des SV Waldhof.
10 Jahre liegt dieser Fußballabend (17.4.2003) zurück und er denkt mir noch als wäre es gestern gewesen. Lustig, dass für viele Anhänger beider Seiten dieses Aufeinandertreffen im BFV-Pokal das erste richtige Match gegeneinander war, während meine Generation schon einige hitzige Derby ausgefochten hat.

Der Mannschaft war bewusst was dieses Derby für uns bedeutet und war aufgefordert entsprechend konzentriert zu agieren.
Mit dem Zug ging es dann in Kurpfalz. Ein kleiner Zwischenstopp bei Schwetzingen musste auf offener Strecke eingelegt werden, da mehrere Mannheimer, Brauschweiger und Frankfurter Gleisarbeiter eine Wochenendschicht einlegten. Nettes Begrüßungskommando was nicht unbedingt den Zündstoff aus dieser Partie nahm.

Was in Mannheim folgte war wieder Mal ein Gänsemarsch vom Bahnhof zum Stadion. Kennt man natürlich alles schon, aber es ist immer wieder lästig. Begelietet von massig Polizei und pöbelnden Mannheimern erreichten wir kurz vor Spielbeginn endlich das Stadion.
Jetzt kam der Auftritt des „Sicherheitssprechers“ der über Mikrowagen verlauten ließ, dass wir alle in Kleingruppen ins Stadion eingelassen werden. Ja ne is klar! 15 Minuten vor Spielbeginn will der Typ knapp 2000 Karlsruher nach 2 Stunden Fußmarsch in Kleingruppen ins Stadion lassen. Der letzte wäre dann wahrscheinlich beim Abpfiff drin gewesen.
Die erste „Kleingruppe“ ging dann schon mal los, was allerdings der Polizei gar nicht gefiel. Mehrere hundert Zugfahrer schafften es aber die Absperrung am Eingang zu überwinden. Was jetzt kam war lebensgefährlich. Die Polizei knüppelte auf alles drauf was sich am Eingang befand und sprühte wahllos mit Pfefferspray um sich. Von hinten drückte die Masse und vorne wurden Leute gequetscht. Schaute man den jungen Polizisten in die Augen (mehr sah man auch nicht wegen dem Socken aufm Kopf), war teilweise Panik erkennbar. Wer zum Geier befiehlt so einen Einsatz? Frauen und Kinder wurden genauso behandelt wie der vermeintliche „Gewalttäter Sport“ – immer drauf mit dem Knüppel und Pfefferspray in die Fresse.
Als man endlich drin war kesselten Polizisten eine Gruppe ein. Hinter ihnen der Zaun, davor vogelwilde Beamte die dermaßen unter Adrenalin standen, dass nicht klar war, was als nächstes passieren würde. Die Gruppe KSC Fans hob sogar die Hände um zu signalisieren, dass von ihnen keine Gefahr ausgehen würde. Zudem wurden sie am Eingang ja gerade durchgelassen. Ein älterer, nicht vermummter, Beamter rannte herbei und schrie auf seine Kollegen ein, dass sie aufhören sollte und die Leute durchlassen. Erst jetzt senkten diese den Knüppel und man hatte das Gefühl sie wären gerade in die Realität von diesem Vorgesetzten zurückgeholt worden.
Auf dem Weg zur Kartenkontrolle saßen überall am Rand Leute die mit den Folgen des Pfeffersprays zu kämpfen hatten. Aber dies waren alles keine Hools, Ultras oder auch nur annähernd gewaltbereite Leute. Da saßen Frauen und Jugendliche und wussten wahrscheinlich gar nicht was ihnen hier gerade passiert war. Die erstgenannten waren ja eh schon mit der ersten „Kleingruppe“ ins Stadion gelangt.
Die Waldhof Ordner winkten uns dann teilweise einfach durch. Sie schüttelten nur den Kopf und gaben dem einen oder anderen noch ein „die spinnen doch“ mit auf den Weg.

Jetzt konnte es endlich losgehen. Beide Seiten hatten Choreos vorbereitet, es knisterte vor Spannung in der Luft. Beim Einmarsch der Teams präsentierten beide Szenen ihr Material und es war äußerst gelungen.
Bilder von der KSC-Choreo gibt es hier: http://ultra1894.de/bilder/ – „Diese Farben, dieser Verein, werden euch immer überlegen sein“ war unser Motto.
Die Waldhöfer präsentierten sich als Underdog und bissige Hunde, umrahmt von fettem Rauch. Kompliment, sah gut aus!

P1050911(1)P1050916(1)P1050921(1)P1050932(1)P1050934(1)P1050936(1)

Akkustisch ging es dann auf beiden Seiten rund. Das war Derby pur! So viel Rivalität lässt sich nicht künstlich erzeugen, das muss wachsen und zwischen dem Waldhof und dem KSC ist sie über die Jahre richtig gewachsen. Das war Fußball pur mit allen Emotionen. Weit weg vom sog. „modernen Fußball“, weg von den „Klatschpappen Fans“ mancher Bundesligisten. Wer hier und heute unter den knapp 15.000 Zuschauern war, der wusste warum und der wollte kein Event.
Der KSC tat sich schwer. Die Mannheimer hielten mit viel Leidenschaft dagegen und hatten auch die größeren Chancen. Nicht auszudenken wenn der SVW in Führung gegangen wäre und die Möglichkeit dazu war da.
Gerade zum richtigen Zeitpunkt gingen wir dann in Führung. Ohrenbetäubender Jubel brach los auf unserer Seite. Unglaublich welche Emotionen hier freigesetzt wurden.
Ich muss offen zugeben, dass ich einen Torjubel auch gerne auf Mannheimer Seite gesehen hätte, einfach um zu erleben was dort dann los gewesen wäre.
Halbzeit zwei läutetetn wir mit Pyro ein und Mannheim zeigte noch das eine oder andere Spruchband. Akkustisch brach der Waldhof dann leider etwas ein, was sicherlich auch mit dem 0:2 zusammen hing, welches wir wieder zum psychologisch sogenannten günstigen Moment erzielten.
Die zweite Hälfte ging nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen klar an den KSC.

Wir feeirten unsere siegreiche Mannschaft schön ab und machten uns dann wieder auf den zweistündigen Fußmarsch gen Bahnhof. Die Mannheimer versuchten immer wieder an den Tross heran zu kommen. Die Polizei musste hier echt ran umd ies zu verhindern. Waldhof & Friends ließ sich nicht so leicht durch Knüppel beeindrucken und startete immer wieder Angriffe.
Ein wahrer oldschool Fußballnachmittag endete dann mit ein paar Bier in einer Kneipe und zumindest ich ließ den Tag für mich eher ruhig Revue passieren. Was ich an diesem Tag erlebt hatte, erleben andere Leute in ihrem ganzen Leben nicht. Super Ding!
Ich hoffe darauf, dass der Waldhof den Sprung in den Profifußball wieder schafft. Solche Derbys machen den Fußball aus!

MaD

P1050946(1)

1312

What A Mess!

Anhang 4Anhang 5Anhang 6

Portus im Sturm

Gehobene Abendunterhaltung im Bottich

Im November 2012 als letztes Konzert im Bottich zu Pforzheim angekündigt war es gestern dann schliesslich das vorletzte. Nächsten Samstag spielen noch Tieflader und dann macht der Bottich bzw. Subkultura als Veranstalter dicht. Für manchen Pforzheimer wäre es auch das Allerletzte gewesen, hätte er sich gestern Abend zufällig in den Keller unterm Rathaus verirrt.

Nach einem Zwischenstopp im neuen Biergarten vor dem Sägewerk ging es die paar Meter zum Konzert um ja nicht die erste Band des Abends zu verpassen. Die Fürtter Prolls, an diesem Abend eigentlich die wahren Lokalmatadore. Und sie hatten sich wieder so einiges einfallen lassen. Wer sich fragte was die Kloschüssel auf der Bühne zu suchen hatte und schon Bedenken hochkamen was da wohl geboten wird, den konnte man beruhigen. So sieht eben mit einer Verlängerung aus Rohren das moderne Oi-Alphorn aus und die Töne hören sich dann doch etwas besser an als so manch andere.
Dass sich ein gewisser haariger Mensch auf der Bühne dann doch immer wieder nackig machen muss ist man ja fast schon gewohnt. Auch bei den Fürtter Prolls ließ er es sich nicht nehmen – oh diese Bilder in meinem Kopf……!!!

P1060301(1)P1060304(1)P1060302(1)

Ferdich ab freuten sich schon Monate auf diesen Gig. Joker dem alten Schalker schien an diesem Tag als ehemaligem Spielführer von Nöttingen eh die Sonne aus dem Allerwertesten. Just kurz vor 18.30 Uhr zog Schalke den Oberligisten Nöttingen als Los in der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Aller Wahrscheinlichkeit nach könnte auch der Karlsruher Wildpark Austragungsstätte dieses Spiels werden. Da könnte man ja hinterher in KA etwas gemeinsam mit den Typen aus Mühlheim an der Ruhr starten. Warten wir das mal ab.
Von so einem Abend erwartet man sich als Band und Besucher immer etwas besonderes. Ob dies immer so klappt ist dann fraglich. Gewohnt gut spielten Ferdich ab ihre Lieder, aber so richtig knallte es halt nicht. Dem durchschnittlichen Ferdich ab Fan war der Bottich und die Bühne wohl zu groß. Die meisten hielten sich schwer im Hintergrund, zwar textsicher aber an tanzen war kaum zu denken. So richtig Stimmung war leider nicht, dabei wäre genug dörfliches Ferdich ab Potential am Start gewesen, aber dann traut man sich halt nicht so ganz wenn man die Gegend nicht so kennt…..!

P1060307(1)P1060310(1)Anhang 3

Onkel Micha lässt hier ausrichten, dass er sich eigentlich wie Bolle auf Ferdich ab gefreut hatte und ob der Nichtstimmung unter der Anhängerschaft etwas enttäuscht war. Trotzdem feierte er für sich jedes Lied, es war ja auch nach 15 Jahren wieder das erste mal, dass er die Combo live erlebte.
Video auch dementsprechend nur halb gut – Bild etwas verpixelt, Ton 1A:

Ob die Gegend bekannt ist oder nicht juckte dann aber keinen mehr als Die Lokalmatadore die Bühne betraten. Kaum zu beschreiben was dann passierte. Ein Chor mit über 150 Mitgliedern (….Mädchen waren auch darunter….haha) stimmte Lieder über dickte Titten und andere Körperteile im Intimbereich an, die Band fungierte praktisch nur als Dirigent und ließ die Seiten umblättern. Eine wogende und gröhlende Masse schob sich im Bottich vor und zurück, T-Shirts wurden ausgezogen, Bier übereinander geschüttet und viel Körperkontakt gesucht. König Alkohol wurde in verschiendensten Formen und Härtegraden besungen und auch live genügend (hoffe nur) oral zu sich genommen.
Eine Band die aber auch praktisch nur Hits hat, muss man eben auch gebührend abfeiern. Mit dem Steigerlied gings los mit dem Spruch „Schicht ist“ endeten 1 1/2 Stunden gehobene Abendunterhaltung Marke Mühlheim an der Ruhr.

P1060319(1)P1060313(1)P1060321(1)

Und hier noch ein schönes „Vorher – Nachher“ Bild:

Anhang 1Anhang 2
Auch bezeichnend, dass der „Aufkleberkleber“ das Ding direkt auf die Klospülung gemacht hat.

Für euch im Smoking in der Oper war

MaD

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑