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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Keine Kurve die gewinnen will….

Als unser Capo beim Spiel unseres Karlsruher Sport-Club gegen Union Berlin in die Kurve schaute und in seiner ihm eigenen Art seiner Beobachtung „Dies ist keine Kurve die gewinnen will“ Ausdruck verlieh, musste ich ihm zustimmen. 

Zu leise, zu wenig Leidenschaft, zu wenig Aggressivität, zu wenig von allem was eine Kurve ausmacht die unbedingt gewinnen will.

Nur nach dem Anschlusstor zum 1:2 (Stoppelkamp, Elfmeter) war zu spüren was alles möglich ist, wenn die Gegengerade Karlsruhe sich lautstark zu Wort meldet. 

Natürlich muss der Funke vom Feld auch mal auf die Ränge überspringen. Dies passierte in der bisherigen Saison viel zu wenig. Die unsäglichen Auftritte unseres KSC in der Hinrunde trugen nicht dazu bei die Stimmung zu heben. 

Ultra-Kurven wird oft nachgesagt, sie würden vollkommen unabhängig vom Spielverlauf supporten und sich selbst feiern. Wenn dem so ist sollte unsere Kurve wieder damit beginnen sich selbst zu feiern und völlig unabhängig von dem Geschehen auf dem Rasen leidenschaftlich Gas zu geben. Es wäre ein Anfang um wieder Schwung in den Laden zu bekommen und eigentlich wird es von uns ja in dem Stil eh erwartet. 

So übel war es übrigens gar nicht was sich auf dem Rasen abspielte. Unsere Mannschaft kämpfte und es war zu spüren dass sie unbedingt wollte. Das Spielglück war uns aber nicht hold, so bekamen wir einen frühen Elfmeter (4.Minute) gegen uns und das 0:2 besorgte Kinsombi ins eigene Tor. 

Unsere Schüsse landeten entweder am Aluminium oder knapp neben dem Tor der Unioner. Zudem verloren wir zu viele Bälle leichtfertig bzw. bekamen den so wichtigen zweiten Ball nach Standards nicht unter Kontrolle. 

Union war kompakt, spielte aber nicht so auf als dass sie nicht schlagbar gewesen wären. Genau dies macht mich fertig, denn schon wieder ging ein Spiel verloren, welches man nie hätte verlieren müssen. Wo und gegen welches Team wollen wir die nötigen Punkte holen, wenn wir solche Spiele wie am Sonntag schon abgeben?

In die Aufstellung sollte man ja keinem Trainer rein reden, aber nichts reizt als Fan mehr als sich genau damit zu beschäftigen. Ich verstehe nicht, wieso bis auf Meffert und Mugosa die gleichen Spieler aufliefen, welche schon die Vorrunde in den Sand gesetzt haben?

Warum spielte Reese nicht von Beginn an oder mal Marvin Melhem (wurde in der 36.Minute für den verletzten Valentini eingewechselt)? Überzeugt Hoffer unter der Woche so sehr, dass er es immer wieder in die Startelf schafft?

Nun gilt es am Rosenmontag auf St. Pauli zu bestehen. Vier Teams mit je 18 Punkten finden sich auf den letzten Plätzen der Tabelle wieder. Darunter neben dem KSC, Aue und Bielefeld auch der FC St. Pauli. Es geht somit um sehr vieles in diesem Match. Den Spielern und dem Trainer ist es bewusst. Weiß es auch die Kurve? Will die Kurve in diesem Spiel gewinnen?

MaD 

Song der Woche: The Dillinger Escape Plan – Milk Lizard

Home: http://www.dillingerescapeplan.org/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Dillinger_Escape_Plan?wprov=sfsi1

Song der Woche: Comeback Kid – Didn’t Even Mind

Homepage: http://comeback-kid.com/site/index.html

Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Comeback_Kid

Facebook: https://www.facebook.com/Comeback.Kid/

See you in Karlsruhe tonight!

Song der Woche: Smile And Burn – Nightcaps

Homepage: http://www.smileandburn.com/

Facebook: http://www.facebook.com/smileandburn

Wir sehen uns auf dem Happiness Festival im Sommer. 

Kempinho und das vollkommene Chaos

Welch denkwürdiges Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag feierten wir die wunderbare 40 Jahre andauernde Freundschaft mit den Anhängern von Hertha BSC im ausverkauften NCO Club in Karlsruhe. Stunden später entstieg Kempinho im Wildparkstadion wie ein Phönix aus dem bisherigen Chaos dieser Saison. 

Gefühlt spielten gerade noch The Offenders und feierten zu Dance- und Partymucke die bunte Mischung aus Karlsruher und Berliner Fans, samt Freunden aus Graz und Strasbourg, da war es schon wieder Mittag und der KSC trat zum ersten Rückrundenspiel an. 

Die Berliner waren zu ihrem Auswärtsspiel in Freiburg längst aufgebrochen, da nahm die Chaos-Choreo über die gesamte Gegengerade im Wildpark seinen Lauf. Untermalt von dem auf unseren Verein bezogenen schönen Satz „Auch ein perfektes Chaos ist etwas Vollkommenes“! 

Das erste Spiel unter unserem neuen Trainer Mirko Slomka ging gleich gegen eine direkte Konkurrentin im Abstiegskampf. Die punktgleiche Arminia aus Bielefeld war zu Gast und brachte sicherlich ca. 500 Anhänger mit. Die meisten versammelten sich mittig hinter der Local Crew Fahne, standen kompakt und machten einen ordentlichen Support. Der Gästeblock war mit altbekannten Bannern gut geschmückt. 

Das Zuschauerinteresse hätte aufgrund der Brisanz des Spiels größer sein müssen, aber so ist es eben in Karlsruhe. Sobald schlechter Fußball geboten wird, sind die Leute weg. Da wird schnell vergessen, dass vier (!!!!) sehr gute Spielzeiten mit den Platzierungen 1,5,3 und 7 gerade hinter uns liegen. Im Gedächtnis von so manchem Fan ist dies wohl schon Dekaden her. 

Was geschah in Halbzeit eins? Wir sahen das selbe Gestolpert wie unter Oral. Mutlos, kraftlos und mehr Bolzen als gepflegter Fußball. Die Arminia hätte schon nach zwei gespielten Minuten führen müssen, doch Schütz donnerte den Ball aus 16m nur an den Pfosten. Klos hatte zuvor den Ball im Strafraum seelenruhig zurück legen können. 

In die Pause ging wohl kein KSC Fan mit einem guten Gefühl. Wie um alles in der Welt wollte unsere Truppe hier ein Tor erzielen? Was direkt nach Wiederbeginn geschah, bestätigte alle Befürchtungen. Unser ehemaliges Mittelfeld-Ass Reinhold Yabo spielte seine ganze Stärke aus und bediente Fabian Klos, der zum 0:1 einschob. 

Ernüchterung machte sich breit im weiten Rund und keiner rechnete damit was nun geschah. Die Spieler nahmen ihre elf blau-weißen Herz in beide Hände und spielten ihre beste Halbzeit der Saison. Sie kämpften um jeden Meter und um jeden Ball. Slomka stellte die Taktik etwas um und wir agierten nun aus einem kompakten Mittelfeld heraus in dem Yamada den Ton angab. Eine Ecke führte dann zum Ausgleich. Figueras setzte sich gegen Klos durch und der Ball senkte sich ins Bielefelder Netz. 

Keine Atempause gönnte unsere Mannschaft nun den Armininen. Der Wildpark war schon etwas aus dem Dämmerschlaf erwacht, aber Dennis „Kempinho“ Kempe unser Linker-Verteidiger weckte ihn nun komplett auf. Ob er selbst wusste was er da tat und wo eigentlich der Ball war?

Er fing den Befreiungsschlag der Bielefelder in deren Hälfte ab, umkurvte Yabo und drehte sich in den Bielefelder Verteidiger am 16er hinein, wobei er den Ball zweimal mit der Sohle mitnahm um ihn dann über Hesl hinweg zum 2:1 aus halblinker Position ins Glück zu schießen. Das Wildparkstadion befand sich irgendwo zwischen „Habe ich dies gerade geträumt“ und purer Ekstase. Es war einer dieser Momente, die man nie vergisst. 

Der KSC wäre aber nicht der Chaosclub der er nun mal ist, wenn er sich nicht zwei Minuten später den Ausgleich fangen würde. Eine Freistissflanke aufs lanke Eck segelte an allen vorbei und es stand 2:2.

Wunder Nummer zwei sollte nun folgen, denn wir kamen abermals zurück. Dieses Mal durch unseren quirligen Stürmer Jimmy Hoffer, der zwar stets ackert sich bisher aber auch nicht als Tormaschine entpuppte. Einen abgewehrten Eckball nahm er an der Strafraumgrenze auf und drosch das Leder aufs Tor. Trotz Vollversammlung vor dem Bielefelder Tor fand der Ball den Weg Richtung Gehäuse. Hesl war noch dran, bugsierte ihn aber geschickt an dem auf der Linie stehenden Fabian Klos vorbei ins Tor. 

Dass wir dieses Spiel mit 3:2 gewannen, verdanken wir Sekunden vor dem Schlusspfiff Kinsombi. Unser junger Verteidiger setzte im eigenen 16er zu einer waghalsigen Rettungstat an und bekam gerade noch den Fuß vor Klos an den Ball, der ansonsten völlig frei vor Vollath gestanden wäre. Chapeau für diese Flugeinlage! 

Am Ende standen drei Punkte und drei geschossene Tore auf der Habenseite an diesem 29.01.2017 vor ca. 13.500 Zuschauern und irgendwie keimt nach dieser zweiten Halbzeit etwas Hoffnung auf besseren Fußball unserer Truppe unter Mirko Slomka. 

Abstieg ist jedenfalls keine Option!

Mit Fabian Reese (Schalke), Stefan Musoga (1860 München), Benedikt Gimber (Hoffenheim) und unserem Heimkehrer Jonas Meffert (SC Freiburg) verstärkten wir unseren Kader auf Leihbasis für den Abstiegskampf. Zuvor verpflichteten wir schon Oskar Zawada vom VFL Wolfsburg. 

Auf gehts KSC – 16x gilt es nun diese zweite Halbzeit zu bestätigen für unseren Chaosverein. 

MaD

Song der Woche: The Offenders – Hooligan Reggae

Homepage: http://www.theoffenders.eu/

Facebook: https://www.facebook.com/theoffendersofficial/

Doofgesagte Leben Länger….

Der Bucklige und Betzy sind zurück in den Clubs unseres Landes. Micro und Olli lassen sie als Abstürzende Brieftauben wieder lebendig werden und es wirkt so als wären sie nie weg gewesen und wir alle immer noch 16.

Am Freitag, den 20.01.2017 gastierten die Tauben aus Hannover mit ihrer „Doofgesagte Leben Länger“ Tour in Karlsruhe und sorgten in der Alten Hackerei für ein ausverkauftes Haus.

Die dritte Woche Dauerfrost am Stück sorgte dafür, dass schon weit vor Konzertbeginn alle dicht gedrängt vor der Bühne standen. Es wurde gelacht und getrunken. Diese Kombination ließ auf einen ausgelassenen Abend hoffen. (Ja ja ich weiß, es braucht keinen Alkohol um lustig zu sein….*g).

Da die Abstürzenden Brieftauben so eine arme Band sind und sich keinen richtigen Support Act leisten können, übernahm dies Schlagzeuger Olli. Er ist unter seinem Künstlernamen Jonny „Bocke“ Bockmist auch schon länger Solo unterwegs und sorgte an diesem Abend in der Hackerei für prächtige Stimmung. Ausgerüstet mit einer „Klampfe“ und viel Wortwitz langweilte er nicht nur die anwesenden Tauben Fans der ersten Stunde (= alte Leute Ü40) sondern auch den Brieftauben Nachwuchs. Er wurde leider zu leise ausgebuht! 😜😎

Als Micro und Olli mit „Das Grauen Teil Drei“ ihr Set eröffneten, sortierte sich das Publikum direkt vor der Bühne neu. Band und Fans waren ohne Berührungsängste sofort auf Betriebstemperatur.

Was dann folgte war ein Hit-Gewitter aus sehr alten und ganz neuen Songs. Ob „Pieke Punk“, „Frauke Halt´s Maul“ oder „Die Blumen Sind Für Sie Herr Polizist“ sie wurden genau so stürmisch gefeiert wie „Was Ich Nicht Mag“, „Hör Doch Bitte Wieder Auf“ und „Du Brauchst Es“.

Ein Chor aus knapp 200 Kehlen unterstütze die beiden Tauben nach Kräften und vorne wurde die Luft langsam dünner, denn die pogende Meute wurde nicht müde und ich selbst trug die Erinnerung an den Abend noch ein paar Tage mit mir rum. Am Samstag Morgen nach dem aufwachen wusste ich nicht ob mir die Rippen mehr weh tun als der linke Arm. Dem Schmerz folgte aber sogleich die lächelnde Erinnerung an einen glorreichen Abend, der als erste Zugabe „Das Grauen Kehrt Zurück“ bereit hielt und mit Rempeltanz bis in die letzte Reihe ausklang.

Für mich persönlich hielt der Abend noch eine Überraschung parat. Ein alter und sehr geschätzter ehemaliger Schulkollege tauchte überraschend in der Hackerei auf. Wir hatten uns über 20 Jahre nicht gesehen. Was ein Fest, vor allem als er mir eröffnete, dass er durch mich damals zu den Abstürzenden Brieftauben gekommen ist. Thorsten B. es war mir eine Freude!

MaD

 

As Cold As Winter oder schlicht Kaltenbronn

Welch herrlicher Winter dies doch ist. Seit Tagen Dauerfrost und im Schwarzwald wartet Winterwunderland auf alle die darauf Lust haben. 

So machte ich mich Sonntag früh auf um nach Kaltenbronn zu fahren. Dort sein bevor Max Mustermann ausgeschlafen hat um in aller Ruhe die Wanderwege im Schnee zu genießen. 

Es herrschte eine Stille auf dem Weg zur Teufelsmühle, die man hören konnte. Keine Menschenseele weit und breit morgens um 10 Uhr bei Minus 7,5 Grad. 

Die Sonne schickte sich an diesen Tag zu einem unvergesslichen zu machen und zauberte Farben und viel Glitzer in die Winterlandschaft. 

Nach knapp 12km Fußmarsch und Rast auf einer sonnigen Bank, ging es zurück nach Kaltenbronn um in der Skihütte noch Hefeweizen und Pommes zu mir zu nehmen. 

Hier einige Eindrücke, denn Bilder sagen so viel mehr als diese wenigen Worte:


MaD 

Song der Woche: The Sensitives – Kick A Hole In The Sky

Homepage: http://thesensitives.net/

Facebook: http://www.facebook.com/thesensitives

Live: 
The Sensitives & Old Man Coyote (Rockstüble Pforzheim, 06.10.2013) – Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

https://onkelmad.org/2013/10/11/the-sensitives-old-coyote-rockstueble-pforzheim-06-10-16546204/

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