Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Kategorie

Fußball

Brief an den KSC

Gastbeitrag von ProKSC

Lieber KSC,

seit nun über 1,5 Jahren gibt es die Faninitiative PROKSC. Wir haben Dir in dieser Zeit knapp 20.000€ zukommen lassen und gleichzeitig vielen Kindern und sozialen Einrichtungen ermöglicht, ein Spiel von Dir, unserem geliebten Verein, zu sehen. Die Leute, die sich bei PROKSC beteiligt haben, kommen aus allen Fanlagern. Egal ob Steh oder Sitzplatz, alt oder jung, jeder konnte seinen Teil dazu beitragen.

Viele haben das auch getan, egal ob Sie eines der fast 3000 PROKSC-Shirts oder eines der 1000 Solidaritätsbändchen gekauft haben. Auch das Elferturnier mit über 30 Mannschaften hat gezeigt, dass noch viele Leute zu Dir stehen.

Wir als PROKSC stellen nun die Frage an Dich, lieber KSC, warum nimmst Du uns und unsere Hilfe nur so selten an. Manchmal haben wir sogar das Gefühl, Du willst uns gar nicht. Wir haben am Anfang echt gut zusammen gearbeitet, leider hat das in den letzten Monaten echt nachgelassen.

Am Anfang der Saison haben wir Dir zusammen mit den Supporters und den Ultras das Motto „Liebe kennt keine Liga“ vorgestellt. Wir hatten die Idee ein Shirt zu verkaufen. Du fandest das Motto auch toll, hast aber lieber an der „Ehrensache“-Kampagne festgehalten und gesagt, dass die Leute und Sponsoren total von der „Ehrensache“ überzeugt sind. Jetzt haben wir 1500 T-Shirts mit dem Motto „Liebe kennt keine Liga“ verkauft und finden dass die Fans und vielleicht sogar die Sponsoren „Liebe kennt keine Liga“ doch etwas toller gefunden hätten. Jetzt wollen die Leute im Fan-Shop das T-Shirt kaufen, aber Du hast keine. Schon traurig – diese Finanzspritze hätte Dir doch sicher gut getan oder? Hat Dir die „Ehrensache“ denn auch schon Geld eingebracht?

Jetzt kannst Du ja sagen, dann gebt uns doch einfach das Geld, was ihr eingenommen habt und dann haben wir auch was davon oder? Eigentlich hast Du ja recht. Aber so ganz einfach ist das ja mit Dir auch nicht. Mitte Juli haben wir Dir geschrieben, dass wir Dir gerne 2000€ überweisen würden, um die Jugend zu unterstützen. Klar 2000€ ist vielleicht für Dich nicht soviel, lieber KSC, aber wir finden schon, dass es eine Menge Geld ist und der Jugend und den anderen Abteilungen bestimmt gut tun würde. Dass Du uns aber drei Wochen warten lässt, bis wir eine Bankverbindung bekommen, um das Geld zu überweisen und wir nun immer noch nicht wissen, wer das Geld eigentlich bekommt bzw. was Du dafür kaufst, finden wir schon traurig. Auch dass Du uns bis heute noch nicht mal Danke gesagt hast, lässt uns weiter glauben, dass Du uns einfach nicht magst. Wir hoffen nur, dass Du mit Deinen Sponsoren nicht auch so umgehst.

Wir wollen Dir auch gar nichts böses mit diesem Text, sondern einfach nur sichergehen, ob Du denn das gleiche für uns fühlst. Denn für uns bist Du das Größte! Falls Du uns doch magst und wir vielleicht doch mal wieder was zusammen machen wollen, Du weißt, wo Du uns findest.

Dein PROKSC

Karlsruhe – wir sind Pokal

Es war wie eine Befreiung. Nicht nur von der Mannschaft, sondern vor allem von den Fans fiel mit dem Abpfiff eine große Last ab.
So viele lachende Gesichter habe ich seit vielen Jahren im Wildpark nicht mehr gesehen.
Es war mal wieder Zeit für einen dieser großen Momente im Fußball. Zeit für eines dieser Spiele, welches man nicht mehr vergisst.
Zeit für ein Spiel, welches an die Tür zur Top10 meiner besten Spiele im Wildpark ever anklopft. Diese Top10 ist natürlich immer subjektiv und es gilt die Lage des Vereins, die Dramaturgie der Begegnung, die Stimmung und Sieg oder Niederlage zu berücksichtigen.
Unter diesen Top10 sind einige unserer Europapokalspiele (Valencia, AS Rom, Bordeaux, Boavista Porto), die Siege gegen den VFB Stuttgart seit 1992, 4:2 und 2:2 gegen Bayern München, unser 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokalhalbfinale, das 1:0 im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV vor 12 Jahren als wir schon mal drittklassig waren, ein unvergessliches 4:4 gegen Hansa Rostock und natürlich auch das eine oder andere Endspiel um den Klassenerhalt.
Dieser Sieg drängt ganz stark in die Wertung!

Der Wildpark hatte sich dieses 4:2 einfach verdient. So viele Jahre darben wir schon dahin mit mittelmässigem bis schlechtem und absolut erfolglosem Fußball. Schon bei den beiden Treffern zum 1:1 und 2:2 war der unbändige Siegeswillen auf den Rängen spürbar, aber beim 3:2 durch unseren Martin Stoll explodierte nicht nur unser Block. Überall sprangen die Menschen auf vor Freude und jubelten lautstark. Aber es war mehr als nur freudiger Jubel, es war fast trotzig. Wir sind immer noch da, trotzen dem ganzen Mist der letzten Jahre und heute ist unser Tag. Das 4:2 wurde dann fast schon hysterisch gefeiert – warum küsst uns das Glück immer gleich so derbe, nach dem es uns so lange verlassen hatte?!

Danke an unsere Mannschaft, die bei diesem Spiel zum ersten Mal als solche aufgetreten ist, für ihr sagenhaftes Spiel.
Kampf, Einsatz, Wille haben absolut gestimmt. Aber auch hier war endlich mal mehr als diese Tugenden zu sehen. Es wurde Fußball gespielt. Schnell, trickreich und mit Raffinesse.
Einer der Gründe warum ich zum Fußball gehe ist doch auch, dass ich Spieler sehen möchte welche diesen Sport besser ausüben als ich. Die letzten Jahre hatte ich immer das Gefühl, dass ich da auch mitkicken könnte. Am Sonntag wäre ich absolut fehl am Platz gewesen und das ist gut so!
Wir erlebten an diesem Sonntag bei tropischen Temperaturen hoffentlich den Startschuß für Selcuk Alibaz in eine tolle Saison und den Auftakt zu einer Aufholjagd in Liga3!

Und falls die Stadt Karlsruhe der Posse um einen Mottospruch endlich ein Ende machen möchte. Hier ist die Lösung:
Karlsruhe – wir sind Pokal!

(Noch kurz etwas zur Anstoßzeit: Es ist unmenschlich vom Deutschen Fußball Bund die Anstoßzeit bei 14.30 Uhr zu belassen, wenn klar ist welche Temperaturen herrschen werden. Auf dem Rasen sollen es wohl 45 Grad gewesen sein, auf den Rängen nicht viel weniger!
Man hätte einfach die Hälfte der Spiele um 18 Uhr und die andere um 20.30 Uhr beginnen lassen können. Das wäre allen vermittelbar gewesen. Da es aber nur um den Profit, die Fernsehverträge (…hauptsache die Leute sitzen den kompletten Tag vor der Glotze…) und den Kommerz geht, setzt der DFB lieber Menschenleben aufs Spiel! Gratulation an die alten Herren in Frankfurt – wieder mal wurde bewiesen welch Geistes Kind sie sind. Das nächste Mal machen wir ein Einlagespiel des DFB-Präsidiums gegen eine Fanauswahl. 12 Uhr bei 45 Grad auf dem Rasen – bin auf die Ausreden gespannt.) 

Immer noch sehr zufrieden ist euer
OnkelMad

P.S. Grüße an alle Hamburger und Karlsruher die im Kaisergarten dabei waren!

P1050181(1)P1050193(1)

Öffentliche Demütigung erster Klasse anno 2012

Als Demütigung bezeichnet man eine Handlung, welche den Anderen in seiner Würde verletzt.  Eine beschämende oder verächtliche Behandlung, oft auch öffentlich.

Ohne nun schaurige Geschichten aus dem Mittelalter aufzuwärmen, wo man Menschen auf Marktplätzen öffentlich zur Schau stellte, kann man doch ohne weiteres sagen, dass wir als KSC Fans gestern öffentlich gedemütigt wurden.

Öffentlich schon alleine deshalb, weil knapp 20.000 Besucher ins Neckarstadion kamen um das Drittligaspiel zwischen den Amateuren (sind sie ja eigentlich gar nicht) des VFB Stuttgart und der ersten Mannschaft des Karlsruher SC zu sehen.

Diese Konstellation alleine zeigt, dass hier viel Spielraum für eine Demütigung war, wenn man als KSC dieses Spiel verliert.
Es ging natürlich verloren und dies auf eine Art und Weise, welche uns echt beschämt.

Wir wurden nicht von einer heißen Truppe des VFB gedemütigt, die um jeden Meter Boden kämpfte, schnell nach vorne spielte und wirklich guten Fußball bot.
Uns, die wir mit viel Hoffnung in den Talkessel gefahren waren, demütigte unsere eigene Mannschaft.

Diese lustlose, langsame und überaus unfähige Truppe gab 4.000 Fans des Karlsruher Sportclub öffentlich der Lächerlichkeit preis.

Nicht nur, dass die Sache nach 3 Minuten eigentlich schon gelaufen war, sondern auch die Tatsache dass wir es in Halbzeit zwei nicht schafften drei hundertprozentige Chancen zu verwerten und vielleicht mit Glück noch einen Punkt mitzunehmen, ist depremierend.

Da machen wir denen auch noch den „Gomez“ und schießen den Ball aus 2m Entfernung 10m übers Tor. Unfassbar!

Das Tor zum 2:0 offenbarte die ganze Dummheit unserer Mannschaft. Da wird aus einer Standardsituation vor dem Stuttgarter Strafraum für uns ein Gegentreffer. Dabei lassen wir den Torschützen übers ganze Feld laufen und mit Ankündigung den Ball im langen Eck versenken. Und unser Torwart hält einfach gar nichts – saisonübergreifend zuverlässig.

Ich bleibe dabei, dass „Geduld und Spucke“ weiterhin gefragt sind und wir jetzt nicht alles in Frage stellen dürfen, ABER dieser Samstag Nachmittag hat bei mir einiges verändert was die Einstellung zu dieser Mannschaft und die Lust auf Fußball in Blau-Weiß betrifft.
Zu viel wurde uns allen in den letzten Jahren zugemutet. Zu viele unfähige Funktionäre, zu viele leidenschafts- und einfallslose, dafür aber arrogante hauptamtlich Beschäftigte bei unserem Verein, zu viele schlechte Spieler, zu viele sportliche Mißerfolge, zu viele Abstiege, zu viele Stadiondebatten ohne Ergebnis, zu viele Spiele ohne Alkoholausschank, zu viele……!!!

War Kauczinski, Kreuzer und Co. nicht klar, was da gestern auf dem Spiel stand? War diese Mannschaft nicht richtig eingestellt oder wie ist es zu erklären, dass man sich so hat vorführen lassen wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz?
Fehlte nur noch, dass sie sich auch noch mit altem Obst und Gemüse bewerfen lassen beim nächsten Mal.

Da bietet man auf den Rängen alles auf was möglich ist, liefert sich mit einem vollbesetzten Block der Heimmanschaft vor dem Spiel ein nettes oldschool Gesangsduell und wird dann schmählich im Stich gelassen.

Das einzig Positive ist, dass wir für die Schwaben immer noch der Derbygegner Nummer 1 sind. Egal in welcher Liga wir spielen. Die boten auch alles auf, machten Stimmung als gäbe es dieses Jahr keine Bundesligasaison und feierten den Sieg wie eine Meisterschaft.

Ich freue mich auf das „Geisterspiel“ am Mittwoch gegen Osnabrück, dann muss ich unsere Mannschaft nicht sehen und kann mit Gleichgesinnten auf dem Adenauerring einen schönen Abend verbringen.

Für euch ließ sich öffentlich demütigen
OnkelMad

P1050083(1)P1050095(1)P1050091(1)

KSC – Geduld und Spucke sind gefragt

KSC – sicher hat man mehr erwartet. An diesen beiden Spielen sehen wir, wie nahe 6 Punkte und Fundamentalkritik beieinander liegen.
Hätte „Orle“ in Heidenheim beim 1:2 nicht ausgesehen wie Pu der Bär und wäre der Kopfball von Mauersberger nicht gegen die Latte, sondern ins Tor, dann hätten wir jetzt 6 Punkte.
Hätten wir besser gespielt? Nein!
Aber alle würden sagen: Guter Start, 6 Punkte ohne zu glänzen, spielerisch ist noch Luft nach oben, aber die Truppe ist abgezockt.

Diese Saison wird knüppelhart und brutal lange. Wir werden, da bin ich mir sicher, nach 10 Spielen im oberen Drittel dabei sein. Es wird auch mal 3-4 Siege am Stück geben. Geben wir der Mannschaft Zeit. Wir sind fast auf jeder Position doppelt besetzt, andere Teams in dieser Liga haben diesen „zweiten Anzug“ nicht. Diesen braucht man aber, wenn man im letzten Drittel der Saison weiter oben mitspielen möchte und wir haben ihn.

Sicherlich geht nach vorne zu wenig, aus demMittelfeld kommt fast nichts, aber unsere Defensive steht. Es wir für sdie meisten Mannschaften unmöglich sein ein Tor gegen uns zu erzielen. Das wird unser großes Plus.

Geben wir jetzt bitte der Mannschaft die nötige Zeit, haben wir Geduld und unterstützen wir sie weiterhin. Unruhe zum jetzigen Zeitpunkt braucht keiner, deutliche Worte alleridngs, wie sie Oliver Kreuzer in der BNN fand, durchaus. Die Mannschaft muss mehr bringen und dies weiß sie auch. Es sind gute Typen!

Denkt dran: „Liebe kennt keine Liga“ – dies zählt 38 Spieltage!

Immer weiter KSC!

OnkelMad

Die Angst des Schützen……

Diese war bei dem einen oder anderen wirklich groß als man beim Elfmeterturnier der Faninitiative ProKSC antrat um so viele Elfmeter als möglich zu versenken.
Das Tor wirkt riesig wird aber ganz klein wenn da ein Torhüter steht, der auch mal den einen oder anderen platzierten Ball hält.

Knapp 40 Mannschaften waren in 4 Gruppen angetreten um einen Sieger des 1.Elfmeterturniers von ProKSC im Wildpark auf Platz 3 zu ermitteln.

Eine Woche ist es nun her und in der Rückschau war es eine gelungene Veranstaltung. Vor allem die große Resonanz an Leuten, die nicht zum harten Kern der Fanszene des KSC gehören war enorm.
Selbst der Ordnungsdienst stellte zwei Teams und so wurde auch jedem klar, dass es keine Probleme zwischen den Supporters/Ultras und unseren Ordnern gibt.

Auf vier Tore wurde geschossen und so gab es immer was zu sehen, es wurde überall gefeiert und gelitten, verschossen und sicher verwandelt. Dies alles ohne Stress und die bei „normalen“ Freizeitturnieren üblichen Scharmützeln.

Der Reinerlös kommt natürlich, wie sollte es bei ProKSC auch anders sein, unserem Verein zu Gute. Hier im speziellen der Jugend und den anderen Abteilungen die in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so im Fokus stehen.

Einer Gewinner gabs auch, aber eigentlich ist dies sekundär. Wenn jemand noch weiß wie die Mannschaft hieß, dann den Namen einfach als Kommentar hier posten.

Für immer KSC!

OnkelMad

P1040748(1)P1040758(1)P1040747(1)P1040751(1)P1040747(1)

 

Liebe kennt keine Liga – Trainingsauftakt

Über 500 Menschen waren gekommen um den Trainingsauftakt des KSC für die 3.Liga Saison 2012/2013 zu sehen. Nicht mal vier Wochen nach dem bitteren Abstieg geht es schon wieder los. Traing, Testspiele, Trainingslager und das ganze Gedöns. Einige von uns sind sicherlich noch nicht mal richtig zur Ruhe gekommen.

Der Kader sieht fast komplett anders aus als letzte Saison, aber dies ist wohl nicht weiter schlimm, immerhin wind wir ja abgestiegen. Die hier gehalten wurden (Krebs, Kempe, Schiek, Orlishausen, Haas) bilden sicher ein gutes Korsett für die neue Mannschaft. Calhanoglu wird wohl auch den Verein, dafür aber wenigstens ein paar Euro in die klamme Kasse bringen. Aquarro konnte leider nicht gehalten werden, ihn hätte der KSC gerne für die Innenverteidigung weiter verpflichtet. Mit Martin Stoll kommt ein alter Bekannter wieder, den wir auch herzlich mit Handschlag begrüßten und der sich sichtlich freute wieder hier zu sein.

Wieder mal ein fast kompletter Umbruch beim KSC. Unser Trainer Kauczinski freut sich darauf „diese Mannschaft zusammenwachsen zu sehen“. Darüber würde ich mich auch freuen.

Namen wurden auch geholt. Ich sage nur Rouwen Hennings, Jan Maursberger oder Karim Benyamina. Alle schon über ein paar Jahre im Geschäft und haben auch schon in Liga 2 bewiesen, dass sie es können. Gespannt bin ich auf Soriano von Eintracht Frankfurt, der eine super Torquote in der Regionalliga hatte und auch von Alibaz verspreche ich mir einiges. Immerhin war er maßgeblich daran beteiligt, dass wir abgestiegen sind. Er hat also einiges wieder zu richten hier.

Herzlich willkommen an alle neuen Spieler, seid mit Herz und Leidenschaft dabei, dann bekommt ihr dies von uns auch zurück.

Schade, dass Groß und Terrazzino nicht zu halten waren, sie sollten eigentlich unsere Zukunft sein. Vor allem Paqual Groß sage ich eine fußballerisch große Zukunft in der Bundesliga voraus, er bringt alles mit. Euch beiden alles Gute! Froh bin ich, dass ich Timo Staffelt und auch unseren Kapitän Alexander Iashvili nicht mehr sehen muss. Wohlgemerkt, es geht hier immer nur um die Fußballer, nicht um die Menschen. Iashi hat einfach fertig, mit seiner ewigen Dreherei, seinen kläglichen Abschlüssen vor dem Tor und seinem langsamen Spiel ging er mir brutal auf den Sack. Es war aus meiner Sicht mit ein Grund unseres Niedergangs, da unser ganzes Spiel auf ihn ausgerichtet war und er es aber einfach nicht mehr leisten konnte. Er gab immer alles, (….war sogar unser bester Torschütze – was über unsere Truppe alles aussagt….) aber ein „war stets bemüht“ ist eben auch Scheiße! So gibt es nun eine Chance wieder anders zu spielen und darauf hoffe ich. Dir Iashi wünsche ich eine gute Reise nach Bochum! Take care!

Mit Kai Rabe gibts endlich auch einen neuen Torwarttrainer. Wurde auch Zeit!

Kauft euch eine Dauerkarte und unterstützt unseren KSC auch in Liga 3, denn „Liebe kennt keine Liga“!

P1040277(1)P1040286(1)P1040284(1)

Für immer KSC!

OnkelMad

Ich sehe Charalambous noch vor mir, wie er jubelnd nach dem 2:1 auf dem Zaun steht……….!!! Shit!!!!!

KSC – Liebe kennt keine Liga

 

Mein persönliches Waterloo – Der KSC steigt ab in Liga 3

Knapp eine Woche ist es nun her, dass der KSC den bitteren Gang in die dritte Liga angetreten hat. Das Heimspiel gegen Jahn Regensburg war ein Spiegelbild der kompletten ziemlich verkorksten Saison. Nicht mal verloren ging das Relegationsrückspiel, aber aufgrund der Auswärtstorregelung steigt der KSC ab. Wieder kassierten wir zwei Treffer nach Standardsituationen und wieder waren wir offensiv nicht in der Lage uns aus klarer Feldüberlegenheit zwingende Torchancen zu erarbeiten.

Ich sehe Charalambous noch vor mir, wie er jubelnd nach dem 2:1 auf dem Zaun steht, uns die Faust entgegenstreckt, alles herausschreit und mit seinen Stollen meine Fahne durchlöchert. Da dachte ich noch, dass es tatsächlich wohl wieder reichen wird die Klasse zu halten, wie schon so oft.

Was danach folgte war furchtbar. Der schnelle Ausgleich durch Laurito und danach knapp 25 Minuten hilfloses Gekicke des KSC. Keine Torchance konnten wir uns erspielen. Selbst in den letzten 4-5 Minuten als wir zwei Leute mehr auf dem Platz waren gab es keinen Funken Hoffnung in Form einer Torszene mehr. Einzig der Freistoß von Rada sorgte noch mal für etwas Gefahr vor dem Tor der Oberpfälzer.

Beim Abpfiff herrschte fassungsloses Schweigen im weiten Rund. Trauer und Entsetzen machten sich breit im Wildpark, denn dieser Schlusspfiff war für den KSC ein Pfiff mit Folgen. Abstieg, kaum noch Fernsehgeld, Leistungsträger wie Groß verlassen den Wildpark, die zweite Mannschaft muss zwangsabsteigen etc.! Die Liste wäre fast beliebig fortsetzbar. „In jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne“ heißt es in einem Gedicht, in diesem erst mal nicht. Dem Abstieg ist nichts, aber auch gar nichts positives abzugewinnen.

Ich bin immer noch leer und traurig. Denke jeden Tag an diesen Abstieg. Es ist als ob ein guter Freund weggezogen ist. Danke an Sepp, Örni und Uli, dass ihr an diesem furchtbaren Abend neben mir gestanden seid.

Dies ist mein 4.Abstieg mit dem KSC und auch mein bitterster!
 
Der erste in Liga zwei war irgendwie „eine neue Liga, ist wie ein neues Leben“. Der zweite unter Mithilfe des Totengräbers Jogi Löw stand schon Wochen vorher fest und war am letzten Spieltag mit dem Trauermarsch und der anschliessenden „Auferstehung“ in Halbzeit zwei gegen die Kickers schon verdaut.
Der dritte vor drei Jahren war vollkommen unnötig, aber irgendwie auch nach vielen verkackten Spielen nur mit einem resignierten Kopfschütteln meinerseits zu kommentieren.
Dieser hier lässt mich seit Montag kaum noch schlafen und geht mir an die Substanz – fuck!
Dabei hatte er sich lange angekündigt. Dieser Abstieg kam nicht über Nacht. Die letzten Jahre mit dem KSC waren mehr als schwierig und ich habe darüber hier schon oft geschrieben. Unser sportlicher Niedergang begann im Erfolg. Zu viele Fehler wurden in den zwei Jahren 1.Liga gemacht. Dann eine unglaubliche Farce im Umfeld um Management und Präsidium, katastrophale Mitgliederversammlungen, Kandidaten fürs Präsidentenamt die nicht mal in der C-Klasse gewählt werden würden, Trainerentscheidungen wie Rapolder die einem Tränen der Wut in die Augen treiben und sportliche Inkompetenz so weit das Auge reichte, dazu eine Spar- und Einkaufspolitik zu Beginn der Saison die dem ganzen die Krone aufsetzte.
(Hätte man das Geld, welches man im Winter ausgegeben hat im Sommer investiert hätten wir locker die Klasse gehalten – das war sehr teur bezahltes Sparen.  Eine Stadt die weiterhin zögert auf den Zug der modernen Fußballstadien aufzuspringen und eine Wirtschaft die den KSC nicht so unterstützt wie sie es könnte. Alle Beteiligten müssen sich nun im klaren werden ob man in Karlsruhe Profifußball will oder nicht. Wenn man ihn nicht will, dann nur immer weiter so. Der Klüngel in Karlsruhe kann sich diesen Abstieg auf die Fahne schreiben.
Spielern wir Groß und Terrazzino trauere ich nach, sie sollten die Zukunft des KSC sein. Einer Abwehr um Rada, Schiek und Charalambous wäre nächste Saison viel mehr zuzutrauen gewesen. Zu kurz spielten sie zusammen.
Unsere Offensive war ein Witz und deshalb möchte ich auch unseren Kapitän Iashvili nicht mehr sehen. Sein Name steht für mich für Mißerfolg.
Meine Hoffnung ruht auf unserem Trainer Kauczinski. Er scheint bei Spielern etwas bewirken zu können und der kennt den Markt im Amateurfußball. Auch bin ich froh, dass Oliver Kreuzer bleibt, denn a) drängt die Zeit, b) ist er ein erfahrener Mann und hat mit seinen Wintereinkäufen gezeigt, dass er was kann und c) ist er ein Karlsruher durch und durch.
Hoffentlich gelingt es diesen beiden eine Truppe zusammenzustellen die kämpfen kann und alle 36(!!) Spieltage für unsere Farben fightet. Alles was wir nun tun ist auf 1 Jahr ausgelegt. Wir müssen wieder hoch um nicht den Weg von Verein wie Offenbach zu gehen und in der 3.Liga sesshaft zu werden. Es ist ein Spagat, denn finanziell geht es uns nicht gut und wir wollen auch nicht versinken wie Waldhof Mannheim oder RW Essen. Ein schweres Jahr liegt vor uns allen.
Um eines klar zu sagen, es ist hier nicht der KSC oder die Mannschaft abgestiegen, sondern WIR sind abgestiegen. WIR die Mitglieder, WIR die Fans, WIR als der Verein, WIR als die Region.
Nun muss es aber weiter gehen. Ab morgen muss ein Ruck durch Karlsruhe gehen. Die Woche der Trauer ist vorbei!
„Immer weiter“ sagte schon unser Oliver Kahn und dies gilt jetzt erst recht für unseren KSC!
Ich sehe Charalambous noch vor mir, wie er jubelnd nach dem 2:1 auf dem Zaun steht……….!!!
Euer OnkelMad
P1040071(1)P1040074(1)P1040076(1)P1040077(1)P1040079(1)P1040080(1)

Groß egalisiert die Schwalbe

Nochmal mindestens 90 bange Minuten stehen allen bevor, die es mit dem KSC halten. War es gegen Frankfurt schon eines der nervenaufreibendsten Spiele die ich je erlebt habe, so waren es die Minuten in Regensburg zwischen dem irregulären 1:0 und dem Ausgleich durch Groß nicht minder.

Kurzzeitig vergrub ich wieder die Hände in meinen Hosentaschen, schaute nervös mehrmals auf die Uhr, konnte kaum noch aufs Spielfeld blicken, bis uns Pascal Groß erlöste. Was für ein Jubel im Block, welch emotionale Befreiung. Dies sind die Spiele welche Fußball ausmachen. Spiele in denen es um Alles geht, um die Existenz. Die Leute hüpften wie wild durch die Gegend, lagen sich in den Armen oder erklommen den Zaun. Was ein geiles Gefühl als die Mannschaft wild entschlossen und die Fäuste in die Luft reckend auf unseren tobenden Block zugerannt kam. Die wollten, ja die wollen diese Spiele gegen Jahn Regensburg gewinnen!!

Ein starker gemeinsamer Auftritt von Mannschaft und Fans war es an diesem Abend. Lautstark unterstützen wir von Beginn an und die Mannschaft kämpfte. Zugegeben war es spielerisch nix, aber der Einsatz stimmte. Nach vorne war es definitiv (mal wieder) zu wenig, aber hinten brannte ausser bei Standardsituation im wesentlichen nichts an.
Dass Jahn Regensburg ein reguläres Tor nach einer Ecke aberkannt wurde, sei an dieser Stelle erwähnt, macht den Elfmeterpfiff vor deren 1:0 aber nicht besser.

Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden mit Auswärtstor unterschrieben und deshalb bin ich zufrieden. Mit unsere neuen Heimstärke sollten wir es schaffen den ersten Sieg eines Zweitligisten in der wieder eingeführten Relegation gegen den Drittligavertreter einzufahren.
Mit dem Zuspruch, den wir der Mannschaft nach dem Abpfiff auf dem Platz gaben, sollten sie nochmal daran erinnert werden, dass wir zu 1894% hinter ihr stehen.
(Kompliment hier an die Ordner für ihre Besonnenheit.)

Aber es ist der gleiche Wille wie am Freitag dafür erforderlich. Wir wollen, die Mannschaft hoffentlich auch! Ich bin nervös, es kribbelt und ich sehne den Abpfiff dieser Saison herbei, verbunden mit dem Klassenerhalt.

Alle die Lust haben, sind herzlich eingeladen am Montag gemeinsam vom Fanprojekt aus zum Stadion zu laufen. Der Marsch in den Wildpark soll unsere letzte Schlacht für diese Runde einläuten – seid dabei!

Euer OnkelMad

P1040019(1)P1040020(1)
Danke für den Support Basti:
P1040023(1)
P1040024(1)P1040032(1)P1040035(1)P1040044(1)
Als Pforzheimer kennt man den Anblick eines Hochhauses direkt am Platz an dessen Fenstern sich viele Leute tummeln. Bei uns ist es mittlerweile leider Geschichte:
P1040040(1)
P1040048(1)P1040056(1)P1040058(1)P1040068(1)P1040037(1)P1040047(1)

 

DANKE AN ALLE FREUNDE AUS BERLIN, GRAZ UND STRASBOURG FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!
AM DIENSTAG SIND WIR ALLE HERTHANER!

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑