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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Fußball

Song der Woche: Sabine Wittwer – Für immer KSC

Im Angesicht des Abstiegs in Liga 3:

Für immer KSC! 

Der Funke sprang nicht über

Morgen ist das Derby gegen den VFB Stuttgart nun eine Woche her. Der Frust und der Ärger sind bei mir aber noch nicht verschwunden. Es geht dabei weniger um die Niederlage meines Karlsruher SC als vielmehr darum wie diese von der Mannschaft einfach hingenommen wurde.

Als Tabellenletzter reist die Mannschaft am 28.Spieltag zur Mutter aller Schlachten, zumindest für uns Fans, in den Talkessel und nimmt dort in keiner Minute den Kampf auf dem Rasen an. Nur in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war so etwas wie Fußball zu erkennen. In diesen drei Minuten drängte der KSC den VFB in die eigene Hälfte und hatte durch Kamberi auch eine gute Chance und jeder im Stadion sah, wie anfällig der VFB eigentlich ist.

Ansonsten wurde der Ball versucht in den eigenen Reihen zu halten, quer gespielt oder spätestens nach dem zweiten Pass in Richtung gegnerisches Tor verloren. Gaetan Krebs, der ewige Mittelfeldspieler in Blau-Weiß, war noch die auffälligste Figur in unserem Trikot. Dies nach seinem Kreubandriss und wenig Spielpraxis. Bezeichnend für diese desolate Truppe die derzeit unsere Farben spazieren trägt.

Die Lage des Vereins und vor allem die Spielweise dieser Ballartisten erinnert mich sehr an die Saison 1999/2000 als wir mit 27 Punkten nach 34 Spieltagen in die Regionalliga Süd abstiegen. Damals waren wir ab dem 17.Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz und blamierten uns Spieltag für Spieltag.

Wer erinnert sich noch an solche Chorephäen wie Marc Arnold, Marc Kienle, Christian Fährmann, Darko Jozinovic oder Patrick de Napoli?

In diesen illustren Kreis gesellen sich gerade alle zum derzeitigen Kader gehörenden Spieler und werden so auch irgendwie unsterblich werden in der Geschichte des Karlsruher SC.

Was wurde da nur für eine fußballerisch schlechte Mannschaft zusammengestellt vor der Saison?! Warum ausgerechnet entdecken wir einen Kameruner, der vier Jahre in Tunesien gespielt hat? War bisher wohl noch niemand aufgefallen, dass er über internationale Klasse verfügt?! Lächerlich! Kom ist ein guter Typ und kämpft und rennt, aber das war es dann auch.

Thoelke vermisste stets einen starken Nebenmann wie Gordon, Gulde oder Mauerberger und war mit seiner Rolle in der Innenverteidigung von Spieltag 1 an ebenfalls überfordert.

Valentini hat das HSV-Trauma wohl nie überwunden und trifft kaum noch einen Ball seitdem. Letzte Saison konnte dies noch irgendwie kaschiert werden, weil die Mannschaft einfach stärker war, jetzt tritt es offen zu Tage.

Kinsombi ist ein junger Mann, der keine Zeit bekam sich an die zweite Liga zu gewöhnen und dermaßen ins kalte Wasser geschmissen wurde, dass er der Liga nie gewachsen war.

Stoppelkamp wurde als Leader geholt, verrannte sich aber buchstäblich in Alleingängen im Dickgicht der gegnerischen Abwehrbeine und war nie der Spieler, welcher den Unterschied ausmachen kann.

Figueras, der langsamte Spanier seit dem letzten langsamen Spanier in unseren Reihen, der gleichzeitig noch unter dem Verdacht der Spielmanipulation steht. Ohne Worte, so einen verpflichtet auch nur der KSC!

Mit Oral dann einen Trainer zu holen, der als Fachmann anerkannt aber als Typ schwierig ist, war ebenfalls ein Schuß in den Ofen. Ihm gelang es nie dieses heillose Durcheinander im falsch zusammen gestellten Kader in eine Bahn zu lenken. Im Gegenteil, er würfelte die Startaufstellung jeden Spieltag wohl aus und wer heute noch spielte saß nächste Woche auf der Tribüne oder umgekehrt. Da waren Monate Zeit eine neue sportliche Leitung zu verpflichten und der KSC zaubert Tomas Oral aus dem Hut und gibt ihm noch einen Dreijahresvertrag. Wenn es nicht so bitter wäre, man müsste den ganzen Tag nur darüber lachen. Als es dann spätestens rund ums Spiel in Kaiserslautern mit dem kleinen Vulkan eskalierte, wurde wohl jedem klar, dass an eine weitere Zusammenarbeit nicht zu denken ist.

Die Posse um unseren Kurzeit-Star-Trainer Mirko Slomka lasse ich hier mal komplett unerwähnt.

Zurück zum Derby und einem Spiel, welches nur auf den Rängen seinem Ruf gerecht wurde. Stuttgart zu Beginn mit einer riesigen Choreo und die Cannstatter Kurve war komplett in weiß gekleidet. Auf unserer Seite dominierten die Farben Blau und Weiß mittels Plastik-Ponchos zum überstreifen, welche das ganze Spiel vom Auswärtsblock getragen wurden.

Unser harter Kern gab sich alle Mühe um den berühmten Funken von den Rängen auf unsere Mannschaft überspringen zu lassen und zündete was das Zeug hält. Dem einen oder anderen kam der Funke sogar bedrohlich nahe, aber selbst hier war es vergebene Liebesmühe. Die KSC-Spieler dachten nicht daran den Funken von den Rängen aufzunehmen und gegen den drohenden Abstieg zu kämpfen. Einfach eine leblose und stink langweilige Truppe.

Ich will hier gar nicht (schon wieder) darüber lamentieren wie ein halbwegs normal tickender Verein Spieler wie Gordon, Mauersberger und Peitz einfach wegschicken kann und damit unsere komplette Defensive, welche unser Prunkstück war, auflöst. Danke Ingo! Unsere Führung tickt eben nicht normal!

So siegte ein harmloser VFB an diesem Sonntag im April 2017 lässig mit 2:0 und musste sich dazu nicht mal das Trikot schmutzig machen.

Schuld an der Misere ist natürlich, wen wunderts, niemand bzw. wenn schon, dann eben Jens Todt, der längst Manager beim HSV ist.

Nun ist der Abstieg bei noch sechs ausstehenden Spielen kaum noch aufzuhalten und die Frage stellt sich schon was aus dem KSC in Liga 3 werden soll. Sind wir am Arsch, wenn wir nicht sofort wieder aufsteigen? Gehen wir dann den Weg anderer Traditionsvereine wie Essen, Waldhof Mannheim oder Alemannia Aachen?

Macht unser Sugar Daddy vielleicht doch mal richtig den Geldbeutel auf und entschuldet den KSC? Wird schon jetzt eine Mannschaft für die dritte Liga zusammen gestellt, also rechtzeitig geschaut? Wer bleibt vom jetzigen Kader? Hoffe mal nicht zu viele dieser Ballschieber, aber mit Orle, Krebs und Kempe, die charakterlich alle einwandfrei sind, wird zu rechnen sein. Hinter Vollath, Bader und Kinsombi mache ich mal ein Fragezeichen. Sie wären aber willkommen für einen Neubeginn.

Aufgeben ist (noch) keine Option so lange rechnerisch der Relegationsplatz möglich ist, aber mal ehrlich wer glaubt noch dran? Wenn ich hinten pro Spiel zwei Tore fange und vorne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keines schieße, wie soll ich dann fünf von sechs Partien gewinnen?

Klar im Fußball ist alles möglich und irgendjemand hat auch schon Pferde kotzen sehen…….in diesem Sinne Europapokal, Europapokal!

MaD

P.S. Pyro sollte im Block bleiben!!!

Ansonsten halte ich es mit Orle, der sinngemäß zum Ausdruck brachte, dass das größte Problem des KSC momentan nicht die Fans sind.

Bilder gibt’s hier http://ultra1894.de/bilder/304

Hier alles aus Sicht eines lässigen Amerikaners – https://youtu.be/UUS3paRE9Xg

Für immer KSC 

Die Geschichte meines Vereins endet nicht mit einer Niederlage oder einem Abstieg. Das ist immer nur ein Teil seiner Geschichte, meiner Geschichte! 

MaD 

Aufgeben ist keine Option

Welch beherzter Auftritt unseres KSC heute gegen Hannover. Verdutzt rieb ich mir die Augen als ich eine wie aufgedreht spielende Mannschaft im Trikot meines Karlsruher Sport-Club sah. Kampf und Leidenschaft waren ab der ersten Minute spürbar und endlich hatten wir mit dem frühen 1:0 (Mugosa, 10.Minute) auch mal das Spielglück auf unserer Seite. 

Nie hatte ich das Gefühl, dass wir diese Begegnung gegen die Niedersachsen noch aus der Hand geben würden. 

Auf den Rängen wurde von Beginn an signalisiert, dass die Kurve bereit zum Kampf gegen den Abstieg ist. Eine kleine aber sehr feine Choreo zeigte Mannschaft und Fans, dass der Abstieg keine Option ist. 

Gut ist, dass die Kurve und die Mannschaft weiterhin zusammenhalten. Das Pfeifkonzert auf St. Pauli nach dem peinlichen 0:5 musste sein. Die Ultras richteten den Blick aber sogleich nach vorne. Es geht um zu viel als dass wir uns auseinander dividieren lassen können. Nur zusammen ist der Klassenerhalt möglich. 

Diamantakos setzte mit dem Elfmeter zum 2:0 den Schlusspunkt unter einen rundum gelungenen Auftritt des KSC. 

MaD

P.S. Glückwunsch zu 15 Jahren Ultra Crew Rheinfire! 

Keine Kurve die gewinnen will….

Als unser Capo beim Spiel unseres Karlsruher Sport-Club gegen Union Berlin in die Kurve schaute und in seiner ihm eigenen Art seiner Beobachtung „Dies ist keine Kurve die gewinnen will“ Ausdruck verlieh, musste ich ihm zustimmen. 

Zu leise, zu wenig Leidenschaft, zu wenig Aggressivität, zu wenig von allem was eine Kurve ausmacht die unbedingt gewinnen will.

Nur nach dem Anschlusstor zum 1:2 (Stoppelkamp, Elfmeter) war zu spüren was alles möglich ist, wenn die Gegengerade Karlsruhe sich lautstark zu Wort meldet. 

Natürlich muss der Funke vom Feld auch mal auf die Ränge überspringen. Dies passierte in der bisherigen Saison viel zu wenig. Die unsäglichen Auftritte unseres KSC in der Hinrunde trugen nicht dazu bei die Stimmung zu heben. 

Ultra-Kurven wird oft nachgesagt, sie würden vollkommen unabhängig vom Spielverlauf supporten und sich selbst feiern. Wenn dem so ist sollte unsere Kurve wieder damit beginnen sich selbst zu feiern und völlig unabhängig von dem Geschehen auf dem Rasen leidenschaftlich Gas zu geben. Es wäre ein Anfang um wieder Schwung in den Laden zu bekommen und eigentlich wird es von uns ja in dem Stil eh erwartet. 

So übel war es übrigens gar nicht was sich auf dem Rasen abspielte. Unsere Mannschaft kämpfte und es war zu spüren dass sie unbedingt wollte. Das Spielglück war uns aber nicht hold, so bekamen wir einen frühen Elfmeter (4.Minute) gegen uns und das 0:2 besorgte Kinsombi ins eigene Tor. 

Unsere Schüsse landeten entweder am Aluminium oder knapp neben dem Tor der Unioner. Zudem verloren wir zu viele Bälle leichtfertig bzw. bekamen den so wichtigen zweiten Ball nach Standards nicht unter Kontrolle. 

Union war kompakt, spielte aber nicht so auf als dass sie nicht schlagbar gewesen wären. Genau dies macht mich fertig, denn schon wieder ging ein Spiel verloren, welches man nie hätte verlieren müssen. Wo und gegen welches Team wollen wir die nötigen Punkte holen, wenn wir solche Spiele wie am Sonntag schon abgeben?

In die Aufstellung sollte man ja keinem Trainer rein reden, aber nichts reizt als Fan mehr als sich genau damit zu beschäftigen. Ich verstehe nicht, wieso bis auf Meffert und Mugosa die gleichen Spieler aufliefen, welche schon die Vorrunde in den Sand gesetzt haben?

Warum spielte Reese nicht von Beginn an oder mal Marvin Melhem (wurde in der 36.Minute für den verletzten Valentini eingewechselt)? Überzeugt Hoffer unter der Woche so sehr, dass er es immer wieder in die Startelf schafft?

Nun gilt es am Rosenmontag auf St. Pauli zu bestehen. Vier Teams mit je 18 Punkten finden sich auf den letzten Plätzen der Tabelle wieder. Darunter neben dem KSC, Aue und Bielefeld auch der FC St. Pauli. Es geht somit um sehr vieles in diesem Match. Den Spielern und dem Trainer ist es bewusst. Weiß es auch die Kurve? Will die Kurve in diesem Spiel gewinnen?

MaD 

Kempinho und das vollkommene Chaos

Welch denkwürdiges Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag feierten wir die wunderbare 40 Jahre andauernde Freundschaft mit den Anhängern von Hertha BSC im ausverkauften NCO Club in Karlsruhe. Stunden später entstieg Kempinho im Wildparkstadion wie ein Phönix aus dem bisherigen Chaos dieser Saison. 

Gefühlt spielten gerade noch The Offenders und feierten zu Dance- und Partymucke die bunte Mischung aus Karlsruher und Berliner Fans, samt Freunden aus Graz und Strasbourg, da war es schon wieder Mittag und der KSC trat zum ersten Rückrundenspiel an. 

Die Berliner waren zu ihrem Auswärtsspiel in Freiburg längst aufgebrochen, da nahm die Chaos-Choreo über die gesamte Gegengerade im Wildpark seinen Lauf. Untermalt von dem auf unseren Verein bezogenen schönen Satz „Auch ein perfektes Chaos ist etwas Vollkommenes“! 

Das erste Spiel unter unserem neuen Trainer Mirko Slomka ging gleich gegen eine direkte Konkurrentin im Abstiegskampf. Die punktgleiche Arminia aus Bielefeld war zu Gast und brachte sicherlich ca. 500 Anhänger mit. Die meisten versammelten sich mittig hinter der Local Crew Fahne, standen kompakt und machten einen ordentlichen Support. Der Gästeblock war mit altbekannten Bannern gut geschmückt. 

Das Zuschauerinteresse hätte aufgrund der Brisanz des Spiels größer sein müssen, aber so ist es eben in Karlsruhe. Sobald schlechter Fußball geboten wird, sind die Leute weg. Da wird schnell vergessen, dass vier (!!!!) sehr gute Spielzeiten mit den Platzierungen 1,5,3 und 7 gerade hinter uns liegen. Im Gedächtnis von so manchem Fan ist dies wohl schon Dekaden her. 

Was geschah in Halbzeit eins? Wir sahen das selbe Gestolpert wie unter Oral. Mutlos, kraftlos und mehr Bolzen als gepflegter Fußball. Die Arminia hätte schon nach zwei gespielten Minuten führen müssen, doch Schütz donnerte den Ball aus 16m nur an den Pfosten. Klos hatte zuvor den Ball im Strafraum seelenruhig zurück legen können. 

In die Pause ging wohl kein KSC Fan mit einem guten Gefühl. Wie um alles in der Welt wollte unsere Truppe hier ein Tor erzielen? Was direkt nach Wiederbeginn geschah, bestätigte alle Befürchtungen. Unser ehemaliges Mittelfeld-Ass Reinhold Yabo spielte seine ganze Stärke aus und bediente Fabian Klos, der zum 0:1 einschob. 

Ernüchterung machte sich breit im weiten Rund und keiner rechnete damit was nun geschah. Die Spieler nahmen ihre elf blau-weißen Herz in beide Hände und spielten ihre beste Halbzeit der Saison. Sie kämpften um jeden Meter und um jeden Ball. Slomka stellte die Taktik etwas um und wir agierten nun aus einem kompakten Mittelfeld heraus in dem Yamada den Ton angab. Eine Ecke führte dann zum Ausgleich. Figueras setzte sich gegen Klos durch und der Ball senkte sich ins Bielefelder Netz. 

Keine Atempause gönnte unsere Mannschaft nun den Armininen. Der Wildpark war schon etwas aus dem Dämmerschlaf erwacht, aber Dennis „Kempinho“ Kempe unser Linker-Verteidiger weckte ihn nun komplett auf. Ob er selbst wusste was er da tat und wo eigentlich der Ball war?

Er fing den Befreiungsschlag der Bielefelder in deren Hälfte ab, umkurvte Yabo und drehte sich in den Bielefelder Verteidiger am 16er hinein, wobei er den Ball zweimal mit der Sohle mitnahm um ihn dann über Hesl hinweg zum 2:1 aus halblinker Position ins Glück zu schießen. Das Wildparkstadion befand sich irgendwo zwischen „Habe ich dies gerade geträumt“ und purer Ekstase. Es war einer dieser Momente, die man nie vergisst. 

Der KSC wäre aber nicht der Chaosclub der er nun mal ist, wenn er sich nicht zwei Minuten später den Ausgleich fangen würde. Eine Freistissflanke aufs lanke Eck segelte an allen vorbei und es stand 2:2.

Wunder Nummer zwei sollte nun folgen, denn wir kamen abermals zurück. Dieses Mal durch unseren quirligen Stürmer Jimmy Hoffer, der zwar stets ackert sich bisher aber auch nicht als Tormaschine entpuppte. Einen abgewehrten Eckball nahm er an der Strafraumgrenze auf und drosch das Leder aufs Tor. Trotz Vollversammlung vor dem Bielefelder Tor fand der Ball den Weg Richtung Gehäuse. Hesl war noch dran, bugsierte ihn aber geschickt an dem auf der Linie stehenden Fabian Klos vorbei ins Tor. 

Dass wir dieses Spiel mit 3:2 gewannen, verdanken wir Sekunden vor dem Schlusspfiff Kinsombi. Unser junger Verteidiger setzte im eigenen 16er zu einer waghalsigen Rettungstat an und bekam gerade noch den Fuß vor Klos an den Ball, der ansonsten völlig frei vor Vollath gestanden wäre. Chapeau für diese Flugeinlage! 

Am Ende standen drei Punkte und drei geschossene Tore auf der Habenseite an diesem 29.01.2017 vor ca. 13.500 Zuschauern und irgendwie keimt nach dieser zweiten Halbzeit etwas Hoffnung auf besseren Fußball unserer Truppe unter Mirko Slomka. 

Abstieg ist jedenfalls keine Option!

Mit Fabian Reese (Schalke), Stefan Musoga (1860 München), Benedikt Gimber (Hoffenheim) und unserem Heimkehrer Jonas Meffert (SC Freiburg) verstärkten wir unseren Kader auf Leihbasis für den Abstiegskampf. Zuvor verpflichteten wir schon Oskar Zawada vom VFL Wolfsburg. 

Auf gehts KSC – 16x gilt es nun diese zweite Halbzeit zu bestätigen für unseren Chaosverein. 

MaD

Willkommen Mirko Slomka

Nach der sehr erfolgreichen Ära von Markus Kauczinski und dem sportlich schlimmen halbjährigen Intermezzo mit Tomas Oral, atmet der KSC und sein Umfeld nun merklich auf. 

Mirko Slomka leitete heute sein erstes Training mit unserer Mannschaft und gab im Anschluss seine erste Pressekonferenz. 

Welch ein Unterschied zum Vorgänger. Da steht eine natürliche Autorität auf dem Platz. Der groß gewachsene Slomka besticht durch seine Ruhe, eine selbstbewusste Ausstrahlung und durch eine klare Kommunikation mit der Mannschaft auf dem Platz. 

Diese Art der Kommunikation setzte sich auch bei der Pressekonferenz fort. Sympathisch und dennoch sehr klar und präzise erläuterte Slomka wie er sich die Zukunft mit dem KSC vorstellt und was ihn bewog das Engagement bei uns anzunehmen. 

Das Umfeld ist geradezu euphorisch was den neuen Übungsleiter betrifft. Das wichtigste ist aber, dass Karlsruhe nach den Turbulenzen mit Oral zur Ruhe gekommen ist. Seit der Name Mirko Slomka fest stand atmeten alle tief durch und waren erleichtert. Oli Kreuzer hat hier wirklich einen guten Job gemacht.  

Bei allen Vorschusslorbeeren, welche auch von meiner Seite kommen, muss Slomka nun liefern und drei Mannschaften im Abstiegskampf hinter uns lassen. 

Wenn dies gelingt hat er alle Zeit der Welt um beim Karlsruher SC etwas zu entwickeln, den Nachwuchs weiter einzubinden und eine Mannschaft nach seinem Geschmack zu formen. Dies wäre die Kür, die Pflicht beginnt am 29.Januar im Wildparkstadion gegen Arminia Bielefeld. 

MaD 

Das Ende Ist Nah!? 

11Freunde veröffentlichte den hier verlinkten Artikel über die Entwicklung des Profi-Fußballs.

Er beschreibt aus meiner Sicht sehr gut die Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Jeder der mit halbwegs offenen Augen das Geschehen verfolgt glaubt nicht mehr an einen fairen sportlichen Wettbewerb. Doch lest selbst:

http://m.11freunde.de/artikel/ist-der-zauber-des-spiels-verflogen

Bei mir hat die Abkehr von dem was sich mal Landesmeister Wettbewerb (mittlerweile Champions-League mit den Zweiten, Dritten und Vierten der großen nationalen Ligen) längst statt gefunden. Schau nahezu keine „Gruppenspiele“ mehr, weiß nicht wer die Gegner der deutschen Klubs sind und interessiere mich auch nicht für die x-te Auflage von Arsenal London-FC Bayern im Achtelfinale. 

National feiert man den vermeintlich dieses Jahr statt findenden Konkurrenzkampf um die Meisterschaft zwischen dem FC Bayern und Red Bull Leipzig so dermaßen lautstark, dass klar ist wie viel Angst man vor einem weiteren Jahr Langeweile hat. In den letzten drei Jahren wurde dies durch die unglaubliche Fixierung der medialen Berichterstattung auf den Abstiegskampf deutlich. 

Als KSC Fan habe ich das Glück noch etwas ursprünglichen Fußball erleben zu dürfen. Dies ist selbstverständlich auf dem ausbleibenden sportlichen Erfolg und unserem alten Stadion zu verdanken. 

Ich darf dies erleben mit vielen Menschen um mich herum, für die der Fußball keine Ware ist, sondern ihr Leben. Das ist viel wert und dafür danke ich euch ihr Verrückten aus dem L-Block.

MaD

Hau den Lukas in Dresden

Einen Punkt gegen den Abstieg sammelten wir in Dresden ein. 

Mit einer 5-2-3-1 Formation trat unser Karlsruher SC unter Interimstrainer Lukas Kwasniok an. Der Punkt, den wir bei Anpfiff der Partie hatten, sollte mit diesem Defensivbollwerk verteidigt werden. Es gelang mit viel Kampf und dem nötigen Glück. 

Ein überragender René Vollath hielt uns mehrmals mit tollen Reflexen in der Partie und der Dresdner Testroet vergab dankenswerterweise zweimal freistehend. 

Mit Figueras, Kinsombi, Mavrias, Bader und Kempe bot der KSC eine Abwehr auf, welche so noch nie zusammen gespielt hatte. Lukas Kwasniok wollte mit allen Mittel defensiv zu Null spielen und Dynamo keinen Raum geben. 

Es ging emotional zur Sache vor dem K-Block in der ersten Hälfte. Unser Torwart Vollath parierte nicht nur sensationell, sondern brachte auch die Dynamo Anhänger mit seiner emotionalen Spielweise *hüstel* zum kochen.  

Offensiv ging 90 Minuten nichts beim KSC. Wir kämpften dafür um jeden Meter Boden, die Moral der Mannschaft stimmt also nach wie vor. Dies war auch unter Oral nicht unbedingt das Problem. Kwasniok ging in den vier Tagen vor der Partie eine Großbaustelle an und stabilisierte mit der Fünferkette die Defensive. Das Konzept um den Punkt zu ergattern ging (glücklich) auf, am Ende stand es 0:0 in einem teils wüsten Kick. 

Lukas kündigte an, das Ziel sei vier Punkte zu holen. Ich bin gespannt was er sich für das Heimspiel gegen Braunschweig einfallen lässt. Ganz so defensiv werden wir sicherlich nicht antreten. 

Leider sind offensiv alle Mechanismen die es unter Markus Kauczinski letzte Saison noch gab völlig verloren gegangen. Wie kann so etwas nur passieren, zumal das Personal hier stabil blieb und durch Stoppelkamp sogar noch verstärkt wurde?! Diese Frage müsste Tomas Oral beantworten. 

Zu Beginn der Partie entrollte der Auswärtsblock eine Blockfahne mit dem KSC Logo vor einer weltweit beliebten Pflanze und dazu das Banner „Meine Liebe und mein Fluch“. Blinker erhellten dazu den Block. Ein schönes Intro! Was kurz danach folgte war unschön – Polizeisturm war angesagt. Unserem Land geht’s einfach prima, wenn die Staatsmacht Zeit hat um Fanblöcke zu stürmen. Wie viele Wohnungen in der Zeit wohl aufgebrochen wurden? 

Und natürlich muss unsere „Oral raus, Anal rein – jetzt ficken wir die Liga von hinten“ Tapete erwähnt werden. Grüße an Anal! 😎

Dresden wie immer laut! Bäm! Wahrscheinlich wird aber ihr Vorsänger wieder den einen oder anderen Kritikpunkt an der Kurve gefunden haben und es Ihnen bei nächster Gelegenheit sagen was besser werden muss. 😉

MaD 

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