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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Fußball

Lieber Herr Yabo…..

….ich trage weiterhin gerne das Trikot mit der Nummer 8 und Ihrem Namen, wenn ich mal selbst gegen den Ball trete.
Sie haben zwei tolle Spielzeiten bei uns absolviert und wesentlich zu den Erfolgen beigetragen. Auch neben dem Platz haben Sie sich super verhalten. Dies werde ich in Erinnerung behalten.
Das Sie dem Lockruf des Geldes gefolgt sind ist auf der einen Seite verständlich, wären sie ein ganz normaler Profi. Sie wollten aber immer anders sein, mahnten Demut an und engagierten sich sogar im Karlsruher Stadtrat.
Mit diesem Wechsel zu Red Bull verraten Sie leider so ziemlich alle ihre Ideale die Sie bisher vorgegeben (siehe u.a. Interview bei 11Freunde) haben zu vertreten!
Seien wir ehrlich, mit der CL wird’s nix werden und ein paar Spiele in der EL werden die sportliche Langeweile gegen Ried und Mattersburg vielleicht aufwiegen.
Aber eigentlich sind Sie ja eh zu Red Bull Leipzig gewechselt und werden nur ein Jahr in Salzburg geparkt. Schade dass Sie sich für das System Red Bull hergeben, dies hätte ich von Ihnen nicht erwartet. Gerade noch standen Sie mit verschränkten Armen stolz vor unserer Kurve als Sie gegen den HSV das 1:0 erzielten. So eine fanatische Kurve, die ihren Verein liebt werden Sie nicht mehr erleben.

Ein Freund von mir brachte es unter Ihrem Facebook-Post auf den Punkt und ich zitiere ihn hier:
Die dunkle Seite der Macht hat dich!“ Bäm!

Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute und Gesundheit.

MaD

Aufstieg perfekt – Pforzheim spielt wieder Oberliga

Vor 3400 Zuschauern gewann der Club heute gegen Göppingen das Rückspiel um den Aufstieg in die Oberliga
Baden-Württemberg mit 3:0. Im Hinspiel triumphierte Göppingen noch mit 1:0, hatte heute aber keine Chance. Die Göppinger Fans organisierten eine nette Zettelchoreo zu Beginn, waren ansonsten bis auf wenige Ausnahmen aber nicht zu vernehmen.
Die Rekordkulisse im Stadion Holzhof stachelte die Pforzheimer Spieler zusätzlich an. Bis auf eine kleine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit hatten sie die Gäste aus Göppingen immer im Griff und übten schon sehr früh Druck auf die Gegenspieler aus.
Mit dem frühen 1:0 durch einen sehenswerten Kopfball von Daniel Calo holte sich die Mannschaft weiteres Selbstvertrauen. Das man „nur“ mit diesem 1:0 in die Pause ging, war etwas ärgerlich. Grundsätzlich stellt es aber das Problem der Mannschaft von Eberhard Carl und Teo Rus dar. Aus einer drückenden Überlegenheit werden viel zu wenig Tore erzielt.
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Immens wichtig das gerade in der Phase, in der Göppingen mehr vom Spiel (ein Tor der Gäste wurde wegen Foulspiel nicht anerkannt) hatte das erlösenden 2:0 fiel. Dominik Salz traf per Kopf nach einem Freistoß von Ceylan.
Durch die Hinspielniederlage war damit zwar eine Vorentscheidung gefallen, aber mit nur einem Tor wäre Göppingen doch noch aufgestiegen. Das 3:0 in der 80. Minute durch Tardelli lies den Holzhof dann endgültig ausgelassen jubeln. So konnte auch locker die gelb-rote Karte für Dominik Salz hingenommen werden.
Die Gäste gaben auf und auch deren zahlreich mitgereisten Fans traten schon mehrheitlich den Weg zu den Autos an.
Für mich war der Spieler des Spiels Dirk Prediger. Unglaublich was er heute lief und wie er die Bälle an sich zog. Mit seiner Routine eroberte er viele Male den Ball, schirmte ihn geschickt ab und brachte seine Mitspieler in Position. Bin gespannt wie er eine ganze Oberliga Saison durchhalten wird.
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Kompliment natürlich an die ganze Mannschaft. Sie kämpften mit Herz und Leidenschaft und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, daß sie alle aufsteigen wollen.
Spielerisch blitzte sehr oft auf, daß hier viel Potential vorhanden ist und man sich damit auch in der Oberliga nicht verstecken muss.
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Welch wichtiger Sieg für den Fußball in Pforzheim. Es geht nun kommende Saison gegen den FC Nöttingen, den SSV Ulm und auch Reutlingen wird zu Gast sein.
Das Stadion im Brötzinger Tal befindet sich noch im Ausbau. Mal sehen wann der Club dort einziehen kann, bis dahin wird weiterhin das Stadion Holzhof als Austragungsort der Heimspiele fungieren.
Das große Zuschauerinteresse heute zeigte auch welches Potential hier vorhanden ist. Man kann nur hoffen, daß die Fußball Fans in Pforzheim die Oberliga gut annehmen und so die Basis dafür schaffen um mittelfristig das Ziel Regionalliga zu erreichen.

MaD 

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Der FCP ist wieder da!

Mein Festivalbesuch bei Rock im Park

Seit vielen Jahren muss ich mit meinem Träger Festivals besuchen. Ob es das Bizarre Festival war oder das Southside, er nahm mich immer ungefragt mit. Den Mix aus Musik, Party, grillen und viele nette Leute treffen genoss ich aber dann doch irgendwie immer.
Nun sollte es also Rock im Park in Nürnberg sein, eine Premiere für uns beide. Nach der Relegation gegen den HSV und die fatale Schiedsrichterentscheidung des Herrn Hoyzer äh Gräfe war mir eigentlich gar nicht nach Festivalbesuch.
Am liebsten hätte ich mich ganz unten im Kleiderschrank verkrochen, zwischen Stutzen und dem muffigen Torwarttrikot seiner Betriebsmannschaft.

Nun denn, er zog mich also über uns los gings nach Nürnberg.
Bestenfalls treffe ich auf diesen Festivals 1-2 weitere Exemplare meiner Gattung, ernte ein paar mitleidige Blicke und immer einen hasserfüllten. Je nach Saisonverlauf bekomme ich noch einige aufmunternde Schulterklopfer.
Das dies in Nürnberg ganz anders werden würde, zeigte sich schnell. Kaum den Zeltplatz betreten hörte ich schon bekannte Klänge an mein Ohr dringen. Eine Horde Teenager intonierte lautstark „KSC, KSC“. Ok, obwohl es erst früher Nachmittag war, hatten sie schon kräftig Alkohol intus, sie begrüßten mich überschwänglich. Bier wurde mir angeboten, aber ich trinke ja nicht.
Es stellte sich heraus, dass es sich um bayrische Landsmänner handelte.
Auf der Suche nach einem geeigneten Platz um das Zelt aufzuschlagen kamen wir kaum vorwärts. Überall musste abgeklatscht werden, wurde zugeprostet oder ich wurde sogar umarmt und mit einem „Ihr hättet es verdient“ gehabt. Ich kam kaum einen Meter weit ohne dass nicht die drei Buchstaben, welche ich repräsentiere gerufen wurden.
Neben uns zelteten ein Schalker und auch noch ein Braunschweiger. Das Gesprächsthema war gefunden.

Endlich auf dem eigentlichen Festival vor der Bühne angekommen ging es gerade so weiter. Bei Motörhead schrien ein paar Leute „Scheiß HSV“ als sie mich kommen sahen. Aufgrund der Ereignisse mit diesen Unsympathen Lasogga, Holtby und Nicolai Müller, konnte ich da nur meine Zustimmung geben.
Der Höhepunkt allerdings fand während des Gigs der Toten Hosen statt. Mein Träger und sein Kumpel (bekennender Gladbach Fan und etwas neidisch ob der Aufmerksamkeit die mir zuteil wurde) hatten es bis ganz nach vorne geschafft. Dort trafen wir auf unzählige Leute die mit den beiden über diese Relegation sprechen wollten. Der Tenor war immer derselbe und lautete „Ihr seid beschissen worden“. Ich unterhielt mich derweil mit einem Pendant von mir, welches rot und schwarz gestreift war. Es kam aus Hessen und hätte mich gerne nächste Runde getroffen. So hoffen wir nun beide auf den DFB-Pokal.
Dann nasse Lippen auf mir und übler Biergestank. Küsste da doch ein ganz schön betrunkener junger Herr die drei Buchstaben, welche ich auf meinem Herzen trage. Seine Augen funkelten dabei glückseelig. Mein Träger war genauso überrascht und konnte es nicht verhindern. Leider wiederholte sich dies nur ein paar Minuten später. Ich muss dringend gewaschen werden, war mein erster Gedanke als wir hinüber zur Arena gingen in der gleich Body Count feat. Ice-T loslegten.
Auf dem Nachhauseweg ins Zelt dann noch eine Umarmung. Ein junger Mann mit einem Pullover der Band „Bane“ outete sich als Mitglied der drei geilsten Buchstaben im deutschen Fußball. Da er im Osten der Republik lebt, kann er nicht so oft im Wildpark sein, versucht aber so viele Spiele als möglich zu sehen. Ein Mann nach meinem Geschmack auch in Sachen Musik.

Normalerweise werde ich höchsten einen Tag auf dem Festival ausgeführt, da es aber so gut lief, musste ich alle drei Tage her halten – nichts für schwache Fasern.
Am frühen Sonntagmorgen stürmte auf dem Zeltplatz ein junger Mann auf mich zu. Wie sich heraus stellte war er aus Ravensburg. Er hätte da einen Hamburger gesehen, er wäre in diese Richtung gelaufen und wenn wir uns beeilen würden wir ihn noch einholen. Wozu? Na um ihn umzuhauen natürlich! Oh ok, klar, war ne doofe Frage von mir. Auf so etwas wollten wir uns dann aber doch nicht einlassen. Auf was für Ideen manche doch vor dem Frühstück kommen, tstststststs. Dabei hätte ich mir ja eine „Laufmasche“ oder wie das heißt holen können.

Als ich mich gerade auf Slash und Miles Kennedy einließ und die alten Guns´n´Roses Songs genoss zobbelte es schon wieder an mir. Ein etwas ergrauter Endvierziger im Pearl Jam T-Shirt gratulierte mir zu zwei tollen Spielen und beteuerte glaubhaft, dass er es mir gegönnt hätte. Ich nahm es wohlwollend zur Kenntnis.
Zu Begegnungen mit dem einheimischen Club kam es auch noch. Die Vertreter dieses fränkischen Urgesteins behaupteten doch allen Ernstes, dass ich extra in letzter Minute noch verloren hätte, damit ich wieder gegen sie antreten kann. Scherzbolde! Irgendwie hatten sie dann wohl das Gefühl, das ihr Humor nicht den meinen traf und nuschelten noch was von „Betrug“, „gekauftem Spiel“ und „Fußballmafia“.

Während für Prodigy die letzten Vorbereitungen auf der Bühne getroffen wurden, fand ich mich in einem Knäul Bremer Fußballfans wieder, die unbedingt ein Bild mit mir machen wollten. Die Zeit bis Prodigy endlich begann zog sich wie Kaugummi und so lange musste ich das Mitleid dieser Bremer Reisegruppe über mich ergehen lassen, die gerne mal wieder in den Wildpark gekommen wären und unseren Relegationsgegner bis aufs Blut nicht leiden können. Dies allerdings war mir hinlänglich bekannt.
Beim Abbau des Zeltes wurde ich würdig von allen Nachbarn verabschiedet. „Nächstes Jahr geht ihr hoch“ oder „Aufsteiger der Herzen“ riefen die Leute und manche verabschiedeten sich auch persönlich per Trikotzupfer.

Ein für mich unglaublich intensives Wochenende ging dann Sonntagnacht im Wäschekorb zu Ende und ich muss euch sagen, ich bin sofort eingeschlafen.

Euer KSC-Trikot

P.S. Herzliche Grüße an das Lektorat „Kutten-Timo“

Aufstiegsspiel zur 3.Liga: Kickers Offenbach – 1.FC Magdeburg 1:3

Das Hinspiel in Magdeburg endete 1:0 für den FCM und so versprach dieses Rückspiel spannend zu werden. Der OFC musste zwar einen Rückstand aufholen, dies war aber nicht unmöglich und Magedeburg konnte sich auf diesem knappen Hinspielergebnis nicht ausruhen.
Ausruhen wollten sich auch beide Fanlager nicht. Prall besetzte Blöcke, die weit vor Spielbeginn schon besetzt waren, zeugten von der Motivation beider Seiten.
Der „Block U“ tauchte sich zu Beginn ganz in Blau und beflaggte mit der „Block U 1.FC Magdeburg“ Fahne den Zaun. Und genau darum ging es heute auch, um den 1.FC Magdeburg. Der 1.FC Magdeburg sollte endlich aufsteigen in den Profifußball.
Die Mitmachquote lag dementsprechend im Auswärtssektor auch bei 100%. Laut und fanatisch supporteten die Magdeburger ihre Mannschaft.
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Offenbach übernahm auf dem Feld das Kommando und der Bieberer Berg ging ekstatisch mit. Der unangefochtene Meister der Regionalliga Südwest ging dann auch verdient mit 1:0 in Führung. Vor mir umarmten sich Männer weit jenseits der 50 und hatten Tränen in den Augen. Anspannung fiel erst mal von ihnen ab.
Das sind genau die Geschichten, welche solche Spiele schreiben. Für mich absolut nachvollziehbar und ich erahne auch wie man sich im Magdeburger Block beim Führungstreffer der Heimelf gefühlt hat. Wollte in dieser Situation nicht mit den Jungs tauschen.

Auf dem Platz machte der FCM alles richtig. Sie blieben ruhig. Ihre Stärken sind vor allem bei Standards und das diese kommen würden war klar. Der OFC agierte in der Folge nicht mehr unbedingt so geordnet wie in den Anfangsminuten, ließ nun Magdeburg etwas mehr Platz.
Der „Block U“ hatte dann seinen großen Moment. Magdeburg erzielte den Ausgleich. Während die Herren vor mir, die sich gerade noch in den Armen lagen mit fahlem Gesicht da saßen, kannte der Jubel im Auswärtssektor keine Grenzen.
Nur Minuten später die Entscheidung. Das 1:2 für den FCM bedeutete praktisch den Aufstieg, so ging man auch in die Pause.
Auf Seiten des OFC war man schon jetzt geschlagen. Keiner versprühte mehr Zuversicht, überall geknickte Anhänger. Auch auf Seiten der Fans gab man auf. Die Einpeitscher standen zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr vorne vor dem Block. Die älteren Männer vor mir waren bereits weg.
Es sang, feierte und schrie nur der 1.FC Magdeburg. Und dies mit solch einer Intensität, dass ich fast nur den diesen Block anschaute und nicht mehr dem Spiel folgte. Es machte so viel Spaß zu sehen wie alle, wirklich alle, sich dort am Support der eigenen Mannschaft beteiligten.
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Nach dem 1:3 verließen dann die Offenbacher so langsam das Stadion. Manche auf dem regulären Weg, andere wiederum wollten über den Rasen laufen. Bei bestem Wetter zogen sie die Sturmhaube in Vereinsfarbe über und getreu dem Motto „Sieg oder Spielabbruch“ rannten sie aufs Grün. Sieg war nicht mehr möglich, Spielabbruch lag noch drin.
20 Minuten dann Scharmützel mit der Staatsmacht auf dem rasen und vor dem Block. Magdeburg schaute interessiert zu und war diszipliniert. Bei diesem Spielstand vielleicht auch nicht weiter verwunderlich, aber trotzdem hatte ich etwas Sorge, dass es auch dort einige Unbesonnene gibt, die sich nicht zurückhalten können. Zum Glück nicht und so konnte der „Block U“ den größten Erfolg der letzten Jahrzehnte gemeinsam feiern.
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Viele im Auswärtsblock haben sicher noch bessere Zeiten des 1.FC Magdeburg erlebt, die jüngeren Fans kennen den Profifußball nur aus der Sportschau. Ich freue mich für die Magdeburger und hoffe, dass sie die Klasse in der Dritten Liga halten können. Gerade den älteren Fans werden die meisten Duelle ja eh bekannt vorkommen. Mit „Scheiß Dynamo“ stimmte man sich schon mal auf eines der heißesten Spiele der kommenden Saison ein.

Beide Vereine, Offenbach und Magdeburg, spielten eine tolle Saison. Sie wurden beide Meister ihrer Liga und doch steht ein Verein am Ende mit leeren Händen da. Dies ist ungerecht und muss geändert werden. Die Meister ihrer jeweiligen Ligen müssen aufsteigen.

Die beiden Bilder, welche jetzt noch folgen, zeigen sehr schön wie eng Freud und Leid, Sieg und Niederlage an diesem Nachmittag beieinander lagen.

MaD

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Song der Woche: Sabine Wittwer – Für immer KSC

Aus aktuellem Anlass……..:

KSC – TSV 1860 München 2:0 (24.05.2015 – ausverkauft)

Endlich war es da und es war überall zu spüren. Dieses Kribbeln, diese Erwartungen, diese Hoffnung. Karlsruhe will aufsteigen! Spät setzte die Euphorie ein, aber nicht zu spät.
Weit vor Stadionöffnung standen viele schon davor und begehrten Einlass. Blau-Weiß soweit das Auge reichte, heute hatten sich alle schick gemacht. Immerhin konnte uns ja nichts Geringeres als der Aufstieg wiederfahren.
Auf eine Schlacht stellten sich alle ein, denn für die 60er ging es schlicht um den Klassenerhalt und eigentlich irgendwie auch um die Existenz.
Der KSC musste gewinnen um zumindest den Relegationsplatz zu sichern und dann darauf hoffen, dass Darmstadt zu Hause gegen St.Pauli Punkte liegen lässt.
Nach der Leistung in Braunschweig war von unseren Jungs heute einiges zu erwarten, trotz der Sperren für Yabo und Peitz.
Sie enttäuschten die ca. 25.000 Karlsruher Fans nicht. Von Beginn an drängten sie die Löwen hinten rein und nach wenigen Minuten schoß Kai Bülow nach Flanke von Torres ein astreines Eigentor zum 1:0 für den KSC.
Wenn das Wort Torjubel in dieser Saison neu definiert werden muss, dann bei diesem 1:0. Unbeschreibliche Emotionen auf den Rängen, eine ohrenbetäubende Laustärke und so viel Hoffnung lag in diesem Jubel.
Sie ließen die Löwen nicht mehr aus der Umklammerung. Der KSC beherrschte das Spiel. Auf der rechten Seite machte das Duo Torres/Valentini ihr wohl bestes Saisonspiel. Hennings schirmte jeden Ball ab, Max gab auf Links das Laufwunder und über unsere Innenverteidiger kann man nur Lob ohne Ende aussprechen.
Keiner fiel heute ab. Krebs und Yamada sorgten im Mittelfeld für die technische Raffinesse und alle, wirklich alle kämpften und rannten.
Welche Taktik 60 verfolgte blieb schleierhaft. Sie standen nur hinten drin und schoßen kein einziges Mal auf das Tor von Dirk Orlishausen. Er musste nur einige Flanken abfangen und Rückpässe verarbeiten. Für ein Spiel bei dem man mindestens einen Punkt machen sollte, war dies eindeutig zu wenig.
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Gerüchte machten die Runde. St.Pauli führt, Lautern liegt zurück. Wie auch immer, als Torres auf Vorlage von Valentini zum 2:0 einschob, war er noch mal zu spüren. Dieser Jubel mit so viel Inbrunst, Emotion und Hoffnung. So etwas gibt es nur ganz am Ende einer Saison, wenn es um alles geht. Wie liebe ich dies!
Fast zeitgleich mit unserem 2:0 schoß ausgerechnet Kempe, der Bruder unseres Verteidigers, per Freistoß das 1:0 für Darmstadt.
Bei uns plätscherten die letzten Minuten dahin, alle mit einem Ohr auf die Meldung hoffend, das St.Pauli noch den Ausgleich schafft. Leider war dies nicht der Fall und so steigt diese verrückte Truppe der Lilien um Sailer, Heller und Sulu direkt in die 1.Bundesliga auf. Glückwunsch ans Böllenfalltor – ein modernes Fußballwunder!

Unsere Helden standen fix und alle vor der Gegengeraden. Vielleicht auch etwas enttäuscht, dass es nicht geklappt hat mit dem direkten Aufstieg. Heute zeigte sich das Karlsruher Publikum von seiner allerbesten Seite. Der ganze Wildpark bedankte sich bei der Mannschaft für diese tolle Saison. Egal wie die Relegation nun ausgeht, diese Mannschaft (und das Trainerteam) repräsentiert unseren KSC auf sensationelle Weise.
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Rouwen Hennings wurde so nebenbei noch Torschützenkönig in der 2.Bundesliga – super!
Die Löwen müssen als Drittletzter der 2.Liga in die Abstiegsrelegation gegen Holstein Kiel. Mal sehen wie die Störche so drauf sind.

Nun also Relegation gegen den Dino aus Hamburg, den Verein mit der Uhr. Der HSV hat nichts gelernt aus den letzten Jahren und sich eigentlich den Abstieg redlich verdient. Was ein Chaos in dem Verein bzw. der AG. Unser alter Stürmer Bruno Labbadia führte den Hamburger SV als Trainer gerade noch so auf den Relegationsplatz mit 10 Punkten aus den letzten 6 Spielen. Sie hatten mal wieder Glück, aber jetzt kommt der KSC und schraubt diese Uhr endlich ab!

Forza KSC – Nächster Halt 1.Bundesliga!

MaD

Nachspielzeit mit Rouwen Hennings & Dirk Orlishausen (Alte Hackerei Karlsruhe, 20.05.2015)

Hätte man es genau so planen wollen, es wäre schief gegangen. Wir schreiben den Mittwoch Abend vor dem Saisonfinale gegen 60 München. Der KSC hat die Chance aus eigener Kraft Platz 3 in der Liga und damit die Relegation zu erreichen und mit etwas Schützenhilfe von St.Pauli ist sogar der direkte Aufstieg möglich.
Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt haben wir im Rahmen der Nachspielzeit den aktuellen Torjäger der 2.Liga Rouwen Hennings und unseren Keeper und Kapitän Dirk Orlishausen zu Gast.
Schöner hätte die Konstellation nicht sein können.
scn
Dies sahen auch über 150 Besucher so, die jeden Sitzplatz in Karlsruhes gepflegtester Punkrockbar Alte Hackerei besetzten und sich auf den Stehplätzen dicht drängten.
Die „Nachspielzeit“ ist eine Veranstaltung der Supporters Karlsruhe und des Fanprojekts. Zwei Moderatoren aus der aktiven Fanszene befragen die Spieler abseits der üblichen Journalistenfragen („Woran lag´s“…….) und kitzeln die eine oder andere Anekdote aus ihnen heraus bzw. versuchen es zumindest.
Besonders Spaß macht dies, wenn zwei so sympathische Menschen wie Rouwen und Dirk zu Gast sind, die gerne plaudern und sichtlich Freude daran haben einen Abend mit den Fans des KSC zu verbringen.
Tosender Applaus begleitet beide Spieler bei ihrer Vorstellung durch Martin Löffler, den 1.Vorsitzenden der Supporters. Nach seinen einleitenden Worten durften die beiden Moderatoren loslegen und in den folgenden 2 1/4 Stunden ging es thematisch kreuz und quer durch spannende, lustige und nachdenkliche Ereignisse rund um den Fußball.
Nicht nur die aktuell sportliche Situation des KSC war Thema, auch die verpasste U21 EM von Rouwen Hennings im Jahr 2009, der Fußball im Osten und Red Bull Leipzig als Reizpunkt für die Fans. Hier nahm Dirk eine sehr differenzierte Position ein, was sein Bild von dem vielseitig interessierten Profi mit klarem Profil weiter stärkte.
Rouwen äußerste sich ausführlich zu seinen ehemaligen Mitspielern Andreas Biermann und Thomas Chichon (Wettskandal). In beiden Fällen war dies nicht einfach und bei seinen Ausführungen zum verstorbenen Andreas Biermann war es ganz still in der Hackerei. Welche Musik bei den beiden auf dem Plattenteller liegt wurde ebenso beantwortet wie die Frage ob Dirk Rudi Wimmer kennt.
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Ehemalige Trainer und Stationen der beiden waren ebenso Thema wie Spielsysteme, Torjubel gegen den Ex-Verein, Stimmungsboykott der Fans oder warum Dirk in seiner Profikarriere bisher nur 6 gelbe Karten kassiert hat.
Nach einer kurzen Pause durften sich die Anwesenden mit ihren Fragen an die beiden Spieler wenden. Dabei wurde wieder viel gelacht und gescherzt.
Auch das Spiel des Lebens oder welches Spiel man gerne noch mal spielen würde war eine Frage der Moderatoren. Wer schon mehrere Nachspielzeiten besucht hat weiß, dass hier immer wieder Perlen zum Vorschein treten.
Auch der Abstieg gegen Regensburg wurde mit Dirk Orlishausen noch mal besprochen. Er saß lange nach dem Abpfiff damals noch niedergeschlagen am Torpfosten. Dieses Bild wird allen die damals im Stadion waren noch in Erinnerung sein.
Wie fühlt sich ein Rouwen Hennings, wenn er genau weiß, dass der Ball im Tor ist, so bald er den eigenen Fuß verlässt oder wie schwer taten sich beide mit der badischen Sprache als sie in den Wildpark wechselten? Zwei Tage nahm sich Dirk Zeit für seine Entscheidung mit dem KSC das Abenteuer 2.Bundesliga anzugehen, bei Rouwen war es keine Stunde. Beide haben keine Minute in Karlsruhe bereut bisher und wir hoffen dass dies so bleibt.
Ein kurzweiliger Abend war gegen 21.30 Uhr zu Ende und wurde mit einem „Ja“ und großem Jubel der Anwensenden beendet. Die Antwort auf welche Frage es war, könnt ihr euch denken.

Danke an Rouwen Hennings und Dirk Orlishausen für diese „Nachspielzeit“ und natürlich auch Danke an alle Anwesenden, Plüschi und seinem Team, den Supporters und dem Fanprojekt.

MaD

Anhang 2
Anhang 1

Road Trip Karlsruhe-Berlin-Braunschweig

Zum letzten Heimspiel der Hertha war es uns eine Freude die Berliner gegen Frankfurt unterstützen zu können. Wir machten uns am frühen Mogen mit dem Auto auf ins dicke B und zwar so rechtzeitig, dass es noch zu einem Zwischenstopp bei CoreTex Records in Kreuberg reichte.
Einfach ein Muss dort zu stöbern und draussen auf der Bank noch ein Bier zu trinken. Irgendwie war es auch gleichzeitig die Eistimmung auf das abendliche Konzert im Astra von Deez Nuts und Stick To Your Guns.
Aber erst mal war Fußball angesagt, wobei dieser auf dem Feld absolut zu kurz kam an dem Nachmittag. Einen üblen Kick mussten die 60.000 Zuschauer über sich ergehen lassen.
Support auf Berliner Seite trotz allem sehr stark und abwechslungsreich. Die Ostkurve zog gut mit. Der Spieler Ben-Hatira verbrachte auch ne ganze Zeit unten im Heimblock.
Frankfurt mit ner sehr schönen Choreo zu Beginn und viel Feuerwerk zur Feier des letzten Auswärtsspiels der Saison nach der Halbzeit. Vielen Dank auch für das laute „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“. Fast zu viel der Ehre, dass dies mit der lauteste Gesang der Gäste an dem Nachmittag war. So viel falsch kann eine Szene dann nicht gemacht haben, wenn die Eintracht selbst in Berlin hier geschlossen und laustark diese „beleidigt“.
Das 0:0 war am Ende folgerichtig und bildete prima das Niveau ab. Kalou hätte lässig das 1:0 für die alte Dame erzielen können, scheiterte aber an sich selbst.
So ist kurz vor dem letzten Spieltag sogar noch die winzige Möglichkeit auf Relegation für die Berliner möglich, was wir dann doch aber nicht hoffen wollen.
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Am Abend dann ab ins Astra um zu sehen wie Stick To Your Guns einen prima Abend erwischten und die Halle auseinander nahmen. Schöner Moshpit fast bis nach hinten, jeder hatte Lust zu tanzen. Nur wenn man mit Bierbechern wirft mag er gar nicht der Sänger. So stand das Konzert schon nach den ersten Takten vor einem Eklat, als er von der Bühne ging und dem Typen aus der ersten reihe eine scheuerte. Wieder on stage hielt er einen Vortrag darüber dass man dies nicht machen sollte, aber der Typ gerne hier bleiben kann und man nachher noch mal drüber reden kann.
Deez Nuts taten sich nach dem furiosen Auftritt von STYG etwas schwer und brachten das Astra nicht so in Wallung. Erst bei „Band Of Brothers“ drehten alle richtig am Rad und die Bühne war voll mit feierwütigen Leuten.
Ein rundum gelunger Abend.
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Weiter gings am nächsten Morgen in Richtung Braunschweig und wieder mal die Lehre, dass man einfach rechtzeitig losfahren sollte. Schon am Berliner Ring standen wir im Stau. letztlich schafften wir es gerade noch so zum Anpfiff, hatten aber paar graue Haare mehr.
Die Reaktion nach dem Spiel gegen Darmstadt interessierte uns alle. Der KSC machte das war er am besten kann, kompakt stehen. Brausnchweig biss sich daran etwas die Zähne aus und bei unseren wenigen Vorstößen waren wir gefährlicher. Das 0:1 durch Rouwen Hennings  kurz vor der Pause ließ unseren Block toben. Die Spielstände auf den anderen Plätzen waren ja ebenfalls bekannt.
In halbzeit zwei ein intensives Spiel mit Vorteilen für Braunschweig. Das 1:1 lag mehr als nur in der Luft. Dann spielte uns eine Rangelei in der Hälfte des KSCH in die Hände. Rot für den Braunschweiger Reichel und gelb-rot für unseren Peitz(er). Dies brachte die Gastgeber mehr aus dem Rhythmus als uns. Hennings schloß einen Konter in der 87.Minute mit einem strammen Schuß ins kurze Eck ab. Sein linker Fuß ist einfach Gold wert und so siegten wir mit 0:2. Der Mannschaft merkte man an, wie geil sie auf diesen Sieg waren. So gibt es nun ein richtiges Finale am Wildpark. Darmstadt verlor in Fürth und K´Lautern spielte nur 0:0 in Aue. Der KSC hat mit einem Heimsieg gegen 1860 München Platz 3 sicher, alles weitere wäre Zugabe.
Was für eine sensationelle Saison!
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MaD

Anhang 2

Veranstaltungshinweis: Nachspielzeit: Heute ab 19 Uhr

Zwei Spieler, die exemplarisch für ein starkes Team stehen, sind am 20.05.2015 in der Alten Hackerei, der einzigen gepflegten Punkrock Kneipe in Karlsruhe zu Gast.

Unter dem Motto „1.Liga – Träumen erlaubt?!“ plaudern Dirk Orlishausen und Rouwen Hennings mit Fans und Freunden unseres Karlsruher SC.

Alle sind hierzu recht herzlich eingeladen um bei kühlen Getränken auf eine sensationelle Saison zurückzublicken und mit unseren beiden Gästen (vielleicht) auch etwas zu träumen vor dem letzten Ligaspiel.

Lernen wir gemeinsam Dirk und Rouwen abseits der 90 Minuten etwas besser kennen, es ist schließlich Nachspielzeit.

Los geht’s ab 19 Uhr – seid dabei!

scn

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