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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Derbysieger!

Endlich! Nach langer Durststrecke gewinnt der Karlsruher SC wieder gegen den Erzrivalen aus der Pfalz. Am Ende stand ein verdientes 2:0 auf der Anzeigetafel. Unsere Mannschaft kam zur Feier vor die Gegengerade, die Pfälzer dagegen mussten zum Rapport in die Kurve.

Ein nicht ausverkaufter Wildpark sah eine Pyro-Show der Kartoffelbauern zum Auftakt. Diese hatte es in sich. Wer mich kennt weiß, dass ich Pyro nicht abgeneigt bin und es als Stilmittel des Supports und als festen Bestandteil der Fankultur sehe. Rauch und Bengalos – alles wunderbar und optisch oft sehr schön, aber Leute lasst doch die Schießerei der Clips. Welch eine Scheiße der FCK hier veranstaltete. Clips gingen in Richtung Gegengerade und wurden völlig unkontrolliert in die Landschaft geschossen. Dadurch wurden Menschen gefährdet und ist deshalb nicht akzeptabel. 

Wäre dies nicht gewesen, könnte man die Show der Pfälzer ohne Ende abfeiern. So bleibt leider ein fader Beigeschmack. Pyro muss im Block bleiben. 

Auf dem Platz tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel. Der KSC hatte Feldvorteile, Lautern kam nicht wirklich ins Spiel. Auf den Rängen hatte Lautern dagegen klar die Oberhand.

Nicht weiter verwunderlich, da auf unserer Seite aufgrund „besonderer Umstände“ dann doch die Hälfte fehlte. Sie trafen erst Mitte der 2.Halbzeit im Block ein.

So stand unser Capo alleine vorne und versuchte das bestmögliche. Derbystimmung mit der nötigen Aggressivität kam nur zuweilen auf. Im Block gab unser ehemaliger Trommler alles, nachdem die ersten Minuten so ganz ohne Trommel echt Mau waren. Verlernt hat er nichts der Gute – danke für dein Einspringen.

Ein Trikot-Zupfer an Hoffer bescherte uns in der 45.Minute einen Elfmeter und Nazarov ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Der Jubel auf unserer Seite war groß. Meine Angst dies noch zu vergeigen wuchs durch das Tor eher noch. Kennt ihr vielleicht auch. Es steht in einem wichtigen Spiel 0:0, die eigene Mannschaft geht in Führung und dann ist sie da, die Angst vor dem Ausgleich, die Angst den Sieg noch aus der Hand zu geben.

Als wir kurz nach der Pause das 2:0 erzielten, dies aber nicht anerkannt wurde, ahnte ich schon Böses. Zum Glück ließ mich der KSC nicht im Stich und nur eine Minute später schoß Grischa Prömel den Ball aus 25m von halbrechts in den Winkel – Traumtor! Kollektiver Jubel im L-Block. Ich stürzte 10 Reihen nach unten, Platz genug war ja.

Nach einer Stunde Spielzeit kamen endlich unsere Jungs und nun wurde es laut. Derbystimmung für die letzten 30 Minuten. Die Spruchbänder, welche eigentlich für die kompletten 90 Minuten vorgesehen waren, wurden nun im Minutentakt präsentiert. U.a. zum Jubiläum der UB90 aus Straßburg und gegen die Funktionäre der FIFA und des DFB.

Im Auswärtsblock war es mittlerweile ruhiger geworden. Der FCK machte auch auf dem Rasen nicht den Eindruck hier überhaupt noch gefährlich zu werden. Der KSC stand sicher und einer lief für den anderen. Die Mannschaft ist intakt. Wo letzte Saison noch Meffert einen exzellenten 6er spielte, brilliert nun Grischa Prömel. So schnell geht das. Peitz ist momentan nicht zu ersetzen und so bleibt Meffert außen vor.

Hoffer wurde mit großem Jubel verabschiedet. Er rackerte wieder und holte den Elfmeter heraus. Seine Kritiker im Internet werden nicht verstummen, selbst wenn er in jedem Spiel ein Tor macht. So ist das in unserer medialen Welt eben, da hetzt jeder wo er nur kann. Auf dem Platz gab er mit seiner Einstellung und Kampfbereitschaft die richtige Antwort.

Diamantakos kam für ihn und deutet an was er kann. Hoffentlich werden wir an ihm noch viel Freude haben.

Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Wer hätte gedacht, dass wir aus den Partien gegen Freiburg, 1860 und Kaiserslautern sieben Punkte machen?! Seit Markus Kauczinski seinen Abschied zum Saisonende verkündete läuft es besser. Ein Schelm wer hier Vermutungen anstellt.

Danke KSC für diesen Samstag Nachmittag! Ein Derbysieg gegen Kaiserslautern ist und bleibt eben etwas Besonderes.

Im Wildpark wurde gefeiert, die Haupttribüne gab sogar stehenden Applaus für eine gute Leistung der Mannschaft in Blau-Weiß.

Forza KSC!

Mad

P.S. Da aufgrund der vorher schon erwähnten „besonderen Umstände“ unser Block halb leer war, stand ich mit einer kleinen Gruppe alter Weggefährten unten am Geländer. Jungs, es ist mir eine Freude mit euch seit mehr oder weniger 20 Jahren (@Acker: Bei uns sind es nun schon 23!) unseren Verein zu unterstützen. Saugut, dass ihr immer noch dabei seid! Es war irgendwie ein tolles Gefühl euch an diesem Samstag Nachmittag neben mir zu wissen.

Gruß „Sektion Gefühlsduselei“!

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Auf zum Sturm der Regensburg

Die Oberpfalz war das Ziel und die Mission Relegationsplatz wurde erfolgreich absolviert. Dieser Nachmittag gegen die Frankfurter Eintracht kostete mich aber bestimmt die Hälfte meiner noch vorhandenen Nerven. 
Jeder von uns wusste wie es bei 1860, Aue und Cottbus steht und so war klar, dass ein Tor der Eintracht wahrscheinlich den direkten Abstieg bedeuten würde und dies für unseren Verein ungeahnte Folgen hätte.
Ihr könnt euch denken wie man sich da fühlt, wenn es wieder einen Freistoß und wieder eine Ecke gibt und dies kurz vor dem Abpfiff.
Da fliegen Bälle in unseren 16er und jeder könnte das Aus für uns bedeuten.
Die letzten 10 Minuten wurde aus frenetischem Support ein Zittern und Bibbern. Allen sah man die Anspannung an, es wurden Hände in den Hosentaschen vergraben, Blicke vom Spielfeld abgewendet oder die Hände vors Gesicht gehalten.
Nervlicher Ausnahmezustand in Karlsruhe!

Der Beginn des Tages war auf dem Marktplatz und gegen elf Uhr trat man den Marsch zum Wildpark an. Auch hier war bei vielen die Anspannung schon greifbar.
Das Spiel begann mit laustarker Anfeuerung auf Karlsruher und einer sehr schönen Pyroshow auf Frankfurter Seite. Da ließen sich die Hessen nicht lumpen und packten einiges an Rauch und Feuer aus. Prima Ding, bis auf die Raketen und die Richtung Platz entsorgten Bengalos.
Der KSC legte sehr gut los, war von der ersten Minute an präsent und stand dem designierten Aufsteiger auf den Füßen. Dann die sensationelle 9.Minute. Iashi und Schiek spielen sich rechts herrlich durch. Schiek dringt in den Frankfurter Strafraum auf Höhe des Fünfmeterraumes ein, legt den Ball in die Mitte und unser Zypriote Charalambous versenkt den Ball im Netz. Befreiender, fanatischer Jubel im Wildpark.
Irgendwann Mitte der ersten Hälfte war klar, dass auf München Blau kein Verlass sein würde. Aachen führte mit 2:1 bei 1860, was mir aber vorher schon fast klar war. Ist eben mittlerweile (leider) ein Scheißverein.
Der KSC war weiter engagiert und stand defensiv sehr sehr gut. Zugeben muss man aber auch, dass die Frankfurter nix wollten. Sie hatten mehr Spielanteile aber drängten nicht wirklich auf den Ausgleich. Zum Glück!
So brachten wir 70 Minuten über die Runden bis Schiek bei einer Ablage im eigenen Strafraum Idrissou den Ball auf dem Silbertablett servierte, dieser das Mahl aber verschmähte und wir noch mal mit dem Schrecken davon kamen. Auch die Jacke meines Freundes „Örni“ überlebte es zum Glück, als ich reflexartig in dieser Situation daran wie wild zog. Was ich damit erreichen wollte – keine Ahnung.

Als dann die Ordnungskräfte kurz vor Ende der Partie mit mehreren Hundertschaften auf der Aschenbahn einzogen war klar, dass der Schiri hier nicht mehr lange nachspielen lassen und sicherlich auch keine strittige Situation mehr gegen den KSC pfeifen würde. Es war vollbracht und nun war Showtime. Es zogen die Pferde der Spanischen Hofreitschule ein, im Sattel die stolze Schweizer Garde und vollführten Pferdedressurreiten im Stiele des Dr.Reinhard Klimke auf „Ahlerich“. Die Frankfurter „Chaoten“ waren fasziniert, ja hingerissen und schmolzen vor Verzückung ob dieser grazielen Vorstellung dahin. Hätten sie Blumen zur Hand gehabt, hätten sie die Aschenbahn in ein Blumenmeer verwandelt.
Danke an den Steuerzahler, dass er diesen kulturell und sportlich wertvollen Glanzpunkt finanziert hat. (Oder hätte deswegen jemand einen Rüffel verdient?)

Nun also auf nach Regensburg! Wir sind guter Dinge, gehen wir doch gestärkt aus dieser Partie hervor.

Danke an eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft (….was bitte war denn mit euch in Aachen los….?), danke an unsere Freunde aus Berlin, Graz und Straßbourg. Vielen Dank an Hiroshi, der wohl die weiteste Anreise mit seiner Familie hatte.

Alle auf nach Regensburg!!!

OnkelMad

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