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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa!

Einen intensiven Freitag Abend erlebten die 15.600 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion am 06.11. gegen den VFL Bochum.

Die von einem der geilsten Trainer ins Rennen geschickten Bochumer wie immer stürmisch und ließen uns teilweise alt aussehen. Terrode hatte mehrere gute Szenen und auch Bulut forderte Stoll, Mauersberger und Orlishausen oft. Wir hatten auf dem Feld etwas Anlaufschwierigkeiten ins Spiel zu finden, auf den Rängen waren wir dagegen von Beginn an da. Wenn sogar der Capo nach wenigen Minuten schon lobt (natürlich gleich mit einer kleinen Einschränkung*g), dann muss es lautstark gewesen sein.

Bochum mit vlt. knapp 250 Leuten am Start. Für einen Freitag will man dies gerade mal so gelten lassen. Genau hier muss man bei „Fangerechten Anstoßzeiten“ ansetzen. Wäre diese Partie am Samstag oder Sonntag gewesen, hätte der VFL sicher doppelt so viele Leute mitgebracht.

Im L-Block kreisten die Schwenkfahnen und ein junger Mann entwickelte den Ehrgeiz bis zum 1:0 für den KSC zu schwenken, egal wie lange dies auf sich warten ließe. Wir sprachen schon davon, dass dieses 0:0 für ihn bestimmt ein langer Abend wird.

Als Torres nach unglaublichem Fehlpass von Celozzi fast das 1:0 für uns erzielt hätte, war er der Ablösung sehr nahe. „Ich schwenk ihn jetzt rein“ war seine Ankündigung und der KSC nahm auf dem Feld auch Fahrt auf. Keine 10 Minuten später flankte Torres und Diamantakos, unser Grieche, der erst Mandeln, dann Rücken und was weiß ich noch alles hatte, köpfte zum 1:0 rein – das erste Tor in der Bundesligahistorie, welches sozusagen „reingeschwenkt“ wurde.

Als kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Yamada endlich mal wieder traf (27 Spiele ohne Tor!) konnte die Party im Wildpark starten. Unter Flutlicht lässt sich besonders gut feiern und so benötigte die Kurve kaum noch Ansporn lauter zu werden.

Der KSC hatte das Spiel im Griff. Die sehr gute Bochumer Offensive prallte an unserer Verteidigung einfach ab und kam mal was durch bewies Orle ungeahnte Qualitäten als Krake. Hut ab!

Im Block wurde gehüpft, aber dann doch eher gesittet, wie ein uns allen bekannter Herr mit durchdringender Stimme bemerkte. Während er versuchte den Pogo zu starten, flüchteten in seinem Umkreis die Leute. Sein Kommentar dazu:“Das ist hier dermaßen gesittet geworden, da fällt man schon auf wenn man rum springt“.

Ein Zischen hinter mir ließ mich aufhorchen. Da öffnete doch jemand eine Cola Dose. Immer gegen den Kommerz, die großen Konzerne und ein Traditionsverein T-Shirt an, trank er strahlend seine Cola. Just in diesem Moment sag die Kurve „Wo wir auch spielen, hoff ich Karlsruh wird führen, hoff ich Karlsruh wird siegen und dann sauf ich mich zu für Karlsruh“. Dies war schnell umgedichtet in „….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa“. Es war uns eine Freude ihm persönlich dieses Ständchen zu singen. Lachend verschluckte er sich fast an dieser Brühe.

Barry erhöhte dann unter großem Jubel auf 3:0. Wieder war Diamantakos beteiligt, der bei seinem Startelf Debut überzeugte. Bochum begann schon damit die Fahnen abzuhängen. Wenn also eine Viertelstunde vor Schluss der Block aufgibt, dann konnte es auch der VFL auf dem Rasen. Da kam nichts mehr und der KSC brachte ein überzeugendes 3:0 sicher nach Hause. Gut hat mir gefallen, wie die Mannschaft ins Spiel fand, nachdem der VFL zu Beginn am Drücker war und dann das Niveau auch hielt.

Für Jan Mauerberger freut mich die Entwicklung besonders. Schon aussortiert, ist er jetzt mit unserem Oldie Stoll die Stütze der Abwehr. Auch Orle hat wieder zur Stärke der letzten Saison zurück gefunden und auf den Außen spielen Valentini und Kempe sehr solide. Es passt momentan beim KSC!

MaD

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Bochum ist nicht mal Petting

Da kann Herbert vor dem Anpfiff aus den Lautsprechern sein Bochum besingen wie er will. Momentan ist da nicht viel los, weder auf dem Platz und schon gar nicht auf den Rängen.
Nach vielen Spielen ohne Sieg und sehr schlechtem Spiel ist Tristesse eingekehrt in Peter Neurures Wohnzimmer. Wo einst der VokuHila der Nation den VFL in den Uefa-Cup führte und man vor kurzem noch Bundesliga kickte beschwört die Kurve heute schlicht die Mannschaft „endlich wieder Fußball zu spielen“.
Viele kleine Spruchbänder, die alle aussagten, dass es gerade nix zu feiern gibt.
Bochum ist auf den Rängen momentan nicht mal Petting und schon gar nicht Hardcore (…hallo Spruchband…), eher ein schüchterner Kuß auf die Wange.
Diese Kurve ist tot zur Zeit. Schade, denn ich liebe lebendige picke packe volle und laute Kurven, aber davon ist man dort leider weit entfernt. Bewegung war vlt. durchgehend bei 100 Leuten und gehört hat man die Heimkurve in unserem Block praktisch nie. Es sei euch zu wünschen, dass da wieder mehr Leben reinkommt.

Nach einer granatenschlechten Halbzeit von unserer Mannschaft gaben wir in Halbzeit zwei auch mehr Gas und siehe da es wurde besser auf dem Rasen. (Als Fan gehe ich einfach mal davon aus, dass auch unser Engagement mit dazu beigetragen hat.)
Zwei Chancen von Lavric hätten eigentlich den Sieg bedeuten müssen, aber vor allem die erste Möglichkeit verstolperte unser Mittelstürmer fahrlässig. Bochum hatte seine Chancen, sowohl in Halbzeit Eins als auch kurz vor Schluss als Orlishausen uns den Punkt rettet. Gehen wir in Führung gewinnt der KSC das Spiel, so müssen wir mit diesem Punkt und den sehr engagierten zweiten 45Minuten zufrieden sein. Wir haben es immer noch selbst in der Hand.

Ansonsten herzliche Glückwünsche zu 13 Jahren Phönix Sons. 13 Jahre Fanatismus für Blau und Weiß!

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Für euch in Bochum war
OnkelMad

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