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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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choreo

Kempinho und das vollkommene Chaos

Welch denkwürdiges Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag feierten wir die wunderbare 40 Jahre andauernde Freundschaft mit den Anhängern von Hertha BSC im ausverkauften NCO Club in Karlsruhe. Stunden später entstieg Kempinho im Wildparkstadion wie ein Phönix aus dem bisherigen Chaos dieser Saison. 

Gefühlt spielten gerade noch The Offenders und feierten zu Dance- und Partymucke die bunte Mischung aus Karlsruher und Berliner Fans, samt Freunden aus Graz und Strasbourg, da war es schon wieder Mittag und der KSC trat zum ersten Rückrundenspiel an. 

Die Berliner waren zu ihrem Auswärtsspiel in Freiburg längst aufgebrochen, da nahm die Chaos-Choreo über die gesamte Gegengerade im Wildpark seinen Lauf. Untermalt von dem auf unseren Verein bezogenen schönen Satz „Auch ein perfektes Chaos ist etwas Vollkommenes“! 

Das erste Spiel unter unserem neuen Trainer Mirko Slomka ging gleich gegen eine direkte Konkurrentin im Abstiegskampf. Die punktgleiche Arminia aus Bielefeld war zu Gast und brachte sicherlich ca. 500 Anhänger mit. Die meisten versammelten sich mittig hinter der Local Crew Fahne, standen kompakt und machten einen ordentlichen Support. Der Gästeblock war mit altbekannten Bannern gut geschmückt. 

Das Zuschauerinteresse hätte aufgrund der Brisanz des Spiels größer sein müssen, aber so ist es eben in Karlsruhe. Sobald schlechter Fußball geboten wird, sind die Leute weg. Da wird schnell vergessen, dass vier (!!!!) sehr gute Spielzeiten mit den Platzierungen 1,5,3 und 7 gerade hinter uns liegen. Im Gedächtnis von so manchem Fan ist dies wohl schon Dekaden her. 

Was geschah in Halbzeit eins? Wir sahen das selbe Gestolpert wie unter Oral. Mutlos, kraftlos und mehr Bolzen als gepflegter Fußball. Die Arminia hätte schon nach zwei gespielten Minuten führen müssen, doch Schütz donnerte den Ball aus 16m nur an den Pfosten. Klos hatte zuvor den Ball im Strafraum seelenruhig zurück legen können. 

In die Pause ging wohl kein KSC Fan mit einem guten Gefühl. Wie um alles in der Welt wollte unsere Truppe hier ein Tor erzielen? Was direkt nach Wiederbeginn geschah, bestätigte alle Befürchtungen. Unser ehemaliges Mittelfeld-Ass Reinhold Yabo spielte seine ganze Stärke aus und bediente Fabian Klos, der zum 0:1 einschob. 

Ernüchterung machte sich breit im weiten Rund und keiner rechnete damit was nun geschah. Die Spieler nahmen ihre elf blau-weißen Herz in beide Hände und spielten ihre beste Halbzeit der Saison. Sie kämpften um jeden Meter und um jeden Ball. Slomka stellte die Taktik etwas um und wir agierten nun aus einem kompakten Mittelfeld heraus in dem Yamada den Ton angab. Eine Ecke führte dann zum Ausgleich. Figueras setzte sich gegen Klos durch und der Ball senkte sich ins Bielefelder Netz. 

Keine Atempause gönnte unsere Mannschaft nun den Armininen. Der Wildpark war schon etwas aus dem Dämmerschlaf erwacht, aber Dennis „Kempinho“ Kempe unser Linker-Verteidiger weckte ihn nun komplett auf. Ob er selbst wusste was er da tat und wo eigentlich der Ball war?

Er fing den Befreiungsschlag der Bielefelder in deren Hälfte ab, umkurvte Yabo und drehte sich in den Bielefelder Verteidiger am 16er hinein, wobei er den Ball zweimal mit der Sohle mitnahm um ihn dann über Hesl hinweg zum 2:1 aus halblinker Position ins Glück zu schießen. Das Wildparkstadion befand sich irgendwo zwischen „Habe ich dies gerade geträumt“ und purer Ekstase. Es war einer dieser Momente, die man nie vergisst. 

Der KSC wäre aber nicht der Chaosclub der er nun mal ist, wenn er sich nicht zwei Minuten später den Ausgleich fangen würde. Eine Freistissflanke aufs lanke Eck segelte an allen vorbei und es stand 2:2.

Wunder Nummer zwei sollte nun folgen, denn wir kamen abermals zurück. Dieses Mal durch unseren quirligen Stürmer Jimmy Hoffer, der zwar stets ackert sich bisher aber auch nicht als Tormaschine entpuppte. Einen abgewehrten Eckball nahm er an der Strafraumgrenze auf und drosch das Leder aufs Tor. Trotz Vollversammlung vor dem Bielefelder Tor fand der Ball den Weg Richtung Gehäuse. Hesl war noch dran, bugsierte ihn aber geschickt an dem auf der Linie stehenden Fabian Klos vorbei ins Tor. 

Dass wir dieses Spiel mit 3:2 gewannen, verdanken wir Sekunden vor dem Schlusspfiff Kinsombi. Unser junger Verteidiger setzte im eigenen 16er zu einer waghalsigen Rettungstat an und bekam gerade noch den Fuß vor Klos an den Ball, der ansonsten völlig frei vor Vollath gestanden wäre. Chapeau für diese Flugeinlage! 

Am Ende standen drei Punkte und drei geschossene Tore auf der Habenseite an diesem 29.01.2017 vor ca. 13.500 Zuschauern und irgendwie keimt nach dieser zweiten Halbzeit etwas Hoffnung auf besseren Fußball unserer Truppe unter Mirko Slomka. 

Abstieg ist jedenfalls keine Option!

Mit Fabian Reese (Schalke), Stefan Musoga (1860 München), Benedikt Gimber (Hoffenheim) und unserem Heimkehrer Jonas Meffert (SC Freiburg) verstärkten wir unseren Kader auf Leihbasis für den Abstiegskampf. Zuvor verpflichteten wir schon Oskar Zawada vom VFL Wolfsburg. 

Auf gehts KSC – 16x gilt es nun diese zweite Halbzeit zu bestätigen für unseren Chaosverein. 

MaD

Derbyrückblick: Karlsruher SC – VFB Stuttgart oder Sunday Bloody Sunday 

Am letzten Sonntag im Oktober diesen Jahres stieg eines der heißesten Derbys in Fußballdeutschland. Mein Karlsruher SC empfing die Nacktmulle aus dem Talkessel. „Tag X“ war da, wie ein tausendfach auf YouTube angesehenes Video schon Wochen vorher beschwor. 

Ich kann, selbst angesichts der Niederlage, bis heute nicht aufhören darüber zu grinsen, dass dieses Duell 2016/2017 nur statt findet, weil der VFB aus der 1.Bundesliga abgestiegen ist. Es sind diese kleinen Freuden, die das Leben lebenswert machen. 😎

Die Karlsruher Szene war schon früh an diesem trüben Sonntag Morgen auf den Beinen um sich zum Derbymarsch im Fanprojekt zu versammeln. Dass dies kein normales Spiel ist, merkte man nicht nur an der Anzahl der Anwesenden. Die Stimmung war angespannt, es kribbelte bei allen, es war laut, teils hektisch und man sah auch wieder Gesichter, die man nur bei derlei Begegnungen sieht. 

Der Marsch startete mit viel Pyro und lautstarken Gesängen. Über tausend KSC-Fans bahnten sich ihren Weg, vorbei an den Hochhäusern der Nordstadt bis zum abgesperrten Adenauerring. Unsere Berliner Freunde sprachen uns und den Jungs, welche von den kurz vorher ausgesprochenen SV betroffen sind via Spruchband von einer Brücke aus Mut zu. Danke für eure Freundschaft und dass ihr die ersten 10 Minuten des Derbys mit uns verbracht habt, bevor ihr zu eurem Spiel nach Hoffenheim weiter gefahren seid. 

Das Stuttgarter Maskottchen wurde noch einem Feuertest unterzogen und fiel glatt durch. Tiefschwarzer Rauch stieg aus dem Inneren des Krokodils hervor und man bekommt unweigerlich Angst davor, dass es in einer Fabrik welche diese Viecher herstellt mal brennt. Und die Frage welche Chemie da drin steckt, stelle ich mal besser nicht. Wenn jeder aus der Cannstatter Kurve allerdings so ein Stofftier zu Hause hat, erklärt es wiederum einiges. 

Im Stadion wurden die letzten Vorbereitungen zur Choreo getroffen. Wochenlange Arbeit lag hinter den Ultra-Gruppen und alle wollten die Choreografie nun der Öffentlichkeit zeigen. Über die komplette Gegengerade erstreckte sich die zweiteilige Choreo, die in den Karlsruher Stadtfarben begann und in die Aufforderung mündete das Schlachtfeld heute als Sieger zu verlassen. Die Mühe hat sich wirklich gelohnt. In der Karlsruher Mittagssonne erstrahlte die Gegengerade in vollem Glanz. 

Bilder findet ihr hier: http://ultra1894.de/11-spieltag-ksc-schaben/

Im Auswärtsblock stieg roter Rauch auf und die Nacktmulle machten sich sehr lautstark bemerkbar. Die alte Gelbfüssler Fahne wurde auch wieder ausgegraben. Es waren knapp 4.000 Stuttgarter im Stadion die sehr laut ihre Mannschaft unterstützten und zu Beginn der zweiten Halbzeit noch eine kleine Pyroshow veranstalteten. 

Auf dem Spielfeld begann der KSC sehr engagiert. Die Jungs wussten um was es uns bei diesem Spiel geht. Es war und ist nichts weniger als das Spiel des Jahres für alle KSC Fanatiker. Natürlich erklang hier auch „Tod und Hass dem VFB“! Ganze Generationen von KSC Fans schmetterten diese Zeilen schon durch den Wildpark und das Neckarstadion. Anfang der 90er Jahre wurde dies untermalt mit schwarzem Rauch auf einem riesigen Bettlacken in der Untertürkheimer Kurve präsentiert. Da war es niemandem auch nur eine Erwähnung wert. War eben eine andere Zeit. Damals unterstützen uns sogar noch dutzende Frankfurter in schwarzen Bomberjacken. Aber lassen wir die alten Geschichten, das erinnert nämlich an „Opa erzählt vom Krieg“. 😏 

Das der VFB nach 10 Minuten das 0:1 erzielte war tragisch und ich merkte an mir selbst wie die Hoffnung auf einen Derby-Sieg sehr schwand, da ich es unserer Mannschaft nicht zutraute dies noch zu drehen. Im Rückblick denke ich, dass es wohl nicht nur mir so ging, denn der Support hatte nach dem Gegentor nicht mehr die Energie wie davor. 

Es war ein Spiel mit sog. „offenem Visier“. Beide Mannschaften waren sehr engagiert bei der Sache, der VFB wirkte dabei stets den einen Tick besser. Trotzdem hatten wir zwei sehr gute Möglichkeiten um den Ausgleich zu erzielen. Wir sind aber vor dem Tor nicht konzentriert oder auch gut genug und so machten wir die heiß ersehnte Bude eben nicht. 

In der zweiten Halbzeit präsentierte der L-Block ein kleines Theaterstück mit „Äffle und Pferdle“ und einem vermeintlichen „Angsthasen“. Dabei erlebten die beiden schwäbischen Protagonisten ihr blau-weißes Wunder. FSK ab 6 Jahren!

Wir erlebten leider einen schlimmen Auftakt nach der Pause. Der VFB in Person von Terrodde erzielte gegen unsere überforderte Innenverteidigung das 0:2. Der Stuttgarter Stürmer stand in der Luft und Figueras/Kinsombi konnten nur zuschauen. Sie können es leider nicht besser. Was im Auswärtsblock daraufhin los war muss ich hier wohl nicht wiedergeben, jeder kann es sich denken. 

Es war nun aber gut zu beobachteten wie der KSC weiter Gas gab und die Spieler alles versuchten um das Ding noch zu drehen. Und wie aus heiterem Himmel ergab sich dann auch die Chance auf einen eigenen Treffer. Handelfmeter für unsere Farben und Stoppelkamp verwandelte sicher zum 1:2. Der Jubel war sehr groß auf unserer Seite, Fäuste wurden geballt und die Mannschaft in den Minuten danach versucht so lautstark als möglich zu pushen. 

Leider ergab sich keine weitere Torchance mehr. So sehr der KSC es auch versuchte, am Strafraum war Schluss und der VFB machte in der 87. Minute mit dem 1:3 den Sack zu. In deren Block wurde sogleich ein vorbereiteter Derbysieger Lappen präsentiert. 

Unsere Mannschaft hat alles gegeben. Sie kämpften, rannten und ackerten und versuchten das Spiel zu gewinnen. Oral hatte sie gut eingestellt. Es reicht aber eben nicht. Aus meiner Sicht war es sogar die beste Saisonleistung bis dahin und mehr ist nicht drin. Wir haben zu sehr an Qualität verloren und sind zu ungefährlich vor dem Tor. Dies war die letzten Jahre schon nicht unsere Stärke, da konnten wir uns aber auf eine bärenstarke Defensive verlassen. Wenn ich mir beim Derby unsere Neuzugänge Figueras und Kinsombi da hinten anschaue bekomme ich Drehschwindel und bei jedem gegnerischen Angriff wird mir Angst und Bange. Gegen eine Truppe wie sie die Nacktmulle haben, besteht da kaum eine Chance. Ist leider so. Zum kotzen was die Verantwortlichen Todt und Wellenreuther hier angerichtet haben. 

Der erwartete blutige Sonntag blieb auch aus und alle 27.600 Zuschauer konnten unversehrt den Heimweg antreten. Ob darüber wohl alle glückwilich waren, dass es doch keine Krawalle gab? Die Medien hätten sicherlich gerne Krawall und Remidemmi präsentiert. Verkauft sich einfach besser als ein friedliches Derby. 

Dazu lest bitte diesen sehr guten Artikel: http://ultra1894.de/wie-man-ein-kuenstliches-horror-szenario-heraufbeschwoert-teil-2/

Nun mal im Ernst Stuttgarter: Der Kevin Grosskreutz machte für euch im Vorfeld und auch danach verbal die „Assi-Nutte“. Diese Blitzbirne hat Dortmund tätowiert, er ist der BVB und er lebt diesen auch. Jetzt biedert er sich aufs übelste bei euch an und labert etwas von der Stadt und der Region. Er tut so als wäre er ein Ur-Stuttgarter und in Cannstatt geboren. Weiß der überhaupt in welchem Bundesland er spielt? Ist euch dies nicht zu dumm? Mit Dortmund an sich könnt ihr ja auch nicht wirklich. Braucht ihr das? Und nein, wir sind nicht neidisch darauf, das wir momentan keinen Typen wie Kevin im Kader haben. 

@Moritz Stoppelkamp: Danke für dein Tor im Derby und den unermüdlichen Einsatz. Was du aber nicht machen musst, ist nach dem Tor vor unsere Kurve zu laufen und dir mit voller Inbrunst auf unser Logo zu schlagen. Du bist erst paar Monate da und wir brauchen solche Gesten nicht von einem Spieler der unseren Verein noch nicht wirklich kennt und liebt. 

MAD 

P.S. Ich war Freitags auf nem Ska Nighter. 😜

Ich wollte nur kurz Danke sagen…..(KSC-Düsseldorf 2:2, 04.05.2014)

Danke KSC für diese sorgenfreie Saison. Für Platz 5 und die kleine Hoffnung aufzusteigen, die bis kurz vor Schluß klammheimlich immer am Leben blieb. Danke vor allem für eine Mannschaft die Fußball spielen kann. Die Spaß und Freude vermittelt, die Teamgeist hat und die kämpft. Ihr macht unseren Farben alle Ehre – Danke!
Danke an das Team an der Seitenlinie für diesen Kader, die Spielweise, die Entwicklung dieser Mannschaft und die realistische Einschätzung der eigenen Stärke. KSC 2014 macht richtig Spaß und setzte der überragenden Saison in Liga 3 die Krone auf. Eigentlich dachte ich, das diese nicht zu toppen wäre, aber wer nach dem Aufstieg sofort Platz 5 erreicht, der hat sich noch mal gesteigert.

Danke für viele Nächte in denen ich ruhig schlafen konnte ohne Angst um meinen verein haben zu müssen. Danke für mehr Konzentration bei der täglichen Arbeit und einer enormen Verbesserung meiner Lebensqualität durch eure Leistung!

Danke dass ihr wirklich eine Mannschaft seid, ein Team. Beim Torjubel zum 1:1 hatte ich Gänsehaut als ihr das Trikot von Orle in euren Händen gehalten habt. Ihr stärkt eurem Kapitän in dieser schwierigen Zeit den Rücken, so soll es sein.
Gute Besserung und viel Kraft Dirk“Orle“Orlishausen – komm gesund auf den Platz zurück!

Mehr Zuschauer hättet ihr wirklich verdient gehabt, denn ihr habt immer abgeliefert. Nächste Saison werden sie kommen, die meisten haben dem „Braten“ nicht ganz getraut nach den vielen Rückschlägen.

Zum letzten Heimspiel kamen aber viele Zuschauer, dies lag natürlich an der tollen leistung des KSC, aber auch am attraktiven Gegner. Fortuna Düsseldorf war gekommen um mit uns ein Fußballfest zu feiern. Dieses Spiel hatte alles was das Fußballherz begehrt. Choreo und Pyro auf den Rängen, leidenschaftlicher Fußball mit vielen Toren auf dem Rasen. Dazu Partystimmung im weiten Rund. Ein freidliches Fest von knapp 22.000 Zuschauern.

Das Spiel wogte hin und her. Beide Mannschaften hatten mehrfach die Chance zum Sieg. Zugegeben, unser Gast hatte in Halbzeit 2 davon einige sog. „todsichere“, aber machte diese eben nicht. Rouwen Hennings schoß per Elfmeter und seinem zweiten Tor des Tages den verdienten 2:2 Ausgleich. Danach dominierte der KSC und war nah dran am Sieg.

Beim Abpfiff tosender Applaus im weiten Rund. Applaus für dieses Spiel und für eine ganze Saison. Vielleicht auch für zwei überragende Spielzeiten hintereinander.
Unsere Spieler und das ganze Team mit Trainern und Manager lief eine schöne Ehrenrunde und den Leuten machte es viel Freude ihnen zu zeigen wie sehr sie die Leistung schätzen.

Danke KSC für die Spielzeit 2013/2014!

MaD

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Derbyzeit: KSC – Kaiserslautern 2:2 (29.03.2014) – Ausverkauft

Derby ist, wenn die Fans es sagen und auf den Rängen zeigen. In einer Zeit in der medial jedes Spiel zum „Derby“ oder „Klassiker“ erhoben wird und in der selbst das Spiel Dortmund – Schalke nur noch (Medien-)Klamauk ist, muss man die echten Derbys suchen.
Ende März in Karlsruhe war es aber mal wieder soweit. Kaiserslautern war zu Gast im Wildpark. Beide Fanlager waren heiß und zeigten dies kurz vor Spielbeginn sehr anschaulich.
Auf Karlsruher Seite eine Choreo in den Farben des Vereins und der Stadt in der das ganze Stadion einbezogen wurde. Die Pfälzer legten an diesem sonnigen Samstag Mittag eine tolle Pyro Action hin und untermalten unsere Choreo so mit ihrer Lichtshow.
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Derby ist auch, wenn nach etwas zähem Beginn auf den Rängen (viele Leute waren zum ersten Mal seit vielen Monaten wieder mal im Stadion) der Song „Scheiß Kaiserslautern“ von allen Blöcken und der Tribüne mitgetragen und dieser der Startschuß für richtig guten Support wird.
Die Kartoffeln konnte pflanzen wer wollte, die halbe Pfalz zog es zum Spiel, es ging ja auch um nichts geringeres als den Aufstieg in die Bundesliga.
Und so begannen sie auch schon vor dem Spiel kräftig zu singen um dann doch etwas nachzulassen, bedingt durch die Leistung ihrer Mannschaft. Da spielte eine Truppe von sehr guten Einzelspielern, aber irgendwie jeder für sich.
Der KSC dagegen berappelte sich nach etwas schwächeren Auftritten in der Rückrunde und brachte viel Kampf und Leidenschaft auf den Rasen. Da war sie wieder die Truppe der Vorrunde, die alles gibt und kämpft.
Folgerichtig ging der KSC dann auch in Führung und erspielte sich weitere gute Chancen.
Das Manko ist und bleibt aber, dass wir nicht nachlegen können.
Halbzeit zwei läutete Lautern noch mal mit Pyro ein. Angemerkt sei aber, dass es einfach Scheisse ist mit Leuchtspur zu schießen und auch Böller braucht kein Mensch. Dies zu regulieren muss eine Szene in der Lage sein. Also bitte GL und PI!
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Wie aus dem Nichts stand es dann auf einmal 1:1 und es war vor der Partie schon klar, wer Protagonisten eines Gegentores sein würden. Dick flankt und Zoller trifft. Zwei ehemalige Spieler des KSC natürlich. Über Dick lasse ich nichts kommen, er verhielt sich immer sehr respektvoll, was aber Zoller ritt sich heute so zu benehmen frage ich mich echt. Das ging beim anzetteln der „Rudelbildung“ in Halbzeit 1 los und endete bei seinem mehr als provokantem Torjubel als er mehr die Zuschauer beleidigte als mit seinen Mannschaftskameraden zu jubeln.
Wie die Axt im Walde präsentierte er sich bei seinem ehemaligen Verein in dem er groß wurde und machte so jegliche Möglichkeit der Rückkehr zunichte. Für immer! Klar, jetzt momentan braucht er den KSC nicht, aber auch seine Karriere wird nicht immer nur nach oben gehen und vielleicht wäre er in ein paar Jahren mal froh bei uns noch etwas Fußball spielen zu dürfen. Intelligenz zeichnet einen Simon Z. wohl nicht gerade aus. Soll doch froh sein, wie die letzten beiden Jahre bei ihm gelaufen sind.

Kurze Zeit später stand es 1:2 für Kaiserslautern und es wurde ruhig im Wildpark. Warum wir zurücklagen wusste eigentlich niemand, die Tore fielen eher aus heiterem Himmel. Bis dahin hatte der KSC alles im griff. die nächsten 10-15 Minuten tat sich nicht mehr viel. Lautern verpasste es den Sack zuzumachen und Karlsruhe war etwas platt ob des Spielverlaufs.
Ab der 80.Minute wollte es der KSC dann noch mal wissen. Nazarov war gekommen und trieb das Spiel wieder an.
Er war es dann auch, der in der Schlussminute nach einer Ecke mit einem strammen Schuß den verdienten Ausgleich erzielte. Auch das ist Derby. Dem Erzrivalen in letzter Sekunde zwei Punkte klauen.
Ein toller Fußballnachmittag für alle Beteiligten. Es war ein echtes Derby, vor allem auf den Rängen.
Gerne mehr davon in der nächsten Zweitligasaison.

MaD

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DFB Pokal 2.Runde: KSC – MSV Duisburg 1:0

Es war einer dieser Abende warum man zum Fußball geht. Siegtore für den eigenen Verein sind immer schön, aber wenn sie in der Schlussminute fallen und dann auch noch im Pokal, dann sind sie umso schöner und werden ausgelassener als sonst gefeiert. Außerdem war der Sieg finanziell für unseren Verein ganz wichtig. So mal schnell 500.000 Euro mitnehmen tut gut. Kempe köpfte nach einer Freistoßflanke in der 89. Minute den Ball zum 1:0 Sieg ins Netz und im Wildpark tobte das Fußballvolk. Knapp 15.000 waren gekommen und sie sollten es nicht bereuen. Selbst Duisburg brachte für ihre Verhältnisse viele Leute mit. Sie standen recht geschlossen im Block und hatten gut geflaggt.

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Auf unserer Seite gab es als Intro endlich mal wieder eine Choreo. (Siehe Bilder unten)

Im Vorfeld sprachen alle davon, dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist gegen den Zweiligisten und das wir gute Chancen haben. Bei so viel Optimismus bekomme ich immer Bauchweh, da ich meinen KSC kenne.

Nach 20 Spielminuten zogen wir allerdings das erste Fazit und dies war: „Dieses Spiel musst du nicht verlieren“!

Duisburg fand kein Mittel gegen die gute stehende Defensive des KSC, einzig bei einem Seitfallzieher in der 10.Minute wurde es gefährlich, aber er ging knapp drüber. Für uns hatte Hennings das Ding auf dem Fuß, aber Wiedwald parierte.

Das Spiel war umkämpft, Torchancen Mangelware. Lachheb hatte sie für Duisburg in Halbzeit zwei als Orlishausen leider mal wieder auf der Linie kleben blieb und der Duisburger völlig frei vor ihm auftauchte. Das er den Ball mit dem Rücken statt mit dem Kopf in Richtung unserers Tores bugsierte wäre die Schlagzeile gewesen, wenn er getroffen hätte.

Der Schiedsrichter spielte heute auch eine besondere Rolle. Irgendwann stand vor allem auf Seiten des MSV keiner mehr auf dem Platz ohne gelbe Karte. Was kommen musste war klar. Rot für Sukalo nach einem taktischen Foul im Mittelfeld. Am Spiel änderte sich aber nichts, beide Seiten bekämpften sich im Mittelfeld. Der KSC fand gegen 10 Duisburger auch kein Mittel. Es gab einige „Halbchancen“, aber nichts hunderprozentiges.

Erst die Standard in der 89. Minute änderte alles. Flanke, Kopfball, Tor!!! Im Jubel über den Treffer von Kempe ging fast unter, dass der Duisburger Torwart Wiedwald nocht die rote Karte sah. Warum? Die Fernsehbilder zeigten wie er den Ball aus dem Netz holte, seine Mannschaft anfeuerte und den Ball in Richtung Anstoßkreis warf. Der Ball flog relativ knapp am Schiedsrichter vorbei, der dies wohl als „Angriff“ wertete und Rot zeigte. Völlig crazy dieser Schiri, ich hoffe, dass der Verband ihn aus dem Verkehr zieht. Wie dumm und arrogant muss man sein hier die rote Karte zu zücken?

Duisburg schlug den Ball in der Nachspielzeit noch ein paar mal einfach hoch vorne rein, aber es brannte nichts mehr an und der Einzug in das DFB-Pokal Achtelfinale konnte auf unserer Seite gefeiert werden. Die MSV Fans waren eher not amused!

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An einem Pokalsieg ist doppelt schön, dass man danach träumen darf. Träumen von einem großen Gegener, träumen vom Endspiel in Berlin und natürlich auch ein wenig vom Europapokal.  So war im Clubhaus nach dem Spiel für genügend Gesprächsstoff gesorgt.

MaD

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