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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Relegation abschaffen! 

Die vier schlechtesten Fußballspiele der BuLi-Saison kamen also zum Schluss. Grauenhafter Fußball, geprägt durch viel Existenzangst.
Meine Kurzanalyse zur Relegation:

Vom Spektakel auf den Rängen (vor allem beim Duell Frankfurt-Nürnberg) her ist das Werbung für den Erhalt der Relegation.

Alle Mannschaften konnten eindrucksvoll ihre Untauglichkeit für die Zugehörigkeit zur eigenen Liga bzw. für den Aufstieg in die höhere Klasse unter Beweis stellen.

Kein begeisternder Offensivfußball, von keinem Team. Alles geprägt von Angst. Es geht einfach um zu viel in nur zwei Spielen.

Nürnberg verzichtet in zwei Spielen auf jeglichen Torschuss, spielt destruktiv und lässt alles spielerische vermissen. Dem MSV Duisburg versagen komplett die Nerven und sie zeigen zur besten Sendezeit warum sie die ganze Saison unten standen.

Frankfurt in beiden Partien feldüberlegen, aber einfallslos und Würzburg macht schlicht hinten dicht, kämpft um jeden Ball und das Spielglück ist auf ihrer Seite.

Ich bin für die Rückkehr zum alten System. Drei Teams steigen auf und drei ab. Dies bildet nach 34 Spieltagen eine Saison ab und die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Schluss mit diesen Ausscheidungsspielen auf „Leben und Tod“, welche nur der Befriedigung des TV dienen unter dem Deckmantel der Spannung.

MaD

Torero ohohoho…..

Die Feierlichkeiten vor der Gegengeraden nach dem starken 2:1 Sieg gegen den alten Rivalen aus Nürnberg gingen mit einem Schaukampf unseres „Torero“ Manuel Torres und Willi Wildpark zu Ende.

Torres erzielte in der 86.Minute den Siegtreffer und belohnte eine starke kämpferische Leistung des KSC.

Nach einem Heimsieg sah es zunächst nicht aus. Nürnberg reiste mit einer Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Duisburg im Gepäck an und wollte diese wieder gut machen. Schließlich ist der FCN mitten im Aufstiegskampf zur 1.Bundesliga.

Nach zwei Minuten schlug Kerk einen Freistoß recht flach in unseren Strafraum. Thoelke fälschte diesen unglücklich zum 0:1 ins eigene Tor ab. Der Ball glitt Vollath durch die Beine.

Wer nun bei miesem Wetter mit einer Heimniederlage gerechnet hatte, machte diese Rechnung ohne unsere Mannschaft.

Der KSC steckte das frühe Gegentor schnell weg und hielt dagegen. Jonas Meffert gelang kurz vor der Pause mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze der Ausgleich. Unsere Mannschaft lieferte dem FCN auch in der zweiten Halbzeit einen großen Kampf. Fast hätte man denken können, es ginge für uns und nicht für Nürnberg um den Aufstieg.

Manuel Torres durfte im blau-weißen Trikot mal wieder von Beginn an auflaufen und belohnte sich selbst und seine Teamkameraden für eine starke kämpferische Leistung. Gouida flankte in der 86.Minute und unser „Torero“ drosch den Ball zum 2:1 ins Herz der Franken, die nun die zweite Niederlage in Folge kassierten.

Dieser Sieg ist auch gut für die Stimmung rund um den KSC. Seit Wochen geht es nicht mehr wirklich um etwas und so eine Saison droht dann auch mal einzuschlafen. Positiv die Spielzeit zu beenden ist wichtig mit Blick auf die kommende Runde, wo es doch einige Veränderungen geben wieder. Gegen den FCN war es das drittletzte Heimspiel unseres Erfolgstrainers Markus Kauczinski. Tomas Oral übernimmt ab 01.07. seinen Job.

Im Hintergrund wird diese Saison schon fleißig geplant und Siege helfen dabei um Spieler für den KSC zu begeistern.

Ein noch viel wichtigeres 2:1 gelang übrigens unsere U19 beim FC Bayern München. Im Abstiegskampf aus der A-Jugend Bundesliga haben sie damit ihren guten Trend der letzten Wochen bestätigt.

MaD

Striptease vorm Auswärtsblock (KSC – 1.FC Nürnberg 3:0, 22.09.2014)

Spiele gegen den Glubb aus Nürnberg haben immer ihre Brisanz und schrieben schon so manche Geschichte. Die heutige war vor allem etwas für die anwesende Damenwelt.
Der KSC startete im Gegensatz zum Bundesligaabsteiger Nürnberg sehr gut in die neue Saison. Beim Glubb brannte es schon vor dem Spiel, da die neu zusammengestellte Mannschaft unter Trainer Ismael keinen Ball trifft, zumindest nicht so, dass damit ausreichend Siege eingefahren werden können.
Nach wenigen Minuten war klar, dass es für die Franken um ihren unsympathischen Torhüter Schäfer auch bei uns eng werden würde. Der KSC spielte schnell nach vorne über unsere schnellen Torres, Yamada und Yabo und stand im Mittelfeld und der Abwehr so gut, dass es kaum Räume gab für Nürnberg.
Bei Ballbesitz immer schnell raus Richtung Flügel und in der Mitte versuchte sich flink Iljan Miczanski zu positionieren.
Javier Pinola, einer der wenigen Übriggebliebenen und Urgestein beim FCN, tat mir fast etwas leid. So schlecht sah er meist aus, wenn Torres oder Yabo ihn umkreisten und mit dem Ball schneller waren wie der Argentinier auch nur „Glubb“ sagen konnte.
Welches System die Franken spielten wurde mir bis zum Ende der ersten Halbzeit eh nicht klar. Selbst in Ballbesitz wusselten sie wild durcheinander wie ein Ameisenhaufen in den man einen Stock hineinsteckt. Fehlpässe gab es im Dutzend billiger, da niemand so lief wie es der passgebende Nürnberger gedacht hatte.
Yabo eröffente dann mit einer schönen Einzelleistung den Torreigen und krönte sich selbst mit dem Doppelpack zum 3:0. Yamada, unser kleiner Neuzugang aus Japan, durfte auch endlich jubelnd seinen Kamerade in die Arme fallen und sich als Torschütze feiern lassen. Damit belohnte er sich für gute Spiele im blau-weißen Trikot. Eine echte Bereicherung für unsere Mannschaft.
Die knapp 20.000 Zuschauer (davon ca.3000 aus Nürnberg) hatten ihren Spaß, so sie denn für den KSC die Daumen drückten. Im Nürnberger Block nahm man die Fahnen nach dem 3:0 vom Zaun, Support gab es vorher auch schon kaum. Ein komplett schweigender Auswärtsblock der Franken war auch ein Anblick den man nicht alle Tage hat. Wenn man selbst leidgeprüfter Fan eines Vereins ist, dem es nicht immer gut geht, kann man deren Gefühlslage nachvollziehen.
Wir feierten dagegen ausgelassen unsere Mannschaft, selbst als diese in Halbzeit zwei nur noch das Ergebnis sicherte und verwaltete. So schnell gingen ereignislose 45 Minuten auch schon lange nicht mehr vorbei. Das Repertoire an Liedern um zu feiern wurde ausgereizt und selbst La Ola konnte bedenkenlos gestartet werden.
Als gute Gastgeber bereiteten wir unseren Freunden aus Berlin, Straßburg und Graz einen unterhaltsamen Nachmittag.
Nach dem Schlusspfiff, während wir unsere Mannschaft vor der Gegengerade feierten, durften die Damen ihre Augen zum Gästeblock wenden. Dort zogen die Nürnberger Spieler fast blank, also zumindest im übertragenen Sinne. Sie gaben ihre Trikots zur sicheren Verwahrung den Ultras Nürnberg und liefen mit ihren gut durchtrainierten Oberkörpern den langen Weg zurück in die Kabine. So manches Frauenherz hat hier bestimmt höher geschlagen. War das viele Training die letzten Wochen und Monate zumindest für diesen Zweck nützlich.

MaD

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100 Jahre Stadion Brötzinger Tal

Am 07.September 1913 fand der 1.FC Pforzheim 1896 seine Heimat. Das Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim! An diesem 07.09.1913 spielte der FCP, welcher auch liebevoll „Club“ genannt wurde gegen Phönix Alemannia Karlsruhe. Das Eröffnungsspiel des Stadions endete 1:1.

Mehrfach stand das Stadion schon vor dem Aus, aber nun wird es bald renoviert und bleibt dem Pforzheimer Fußball so weiter erhalten.

Viele „Schlachten“ hat das Stadion „Brötzinger Tal“ seitdem gesehen, selbst Franz Beckenbauer trat hier schon gegen den Ball. Aus meiner Erinnerung ragen hier vor allem Spiele in der Fußball Oberliga heraus. Damals war diese Liga noch direkt unter der 2.Bundesliga angesiedelt. Vor 5000-6000 Zuschauern gab es rassige Spiele gegen die langjährigen Konkurrenten SSV Reutlingen, SSV Ulm oder SV Sandhausen.
Im DFB-Pokal gelang dem FCP die eine oder andere Überraschung. So trotzte man Ende der 80er Jahre dem SV Werder Bremen ein 1:1 n.V. ab und erzwang ein Rückspiel an der Weser. Der Bundesligist VFL Bochum wurde mit 1:0 genauso geschlagen wie Zweitligist Saarbrücken (3:2).
Die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga Anfang der 90er mit den Gegnern 1860 München, Hessen Kassel und Borussia Neunkirchen war auch ein Höhepunkt in diesem Stadion. Der FCP scheiterte knapp, erlebte aber mit dem Heimspiel gegen die Münchner Löwen wohl eines der emotionalsten Spiele seiner Vereinsgeschichte. Nach dem 1:0 durch Jürgen Pfirmann explodierte das Stadion Brötzinger Tal förmlich und die Pforzheimer Fans hatten den Aufstieg vor Augen. Kneisl und Co., samt den 2000 Löwen im Stadion hatten aber etwas dagegen und der Pforzheimer Torhüter Roger Essig den wohl schwächsten Tag seiner Karriere.
So wurde es nichts mit dem Aufstieg und mittlerweile gibt es den 1.FC Pforzheim 1896 nicht mehr.
Im Stadion Brötzinger Tal spielte an diesem Jubiläumstag der Fusionsverein 1.CfR Pforzheim gegen die zweite (!!!) Mannschaft von Walldorf. Eine 1:4 Niederlage vor geschätzten 100 Zuschauern – traurig.

Dieses Jubiläum ist für mich etwas Besonderes. In diesem Stadion sah ich mein erstes Fußballspiel. Im Alter von 7 Jahren nahm mich mein Opa mit und ich durfte, mit Wurst und Fanta gut versorgt, neben ihm auf der Tribüne Platz nehmen. Werde nie vergessen wie stolz er war, als er mich seinen „Kumpels“ vorstellte. Einer dieser Momente im Leben den man nie vergisst. Im Anzug und mit Hut, ließ er es sich trotz meiner Anwesenheit nicht nehmen während der gesamten Spielzeit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Mannschaft lautstark zu sagen was er von ihnen hielt. Er lebte den FCP! Mit seiner Kohlenhandlung half er in den 50 und 60er Jahren dem Verein oftmals aus und beherbergte in seinem Haus im Arlinger auch schon mal Spieler (u.a. Nessmann) des Vereins. Er wäre sehr betrübt über das was mit seinem „Club“ geschehen ist.

Für euch heute im Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim war

MaD

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