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The Curbside Prophets im Valve-Interview

The Curbside Prophets machen Surf-Reggae-Rock, made in Karlsruhe. Nach ihrem Auftritt vorm ausverkauften und legendären „Mount Klotz“ bei DasFest in ihrer Heimatstadt steht Sänger Justin Nova Rede und Antwort, was den speziellen Zauber gerade dieses Festivals betrifft und wo es mit den Propheten zukünftig hingehen soll.

Valve: Bei DasFest in Karlsruhe haben euch gerade 40.000 Besucher mit viel Beifall gerade von der Bühne verabschiedet. Was ist das für ein Gefühl vor so einer riesigen Menge an Leuten zu spielen und sie zu begeistern?

Justin Nova: 50.000 waren es sogar – ausverkauftes „Haus“. Natürlich ein unbeschreibliches Gefühl. Soweit man gucken kann nur Menschen, die bei vielen Songs auch komplett mitgegangen sind. Meine Band und ich haben seit Oktober auf dieses Konzert hingearbeitet und sind nun heilfroh, dass alles gutgegangen ist. Auf der Bühne kamen uns die 90 Minuten leider sehr kurz vor, konnten das kaum genießen.

Valve: Ihr seid heute nicht alleine gewesen. Wer war alles mit euch auf der Bühne und wie kam diese Konstellation zustande?

Justin Nova: Wir hatten von Anfang an die Idee einer Summer Jam, d.h. Curbside Prophets mit Gästen. Dieser Slot um 19 Uhr wurde sonst immer an sehr erfolgreiche Bands vergeben wie beispielsweise Jupiter Jones, Casper oder letztes Jahr Wir sind Helden. Es war für uns eine Ehre diesen Slot zu übernehmen, aber gleichzeitig war auch klar, dass wir hier dem Publikum etwas Besonderes bieten wollten. Deshalb haben wir Musiker der Söhne Mannheims an Bord gehabt, Kosho und Metaphysics, aber auch Max Giesinger und Imaani, die international bekannte Sängerin von Incognito. Dieses Konzert ist als Serie geplant. Und wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder mit neuen tollen Gästen am Start sein dürfen.

Valve: Ihr habt schon viele Konzerte gegeben. Was ist das besondere bei DasFest? Der „Mount Klotz“?

Justin Nova: Das Festival war am Sonntag ja ausverkauft. Du kommst raus auf die Bühne und siehst diese unglaubliche Menge an Menschen direkt vor der Bühne. Aber dann ist da ja noch der Hügel, den Jan Delay mal als Fleischberg bezeichnet hat: Die Stimmung ist immer riesig, das Publikum gutgelaunt und aufgeschlossen. Es ist wirklich etwas Besonderes, das bestätigen auch alle Künstler, die schon da waren.

Valve: Eure EP „Waiting For The Sun“ ist gerade auf den Markt gekommen. Gibst du mir recht, dass sie viel gute Laune und Sommersonne verbreiten soll?

Justin Nova: Natürlich. Surf-Reggae-Rock ist die perfekte Sommer-Musik, und auch die Musik, die wir privat sehr gerne hören. Viele Songs haben wir tatsächlich auch gemeinsam im Urlaub geschrieben. Und wir haben einen lustigen, stets gut gelaunten Australier an Bord. Das MUSS nach Sommer klingen (lacht).

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Valve: Sind das alles neue Songs oder gibt es da auch das eine oder andere Lied, welches du schon bei deiner Band Justin Nova am Start hattest? Oder liegt Justin Nova momentan auf Eis?

Justin Nova: Justin Nova-Konzerte gibt es zurzeit eher wenige, wenn ja, dann solo. Ich kann mich leider nicht in zwei Stücke aufteilen, bin aber überzeugt, dass es da auch bald wieder Neues geben wird. Stimmt, der Song „Beware“ ist ein alter Justin-Nova-Song. Aber wir waren uns alle einig, dass dieser auch perfekt auf unsere EP passt und da es bei uns in der Band keine Ego-Probleme gibt, sondern wir ein super Team sind, war die Entscheidung schnell getroffen, diesen Song aufzunehmen.

Valve: Mit Surf-Rock-Reggae wird eure Musik beschrieben. Fühlt ihr euch wohl damit?

Justin Nova: Absolut. Wir lieben Sublime genauso wie Manu Chao oder Red Hot Chili Peppers. Wir mögen Reggae sehr, aber irgendwann wird das auch langweilig. Deshalb sagen wir immer: „Wenn der Reggae langweilig wird, werden wir wieder rockig, Dann freut man sich später auch wieder auf ‘nen Reggae Song.“ Gleichzeitig hat es uns im Studio viel Spaß gemacht, Live-Bläser dabei zu haben. Die Soul/Funk-Ecke darf bei uns nämlich auch nicht zu kurz kommen.

Valve: Gibt es einen Plan wo euer Weg hinführen soll? Ihr spielt viele Konzerte in der Region Heidelberg und Karlsruhe. Wann geht’s weit darüber hinaus?

Justin Nova: Wir spielen bereits überregionale Konzerte. Wir waren letzte Woche auch in der Schweiz und haben für Radio FM1 ein schönes Open Air gespielt. Da werden sicher auch mehr Konzerte kommen. Es ist aber nicht ganz so leicht, den Namen und die Band in ganz Deutschland aufzubauen, wenn man bislang noch keine Unterstützung von einer Plattenfirma hat. Die Medien funktionieren eben nach bestimmten Gesetzen. Andererseits freuen wir uns auch, die Fäden selbst in der Hand zu haben. Unser Ziel war es, irgendwann unsere eigene Musik vor so vielen Menschen wie möglich zu machen. Selbst wenn das viel regional ist, ist das für uns in Ordnung. Dann müssen wir schon nicht so weit fahren!

Valve: Wann ist mit einem Album von euch zu rechnen?

Justin Nova: Das ist noch nicht ganz raus. Wir sind gespannt auf die Resonanzen zu unserer EP. Es gibt bereits einige neue Stück. Ich denke, wir werden 2013 sicher neue Aufnahmen präsentieren können. Ob auf CD oder nur online bei itunes oder Amazon werden wir noch entscheiden.

Valve: Wenn das Leben ein Film wäre, wie würde er für die Curbside Prophets heißen?

Justin Nova: Das Leben der Prophets! Allerdings müsste er genauso lustig sein wie „Monty Python’s – Leben des Brian.“ Wir lachen alle gerne und nehmen uns selbst nicht so schrecklich ernst!

Valve: Du hast spontan 15 Minuten Freizeit. Was machst du?

Justin Nova: Ich verbringe diese dann sehr gerne mit Tochter und Freundin. Meine Freunde sind mir auch sehr wichtig. Ein großes Barbecue in meinem Garten inklusive guter Musik und Freunden und Family hier in meinem Haus in Wolfartsweier. Anschließend springen wir gemeinsam in das Schwimmbad. Haben wir dieses Jahr schon gemacht, aber kann ruhig noch öfter passieren.

Valve: Lieber großes Festival oder kleiner (nicht mehr verrauchter) Club?

Justin Nova: Ich mag beides. Wir haben mehr Erfahrung mit kleinen Clubs. Der direkte, schnelle Kontakt zum Publikum ist schon toll und hat einen großen Einfluss auf unsere Gigs. Wir freuen uns tierisch auf unsere monatlichen Konzerte im Brasil Karlsruhe oder dem großen Halloween Konzert im Walhalla. DasFest möchte ich dennoch nicht missen. Festivals sind etwas Tolles und dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter. Das darf sich gerne wiederholen.

Valve: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Das Interview ist natürlich auch im Mag erschienen:
http://valve-magazine.net/news/40/3579-the-curbside-prophets-im-valve-interview

Maximo Park – keine Band für Das Fest

Die Bühne war bereitet und der sagenumwobene Hügel „Mount Klotz“ voll besetzt. Auf einem der größten Open Air Festivals Deutschlands würden gleich Maximo Park spielen.

Die Indie Band aus Newcastle um Sänger Paul Smith wurde mit Spannung erwartet.

 

„Das Fest“ in Karlsruhe lockt seit vielen Jahren die Massen an um neben internationalen Größen auch kleinere Bands, Kleinkunst, Klassik und das Leben an sich zu feiern.

Das Herz von „Das Fest“ schlägt auf dem Hügel, welcher genau gegenüber der Hauptbühne aufragt und spätestens ab dem frühen Abend bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Wenn der Hügel bebt hat die Band auf der Bühne alles richtig gemacht.

 

Bei Maximo Park bebte der Hügel nicht. Im Gegenteil, er schlief tief und fest und leerte sich bedenklich.

Hatte nun Maximo Park alles falsch gemacht? Nein, nicht alles!

 

Als die Klänge von „Girls who play guitars“ erklangen war fast klar was an diesem Abend das Hauptproblem sein würde.

Es standen nur wenige echte Maximo Park Fans an der Bühne, die sofort jubelten als die ersten Akkorde erklangen. Ansonsten 40.000 junge und alte Fans von „Das Fest“, die immer da sind egal welche Bands spielen.

Dies macht den besonderen Charakter dieses Festivals aus, kann aber auch der Stimmungstod bei einer Band wie Maximo Park sein.

Paul und vor allem auch Keyborder Lukas Wooller gaben alles. 90 Minuten Bewegung und Action auf der Bühne. Es wurde gesungen und sich die Seele aus dem Leib gebrüllt. Die ganze Breite der Bühne genutzt um das Publikum zu animieren, es half alles nichts.

 

Ihre Musik, so laut, gefühlvoll und voller Energie sie auch vorgetragen wurde, die Unkenntnis der Zuhörer verschluckte sie einfach.

Maximo Park schafften es über die gesamte Spielzeit nicht so etwas wie Stimmung in den Open Air Laden zu bringen. Wer hier schon Bands wie Seeed, Beatsteaks, Faithless oder die Simple Minds (…natürlich kann man diese Bands nicht zu 100% mit Maximo Park vergleichen…) erlebt hat, der weiß was Feststimmung bedeutet. Dagegen war bei Maximo Park leider Beerdigung erster Klasse angesagt.

 

Der Hügel möchte angestrahlt werden, er möchte das man mit ihm redet, dass er die Arme in die Luft recken soll, gemeinsam klatschen oder ein lautes „Hey“ brüllen soll. Dann ist er da und nimmt die Band in seine Arme.

Paul Smith redete nicht mit dem Hügel.

 

Ohne Zugabe und auch ohne das diese lautstark gefordert wurde, gingen sie um 23 Uhr geschlagen von der Bühne. Geschlagen von einem Publikum, welches nicht geschaffen war für die Musik der Briten.

 

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 Für euch auf „Das Fest“ war OnkelMad

 

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