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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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fußball

KSC – FSV Frankfurt 1:1 (ca. 12.400 Zuschauer) 

Wir kennen es alle aus unserem Alltag. Ob beruflich oder privat, jedem von uns wurde schon mal viel versprochen und leider nie gehalten. Großen Worten folgten keine Taten.

Nach den Testspielen in der Winterpause und dem Trainingslager kündigten Mannschaft und Verein den Großangriff auf die Tabelle an. Alle waren heiß, nichts weniger als die beste Rückrunde aller Zeiten konnte man erwarten.

Als der Schiri an diesem 07.01.2016 um 13.30 Uhr im Wildparkstadion das erste Spiel nach der Pause frei gab, passierte leider nichts. Kein euphorischer Angriffsfussball, keine Torschüsse, null Bewegung im Spiel des KSC. Standfußball war angesagt gegen eine defensiv gut organisierte Mannschaft des FSV. Wie wir alle wissen ist gerade gegen defensiv gute Teams der Standfußball das beste Rezept.

Erst nach dem 0:1 für Frankfurt in der 65. Minute begann der KSC zielstrebig nach vorne zu spielen. Auch die Gegengerade wachte nun auf, jetzt war es ein Fußballspiel.

Erwin Hoffer legte in der 72. Minute den Ball aus dem 16er des FSV zurück auf Sallahi. Der für Kempe eingewechselte ehemalige Bayern Spieler, nahm den Ball aus 22 Metern direkt und wie an einer Schnur gezogen flog er zum 1:1 ins Tor – Traumtor!

Am Ende blieb es bei diesem Ergebnis weil Traut für uns auf der Linie klärte und wir selbst nach vorne weiterhin zu harmlos waren. Torres und Sallahi flankten unbedrängt ins Nichts und Traut trat einen Freistoß flach direkt in die Beine der Frankfurter Verteidiger. Schwach!

Was gibt’s zum Personal zu sagen?

Traut für Valentini zu bringen raubte unserer rechten Seite die Offensivpower.

Warum ist Nazarov weiterhin kein Kandidat für unsere Startelf? Er ist mit der beste Fußballer, wenn er es zugegeben auch nicht immer zeigt. Ein besserer Spieler drängt sich aber nun auch nicht gerade auf.

Ist Prömel verletzt oder warum findet er nicht mehr statt?

Vollath scheint nun leicht den Handschuh gegenüber Orlishausen vorne zu haben und ist momentan nun die Nummer 1 im Tor.

Es ist doch schön entspannt wenn die Saison nach dem 20.Spieltag schon gelaufen ist.

Jetzt gilts nur noch zu klären wer der neue Übungsleiter wird. Ansonsten haben die Verantwortlichen bei unserem liebenswerten Blau-Weißen Club nun alle Zeit der Welt um personell für die nächste Saison in der 2.Liga zu planen.

Nur der KSC!

MaD

2 x 0 = 0

Innerhalb einer Woche bot der KSC in zwei Spielen über weite Strecken eine starke Leistung.

Gegen den Dosenclub aus Leipzig waren wir klar dominierend. Leider gelang selbst mit einem Elfmeter das Tor zum 1:0 nicht. Diamantakos schob den Ball in Zeitlupe genau Coltorti in die Arme.

Die Fragen die sich mir hier stellen: Warum schoss der gefoulte Spieler und diskutierte da vorher mit Torres ewig darüber? Gibt’s da keine Hierarchie? Warum schießt Valentini nicht, der sonst alle Standards ausführt?

Leipzig gelang aus dem viel beschworenen „heiteren Himmel“ das 0:1. Ein abgefälschter Schuss von Sabitzer landete im Dreieck.

Machtlos steht man da im Block und sieht seine spielerisch und kämpferisch überzeugende Mannschaft verlieren.

Das Rahmenprogramm für den Dosenclub war vielfältig und bunt. Eine überdimensionale Dose wurde in Einzelteile zerlegt, es regnete Geldscheine und der Block zeigte Rangnick eine lange (Lügen-)Nase.

Mit viel Applaus wurde unser Team zurecht verabschiedet, es war die stärkste Saisonleistung gegen den unsympathischen Milliardärsbrauseclub aus Leipzig.

Barry war für mich in diesem Spiel der beste Mann auf dem Platz.

Kontrast zu den Dosen ist natürlich Bielefeld. Klamm ohne Ende und gespickt mit Drittligaspielern, viele davon mit KSC Vergangenheit (Dick, Hornig, van der Biezen, Mast).

Der KSC spielte Bielefeld an die Wand, war sozusagen eine Klasse besser. Diamantakos murmelte den Ball auch folgerichtig zum 0:1 ins Tor. Was folgte war eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen. Torres gibt Mr.Rückenlage himself und vergibt eine 1000%ige Chance. Der KSC weiter wesentlich besser und aktiver, aber Tore schießen können wir momentan einfach nicht.

Valentini hatte schon die gelbe Karte gesehen, nachdem er am gegnerischen 16er einen Bielefelder gehalten hatte (selten dämlich!). Es kam natürlich wie es kommen musste, mit gelb-rot flog er vom Platz.

Und nun war jedem über Jahre gestählten KSC Fan klar, was kommen wird. Bielefeld gewann das Spiel mit 2:1 und niemand, wirklich niemand, wusste hinterher wie dies nur passieren konnte.

Die Alm kochte, Bielefeld siegte im letzten Spiel der Vorrunde zum allerersten Mal zu Hause. Der KSC ist einfach immer dafür gut um andere Teams aus dem Sumpf zu ziehen.

Aber auch hier bleibt eine gute Leistung der Blau-Weißen in Erinnerung. Leider belohnte der KSC sich nicht. Nun muss gepunktet werden. 19 magere Punkte nach der Vorrunde sind zu wenig, wir stehen nur 3 Punkte vor dem Relegationsplatz, den momentan Paderborn inne hat. Relegation nach unten wohl gemerkt.

Interessant ist nun doch, dass es uns so geht wie Fürth letzte Saison.

Danke Gräfe!

Nur der KSC!

MaD

 

Paris Under Attack

Noch nie war mir ein Anschlag so nahe wie der von Paris am Abend des 13.11.2015. Freunde hielten sich im Fußballstadion auf und schauten das Spiel Frankreich gegen Deutschland. Wie sich jetzt heraus stellte waren sie nur wenige Minuten zuvor noch ganz in der Nähe des Ortes an dem sich einer der Attentäter in die Luft sprengte.

Mittlerweile sind sie wieder sicher in Karlsruhe angekommen.

Im Pariser Club Bataclan kamen viele Musikfans ums Leben, welche das Konzert der „Eagles Of Death Metal“ genießen wollten. Die Band habe ich selbst schon gesehen und die Menschen, welche diese Art von Musik mögen, stehen mir grundsätzlich nahe.

Im Jahr 2013 war ich für ein paar Tage in Kambodscha. Jederzeit würde ich in einem Restaurant essen, welches Kambodschanische Küche anbietet.

All diese Orte stehen dafür was ich liebe. Fußball, Musik und Reisen. Ich hätte sowohl im Stadion als auch im Club anwesend sein können. Und davor oder danach Kambodschanisch essen.

Im Gedenken an die Opfer, hier Musik der „Eagles Of Death Metal“:

MaD

#BILDnotwelcome

Wir helfen! Dies hört sich grundsätzlich gut an und ist in diesen Zeiten mehr als angebracht.

Überall engagieren sich Ehrenamtliche zum Wohle der Flüchtlinge. Tausende, die nie namentlich genannt werden. Vereine spenden, Freundeskreise tun sich zusammen um vor Ort tätig zu werden, Schülerinnen und Schüler starten Initiativen, Fußballfans organisieren Hilfe in ihren Städten. Ganz Deutschland ist auf den Beinen um sich einzubringen.

Nun kommt eine Boulevard Zeitung, die seit Monaten und Jahren mit Überschriften wie „Die Wahrheit über kriminelle Ausländer“, „Faule Griechen“ oder „Die bittere Wahrheit über Ausländer und Hartz4“ aufwartet und startet eine „Hilfsaktion“. Welche Heuchelei! Seit Jahren ist die BILD-Zeitung als Brandstifter unterwegs und hetzt auf der Titelseite gegen Minderheiten und alles was ihr gerade so vor die Flinte kommt bzw. vermeintlich Verkaufszahlen bringt.

Diese Verkaufszahlen sind seit einiger Zeit rückläufig und so dachte man sich in der Chefetage wohl, dass es förderlich sei sich der momentan herrschenden Willkommenskultur anzuschließen und eine Hilfskampagne startet. Mal nicht hetzen und Vorurteile schüren, sondern versuchen mit dem Thema „Flüchtlinge“ sein Image aufzupolieren. Wie scheinheilig dies doch ist.

Wer ist dazu besser geeignet als der Fußball. Beste Quoten sind garantiert, wenn an diesem Wochenende wieder der Ball rollt und die BILD positiv in aller Munde ist.

Nur benötigt niemand die BILD um zu helfen. Niemand braucht es, dass das Logo dieser Zeitung auf den Trikots der Spieler zu sehen ist. Wenn die BILD hätte einfach so helfen wollen, hätte sie dies können. Ohne große Marketingkampagne, selbstlos und im Hintergrund, wäre dies problemlos möglich gewesen.

Die Vereine der 1. und 2. Bundesliga können selbst helfen und tun dies verschiedentlich auch schon. Sie sind nicht auf BILD angewiesen.

Als der FC St.Pauli als erster Verein sich der BILD verweigerte verglich deren Chef Kai Diekmann sie mit der AFD und twitterte, dass auf St.Pauli Flüchtlinge nicht willkommen seien. Wie ätzend und wissentlich falsch! Leider zeigt diese Reaktion deutlich woher hier der Wind weht. Es geht nicht um eine selbstlose Hilfsaktion, sondern ist eine groß angelegte Marketing-Kampagne.

Soziales Engagement ist kein Hype und keine Marketing-Kampagne. (Zitat: Ultra1894)

Mehrere Vereine (u.a. VFL Bochum, Union Berlin, SC Freiburg…..) haben sich dem FC St.Pauli angeschlossen und verweigern der BILD die Gefolgschaft. Die Fanszenen im Land positionieren sich auch und machen dies mit offenen Briefen und Statements deutlich! #BILDnotwelcome wurde auf Twitter in den letzten Tagen zu einem der populärsten Hashtag.

Mein Verein, der Karlsruher SC, schließt sich leider nicht den o.g. Vereinen an und wird das Logo der BILD auf dem Trikot tragen. Um es mit Jens Todt zu sagen: „Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte“ (Zitat unseres Managers zur verlorenen Relegation).

Wieder eine Chance vertan um sich positiv zu positionieren. Schade KSC!

Die aktive Fanszene des KSC zeigt klar Flagge und machte dies heute auch in einem offenen Brief an den Verein deutlich:

http://ultra1894.de/offener-brief-an-das-praesidium-des-karlsruher-sport-Clubs/

Lesenswert ist auch was 11Freunde zur Aktion der BILD schreibt schreibt:

http://www.11freunde.de/artikel/die-dfl-die-bild-und-die-fluechtlinge

http://www.11freunde.de/interview/warum-fast-alle-bundesligisten-werbung-fuer-bild-machen

MaD

Mein Festivalbesuch bei Rock im Park

Seit vielen Jahren muss ich mit meinem Träger Festivals besuchen. Ob es das Bizarre Festival war oder das Southside, er nahm mich immer ungefragt mit. Den Mix aus Musik, Party, grillen und viele nette Leute treffen genoss ich aber dann doch irgendwie immer.
Nun sollte es also Rock im Park in Nürnberg sein, eine Premiere für uns beide. Nach der Relegation gegen den HSV und die fatale Schiedsrichterentscheidung des Herrn Hoyzer äh Gräfe war mir eigentlich gar nicht nach Festivalbesuch.
Am liebsten hätte ich mich ganz unten im Kleiderschrank verkrochen, zwischen Stutzen und dem muffigen Torwarttrikot seiner Betriebsmannschaft.

Nun denn, er zog mich also über uns los gings nach Nürnberg.
Bestenfalls treffe ich auf diesen Festivals 1-2 weitere Exemplare meiner Gattung, ernte ein paar mitleidige Blicke und immer einen hasserfüllten. Je nach Saisonverlauf bekomme ich noch einige aufmunternde Schulterklopfer.
Das dies in Nürnberg ganz anders werden würde, zeigte sich schnell. Kaum den Zeltplatz betreten hörte ich schon bekannte Klänge an mein Ohr dringen. Eine Horde Teenager intonierte lautstark „KSC, KSC“. Ok, obwohl es erst früher Nachmittag war, hatten sie schon kräftig Alkohol intus, sie begrüßten mich überschwänglich. Bier wurde mir angeboten, aber ich trinke ja nicht.
Es stellte sich heraus, dass es sich um bayrische Landsmänner handelte.
Auf der Suche nach einem geeigneten Platz um das Zelt aufzuschlagen kamen wir kaum vorwärts. Überall musste abgeklatscht werden, wurde zugeprostet oder ich wurde sogar umarmt und mit einem „Ihr hättet es verdient“ gehabt. Ich kam kaum einen Meter weit ohne dass nicht die drei Buchstaben, welche ich repräsentiere gerufen wurden.
Neben uns zelteten ein Schalker und auch noch ein Braunschweiger. Das Gesprächsthema war gefunden.

Endlich auf dem eigentlichen Festival vor der Bühne angekommen ging es gerade so weiter. Bei Motörhead schrien ein paar Leute „Scheiß HSV“ als sie mich kommen sahen. Aufgrund der Ereignisse mit diesen Unsympathen Lasogga, Holtby und Nicolai Müller, konnte ich da nur meine Zustimmung geben.
Der Höhepunkt allerdings fand während des Gigs der Toten Hosen statt. Mein Träger und sein Kumpel (bekennender Gladbach Fan und etwas neidisch ob der Aufmerksamkeit die mir zuteil wurde) hatten es bis ganz nach vorne geschafft. Dort trafen wir auf unzählige Leute die mit den beiden über diese Relegation sprechen wollten. Der Tenor war immer derselbe und lautete „Ihr seid beschissen worden“. Ich unterhielt mich derweil mit einem Pendant von mir, welches rot und schwarz gestreift war. Es kam aus Hessen und hätte mich gerne nächste Runde getroffen. So hoffen wir nun beide auf den DFB-Pokal.
Dann nasse Lippen auf mir und übler Biergestank. Küsste da doch ein ganz schön betrunkener junger Herr die drei Buchstaben, welche ich auf meinem Herzen trage. Seine Augen funkelten dabei glückseelig. Mein Träger war genauso überrascht und konnte es nicht verhindern. Leider wiederholte sich dies nur ein paar Minuten später. Ich muss dringend gewaschen werden, war mein erster Gedanke als wir hinüber zur Arena gingen in der gleich Body Count feat. Ice-T loslegten.
Auf dem Nachhauseweg ins Zelt dann noch eine Umarmung. Ein junger Mann mit einem Pullover der Band „Bane“ outete sich als Mitglied der drei geilsten Buchstaben im deutschen Fußball. Da er im Osten der Republik lebt, kann er nicht so oft im Wildpark sein, versucht aber so viele Spiele als möglich zu sehen. Ein Mann nach meinem Geschmack auch in Sachen Musik.

Normalerweise werde ich höchsten einen Tag auf dem Festival ausgeführt, da es aber so gut lief, musste ich alle drei Tage her halten – nichts für schwache Fasern.
Am frühen Sonntagmorgen stürmte auf dem Zeltplatz ein junger Mann auf mich zu. Wie sich heraus stellte war er aus Ravensburg. Er hätte da einen Hamburger gesehen, er wäre in diese Richtung gelaufen und wenn wir uns beeilen würden wir ihn noch einholen. Wozu? Na um ihn umzuhauen natürlich! Oh ok, klar, war ne doofe Frage von mir. Auf so etwas wollten wir uns dann aber doch nicht einlassen. Auf was für Ideen manche doch vor dem Frühstück kommen, tstststststs. Dabei hätte ich mir ja eine „Laufmasche“ oder wie das heißt holen können.

Als ich mich gerade auf Slash und Miles Kennedy einließ und die alten Guns´n´Roses Songs genoss zobbelte es schon wieder an mir. Ein etwas ergrauter Endvierziger im Pearl Jam T-Shirt gratulierte mir zu zwei tollen Spielen und beteuerte glaubhaft, dass er es mir gegönnt hätte. Ich nahm es wohlwollend zur Kenntnis.
Zu Begegnungen mit dem einheimischen Club kam es auch noch. Die Vertreter dieses fränkischen Urgesteins behaupteten doch allen Ernstes, dass ich extra in letzter Minute noch verloren hätte, damit ich wieder gegen sie antreten kann. Scherzbolde! Irgendwie hatten sie dann wohl das Gefühl, das ihr Humor nicht den meinen traf und nuschelten noch was von „Betrug“, „gekauftem Spiel“ und „Fußballmafia“.

Während für Prodigy die letzten Vorbereitungen auf der Bühne getroffen wurden, fand ich mich in einem Knäul Bremer Fußballfans wieder, die unbedingt ein Bild mit mir machen wollten. Die Zeit bis Prodigy endlich begann zog sich wie Kaugummi und so lange musste ich das Mitleid dieser Bremer Reisegruppe über mich ergehen lassen, die gerne mal wieder in den Wildpark gekommen wären und unseren Relegationsgegner bis aufs Blut nicht leiden können. Dies allerdings war mir hinlänglich bekannt.
Beim Abbau des Zeltes wurde ich würdig von allen Nachbarn verabschiedet. „Nächstes Jahr geht ihr hoch“ oder „Aufsteiger der Herzen“ riefen die Leute und manche verabschiedeten sich auch persönlich per Trikotzupfer.

Ein für mich unglaublich intensives Wochenende ging dann Sonntagnacht im Wäschekorb zu Ende und ich muss euch sagen, ich bin sofort eingeschlafen.

Euer KSC-Trikot

P.S. Herzliche Grüße an das Lektorat „Kutten-Timo“

Aufstiegsspiel zur 3.Liga: Kickers Offenbach – 1.FC Magdeburg 1:3

Das Hinspiel in Magdeburg endete 1:0 für den FCM und so versprach dieses Rückspiel spannend zu werden. Der OFC musste zwar einen Rückstand aufholen, dies war aber nicht unmöglich und Magedeburg konnte sich auf diesem knappen Hinspielergebnis nicht ausruhen.
Ausruhen wollten sich auch beide Fanlager nicht. Prall besetzte Blöcke, die weit vor Spielbeginn schon besetzt waren, zeugten von der Motivation beider Seiten.
Der „Block U“ tauchte sich zu Beginn ganz in Blau und beflaggte mit der „Block U 1.FC Magdeburg“ Fahne den Zaun. Und genau darum ging es heute auch, um den 1.FC Magdeburg. Der 1.FC Magdeburg sollte endlich aufsteigen in den Profifußball.
Die Mitmachquote lag dementsprechend im Auswärtssektor auch bei 100%. Laut und fanatisch supporteten die Magdeburger ihre Mannschaft.
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Offenbach übernahm auf dem Feld das Kommando und der Bieberer Berg ging ekstatisch mit. Der unangefochtene Meister der Regionalliga Südwest ging dann auch verdient mit 1:0 in Führung. Vor mir umarmten sich Männer weit jenseits der 50 und hatten Tränen in den Augen. Anspannung fiel erst mal von ihnen ab.
Das sind genau die Geschichten, welche solche Spiele schreiben. Für mich absolut nachvollziehbar und ich erahne auch wie man sich im Magdeburger Block beim Führungstreffer der Heimelf gefühlt hat. Wollte in dieser Situation nicht mit den Jungs tauschen.

Auf dem Platz machte der FCM alles richtig. Sie blieben ruhig. Ihre Stärken sind vor allem bei Standards und das diese kommen würden war klar. Der OFC agierte in der Folge nicht mehr unbedingt so geordnet wie in den Anfangsminuten, ließ nun Magdeburg etwas mehr Platz.
Der „Block U“ hatte dann seinen großen Moment. Magdeburg erzielte den Ausgleich. Während die Herren vor mir, die sich gerade noch in den Armen lagen mit fahlem Gesicht da saßen, kannte der Jubel im Auswärtssektor keine Grenzen.
Nur Minuten später die Entscheidung. Das 1:2 für den FCM bedeutete praktisch den Aufstieg, so ging man auch in die Pause.
Auf Seiten des OFC war man schon jetzt geschlagen. Keiner versprühte mehr Zuversicht, überall geknickte Anhänger. Auch auf Seiten der Fans gab man auf. Die Einpeitscher standen zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr vorne vor dem Block. Die älteren Männer vor mir waren bereits weg.
Es sang, feierte und schrie nur der 1.FC Magdeburg. Und dies mit solch einer Intensität, dass ich fast nur den diesen Block anschaute und nicht mehr dem Spiel folgte. Es machte so viel Spaß zu sehen wie alle, wirklich alle, sich dort am Support der eigenen Mannschaft beteiligten.
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Nach dem 1:3 verließen dann die Offenbacher so langsam das Stadion. Manche auf dem regulären Weg, andere wiederum wollten über den Rasen laufen. Bei bestem Wetter zogen sie die Sturmhaube in Vereinsfarbe über und getreu dem Motto „Sieg oder Spielabbruch“ rannten sie aufs Grün. Sieg war nicht mehr möglich, Spielabbruch lag noch drin.
20 Minuten dann Scharmützel mit der Staatsmacht auf dem rasen und vor dem Block. Magdeburg schaute interessiert zu und war diszipliniert. Bei diesem Spielstand vielleicht auch nicht weiter verwunderlich, aber trotzdem hatte ich etwas Sorge, dass es auch dort einige Unbesonnene gibt, die sich nicht zurückhalten können. Zum Glück nicht und so konnte der „Block U“ den größten Erfolg der letzten Jahrzehnte gemeinsam feiern.
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Viele im Auswärtsblock haben sicher noch bessere Zeiten des 1.FC Magdeburg erlebt, die jüngeren Fans kennen den Profifußball nur aus der Sportschau. Ich freue mich für die Magdeburger und hoffe, dass sie die Klasse in der Dritten Liga halten können. Gerade den älteren Fans werden die meisten Duelle ja eh bekannt vorkommen. Mit „Scheiß Dynamo“ stimmte man sich schon mal auf eines der heißesten Spiele der kommenden Saison ein.

Beide Vereine, Offenbach und Magdeburg, spielten eine tolle Saison. Sie wurden beide Meister ihrer Liga und doch steht ein Verein am Ende mit leeren Händen da. Dies ist ungerecht und muss geändert werden. Die Meister ihrer jeweiligen Ligen müssen aufsteigen.

Die beiden Bilder, welche jetzt noch folgen, zeigen sehr schön wie eng Freud und Leid, Sieg und Niederlage an diesem Nachmittag beieinander lagen.

MaD

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VfR Aalen – KSC 2:2 (05.04.2015)

In der Woche vor dem Spiel bekam der Abstiegskandidat Aalen am grünen Tisch wegen Lizenzvergehen zwei Punkte abgezogen. Dies machte ihre Lage nur spannender. Behielten sie doch ihren 16.Tabellenplatz, rückten aber in Punkten wieder näher an Aue und St.Pauli heran.
Die Erfahrung zeigt, dass solche Negativerlebnisse zusammenschweißen und das berühmte „jetzt erst recht“ Gefühl wecken können. In Aalen war es wohl so. Sie rannten und kämpften um ihr sportliches Überleben. Da hätte man nicht denken können, dass diese engagierte und ballsichere Mannschaft eigentlich gegen den Abstieg spielt.
Die Energieleistung nach zweimaligem Rückstand zurück zu kommen kann ihnen weiteren Auftrieb geben.

Der KSC ging vor knapp 2000 mitgereisten Fans schnell durch Hennings in Führung. Super heraus gespielt über Valentini und Miczanski, vollendete Hennings in bester Torjägermanier.
Der Jubel war groß und ich gebe zu, dass auch ich dachte wir könnten nun etwas fürs Torverhältnis tun.
Weit vorbei an der Realität, denn Aalen übernahm nun die Initiative und tauchte überraschend oft gefährlich vor unserem Tor auf. Mit Glück und Orle überstanden wir Halbzeit 1 dann aber ohne Gegentor.
Anhang 1
Die Stimmung bei uns war eher dürftig in der Pause, denn viele sahen das Unheil schon kommen. Gjasula verwandelte kurz nach der Pause einen Elfmeter sicher zum 1:1 und Aalen kam erneut.
Dass Miczanski auf Torres Vorlage zum 1:2 für den KSC traf, kam eher überraschend, wurde von uns aber frenetisch gefeiert. Jeder kannte die Zwischenstände in Ingol- und Darmstadt und da Lautern am Vortag gewonnen hatte war ein Sieg wichtig.
Kaum war der Jubel verebbt, flatterte die Kugel abermals ins Tor. Gjasula traf zum Ausgleich. Wie genau, bekam ich leider nicht mit.
Danach quälte sich das Spiel dem Ende entgegen. Die Einwechslungen von Peitz und Nazarov brachten nichts und Torchancen blieben Mangelware.
Ein Punkt in Aalen ist eigentlich nicht so schlecht. Nur die anderen gewannen eben alle und dies ist bitter. Zudem sind wir diese Runde ja eher auf die 3er in der Fremde angewiesen, da wir zu Hause zu oft nur die Punkte teilen.
Bei einer Mannschaft, die mit dem berühmten Rücken zur Wand steht, ist es am Saisonende immer schwierig.
Die Mannschaft ließ sich heute leider niederkämpfen.
Wille, Leidenschaft und Kampf ist ihr grundsätzlich nicht abzusprechen. Zu oft haben es die Jungs schon gezeigt diese Saison.

Wie schrieb gestern ein Freund via WhattsApp: Noch 7 Spieltage und wir auf Platz 4. Objektiv betrachtet genial und Grund zur Euphorie….aber nicht bei uns. Komisch.

Warum eigentlich nicht? Wer darauf eine Antwort hat, teile sie bitte mit.

Aus eigener Kraft können wir mindestens Platz 3 locker erreichen. Siege müssen dazu natürlich her. Lasst uns gegen St.Pauli und Sandhausen 6 Punkte einfahren. Gegen Darmstadt zu Hause an diesem Montag Abend im Mai, da möchte ich Platz 3 erklimmen.

Ich bin total heiß auf die kommenden Spiele, lasst uns die Leute in und um Karlsruhe mobilisieren. Es geht um den Aufstieg unseres Sport-Clubs. Tun wir alles dafür um diese tolle Mannschaft zu unterstützen.

MaD

Anhang 2Anhang 3

FC Heidenheim – Karlsruher SC 0:1 (13.Februar 2015) oder Heidenheim ist Feld, Wald, Wiese

„Und am Ende gewinnt der KSC!“ Diese „Weisheit“ hatte auch an diesem Freitag Abend im eiskalten Heidenheim seine Richtigkeit. Der FCH spielte über weite Strecken mutig nach vorne und hatte viele hochkarätige Torchancen, aber der Treffer von Rouwen Hennings genügte dem KSC zum wichtigen Auswärtssieg.
Dieser war vielleicht etwas glücklich, aber auch hart erkämpft. Unsere Spieler spulten viele Kilometer ab, stopften Löcher im Mittelfeld, warfen sich auf dem harten Boden in jeden Zweikampf und bei Ballbesitz versuchten sie immer schnell nach vorne zu spielen.
Heidenheim hatte in Schnatterer mal wieder seinen besten Spieler, er war überall und zog den Ball magisch an. So ganz aus dem Spiel nehmen konnten wir ihn nicht, aber wir nervten ihn mit vielen kleinen Fouls und dass wir meist zu zweit ihn anliefen.

Der Weg zum Stadion war für ein Auswärtsspiel im deutschen Profifußball fast schon abenteuerlich. Zu dritt erklommen wir einen Waldweg, der uns direkt hinter den Auswärtsblock brachte. Vorbei an Feldern, ging es über einen komplett verschneiten Weg den Berg hoch. Das Flutlicht war von weitem schon zu sehen, unsere Sneakers schlurften über den eisigen Boden und wir versuchten nicht den Berg wieder runter zu rutschen.
Fast schon idyllisch war es, kein Laut zu hören und ausser uns so gut wie niemand unterwegs. Vor uns mussten diesen Weg schon eine Handvoll Leute genommen haben, wenn man die Autos auf dem kleinen Parkplatz mal als Anhaltspunkt nimmt.
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Zu Spielbeginn zeigte Heidenheim eine nette kleine Choreo. Ich mag diesen kleinen Verein, der beweist, dass mit einer guten Strategie, breiter regionaler Unterstützung und sportlicher Kontinuität Profifußball jenseits der Konzerne organisiert werden kann. Der Support hinter dem Tor war auch ok, ansonsten ist man auch hier von „Hexenkessel“ meilenweit entfernt, aber dies ist ja auch ok, muss ja nicht.
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Die letzten 10 Minuten wurde für uns noch mal zur Nervenprobe. Zu wenig Entlastung und gleichzeitig zu viel Druck der Heimmanschaft. Als Grimaldi noch völlig frei stehend das Aluminium traf, hielten wir im aufziehenden Nebel alle kurz die Luft an. Orle klärte noch mal eine gefährliche Situation in der Nachspielzeit und dann war es geschafft.
Mit der Einwechslung von Peitz traf Kauczinski an diesem Abend eine wichtige Entscheidung. Durch seine unorthodoxe Spielweise und seinen Kampfgeist brachte er Heidenheim im Mittelfeld oft um den Ball. Er war genau richtig an diesem kampfbetonten Abend.

Nun ist alles möglich. Die nächsten Wochen mit den direkten Duellen gegen Ingolstadt und (Scheiss)Kaiserslautern werden zu Endspielen. Davor gilt es am Führungsduo dran zu bleiben und die Heimspiele gegen Bochum und RedBull siegreich zu bestreiten. Immer weiter KSC! 

MaD

Hinter euren Zäunen:

Anhang 3Anhang 1

Kauczinskis Eleven vs. Düsseldorf am Rhein 1:1

Das Eleven ist in diesem Fall über mehr als 2/3 des Spiels die bestimmende Zahl an diesem Sonntag Nachmittag. Denn nach der roten Karte gegen Tah spielte der KSC mit 11 gegen 9. Warum gegen9? Ganz einfach: Tah ging vom Feld und Lumpi Lambertz stand in der Startelf der Gäste.

Was man mit der numerischen Überzahl so anfangen sollte wusste keiner so recht. Auf dem Rasen nicht und auf den Rängen schon dreimal nicht. Eine komische Stimmung, irgendwo zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit. Schliesslich wollte man die Ballstafetten der eigenen Mannschaft bei gefühlten 118% Ballbesitz nicht stören.

Diese Mannschaft in Blau-Weiß begeistert durch tolle Technik und unheimlich gute Fußballer. Sobald man ihnen aber so gar keinen Raum lässt, ist unsere Mannschaft etwas irritiert. Da wir die „Brechstange“ mangels „Brecher“ nicht können, spielten wir immer schön den Ball einander zu. So wäre es noch bis in den Abend hinein gegangen, wir hätten kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt.
Yamada, der wieder überall umherwusselte, war nach einer knappen Stunde nur durch ein Foul im 16er zu stoppen. Rouwen Hennings verwandelte sicher.
Erst mal kam so etwas wie Stimmung auf. Der Wildpark tanzt, ja schon, aber eher „Steh-Blues“.
Düsseldorf kam nahezu postwendend nach einem Freistoß zum Ausgleich. Fink verlängerte eine Liendl Flanke. Das war der einzige Torschuß der clever verteidigenden Buben von Oli Reck.

Auch nach dem Schlusspfiff wusste bei uns niemand ob man klatschen oder gleich gehen soll. Unsere Mannschaft tappte auch etwas unsicher auf dem Rasen herum und entschied sich dann doch schüchtern zum klatschen an den Zaun zu kommen.

Der Kaos-Choreo auf unserer Seite, die farbenfroh und mit viel Konfetti daher kam, folgte eine müde Vorstellung der Kurve. Die Düsseldorfer mit ihrem traditionell sehr schick beflaggten Block zündeten zu Beginn ein Licht an auf dem Zaun und ließen gegen später noch ein paar Raketen steigen. Ansonsten schrien sie ihre in Unterzahl agierende Mannschaft zum Punktgewinn. Sicher ein Auswärtsspiel der besseren Sorte für den Anhang.

Wir haben wieder gut gespielt, wenn auch alles irgendwie komisch lief. Toll wie sich Sallahi einfügte, wie klasse Yamada wieder spielte und wie gut ein Meffert geworden ist. Diese Mannschaft macht mir so viel Spaß, dass ich morgen mal was verrücktes mache und nach Heidenheim fahre.  Auswärtssieg!!!

MaD

KSC-Düsseldorf

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