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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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hc

Song Of The Day: Defeater – Empty Glass

Portus Hardcore mit H2O, Risk It und Planet Watson

Montag Abend war Zeit für Hardcore im Pforzheimer Kupferdächle. Subkultura hatte mit H2O und Risk It ein sehr fettes Packet für uns geschnürt.
Im großen Saal des Kupferdächle fanden sich gut 150 Leute ein was für einen Montag eigentlich ok ist. Planet Watson machte den Auftakt, den ich allerdings verpasste weil wir noch vor der Location bei den Spießgesellen rumhingen und den tollen Sommerabend genossen.

Risk It legten dann ungemein energiegeladen vor. Ihr fetter, teils metallastiger, Hardcore bollerte dem Publikum mitten auf die Zwölf. Mehr Action auf der Bühne geht kaum, mehr Action vor der Bühne wäre drin gewesen. So vergnügten sich ca. 20 Hardcorekids und nutzen die komplette Breite des Raums für sich. Als Anhänger des guten alten dicht gedrängten Moshpits rund ums Mikro kann ich leider mit diesem „durch den Saal rennen und wild mit den Armen fuchteln“ nichts anfangen. Aber ich bin nicht der Maßstab und es waren immerhin diese Jungs welche die Show vor der Bühne gestalteten.
Der Rest des Publikums zeigte sich zurückhaltend, aber durchaus der Band gegenüber sehr wohlwollend. Nach jedem Song gab es dick Applaus und nach der Show rundum nur positive Kritiken.

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Gespannt war ich darauf was nun bei H2O abgehen würde. Etwas Zweifel blieben ob des eher zurückhaltenden Publikums. Aber ich sollte mich täuschen. Toby Morse forderte alle auf etwas näher zu kommen. Diesem Aufruf kamen die Leute aber erst so richtig beim ersten Song nach. Sofort bildete sich ein Moshpit, es wurde sich um den Sänger geschart und der erste Stagediver flog über die Köpfe der Leute.
H2O spielten eine gute Stunde aus ihrem reichhaltigen Repertoire und huldigten auch Bands wie Sick of it all oder den Gorilla Biscuits.

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Immer waren genug Leute in Bewegung und auch dem sich eher im Hintergrund haltenden Publikum gefiel das Set von H2O. Der kleine Circle Pit, welcher erst nach Aufforderung von Morse gestartet wurde, war fast schon niedlich. Dazu fehlte an diesem Abend einfach die Masse an Leuten die Bock auf Action hatten.
Über was sich die Band immer wieder wunderte war die Stille im Raum zwischen den Songs. Nach dem berechtigten Applaus warteten alle auf den nächsten Songs und H2O machten auch etwas Pause und schon herrschte Stille. Morse fühlte sich dann dazu genötigt die eine oder andere Geschichte zu erzählen um die Stille zu überprücken. Man einigte sich dann darauf, dass es ein respektvolles Publikum sei.
Mit mehreren Zugaben ging die Show von H2O zu Ende und sie ließ keine Wünsche offen. Eine gut gelaunte Band, ein hoch zufriedenes Publikum, was will man an einem Montag Abend in der Provinz mehr erwarten.

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PHC-MaD

Sick of it all – Karlsruhe, Stadtmitte

Built to last war der Einstieg in eine einstündige mehr als solide Hardcoreshow von Sick oft it all. Die New Yorker, die uns seit 1986 mit ihrem Hardcore erfreuen, traten in der Stadtmitte mächtig aufs Gaspedal.
Der kleine Club im Herzen von Karlsruhe war bei dieser Matinee Show sehr gut gefüllt und ließ sich nicht lange bitten. Im Gegensatz zu den Bands davor, war das Publikum nicht mehr wieder zu erkennen.
Aufgrund des frühen Beginntermins saßen viele während der ersten beiden Bands noch im lauschigen Hinterhof des Clubs und ließen es sich mit Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bier gut gehen.

Bei „Devil in me“ waren dann zwar viele schon vor der Bühne, aber nur selten bewegte sich jemand. Dies ließ für den Auftritt von SOIA schon einiges befürchten, aber weit gefehlt.
Sie wurden euphorisch begrüßt und die Stadtmitte verwandelte sich binnen kurzem in einen Saunaclub.
Zu Hymnen wie Die Alone oder Sanctuary bildeten sich Trauben um Lou Kollers Mikro und man hatte das Gefühl, dass die „Singalong Parts“ bis weit hinaus in die Stadt zu hören sind.

Scratch the surface durfte natürlich auch nicht fehlen und spätestens mit diesem Song gab es kein Halten mehr vor der Bühne. Hart aber fair lautete das Motto und der völlig verschwitzte Hardcore Mob gab bis zum letzten Akkord alles, sehr zur Freude der Band die immer wieder dem Publikum applaudierte.

Das Besondere am Hardcore und insbesondere auch an den Auftritten von Sick of it all ist, dass man immer das Gefühl hat ein Teil der Show zu sein. Nicht nur als Konsument es auf sich wirken zu lassen, sondern zum gelungenen Abend beitragen zu können.
Stagediving, Pogo, Parts zum Mitsingen, all dies macht den Abend aus. Die Band liefert die Grundlage, für alles weitere ist die Crowd im Club verantwortlich. Wall of death oder Circle Pit, dies muss aus dem Publikum heraus entstehen und je mehr sich beteiligen, desto gelungener die Show für Band und Fans.

An diesem frühen Abend in der Stadtmitte lebte der Hardcore Spirit, dank Sick of it all und einer guten HC-Meute vor der Bühne.

(Danke an den Doc fürs organisieren, Sepp fürs pünktliche erscheinen und die ganze Hardcore/Fußball-Crew die mit mir am Start war.)

Hardcore is the best music, isn´t it?! (Mike, Chicago 1998)

OnkelMad

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