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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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heavy metal

Metallica – Hardwired ist da!

Bäm! Die Nachricht auf welche die Musikwelt gewartet hat. Metallica hauen wieder eine Platte raus und dann sogar ein Doppelalbum. Lange acht Jahre musste die treue Fangemeinde weltweit darauf hinfiebern.

Wird es an die alten Sachen herankommen oder eher wie „Load“ klingen fragen sich altgediente Fans der Metalband. Wobei hier die Frage erlaubt sein muss, ob Metallica wirklich noch eine fuckin Metalband sind oder eher eine große (Hard-)Rockband mit Trash Metal Vergangenheit?! Und wäre dies so schlimm, so lange sie live ein Best-Of präsentieren, welches einem die Ohren wegbläst?!

Für den 18. November 2016 ist der Release geplant. „Hardwired…To Self-Destruct“ soll das Baby heißen und als Doppelalbum erscheinen.

Hier nun die erste Single „Hardwired“:

 

MaD

Überrollt von Crowbar!

Kirk Windstein und seine Männer gastierten am 09.05.2016 in der Stadtmitte Karlsruhe. Mit Trouble hatten sie eine Doom-Metal-Legende als Vorband am Start von der ich noch nie gehört hatte und die ich für eine Spinal Tap Coverband hielt.

Aber weit gefehlt, die alten Herren die neben Saint Vitus als einflussreichste Vertreter ihres Genres gehandelt werden, überzeugten mit sattem Sound, vielen Gitarrensoli, knarzigen Riffs und alles absolut auf den Punkt. Eine unglaubliche Präzision von der Bandana-Fraktion aus Illinois. Schön auch die Luftgitarren-Action von Sänger Kyle Thomas, wenn Rick Wartell und Bruce Franklin es an den Saiten richtig krachen ließen.

Das auch schon in die Jahre gekommene Publikum war überaus dankbar und den zahlreichen „We want more“ Rufern gaben Trouble tatsächlich noch ein zusätzliches Ständchen.

Nun war aber die Zeit für den Act des Abends gekommen. Der Platz vor der Bühne füllte sich merklich und alle waren heiß auf Crowbar aus New Orleans. Mit den ersten Riffs gelang es der Sludge-Band das Publikum in Bewegung zu setzen. Sie spielten viele Songs der älteren Platten, die unheimlich ab gefeiert wurden. „Like broken glass“ löste einen guten Moshpit aus, dicke Typen mit Bier und Kutte sind doch ganz ordentlich beweglich. Ist die Masse erstmal in Schwung sind die Umstehenden nur noch Punchingbälle.

Kirk Windstein präsentierte sich als witziger Typ, der den berühmten Schalk im Nacken trägt. Er lachte herzlich als Tommy Buckley am Schlagzeug sich verspielte und sie einen Song noch mal starten mussten. „He fucked up“ teilte er uns über das ganze Gesicht, welches nicht von seinem unglaublichen Bart verdeckt ist, lachend mit.

Die Stadtmitte kam ab Mitte des Sets nicht mehr zur Ruhe und ließ sich ganz vom harten und langsam rollenden Crowbar Sound einnehmen. Kirk´s Stimme grummelte ins Mikro und ich hatte das Gefühl auf einem unbeleuchteten Bahngleis zu stehen und von einem herannahenden Güterzug einfach überrollt zu werden. Der Sound lag schwer auf der Stadtmitte und die Meute bewegte ihr Köpfe im Takt bis nach einer starken Stunde mit „Existence Is Punishment“ der letzte Song erklang.

Cheers an den Doc und Jensomat. 

MaD



Song der Woche: CROWBAR – „All I Had (I Gave)“

Homepage: http://www.crowbarnola.com/#new-page

https://de.wikipedia.org/wiki/Crowbar

 

Song der Woche: SOULFLY – Back To The Primitive

Aus aktuellem Anlass muss es heute knallen!

Homepage: http://www.soulfly.com/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Soulfly

 

Lemmy Kilmister 24.12.1945 – 28.12.2015

Danke Lemmy, dass du deinen Bass immer laut aufgedreht hattest für uns!

Folgt dem Rat seiner Bandkollegen:

„Spielt Motörhead laut, spielt Hawkwind laut, spielt Lemmys Musik laut. Habt einen Drink oder mehrere.“

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MaD

Blind Guardian – Liederhalle Stuttgart (01.05.2015)

Mit den Songs die fehlten, hätten Blind Guardian locker ein weiteres wunderbares Konzert spielen können. „Somewhere Far Beyond“, „Majesty“, „Traveller In Time“, „Welcome To Dying“, „Immaginations From The Other Side“, oder das starke „Time What Is Time“. Alleine diese kurze Aufzählung erinnert mich wieder daran wie lange es Blind Guardian nun schon und und wie viele tolle Alben und Songs sie geschrieben haben.
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Es war ein Abend, bei dem man erst merkte was alles noch hätte gespielt werden können, als nach über 2 Stunden der Vorhang fiel. Dass die Setlist auch einige Lieder des neuen Albums „Beyond The Red Mirror“ beinhalten würde war klar. Sie bauten die Stücke gezielt zwischen Klassiker ein und so tat es der Stimmung keinen Abbruch. Es ist eben wie so oft, die Fans wollen ein Best Of vorgetragen bekommen und jeder Song einer neuen Platte kostet einen Klassiker.
Hansi Kürsch und seine Mannen haben es nach all den Jahren noch wunderbar drauf eine Halle auf ihre Seite zu ziehen, sie zum mitsingen zu animieren und Stimmung bis in die letzte Reihe zu erzeugen.
Ein Chor aus über 2000 Leuten sang aus voller Kehle Lieder wie „Banish From Sanctuary“, „And The Story Ends“, „Mirror Mirror“ und natürlich das einzigartige „The Bard´s Song – In The Forest“.
Bei „Valhalla“ wollte die Meute gar nicht mehr aufhören den Refrain zu singen, bis die Band sozusagen eingriff und dem ganzen nach Minuten mit einem starken Gitarrenoutro ein Ende setzte. Gänsehaut pur und überall strahlende Gesichter.

MaD

Setlist:

1.  The Ninth Wave
2.  Banish From Sanctuary
3.  Nightfall
4.  Fly
5.  Tanelorn (In The Void)
6.  Prophecies
7.  The Last Candle
8.  Miracle Machine
9.  Lord Of The Rings
10.Bright Eyes
11.Twilight Of The Gods
12.And The Story Ends
Encore I
13.Into The Storm
14.Guardian Of The Blind
15.Valhalla
Encore II
16.Wheel Of Time
17.The Bard´s Song – In The Forest
18.Mirror Mirror

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Sonisphere Festival oder Metallica mit Blitz und Donner (Basel, 04.07.2014)

Was haben Alice in Chains, Airbourne und Kvelertak gemeinsam? Sie alle sind herausragende Bands ihres Genre und spielten gemeinsam in Basel auf dem Sonisphere Festival. Was sie aber wirklich vereinte an diesem Tag in Basel war die Tatsache, dass sie letztlich Vorbands für die große Show von Metallica waren.
Der späte Nachmittag wurde gefüllt mit guter Rockmusik, die für die meisten den Hintergrund ihrer Gespräche lieferte. Erst als Metallica kurz vor 21 Uhr die Bühne betraten, kam richtig Stimmung in den St.Jakob-Park in Basel.
Alice in Chains hauten großartige Lieder raus und fast niemand nahm davon Notiz. Bitter, aber eben Realität wenn Metallica danach noch zum Tanz bitten.
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Die Altmeister des Heavy Metal bekamen von den Fans ein tolles Set zusammengestellt. Persönlich hatte ich vergessen zu voten, aber außer Wherever I May Roam vermisste ich keinen Titel. Dieser stand immerhin noch live zur SMS-Wahl, unterlag aber Orion. Ich sparte mir die 80 Rappen für die SMS, aber viele hatten Spaß daran und tippten fleissig „B“ in ihr Handy. Über Sinn und Unsinn dieses SMS-Voting lässt sich trefflich streiten.
Noch bei Tageslicht gingen Metallica mit Battery gleich richtig steil und legten mit Master Of Puppets nicht weniger spektakülär nach. Fäuste wurden gereckt und „Master“ aus tausenden bierseeligen Kehlen gen Bühne gebrüllt. Welcome Home (Sanitarium) und Ride The Lightning folgten bevor sie mit The Unforgiven erst mal etwas den Fuß vom Gas nahmen. Technisch brilliant und mit einem bombastischen Sound ausgestattet machten die vier Musiker in der Kurve Alarm in der normalerweise die Ultras des FC Basel dafür sorgen, dass es kracht und lärmt. 
Die Band hatte sichtlich Lust an diesem Abend Basel zu rocken. Immer wieder liefen die Musiker auf den beiden Stegen ins Publikum, klatschten ab und lachten entspannt. Kirks Gittarensolo mündete in das gefühlvolle Nothing Else Matters und er war sich der Wirkung durchaus bewusst als er die ersten Klänge dieses Liedes anspielte. Hatten ihm gerade noch alle andächtig gelauscht und auf die Finger geschaut wie sie über die Saiten flogen, so brachen nun alle in Jubel aus.
James Hetfield hatte ansonsten über den ganzen Abend alle Fäden in der Hand, sprach viel mit den Fans und wirkte keineswegs gelangweilt als er dieses Best of Set vortrug, im Gegenteil. Da stand ein charismatischer Musiker, der weiss welches Privileg er durch seine Musik im Leben genießt. Am Freitag in Basel ließ er alle daran teilhaben.
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Als bei Sad But True der Himmel über Basel anfing zu blitzen und zu donnern, bekamen Metallica kostenlos Unterstützung für ihre Show. Besser hätte es kein Regisseur inszenieren können. Blitze zuckten über dem Stadion, es regnete in Strömen und Metallica drehten auf. Da standen sie im Regen von Basel und spielten nacheinander …And Justice For All, One und For Whom The Bell Tolls. Der Himmel donnerte und leuchtete dazu.
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Mit Enter Sandman gingen sie von der Bühne um nach knapp 3 Minuten wieder zur Zugabe und St.Anger zu erscheinen. Seek and Destroy beendete nach ca. 2 1/2 Stunden einen Abend mit Metallica der Hit an Hit reihte, seine eigene durch das Gewitter unterstützte Dramaturgie hatte, eine Band voller Lust am Live Gig zeigte und alle Fans mit einem Grinsen im Gesicht in den Regen entließ.
Mich führte der Weg in die Bar du Nord um dort noch mit vielen Kolumbianern gemeinsam die letzten 30 Minuten des WM-Viertelfinals Brasilien-Kolumbien zu schauen. Danke an Daniel D. für den Abend und das Dach überm Kopf.

MaD

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Setlist:
1. Battery
2. Master Of Puppets
3. Welcome Home (Sanitarium)
4. Ride The Lightning
5. The Unforgiven
6. Creeping Death
7. Lords Of Summer
8. Sad But True
9. Fade To Black
10. …And Justice For All
11. One
12. For Whom The Bell Tolls
13. Whiskey In The Jar
14. Nothing Else Matters
15. Enter Sandman
16. St. Anger
17. Orion
18. Seek & Destroy

Ektomorf – Pforzheim, Bottich (21.10.2012)

“Don´t be shy, this is a metal show“! Mit diesen Worten erreichte Zoli genau was er wollte. Die kleine aber feine Meute im Pforzheimer Club Bottich legte ab dem dritten Song los, alle kamen direkt vor die Bühne und die Metalshow von Ektomorf begann.

 

Überraschend wie viele Leute auch beim neuen Material von Ektomorf absolut textsicher waren. „Black Flag“ erwies sich als absoluter Killer. Haare und Fäuste flogen durch die Luft und die ersten Körper durch den Raum.

Jetzt wurde gemosht und jeder Song den Ektomorf rausfeuerten gefeiert. So schnell hatte es selten eine Band geschafft Stimmung in einen Laden zu bekommen, der eher mäßig gefüllt war. Aber direkt an der Bühne war davon nichts zu merken, da ging es derb ab. Es war jetzt ein Gefecht bei dem beide Seiten scharf schossen. Die Energie aus dem Moshpit nahmen Ektomorf auf und feuerten sie in Form fetter Riffs und groovigen Bässen wieder zurück.

Zoli klatschte Hände ab und erfreute sich an diesem Publikum, welches aus dem Nichts einen bis dato (3 Vorbands – nur so war das Gesamtpaket erhältlich!!!) lahmen Abend, ins Gegenteil verkehrte. Ektomorf hatten sichtlich Spaß, ließen es sich aber auch nicht nehmen zu erwähnen, dass sie damit nicht unbedingt gerechnet hätten.

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Ektomorf haben ihre ganz große Zeit sicherlich hinter sich. Nach einigen Umbesetzungen in der Band ist Zoli nun eigentlich die Band. Live sind sie aber immer noch eine Bank, da sie mit Songs wie „Outcast“, „Last Fight“, das oben erwähnte „Black Flag“ oder „I Know Them“ absolute Metalperlen im Gepäck haben. Wer Sepultura und Soulfly mag, liegt auch 2012 bei Ektomorf genau richtig. Eine tolle Show von Ektomorf und dies hautnah.


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Für euch im Bottich war
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