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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Nachspielzeit: Unsere Innenverteidiger

Nur zwei Tage nach Valencia folgte die nächste Nachspielzeit. Dieses mal in Wallis Fanartikelladen zu Gast unsere Innenverteidiger Jan Mauersberger und Daniel Gordon.
Wallis Laden war gut gefüllt, es gab sogar Pasta für alle und die beiden Spieler präsentierten sich als sehr sympathische Gesprächspartner.
Unsere beiden Moderatoren lockten aber auch so einiges aus ihnen heraus und so kam heraus dass Mauersberger sogar beim CL-Dinner der Bayern in London war und dies wirklich recht zufällig. Wer wissen will wie so etwas passieren kann, der sollte zukünftig die Nachspielzeiten besuchen.
Gordon und Mauersberger standen sich schon mal in einem A-Jugendfinale um die Deutsche Meisterschaft gegenüber. Gordon für den VFL Bochum, Mauersberger für den FC Bayern.
Seit sie ca. 7 Jahre alt sind begegnen sie sich immer wieder. Viele sah man irgendwann nicht mehr aber „dieses Gesicht blieb“ so Gordon über seinen Kumpel Mauersberger und nun sogar nebeneinander im gleichen Verein.
Kompliment an unsere beiden Moderatoren was sie so an Fragen zusammengetragen hatten. Auch auch ein großes Kompliment an die beiden Spieler, die sich sehr gelöst präsentierten und es so nicht nur ein reines Fragen- und Antwortspiel war, sondern eine schöne Gesprächsrunde.

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MaD

Nachspielzeit: 20 Jahre Valencia

Am Abend nach dem Dresden Spiel stand ein weiterer Höhepunkt an. Im KSC-Clubhaus ließen wir gemeinsam mit Edgar“Euro-Eddy“Schmitt und Jörg Dahlmann das 7:0 gegen CF Valencia aus dem Jahr 1993 Revue passieren.
Nachspielzeit Valencia

Die beiden stehen stellvertretend für das was an jenem Dienstag Abend in Karlsruhe passierte, als ein Stadion bei den vier Toren von Euro-Eddy förmlich abhob und Jörg Dahlmann diesem Spiel mehr als nur seine Stimme lieh. Noch 20 Jahre später verbindet man ihn genauso mit dem Spiel wie die Mannschaft des KSC die damals auf dem Platz stand und das Trainergespann um Winnie Schäfer. Beide machten sich an diesem Abend im Fußball unsterblich und werden überall mit diesem Spiel in Verbindung gebracht. Welchem Fußballer und welchem Reporter ist so etwas schon vergönnt? Edgar Schmitt stellte dem Publikum die Frage wer sich an das Halbfinale der Champions-League zwischen Dortmund und Real Madrid erinnern könne und das Ergebnis des Hinspiels wüsste. Die Reaktionen waren sehr zögerlich. Das es wohl irgendwie mit drei oder vier zu eins für Dortmund ausging wurde getippt. Passierte da sonst noch etwas außergewöhnliches? Keiner kam drauf. Lewandowski schoß alle vier Tore! So schnell lebig ist die Zeit geworden. Nur Monate später wissen dies viele Fußballfans nicht mehr. Dankbar für das 7:0 und dass man ihn und den KSC noch heute damit in Verbindung bringt ist Edgar Schmitt. Dieses Spiel war ein Geschenk. Für ihn und für den KSC. Auch 20 Jahre später noch ist der KSC in Europa über diesen einzigartigen Sieg bekannt. Edgar Schmitt wurde an diesem Abend zum Star. Zum Glück aber zu einem bodenständigen und nahbaren. Wir sahen zum Teil an diesem Abend auch einen sehr nachdenklichen Euro-Eddy, der die meisten seiner Kämpfe außerhalb des Platzes ausgetragen hat und damit dem Fußball an sich wieder den richtigen Platz im Leben einräumte. Diesen Kampf abseits des Platzes hatte Jörg Dahlmann auch schon. Bei ihm war es der Darmkrebs wie er gerne offen zugibt. Seitdem engagiert er sich in der Prävention und war deshalb sehr positiv gestimmt als ich ihn vor der Veranstaltung fragte ob man ihn darauf ansprechen darf. Es war ein sehr launiger Abend mit zwei tollen Typen in Plauderlaune. Sie kennen sich eben auch gut, sind befreundet und spielten sich verbal die Bälle oft selbst zu. Viele meiner Fragen konnte ich abhaken, da die beiden es beim munter drauf los plaudern schon gesagt hatten. Super Ding! Jörg Dahlmann war an jenem Abend 1993 mehr Fan als Reporter. Einige Zeit später jubelte er mit der KSC-Mannschaft in der Kurve im Olympiastadion in Rom und einige der Spieler von damals waren auch auf seiner Hochzeit eingeladen. Man kann sagen, dass dieser sensationelle Sieg damals ihn und den KSC zusammengeschweisst hat. Valencia IIIValencia II

Dabei ging er an das Rückspiel gar nicht so euphorisch ran. Valencia war Tabellenführer in Spanien und hatte eine tolle Mannschaft. Das nach dem Tor von Schmitt in Valencia zum 3:1 kurz vor Schluss evtl. doch noch eine Chance bestünde war ihm schon klar, aber die ganz große Hoffnung hatte er nicht. Ganz anders dagegen Edgar Schmitt. Schon nach seinem Tor in Spanien sagten sie in der Kabine dass „wir sie im Wildpark weghauen“. Warum war sich die KSC-Mannschaft da so sicher? Euro-Eddy sagte, dass er nach seinem Tor in die entsetzten Gesichter der Gegenspieler geschaut und die bedrückende Stille im Stadion gespürt hätte. Da war klar, dieses Ding ist zu drehen. Auch als im Rückspiel Valencia zu Beginn gute Chancen hatte war ihm nicht Bange. „Selbst wenn die in Führung gegangen wären, hätten wir sie gepackt“ so Edgar Schmitt. Und was für einen Charakter dann unsere Mannschaft an den Tag legte. Nach ihrem Sieg machten sie sich Gedanken wie es ihren Kollegen wohl in der Heimat ergehen würde. „Uns war klar, dass so ein Ergebnis dort einiges auslösen kann. Das wünscht man keinem Fußballer“ erzählte Euro-Eddy. Überhaupt prach er sehr gut über viele ehemalige Kollegen. Auch die Wichtigkeit des Trainers Schäfer beim Erfolg der damaligen Mannschaft sollten wir alle nicht unterschätzen. „Der ließ uns in Ruhe“, das war ihm ganz wichtig. Ob wir dann hoch stehen oder früh drauf gehen, dass besprachen wir kurz mit Manni Bender, Schütte und Wolfgang Rolff auf dem Platz. Wie geil und heute unvorstellbar. Valencia I

Noch viel mehr dieser Anekdoten auch abseits des Valencia Spiels wurden in zwei Stunden von Schmitt und Dahlmann zum Besten gegeben. Jörg Dahlmann durfte mit Fritz Walter mal einen Gang durchs Berner Wankdorf Stadion machen, bei dem dann beiden die Tränen kamen. Überragend! Vielen herzlichen Dank für diesen tollen Abend und es war mir eine sehr große Freude daran aktiv mitwirken zu dürfen. Euer MaD

KSC – Dynamo Dresden 3:0 (24.11.2013; 16.500 Zuschauer)

Die zweite Liga zeigt sich dieser Tage eng wie nie und deshalb kann unser guter Tabellenplatz leicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach unten nur wenige Punkte sind. Deshalb war es sehr wichtig gegen Dresden zu bestehen.
Die Dynamos kamen mit breiter Brust, gestalteten sie ihre letzten Spiele doch auch recht erfolgreich. Ihr Highlight hatten sie sicher bei 1860 als sie vor 12.000 Auswärtsfans mit 3:1 siegten.
Auch an diesem Sonntag waren wieder über 2.500 Dresdner gekommen. Respekt vor diesem Auswärtsblock, das sah richtig gut aus. Ich liebe schön beflaggte Blöcke und wenn sich dieser dann noch lautstark präsentiert, umso besser.

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Unsere Mannschaft wusste aber was sie kann und auch wir hatten eine kleine Serie mit den so wichtigen Punkten auf dem Betzenberg, bei Union und diese jeweils mit zwei darauffolgenden Heimsiegen „vergoldet“.

16.500 Zuschauer sahen das Spiel im Wildparkstadion. Da hätten wir uns alle mehr erwartet. Der KSC steht sehr gut da, spielt prima Fußball und mit Dresden kommt einer der attraktivsten Gegner. So ist es eben, vlt. hatte Mutti zu Hause schon Plätzchen gebacken oder die Joggingbux war noch in der Wäsche….!

Unser Trainer Kauczinski wartete mit einer Überraschung auf. Mit Hennings und van der Biezen war unser Drittligasturm wieder vereint. Mit Rouwen Hennings hatten wir alle nicht gerechnet. Seit Februar war er ohne Torerfolg, aber nach nur 8 Minuten ließ er es endlich wieder klingeln. Flanke von rechts und Rouwen packt den Ball volley – 1:0! Der Jubel riesig und wir legten nach. Torres spielt van der Biezen den Ball in den Lauf, dieser schnippt ihn an Kirsten vorbei zum 2:0.

Danach hatte Dresden zwar ein Übergewicht aber ohne zwingend zu werden. Zu gut stand unsere Defensive. Mit nur 14 Gegentoren stehen wir so gut da, wie noch nie eine Mannschaft des KSC in der 2.Bundesliga. Resepkt vor den Orlishausens, Gordons, Mauersbergern, Klingmanns und Kempes dieser Welt.

Der Support auf Seiten der Gegengerade war natürlich top ob dieses Spielstandes. Schön laut wurden die Lieder intoniert. Auch im Gästeblock ging nach einer etwas längeren Kunstpause nach dem 2:0 wieder einiges. Torjubel wurde simuliert und eine sehr geile Schalparade veranstaltet. Ich liebe ja Schalparaden, wie ich hier schon öfters schrieb. Schade, dass unsere Szene damit so geizt.

Hennings raus, Nazarov rein und dieser Wechsel sollte ein geiles Tor zum 3:0 bringen. Aus kürzester Distanz zimmerte Nazarov den Ball ins Torwarteck, aber direkt oben unter die Latte. Saustark! Ein mehr als deutlicher Sieg, der vlt. um ein Tor zu hoch ausfiel, aber wenn man bedenkt was für Chancen wir nach dem 3:0 noch hatten und das Dynamo eigentlich gar keine richtige Torgelegenheit hatte, gehts auch in Ordnung.
Die Ehrenrunde und den Jubel mit den Fans auf der Gegengerade hatte sich unsere Mannschaft mehr als verdient.

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Fußball ist so ein geiler Scheiß und das Auf und Ab kann so schnell gehen. Eben noch der Abstieg, dann schon wieder aufgestiegen und jetzt im oberen Drittel der 2.Bundesliga festgesetzt! Kompliment KSC!

Sehr zufrieden ist euer
MaD

Nachspielzeit: 20 Jahre Valencia

Am Sonntag lassen wir nach dem Spiel gegen Dynamo Dresden noch mal das Wunder vom Wildpark lebendig werden.
20 Jahre Valencia mit den Gästen Jörg“ich fass es nicht“Dahlmann und unserem Edgar“Euro-Eddy“Schmitt. Wir sind gespannt wie sie in der Rückschau diesen Abend im Wildpark betrachten und freuen uns auf eine tolle Veranstaltung.
19 Uhr im Clubhaus des KSC, seid dabei!

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MaD

KSC – Bielefeld oder Karlsson vom Dach fliegt wieder (03.11.2013; 12500 Zuschauer)

Was ein Sauwetter bei diesem so wichtigen Spiel gegen die Arminia aus Bielefeld. Wer bisher immer gedacht hat, Bielefeld gäbe es nicht, wurde an diesem Sonntag eines besseren belehrt. Es standen da nicht nur 11 Arminen auf dem Platz, sondern auch ca. 350 Bielefelder im Auswärtsblock unter freiem Himmel und damit schön im Regen.
Bielefeld stand geschlossen im Block, es war einiges an Bewegung und ab und an hörte man sie sogar mal kurz. Vor allem nach ihrem Führungstreffer war natürlich Stimmung und so ziemlich alle Auswärtsfahrer beteiligten sich auch am Support.
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Nach den gelungen Partien gegen Lautern und deren Freunde aus dem Emirat Giesing konnte der KSC dem positiven Trend die Krone aufsetzen. Bei dieser engen Tabellensituation wäre ein Sieg gegen Bielefeld so wichtig.
Engaiert waren alle auf dem Feld und auf den Rängen. Während dort aber einwandfrei gesungen wurde, spielte sich ein Grottenkick auf dem Rasen ab. Kaum mit anzuschauen was beide Teams boten und wo war bitte der Elan unserer Mannschaft, den man in solch einer Partie erwartet. Bei bestem „Gunther Metz Wetter“ neutralisierten sich beide Teams auf niedrigem Niveau. Intensiv war es allemal, niemand ging einem Zweikampf aus dem Weg.
Mit einem 0:0 ging es in die Pause und wem nicht gerade der Regen dorthin lief wo es dunkel wird, schlief fast ein.
Abhaken, egal, wenigstens wieder nicht verloren, den Punkt nehmen wir und ähnliche Wortfetzen schnappte ich in der Halbzeit auf, aber wir sollten uns alle wundern.
Die zweiten 45 Minuten waren Fußball pur mit allen Schikanen, der Rückkehr einer Legende aus Kindheitstagen und einem eiskalten Holländer.
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Zunächst aber ging Bielefeld mit 0:1 in Führung. Ich verpasste das Tor, weil ich gerade am babbeln war und nicht aufs Spielfeld schaute. Da es eh recht still war und der Torjubel der Bielefelder nicht ganz so laut bei uns ankam, begriff ich erst was passiert war, als die Arminen schon wieder zum Anstoßkreis liefen.
Wieder einige Minuten später, der KSC drückte jetzt ohne wirklich gefährlich zu werden, ertönte ein Pfiff. Elfmeter für uns! Was war passiert? Keine Ahnung, ich hatte gerade nicht hingesehen.
Koen van der Biezen trat an und versenkte diesen so wichtigen Ball ohne eine Mine zu verziehen. Sein anschliessender Jubel ließ aber klar erkennen welche Anspannung von ihm abfiel. Koen, Koen, Koen schalte es durch den Wildpark.
Und nun lief die blau-weiße Maschine. Schön über die Flügel griffen wir an. Vor allem Torres gefiel mir dabei sehr gut, aber auch Alibaz machte einen guten Job. Von hinten schaltete sich Klingmann immer wieder mit ein und er war es auch, der die Flanke in den Bielefelder Strafraum schlug und meine Erinnerungen an eine Figur aus der Kindheit weckte.
Erst dachte ich der Ball ginge ins Nichts und dann kam aus demselben Dominic Peitz. Er lag wie „Karlsson vom Dach“ in der Luft und köpfte im Flug den Ball zum 2:1 ins Netz. Wenn ich es nicht besser wüsste und Peitzer so gar keine Ähnlichkeit mit diesem dicken Jungen hat, ich könnte schwöre ich habe den Propeller auf seinem Rücken gesehen.
Als alter Freund des Flug- oder Hechtkopfballs konnte ich es kaum glauben. So oft sieht man dies gar nicht mehr, dabei ist diese Art von Kopfball so herrlich dynamisch und bringt im Strafraum meist höchste Torgefahr.
Dass Peitz es schaffte unverletzt zu landen, grenzt an ein blau-weißes Wunder. Wie geil Peitzinho! Danke!
Und kurze Zeit später ertönte wieder ein Pfiff und es gab wieder Elfmeter für den KSC. Wie in Wimbledon auf dem „heiligen Tennisrasen“ standen Schiri und Spieler an der Strafraumkante und suchten nach dem richtigen Grasbüschel auf dem das Foul statt gefunden haben soll. Dieses war dann wohl im 16er oder zumindest nahe dran, es reichte auf jeden Fall für unseren zweiten Elfmeter. Koen ließ keine Zweifel aufkommen und vollstreckte.
Es war geschafft! Mit viel Kampf, etwas Glück, guten holländischen Nerven und einem geilen Flugkopfball bezwangen wir Bielefeld.
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Grüße gehen hier noch nach Ostwestfalen an die Jungs, die sich noch an unserem baufälligen Clubhaus und deren Gastlichkeit erfreuten.

Und als der 3er im Sack war, strahlte der Himmel über Karlsruhe!

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MaD

Derby!? – Das geht so!

Lust auf Derby? Zubereitungszeit: 90 Minuten (+3)

Zutaten:
Örtliche Nähe der beiden Traditionsvereine
Über viele Jahre gewachsene Abneigung der Fanlager
1 DFB-Pokalfinale in Berlin in den 90igern
1 Polizeizelt auf dem Bahnsteig
2 Nahverkehrszüge
6.000 Karlsruher Fans
Vermummte Riot-Police im Gästebereich
1 Dorf
1 Berg
35.000 Bauern

Außerdem:
Derbychoreo der Heimmannschaft (wenn keine zur Hand, tut es auch ein Spruchband)
Schmähgesänge national und international
Feier des Gäste Anhangs mit der Mannschaft nach glücklich erkämpftem Punkt

Achtung:
Keine Taschentücher bei einem richtigen Derby verwenden!

Zubereitung:
Die Fans des Gastvereins treffen sich zu früher Stunde am heimischen Hauptbahnhof. Sammeln auf dem Vorplatz und Unterredung mit der Polizei bezüglich des Zeltes für Ganzkörperkontrollen.
In der Zwischenzeit Vorbereitung alternativer Anreise zum Derbyort.
Nach schnellem Abbau des Polizeizeltes, Einstieg in die Nahverkehrszüge.
Im Dorf des gastgebenden Vereines sammeln sich derweil die Bauern zum Empfang des Gastes am Bahnhof. Kleidung rot! (Menschen mit Magenproblemen sollten das Terrain meiden; Gefahr von Brechreiz!)
Ankunft des Gästemobs am Bahnhof immer mit laustarken Gesängen Anti des Heimvereins. Sammeln vor dem Bahnhof und geschlossener Marsch auf den Berg.
Unterdessen bäuerliches Feuerwerk hinter Polizeikette. Kann man zum garnieren der Ankunft des Gastes so machen.

Nach Anpfiff lässt man das ganze nun 90 Minuten kochen und schmeckt es ab mit gegenseitigen Schmähgesängen. Vorsicht bei der Zubereitung:
Auf Heimseite sollte eigentlich eine Choreographie gezeigt werden und keine sinnlos dämlichen Spruchbänder.
Es ist darauf zu achten, dass im Gästebereich fanatisch angefeuert wird, wenn es schon auf Heimseite dermaßen leise ist, dass der Gast fast peinlich berührt wird.
Sollte auf Heimseite die gesamte Kurve nur bei eigenen Toren erwachen und auch nur 1 Lied kennen, ist Vorsicht beim servieren eines Derby geboten. Man könnte sich lächerlich machen.
Während des Kochvorgangs wäre es gut, wenn der Gast aus heiterem Himmel jeweils den Ausgleich zum 1:1 und 2:2 erzielt und die Heimmanschaft beste Chancen liegen lässt. Dies trägt zur weiteren Aufheizung der Derbyatmosphäre bei.
Nach Beendigung des Kochvorgangs wird das Derby mit einer Feier im Gästeblock abgeschmeckt.

Tipp: Wer „Kaisers Lautern auf altem Betze“ nicht mag, der sollte viel Blau-Weiß aus Karlsruhe hinzugeben und kräftig umrühren.

Euer Chefkoch
MaD

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Alu, Cologne, Scheiße und der Dom

Vom Glück geküsst und dann doch übelst von genau diesem im Stich gelassen. In einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit vergeben die Kölner Gäste innerhalb von fünf Minuten zwei Elfmeter (Risse, Helmes) und Helmes trifft zusätzlich, weil es doch so schön klingt, noch mal Aluminium.
Es war kein Tor für den KSC gefallen und doch jubelten wir 2x, wie wenn wir selbst erfolgreich gewesen wären. Beide Male war es still im Wildpark als die Kölner Schützen anliefen. Der Klang des Aluminiums rieß uns aus unserer Anspannung und versetzte alle die es mit Blau-Weiß hielten in den Fußballhimmel. Beim zweiten Elfmeter, der noch dazu mehr als fragwürdig war, wurde noch intensiver gejubelt, da hier wirklich niemand mehr damit rechnete, dass auch dieser vergeben würde.

Von all dem bekamen die Kölner Ultras wenig mit. Sie hatten draussen massig Ärger mit der Polizei, die wieder mal ihre berühmte „Karlsruher Deeskalationstaktik“ anwandte. Dank einer kaputten Tür in einem Shuttle Bus sahen hunderte Menschen die extra aus Köln angereist waren das Spiel nicht oder nur mit sehr viel Verspätung. Trotz gültiger Eintrittskarten wurde ihnen der Zutritt zum Stadion verwehrt. Bis die Kölner stürmten, einige durchkamen und sich die Sitzplätze unter der Anzeigetafel auf einmal mit Leuten füllte. Genau pünktlich zum 1:1 von Helmes.

Zuvor allerdings ging unser KSC mit 1:0 in Führung. Koen van der Biezen nutzte einen tolle scharfe Flanke von Nazarov. Der Ball zischte in den Fünfmeterraum hinein und als man schon dachte, dass der Kölner Torhüter den Ball einfach fangen würde, kam der Fuß von Koen und versenkte den Ball zur Führung.
Kollektiver Jubel, dieses mal wirklich wegen eines erzielten Tores.
Und gleich hinterher ein donnerndes „Cologne, Cologne, die Scheiße vom Dom“. Ist einfach ein Klassiker und hören die Kölner bestimmt genauso gerne wie wir das „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“. Vor allem wenn es von einer propevollen Kurve richtig laut gesungen wird.
Richtig laut wurde es auf Kölner Seite an diesem Tag leider nie. Der Stimmungskern war ja ausgesperrt und so herrschte im ausverkauften Auswärtsblock eine Atmosphäre als wäre Paderborn zu Gast. Schade für alle Stadionbesucher! Beschwerden nimmt ihr Freund und Helfer entgegen.

Leider fiel der Ausgleich zu früh. Nur fünf Minuten nach der Führung konterte Köln uns aus und Helmes erzielte das Tor. Wie naiv wir uns da anstellten. Diese Führung hätte mit Klauen und Zähnen verteidigt werden müssen, statt dessen versuchten wir Köln unter Druck zu setzen und mitzuspielen. Das überaus glückliche 0:0 zur Pause hatte uns wohl den Sinn für die fußballerische Realität vernebelt. In jedem Mannschaftsteil war uns Köln überlegen und wir hatten schlicht Glück in den ersten 45 Minuten.

In den nächsten 30 Minuten gab es einen recht offenen Schlagabtausch. Der KSC spielte seine guten Kontergelegenheiten aber nie richtig zu Ende. Am 16er war spätestens Schluss, zu oft vertendelten wir den Ball ohne Not und der letzte Pass fehlte einfach. Und nicht nur dieser, es fehlte wieder an Cleverness. Wenn es in Minute 90, was bekanntlich die sogenannte Schlussminute beim Fußball ist, gegen Köln 1:1 steht und wir schon so viel Glück an diesem Nachmittag in Anspruch genommen hatten, dann verteidigen wir diesen Punkt mit allen 11 Mann. Aber was machen wir, wir lassen uns just in dieser 90.Minute auskontern und der Kölner Außenverteidiger (!!!) und Kapitän Brecko kann sich im Strafraum noch gegen zwei unserer Verteidiger durchsetzen und as 1:2 erzielen. Und wieder Stille im weitem Rund, dieses mal vor Entsetzen!

Nun sind wir angekommen im Abstiegskampf und da zählt es nun sich auf die Basics im Fußball zu besinnen. Kämpfen und rennen! Vor allem das Kämpfen, den Biss und die Galligkeit ließen wir zu oft vermissen. Aue, Sandhaufen und Aalen stehen dafür exemplarisch.
Diese zweite Liga ist so ausgeglichen, das werden die meisten Spiele von der Mannschaft gewonnen, die an diesem Tag diesen Sieg einfach mehr will. Die Mannschaft gewinnt, die mehr investiert, die mehr läuft und die diesen einen Schritt, der weh tut, mehr macht als die andere. Wir machen ihn zur Zeit nicht diesen Schritt mehr und noch dazu stellen wir uns an wie doof.

MaD

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DFB-Pokal Kaiserslautern – Hertha BSC Berlin 3:1 oder einfach abgeschenkt

Per Bahn machten wir uns von Karlsruhe aus auf den Weg in die Pfalz um unsere Freunde aus Berlin bei ihrem DFB Pokalspiel zu unterstützen. Schön über die Dörfer getingelt, wie man dies von etlichen Fahrten Richtung Betzenberg schon kannte. Der Zug hielt an jedem Haus und man kann von Glück sagen, dass es nicht noch Hochspeyer Nord, Süd und West gibt. So erreichten wir geradeso pünktlich zu Spielbeginn den Gästeblock.
Hurry, hurra die Karlsruher sind da und rein ins Vergnügen. Für einen Mittwoch und die Entfernung war der Block sehr gut besucht. Knapp 1500 Leute schätze ich.

Berlin hieß uns herzlich willkommen und der gemeinsame Support der alten Dame konnte beginnen. Trotz des Grottenicks ging Berlin in Führung und die Stimmung war zur Pause deshalb auch sehr gut. Von Lautern war nichts zu hören. eine riesige Tribüne steht da im Westen des Stadions, aber außer 08/15 war wieder mal nichts. So lange die Hauptgruppen irgendwo oben im Niemandsland stehen wird das auch nichts mehr. Lustig trotzdem wie sich der Mythos Stimmung in den Medien und bei Horst Horstmann vor dem Fernseher immer noch hält. Früher wurde man hier „gefressen“, heute sind die Pfälzer mehr als zahnlos. Erst als der Sieg feststand wurde es laut – arm.

Wenn wir und vor allem unsere Berliner gewusst hätten, dass Jos Luhukay und seine Truppe dieses Spiel einfach abeschenken wollten, wären wir wohl alle nicht hin gefahren. Eine Frechheit was die B-Elf der Herthaner hier bot. Kaiserslautern spielte in der zweiten Halbzeit mutig und engagiert nach vorne und ließ der Bundesligamannschaft aus der Hauptstadt keine Chance.
Deren Trainer sah aber auch keine Notwendigkeit auszuwechseln um mit Ronny oder Ramos endlich Stammkräfte zum Einsatz zu bringen, die das Spiel evtl. noch hätten drehen können. Ramos kam dann 15 Minuten vor Schluss und Ronny nach dem Treffer zum 3:1 für Lautern. Das hätte man sich dann auch alles sparen können.
Warum Luhukay hier eine B-Elf an den Start brachte und nicht auswechselte um das Spiel mit aller Macht zu drehen wird sein Geheimniss bleiben. Hertha BSC Berlin hat jedes Jahr die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Da muss man mehr bzw. immer alles dafür tun um dies zu erreichen. Das Gefühl hatten wir draussen hinterm Zaun leider nicht. Da wenigstens wurde alles dafür gegeben, auf dem Rasen und der Trainerbank – Fehlanzeige!

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Am 20.Oktober kommen wir mit dem KSC wieder und werden hoffentlich siegreich den Betzenberg wieder verlassen.

Als wir gegen Mitternacht wieder in Karlsruhe eintrafen stieg unser Ex-Trainer Winfried Schäfer aus dem ICE am Nachbargleis. Ein großes „Hallo“ mit einigen „Winnie Schäfer du bist der beste Mann“ Sprechchören. Es war eine große Zeit unter seiner Regie – dafür werde ich immer dankbar sein.
Und wenn wir gerade schon bei großen Namen aus unserer Vergangenheit sind. Auf dem Hinweg zum Betzenberg stand unser Gunther Metz am Wegesrand und musste warten bis unser Mob vorbei war. Für ein kurzes Winken und Grinsen war aber Zeit – auch dir vielen Dank auf ewig Gunther!

Hertha und der KSC!

MaD

KSC – VfR Aalen 1:1 (01.09.2013)

Das Spiel gegen den Verein von der Ostalb fügte sich nahtlos in die Reihe der vergangenen Spiele in Sachen verlorene Punkte ein.
Stellen wir aber das Positive vorweg. Es war wieder ein Spiel unserer Mannschaft, welches sehr gut anzuschauen war. Da steht eine Truppe auf dem Feld die kicken kann und die kämpft. Es macht wirklich Spaß Peitzinho und Co. zu sehen.
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Als Nazarov recht früh zum 1:0 pfloggte war die Freude bei den knapp 15.000 Zuschauern groß. Leider konnte der KSC dann nicht nachlegen, sondern gab ein Stück weit das Spiel aus der Hand und prompt netzte Lechleiter in der 38.Minute zum Ausgleich.
Warum wir das Spiel ohne Not aus der Hand gegeben haben wird Kaucze mit seinen Mannen schon analysieren und sie werden die richtigen Schlüsse ziehen. Ihr seht, ich habe vollstes Vertrauen in alle Beteiligten.
Hälfte zwei sah dann ein Spiel auf ein Tor und zwar das Tor der Aalener. Aber Finger- und Fußspitzen diverser Gegenspieler verhinderten den Sieg.
Yabo und Alibaz trieben immer wieder an. Krebs war unermüdlich und Peitz rackerte um jeden Zentimeter, leider reichte es nicht zum verdienten Sieg.
Aalen hatte noch Glück bei einem Foul im Strafraum, aber der Schiri pfiff keine enge Situation für uns an diesem Nachmittag. An ihm lags nicht, aber selbst ohne blau-weiße Brille kann man sagen, dass es sehr einseitig war und er auch die Zeitschinderei der Schwaben gegen Ende nicht ahndete.
Sei es drum, sehr viel Pech gehabt aber gut gespielt und allen Zuschauern sicherlich Lust auf das nächste Heimspiel gemacht.
Die Aalener U14 prollte noch etwas am Zaun herum nach dem Schlusspfiff und war sicherlich froh, dass es diesen gab. Das schlimmste wäre wohl für die Buben gewesen, wenn oben das Tor zum Gästeblock offen gewesen wäre. Der Pöbel Mob war plötzlich ganz schön ruhig als keine Bullen mehr da waren. Und nach etwas „Backenfutter“ (…dieses Wort wollte ich schon immer mal schreiben, errinert so nett an glorreiche „Fan-Treff“ Zeiten…) sich dann gegen später nur mit Polizei wieder auf den Parkplatz getraut.B)
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Der Tag stand auch im Zeichen der Freundschaft. Der Freundschaft zwischen Hertha BSC Berlin und dem KSC, zwischen den Harlekins 98 und den Phönix Sons 99. Eine schöne Choreo zum 15jährigen Jubiläum der Berliner Brüder würde gezeigt und es ist schön zu sehen, dass diese Freundschaft lebt und immer weiter getragen wird.
Harlekins Berlin, meine Glückwünsche gehen in die Ostkurve der Hauptstadt. Geht weiter euren Weg, bleibt durch, lasst euch nicht verbiegen und geht steil für die Hertha.
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MaD

Einige Spruchbänder muss man nicht kommentieren:

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