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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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lou koller

Let’s celebrate that we don’t give a fuck

Der Tourauftak zum 30jährigen Jubiläum führte Sick of it all am 03.März 2016 in das kleine Cafe Central nach Weinheim.

Verwundert rieb ich mir die Augen als ich dies Monate vor dem Konzerttermin las. Was für ein sensationelles Geschenk, die Götter des Hardcore-Punk aus New York in so einem intimen Rahmen zu sehen.

Wenn du nicht weißt wie groß das Cafe Central ist, dann nimm einfach mal dein Wohnzimmer und denk dir noch 2 Meter dazu, dann liegst du ungefähr richtig. Wenn hautnah jemals eine Bedeutung hatte, dann an diesem Abend.

Aus der ersten Reihe verfolgten wir den Auftritt von Sick of it all und es war eine wahre Freude Lou und Pete Koller fit wie Teenager über die Bühne fegen zu sehen. Vor dem Konzert hatten wir noch ein Foto mit Craig Setari (Bass) gemacht, der uns direkt am Eingang quasi in Empfang nahm. Am Schlagzeug saß wie gewohnt Armand Majidi und trieb die drei Jungs vor ihm gut nach vorne. Die Band warf wieder einen ihrer Trümpfe in die Waagschale des Abends. Sympathisch und authentisch, freundlich und offen kommen alle vier Herren aus dem New Yorker Stadtteil Queens ums Eck. Man muss sie einfach gern haben. Bei aller Härte und der teilweise in Songtexte gepackte Wut, die Freude über solch einen Konzertabend ist ihnen anzumerken.

An dieser Stelle könnte ich nun einfach weiter schreiben und euch einen Konzertbericht geben. Im Netz fand ich aber schon einen sehr guten und so möchte ich euch einladen, diesen zu lesen. Er gibt den Abend wunderbar wieder, kann ich so unterschreiben. Auch die Statements über die beiden anderen Bands des Abends:

http://www.metal.de/hardcore-grindcore/konzertbericht/sick-of-it-all/63954-live-im-cafe-central-weinheim-/

Sick of it all sind meine Nummer Eins im Hardcore und werden diese Position sicherlich auch zur ihrer aktiven Zeit behalten. Warum? Wer an diesem Abend im Cafe Central war kennt die Antwort und der Live Bericht liefert gute Gründe um so bald als möglich der Band die Aufwartung zu machen.

Meinem Kumpel Jens (Ex-Sänger von Warstreet aus Karlsruhe) geht es ähnlich und so sang er leidenschaftlich zum wiederholten Male mit Sick of it all „Rat Pack“ auf der Bühne. In der Halle 02 in Heidelberg vor zwei Jahren hatte dies Premiere. Lou erinnerte sich auch wieder daran. Großer Sport Jens!

Es war ein besonderer Abend im Cafe Central. Sick of it all waren noch nie hier aufgetreten, genoßen es aber sichtlich so nahe dran zu sein. Lou griff viele Bemerkungen aus dem Publikum auf und antwortete. Schreien musste hier niemand, er verstand in den Songpausen jedes Wort. Als Craig mit einem Handtuch seinen Bass abtrocknete, bemerkte Hopps neben mir so nebenbei „It´s hot here“ und Craig antwortete sofort mit einem „Oh Yeah it is“. Das 30jährige Jubiläum von Sick of it all war uns allen ein Fest!

Danke an Tosa und Hopps für den gemeinsam verbrachten Abend und Grüße gehen noch raus an Jens und Lars. Schön auch Micha (Ex-Baffdecks) mal wieder gesehen zu haben. (@Sepp: Du hast gefehlt!)

MaD

  

    
   

  

   


   

  

Persistence Tour 2015 – Schlachthof Wiesbaden

EMP präsentierte die Persistence Tour in diesem Jahr und wartete mit einem hervorragenden Line-Up. Alte Helden wie Sick Of It All oder Ignite locken mich immer hinter dem warmen Ofen vor. Wenn dann noch so viel Lady-Power am Start ist mit Walls Of Jericho und All For Nothing, dazu mit Turnstile eine junge Band des Genre Hardcore die mächtig abgeht, ist der Abend eine Verpflichtung!

Die Runnung Order war mehr als verheissungsvoll:

SICK OF IT ALL 22:50 – 23:50
IGNITE 21:45 – 22:30
WALLS OF JERICHO 21:00 – 21:30
RYKERS 20:15 – 20:45
TURNSTILE 19:30 – 20:00
ALL FOR NOTHING 18:45 – 19:15
BROKEN TEETH 18:00 – 18:30

 

Rykers sah ich zuletzt auf dem Bizarre Festival Mitte der 90er. Im Hangar irgendwann weit nach Mitternacht. Es wurde schon hell, als wir den Hangar Richtung Zeltplatz verließen.

Leider schafften wir es nicht zu Broken Teeth. Die Anreise machte hungrig und so aßen wir erst noch in der angrenzenden Bar zu Abend.
Ab All For Nothing waren wir im Schlachthof. Vorher sogar für kurze 10 Sekunden mal Backstage, aber das wäre eine andere Story.
Hielt sich das Publikum beim Female Fronted Hardcore aus Rotterdam doch noch sehr zurück, kam bei Turnstile etwas mehr Bewegung in die Meute. Direkt vor der Bühne sammelte sich eine recht junge Crowd und war sehr dankbar, dass Frontmann Brendan sich bei nahezu jedem Lied vorne am Gitter blicken ließ.
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Er gab weiter alles, obwohl er sich schon beim ersten Song sichtlich den Fuß verdreht hatte.
Das Publikum war dankbar und die Jungs aus Baltimore ernteten viel Applaus.
Die Rykers schafften es dann zum ersten Mal an diesem Abend den Schlachthof nahezu komplett in Bewegung zu bringen. Der Moshpit war oldschool, was nicht nur an den grauen Haaren der wohl genährten Männer lag. Kein Violent Dancing, sondern Pogo alter Schule und jedem der stürzte wurde aufgeholfen.
Zwischen den Songs pumpten einige dann doch sehr.
Walls Of Jericho waren an diesem Abend eine Macht. Welche eine Soundwand Sängerin Candace Kucsulain umgab. Obwohl klein an Körpergröße war ihre Präsenz auf der Bühne und vorne am Absperrgitter phänomenal groß. Sie nahm den Schlachthof für sich ein und wenn sie ins Mikro shoutete bließ es uns die Wollmütze vom Kopf (…interessanterweise hatten echt viele noch ihre Wintermütze auf, einige machten sogar Werbung für ein gewisses Presswerk…).
Das Video zeigt euch einen kleinen Ausschnitt von der genialen Stimmung beim letzten Song der Band aus Detroit:

Ignite gewohnt sympathisch. Sie machen immer Lust auf Urlaub am Strand mit Schirmchendrink und netten Leuten. Lagerfeuer in der Nacht und Knutscherei inbegriffen. Was für eine positive Ausstrahlung diese Band doch hat ist für mich unglaublich.
Immer auch auf der Seite der Guten. So durfte sich Amnesty International kurz auf der Bühne präsentieren und für ihren Infostand im hinteren Teil der Location werben.
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Viel zu schnell war die Zeit um und eigentlich war es bisher schon ein mehr als vollkommenes Line-Up.
Nun aber zeigte sich wer der wahre Headliner des Abends ist.
Sick Of It All betraten die Bühne und hatten das Publikum am haarigen Sack. Donnernder Applaus und überall freudige Gesichter als die Koller Brüder und Craig Setari über die Bühne fegten.
Pete Koller muss Sprungfedern in den Sneakers haben. So wie er umhersprang und dies über die komplette Stunde ist einzigartig. Sein Bruder freute sich sichtlich über die positive Resonanz des Publikums, aber ein klein wenig mehr könnte schon noch gehen. Und so kündigte er nach einer halben Stunde das Ende des Gigs an. Er begründete es damit, dass viele einfach nur rumstehen würden und dann können man ja auch aufhören.
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Zum Glück ließ er sich „überreden“ und gab der Meute von Lied zu Lied eine weitere Chance. Bei Sanctuary und Scratch The Surface war der komplette Schlachthof Tanzfläche. Nur an den Seiten konnten sich noch einige in „Sicherheit“ bringen. DNC von der neuen Platte wurde gefeiert wie ein Klassiker. Hier haben es Lou, Pete, Craig und Schlagzeuger Armand wohl wieder geschafft einen Song zu schreiben, der bei keinem Auftritt fehlen darf.
Sick Of It All hoben den Abend noch mal an in Sachen Intensität und Begeisterung für die Art von Musik, welche wir lieben. Hardcore is the best music, isn´t it?!

Dankbar
MaD

….und Grüße an Sepp und Flo!

Weitere Bilder:

All For Nothing:
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Rykers:
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Walls Of Jericho:
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Sick Of It All:
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Sick of it all – Karlsruhe, Stadtmitte

Built to last war der Einstieg in eine einstündige mehr als solide Hardcoreshow von Sick oft it all. Die New Yorker, die uns seit 1986 mit ihrem Hardcore erfreuen, traten in der Stadtmitte mächtig aufs Gaspedal.
Der kleine Club im Herzen von Karlsruhe war bei dieser Matinee Show sehr gut gefüllt und ließ sich nicht lange bitten. Im Gegensatz zu den Bands davor, war das Publikum nicht mehr wieder zu erkennen.
Aufgrund des frühen Beginntermins saßen viele während der ersten beiden Bands noch im lauschigen Hinterhof des Clubs und ließen es sich mit Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bier gut gehen.

Bei „Devil in me“ waren dann zwar viele schon vor der Bühne, aber nur selten bewegte sich jemand. Dies ließ für den Auftritt von SOIA schon einiges befürchten, aber weit gefehlt.
Sie wurden euphorisch begrüßt und die Stadtmitte verwandelte sich binnen kurzem in einen Saunaclub.
Zu Hymnen wie Die Alone oder Sanctuary bildeten sich Trauben um Lou Kollers Mikro und man hatte das Gefühl, dass die „Singalong Parts“ bis weit hinaus in die Stadt zu hören sind.

Scratch the surface durfte natürlich auch nicht fehlen und spätestens mit diesem Song gab es kein Halten mehr vor der Bühne. Hart aber fair lautete das Motto und der völlig verschwitzte Hardcore Mob gab bis zum letzten Akkord alles, sehr zur Freude der Band die immer wieder dem Publikum applaudierte.

Das Besondere am Hardcore und insbesondere auch an den Auftritten von Sick of it all ist, dass man immer das Gefühl hat ein Teil der Show zu sein. Nicht nur als Konsument es auf sich wirken zu lassen, sondern zum gelungenen Abend beitragen zu können.
Stagediving, Pogo, Parts zum Mitsingen, all dies macht den Abend aus. Die Band liefert die Grundlage, für alles weitere ist die Crowd im Club verantwortlich. Wall of death oder Circle Pit, dies muss aus dem Publikum heraus entstehen und je mehr sich beteiligen, desto gelungener die Show für Band und Fans.

An diesem frühen Abend in der Stadtmitte lebte der Hardcore Spirit, dank Sick of it all und einer guten HC-Meute vor der Bühne.

(Danke an den Doc fürs organisieren, Sepp fürs pünktliche erscheinen und die ganze Hardcore/Fußball-Crew die mit mir am Start war.)

Hardcore is the best music, isn´t it?! (Mike, Chicago 1998)

OnkelMad

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