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msv duisburg

Relegation abschaffen! 

Die vier schlechtesten Fußballspiele der BuLi-Saison kamen also zum Schluss. Grauenhafter Fußball, geprägt durch viel Existenzangst.
Meine Kurzanalyse zur Relegation:

Vom Spektakel auf den Rängen (vor allem beim Duell Frankfurt-Nürnberg) her ist das Werbung für den Erhalt der Relegation.

Alle Mannschaften konnten eindrucksvoll ihre Untauglichkeit für die Zugehörigkeit zur eigenen Liga bzw. für den Aufstieg in die höhere Klasse unter Beweis stellen.

Kein begeisternder Offensivfußball, von keinem Team. Alles geprägt von Angst. Es geht einfach um zu viel in nur zwei Spielen.

Nürnberg verzichtet in zwei Spielen auf jeglichen Torschuss, spielt destruktiv und lässt alles spielerische vermissen. Dem MSV Duisburg versagen komplett die Nerven und sie zeigen zur besten Sendezeit warum sie die ganze Saison unten standen.

Frankfurt in beiden Partien feldüberlegen, aber einfallslos und Würzburg macht schlicht hinten dicht, kämpft um jeden Ball und das Spielglück ist auf ihrer Seite.

Ich bin für die Rückkehr zum alten System. Drei Teams steigen auf und drei ab. Dies bildet nach 34 Spieltagen eine Saison ab und die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Schluss mit diesen Ausscheidungsspielen auf „Leben und Tod“, welche nur der Befriedigung des TV dienen unter dem Deckmantel der Spannung.

MaD

Relegation – Gedanken eines Duisburgers

Gastbeitrag eines Freundes aus Meiderich:

Hallo Ihr KSC Fans, deren Verein sich seit längerem langsam und heimlich in mein Herz geschlichen hat. Ihr, die im letzten Jahr in letzter Sekunde in der Relegation unterlegen seid. Ihr werdet mich verstehen, wenn ich Relegation erwähne! Ihr, in deren Augen ich nach dem 1:2 schauen musste und deren Schmerzen ich körperlich fassen konnte.

Ihr werdet mich verstehen! Nein, es ist kein Endspiel, es sind zwei! Aber im Endspielmodus befinde ich im Grunde schon seit 12 Spielen. Aber wie lange halten das die Nerven der Spieler durch. Wie lange kann das so noch gutgehen? Seit Wochen gibt es nur noch 1 Tag Durchatmen nach dem Spiel und dann wieder 6 Tage Bangen, rechnen und hoffen. Ich bin den Tag anwesend und mache meine Arbeit so gut es eben geht und erwische mich dabei, dass ich alte Gewohnheiten jetzt nicht mehr ändere oder schon mal #allesfürLiga2 konstatiere.

Mein Magen dreht schon wieder Kreise und wenn ich morgen und am Dienstag im Stadion stehe, dann denke ich an Euch. Mit dem Wunsch auf ein besseres Ende für mich. Positiv denken, es gibt noch ne Chance, alles ist drin…. Ich möchte es so gerne glauben, aber die Angst ist jetzt so richtig greifbar. Wir hören uns am Dienstag Abend, entweder völlig betrunken oder in Tränen aufgelöst.

Ja, das Leben wird auch danach weitergehen. Das rechte Bein wird dem linken folgen, aber der Geist bliebe träge zurück!

DFB Pokal 2.Runde: KSC – MSV Duisburg 1:0

Es war einer dieser Abende warum man zum Fußball geht. Siegtore für den eigenen Verein sind immer schön, aber wenn sie in der Schlussminute fallen und dann auch noch im Pokal, dann sind sie umso schöner und werden ausgelassener als sonst gefeiert. Außerdem war der Sieg finanziell für unseren Verein ganz wichtig. So mal schnell 500.000 Euro mitnehmen tut gut. Kempe köpfte nach einer Freistoßflanke in der 89. Minute den Ball zum 1:0 Sieg ins Netz und im Wildpark tobte das Fußballvolk. Knapp 15.000 waren gekommen und sie sollten es nicht bereuen. Selbst Duisburg brachte für ihre Verhältnisse viele Leute mit. Sie standen recht geschlossen im Block und hatten gut geflaggt.

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Auf unserer Seite gab es als Intro endlich mal wieder eine Choreo. (Siehe Bilder unten)

Im Vorfeld sprachen alle davon, dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist gegen den Zweiligisten und das wir gute Chancen haben. Bei so viel Optimismus bekomme ich immer Bauchweh, da ich meinen KSC kenne.

Nach 20 Spielminuten zogen wir allerdings das erste Fazit und dies war: „Dieses Spiel musst du nicht verlieren“!

Duisburg fand kein Mittel gegen die gute stehende Defensive des KSC, einzig bei einem Seitfallzieher in der 10.Minute wurde es gefährlich, aber er ging knapp drüber. Für uns hatte Hennings das Ding auf dem Fuß, aber Wiedwald parierte.

Das Spiel war umkämpft, Torchancen Mangelware. Lachheb hatte sie für Duisburg in Halbzeit zwei als Orlishausen leider mal wieder auf der Linie kleben blieb und der Duisburger völlig frei vor ihm auftauchte. Das er den Ball mit dem Rücken statt mit dem Kopf in Richtung unserers Tores bugsierte wäre die Schlagzeile gewesen, wenn er getroffen hätte.

Der Schiedsrichter spielte heute auch eine besondere Rolle. Irgendwann stand vor allem auf Seiten des MSV keiner mehr auf dem Platz ohne gelbe Karte. Was kommen musste war klar. Rot für Sukalo nach einem taktischen Foul im Mittelfeld. Am Spiel änderte sich aber nichts, beide Seiten bekämpften sich im Mittelfeld. Der KSC fand gegen 10 Duisburger auch kein Mittel. Es gab einige „Halbchancen“, aber nichts hunderprozentiges.

Erst die Standard in der 89. Minute änderte alles. Flanke, Kopfball, Tor!!! Im Jubel über den Treffer von Kempe ging fast unter, dass der Duisburger Torwart Wiedwald nocht die rote Karte sah. Warum? Die Fernsehbilder zeigten wie er den Ball aus dem Netz holte, seine Mannschaft anfeuerte und den Ball in Richtung Anstoßkreis warf. Der Ball flog relativ knapp am Schiedsrichter vorbei, der dies wohl als „Angriff“ wertete und Rot zeigte. Völlig crazy dieser Schiri, ich hoffe, dass der Verband ihn aus dem Verkehr zieht. Wie dumm und arrogant muss man sein hier die rote Karte zu zücken?

Duisburg schlug den Ball in der Nachspielzeit noch ein paar mal einfach hoch vorne rein, aber es brannte nichts mehr an und der Einzug in das DFB-Pokal Achtelfinale konnte auf unserer Seite gefeiert werden. Die MSV Fans waren eher not amused!

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An einem Pokalsieg ist doppelt schön, dass man danach träumen darf. Träumen von einem großen Gegener, träumen vom Endspiel in Berlin und natürlich auch ein wenig vom Europapokal.  So war im Clubhaus nach dem Spiel für genügend Gesprächsstoff gesorgt.

MaD

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