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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Song der Woche: Heaven Shall Burn – Corium

Danke für das großartige Konzert gestern! 

Derbyrückblick: Karlsruher SC – VFB Stuttgart oder Sunday Bloody Sunday 

Am letzten Sonntag im Oktober diesen Jahres stieg eines der heißesten Derbys in Fußballdeutschland. Mein Karlsruher SC empfing die Nacktmulle aus dem Talkessel. „Tag X“ war da, wie ein tausendfach auf YouTube angesehenes Video schon Wochen vorher beschwor. 

Ich kann, selbst angesichts der Niederlage, bis heute nicht aufhören darüber zu grinsen, dass dieses Duell 2016/2017 nur statt findet, weil der VFB aus der 1.Bundesliga abgestiegen ist. Es sind diese kleinen Freuden, die das Leben lebenswert machen. 😎

Die Karlsruher Szene war schon früh an diesem trüben Sonntag Morgen auf den Beinen um sich zum Derbymarsch im Fanprojekt zu versammeln. Dass dies kein normales Spiel ist, merkte man nicht nur an der Anzahl der Anwesenden. Die Stimmung war angespannt, es kribbelte bei allen, es war laut, teils hektisch und man sah auch wieder Gesichter, die man nur bei derlei Begegnungen sieht. 

Der Marsch startete mit viel Pyro und lautstarken Gesängen. Über tausend KSC-Fans bahnten sich ihren Weg, vorbei an den Hochhäusern der Nordstadt bis zum abgesperrten Adenauerring. Unsere Berliner Freunde sprachen uns und den Jungs, welche von den kurz vorher ausgesprochenen SV betroffen sind via Spruchband von einer Brücke aus Mut zu. Danke für eure Freundschaft und dass ihr die ersten 10 Minuten des Derbys mit uns verbracht habt, bevor ihr zu eurem Spiel nach Hoffenheim weiter gefahren seid. 

Das Stuttgarter Maskottchen wurde noch einem Feuertest unterzogen und fiel glatt durch. Tiefschwarzer Rauch stieg aus dem Inneren des Krokodils hervor und man bekommt unweigerlich Angst davor, dass es in einer Fabrik welche diese Viecher herstellt mal brennt. Und die Frage welche Chemie da drin steckt, stelle ich mal besser nicht. Wenn jeder aus der Cannstatter Kurve allerdings so ein Stofftier zu Hause hat, erklärt es wiederum einiges. 

Im Stadion wurden die letzten Vorbereitungen zur Choreo getroffen. Wochenlange Arbeit lag hinter den Ultra-Gruppen und alle wollten die Choreografie nun der Öffentlichkeit zeigen. Über die komplette Gegengerade erstreckte sich die zweiteilige Choreo, die in den Karlsruher Stadtfarben begann und in die Aufforderung mündete das Schlachtfeld heute als Sieger zu verlassen. Die Mühe hat sich wirklich gelohnt. In der Karlsruher Mittagssonne erstrahlte die Gegengerade in vollem Glanz. 

Bilder findet ihr hier: http://ultra1894.de/11-spieltag-ksc-schaben/

Im Auswärtsblock stieg roter Rauch auf und die Nacktmulle machten sich sehr lautstark bemerkbar. Die alte Gelbfüssler Fahne wurde auch wieder ausgegraben. Es waren knapp 4.000 Stuttgarter im Stadion die sehr laut ihre Mannschaft unterstützten und zu Beginn der zweiten Halbzeit noch eine kleine Pyroshow veranstalteten. 

Auf dem Spielfeld begann der KSC sehr engagiert. Die Jungs wussten um was es uns bei diesem Spiel geht. Es war und ist nichts weniger als das Spiel des Jahres für alle KSC Fanatiker. Natürlich erklang hier auch „Tod und Hass dem VFB“! Ganze Generationen von KSC Fans schmetterten diese Zeilen schon durch den Wildpark und das Neckarstadion. Anfang der 90er Jahre wurde dies untermalt mit schwarzem Rauch auf einem riesigen Bettlacken in der Untertürkheimer Kurve präsentiert. Da war es niemandem auch nur eine Erwähnung wert. War eben eine andere Zeit. Damals unterstützen uns sogar noch dutzende Frankfurter in schwarzen Bomberjacken. Aber lassen wir die alten Geschichten, das erinnert nämlich an „Opa erzählt vom Krieg“. 😏 

Das der VFB nach 10 Minuten das 0:1 erzielte war tragisch und ich merkte an mir selbst wie die Hoffnung auf einen Derby-Sieg sehr schwand, da ich es unserer Mannschaft nicht zutraute dies noch zu drehen. Im Rückblick denke ich, dass es wohl nicht nur mir so ging, denn der Support hatte nach dem Gegentor nicht mehr die Energie wie davor. 

Es war ein Spiel mit sog. „offenem Visier“. Beide Mannschaften waren sehr engagiert bei der Sache, der VFB wirkte dabei stets den einen Tick besser. Trotzdem hatten wir zwei sehr gute Möglichkeiten um den Ausgleich zu erzielen. Wir sind aber vor dem Tor nicht konzentriert oder auch gut genug und so machten wir die heiß ersehnte Bude eben nicht. 

In der zweiten Halbzeit präsentierte der L-Block ein kleines Theaterstück mit „Äffle und Pferdle“ und einem vermeintlichen „Angsthasen“. Dabei erlebten die beiden schwäbischen Protagonisten ihr blau-weißes Wunder. FSK ab 6 Jahren!

Wir erlebten leider einen schlimmen Auftakt nach der Pause. Der VFB in Person von Terrodde erzielte gegen unsere überforderte Innenverteidigung das 0:2. Der Stuttgarter Stürmer stand in der Luft und Figueras/Kinsombi konnten nur zuschauen. Sie können es leider nicht besser. Was im Auswärtsblock daraufhin los war muss ich hier wohl nicht wiedergeben, jeder kann es sich denken. 

Es war nun aber gut zu beobachteten wie der KSC weiter Gas gab und die Spieler alles versuchten um das Ding noch zu drehen. Und wie aus heiterem Himmel ergab sich dann auch die Chance auf einen eigenen Treffer. Handelfmeter für unsere Farben und Stoppelkamp verwandelte sicher zum 1:2. Der Jubel war sehr groß auf unserer Seite, Fäuste wurden geballt und die Mannschaft in den Minuten danach versucht so lautstark als möglich zu pushen. 

Leider ergab sich keine weitere Torchance mehr. So sehr der KSC es auch versuchte, am Strafraum war Schluss und der VFB machte in der 87. Minute mit dem 1:3 den Sack zu. In deren Block wurde sogleich ein vorbereiteter Derbysieger Lappen präsentiert. 

Unsere Mannschaft hat alles gegeben. Sie kämpften, rannten und ackerten und versuchten das Spiel zu gewinnen. Oral hatte sie gut eingestellt. Es reicht aber eben nicht. Aus meiner Sicht war es sogar die beste Saisonleistung bis dahin und mehr ist nicht drin. Wir haben zu sehr an Qualität verloren und sind zu ungefährlich vor dem Tor. Dies war die letzten Jahre schon nicht unsere Stärke, da konnten wir uns aber auf eine bärenstarke Defensive verlassen. Wenn ich mir beim Derby unsere Neuzugänge Figueras und Kinsombi da hinten anschaue bekomme ich Drehschwindel und bei jedem gegnerischen Angriff wird mir Angst und Bange. Gegen eine Truppe wie sie die Nacktmulle haben, besteht da kaum eine Chance. Ist leider so. Zum kotzen was die Verantwortlichen Todt und Wellenreuther hier angerichtet haben. 

Der erwartete blutige Sonntag blieb auch aus und alle 27.600 Zuschauer konnten unversehrt den Heimweg antreten. Ob darüber wohl alle glückwilich waren, dass es doch keine Krawalle gab? Die Medien hätten sicherlich gerne Krawall und Remidemmi präsentiert. Verkauft sich einfach besser als ein friedliches Derby. 

Dazu lest bitte diesen sehr guten Artikel: http://ultra1894.de/wie-man-ein-kuenstliches-horror-szenario-heraufbeschwoert-teil-2/

Nun mal im Ernst Stuttgarter: Der Kevin Grosskreutz machte für euch im Vorfeld und auch danach verbal die „Assi-Nutte“. Diese Blitzbirne hat Dortmund tätowiert, er ist der BVB und er lebt diesen auch. Jetzt biedert er sich aufs übelste bei euch an und labert etwas von der Stadt und der Region. Er tut so als wäre er ein Ur-Stuttgarter und in Cannstatt geboren. Weiß der überhaupt in welchem Bundesland er spielt? Ist euch dies nicht zu dumm? Mit Dortmund an sich könnt ihr ja auch nicht wirklich. Braucht ihr das? Und nein, wir sind nicht neidisch darauf, das wir momentan keinen Typen wie Kevin im Kader haben. 

@Moritz Stoppelkamp: Danke für dein Tor im Derby und den unermüdlichen Einsatz. Was du aber nicht machen musst, ist nach dem Tor vor unsere Kurve zu laufen und dir mit voller Inbrunst auf unser Logo zu schlagen. Du bist erst paar Monate da und wir brauchen solche Gesten nicht von einem Spieler der unseren Verein noch nicht wirklich kennt und liebt. 

MAD 

P.S. Ich war Freitags auf nem Ska Nighter. 😜

Derby!

Es kribbelt, das Adrenalin bahnt sich so langsam seinen Weg durch alle Fasern des Körpers, die Nervosität steigt in alle Haarspitzen – es ist Zeit für das DERBY!

Seit Tagen ist die Anspannung in ganz Karlsruhe spürbar. Ob auf der Straße oder bei der Arbeit, wenn man als KSC-Anhänger bekannt ist, wird man dieser Tage nur auf das Spiel der Spiele angesprochen.

Es erwartet den  Fußballfan ein ausverkaufter Wildpark, bestes Fußballwetter, zwei hochmotivierte Teams und fanatische Kurven die stimmlich und optisch alles aufbieten werden was geht.

Ein Derby entsteht nicht in den Medien oder am Reißbrett vermeintlich regionaler Gegebenheiten. Derbys entwickeln über Jahrzehnte ihren Charakter, sie wachsen und die gegenseitige Abneigung zementiert sich. Der erste Blick im Kalender gilt dem Derby, wann fahren wir zu ihnen, wann kommen sie zu uns. Monate vor diesem Ereignis beginnen die Vorbereitungen.

Derbys sind Spiele über die man in Jahren noch voller Emotionen spricht. Siege schmecken besonders süß, Niederlagen bitter wie Wermut.

Sobald die Derbywoche angebrochen ist, kreisen alle Gedanken um diese 90 Minuten. Die Vorbereitungen erhalten den letzten Feinschliff, das Team wird eingeschworen auf das Spiel des Jahres für die Fanszene und parallel dazu dreht die Presse regelmäßig am Rad und schreibt den Untergang des Abendlandes herbei. Sie verwandelt Gerüchte in Tatsachen, stellt Vermutungen an und schürt gezielt Angst.

Am Sonntag zählt es für den KSC! Das Derby gegen die Nacktmulle aus dem Talkessel steht an und es zählt nur der Sieg. Im fairen sportlichen Wettkampf, das versteht sich ja von selbst. 😉

Alle ins Fanprojekt zum Derbymarsch! Stimmen wir uns gemeinsam ein und singen uns warm für die wichtigsten 90 Minuten des Jahres 2016!

Wie liebe ich solche Spiele!

MaD – on fire

Weihnachtszeit ist Punkrockzeit

Traditionell stehen rund um Weihnachten gute Punkkonzerte an und ich versuche immer das eine oder andere zu besuchen.

Peter And The Test Tube Babies am 21.12.2015 im Universum in Stuttgart und Loaded aus Mannheim, die am 27.12.2015 in Karlsruhe auftraten, beehrte ich mit meiner Anwesenheit.

Peter und seine Retorten Babies zauberten eine Punkrock Version des Wizard Of Oz auf die Bühne des sehr gut besuchten Universum. Der Altersschnitt passte sich dem langjährigen Bestehen der Band an. In Peaceheaven (England) erblickte die Band 1978 das Licht der Welt. Seit vielen Jahren kommen sie um die Weihnachtszeit nach Deutschland und spielen einige Konzerte, die meist eine schöne 2 Stündige Reise durch alle ihre Alben sind.

Stimmung war garantiert, die Leute hatten Lust auf Peter und den Punkrock der Test Tube Babies. Mit zotigen Ansagen und britischem Humor hatte Peter die Anwesenden gleich auf seiner Seite. Unter ihnen war auch der Sänger der Oi-Band Evil Conduct.

Vorne wurde etwas rumgeschuppst, aber dies war echt überschaubar. Die meisten Besucher standen mit nem Bier in der Hand vor der Bühne und hatten ohne Bewegung ihren Spaß. Jeder Song wurde verbal gut abgefeiert, das musste genügen.

Ein sehr gut abgefüllter Typ mit „Bauarbeiter-Dekoltee“ in der ersten reihe, hielt immer wieder sein Exploited Shirt in die Luft. Peter nahm es um es zu waschen. Er fragte ausdrücklich um Erlaubnis, bevor er es unter seinen Rock schob und einer Punkrockwaschung unterzog. Selbstredend trug er unter dem Rock keine weiteren störenden Textilien. Den Besitzer des Shirts störte es nicht, im Gegenteil. Er schwenkte es ausgelassen herum, bevor er es unter großer Mühe wieder über seinen Kopf zog.

Die Vorgruppe Riots aus Norwegen (http://www.riots.no/biography.html) hat mir auch sehr gut gefallen. Leider bekam ich nur die letzten drei Songs mit, welche es aber alle in sich hatten. Schön melodiös, trotzdem sehr kraftvoller Punk mit einem Sänger, dessen Stimme ich als sehr mitreißend empfand.

Wegen familiärer Verpflichtungen verpasste ich dann leider das Konzert von The Lennons, der ältesten deutschen Punkband, die ohne Auszeit aktiv ist.

Loaded sind in Karlsruhe gern gesehene Gäste. Sie begeisterten schon mehrfach in der Alten Hackerei, aber auch bei Moser rockt 2014 konnten sie die Karlsruher Fußball-Szene zum tanzen bewegen.

An diesem 27.12.2015 war die Alte Hackerei in Feierlaune um mit Nick, Julia und ihrem neuen Gitarristen Pat, den Weihnachtsbraten zu verdauen. Pat überzeugte nicht nur mit seinem Gitarrenspiel, sondern vor allem mit seiner gepflegten Gesichtsbehaarung. In einer Zeit in der Bart tragen wieder in ist, zeigt Pat was wahrer Stil ist mit seinem Gezwirbel unter der Nase.

Vier Tage vorher waren Loaded gemeinsam mit Riots noch Support für Peter And The Test Tube Babies in Frankfurt.

Mein Lieblingssong „Ghosts & Ghettos“ kam schon im ersten Drittel des knapp 1 1/2 stündigen Konzerts, was die Stimmung noch etwas anheizte und die Besucher kollektiv zum tanzen und mitsingen bewegte. So richtig rund ging es nur zweitweise, dies dann aber nicht unbedingt nur ganz vorne an der kleinen Bühne, sondern auch hinten an der Bar. Die Mischung aus Ska-Elementen, Streetpunk und Rock´n´Roll lud auch die älteren Semester wieder ein zwischen Theke und Barhockern das Tanzbein zu schwingen. „Bis oins blärrt“ hat meine Oma immer gesagt. Dies blieb zum Glück aus, aber den einen oder anderen blauen Fleck nahm ich schon mit nach Hause.

MaD

  
 

Bane: Final European Tour (JuHa West,10.12.2015)

Um Bane ein letztes Mal zu sehen musste ich nach Häberle fahren. In der JuHa West sollte der letzte Vorhang einer 20jährigen Bandgeschichte für mich fallen.

Gemeinsam mit den Bands Tausend Löwen unter Feinden, WolfXDown und Backtrack begingen die Herren aus Worcester, Massachusetts ihren Abschied in Süddeutschland. Ein Line-Up welches keine Wünsche offen ließ. Auch ohne Bane wäre ein Konzertbesuch an diesem Abend Pflicht gewesen.

Alle drei Bands mögen es mir bitte nachsehen. So gut ich die Shows auch fand und vom ersten bis zum letzten Song genossen habe, dieser Abend gehörte Bane alleine. In dem Wissen dass es die letzte Show sein wird, welche ich besuchen darf, galt meine ganze Aufmerksamkeit dem Moment als Aaron Bedard und seine Mitstreiter die kleine Bühne im Jugendzentrum im Westen Stuttgarts betraten.

Das Publikum rückte zusammen, bildete einen verschworenen Haufen um jeden einzelnen Song in dieser knappen Stunde abzufeiern und einer Band zu danken, die mit ihren Liedern und ihrer Einstellung Herz und Sinn ansprach. Einer Botschaft die sich für ein Miteinander aussprach, für eine Welt ohne Kommerz, Neid und Ungerechtigkeit. Für eine Welt in der sich jeder mit Respekt und Achtung begegnet.

So wie an diesem Abend. Bane und die Konzertbesucher wurde eine Einheit. Die Musiker lieferten den energiegeladenen Soundtrack für die Show welche mit oldschool Pogo und Stagediving ihren Lauf nahm. Wen man fiel wurde man aufgehoben nur um sich sofort dem nächsten auf einen zu fliegenden Stagediver gegenüber zu sehen. Zweimal landete der selbe Typ direkt auf mir, ich sah ihn jedes Mal zu spät kommen.

Aaron bedankte sich dafür, dass er im Punk und Hardcore eine Familie finden durfte. Nach schweren Zeiten in seiner Jugend fing ihn die Szene auf und gab ihm ein zu Hause. In seiner kleinen Dankesrede brachte er auch zum Ausdruck was es doch für ein unglaubliches Geschenk sei, dass so viele Menschen der Musik von Bane zuhören und diese lieben.

Wer diesen emotionalen Abend mit einem Streifzug durch zwei Jahrzehnte Bandgeschichte miterlebt hat, dem ist klar warum Bane, die von Aaron Dalbec als Projekt ins Leben gerufen wurden, so viele musikalische Freunde haben.

Songs wie Can We Start Again, Calling Hours oder Final Backward Glance lassen niemanden still stehen und sind herausragende Beispiele für das Genre welches Bane so wunderbar vertraten in den Jahren.

Das letzte Mal gemeinsam ins Mikro brüllen, die Bühne zu entern, im Gewühl der Szene vor der Bühne unterzugehen, jeder nahm alles mit was dieses Konzert zu bieten hatte.

Thank you for the Music!

Danke Bane für tolle Songs und wunderbare Shows. Bleibt euch treu.

MaD

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Diese Fotos sind von Martina Wörz und mit ihrer freundlichen Genehmigung darf ich sie veröffentlichen.

Danke Martina!

Home: http://www.martinawoerz.de/

Facebook: https://www.facebook.com/MartinaWoerzPhotography/

 

 

Blind Guardian – Liederhalle Stuttgart (01.05.2015)

Mit den Songs die fehlten, hätten Blind Guardian locker ein weiteres wunderbares Konzert spielen können. „Somewhere Far Beyond“, „Majesty“, „Traveller In Time“, „Welcome To Dying“, „Immaginations From The Other Side“, oder das starke „Time What Is Time“. Alleine diese kurze Aufzählung erinnert mich wieder daran wie lange es Blind Guardian nun schon und und wie viele tolle Alben und Songs sie geschrieben haben.
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Es war ein Abend, bei dem man erst merkte was alles noch hätte gespielt werden können, als nach über 2 Stunden der Vorhang fiel. Dass die Setlist auch einige Lieder des neuen Albums „Beyond The Red Mirror“ beinhalten würde war klar. Sie bauten die Stücke gezielt zwischen Klassiker ein und so tat es der Stimmung keinen Abbruch. Es ist eben wie so oft, die Fans wollen ein Best Of vorgetragen bekommen und jeder Song einer neuen Platte kostet einen Klassiker.
Hansi Kürsch und seine Mannen haben es nach all den Jahren noch wunderbar drauf eine Halle auf ihre Seite zu ziehen, sie zum mitsingen zu animieren und Stimmung bis in die letzte Reihe zu erzeugen.
Ein Chor aus über 2000 Leuten sang aus voller Kehle Lieder wie „Banish From Sanctuary“, „And The Story Ends“, „Mirror Mirror“ und natürlich das einzigartige „The Bard´s Song – In The Forest“.
Bei „Valhalla“ wollte die Meute gar nicht mehr aufhören den Refrain zu singen, bis die Band sozusagen eingriff und dem ganzen nach Minuten mit einem starken Gitarrenoutro ein Ende setzte. Gänsehaut pur und überall strahlende Gesichter.

MaD

Setlist:

1.  The Ninth Wave
2.  Banish From Sanctuary
3.  Nightfall
4.  Fly
5.  Tanelorn (In The Void)
6.  Prophecies
7.  The Last Candle
8.  Miracle Machine
9.  Lord Of The Rings
10.Bright Eyes
11.Twilight Of The Gods
12.And The Story Ends
Encore I
13.Into The Storm
14.Guardian Of The Blind
15.Valhalla
Encore II
16.Wheel Of Time
17.The Bard´s Song – In The Forest
18.Mirror Mirror

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The Subways – live im LKA Stuttgart (10.02.2015)

Der Höhepunkt eines für mich denkwürdigen 10.Februar 2015 sollte das Konzert von The Subways im LKA sein. Die Briten begeistern mich schon sehr lange, aber leider konnte ich sie bisher nie live sehen. Und wieder wäre fast etwas dazwischen gekommen, da ich beruflich den ganzen Tag in Mannheim steckte und es nicht klar war ob ich es rechtzeitig zum Konzert schaffen würde.
Machen wir es kurz. Wenige Minuten bevor The Subways die Stufen zur Bühne herunter kamen, hielt ich mein Bier in der Hand und blickte sehr entspannt und gleichzeitig doch etwas aufgeregt zur Bühne.
einer der Schwerpunkte des Abends lag auf dem Material der neuen Platte. Geschickt streuten Billy, Josh und Charlotte ihre Hits ein und so wurde der Abend zu einer einzigen Party.
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Das nicht ausverkaufte, aber doch sehr gut besuchte LKA feierte mit The Subways einen fröhlichen Abend. Es wurde getanzt, Arme in die Luft geworfen und Songs wie „Rock´n´Roll Queen“, „Oh Yeah“ oder „Shake! Shake!“ begeistert mitgesungen.
Charlotte hatte eine etwas angeschlagene Stimme an diesem Abend, dafür sang sie „Shake! Shake!“ trotzdem wunderbar und bewegte sich herrlich zum Rhytmus der Musik hinter ihrem Mikro.
Band und Fans einigten sich darauf, dass Zugaben gespielten werden, die Musiker dafür aber nicht extra von der Bühne gehen müssen. So waren es am Ende Netto 1 1/2 Stunden und 19 Songs mit The Subways am Ende eines für mich großArtigen Tages.

MaD

The Subways

„We don´t need money to have a good time“

WIZO – Tourabschluss (13.12.2014 LKA Stuttgart)

WIZO startete ihre Tour im Oktober im Stuttgarter LKA. Viele intensive Abende verbrachten sie auf größeren und kleineren Bühnen und schwupps standen sie schon wieder im LKA um die Tournee würdig zu beschliessen.
Die Sindelfinger um Sänger Axel wirkten keineswegs müde und bescherten den Besuchern im ausverkauften LKA einen astreinen abwechslungsreichen Abend.
Die Songsauswahl bestand aus einer guten Mischung älterer und neuerer Stücke. Mit „Punk gibts nicht umsonst“ haben WIZO feines neues Material am Start. Ganz im bewährten Stil mit viel Ironie und Witz, gepaart mit ernsten Gedanken wie z.B. im Song „Unpoliddisch“.
Das Trio betonte immer wieder wie toll und reibungslos die Tour verlaufen ist. Eine dufte Truppe war da wohl mit am Start, denen auch ausgiebig gedankt wurde.
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Zwischendurch ließen es WIZO dann mächtig krachen und das Publikum dankte es mit viel Applaus und sang nach Leibeskräften bei Liedern wie „Die letzte Sau“, „Kopfschuss“, „Gute Freund“ oder „Quadrat im Kreis“. Vor allem bei letztgenanntem Song ging das LKA richtig steil.
Von der neuen Platte spielten sie u.a. das vorher schon erwähnte „Unpoliddisch“ und auch „Ganz klar gegen Nazis“. Beide sind so aktuell wie sie nur sein könnten, wenn man die momentane Stimmung in unserem Land betrachtet. Hier scheint nach vielen Jahren eine Schamgrenze gefallen zu sein und der bei vielen Bürgern unterschwellig vorhandene Rassismus tritt offen zu Tage. WIZO und das Publikum bezogen an diesem Samstag Abend klar Position.
Dieses Publikum wurde mit den Songs auch älter. Viele Gruppen standen zusammen, die in dieser Besetzung auch schon in den 90er Jahre dabei gewesen sind.
Als das große Finale anstand und der Goldfisch namens Michael besungen wurde gaben noch mal alle Leute Gas und erst recht als „Kein Gerede“ angestimmt wurde.
Eine Gruppe Frauen Ende 30, welche schräg vor mir standen, reckten überschwenglich ihre Hände in die Höhe und sangen aus voller Kehle „….eine Revolution für den Frieden und die Freiheit….“. Da leuchteten Mädchenaugen und wahscheinlich waren sie in dem Moment wieder 16 und hatten einen tollen Abend in ihrem damaligen Jugendzentrum.
So erging es sicherlich vielen Besuchern des Konzertes. Die Lider von WIZO erinnern auch mich an die unbeschwerten Jahre der 90er als sie den Soundtrack für viele Fahrten und Feste lieferten.
Was sich bis heute auch nicht geändert hat ist das „Gelaber“ von Axel. So kostete dies früher schon viel Zeit und auch an diesem Abend wären locker 3-4 Lieder mehr drin gewesen. Geschenkt für den Tourneabschluss! WIZO 2014 sind live immer noch eine Bank.

MaD 

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Linkin Park live (04.11.2014 Stuttgart)

Was soll man über eine fast perfekte „American Rock-Show“ schreiben? Vielleicht nur so viel, dass nichts dem Zufall überlassen wurde. Der Sound sehr gut war, die Songauswahl ließ keine Wünsche offen, das Zusammenspiel der Musiker (und selbst ihre Laufwege auf der Bühne) waren perfekt aufeinander abgestimmt und die Lichtshow zu jedem Ton passend reguliert.
Trotzdem dass dies so glattgebügelt und massentauglich aufbereitet war, kam die Band sehr sympathisch rüber. Sie gingen auf ihr Publikum offen zu, strahlten Spielfreude aus und waren sehr präsent auf der Bühne.
Die Zuschauer hatten mit einem Rock-Publikum nichts zu tun. Das war SWR3-Land pur. Familien mit Kinds im Teenager Alter und gut situierte Paare plus ein paar „Altrocker“.
Dementsprechend war auch die Stimmung. Von einer „amazing crowd“ waren wir weit entfernt. Stefanie Tücking allerdings hätte sich pudelwohl gefühlt.
Musikalisch allerdings fühlte ich mich sehr gut unterhalten, vor allem Stücke wie Numb, One Step Closer, Bleed It Out oder Burn It Down sind klasse und wurden von Linkin Parl excellent vorgetragen.
1 1/2 Stunden ohne viel Reden gingen wie im Flug vorbei. Linkin Park spielten einfach ein Lied nach dem anderen. Nur 1x widmeten sie einen Song irgendjemand und nach den ersten 5 Songs bat Joe Hahn, dass die Leute auf den Sitzplätzen sich doch bitte erheben mögen. Die allermeisten taten dies dann auch. Sehr lustig anzusehen, aber gut nichts anderes hatte ich erwartet. War ja schliesslich auch wegen der Band da und nicht wegen den anderen Leuten.

Hier die Setlist:

Intro
Guilty All The Same
Given Up
Points Of Authority
One Step Closer
Blackout
Papercut
Rebellion
Runaway
Wastelands
Castle Of Class
Leave Out All The Rest/Shadow Of The Day/Iridescent – Medley
Robot Boy/Joe Hahn Solo
Burn It Down
Waiting For The End
Final Masquerade
Wretches And Kings/Remember The Name
Numb
In The End
Faint

Zugabe:

Lost In The Echo
New Divide
Until It´s Gone
What I´ve Done
Bleed It Out

  • Und ein paar gute Bilder gelangen auch noch:

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MaD

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