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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa!

Einen intensiven Freitag Abend erlebten die 15.600 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion am 06.11. gegen den VFL Bochum.

Die von einem der geilsten Trainer ins Rennen geschickten Bochumer wie immer stürmisch und ließen uns teilweise alt aussehen. Terrode hatte mehrere gute Szenen und auch Bulut forderte Stoll, Mauersberger und Orlishausen oft. Wir hatten auf dem Feld etwas Anlaufschwierigkeiten ins Spiel zu finden, auf den Rängen waren wir dagegen von Beginn an da. Wenn sogar der Capo nach wenigen Minuten schon lobt (natürlich gleich mit einer kleinen Einschränkung*g), dann muss es lautstark gewesen sein.

Bochum mit vlt. knapp 250 Leuten am Start. Für einen Freitag will man dies gerade mal so gelten lassen. Genau hier muss man bei „Fangerechten Anstoßzeiten“ ansetzen. Wäre diese Partie am Samstag oder Sonntag gewesen, hätte der VFL sicher doppelt so viele Leute mitgebracht.

Im L-Block kreisten die Schwenkfahnen und ein junger Mann entwickelte den Ehrgeiz bis zum 1:0 für den KSC zu schwenken, egal wie lange dies auf sich warten ließe. Wir sprachen schon davon, dass dieses 0:0 für ihn bestimmt ein langer Abend wird.

Als Torres nach unglaublichem Fehlpass von Celozzi fast das 1:0 für uns erzielt hätte, war er der Ablösung sehr nahe. „Ich schwenk ihn jetzt rein“ war seine Ankündigung und der KSC nahm auf dem Feld auch Fahrt auf. Keine 10 Minuten später flankte Torres und Diamantakos, unser Grieche, der erst Mandeln, dann Rücken und was weiß ich noch alles hatte, köpfte zum 1:0 rein – das erste Tor in der Bundesligahistorie, welches sozusagen „reingeschwenkt“ wurde.

Als kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Yamada endlich mal wieder traf (27 Spiele ohne Tor!) konnte die Party im Wildpark starten. Unter Flutlicht lässt sich besonders gut feiern und so benötigte die Kurve kaum noch Ansporn lauter zu werden.

Der KSC hatte das Spiel im Griff. Die sehr gute Bochumer Offensive prallte an unserer Verteidigung einfach ab und kam mal was durch bewies Orle ungeahnte Qualitäten als Krake. Hut ab!

Im Block wurde gehüpft, aber dann doch eher gesittet, wie ein uns allen bekannter Herr mit durchdringender Stimme bemerkte. Während er versuchte den Pogo zu starten, flüchteten in seinem Umkreis die Leute. Sein Kommentar dazu:“Das ist hier dermaßen gesittet geworden, da fällt man schon auf wenn man rum springt“.

Ein Zischen hinter mir ließ mich aufhorchen. Da öffnete doch jemand eine Cola Dose. Immer gegen den Kommerz, die großen Konzerne und ein Traditionsverein T-Shirt an, trank er strahlend seine Cola. Just in diesem Moment sag die Kurve „Wo wir auch spielen, hoff ich Karlsruh wird führen, hoff ich Karlsruh wird siegen und dann sauf ich mich zu für Karlsruh“. Dies war schnell umgedichtet in „….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa“. Es war uns eine Freude ihm persönlich dieses Ständchen zu singen. Lachend verschluckte er sich fast an dieser Brühe.

Barry erhöhte dann unter großem Jubel auf 3:0. Wieder war Diamantakos beteiligt, der bei seinem Startelf Debut überzeugte. Bochum begann schon damit die Fahnen abzuhängen. Wenn also eine Viertelstunde vor Schluss der Block aufgibt, dann konnte es auch der VFL auf dem Rasen. Da kam nichts mehr und der KSC brachte ein überzeugendes 3:0 sicher nach Hause. Gut hat mir gefallen, wie die Mannschaft ins Spiel fand, nachdem der VFL zu Beginn am Drücker war und dann das Niveau auch hielt.

Für Jan Mauerberger freut mich die Entwicklung besonders. Schon aussortiert, ist er jetzt mit unserem Oldie Stoll die Stütze der Abwehr. Auch Orle hat wieder zur Stärke der letzten Saison zurück gefunden und auf den Außen spielen Valentini und Kempe sehr solide. Es passt momentan beim KSC!

MaD

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Derbysieger!

Endlich! Nach langer Durststrecke gewinnt der Karlsruher SC wieder gegen den Erzrivalen aus der Pfalz. Am Ende stand ein verdientes 2:0 auf der Anzeigetafel. Unsere Mannschaft kam zur Feier vor die Gegengerade, die Pfälzer dagegen mussten zum Rapport in die Kurve.

Ein nicht ausverkaufter Wildpark sah eine Pyro-Show der Kartoffelbauern zum Auftakt. Diese hatte es in sich. Wer mich kennt weiß, dass ich Pyro nicht abgeneigt bin und es als Stilmittel des Supports und als festen Bestandteil der Fankultur sehe. Rauch und Bengalos – alles wunderbar und optisch oft sehr schön, aber Leute lasst doch die Schießerei der Clips. Welch eine Scheiße der FCK hier veranstaltete. Clips gingen in Richtung Gegengerade und wurden völlig unkontrolliert in die Landschaft geschossen. Dadurch wurden Menschen gefährdet und ist deshalb nicht akzeptabel. 

Wäre dies nicht gewesen, könnte man die Show der Pfälzer ohne Ende abfeiern. So bleibt leider ein fader Beigeschmack. Pyro muss im Block bleiben. 

Auf dem Platz tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel. Der KSC hatte Feldvorteile, Lautern kam nicht wirklich ins Spiel. Auf den Rängen hatte Lautern dagegen klar die Oberhand.

Nicht weiter verwunderlich, da auf unserer Seite aufgrund „besonderer Umstände“ dann doch die Hälfte fehlte. Sie trafen erst Mitte der 2.Halbzeit im Block ein.

So stand unser Capo alleine vorne und versuchte das bestmögliche. Derbystimmung mit der nötigen Aggressivität kam nur zuweilen auf. Im Block gab unser ehemaliger Trommler alles, nachdem die ersten Minuten so ganz ohne Trommel echt Mau waren. Verlernt hat er nichts der Gute – danke für dein Einspringen.

Ein Trikot-Zupfer an Hoffer bescherte uns in der 45.Minute einen Elfmeter und Nazarov ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen. Der Jubel auf unserer Seite war groß. Meine Angst dies noch zu vergeigen wuchs durch das Tor eher noch. Kennt ihr vielleicht auch. Es steht in einem wichtigen Spiel 0:0, die eigene Mannschaft geht in Führung und dann ist sie da, die Angst vor dem Ausgleich, die Angst den Sieg noch aus der Hand zu geben.

Als wir kurz nach der Pause das 2:0 erzielten, dies aber nicht anerkannt wurde, ahnte ich schon Böses. Zum Glück ließ mich der KSC nicht im Stich und nur eine Minute später schoß Grischa Prömel den Ball aus 25m von halbrechts in den Winkel – Traumtor! Kollektiver Jubel im L-Block. Ich stürzte 10 Reihen nach unten, Platz genug war ja.

Nach einer Stunde Spielzeit kamen endlich unsere Jungs und nun wurde es laut. Derbystimmung für die letzten 30 Minuten. Die Spruchbänder, welche eigentlich für die kompletten 90 Minuten vorgesehen waren, wurden nun im Minutentakt präsentiert. U.a. zum Jubiläum der UB90 aus Straßburg und gegen die Funktionäre der FIFA und des DFB.

Im Auswärtsblock war es mittlerweile ruhiger geworden. Der FCK machte auch auf dem Rasen nicht den Eindruck hier überhaupt noch gefährlich zu werden. Der KSC stand sicher und einer lief für den anderen. Die Mannschaft ist intakt. Wo letzte Saison noch Meffert einen exzellenten 6er spielte, brilliert nun Grischa Prömel. So schnell geht das. Peitz ist momentan nicht zu ersetzen und so bleibt Meffert außen vor.

Hoffer wurde mit großem Jubel verabschiedet. Er rackerte wieder und holte den Elfmeter heraus. Seine Kritiker im Internet werden nicht verstummen, selbst wenn er in jedem Spiel ein Tor macht. So ist das in unserer medialen Welt eben, da hetzt jeder wo er nur kann. Auf dem Platz gab er mit seiner Einstellung und Kampfbereitschaft die richtige Antwort.

Diamantakos kam für ihn und deutet an was er kann. Hoffentlich werden wir an ihm noch viel Freude haben.

Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Wer hätte gedacht, dass wir aus den Partien gegen Freiburg, 1860 und Kaiserslautern sieben Punkte machen?! Seit Markus Kauczinski seinen Abschied zum Saisonende verkündete läuft es besser. Ein Schelm wer hier Vermutungen anstellt.

Danke KSC für diesen Samstag Nachmittag! Ein Derbysieg gegen Kaiserslautern ist und bleibt eben etwas Besonderes.

Im Wildpark wurde gefeiert, die Haupttribüne gab sogar stehenden Applaus für eine gute Leistung der Mannschaft in Blau-Weiß.

Forza KSC!

Mad

P.S. Da aufgrund der vorher schon erwähnten „besonderen Umstände“ unser Block halb leer war, stand ich mit einer kleinen Gruppe alter Weggefährten unten am Geländer. Jungs, es ist mir eine Freude mit euch seit mehr oder weniger 20 Jahren (@Acker: Bei uns sind es nun schon 23!) unseren Verein zu unterstützen. Saugut, dass ihr immer noch dabei seid! Es war irgendwie ein tolles Gefühl euch an diesem Samstag Nachmittag neben mir zu wissen.

Gruß „Sektion Gefühlsduselei“!

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Moser hilft 2015

Sauf geht´s Leute und immer dran denken: Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!

MaD

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KSC – SCF 1:1 oder Manzon lässt den Wildpark beben

Das Spiel gegen den SC Freiburg ist keine alltägliche Begegnung. Dies zeigte schon die Zahl der Zuschauer (knapp 26.000) und das Medieninteresse in den Tagen davor.

Es ist ein Derby. Eines gegen den einstmals kleinen Nachbarn aus Südbaden, welcher sich in den letzten Jahren aber meist als überlegen zeigte in Sachen Ligazugehörigkeit. Aber zumindest bei mir kommt nicht dieselbe Derby-Stimmung auf, als wenn es gegen den VFB, den FCK oder den Waldhof geht.

Nun ist der SCF wieder mal in Liga zwei zu Gast und spielt dort erwartungsgemäß (Christian Streich sieht dies bestimmt anders) oben mit. Freiburg kam als Tabellenführer in den Wildpark.

Unsere Elf hatte sich in Heidenheim in letzter Sekunde belohnt und konnte heute an Kampf und Leidenschaft des letzten Spiels anknüpfen. Prömel und Peitz bekämpften im Mittelfeld sehr erfolgreich die spielstarken Freiburger. Hinten hielten Mauersberger, der wieder absolut der Alte ist, und Gulde dicht. Vollath stand heute für den am Meniskus verletzten Orle im Tor.

Freiburg zündete etwas Rauch und Fackeln zu Beginn und versuchte sich akustisch über 90 Minuten zu messen. Wenn es bei uns still wurde, waren sie auch tatsächlich zu hören. Zum guten Glück wurde es auf der Gegengerade nur selten still. Unsere Mannschaft gab auch durch ihre leidenschaftliche Spielweise keinen Anlass dazu. Dies spornte eher an noch lauter zu singen.

Eine sehr lustige Begebenheit spielte sich Mitte der ersten Hälfte ab. Nach „Steht auf für den KSC“ kam noch „Wer nicht hüpft der ist Freiburger“. Fast alle Zuschauer hatten sich schon wieder gesetzt. Nur die von der Szene eingeladenen Flüchtlinge in der A-Kurve nicht und so hüpften sie dort mit ihren Supporters-Schals zwischen all den anderen (sitzenden) Leuten munter drauf los. Und ja, Freiburger seid ihr wirklich nicht. Großartig!

Zurück zum Spiel. Freiburg hatte keine Torchance, der KSC dagegen mehrere gute Möglichkeiten. Peitz per Kopf, Hoffer im Nachschuss, Aufsetzer Nazarov. Freiburgs Keeper war in all diesen Situationen stark.

Überwiegend spielte sich alles im Mittelfeld ab und dort war der KSC einfach präsenter.

Dann gab es in der 89.Minute den dümmsten Eckball der letzten 10 Jahre gegen uns (Mauersberger köpfte vollkommen unbedrängt den Ball ins Aus) und Petersen köpfte zum 0:1 ins Tor. In eigentlich unmöglicher Körperhaltung und auch noch mit dem Kopf vom Tor wegschauend. Wie kann man sich nur so den Hals verrenken?!

Jetzt sah man auch wie viele Freiburger sich im Stadion befanden.

Auf unserer Seite schauten sich alle fassungslos an. So viel Pech kann man doch nicht haben.

Ich überlegte kurz ob ich nicht einfach gehen sollte. Der Frust saß tief.

Unsere Mannschaft nahm mir die Entscheidung ab. Sie rannten nach vorne, kämpften um jeden Ball und als Torres seine zweite Flanke schlug war klar was passiert. Im Fünfmeterraum standen zwei Speler in Blau-Weiß bereit. Vadim Manzon köpfte das Leder zum 1:1 ins Tor. Auf der Gegengerade gab es kein Halten mehr. Unbeschreiblicher Jubel bei allen die den KSC lieben.

Unser Team hat sich wieder in letzter Sekunde belohnt. An den Gedanken, dass wir ein Verein mit Comeback Qualität werden, muss ich mich erst gewöhnen.

MaD

 P.S. Nach dem Spiel ging es für mich noch in die Alte Hackerei zum Label-Fest von Backbite Records. Der Hunger wurde mit nem leckeren veganen Blumenkohl-Kartoffel Curry und Zimtschnecken gestillt. Dazu gabs gute Hardcore Mucke zum runterkommen nach dem nervenaufreibenden Spiel.

KSC – Fortuna Düsseldorf 1:1 (22.09.2015)

Nach dem Schlusspfiff waren auf Karlsruher Seite alle zufrieden. Nicht unbedingt nur wegen des Endergebnisses. Es war die Leistung der Mannschaft, der Kampf und die Leidenschaft. Sie kam zurück ins Spiel trotz des unglücklichen Treffers zum 0:1 (fliegt uns doch da ne 30m Freistoßflanke durch Demirbay ins lanke Eck – unglaubliches Pech!) und hatte über die gesamten 90 Minuten die besseren Torchancen. Erwin Hoffer muss drei Buden machen, dass er dann den Ausgleich erzielte ist eine schöne Sache.

Vor dem Spiel unterhielt ich mich am Clubhaus mit zwei Düsseldorfern. Beide hätten Hoffer gerne behalten. Warum? Nicht weil er wie am Fließband trifft, sondern weil er immer kämpft und vollen Einsatz bringt.

Genau deswegen bin ich froh, dass er nun bei uns spielt.

Mauersberger und Prömel waren für mich unsere Besten. Mit Prömel kann es was werden auf der 6er Position.

Mit Barry brauchen wir wohl noch Geduld. Talent ist unzweifelhaft vorhanden. Mal sehen ob er die nötige Einstellung mitbringt um ein richtig guter Spieler zu werden. Frisur und Facebook scheinen momentan wichtiger zu sein. Es würde mich freuen, wenn er sich bei uns weiterentwickelt und ein richtig guter Fußballer wird. Wir können dies ja gemeinsam beobachten liebe Leser.

Die für Auswärtsfans katastrophale Anstosszeit brachte es leider mit sich, dass aus Düsseldorf nur ca. 500 Leute am Start waren. Selbst für Heimfans ist 17.30 Uhr eine schlechte Uhrzeit. Es sind ja nicht alle arbeitslos. Fußball lebt von seinen Fans im Stadion und den Emotionen, nicht vom TV Zuschauer.

MaD

Kreislauf oder Rücken

Sehe ich mir meinen KSC in diesen Tagen an, bekomme ich wahlweise Kreislauf oder Rücken. Ein mir bekannter Sozialarbeiter des Fanprojektes auch schon mal Atem oder Augen.

Ihr könnt es euch aussuchen, alle vier Optionen sind Spieltag für Spieltag möglich und es besteht die Gefahr, dass hier etwas chronisch wird.

Woran liegt es?

Ich habe schlicht keine Ahnung! (Die üblichen Erklärungsversuche von wegen Relegationstrauma, zu wenig Vorbereitung etc. will ich hier mal nicht anführen.)

Was ich aber gewiss sagen kann ist, dass hier gute Jungs auf dem Platz stehen. Sie haben alle unsere Unterstützung während der 90 Minuten verdient und im nächsten Heimspiel sollten wir sie spüren lassen, dass wir hinter ihnen stehen. Nur gemeinsam ist die Wende möglich.

Pfiffe während des Spiels oder wenn es in die Halbzeit geht, bringen niemanden weiter.

Eine Struktur der Mannschaft und ein Spielsystem kann ich bisher nicht erkennen. Hier ist unser Trainerteam gefordert. Da wird Woche für Woche fast alles komplett über den Haufen geworfen, keiner hat eine Stammplatzgarantie und schon gar keine was seine Position auf dem Feld angeht. Habe nicht das Gefühl, dass Markus Kauczinski momentan wirklich eine Antwort auf die Probleme hat. Er probiert eben aus und versucht nach Außen die Ruhe zu bewahren.

Der Umgang mit Jan Mauersberger war natürlich auch kein Ruhmesblatt. Nun brauchen wir ihn und er ist auch da und hat immer gezeigt, dass er gerne für den KSC spielt und sich noch dazu vorbildlich verhalten. Wenn man aber über Wochen jemanden öffentlich bittet sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen ist dann eben doch die Frage erlaubt, ob dies der Leistung des Spielers zuträglich ist. Wie will man ihm jetzt glaubhaft vermitteln, dass man ihn braucht, auf ihn zählt und ihm vertraut? (Transfers gehören zum Geschäft, jemanden aber so ins Schaufenster zu stellen nicht, aus meiner Sicht.)

Mit Hennings und Yabo gingen zwei ganz wichtige Spieler, die sicherlich auch viel intern beeinflusst haben und in der Hierarchie weit oben standen. Vor allem Yabo konnte nicht mal ansatzweise ersetzt werden im Mittelfeld. Seine Art zu spielen gab uns über weiter Strecken der letzten beiden Jahren Sicherheit und machte uns gefährlich.

Der Vergleich mit Mönchengladbach, die Kruse und Kramer nicht ersetzen konnten, ist durchaus angebracht.

Es sind ja nicht mal die Niederlagen an sich, die so weh tun. Es ist die Art und Weise. Wir bekommen Tore, wie gestern in Paderborn, die wir letzte Saison nicht bekommen haben. Tapsen dabei in der Abwehr umher wie Pinguine beim Landgang.

Offensiv geht zweimal nichts. Es wird kaum aufs Tor geschossen und spielerisch sind wir nicht in der Lage Torchancen zu kreieren. Hier hätte auch Rouwen Hennings Probleme ein Tor zu erzielen.

Was ist los mit euch? Torres, Yamada, Gulde, Valentini, Meffert, Peitz, Orlishausen, Gordon!? An was fehlt es, was ist zu ändern? Ihr seid bisher Stützen des Teams gewesen. Erklärt es uns doch mal oder noch besser kämpft und rennt gegen Düsseldorf als wäre es das größte Endspiel eurer Karriere.

Dimitri Nazarov, du kannst kicken wie kaum ein Zweiter in unserer Mannschaft. Gegen den HSV warst du sensationell gut. Was hindert dich? Warum will so gar nichts gelingen?

Letzte Saison haben wir bestimmt auch etwas über unsere Verhältnisse gespielt und davon profitiert, dass z.B. Kaiserslautern am Ende eingegangen ist. Nun spielen wir aber weit unter unseren Möglichkeiten.

0:6, 0:3 und nun 0:2 gegen biedere Paderborner, dies ist nicht akzeptabel und egal wo genau die Probleme zu suchen sind, hier ist die Mannschaft gefordert.

Fußball ist eben auch ein krasser Scheiß. Alles kann sich so schnell drehen und was gerade noch gut war ist morgen schlecht. Hat man einen Lauf gelingt alles (siehe Hennings letzte Saison), steckt man unten drin geht so ziemlich alles daneben.

Jungs, gemeinsam kommen wir da raus. Die Gegengerade steht hinter euch, auch wenn man sich mal die Meinung nach so einem Spiel wie gestern sagen muss. Lasst euch nicht von Pfiffen konfus machen, ihr seid gute Fußballer.

An die Verantwortlichen in meinem Verein gewandt möchte ich noch etwas los werden: Ihr habt einer Zeitung, die für widerwärtigen Journalismus steht, gestern eine Plattform geboten. Schämt euch!

Forza KSC!

MaD

P.S. Danke Herr Gräfe!

Eintracht Braunschweig – KSC 6:0 (in Worten: Sechs zu Null!)

Was soll man davon halten wenn der eigene Club in steter Regelmäßigkeit denkwürdige Spiele abliefert?

Grundsätzlich natürlich toll, denn alles ist besser als Langeweile im Fußball.

Irgendwie aber dann doch bedenklich, wenn die Spiele allesamt verloren werden, zwei davon sogar richtig in die Hose gehen und den Fan mit ungläubigem Blick zurück lassen.

Nach der Eskapade im DFB-Pokal beim Oberligisten (5.Liga) Reutlingen, lieferte der KSC auch in Braunschweig ab und verlor mit 0:6.

Statt 3 Elfmeter und 3 rote Karten wie in Reutlingen zu kassieren, wurde auf Zweikämpfe beim BTSV völlig verzichtet. So bestand die Gefahr der Unterzahl wenigstens nicht.

Den Braunschweigern lief es natürlich rein an diesem Sonntag, aber auch begünstigt durch ein völlig indisponiertes  Team in Blau und Weiß. Prömel, Barry und Torres spielten quasi nicht mit, Orle setze sich einfach auf den Hosenboden beim 2:0, Peitz köpfte ins eigene Tor und Gulde ließ Pfitzner bei seinem Fallrückzieher gewähren als wären hier zwei Kids im Kindergarten unterwegs und der eine schaut dem anderen staunend zu was der schon so gelernt hat. Pfitzner konnte es selbst nicht fassen was er da gerade bewerkstelligt hatte und saß ungläubig in unserem 16er bis die Kollegen kamen und ihn herzten.

Solche Tage gibt’s, aber mir persönlich wäre es für den Rest der Saison lieber, wir würden weniger denkwürdige Spiele abliefern.

Dem Punkte-Konto des KSC wäre dies auch zuträglicher.

Ach ja, es ist erst wenige Wochen her, da gewannen wir in Braunschweig mit 2:0. Hennings schoss das Tor zum Aufstieg auf. Eine völlig andere Mannschaft stand da auf dem Platz. Namentlich natürlich leider auch, aber vor allem was Einsatz und Kampfgeist angeht.

Fußball ist einfach unfassbar verrückt. Alles kann sich innerhalb kürzester Zeit drehen und auf den Kopf stellen. Ins Positive oder Negative kehren.

Was haben wir für Wochen hinter uns. Dies erlebt mancher Verein nicht in 100 Jahren. Die Aufholjagd auf Platz 3 letzte Saison, dann die mehr als denkwürdige Relegation gegen Schiri Gräfe (seither noch immer nicht wieder angesetzt in einem Spiel) und seine trölf feisten Hamburger. Kaum Zeit zum runterkommen für Mannschaft, Fans und Verein, da es nur drei Wochen danach wieder mit der Vorbereitung auf die neue Saison los ging. Yabo hat dann die irrwitzige Idee lieber 4x gegen Mattersburg und Kapfenberg zu spielen als richtig Fußball. Max zog es mit Hilfe der Millionen aus England zu Augsburg und Hennings verließ uns ebenfalls nach den ersten beiden Punktspielen und der Pleite im DFB-Pokal. Er und auch der KSC nahm dabei das Geld aus England direkt in Empfang. (Grüsse nach Burnley!)

Die Verletztenliste las sich die letzten Tage und Wochen wie das „Who is Who“ der letzten erfolgreichen Saison. Auf der rechten Verteidigerposition „wollte“ gar niemand mehr spielen.

Mit dem bereits so gut wie ausgemusterten Jan Mauserberger kehrte dann über Nacht einer der Aufstiegshelden wieder in die Startelf zurück. Willkommen zurück obwohl du ja nie wirklich weg warst.

Den Ligastart komplett verpatzt, dann die Blamage in Reutlingen. Dem Zwischenhoch folgte nun das 0:6 in Braunschweig.

Ich glaube fast dass uns diese Saison noch die eine oder andere denkwürdige Partie ins Haus stehen wird.

Ruhe bewahren und Blau-Weiß die Treue halten auf der Achterbahn durch die Liga.

MaD

Ein Zebra hat Streifen und keine Punkte 

Es gibt Spiele vor denen man Angst hat. Vor manchen hat man Respekt und andere nimmt man auf die leichte Schulter. 

Ich hatte vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg ehrlich gesagt fast schon ein wenig Angst. Die Chance endlich in der Saison anzukommen war sehr groß. Vor allem gegen einen Gegner den man damit auf Distanz bringen konnte und der wohl bis zuletzt gegen den Abstieg spielt. 

Die Zebras waren bis dato vieles schuldig geblieben. 

Als KSC Fan kennt man eine solche Situation und befürchtet das Schlimmste. 

Auf dem Feld war es kein fußballerischer Hochgenuss. In der ersten Halbzeit war Duisburg grottig und der KSC bemüht. Normalerweise geht man dann 0:0 in die Pause und einige Zuschauer pfeifen. An diesem Samstag Nachmittag gingen die Teams aber unter viel Applaus für die Heimmannschaft in die Kabine. Jimmy Hoffer traf nämlich in Minute 45 zum 1:0 für den KSC. Dieses Tor wirkte befreiend. In der zweiten Halbzeit war Duisburg immer noch grottig, aber der KSC nun souverän. Man musste keine Sorge haben, dass die Zebras aus dem Wildpark Punkte entführen. 

Gulde traf nach einer Standardsituation recht früh zum 2:0 und die Jungs aus der Fächerstadt spielten die Begegnung souverän zu Ende. 

Wie oft gab es solche Nachmittage schon an denen man einem furchtbaren Kick zusehen musste. Das favorisierte Team ist leicht überlegen, der Gegner bekommt nichts gebacken. Sie schaffen es aber nicht aus dem bisschen Überlegenheit ein Tor zu erzielen. Am Ende geht das Spiel 0:0 aus oder man hat Pech und in der 87.Minute wuchtet deren schlacksiger Stürmer, welcher vorher mehr über seine eigenen Füße gestolpert war als durch Torgefahr aufzufallen, eine missglückte Flanke zum 0:1 ins Tor. 

Genau so ein Spiel hätte es werden können. Dank Jimmy Hoffer wurde es ein souveräner und sehr wichtiger Heimsieg. Was hätten die Zebras auch mit den Punkten anfangen wollen?! Sie haben nun mal Streifen! 

Einzig die Verletzung von Daniel Gordon trübt den Spieltag. Gute Besserung Daniel! Wir brauchen dich!

MaD 

FSV Frankfurt – Karlsruher SC 1:2 oder Der beste KSC den es je gab

„Eigentlich wollte ich ja nicht nach Frankfurt fahren, aber mein Verein braucht mich jetzt.“ Diese Nachricht auf dem Handy sagte viel über die Gemütslage des Verfassers aus und sprach in der Woche vor dem Spiel vielen aus dem Herzen die es mit Blau-Weiß halten.

Am Bornheimer Hang versammelten sich letzten Freitag Abend die treuen Fans des Karlsruher SC und sie einte eine Frage: „Was erwartet uns heute?“

Die Viererkette wurde völlig durcheinandergewirbelt. Sallahi verteidigte hinten links und Neuzugang Grischa Prömel auf der rechten Abwehrseite, dazu stand Jan Mauersberger neben Gulde in der Innenverteidigung. Gerade noch ein Verkaufskandidat und nun ein Hoffnungsträger. Willkommen zurück auf dem Platz Jan!

Und endlich stand auch wieder Peitz in der Startelf. Meine Theorie ist ja, das wir in Reutlingen mit Peitz von Beginn an, nicht verloren hätten. Dort fehlte uns der konsequente Abräumer im Mittelfeld, heute war er präsent und zeigte wie wichtig er ist.

Nach ein paar Sekunden waren alle Gedankenspiele Makulatur und eine lähmende Stille trat im Auswärtsblock ein. Halimi schoss zum 1:0 ein, unsere Abwehr bekam einfach den Ball nicht aus dem Strafraum und der Neuzugang des FSV nutzte dies eiskalt aus.

Was dann folgte war sehr schön anzusehen. Die Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel. Die Abstimmung in vielen Bereichen stimmte nach wie vor nicht, aber nach dem Gegentor waren alle da und wollten das Spiel drehen. Hoffer ging vorne auf alles drauf was sich bewegte. Barry und Torres machten Druck von der Seite und im Mittelfeld begann Yamada zu zeigen, dass er den Tick besser ist als die meisten Spieler der 2.Bundesliga.

Die Mannschaft belohnte sich selbst durch den Ausgleich. Hoffer und Barry setzten die Abwehr des FSV unter Druck und der Österreicher erzielte sein erstes Tor für unsere Farben.

Das 1:2 erzwang Erwin“die Maschine“Hoffer in der 2.Halbzeit. Wieder setzte er einen Abwehrspieler des FSV unter Druck, dieser wurde dann vom eigenen Torwart noch angeschossen und unser Sieg war perfekt.

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Der Torjubel nach diesem Treffer zeigte auch klar, dass die Mannschaft will. Alle Spieler kamen vor den Block und ballten die Fäuste. Vielleicht war es auch gut, dass unter der Woche mal miteinander geredet wurde.

Eine großartige Mannschaftsleistung, die durch viel Kampf geprägt war, aber auch zeigte wie ballsicher die Jungs sein können und was sie technisch drauf haben. Als Peitzinho vor unserem Block den Ball mit der Hacke einem Mitspieler in den Fuß spielte, jubelte unser Block völlig verzückt auf und ich rief laut Richtung Spielfeld „Der beste KSC den es je gab“. Großes Gelächter neben mir, aber es war einfach der „Zauber des Augenblicks“ der mich dazu verführte.

Nach dem Schlusspfiff dezenter und angemessener Jubel der Mannschaft und des Blocks. Zu großen Feiern kann es im Laufe der Saison sicherlich noch kommen. An diesem Abend waren einfach alle nur erleichtert.

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Noch ein Wort zum FSV: Wirklich ein nettes Stadion, angenehme Leute die zum FSV gehen und ein Hauch von Fußball pur ohne viel „Schnick Schnack“. Gefällt mir immer wieder gut. Warum aber die dann doch überschaubare Szene beim FSV nicht zusammen steht, ist mir ein Rätsel. So viel kann euch doch nicht trennen. Oder doch?

MaD

P.S. Den Abend könnte man auch so zusammenfassen: „Mit Mürre und Pedro in Spanien gewesen und dort zwei Bier getrunken, die Martin Löffler bezahlt hat, obwohl Simone gar nicht weiß warum“!

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