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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Zieht den Bayern die Lederhosen aus

Es ist immer etwas Besonderes gegen den Rekordmeister aus München zu spielen. So war auch das Testspiel gestern im Wildparkstadion flux ausverkauft. Wenn der FCB kommt, sind volle Kassen garantiert.

Die Einnahmen sind für den Karlsruher Sport Club immens wichtig, da wir seit Jahren ein eher klammer Verein sind. Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle, u.a. natürlich auch unlängst die Spielzeit als Drittligist.

Das Spiel war auch zur Ablöse unseres A-Jugendtrainers Tim Walter, der im Sommer zu den Bayern wechselte. Für unsere Spieler war es selbstverständlich ein sportlicher Höhepunkt gegen die mit Weltmeistern gespickte Mannschaft des FCB anzutreten. Solch eine Regelung zur Ablöse ist viel besser als wenn nur einfach Geld den Besitzer gewechselt hätte.

Sich mit den Besten zu messen ist für Sportler immer eine Herausforderung und motiviert für weitere Aufgaben.

Die Stimmung war gut im Wildpark. Keine Fußballatmosphäre wie gewohnt, weil es keinen organisierten Support von beiden Seiten gab, aber sie war angenehm entspannt, es gab trotzdem hin und wieder Gesänge und alle hatten Bock auf ein unterhaltsames Fußballspiel.

Unsere Mannschaft war von Beginn an gewillt dieses Spiel ernst zu nehmen und sie schafften es auch Manuel Neuer mehrmals zum Eingreifen zu bringen. Der Höhepunkt dieser tollen Anfangsphase war dann das 1:0 durch Barry, der von der Mittellinie los lief und da von Alonso nur unzureichend attackiert am 16er schön ins lange Eck abschließen konnte.

Was folgte war und ist so typisch für Bayern. Vidal mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel zum Ausgleich. Aus dem Stand, aus dem Nichts heraus, das sind die Bayern. Keine Chance für Orlishausen, der leider Minuten später verletzt ausgewechselt werden musste. Rene Vollath kam für ihn und übernahm auch die Kapitänsbinde.

Die zweite Hälfte plätscherte zuerst so dahin. Beide Seiten wechselten aus. Bei den Bayern kamen alle Stars, die fit waren, zum Einsatz. Sehr schön für die Zuschauer die Müller, Lewandowski, Lahm, Boateng und Co. sehen wollten.

Manuel Torres wollte es Vidal nachmachen und setzte ebenfalls zu einem Schlenzer an, nachdem Barry sich herrlich links durchsetzte und den Ball im Strafraum zurück legte. Der Ball ging an den Innenpfosten und anschließend der Torlinie entlang, leider aber nicht ins Tor. Ein Raunen ging durch den Wildpark und mit viel Beifall wurde diese Aktion beklatscht.

Bayern wechselte in der Folge auch Spieler ein, die man eher aus der zweiten Mannschaft kennt. Nach vorne ging nicht mehr wirklich viel beim angehenden Deutschen Meister 2016.

Hinten brannte es dann auch. Boateng brachte den Ball an der Mittellinie nicht gestoppt und Hoffer lief auf und davon. Im Zweikampf mit Boanteng ging er dann im Strafraum zu Boden. Es gab Elfmeter für den KSC und die rote Karte für Jeromé Boateng. Elfmeter war es eher nicht, da das Foul vor dem Strafraum war.

Nazarov war es egal. Ein perfekt geschossener Elfmeter brachte das 2:1 für den KSC. Der Ball flog vom Schützen aus gesehen links oben in den Knick. Kein Torhüter der Welt kann diesen Ball erreichen. Besser kann man einen Elfmeter nicht schießen. Dies erkannte im Interview auch Phillip Lahm und lobte unseren Schützen.

Der Klassiker „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ wurde von einigen Zuschauern nun angestimmt. Dies erinnert mich immer wieder an tolle Schlachten in den 90er Jahren gegen die Bayern. Als ein Lothar Matthäus nach einem Spiel noch eine Tür eintrat vor Ärger. Damals erzielte der KSC das 2:2 durch Eberhard „Ebse“ Carl in letzter Minute und Sammy Kuffour flog vorher vom Platz und vergrub sein Gesicht im Trikot. Vom überragenden 4:2 Sieg an einem Sonntag Nachmittag wollen wir gar nicht erst anfangen. Das waren Spiele als ich beim Anpfiff schon keine Stimme mehr hatte, da sich der D-Block schon zwei Stunden vorher lautstark eingesungen hatte. Good old times!

Es war nur ein Testspiel und wir alle wissen dies einzuordnen. Für die Stimmung rund um den Verein und für das Selbstvertrauen war der Sieg aber großartig. Zwei Tore gegen die Bayern haben so viele Mannschaften nicht erzielt in den letzten Jahren.

Für meinen Höhepunkt des Tages abseits der 90. Minuten sorgte unser Trainer Markus Kauczinski. Auf die Frage eines ZDF-Reporters wie er denn dem HSV nun erklärt wie man das macht die Bayern zu besiegen, antwortete er: „Dem HSV erklär ich nix!“.

Karlsruher SC:

Orlishausen (29. Vollath) – Valentini (46. Traut), Stoll (46. Thoelke), Gulde, Kempe (46. Sallahi) – Krebs (61. Prömel), Meffert (61. Peitz) – Torres (61. Mehlem), Barry (46. Gouaida), Yamada (46. Nazarov) – Diamantakos (61. Hoffer)

FC Bayern:

Neuer – Lahm (45. Rafinha/66. Friedl), Martinez (45. Boateng), Badstuber, Alaba (66. Dorsch) – Rode (45. Thiago), Alonso (45. Kimmich), Vidal (45. Müller) – Costa (45. Robben), Lewandowski (75. Steinhart), Coman (72. Pantovic)

Tore: 1:0 Barry (16.), 1:1 Vidal (21.), 2:1 Nazarov (Foulelfmeter, 74.)

Rote Karte: Boateng (74.Minute)

MaD

  

….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa!

Einen intensiven Freitag Abend erlebten die 15.600 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion am 06.11. gegen den VFL Bochum.

Die von einem der geilsten Trainer ins Rennen geschickten Bochumer wie immer stürmisch und ließen uns teilweise alt aussehen. Terrode hatte mehrere gute Szenen und auch Bulut forderte Stoll, Mauersberger und Orlishausen oft. Wir hatten auf dem Feld etwas Anlaufschwierigkeiten ins Spiel zu finden, auf den Rängen waren wir dagegen von Beginn an da. Wenn sogar der Capo nach wenigen Minuten schon lobt (natürlich gleich mit einer kleinen Einschränkung*g), dann muss es lautstark gewesen sein.

Bochum mit vlt. knapp 250 Leuten am Start. Für einen Freitag will man dies gerade mal so gelten lassen. Genau hier muss man bei „Fangerechten Anstoßzeiten“ ansetzen. Wäre diese Partie am Samstag oder Sonntag gewesen, hätte der VFL sicher doppelt so viele Leute mitgebracht.

Im L-Block kreisten die Schwenkfahnen und ein junger Mann entwickelte den Ehrgeiz bis zum 1:0 für den KSC zu schwenken, egal wie lange dies auf sich warten ließe. Wir sprachen schon davon, dass dieses 0:0 für ihn bestimmt ein langer Abend wird.

Als Torres nach unglaublichem Fehlpass von Celozzi fast das 1:0 für uns erzielt hätte, war er der Ablösung sehr nahe. „Ich schwenk ihn jetzt rein“ war seine Ankündigung und der KSC nahm auf dem Feld auch Fahrt auf. Keine 10 Minuten später flankte Torres und Diamantakos, unser Grieche, der erst Mandeln, dann Rücken und was weiß ich noch alles hatte, köpfte zum 1:0 rein – das erste Tor in der Bundesligahistorie, welches sozusagen „reingeschwenkt“ wurde.

Als kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Yamada endlich mal wieder traf (27 Spiele ohne Tor!) konnte die Party im Wildpark starten. Unter Flutlicht lässt sich besonders gut feiern und so benötigte die Kurve kaum noch Ansporn lauter zu werden.

Der KSC hatte das Spiel im Griff. Die sehr gute Bochumer Offensive prallte an unserer Verteidigung einfach ab und kam mal was durch bewies Orle ungeahnte Qualitäten als Krake. Hut ab!

Im Block wurde gehüpft, aber dann doch eher gesittet, wie ein uns allen bekannter Herr mit durchdringender Stimme bemerkte. Während er versuchte den Pogo zu starten, flüchteten in seinem Umkreis die Leute. Sein Kommentar dazu:“Das ist hier dermaßen gesittet geworden, da fällt man schon auf wenn man rum springt“.

Ein Zischen hinter mir ließ mich aufhorchen. Da öffnete doch jemand eine Cola Dose. Immer gegen den Kommerz, die großen Konzerne und ein Traditionsverein T-Shirt an, trank er strahlend seine Cola. Just in diesem Moment sag die Kurve „Wo wir auch spielen, hoff ich Karlsruh wird führen, hoff ich Karlsruh wird siegen und dann sauf ich mich zu für Karlsruh“. Dies war schnell umgedichtet in „….und dann sauf ich mich zu mit Coooolaaa“. Es war uns eine Freude ihm persönlich dieses Ständchen zu singen. Lachend verschluckte er sich fast an dieser Brühe.

Barry erhöhte dann unter großem Jubel auf 3:0. Wieder war Diamantakos beteiligt, der bei seinem Startelf Debut überzeugte. Bochum begann schon damit die Fahnen abzuhängen. Wenn also eine Viertelstunde vor Schluss der Block aufgibt, dann konnte es auch der VFL auf dem Rasen. Da kam nichts mehr und der KSC brachte ein überzeugendes 3:0 sicher nach Hause. Gut hat mir gefallen, wie die Mannschaft ins Spiel fand, nachdem der VFL zu Beginn am Drücker war und dann das Niveau auch hielt.

Für Jan Mauerberger freut mich die Entwicklung besonders. Schon aussortiert, ist er jetzt mit unserem Oldie Stoll die Stütze der Abwehr. Auch Orle hat wieder zur Stärke der letzten Saison zurück gefunden und auf den Außen spielen Valentini und Kempe sehr solide. Es passt momentan beim KSC!

MaD

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Ein Zebra hat Streifen und keine Punkte 

Es gibt Spiele vor denen man Angst hat. Vor manchen hat man Respekt und andere nimmt man auf die leichte Schulter. 

Ich hatte vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg ehrlich gesagt fast schon ein wenig Angst. Die Chance endlich in der Saison anzukommen war sehr groß. Vor allem gegen einen Gegner den man damit auf Distanz bringen konnte und der wohl bis zuletzt gegen den Abstieg spielt. 

Die Zebras waren bis dato vieles schuldig geblieben. 

Als KSC Fan kennt man eine solche Situation und befürchtet das Schlimmste. 

Auf dem Feld war es kein fußballerischer Hochgenuss. In der ersten Halbzeit war Duisburg grottig und der KSC bemüht. Normalerweise geht man dann 0:0 in die Pause und einige Zuschauer pfeifen. An diesem Samstag Nachmittag gingen die Teams aber unter viel Applaus für die Heimmannschaft in die Kabine. Jimmy Hoffer traf nämlich in Minute 45 zum 1:0 für den KSC. Dieses Tor wirkte befreiend. In der zweiten Halbzeit war Duisburg immer noch grottig, aber der KSC nun souverän. Man musste keine Sorge haben, dass die Zebras aus dem Wildpark Punkte entführen. 

Gulde traf nach einer Standardsituation recht früh zum 2:0 und die Jungs aus der Fächerstadt spielten die Begegnung souverän zu Ende. 

Wie oft gab es solche Nachmittage schon an denen man einem furchtbaren Kick zusehen musste. Das favorisierte Team ist leicht überlegen, der Gegner bekommt nichts gebacken. Sie schaffen es aber nicht aus dem bisschen Überlegenheit ein Tor zu erzielen. Am Ende geht das Spiel 0:0 aus oder man hat Pech und in der 87.Minute wuchtet deren schlacksiger Stürmer, welcher vorher mehr über seine eigenen Füße gestolpert war als durch Torgefahr aufzufallen, eine missglückte Flanke zum 0:1 ins Tor. 

Genau so ein Spiel hätte es werden können. Dank Jimmy Hoffer wurde es ein souveräner und sehr wichtiger Heimsieg. Was hätten die Zebras auch mit den Punkten anfangen wollen?! Sie haben nun mal Streifen! 

Einzig die Verletzung von Daniel Gordon trübt den Spieltag. Gute Besserung Daniel! Wir brauchen dich!

MaD 

Karlsruher SC – FC St. Pauli 1:2 (02.08.2015; 21.000 Zuschauer)

Es war nicht schön unsere Jungs heute verlieren zu sehen. Vor dieser Kulisse, welche die Belohnung für die tolle Vorsaison war, hätten sie sich einen Sieg einfach verdient gehabt. Wie ein nachträgliches Geschenk für alle wäre es gewesen.

Nun stand es am Ende aber wieder 1:2 gegen eine Mannschaft aus Hamburg und Spieler wie Fans waren bedient.

Nach der Auftaktpleite in letzter Minute in Fürth wollten die Spieler es heute besser machen und es war zu spüren, dass sie sich einiges vorgenommen hatten.

Dann fällt ein Kopfball von Sobiech ins Netz und Halstenberg lässt noch einen Sonntagsschuss aus dem Fuß. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Gordon konnte das Spiel für unsere Farben nicht drehen. Sie mühten sich redlich, aber so etwas wie Spielfluss kam nicht auf, von Torchancen reden wir mal gar nicht erst.

St.Pauli verwaltete den Sieg ins Ziel und ein ausverkaufter Gästeblock jubelte. Auch die Hamburger waren nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Bielefeld etwas unter Zugzwang. Ewald Lienen hat hier ein gutes Kollektiv beisammen.

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Unsere Jungs tun sich schwer in die Saison zu kommen. Dies hat sicherlich viele Gründe. Weniger Vorbereitung, Yabo und Max weg und sicherlich nicht zuletzt die verlorene Relegation. Wahrscheinlich sehen sie sich noch immer mit diesem einen Bein in der Bundesliga, fühlen sich als „Bundesligist der Herzen“ und der Kopf sagt, dass es einfach falsch ist nun gegen Fürth und St.Pauli anzutreten.

So bitter es ist, aber diese Gedanken müssen raus aus den Köpfen. Auf den Rängen ebenso wie auf dem Rasen.

Wir Fans können uns auch noch nicht komplett frei machen von dem was wir an diesem Montag Abend im Juni erlebten, als uns der Boden unter den Füßen weggezogen wurden.

Dies war praktisch zum Greifen. Fast niemand konnte so richtig Gas geben und leidenschaftlich wie in der Vorsaison Supporten. Den meisten steckt die Relegation einfach in den Knochen.

Deshalb kann man es den Jungs auf dem Platz irgendwie auch nicht verübeln. Sie haben es eben auch noch nicht verarbeitet.

In der Startaufstellung fehlten 5 Stammspieler der letzten Saison. Yabo, Max, Torres, Valentini und Yamada. Die beiden erst genannten haben den KSC verlassen, Torres ist außer Form und Yamada und Valentini waren verletzt. Natürlich machte sich auch dies bemerkbar.

Nun heißt es zusammen stehen und Ruhe zu bewahren. Wer Fan des Karlsruher SC ist, weiß dass er oder sie sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle eingelassen hat.

Ein Kollege sagt immer und betont dabei, dass er kein KSC Fan ist: „Beim KSC wird es nie langweilig, das gefällt mir so“!

MaD

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Relegation du Arschloch

In den letzten Tagen wurde ich immer mal wieder gefragt ob ich noch was zur Relegation gegen den HSV schreiben werde. Indirekt habe ich es durch die Schilderung der Erlebnisse des KSC-Trikots bei Rock im Park ja schon getan.
Nun sind die ersten Spiele schon wieder terminiert, die neue Saison startet in absehbarer Zeit. Die Gegner sind wieder St. Pauli, Düsseldorf, Frankfurt aber der FSV und auch Duisburg und Bielefeld gesellen sich dazu.
Nichts gegen diese Teams, ich schätze sie und ihre Anhänger.
Die Namen muten leider nicht mehr so klangvoll an, wenn man ganz dicht davor war zur kommenden Saison gegen den FC Bayern München, den  1.FC Köln, die Eintracht aus Frankfurt oder Borussia Mönchengladbach zu spielen.

Letztlich geht es nicht ausschliesslich darum, welche Gegner wir „verpassen“, es geht um den Karlsruher SC. Diesem hätte ein Jahr Bundesliga sehr gut getan. Finanziell hätte er etwas durchatmen können und im Hinblick auf das neue Stadion und alle anstehenden Entscheidungen, wären mindestens 34 Spieltage 1.Bundesliga eine großartige Sache gewesen. Und verdammt noch mal, wir hätten es auch verdient gehabt.

Im Moment kommt die ganze Leere aber auch die Wut wieder hoch, wenn ich an diesen Montag Abend des 01.06.2015 denke. Ein Pfiff änderte alles. Schiedsrichter Gräfe zerstörte mit einer der krassesten Fehlentscheidungen der zurückliegenden Spielzeit alles was sich unsere Mannschaft in 35 Spielen erarbeitet hatte.
Seit Minute 4 in Hamburg stand der KSC als Aufsteiger fest. Als Hennings mit seinem 0:1 beim HSV für einen Torjubel sorgte, der alle Strapazen der letzten Jahre vergessen ließ. Ein Freund sagte über diesen Torjubel: „Der war alles wert was wir in den letzten Jahren auf uns genommen haben.“
Im Hamburger Volksparkstadion lieferte die Mannschaft des KSC ihr bestes Saisonspiel ab. Ich möchte fast sagen, es war phasenweise das beste Spiel einer Mannschaft im KSC-Trikot seit vielen Jahren.
An Peitz prallten alle Hamburger ab, Max und der überragende Nazarov trieben über links die Angriffe voran. Torres narrte seine Gegenspieler und war mit Valentini auf rechts eine Waffe, Hennings zockte die HSV Abwehr nach Belieben ab und das Duo Meffert&Yabo gestalteten in der Mitte. Hinten standen Orlishausen, Gordon und Gulde wie Türme.
Abgesehen von zwei Lattentreffern innerhalb weniger Sekunden durch Torres und Nazarov hatten wir etliche sehr gute Möglichkeiten ein weiteres Tor zu erzielen. Leider legten wir den Ball nicht in der entscheidenden Situation in die Mitte oder unser Schuß aus bester Position glich eher einem Rückpass.
Über weite Strecken wusste der HSV nicht was er machen sollte. Abgesehen von einem Olic Kopfball in der 3.Minute kam da nichts. Bis Illicevic im letzten Spieldrittel dann doch zum 1:1 traf. Es war eine kurze Drangphase der Hamburger in der sie etwas stärker wurden und wir nur noch reagierten.
Dieses Spiel in Hamburg zu gewinnen wäre locker drin gewesen, am Ende konnten wir mit dem Unentschieden eigentlich nicht zufrieden sein. Nach unserem frühen Führungstor stand der HSV vollkommen neben sich, bei einem weiteren Treffer wären sie erledigt gewesen.

Dann die Nachspielzeit im Karlsruher Wildparkstadion. Ein frenetischer Jubel begleitet die Abwehraktion von Meffert. Der Ball kommt zu Krebs und wir haben Überzahl im Mittelfeld, dann halten alle an. Warum? Gräfe zeigte irgendwie in Richtung Strafraum. Ein Handspiel will er gesehen haben. Im Stadion hatte er diese Sichtweise exklusiv und alle TV Aufnahmen sprechen eine deutliche Sprache.
Es passte ins Bild eines Schiedsrichters der alle knappen Situationen für die Hamburger pfiff und der es zuließ, dass Rouwen Hennings von Diekmeier und Djourou praktisch gejagt und sehr oft förmlich erlegt wurde.
Gräfe hätte jede kleinste Berührung im Strafraum genutzt um Elfmeter für die HSV AG zu pfeifen, unsere Spieler gaben ihm die Chance nicht.
Diaz verwandelte den Freistoß in der Nachspielzeit zum 1:1. Das er ausgerechnet in diesem Spiel den Ball so trifft ist tragisch. Ob man den Freistoß hätte besser verteidigen können (Mauer, Torwarposition, Spieler auf die Linie) mag sein, ist aber hypothetisch.
Der KSC fiel auseinander, war in der Verlängerung immer einen Schritt zu spät und es passierte was passieren musste. Nicolai Müller staubte zum 1:2 ab.
Dieses Tor war nicht mehr so schlimm. Nach dem 1:1 glaubte im Stadion und auf dem Feld niemand mehr an einen Sieg des KSC. Unsere Mannschaft auch nicht. Sie war wie gelähmt in der Verlängerung.
15 Minuten vor dem Ausgleich stand Reinhold Yabo mit verschränkten Armen vor einer vor Freude rasenden Kurve. Soeben hatte er zum 1:0 für den KSC getroffen. Kollektiv rasteten alle aus. Nach diesem Jubel stand keiner mehr da wo er vorher stand und nicht wenige waren froh wenigstens noch ihre Klamotten am Leib zu tragen.
In den Folgeminuten rannte der HSV an und mit Glück und Geschick verteidigte unsere Mannschaft die Führung. Bis zu diesem unsäglichen Pfiff.
Im Kabinengang stand schon das Bier bereit, die Aufstiegs-Shirts waren verteilt. Tragischer kann ein Traum nicht enden! Über diese Partie werden wir uns als Rentner in 30 Jahren noch unterhalten, wenn wir dem KSC gemeinsam beim morgendlichen Training zuschauen. Diesen Schmerz vergisst niemand mehr, der den KSC im Herzen trägt.
Kurz vor Schluss vergab Hennings noch einen Elfmeter und wurde daraufhin von Djourou, Müller und Diekmeier aufs übelste angegangen und beschimpft. Es wurde beleidigt, weit unter der Gürtellinie. Gräfe schaute zu, während hingegen Rafael van der Vaart seine Mitspieler versuchte in die Schranken zu weisen.
Am Ende feierte Poptown, die einen starken Auftritt hatten mit dem Unsympath Lassoga als hätten sie den Europapokal gewonnen, was Pierre-Michel vielleicht sogar wirklich glaubte. Alles in unserem Stadion, auf unserer Aschenbahn. Ob dies sein muss, oder ob man aus Respekt der unterlegenen Kurve gegenüber nicht einfach in seinem Block bleiben kann, diese Frage mag sich jeder selbst beantworten.

Der Karlsruher SC spielte in den letzten Jahren 2x in der Relegation. Wir gewannen kein einziges Spiel. Stiegen 1x aus der 2.Liga ab und nun nicht in die 1.Bundesliga auf. Relegation du bist ein Arschloch!

MaD

Wir waren am Boden:

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…..und wir standen wieder auf und feierten die beste KSC-Mannschaft seit 2006 – ich bin so stolz auf dieses Team:

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P.S. Herr Gräfe ist im Wildparkstadion nicht mehr willkommen!

KSC – TSV 1860 München 2:0 (24.05.2015 – ausverkauft)

Endlich war es da und es war überall zu spüren. Dieses Kribbeln, diese Erwartungen, diese Hoffnung. Karlsruhe will aufsteigen! Spät setzte die Euphorie ein, aber nicht zu spät.
Weit vor Stadionöffnung standen viele schon davor und begehrten Einlass. Blau-Weiß soweit das Auge reichte, heute hatten sich alle schick gemacht. Immerhin konnte uns ja nichts Geringeres als der Aufstieg wiederfahren.
Auf eine Schlacht stellten sich alle ein, denn für die 60er ging es schlicht um den Klassenerhalt und eigentlich irgendwie auch um die Existenz.
Der KSC musste gewinnen um zumindest den Relegationsplatz zu sichern und dann darauf hoffen, dass Darmstadt zu Hause gegen St.Pauli Punkte liegen lässt.
Nach der Leistung in Braunschweig war von unseren Jungs heute einiges zu erwarten, trotz der Sperren für Yabo und Peitz.
Sie enttäuschten die ca. 25.000 Karlsruher Fans nicht. Von Beginn an drängten sie die Löwen hinten rein und nach wenigen Minuten schoß Kai Bülow nach Flanke von Torres ein astreines Eigentor zum 1:0 für den KSC.
Wenn das Wort Torjubel in dieser Saison neu definiert werden muss, dann bei diesem 1:0. Unbeschreibliche Emotionen auf den Rängen, eine ohrenbetäubende Laustärke und so viel Hoffnung lag in diesem Jubel.
Sie ließen die Löwen nicht mehr aus der Umklammerung. Der KSC beherrschte das Spiel. Auf der rechten Seite machte das Duo Torres/Valentini ihr wohl bestes Saisonspiel. Hennings schirmte jeden Ball ab, Max gab auf Links das Laufwunder und über unsere Innenverteidiger kann man nur Lob ohne Ende aussprechen.
Keiner fiel heute ab. Krebs und Yamada sorgten im Mittelfeld für die technische Raffinesse und alle, wirklich alle kämpften und rannten.
Welche Taktik 60 verfolgte blieb schleierhaft. Sie standen nur hinten drin und schoßen kein einziges Mal auf das Tor von Dirk Orlishausen. Er musste nur einige Flanken abfangen und Rückpässe verarbeiten. Für ein Spiel bei dem man mindestens einen Punkt machen sollte, war dies eindeutig zu wenig.
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Gerüchte machten die Runde. St.Pauli führt, Lautern liegt zurück. Wie auch immer, als Torres auf Vorlage von Valentini zum 2:0 einschob, war er noch mal zu spüren. Dieser Jubel mit so viel Inbrunst, Emotion und Hoffnung. So etwas gibt es nur ganz am Ende einer Saison, wenn es um alles geht. Wie liebe ich dies!
Fast zeitgleich mit unserem 2:0 schoß ausgerechnet Kempe, der Bruder unseres Verteidigers, per Freistoß das 1:0 für Darmstadt.
Bei uns plätscherten die letzten Minuten dahin, alle mit einem Ohr auf die Meldung hoffend, das St.Pauli noch den Ausgleich schafft. Leider war dies nicht der Fall und so steigt diese verrückte Truppe der Lilien um Sailer, Heller und Sulu direkt in die 1.Bundesliga auf. Glückwunsch ans Böllenfalltor – ein modernes Fußballwunder!

Unsere Helden standen fix und alle vor der Gegengeraden. Vielleicht auch etwas enttäuscht, dass es nicht geklappt hat mit dem direkten Aufstieg. Heute zeigte sich das Karlsruher Publikum von seiner allerbesten Seite. Der ganze Wildpark bedankte sich bei der Mannschaft für diese tolle Saison. Egal wie die Relegation nun ausgeht, diese Mannschaft (und das Trainerteam) repräsentiert unseren KSC auf sensationelle Weise.
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Rouwen Hennings wurde so nebenbei noch Torschützenkönig in der 2.Bundesliga – super!
Die Löwen müssen als Drittletzter der 2.Liga in die Abstiegsrelegation gegen Holstein Kiel. Mal sehen wie die Störche so drauf sind.

Nun also Relegation gegen den Dino aus Hamburg, den Verein mit der Uhr. Der HSV hat nichts gelernt aus den letzten Jahren und sich eigentlich den Abstieg redlich verdient. Was ein Chaos in dem Verein bzw. der AG. Unser alter Stürmer Bruno Labbadia führte den Hamburger SV als Trainer gerade noch so auf den Relegationsplatz mit 10 Punkten aus den letzten 6 Spielen. Sie hatten mal wieder Glück, aber jetzt kommt der KSC und schraubt diese Uhr endlich ab!

Forza KSC – Nächster Halt 1.Bundesliga!

MaD

Karlsruher SC – 1.FC Kaiserslautern 0:0 (22.03.2015 – ausverkauft)

Nein, es war sicher kein mitreißendes Spiel welches alle Zuschauer 90 Minuten lang in Atem gehalten hat. Dieses Südwestderby lebte von Kampf und Spannung und vollem Einsatz aller Akteure auf dem Rasen. Torszenen waren über weite Strecken Mangelware.
Verlieren war für beide Teams verboten und dies spiegelte sich in der Taktik und dem Defensivverhalten wieder.
Schon lange hat der Wildpark nicht mehr ausverkauft vermelden können. Eine ganze Region war heiß auf dieses Spiel. Was wurde nicht alles geredet und vor allem geschrieben im Vorfeld. Hoffentlich bleibt es ruhig hörte man überall. Das Hinspiel war allen Fernsehzuschauern und Zeitungslesern noch in bester Erinnerung.
Ruhig blieb es, aber so ruhig war dann den meisten dann auch wieder nicht recht. Keine Stimmung hörte ich danach des öfteren.
Definiere „keine Stimmung“!
Ist es etwa nicht stimmungsvoll, wenn eine Gegengerade über die komplette Spielzeit singt und ein ausverkaufter Auswärtsblock (…ok Kartoffelkäfer und ihre Freunde die Nacktmulle aus dem Talkessel…) mit voller Beflaggung dagegen hält?

Was erwartet der geneigte Fernsehzuschauer und Zeitungsleser denn?
Außer den üblichen 12.000 kannte ja kaum einer die Lieder. Die meisten Zuschauer mussten sich erst mal wieder zurecht finden im Wildpark. Saßen oder standen irgendwo, umgeben von Menschen die sie nicht kannten und schauten einem Team des KSC zu, welches ihnen fremd war.
Von ihnen allen war kein Beitrag zur Stimmung zu erwarten!

Wie wollt ihr denn fanatische Anhänger eines Vereins, eines Team sein, wenn ihr nur alle 1-2 Jahre einen Abstecher in den Wildpark macht? Ihr erwartet dann aber dass dieses eine Mal alles so ist wie es Sky und Sport1 vorgaukeln. Die beste zweite Liga der gesamten Milchstraße mit feuriger, gar südländischer Atmosphäre (…aber ohne dieses Pyro oder was die Gewalttäter so benutzen…) und einen überragenden Derbysieg der eigenen Mannschaft. Also dies muss es mindestens sein. Dann geht ihr nach Hause und erzählt allen, dass ihr auch dabei gewesen seid. Ja noch besser, ihr habt Lautern ganz alleine niedergeschrien und ganz am Ende hat euch Rouwen Hennings im Block erspäht und persönlich für den Support gedankt.

Kennt ihr überhaupt alle Spieler des KSC? Klar sagt ihr, Orlishausen, den langen Peitz (…ups, der spielt ja gar nicht! Verletzt oder was?…), Hennings, dann dieser Japaner (…wie heisst er doch gleich…ach egal, die heißen doch alle gleich…), Gordon hinten und natürlich unseren Gemeinderat Yabo.
Aber wer ist der junge blonde links in der Abwehr oder der junge Mann im Mittelfeld, der so ballsicher ist und defensiv auch gut den Ball erobert? Ach was, Meffert, noch nie gehört. So von Leverkusen kam der, interessant. Und der junge da hinten ist der Sohn vom Martin Max?! Klar, natürlich, den kennt man.

Entwickelt man so eine Liebe und Leidenschaft zu unserer Mannschaft, die uns eine grandiose Saison schenkt und um den Aufstieg in die erste Bundesliga kämpft?!
Noch acht Spiele und dann steht ihr euch wieder die Beine in den Bauch vor dem Fanshop (mit integriertem Ticketcenter) um eine Dauerkarte für die Bundesliga zu ergattern. Ja, die Bayern kommen und Dortmund, der HSV der bisher noch nie abgestiegen ist und Schaaaaalke und Wolfsburg – toll!
Absteigen ist dann aber verboten, schliesslich wollt ihr ja Bundesliga sehen. Dieser Japaner da, der soll sich mal anstrengen und dann müssen eben noch paar Leute geholt werden. So machen wir das ihr lieben Fans, wir sehen uns dann gegen Bremen oder Mainz wieder im Stadion. Ach so, diese Spiele lasst ihr dann sausen, da könnt ihr nicht, aber die sind ja auch nicht so interessant. Da müsst ihr zur Tante Erna, euch auch mal wieder blicken lassen, die macht echt nen guten Bienenstich.
Na dann eben doch bis zum Spiel gegen die Bayern. Die schreien wir dann nieder!

MaD

Karlsruher SC – Wismut Aue 1:0 (12.000 Zuschauer; 23.11.2014)

Es darf wieder getanzt werden im Wildpark. Endlich der zweite Heimsieg der Saison und dieser war hochverdient. Der KSC zeigte alle seine Stärken und Schwächen in einem Spiel. Die Stärken liegen in der sehr kompakt stehenden Defensive, dem strukturierten Spielaufbau über Yabo und unermüdlichem Kampf und Einsatz, gepaart mit spielersicher Stärke eines Yamada, Torres, Yabo und auch Meffert und Hennings. Valentini stabilisert sich immer mehr auf der rechten Seite, welche wieder zur Waffe wird, da Torres offensiv seinen Gegnern regelmässig davon läuft.
Womit wir auch schon bei den Schwächen wären. Wir erzielen zu wenig Tore aus unserer Überlegenheit. Torres flankte unzähliche Male in den Strafraum und nie wurde es so richtig gefährlich. der überragende Auer Keeper Männel pflückte den Ball einfach herunter.
Auch gegen Hennings (2x) und Micanski reagierte er sensationell und bewahrte die Gäste vor einer höheren Niederlage.
Hätten wir den Elfemter nicht zugesprochen bekommen, wir wären wahrscheinlich mit einem torlosen Remis aus der Partie gegangen. Dies wäre zwar unfassbar gewesen, gemessen an Tormöglichkeiten, Eckbällen und Spielanteilen, aber zeigt eben auch wo es Bedarf gibt sich zu verbessern.
Nazarov verwandelte in der 74.Minute ins linke untere Ecke. Männel ahnte sie zwar, aber da fehlen ihm einfach ein paar Zentimer Körpergröße.
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Eigentlich hatte sich Micanski den Ball schon geschnappt und wollte den Straßstoß treten. Wie ein kleines Kind wehrte er sich gegen seine Mannschaftskameraden, die ihm diesen abnehmen wollten. Es mussten erst Gordon und Yabo kommen, damit er den Ball abgab. Nazarov rechtfertigte das Vertrauen und verwandelte.
Micanski muss gar nicht beleidigt sein. Wenn man solche Chancen wie seine beim Eins:Eins Duell gegen Männel nicht macht, dann schießt man auch keine Elfmeter. Etwas mehr Mannschaftsgeist wünsche ich mir hier. Er soll sich lieber darauf konzentrieren regelmässig zu treffen.
Im Wildpark war ne tolle Stimmung. Das Publikum honorierte den engagierten Auftritt des KSC, wenn man auch lange auf das Tor warten musste. Unermüdlich spielten die Blau-Weißen nach vorne. Aue änderte nach 30 Minuten die Taktik und spielte defensiver, was uns noch mehr Räume gab, die wir leider nicht zu nutzen wussten.
Am Ende steht ein verdienter Sieg und der KSC ist auf gutem Wege sich im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren.Wichtig ist, dass nach unten nichts anbrennt und dies scheint momentan auch so zu sein.
Wir werden die erste Mannschaft, welche in Darmstadt gewinnt am Freitag und gegen Braunschweig steigt dann das Spitzenspiel im Wildpark in 14 Tagen. Ich bin da optimistisch!

Euer Mad

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KARLSRUHE SAGT NEIN ZU RED BULL

Die Botschaft dieser Woche aus Karlsruhe war deutlich. Das Produkt RB nimmt für uns nicht teil am Spielbetrieb. Auf Ultra1894 nahm Karlsruhe im Vorfeld des Spiels in Leipzig dazu Stellung:

http://ultra1894.de/bundesweite-kampagne-nein-zu-red-bull/#more-1256

http://ultra1894.de/rasenball-leipzig-ksc/

Ein Alternativprogramm wurde aufgelegt. Über 600 Fans schauten gemeinsam im Wildparkstadion unser Spiel auf einer Leinwand an. Es waren im Grunde genau die, welche sonst den KSC auch unter der Woche auswärts unterstützen. Mit dem Kauf eines „Traditionstickets“ konnten am Spieltag, aber auch schon zuvor alle KSC-Fans die eigene Jugend unterstützen.

http://ultra1894.de/alternativprogramm-ksc-produkt-rb/
http://ultra1894.de/bilder/202

Mit dem Verzicht auf das Auswärtsspiel in Leipzig traf die Szene eine schwere aber konsequente Entscheidung.
Das Nein zu RB im Fußball war und ist deutlich geworden. Auch heute im Heimspiel gegen Audi Ingolstadt wurde per Transparent dies noch mal sehr deutlich gemacht.

Die sportliche Situation stellt sich nach der „Englischen Woche“ leider weniger gut dar als erwartet. Spielten uns am Mittwoch in Leipzig noch Kimmich, Kaiser und Poulsen schwindlig, so war heute gegen Ingolstadt ein schlagbarer Gegner zu Gast, gegen den aber auch wenig passte.
Gegen RB war verwunderlich wie es uns nicht gelang während des Spiels die Taktik zu verändern. Die Abwehr stand hoch und wurde mehrmals einfach überlaufen bzw. mit Steilpässen auf den schnellen Poulsen ausgehebelt. Dabei wirkten unsere Verteidiger etwas „hüftsteif“.
Kein Vergleich zum Heimspiel gegen Nürnberg als wir dem „Glubb“ mit einem Offensivspektakel keine Chance ließen. In Leipzig kamen wir trotz Führung durch Miczanski nie ins Spiel. Wahrscheinlich ist Leipzig im Gegensatz zu Nürnberg einfach auch die um Längen bessere Mannschaft.

Alle waren auf die Reaktion im Heimspiel gegen Ingolstadt gespannt. Unser Trainer brachte für Kempe den jungen Max. Dessen Vater wird vielen noch in Erinnerung sein als Bundesligatorschützenkönig, welcher wie Kießling aus das Los der Nichtberücksichtigung im DFB-Dress gezogen hatte.
Wenn man den Vater schon gut kannte und nun der Sohn spielt, ist dies auch ein untrüglicher Hinweis darauf, dass man doch schon etwas länger Fußball schaut.
Max wird sich nur über Spielpraxis in der Liga zurecht finden. Heute war es eher nix. Nach vorne konnte er, anders als Kempe es meist tut, keinen Druck entwickeln, seine Standards waren immer nur halbhoch und hinten verlor er zu oft den Ball. Noch dazu die gelbe Karte aus der 5.Minute, welche ihn sicherlich ab und an hinderte besser auf den Ball zu gehen.
So war die linke Seite heute nur die Hälfte wert und dies können wir uns in der engen zweiten Liga leider nicht leisten.
Torres übersah dann zu allem übel in der ersten Halbzeit noch die besser postierten Yamada und Miczanski. Er versuchte es (wieder mal) selbst und da er im Abschluss kein „Apparat“ ist, stand bei uns die Null.
In einem typischen 0:0 Spiel verlängerte unser Verteidiger Gordon unglücklich eine Freistoßflanke unseres ehemaligen Spielers Groß zum 0:1 ins eigene Tor.
Es sollte das Tor des Tages sein. Dabei hatten wir noch Glück, dass wir nach wenigen Minuten nicht einen Elfmeter gegen uns bekamen und dass der Treffer von Lex in der 46.Minuten nicht gegeben wurde. Warum weiss wohl nur der Schiedsrichter. Damit hielt er den KSC natürlich im Spiel und kurz vor Schluß, eigentlich schon in der Nachspielzeit, hatten wir dann noch zwei ganz gefährliche Situationen im Ingolstädter Strafraum. Yabo und Yamada spielten sie allerdings nicht konsequent zu Ende.

Nach Abpfiff jubelten 57 Ingolstädter Auswärtsfans. Sie haben eine gute Mannschaft, die nun seit 16 oder 17 Spielen auswärts ungeschlagen ist. Sollten sie aufsteigen werden in Spielen gegen Hoffenheim oder Wolfsburg unheimliche Fanpotentiale aufeinander treffen. Da ist für Gänsehautstimmung gesorgt.

MaD

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