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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Monat

September 2013

Sicilia

Catania – Etna – Lido – ein kleiner Ausschnitt einer herrlichen Insel

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DFB-Pokal Kaiserslautern – Hertha BSC Berlin 3:1 oder einfach abgeschenkt

Per Bahn machten wir uns von Karlsruhe aus auf den Weg in die Pfalz um unsere Freunde aus Berlin bei ihrem DFB Pokalspiel zu unterstützen. Schön über die Dörfer getingelt, wie man dies von etlichen Fahrten Richtung Betzenberg schon kannte. Der Zug hielt an jedem Haus und man kann von Glück sagen, dass es nicht noch Hochspeyer Nord, Süd und West gibt. So erreichten wir geradeso pünktlich zu Spielbeginn den Gästeblock.
Hurry, hurra die Karlsruher sind da und rein ins Vergnügen. Für einen Mittwoch und die Entfernung war der Block sehr gut besucht. Knapp 1500 Leute schätze ich.

Berlin hieß uns herzlich willkommen und der gemeinsame Support der alten Dame konnte beginnen. Trotz des Grottenicks ging Berlin in Führung und die Stimmung war zur Pause deshalb auch sehr gut. Von Lautern war nichts zu hören. eine riesige Tribüne steht da im Westen des Stadions, aber außer 08/15 war wieder mal nichts. So lange die Hauptgruppen irgendwo oben im Niemandsland stehen wird das auch nichts mehr. Lustig trotzdem wie sich der Mythos Stimmung in den Medien und bei Horst Horstmann vor dem Fernseher immer noch hält. Früher wurde man hier „gefressen“, heute sind die Pfälzer mehr als zahnlos. Erst als der Sieg feststand wurde es laut – arm.

Wenn wir und vor allem unsere Berliner gewusst hätten, dass Jos Luhukay und seine Truppe dieses Spiel einfach abeschenken wollten, wären wir wohl alle nicht hin gefahren. Eine Frechheit was die B-Elf der Herthaner hier bot. Kaiserslautern spielte in der zweiten Halbzeit mutig und engagiert nach vorne und ließ der Bundesligamannschaft aus der Hauptstadt keine Chance.
Deren Trainer sah aber auch keine Notwendigkeit auszuwechseln um mit Ronny oder Ramos endlich Stammkräfte zum Einsatz zu bringen, die das Spiel evtl. noch hätten drehen können. Ramos kam dann 15 Minuten vor Schluss und Ronny nach dem Treffer zum 3:1 für Lautern. Das hätte man sich dann auch alles sparen können.
Warum Luhukay hier eine B-Elf an den Start brachte und nicht auswechselte um das Spiel mit aller Macht zu drehen wird sein Geheimniss bleiben. Hertha BSC Berlin hat jedes Jahr die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Da muss man mehr bzw. immer alles dafür tun um dies zu erreichen. Das Gefühl hatten wir draussen hinterm Zaun leider nicht. Da wenigstens wurde alles dafür gegeben, auf dem Rasen und der Trainerbank – Fehlanzeige!

Lautern-Hertha

Am 20.Oktober kommen wir mit dem KSC wieder und werden hoffentlich siegreich den Betzenberg wieder verlassen.

Als wir gegen Mitternacht wieder in Karlsruhe eintrafen stieg unser Ex-Trainer Winfried Schäfer aus dem ICE am Nachbargleis. Ein großes „Hallo“ mit einigen „Winnie Schäfer du bist der beste Mann“ Sprechchören. Es war eine große Zeit unter seiner Regie – dafür werde ich immer dankbar sein.
Und wenn wir gerade schon bei großen Namen aus unserer Vergangenheit sind. Auf dem Hinweg zum Betzenberg stand unser Gunther Metz am Wegesrand und musste warten bis unser Mob vorbei war. Für ein kurzes Winken und Grinsen war aber Zeit – auch dir vielen Dank auf ewig Gunther!

Hertha und der KSC!

MaD

100 Jahre Stadion Brötzinger Tal

Am 07.September 1913 fand der 1.FC Pforzheim 1896 seine Heimat. Das Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim! An diesem 07.09.1913 spielte der FCP, welcher auch liebevoll „Club“ genannt wurde gegen Phönix Alemannia Karlsruhe. Das Eröffnungsspiel des Stadions endete 1:1.

Mehrfach stand das Stadion schon vor dem Aus, aber nun wird es bald renoviert und bleibt dem Pforzheimer Fußball so weiter erhalten.

Viele „Schlachten“ hat das Stadion „Brötzinger Tal“ seitdem gesehen, selbst Franz Beckenbauer trat hier schon gegen den Ball. Aus meiner Erinnerung ragen hier vor allem Spiele in der Fußball Oberliga heraus. Damals war diese Liga noch direkt unter der 2.Bundesliga angesiedelt. Vor 5000-6000 Zuschauern gab es rassige Spiele gegen die langjährigen Konkurrenten SSV Reutlingen, SSV Ulm oder SV Sandhausen.
Im DFB-Pokal gelang dem FCP die eine oder andere Überraschung. So trotzte man Ende der 80er Jahre dem SV Werder Bremen ein 1:1 n.V. ab und erzwang ein Rückspiel an der Weser. Der Bundesligist VFL Bochum wurde mit 1:0 genauso geschlagen wie Zweitligist Saarbrücken (3:2).
Die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga Anfang der 90er mit den Gegnern 1860 München, Hessen Kassel und Borussia Neunkirchen war auch ein Höhepunkt in diesem Stadion. Der FCP scheiterte knapp, erlebte aber mit dem Heimspiel gegen die Münchner Löwen wohl eines der emotionalsten Spiele seiner Vereinsgeschichte. Nach dem 1:0 durch Jürgen Pfirmann explodierte das Stadion Brötzinger Tal förmlich und die Pforzheimer Fans hatten den Aufstieg vor Augen. Kneisl und Co., samt den 2000 Löwen im Stadion hatten aber etwas dagegen und der Pforzheimer Torhüter Roger Essig den wohl schwächsten Tag seiner Karriere.
So wurde es nichts mit dem Aufstieg und mittlerweile gibt es den 1.FC Pforzheim 1896 nicht mehr.
Im Stadion Brötzinger Tal spielte an diesem Jubiläumstag der Fusionsverein 1.CfR Pforzheim gegen die zweite (!!!) Mannschaft von Walldorf. Eine 1:4 Niederlage vor geschätzten 100 Zuschauern – traurig.

Dieses Jubiläum ist für mich etwas Besonderes. In diesem Stadion sah ich mein erstes Fußballspiel. Im Alter von 7 Jahren nahm mich mein Opa mit und ich durfte, mit Wurst und Fanta gut versorgt, neben ihm auf der Tribüne Platz nehmen. Werde nie vergessen wie stolz er war, als er mich seinen „Kumpels“ vorstellte. Einer dieser Momente im Leben den man nie vergisst. Im Anzug und mit Hut, ließ er es sich trotz meiner Anwesenheit nicht nehmen während der gesamten Spielzeit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Mannschaft lautstark zu sagen was er von ihnen hielt. Er lebte den FCP! Mit seiner Kohlenhandlung half er in den 50 und 60er Jahren dem Verein oftmals aus und beherbergte in seinem Haus im Arlinger auch schon mal Spieler (u.a. Nessmann) des Vereins. Er wäre sehr betrübt über das was mit seinem „Club“ geschehen ist.

Für euch heute im Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim war

MaD

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Oh Pforzheim – deine Fusionen

Mittwoch, 04.09.2013 „Derby Time“ in Pforzheim. In der Verbandsliga Nordbaden treffen die beiden Fusionvereine Kickers Pforzheim und der CfR Pforzheim aufeinander. Auf Ergebnis (1:1) und Spielverlauf will ich hier gar nicht eingehen.
Es geht um die Zahl der Zuschauer. An diesem Abend war keine Bundesliga auf Sky und es war bestes Wetter. Die Vereine mit den meisten Mitgliedern im Fußballkreis traten gegeneinander an, es war vorher groß angekündigt.
Gekommen waren keine 2000 Zuschauer, keine 1500 und auch keine 1000. Es waren knapp (und dies mit viel gutem Willen) 700 Besucher!!!! Wie arm! So viele Mitglieder hat alleine der CfR!

Wenn zu einem Derby in der Stadt zwischen diesen beiden Fusionsvereinen bei bestem Wetter und super Anstoßzeit nicht mal 1000 Zuschauer kommen, muss man wohl annehmen, dass es die Leute einfach nicht interessiert. Nicht mal die Mehrzahl der Vereinsmitglieder kann man hier aktivieren. Was die Parteien vor der Bundestagswahl befürchten ist hier schon Realität. Die eigenen Anhänger konnten nicht mobilisiert werden. Oder gibt es diese Anhänger vielleicht gar nicht?

Ohne Fusion wären zu der Begegnung zwischen Germania Brötzingen vs. Eutingen (beide jetzt Kickers Pforzheim) sicherlich 300-400 Leute zu erwarten gewesen. Beim Spiel 1.FC Pforzheim vs. VfR Pforzheim (beide jetzt CfR) mindestens 2000 und es wäre wirklich ein Derby gewesen!

Fußball ist Identifikation und Emotion, nicht Fusion!

Nur der FCP!

MaD

KSC – VfR Aalen 1:1 (01.09.2013)

Das Spiel gegen den Verein von der Ostalb fügte sich nahtlos in die Reihe der vergangenen Spiele in Sachen verlorene Punkte ein.
Stellen wir aber das Positive vorweg. Es war wieder ein Spiel unserer Mannschaft, welches sehr gut anzuschauen war. Da steht eine Truppe auf dem Feld die kicken kann und die kämpft. Es macht wirklich Spaß Peitzinho und Co. zu sehen.
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Als Nazarov recht früh zum 1:0 pfloggte war die Freude bei den knapp 15.000 Zuschauern groß. Leider konnte der KSC dann nicht nachlegen, sondern gab ein Stück weit das Spiel aus der Hand und prompt netzte Lechleiter in der 38.Minute zum Ausgleich.
Warum wir das Spiel ohne Not aus der Hand gegeben haben wird Kaucze mit seinen Mannen schon analysieren und sie werden die richtigen Schlüsse ziehen. Ihr seht, ich habe vollstes Vertrauen in alle Beteiligten.
Hälfte zwei sah dann ein Spiel auf ein Tor und zwar das Tor der Aalener. Aber Finger- und Fußspitzen diverser Gegenspieler verhinderten den Sieg.
Yabo und Alibaz trieben immer wieder an. Krebs war unermüdlich und Peitz rackerte um jeden Zentimeter, leider reichte es nicht zum verdienten Sieg.
Aalen hatte noch Glück bei einem Foul im Strafraum, aber der Schiri pfiff keine enge Situation für uns an diesem Nachmittag. An ihm lags nicht, aber selbst ohne blau-weiße Brille kann man sagen, dass es sehr einseitig war und er auch die Zeitschinderei der Schwaben gegen Ende nicht ahndete.
Sei es drum, sehr viel Pech gehabt aber gut gespielt und allen Zuschauern sicherlich Lust auf das nächste Heimspiel gemacht.
Die Aalener U14 prollte noch etwas am Zaun herum nach dem Schlusspfiff und war sicherlich froh, dass es diesen gab. Das schlimmste wäre wohl für die Buben gewesen, wenn oben das Tor zum Gästeblock offen gewesen wäre. Der Pöbel Mob war plötzlich ganz schön ruhig als keine Bullen mehr da waren. Und nach etwas „Backenfutter“ (…dieses Wort wollte ich schon immer mal schreiben, errinert so nett an glorreiche „Fan-Treff“ Zeiten…) sich dann gegen später nur mit Polizei wieder auf den Parkplatz getraut.B)
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Der Tag stand auch im Zeichen der Freundschaft. Der Freundschaft zwischen Hertha BSC Berlin und dem KSC, zwischen den Harlekins 98 und den Phönix Sons 99. Eine schöne Choreo zum 15jährigen Jubiläum der Berliner Brüder würde gezeigt und es ist schön zu sehen, dass diese Freundschaft lebt und immer weiter getragen wird.
Harlekins Berlin, meine Glückwünsche gehen in die Ostkurve der Hauptstadt. Geht weiter euren Weg, bleibt durch, lasst euch nicht verbiegen und geht steil für die Hertha.
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MaD

Einige Spruchbänder muss man nicht kommentieren:

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Hertha BSC Berlin – Hamburger SV 1:0 (24.08.2013)

Pech für den HSV in doppelter Hinsicht an diesem Samstag Nachmittag. Als im heimischen Volksparkstadion die Uhr auf glatte 50 Jahre Bundesligazugehörigkeit zusteuerte musste der Club auswärts antreten und konnte diese Feierstunde nicht zu Hause begehen.
Dann das Pech an diesem Tag auf einen Berliner Torwart zu treffen der sämtliche Großchancen vereitelte und so den Berliner Sieg erst ermöglichte.
Auf Seiten der Hertha gab es über die Ostkurve eine große Choreo mit dem Spruch „Erstklassig seit 1892“ und vielen blauen und weißen Pappen, die den Schriftzug „Hertha“ ergaben. Sehr imposant. (Bilder http://www.hb98.de)
Die Hamburger zeiten ein Transparent mit der Aufschrift „Bundesliga Urgestein“ und hatten viele Fahnen zum Intro im Einsatz.
Zu Beginn der zweiten Häfte zündeten sie noch etwas Pyro, was bei der einsetzenden Dunkelheit ein tolles Bild abgab.
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Stimmlich waren die ca. 6000 HSV-Anhänger nicht zu vernehmen, was am weiten Rund des Olympiastadions gibt. Zudem war die Ostkurve an diesem Tag so unglaublich laut, dass es selbst in einem engeren Stadion schwierig geworden wäre die Gäste zu hören.
Berlin ist heiß auf Liga 1, das merkte man die gesamten 90 Minuten über. Es gab kaum Ruhephasen in Sachen Support. Der Stimmungskern vor den beiden Vorsängern machte mächtig Alarm und die Ostkurve ließ sich nicht lange bitten. Dies lag sicher auch am guten Spiel der Hertha an diesem Tag.
Ramos machte dann knapp 20 Minuten vor Ende der Partie auf Vorlage von Schulz das verdiente 1:0 und ein unglaublicher Jubel brach los. Ab diesem Zeitpunkt feierte die Ostkurve durch bis zum Abpfiff.
Der Saisonstart ist der Hertha gelungen!

Meine Glückwünsche gehen an die Harlekins Berlin für 15 Jahre Ultra!

MaD

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Seeed – Berlin (23.08.2013)

Sommer in Berlin, Seeed in der Wulheide, ein kühles Kindl in der Hand. Ihr werdet mir zustimmen wenn ich behaupte, dass es schlechtere Voraussetzungen für einen gelungenen Abend gibt.
Es war der Abend für den man sich vor einem Jahr die Karten sichern musste. Zuerst als das einzige Seeed Open Air in Berlin angekündigt, war es dann im Endeffekt „nur“ eines von vier. Aber an diesem Freitag Abend waren die Leute am Start, die sich zuerst die Karten gesichert hatten.
Man sollte meinen, dass dieses Gesamtpaket die Band dazu veranlassen würde ein Feuerwerk abzubrennen, etwas ganz besonderes zu bieten. Aber leider weit gefehlt. Es war exakt die selbe Show wie auf der Tour, selbst die Spielzeit blieb bei knapp 1,5 Stunden. Enttäuschend!
Peter Fox begründete es damit, dass in der Wulheide recht früh Schluss sein muss. Korrekt, nur warum nicht einfach früher beginnen? Beispiele dafür dass es geht gibt es genug. Exemplarisch sei nur mal Pearl Jam genannt, die immer weit mehr als zwei Stunden spielen.

Ihr wisst ja wie das mit den Abenden ist von denen man sich viel verspricht und diese Erwartungen dann nicht erfüllt werden….!
Alles in allem war es ok und für alle die Seeed auf dieser Tour zum ersten Mal sahen, war es bestimmt ein genialer Abend. Für mich und meine Begleiter (Grüße an die beiden Harlekins Berlin) war es ok. Seeed spielten alles was man hören will, animierten die Leute zum mitmachen, der „Harlem Shake“ wurde zelebriert und als einer meiner Höhepunkte schwenkten tausende von Leuten ein Kleidungsstück über dem Kopf, was ein tolles Bild abgab.
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„Schwarz zu blau“ gehört mittlerweile zum Standard Repertoire eines Konzertes von Seeed und dies mit Recht. Die Zuschauer sangen laustark und aus voller Kehle mit. Gemeinsam mit „Dickes B“ ist es eben der Song über die Hauptstadt und beide Lieder repräsentieren auch gut die Entwicklung die Seeed bzw. Peter Fox in den letzten Jahren nahmen.
Nicht überraschend war zu sehen wie die Fans vor allem die „alten“ Lieder mächtig abfeierten.
„Release“, „Music Monks“ oder „Ding“ seien hier exemplarisch genannt. Bei den neuen Liedern teilte sich das Publikum ganz klar in die „alles Mitsinger“ und „die alten Songs gefallen mir besser“ Leute. Ich persönlich gehöre zur letztgenannten Gruppe.

Wenn Seeed jetzt noch etwas an ihrer Spielzeit arbeiten, kann man sich auch getrost in den kommenden Jahren auf ihre Konzerte freuen.
MaD

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