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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Danke Markus Kauczinski – im Wildpark bist du immer willkommen!

Am 05.10.2015 tickerte eine kurze Nachricht mit der Überschrift „Cheftrainer Markus Kauczinski hat dem Präsidium des Karlsruher SC mitgeteilt, dass er seinen Vertrag über den 30. Juni 2016 hinaus nicht verlängern wird“ über die Nachrichtenportale.

Einen Tag nach dem Derby gegen den SC Freiburg und dem sehr emotionalen Finale. Jeder sah, dass die Mannschaft lebt und verließ positiv gestimmt den Wildpark.

Nun hat unser Trainer entschieden eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. Ab dem 01.Juli 2016 ist somit beim KSC die Position des Cheftrainers neu zu vergeben.

Es war eine gute Zeit mit Markus Kauczinski. Er übernahm den KSC in einer sehr schwierigen Phase und führte uns von der 3.Liga wieder in die 2.Bundesliga. Vorher fungierte er mehrfach kurzzeitig als Interimscoach, wenn wir gerade mal wieder Bedarf hatten zwischen den ganzen Rapolders und Andersens dieser Welt.

Treu war Markus Kauczinski dem KSC schon sehr lange. In der U17, U19 und auch bei unserer zweiten Mannschaft bewegte er seit 2001 viel und war geschätzt.

Seine ruhige Art trug sicherlich viel dazu bei, dass uns Misserfolge, wie zu Beginn der Drittligasaison, nicht gleich umwarfen. Er stand für Kontinuität und galt als „ehrlicher Arbeiter“, was auch immer uns diese Floskel in Bezug auf einen Fußballlehrer sagen soll. Im Zusammenhang mit seinem Namen, fiel sie sehr oft.

Unser Trainer führte den KSC in sportlich sicheres Fahrwasser. Gab eine klare Spielidee vor und hatte ein Händchen für die Leute welche diese Idee auf dem Feld umsetzen sollten. Der Höhepunkt waren die Relegationsspiele gegen den HSV. Er stellte unsere Mannschaft super ein und sie boten dem Erstligisten sportlich Paroli. Dass Kauczinski nun geht und es selbst als „für beide Seiten sinnvoller“ bezeichnet, hat sicherlich auch mit dem Ausgang dieser Relegation zu tun und mit der sportlichen Entwicklung momentan.

Ob man solch eine Trennung zum Saisonende schon nach dem zehnten Spieltag bekannt geben muss? Auf diese Frage gibt es bestimmt keine zufriedenstellende Antwort. Die Saison wird es zeigen ob es eine gute Entscheidung war damit so früh an die Öffentlichkeit zu gehen.

Ich hoffe sehr, dass wir unseren Erfolgstrainer der letzten Jahre im letzten Heimspiel der Saison würdig verabschieden können. Die Zeit mit ihm war zu gut um nun in einer vorzeitigen Trennung zu enden.

Wer soll ab 01.07.2016 übernehmen? Zeit für Spekulationen ist genug da. Es ist aber auch genug Zeit um wirklich in aller Ruhe zu suchen. Namen der Kaliber Andersen, Rapolder oder Stipic will ich in dem Kontext weder lesen noch hören.

Es muss viel passen und wir wissen aus leidvoller Erfahrung wie es ist, wenn dies nicht der Fall ist. Kauczinski war ein Glücksfall für den KSC. Er war genau der richtige Mann zur richtigen Zeit. So etwas hat man als Verein, aber auch als Trainer nicht oft. Ihm wünsche ich, dass er genau dies als Trainer noch mal erlebt, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Danke Markus Kauczinski für eine unglaublich gute Zeit!

MaD

P.S. Danke Gräfe!

Song der Woche: Boysetsfire – My Life In The Knife Trade

Homepage: http://www.boysetsfire.net/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Boysetsfire

Facebook: https://www.facebook.com/BOYSETSFIREofficial-118834371506603/timeline/

MaD

KSC – SCF 1:1 oder Manzon lässt den Wildpark beben

Das Spiel gegen den SC Freiburg ist keine alltägliche Begegnung. Dies zeigte schon die Zahl der Zuschauer (knapp 26.000) und das Medieninteresse in den Tagen davor.

Es ist ein Derby. Eines gegen den einstmals kleinen Nachbarn aus Südbaden, welcher sich in den letzten Jahren aber meist als überlegen zeigte in Sachen Ligazugehörigkeit. Aber zumindest bei mir kommt nicht dieselbe Derby-Stimmung auf, als wenn es gegen den VFB, den FCK oder den Waldhof geht.

Nun ist der SCF wieder mal in Liga zwei zu Gast und spielt dort erwartungsgemäß (Christian Streich sieht dies bestimmt anders) oben mit. Freiburg kam als Tabellenführer in den Wildpark.

Unsere Elf hatte sich in Heidenheim in letzter Sekunde belohnt und konnte heute an Kampf und Leidenschaft des letzten Spiels anknüpfen. Prömel und Peitz bekämpften im Mittelfeld sehr erfolgreich die spielstarken Freiburger. Hinten hielten Mauersberger, der wieder absolut der Alte ist, und Gulde dicht. Vollath stand heute für den am Meniskus verletzten Orle im Tor.

Freiburg zündete etwas Rauch und Fackeln zu Beginn und versuchte sich akustisch über 90 Minuten zu messen. Wenn es bei uns still wurde, waren sie auch tatsächlich zu hören. Zum guten Glück wurde es auf der Gegengerade nur selten still. Unsere Mannschaft gab auch durch ihre leidenschaftliche Spielweise keinen Anlass dazu. Dies spornte eher an noch lauter zu singen.

Eine sehr lustige Begebenheit spielte sich Mitte der ersten Hälfte ab. Nach „Steht auf für den KSC“ kam noch „Wer nicht hüpft der ist Freiburger“. Fast alle Zuschauer hatten sich schon wieder gesetzt. Nur die von der Szene eingeladenen Flüchtlinge in der A-Kurve nicht und so hüpften sie dort mit ihren Supporters-Schals zwischen all den anderen (sitzenden) Leuten munter drauf los. Und ja, Freiburger seid ihr wirklich nicht. Großartig!

Zurück zum Spiel. Freiburg hatte keine Torchance, der KSC dagegen mehrere gute Möglichkeiten. Peitz per Kopf, Hoffer im Nachschuss, Aufsetzer Nazarov. Freiburgs Keeper war in all diesen Situationen stark.

Überwiegend spielte sich alles im Mittelfeld ab und dort war der KSC einfach präsenter.

Dann gab es in der 89.Minute den dümmsten Eckball der letzten 10 Jahre gegen uns (Mauersberger köpfte vollkommen unbedrängt den Ball ins Aus) und Petersen köpfte zum 0:1 ins Tor. In eigentlich unmöglicher Körperhaltung und auch noch mit dem Kopf vom Tor wegschauend. Wie kann man sich nur so den Hals verrenken?!

Jetzt sah man auch wie viele Freiburger sich im Stadion befanden.

Auf unserer Seite schauten sich alle fassungslos an. So viel Pech kann man doch nicht haben.

Ich überlegte kurz ob ich nicht einfach gehen sollte. Der Frust saß tief.

Unsere Mannschaft nahm mir die Entscheidung ab. Sie rannten nach vorne, kämpften um jeden Ball und als Torres seine zweite Flanke schlug war klar was passiert. Im Fünfmeterraum standen zwei Speler in Blau-Weiß bereit. Vadim Manzon köpfte das Leder zum 1:1 ins Tor. Auf der Gegengerade gab es kein Halten mehr. Unbeschreiblicher Jubel bei allen die den KSC lieben.

Unser Team hat sich wieder in letzter Sekunde belohnt. An den Gedanken, dass wir ein Verein mit Comeback Qualität werden, muss ich mich erst gewöhnen.

MaD

 P.S. Nach dem Spiel ging es für mich noch in die Alte Hackerei zum Label-Fest von Backbite Records. Der Hunger wurde mit nem leckeren veganen Blumenkohl-Kartoffel Curry und Zimtschnecken gestillt. Dazu gabs gute Hardcore Mucke zum runterkommen nach dem nervenaufreibenden Spiel.

Zeit für ein Derby in Baden

So kurz vor dem Derby war der Punktgewinn in Heidenheim enorm wichtig. Endlich mal wieder Glück gehabt und auch belohnt worden. Die Mannschaft hat gekämpft und kam nach dem 0:1 zurück. Wie sich die Jungs gefreut haben nach dem Sahne-Freistoß von Valentini macht Lust auf mehr.

Was wollen wir sehen am Sonntag gegen den Favoriten aus dem Breisgau? Kampf und Leidenschaft natürlich! Wenn die Einstellung stimmt und die Jungs alles geben, dann können wir immer erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen, egal wie das Ergebnis am Ende ausfällt.

Alles für Blau-Weiß geben am Sonntag, dann sehen wir ein packendes Derby!

Hier geht’s zum Video aus Heidenheim:

Forza KSC

MaD

Song der Woche: Youth Brigade: I Hate My Life (Live @ Riot Fest)

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Brigade

MaD

KSC – Fortuna Düsseldorf 1:1 (22.09.2015)

Nach dem Schlusspfiff waren auf Karlsruher Seite alle zufrieden. Nicht unbedingt nur wegen des Endergebnisses. Es war die Leistung der Mannschaft, der Kampf und die Leidenschaft. Sie kam zurück ins Spiel trotz des unglücklichen Treffers zum 0:1 (fliegt uns doch da ne 30m Freistoßflanke durch Demirbay ins lanke Eck – unglaubliches Pech!) und hatte über die gesamten 90 Minuten die besseren Torchancen. Erwin Hoffer muss drei Buden machen, dass er dann den Ausgleich erzielte ist eine schöne Sache.

Vor dem Spiel unterhielt ich mich am Clubhaus mit zwei Düsseldorfern. Beide hätten Hoffer gerne behalten. Warum? Nicht weil er wie am Fließband trifft, sondern weil er immer kämpft und vollen Einsatz bringt.

Genau deswegen bin ich froh, dass er nun bei uns spielt.

Mauersberger und Prömel waren für mich unsere Besten. Mit Prömel kann es was werden auf der 6er Position.

Mit Barry brauchen wir wohl noch Geduld. Talent ist unzweifelhaft vorhanden. Mal sehen ob er die nötige Einstellung mitbringt um ein richtig guter Spieler zu werden. Frisur und Facebook scheinen momentan wichtiger zu sein. Es würde mich freuen, wenn er sich bei uns weiterentwickelt und ein richtig guter Fußballer wird. Wir können dies ja gemeinsam beobachten liebe Leser.

Die für Auswärtsfans katastrophale Anstosszeit brachte es leider mit sich, dass aus Düsseldorf nur ca. 500 Leute am Start waren. Selbst für Heimfans ist 17.30 Uhr eine schlechte Uhrzeit. Es sind ja nicht alle arbeitslos. Fußball lebt von seinen Fans im Stadion und den Emotionen, nicht vom TV Zuschauer.

MaD

Song der Woche: Terrorgruppe – Tresenlied

Homepage: http://www.terrorgruppe.com/index.html

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorgruppe

MaD

Kreislauf oder Rücken

Sehe ich mir meinen KSC in diesen Tagen an, bekomme ich wahlweise Kreislauf oder Rücken. Ein mir bekannter Sozialarbeiter des Fanprojektes auch schon mal Atem oder Augen.

Ihr könnt es euch aussuchen, alle vier Optionen sind Spieltag für Spieltag möglich und es besteht die Gefahr, dass hier etwas chronisch wird.

Woran liegt es?

Ich habe schlicht keine Ahnung! (Die üblichen Erklärungsversuche von wegen Relegationstrauma, zu wenig Vorbereitung etc. will ich hier mal nicht anführen.)

Was ich aber gewiss sagen kann ist, dass hier gute Jungs auf dem Platz stehen. Sie haben alle unsere Unterstützung während der 90 Minuten verdient und im nächsten Heimspiel sollten wir sie spüren lassen, dass wir hinter ihnen stehen. Nur gemeinsam ist die Wende möglich.

Pfiffe während des Spiels oder wenn es in die Halbzeit geht, bringen niemanden weiter.

Eine Struktur der Mannschaft und ein Spielsystem kann ich bisher nicht erkennen. Hier ist unser Trainerteam gefordert. Da wird Woche für Woche fast alles komplett über den Haufen geworfen, keiner hat eine Stammplatzgarantie und schon gar keine was seine Position auf dem Feld angeht. Habe nicht das Gefühl, dass Markus Kauczinski momentan wirklich eine Antwort auf die Probleme hat. Er probiert eben aus und versucht nach Außen die Ruhe zu bewahren.

Der Umgang mit Jan Mauersberger war natürlich auch kein Ruhmesblatt. Nun brauchen wir ihn und er ist auch da und hat immer gezeigt, dass er gerne für den KSC spielt und sich noch dazu vorbildlich verhalten. Wenn man aber über Wochen jemanden öffentlich bittet sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen ist dann eben doch die Frage erlaubt, ob dies der Leistung des Spielers zuträglich ist. Wie will man ihm jetzt glaubhaft vermitteln, dass man ihn braucht, auf ihn zählt und ihm vertraut? (Transfers gehören zum Geschäft, jemanden aber so ins Schaufenster zu stellen nicht, aus meiner Sicht.)

Mit Hennings und Yabo gingen zwei ganz wichtige Spieler, die sicherlich auch viel intern beeinflusst haben und in der Hierarchie weit oben standen. Vor allem Yabo konnte nicht mal ansatzweise ersetzt werden im Mittelfeld. Seine Art zu spielen gab uns über weiter Strecken der letzten beiden Jahren Sicherheit und machte uns gefährlich.

Der Vergleich mit Mönchengladbach, die Kruse und Kramer nicht ersetzen konnten, ist durchaus angebracht.

Es sind ja nicht mal die Niederlagen an sich, die so weh tun. Es ist die Art und Weise. Wir bekommen Tore, wie gestern in Paderborn, die wir letzte Saison nicht bekommen haben. Tapsen dabei in der Abwehr umher wie Pinguine beim Landgang.

Offensiv geht zweimal nichts. Es wird kaum aufs Tor geschossen und spielerisch sind wir nicht in der Lage Torchancen zu kreieren. Hier hätte auch Rouwen Hennings Probleme ein Tor zu erzielen.

Was ist los mit euch? Torres, Yamada, Gulde, Valentini, Meffert, Peitz, Orlishausen, Gordon!? An was fehlt es, was ist zu ändern? Ihr seid bisher Stützen des Teams gewesen. Erklärt es uns doch mal oder noch besser kämpft und rennt gegen Düsseldorf als wäre es das größte Endspiel eurer Karriere.

Dimitri Nazarov, du kannst kicken wie kaum ein Zweiter in unserer Mannschaft. Gegen den HSV warst du sensationell gut. Was hindert dich? Warum will so gar nichts gelingen?

Letzte Saison haben wir bestimmt auch etwas über unsere Verhältnisse gespielt und davon profitiert, dass z.B. Kaiserslautern am Ende eingegangen ist. Nun spielen wir aber weit unter unseren Möglichkeiten.

0:6, 0:3 und nun 0:2 gegen biedere Paderborner, dies ist nicht akzeptabel und egal wo genau die Probleme zu suchen sind, hier ist die Mannschaft gefordert.

Fußball ist eben auch ein krasser Scheiß. Alles kann sich so schnell drehen und was gerade noch gut war ist morgen schlecht. Hat man einen Lauf gelingt alles (siehe Hennings letzte Saison), steckt man unten drin geht so ziemlich alles daneben.

Jungs, gemeinsam kommen wir da raus. Die Gegengerade steht hinter euch, auch wenn man sich mal die Meinung nach so einem Spiel wie gestern sagen muss. Lasst euch nicht von Pfiffen konfus machen, ihr seid gute Fußballer.

An die Verantwortlichen in meinem Verein gewandt möchte ich noch etwas los werden: Ihr habt einer Zeitung, die für widerwärtigen Journalismus steht, gestern eine Plattform geboten. Schämt euch!

Forza KSC!

MaD

P.S. Danke Herr Gräfe!

#BILDnotwelcome

Wir helfen! Dies hört sich grundsätzlich gut an und ist in diesen Zeiten mehr als angebracht.

Überall engagieren sich Ehrenamtliche zum Wohle der Flüchtlinge. Tausende, die nie namentlich genannt werden. Vereine spenden, Freundeskreise tun sich zusammen um vor Ort tätig zu werden, Schülerinnen und Schüler starten Initiativen, Fußballfans organisieren Hilfe in ihren Städten. Ganz Deutschland ist auf den Beinen um sich einzubringen.

Nun kommt eine Boulevard Zeitung, die seit Monaten und Jahren mit Überschriften wie „Die Wahrheit über kriminelle Ausländer“, „Faule Griechen“ oder „Die bittere Wahrheit über Ausländer und Hartz4“ aufwartet und startet eine „Hilfsaktion“. Welche Heuchelei! Seit Jahren ist die BILD-Zeitung als Brandstifter unterwegs und hetzt auf der Titelseite gegen Minderheiten und alles was ihr gerade so vor die Flinte kommt bzw. vermeintlich Verkaufszahlen bringt.

Diese Verkaufszahlen sind seit einiger Zeit rückläufig und so dachte man sich in der Chefetage wohl, dass es förderlich sei sich der momentan herrschenden Willkommenskultur anzuschließen und eine Hilfskampagne startet. Mal nicht hetzen und Vorurteile schüren, sondern versuchen mit dem Thema „Flüchtlinge“ sein Image aufzupolieren. Wie scheinheilig dies doch ist.

Wer ist dazu besser geeignet als der Fußball. Beste Quoten sind garantiert, wenn an diesem Wochenende wieder der Ball rollt und die BILD positiv in aller Munde ist.

Nur benötigt niemand die BILD um zu helfen. Niemand braucht es, dass das Logo dieser Zeitung auf den Trikots der Spieler zu sehen ist. Wenn die BILD hätte einfach so helfen wollen, hätte sie dies können. Ohne große Marketingkampagne, selbstlos und im Hintergrund, wäre dies problemlos möglich gewesen.

Die Vereine der 1. und 2. Bundesliga können selbst helfen und tun dies verschiedentlich auch schon. Sie sind nicht auf BILD angewiesen.

Als der FC St.Pauli als erster Verein sich der BILD verweigerte verglich deren Chef Kai Diekmann sie mit der AFD und twitterte, dass auf St.Pauli Flüchtlinge nicht willkommen seien. Wie ätzend und wissentlich falsch! Leider zeigt diese Reaktion deutlich woher hier der Wind weht. Es geht nicht um eine selbstlose Hilfsaktion, sondern ist eine groß angelegte Marketing-Kampagne.

Soziales Engagement ist kein Hype und keine Marketing-Kampagne. (Zitat: Ultra1894)

Mehrere Vereine (u.a. VFL Bochum, Union Berlin, SC Freiburg…..) haben sich dem FC St.Pauli angeschlossen und verweigern der BILD die Gefolgschaft. Die Fanszenen im Land positionieren sich auch und machen dies mit offenen Briefen und Statements deutlich! #BILDnotwelcome wurde auf Twitter in den letzten Tagen zu einem der populärsten Hashtag.

Mein Verein, der Karlsruher SC, schließt sich leider nicht den o.g. Vereinen an und wird das Logo der BILD auf dem Trikot tragen. Um es mit Jens Todt zu sagen: „Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte“ (Zitat unseres Managers zur verlorenen Relegation).

Wieder eine Chance vertan um sich positiv zu positionieren. Schade KSC!

Die aktive Fanszene des KSC zeigt klar Flagge und machte dies heute auch in einem offenen Brief an den Verein deutlich:

http://ultra1894.de/offener-brief-an-das-praesidium-des-karlsruher-sport-Clubs/

Lesenswert ist auch was 11Freunde zur Aktion der BILD schreibt schreibt:

http://www.11freunde.de/artikel/die-dfl-die-bild-und-die-fluechtlinge

http://www.11freunde.de/interview/warum-fast-alle-bundesligisten-werbung-fuer-bild-machen

MaD

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