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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Fußball

Danke: Selcuk Alibaz

Nach Koen van der Biezen verlässt ein weiterer Aufstiegsheld unseren KSC. Selcuk Alibaz hat seinen Vertrag aufgelöst und wird künftig im Erzgebirge nach Punkten graben.
Auch er war 2 1/2 Jahre bei uns unter Vertrag. Von Regensburg gekommen, entschied er sich damals gegen die 2.Liga mit den Bayern um bei uns Teil dieser tollen Mannschaft in der 3.Liga zu werden.
Im Mittelfeld bildete er mit Hakan ein geniales Duo und erfreute uns mit seiner guten Technik und gefährlichen Freistößen. Das Freistoßtor im DFB-Pokal gegen den HSV bleibt für immer unvergessen.
Dem Aufstiegsjahr folgte dann ein ganz gutes in der 2.Bundesliga. Leider hatten wir sehr oft das Gefühl, das Selcuk eigentlich mehr zeigen kann und es aus mir unbekannten Gründen nicht tat. Zu selten blitzte diese Genialität auf, die er ohne Zweifel zu bieten hat. Er ist einer, der an guten Tagen immer den Unterschied ausmachen kann.
Diese Runde blieb er zu oft hinter den Erwartungen zurück. Dann kam erschwerend hinzu, dass sich mit Nazarov ein Neuzugang in die Stammformation spielte und immer weniger Einsatzzeiten für Alibaz raussprangen.
Als im DFB-Pokalspiel beim Viertligisten Offenbach in eine vogelwild und grottenschlecht agierende Mannschaft eingewechselt wurde und auch da noch abfiel war es irgendwie vorbei. Danach war er an einigen Spieltagen nicht mal mehr im Kader.
Egal wie es am Ende lief. Selcuk Alibaz, du bleibst für immer einer der Protagonisten des Aufstiegs aus der 3.Liga und damit unvergessen und immer im Herzen der KSC-Fans fest verankert.
Ich wünsche dir alles Gute in Aue!

MaD

Dieses Ereignis wird immer mit dir verbunden sein:

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Danke: Koen van der Biezen

Fußball ist Tagesgeschäft. Dies musste dieser Tage nun auch unser Mittelstürmer Koen van der Biezen erfahren. Nach 2 1/2 Jahren löste der KSC den Vertrag mit ihm auf.
Sein Weg wird ihn, so sagen es Gerüchte, zu Arminia Bielefeld führen. Der Tabellenführer der 3.Liga sucht dringend einen erfahrenen Stürmer als Nummer 2 hinter Fabian Klos.
Koen war über 2 Jahre eine feste Größe unserer Mannschaft. Vor allem in der 3.Liga schoß er sich mit seinen 15 Toren in unsere Herzen. Ein Mittelstürmer alter Prägung, der vorne den Ball halten konnte, geschickt seinen wuchtigen Körper einsetzte und mit nur einem Ballkontakt zum Torerfolg kam. Im 1:1 gegen den Torwart war er fast immer erfolgreich.
Nach dem Aufstieg in die 2.Bundesliga wurden seine Einsatzzeiten zwar etwas weniger, was auch mit der Systemumstellung auf einen Stürmer im Laufe der Saison zu tun hatte, aber er präsentierte sich weiterhin treffsicher. Acht Tore und zwei Vorlagen standen für vergangene Saison zu Buche.
Mit der Verpflichtung von Yamada und dem festhalten am System mit einem Stürmer wurde diese Saison die Luft für Koen leider dünner. Hinter dem sehr starken Rouwen Hennings und Iljan Miczanski war er nur die Nummer drei.
Kein Spiel von Beginn an machte er für den KSC. Van der Biezen tat sich immer schwer nach seinen Einwechslungen. Dies ist offensichtlich auch nicht sein Ding. Er muss von Anfang an spielen und das Vertrauen des Trainers genießen, selbst wenn es mal nicht läuft. Es reichte einfach nicht mehr für Koen um in die Stammelf zu kommen. Zu spielstark präsentiert sich der KSC momentan und Rouwen Hennings ist unumstritten und zurecht unser Stürmer Nummer Eins.
Ich hoffe für ihn, dass er bei seinem nächsten Verein wieder durchstartet und sich treffsicher wie in den ersten beiden Spielzeiten bei uns präsentiert.

Koen van der Biezen, ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute! Deine Nummer 28 stand immer für vollen Einsatz – Danke!

MaD

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KSC – FSV Frankfurt oder Seepferdchen im Wildpark

Bei strömendem Regen war der FSV Frankfurt am 19.12.2014 zu Gast im Wildpark. Die 57 Gästefans und unsere beiden Jungs auf dem Zaun machten an diesem Abend ihr Seepferdchen. Mindestens bis auf die Knochen waren alle nass.
In der A-Kurve verloren sich noch eine handvoll Leute im Regen, im A1 und A4 drängten man unters Dach.
Die Party zum Jahresabschluss nahm auf dem Rasen ihren Lauf. So überlegen wie der KSC den FSV herspielte, das war schon eine Demonstration. Wir spielten wunderbar Fußball und die Abschlussquote stimmte auch.
Rouwen Hennings nagelte den Ball per Fernschuß zum 1:0 ins gegnerische Tor und Reinhold Yabo erhöhte wenig später auf 2:0.
In unserem Block nahm die Party auch Fahrt auf. Solch eine Feierstimmung war schon lange nicht mehr. Ausgelassen tobte alles durch die Gegend, es wurde laut supportet und überall strahlten die Gesichter. Manchen merkte man auch schon an, dass an diesem Abend noch steil gegangen werden sollte. Schließlich gabs im Fanprojekt noch eine Jahresabschlussparty, andere gingen auch noch auf Kneipentour durch die Stadt.
Vielleicht waren die ChiKAs neben mir gar nicht betrunken, vielleicht waren sie ja Manuel Neuer?!
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Hennings klaute dem Frankfurter Torwart Klandt kurz nach der Pause elegant den Ball und schob lässig zum 3:0 ein. Solch ein Tor sieht man auch nicht alle Tage und die Feierei steuerte unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen.
Nazarov per Elfmeter zum 4:0 und nun stimmte der Wildpark tausendfach in unser „Europapokal-Lied“ ein. In mehreren Intervallen und mit immenser Laustärke wurde mit diesem Lied unsere Mannschaft für ein tolles Fußballjahr 2014 gefeiert.
Sie fingen sich noch das 4:1, was einige erst nach dem Abpfiff mitbekamen, so vertieft war man im Singen dieses sensationellen Liedes.
Alle die damals schon dabei waren hatten bestimmt wieder die Bilder dieser Schlachten vor Augen. Mir ging es jedenfalls so.
Der KSC ließ sich nicht lumpen. Erst taten die Spieler so als ob sie nur kurz zum winken kommen würden, erste ungläubige Pfiffe ertönten schon. Dann drehten sie um und machten kollektiv den „Diver“ um danach mit der Gegengerade zu feiern!
Im Clubhaus angekommen traute ich meinen Ohren nicht. Siegestrunken und glücklich sangen alle „Oh wie ist das schön“. Ja, so etwas hat man auch im Clubhaus des KSC „lange nicht gesehen“.

Danke an unsere Mannschaft für ein (fast) perfektes Fußballjahr 2014!

MaD

Union Berlin – KSC 2:0 (Alte Försterei, 16.12.2014)

Zum bestmöglichen Termin startete die Rückrunde der 2.Bundesliga. An einem Dienstag Abend trat der KSC bei Union Berlin an. Kann man schon mal machen so einen Trip, falls der Chef Urlaub gewährt oder man die Unterschrift der Eltern gut nachahmen kann.
Trotz allem fanden sich viele Karlsruher in Köpenick ein. Zusammen mit unseren Freunden von der Hertha waren wir knapp 1000 Unterstützer der Mannschaft von Markus Kauczinski.
Am Einlass dauerte es ewig und einige schafften es nicht pünktlich zum Anpfiff ins Stadion, obwohl sie schon 30 Minuten vor Beginn da waren. Bis man abgefummelt wurde war man fast am Boden fest gewachsen und zu allem Überfluss durfte ich noch meine Umhängetasche nicht mit ins Stadion nehmen. Also Fotoapparat, Handy, Bonbons und Schlüssel rausgenommen und eine komplett leere Tasche zur Verwahrung gegeben. Macht natürlich Sinn Union!
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Nach 70 Sekunden war das Spiel leider schon gelaufen. Jan Mauersberger rutschte als letzter Mann bei einem Rückpass auf ihn aus. Die Unioner schalteten schnell und es stand 1:0. Die Alte Försterei jubelte. Es war bis zum 2:0 das letzte Mal, dass man die Unioner hörte.
Still stand die voll besetzte Gegengerade da und schaute sich das Spiel an. Hinterm Tor hampelten 100 Leute rum, aber ausser diesem harten Kern in der Blockmitte tat sich so gut wie nichts.
Auch hier (leider) zu sehen wie etwas medial zum Kult aufgebauscht wird und in Wirklichkeit wird es in Sachen Stimmung immer schlechter bei Union. Parallelen zum FC St.Pauli drängen sich förmlich auf.
Hauptsache die ganzen zugezogenen Hipster mit ihren Jute-Taschen gehen zu Union und fühlen sich kultig.

Union lief die frühe Führung natürlich rein. Sie verteidigten geschickt und unserem KSC fehlten die Ideen. Rouwen Hennings hatte das 1:1 auf dem Fuß, aber das rechte Bein wollte nicht so wie er wollte und so sah das ganze etwas nach Slapstick aus. Schade, so wären wir mit einem 1:1 in die Pause und dann hätte das Spiel noch mal von vorne starten können.
Wir gaben auf den Rängen gleich Gas nach der Halbzeit und der KSC ebenso. Gute 15 Minuten drängten wir die Berliner richtig schön hinten rein, aber so wirklich zwingend waren wir nicht. Der berühmte letzte Pass kam nie an.
Billig ließen wir uns dann auskontern und per Kopf erzielte Union das 2:0. Da war sie dann wieder die Alte Försterei, aus dem Schlaf erwacht. Ich bin fast erschrocken, hatte ich doch fast vergessen, dass hier ganz gut besucht war. Die können ja auch Lärm machen und nicht nur Weihnachtslieder trällern.
Als vor dem Spiel ein älterer Unioner in der Bahn was von „14 Spiele nicht mehr zu Null gespielt“ faselte, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Der KSC ist ja immer gerne gesehen, wenn es darum geht solche Serien zu brechen. Mit einem Heimsieg gegen den FSV Frankfurt konnte man das Fußballjahr 2014 trotz dieser Niederlage noch sehr erfolgreich ausklingen lassen.

Was den Abmarsch unseres Blocks vom Stadion betrifft gibts im Netz genügend Material zum nachlesen.

U.N.V.S.U.!!!!

MaD

Karlsruher SC – Wismut Aue 1:0 (12.000 Zuschauer; 23.11.2014)

Es darf wieder getanzt werden im Wildpark. Endlich der zweite Heimsieg der Saison und dieser war hochverdient. Der KSC zeigte alle seine Stärken und Schwächen in einem Spiel. Die Stärken liegen in der sehr kompakt stehenden Defensive, dem strukturierten Spielaufbau über Yabo und unermüdlichem Kampf und Einsatz, gepaart mit spielersicher Stärke eines Yamada, Torres, Yabo und auch Meffert und Hennings. Valentini stabilisert sich immer mehr auf der rechten Seite, welche wieder zur Waffe wird, da Torres offensiv seinen Gegnern regelmässig davon läuft.
Womit wir auch schon bei den Schwächen wären. Wir erzielen zu wenig Tore aus unserer Überlegenheit. Torres flankte unzähliche Male in den Strafraum und nie wurde es so richtig gefährlich. der überragende Auer Keeper Männel pflückte den Ball einfach herunter.
Auch gegen Hennings (2x) und Micanski reagierte er sensationell und bewahrte die Gäste vor einer höheren Niederlage.
Hätten wir den Elfemter nicht zugesprochen bekommen, wir wären wahrscheinlich mit einem torlosen Remis aus der Partie gegangen. Dies wäre zwar unfassbar gewesen, gemessen an Tormöglichkeiten, Eckbällen und Spielanteilen, aber zeigt eben auch wo es Bedarf gibt sich zu verbessern.
Nazarov verwandelte in der 74.Minute ins linke untere Ecke. Männel ahnte sie zwar, aber da fehlen ihm einfach ein paar Zentimer Körpergröße.
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Eigentlich hatte sich Micanski den Ball schon geschnappt und wollte den Straßstoß treten. Wie ein kleines Kind wehrte er sich gegen seine Mannschaftskameraden, die ihm diesen abnehmen wollten. Es mussten erst Gordon und Yabo kommen, damit er den Ball abgab. Nazarov rechtfertigte das Vertrauen und verwandelte.
Micanski muss gar nicht beleidigt sein. Wenn man solche Chancen wie seine beim Eins:Eins Duell gegen Männel nicht macht, dann schießt man auch keine Elfmeter. Etwas mehr Mannschaftsgeist wünsche ich mir hier. Er soll sich lieber darauf konzentrieren regelmässig zu treffen.
Im Wildpark war ne tolle Stimmung. Das Publikum honorierte den engagierten Auftritt des KSC, wenn man auch lange auf das Tor warten musste. Unermüdlich spielten die Blau-Weißen nach vorne. Aue änderte nach 30 Minuten die Taktik und spielte defensiver, was uns noch mehr Räume gab, die wir leider nicht zu nutzen wussten.
Am Ende steht ein verdienter Sieg und der KSC ist auf gutem Wege sich im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren.Wichtig ist, dass nach unten nichts anbrennt und dies scheint momentan auch so zu sein.
Wir werden die erste Mannschaft, welche in Darmstadt gewinnt am Freitag und gegen Braunschweig steigt dann das Spitzenspiel im Wildpark in 14 Tagen. Ich bin da optimistisch!

Euer Mad

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Pforzheim – Sandhausen II 2:0 (22.11.2014 Verbandsliga Nordbaden)

Der Spielplan sah zum Ende der Hinrunde das Spitzenspiel vor. Erster gegen Zweiter. Es ging um die Herbstmeisterschaft. Nach durchwachsenen Spieltagen mit Niederlagen begegneten sich nun beide Teams auf dem Pforzheimer Holzhof. Der Tabellenführer aus Sandhausen hatte die Chance den „Club“ aus Pforzheim auf Distanz zu halten.
Dass daraus nichts wurde lag an beiden Spielern mit den Namen Salz auf Seiten der Gastgeber. Schon nach drei Minuten schoß der Stürmer Salz das 1:0. Eine mustergültige Kontersituation schloß er im 16er ab. Tardelli im Mittelfeld eroberte nicht nur in dieser Situation den Ball, er war auch ansonsten der Spieler mit den meisten Ballkontakten.
Nach dem Tor entwickelte sich eine zerfahrene Partie auf sehr schwer bespielbarem Boden. Die sicherlich 1000 Zuschauer (zahlende und nicht zahlende mal zusammen addiert) sahen knapp 30 Minuten keine Torszene bis aus dem berühmten Nichts wiederum Salz zum 2:0 traf. Dieses mal per Kopf und irgendwie fragte sich jeder woher kam eigentlich der Ball und wo war die Abwehr der Hardtwälder?
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Nach der Pause durfte sich dann der Pforzheimer Torhüter Salz auszeichnen. Er entschärfte einen satten Schuß knapp zur Ecke und hielt bravourös bei einer klassischen Eins gegen Eins Situation mit einem Reflex. Glück hatte er bei einer Flanke der Gäste, welche zum Torschuß mutierte und nur knapp am langen Eck vorbei ging. Ebenso traf Sandhausen die Latte. In dieser Phase hatte der „Club“ wirklich viel Glück.
Die eigenen Kontersituationen wurden leider nicht konsequent zu Ende gespielt und so war man sich erst ganz kurz vor Schluß sicher, dass der Sieg dem Tabellenzweiten gehörte, der damit den Spitzenreiter ablöste und die Herbstmeisterschaft feiern kann.

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Bin gespannt wohin es im Pforzheimer Fußball in den kommenden Wochen geht. Ob Spieler der Kickers Pforzheim zum „Club“ wechseln und ob dieser dann den direkten Aufstieg in die Oberliga schafft.
Das Projekt Kickers Pforzheim scheint gescheitert, leider wurde dafür der Traditionsverein Germania Brötzingen geopfert. Wenn es eventuell unterklassig weitergeht lasse ich mich überraschen ob die vielen vergraulten Mitglieder zurück finden und sich wieder engagieren.
Eine Fusion zwischen den beiden Fusionsvereinen scheint ja vom Tisch zu sein und macht aus heutiger Sicht für den „Club“ auch gar keinen Sinn mehr.
Werde es auch aufmerksam verfolgen welcher Verein in der Region noch das Trainerduo Herzog/Bullert verpflichten wird. An beiden Großprojekten des Pforzheimer Fußballs maßgeblich beteiligt und beide Male grandios gescheitert. Immer ein Abgang durch die Hintertür, immer mit „Gschmäckle“ und immer unsympathisch.

MaD

P.S. Herzliche Grüße an Pepe Edwardson! Schön wars mal wieder!

European Qualifiers: Deutschland – Gibraltar 4:0 (14.11.2014, Nürnberg)

Ein schöner Tag in Franken hätte die Überschrift auch lauten können, denn er bot bestes Reisewetter, leckeres Essen, viele nette Gespräche, Sightseeing, eine neue Band und ach ja Fußball.
Mit dem Ox-Fanzine auf dem Schoß und Musik im Ohr vertrieb ich mir die Zeit im Intercity bis nach Nürnberg. Was hängen bleiben wird von diesem Tag ist meine neue Bandentdeckung. Die „Cosmic Psychos“ aus Australien. Für Freunde des Garage Punk´n´Roll einfach Pflicht mal reinzuhören. Nach dem interessanten Interview mit der Band, welches ich im Ox las, musste ich mir via Youtube gleich mal einige Lieder anhören und ich war begeistert. Da wummerte ein 2-Saiter von Bass in bestem Fuzz-Style und krakelte eine derbe Stimme aus meinem Handy – hervorragend!
Nürnberg bei bestem Sonnenschein erreicht, ging es im Auftrag der Geschichte zum Reichsparteitagsgelände. Schon oft bin ich in Nürnberg gewesen, aber ich hatte mir noch nie das Zeppelinfeld angesehen, geschweige denn war ich im Doku-Zentrum. Ein historischer Ort Deutscher Geschichte. Hielt doch die NSDAP auf diesem Gelände von 1933 bis 1938 Reichsparteitage ab.
An diesem Freitag übten Skater waghalsige Manöver auf den Stufen der Tribüne und filmten diese. Mit einem Lächeln konnte ich mir dies ansehen, ist es doch um so viel besser als alles was diese Tribüne bisher gesehen hat.
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Das Stadion liegt in Sichtweite und so konnte ich problemlos hinüber wechseln um das Spiel unserer Nationalmannschaft gegen Gibraltar zu verfolgen.
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Wen interessiert schon die genaue Einwohnerzahl des Felsens oder die Platzierung in der Fifa-Weltrangliste?! Ja, alle Einwohner Gibraltars hätten an diesem Abend locker Platz im Frankenstadion gefunden und es wären immer noch viele Plätze frei geblieben. Und ja, es sind Amateure und sie üben zum großen Teil „normale“ Berufe aus.
Im Vorfeld war es ja nicht mehr auszuhalten welche Geschichten über die Spieler und die Insel da ausgegraben wurden. Das sind keine Exoten, dies sind stink normale Jungs, die gerne kicken. Vielleicht sind dann doch eher unsere Millionäre die Exoten?!
Bei Exoten handelt es sich qua Definition um „fremd anmutende oder außergewöhnliche Menschen“. Unsere Jungs sind außergewöhnlich gute Fußballer, sie sind Weltmeister. Mir muten sie manchmal fremd an mit ihren Millionen, ihren Models, ihrem Lebenstil.
Die Jungs von Gibraltar sind wie du und ich, ganz normal, alles nur keine Exoten.
Wie dem auch sei, unsere Exoten gewannen gegen die Jungs vom Felsen mit 4:0 und keiner war zufrieden, ausser die vermeintlichen Verlierer. „Unser Matchplan“ ist voll aufgegangen hieß es da hinterher. Jogi Löw, der Trainer der Sieger, war bedient – irgendwie exotisch so etwas.

Für euch in Nürnberg war
MaD

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Zwei Abende im Oktober mit dem KSC

Zwei Abende im Oktober zum Vergessen. Es hätte eine der besten Wochen des Jahres für und mit dem KSC werden können. Nach dem tollen 4:0 Auswärtssieg beim FC St.Pauli stand Dienstag das Spiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten Kickers Offenbach an.
Drei Tage später ein Heimspiel in der Liga gegen den SV Sandhausen.
Ein Sieg auf dem Bieberer Berg würde die nächste Runde im DFB-Pokal bedeuten und damit eine sichere Einnahme von mind. 500.000 Euro. Dazu Reputation und Werbung für unseren Sport-Club.
Nachlegen in der Liga dann gegen den SVS und die Stimmung rund um unseren Verein wäre bombig.
Hätte alles so schön sein können.
Fußball ist aber leider meist mehr von unerfüllten Hoffnungen geprägt und so blamierten wir uns nach besten Kräften im DFB-Pokal auf dem Bieberer Berg.
Keine Torchance in der zweiten Halbzeit, kein Spielaufbau, kein Kampf, keine Emotionen auf dem Platz. Yabo fehlte an allen Ecken und Enden.
2500 mitgereiste Karlsruher trauten ihren Augen nicht. Das Spiel des Jahres in finanzieller Hinsicht wurde abgeschenkt. Im ganzen weiteren Saisonverlauf ist es unmöglich so viel Geld für unseren klammen Verein herein zu holen, egal wie gut man spielt. Bitter!
Gleichzeitig stellt man sich als jemand hinterm Zaun dann doch die Frage ob unser Trainer die Mannschaft hierfür richtig eingestellt hat oder ob er auch dachte, dass dieser Sieg lässig mitgenommen wird? Als Varnhagen in der Startelf auftauchte und nicht Meffert, drängte sich dieser Verdacht fast auf. In Liga 3 noch eine Stütze, kam Silvano Varnhagen leider nie in der zweiten Bundesliga an und hat keine Spielpraxis. Sie ihm in diesem Spiel zu geben – fahrlässig. Wenn es, wie geschehen, schief geht bietet so eine Aufstellung einfach zu viel Raum für Spekulation.
Offenbach stand tief, war aber aggresiv im Zweikampf und kaufte uns den berühmten Schneid ab. Dazu kamen individuelle Fehler und so fiel das Tor für die Kickers fast folgerichtig.
Danach war zu keiner Sekunde spürbar, dass wir hier noch was reißen sollten. Ein wirklich bitterer Abend für unseren Karlsruher SC. Verlieren kann man immer, auf das „wie“ kommt es an.
Wir sind wahrscheinlich der unkommerziellste Verein im ganzen Land. Immer wenn es etwas zu verdienen gibt, verweigern wir uns. Erfolg wird einfach hier nicht groß geschrieben.

Tristesse pur dann Freitag Abend gegen den SV Sandhausen. Die meisten Gespräche drehten sich noch um das Pokalaus. Man merkte förmlich wie es an den Leuten nagt und wie groß doch der Ärger darüber noch war.
An dem Abend kämpfte unsere Mannschaft aber wenigstens, wenn auch spielerisch mal wieder kaum etwas ging, zumindest in der ersten Halbzeit. In der Offensive sind wir einfach zu harmlos.
Mit Torres kam dann mehr Schwung nach der Pause und er war es auch, der den Führungstreffer erzielte. Dieser war hochverdient, denn Sandhausen wollte gar nichts.
Wir spielten auch ganz gut weiter, waren aber zu ungefährlich vor dem Tor der Gäste. Es passierte dann leider was dieser Woche das i-Tüpfelchen aufsetzte. Katastrophale Fehlerkette in der Defensive und der Ball war im Tor zum 1:1.
Eine sekundenlange Stille im Wildpark, alle hielten den Atem an und schauten entsetzt. Unglaublich wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann.
War die Stimmung auf den Rängen vor dem Ausgleich schon nicht wirklich gut, so war konnte man es jetzt vergessen. Keiner konnte sich mehr aufraffen richtig Gas zu geben. Zu tief saß bei vielen wohl noch die Enttäuschung über die Niederlage im Pokal.
Wenn man sich unsere Aufstellung anschaut wird natürlich auch deutlich, dass wir großes Verletzungssorgen haben, zudem sind einige Spieler vollkommen ohne Form. Valentini hinten rechts ist nur ne Notlösung, der junge Max musste wieder links ran, Barry wird eingewechselt. Der KSC kommt auf dem berühmten „Zahnfleisch“ daher.
Warum unser Trainer in der 90.Minute noch Außenverteidiger für Außenverteidiger brachte sei hier nur als kuriose Randnotiz erwähnt. Vielleicht wollte er „Zeit von der Uhr nehmen“. Und warum spielt eigentlich Mauersberger nicht mehr?
Was so eine Woche kaputt machen kann ist schon sagenhaft.
Schade!

MaD

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European Qualifiers: Deutschland – Irland 1:1 (14.10.2014, Gelsenkirchen)

Die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich fällt den Weltmeistern etwas schwer. Nach einem glanzlosen 2:0 gegen Schottland, der 0:2 Niederlage in Polen, folgte nun ein 1:1 gegen Irland.
Die Iren machten mit der letzten Aktion des Spiels den nicht unverdienten Ausgleich durch O´Shea. Toni Kroos hatte die Deutsche Nationalmannschaft in Führung geschossen.
Insgesamt ein recht überschaubarer Kick was Torchancen und Tempo anging.
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Es geht wieder von vorne los. Der Weltmeistertitel war gestern und viele der Helden von Maracana sind aktuell eh unpässlich. Mit Rüdiger und Durm besetzen mittelmäßige Spieler die Außen und ohne Reus, Özil und Schweinsteiger fehlt der Zug zum Tor.
Egal wie es ist, sie werden sich bei diesem Modus qualifizieren und bis 2016 sind die gerade benannten Spieler ja wieder am Start.
Dann ist in der Zentrale auch mit Khedira zu rechnen und Kroos kann etwas weiter nach vorne rücken.
Warum Jogi Löw mit Ginter unbedingt die „Doppelsechs“ halten wollte verstehe ich nicht, denn ein weiterer Offensivspieler hätte gegen die Iren schon in Halbzeit 1 gut getan.
Die Jungs von der grünen Insel feierten den Ausgleich auf dem Rasen und vor allem auf den Rängen dermaßen gut ab, das es eine Freude war. Man muss auch gönnen können.
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Den Kneipen im Pott kam dieses Tor sicherlich auch sehr zu Gute, denn die Iren mussten diesen Punkt entsprechend würdig feiern.
Ein netter Abend auf Schalke, endete mit ein paar Iren in einer Essener Kneipe. Danke an Martin und Barney für die gute Unterhaltung und das Bier.

MaD

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