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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Bane

Bane: Final European Tour (JuHa West,10.12.2015)

Um Bane ein letztes Mal zu sehen musste ich nach Häberle fahren. In der JuHa West sollte der letzte Vorhang einer 20jährigen Bandgeschichte für mich fallen.

Gemeinsam mit den Bands Tausend Löwen unter Feinden, WolfXDown und Backtrack begingen die Herren aus Worcester, Massachusetts ihren Abschied in Süddeutschland. Ein Line-Up welches keine Wünsche offen ließ. Auch ohne Bane wäre ein Konzertbesuch an diesem Abend Pflicht gewesen.

Alle drei Bands mögen es mir bitte nachsehen. So gut ich die Shows auch fand und vom ersten bis zum letzten Song genossen habe, dieser Abend gehörte Bane alleine. In dem Wissen dass es die letzte Show sein wird, welche ich besuchen darf, galt meine ganze Aufmerksamkeit dem Moment als Aaron Bedard und seine Mitstreiter die kleine Bühne im Jugendzentrum im Westen Stuttgarts betraten.

Das Publikum rückte zusammen, bildete einen verschworenen Haufen um jeden einzelnen Song in dieser knappen Stunde abzufeiern und einer Band zu danken, die mit ihren Liedern und ihrer Einstellung Herz und Sinn ansprach. Einer Botschaft die sich für ein Miteinander aussprach, für eine Welt ohne Kommerz, Neid und Ungerechtigkeit. Für eine Welt in der sich jeder mit Respekt und Achtung begegnet.

So wie an diesem Abend. Bane und die Konzertbesucher wurde eine Einheit. Die Musiker lieferten den energiegeladenen Soundtrack für die Show welche mit oldschool Pogo und Stagediving ihren Lauf nahm. Wen man fiel wurde man aufgehoben nur um sich sofort dem nächsten auf einen zu fliegenden Stagediver gegenüber zu sehen. Zweimal landete der selbe Typ direkt auf mir, ich sah ihn jedes Mal zu spät kommen.

Aaron bedankte sich dafür, dass er im Punk und Hardcore eine Familie finden durfte. Nach schweren Zeiten in seiner Jugend fing ihn die Szene auf und gab ihm ein zu Hause. In seiner kleinen Dankesrede brachte er auch zum Ausdruck was es doch für ein unglaubliches Geschenk sei, dass so viele Menschen der Musik von Bane zuhören und diese lieben.

Wer diesen emotionalen Abend mit einem Streifzug durch zwei Jahrzehnte Bandgeschichte miterlebt hat, dem ist klar warum Bane, die von Aaron Dalbec als Projekt ins Leben gerufen wurden, so viele musikalische Freunde haben.

Songs wie Can We Start Again, Calling Hours oder Final Backward Glance lassen niemanden still stehen und sind herausragende Beispiele für das Genre welches Bane so wunderbar vertraten in den Jahren.

Das letzte Mal gemeinsam ins Mikro brüllen, die Bühne zu entern, im Gewühl der Szene vor der Bühne unterzugehen, jeder nahm alles mit was dieses Konzert zu bieten hatte.

Thank you for the Music!

Danke Bane für tolle Songs und wunderbare Shows. Bleibt euch treu.

MaD

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Diese Fotos sind von Martina Wörz und mit ihrer freundlichen Genehmigung darf ich sie veröffentlichen.

Danke Martina!

Home: http://www.martinawoerz.de/

Facebook: https://www.facebook.com/MartinaWoerzPhotography/

 

 

Song der Woche: BANE – Final Backward Glance

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bane_(Band)

Facebook: https://www.facebook.com/banecentral/

Danke Bane!

MaD

 

Mein Festivalbesuch bei Rock im Park

Seit vielen Jahren muss ich mit meinem Träger Festivals besuchen. Ob es das Bizarre Festival war oder das Southside, er nahm mich immer ungefragt mit. Den Mix aus Musik, Party, grillen und viele nette Leute treffen genoss ich aber dann doch irgendwie immer.
Nun sollte es also Rock im Park in Nürnberg sein, eine Premiere für uns beide. Nach der Relegation gegen den HSV und die fatale Schiedsrichterentscheidung des Herrn Hoyzer äh Gräfe war mir eigentlich gar nicht nach Festivalbesuch.
Am liebsten hätte ich mich ganz unten im Kleiderschrank verkrochen, zwischen Stutzen und dem muffigen Torwarttrikot seiner Betriebsmannschaft.

Nun denn, er zog mich also über uns los gings nach Nürnberg.
Bestenfalls treffe ich auf diesen Festivals 1-2 weitere Exemplare meiner Gattung, ernte ein paar mitleidige Blicke und immer einen hasserfüllten. Je nach Saisonverlauf bekomme ich noch einige aufmunternde Schulterklopfer.
Das dies in Nürnberg ganz anders werden würde, zeigte sich schnell. Kaum den Zeltplatz betreten hörte ich schon bekannte Klänge an mein Ohr dringen. Eine Horde Teenager intonierte lautstark „KSC, KSC“. Ok, obwohl es erst früher Nachmittag war, hatten sie schon kräftig Alkohol intus, sie begrüßten mich überschwänglich. Bier wurde mir angeboten, aber ich trinke ja nicht.
Es stellte sich heraus, dass es sich um bayrische Landsmänner handelte.
Auf der Suche nach einem geeigneten Platz um das Zelt aufzuschlagen kamen wir kaum vorwärts. Überall musste abgeklatscht werden, wurde zugeprostet oder ich wurde sogar umarmt und mit einem „Ihr hättet es verdient“ gehabt. Ich kam kaum einen Meter weit ohne dass nicht die drei Buchstaben, welche ich repräsentiere gerufen wurden.
Neben uns zelteten ein Schalker und auch noch ein Braunschweiger. Das Gesprächsthema war gefunden.

Endlich auf dem eigentlichen Festival vor der Bühne angekommen ging es gerade so weiter. Bei Motörhead schrien ein paar Leute „Scheiß HSV“ als sie mich kommen sahen. Aufgrund der Ereignisse mit diesen Unsympathen Lasogga, Holtby und Nicolai Müller, konnte ich da nur meine Zustimmung geben.
Der Höhepunkt allerdings fand während des Gigs der Toten Hosen statt. Mein Träger und sein Kumpel (bekennender Gladbach Fan und etwas neidisch ob der Aufmerksamkeit die mir zuteil wurde) hatten es bis ganz nach vorne geschafft. Dort trafen wir auf unzählige Leute die mit den beiden über diese Relegation sprechen wollten. Der Tenor war immer derselbe und lautete „Ihr seid beschissen worden“. Ich unterhielt mich derweil mit einem Pendant von mir, welches rot und schwarz gestreift war. Es kam aus Hessen und hätte mich gerne nächste Runde getroffen. So hoffen wir nun beide auf den DFB-Pokal.
Dann nasse Lippen auf mir und übler Biergestank. Küsste da doch ein ganz schön betrunkener junger Herr die drei Buchstaben, welche ich auf meinem Herzen trage. Seine Augen funkelten dabei glückseelig. Mein Träger war genauso überrascht und konnte es nicht verhindern. Leider wiederholte sich dies nur ein paar Minuten später. Ich muss dringend gewaschen werden, war mein erster Gedanke als wir hinüber zur Arena gingen in der gleich Body Count feat. Ice-T loslegten.
Auf dem Nachhauseweg ins Zelt dann noch eine Umarmung. Ein junger Mann mit einem Pullover der Band „Bane“ outete sich als Mitglied der drei geilsten Buchstaben im deutschen Fußball. Da er im Osten der Republik lebt, kann er nicht so oft im Wildpark sein, versucht aber so viele Spiele als möglich zu sehen. Ein Mann nach meinem Geschmack auch in Sachen Musik.

Normalerweise werde ich höchsten einen Tag auf dem Festival ausgeführt, da es aber so gut lief, musste ich alle drei Tage her halten – nichts für schwache Fasern.
Am frühen Sonntagmorgen stürmte auf dem Zeltplatz ein junger Mann auf mich zu. Wie sich heraus stellte war er aus Ravensburg. Er hätte da einen Hamburger gesehen, er wäre in diese Richtung gelaufen und wenn wir uns beeilen würden wir ihn noch einholen. Wozu? Na um ihn umzuhauen natürlich! Oh ok, klar, war ne doofe Frage von mir. Auf so etwas wollten wir uns dann aber doch nicht einlassen. Auf was für Ideen manche doch vor dem Frühstück kommen, tstststststs. Dabei hätte ich mir ja eine „Laufmasche“ oder wie das heißt holen können.

Als ich mich gerade auf Slash und Miles Kennedy einließ und die alten Guns´n´Roses Songs genoss zobbelte es schon wieder an mir. Ein etwas ergrauter Endvierziger im Pearl Jam T-Shirt gratulierte mir zu zwei tollen Spielen und beteuerte glaubhaft, dass er es mir gegönnt hätte. Ich nahm es wohlwollend zur Kenntnis.
Zu Begegnungen mit dem einheimischen Club kam es auch noch. Die Vertreter dieses fränkischen Urgesteins behaupteten doch allen Ernstes, dass ich extra in letzter Minute noch verloren hätte, damit ich wieder gegen sie antreten kann. Scherzbolde! Irgendwie hatten sie dann wohl das Gefühl, das ihr Humor nicht den meinen traf und nuschelten noch was von „Betrug“, „gekauftem Spiel“ und „Fußballmafia“.

Während für Prodigy die letzten Vorbereitungen auf der Bühne getroffen wurden, fand ich mich in einem Knäul Bremer Fußballfans wieder, die unbedingt ein Bild mit mir machen wollten. Die Zeit bis Prodigy endlich begann zog sich wie Kaugummi und so lange musste ich das Mitleid dieser Bremer Reisegruppe über mich ergehen lassen, die gerne mal wieder in den Wildpark gekommen wären und unseren Relegationsgegner bis aufs Blut nicht leiden können. Dies allerdings war mir hinlänglich bekannt.
Beim Abbau des Zeltes wurde ich würdig von allen Nachbarn verabschiedet. „Nächstes Jahr geht ihr hoch“ oder „Aufsteiger der Herzen“ riefen die Leute und manche verabschiedeten sich auch persönlich per Trikotzupfer.

Ein für mich unglaublich intensives Wochenende ging dann Sonntagnacht im Wäschekorb zu Ende und ich muss euch sagen, ich bin sofort eingeschlafen.

Euer KSC-Trikot

P.S. Herzliche Grüße an das Lektorat „Kutten-Timo“

Bane (Alte Hackerei Karlsruhe, 28.07.2014)

Wenn eine Woche so beginnt, ist sie schon gerettet. Bane aus Worcester gaben sich in der Hackerei die Ehre und sorgten für volles Haus.
Und es geschah etwas, was selten ist für diese Location. Gleich zu Beginn strömten alle Leute direkt vor die Bühne und es bildete sich sofort ein Pit der sich gewaschen hatte. Männer mittleren Alters flogen durch die Luft und ließen sich zu feinsten Hardcore-Punk Klängen durch die Gegend schupsen.
Aaron Bedard war wie immer stilsicher gekleidet mit einem übergroßen Pulli. Er nutzte die komplette kleine Bühne, hilet das Mikro in die Crowd, redete zwischen den Songs viel von seinem Leben und seinen Erfahrungen und forderte alle auf mehr gegen Nazis zu tun.
Seine Statements ernteten viel Applaus, waren sie doch sympathisch und ehrlich vorgetragen.
Bane hatten großen Spaß, sie bekamen vor der Bühne ja auch allerhand geboten. Gut so Karlsruhe, bitte künftig mehr davon.

Danke Bane und ich hoffe doch, dass ihr noch mal wieder kommt!!!

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MaD

P.S. Danke an die Veranstalter Lukas und Co. für diesen Abend!

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