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SC Freiburg – Karlsruher SC 1:0 (21.03.2016; 24.000 Zuschauer)

Beim Abpfiff jubelte die Mehrheit im ausverkauften Freiburger Schwarzwaldstadion und deren Trainer Christian Streich machte einen Luftsprung. Nach einem hart umkämpften Match hatte der SCF mit 1:0 knapp die Nase vorn. Der Karlsruher SC war mindestens ebenbürtig und lieferte dem Aufstiegsaspiranten einen harten Fight.

Unsere Abschlussschwäche und etwas Pech verhinderte leider, dass wir zur Pause führten. Eine sehr engagierte Leistung in Halbzeit Eins hätte durch ein Tor gekrönt werden müssen. Defensiv ließen wir wirklich nichts zu. Unsere Spieler jagten die Freiburger über das ganze Feld und setzten sie unter Druck. Der SCF konnte so nie sein schnelles Spiel über Grifo, Abrashi und Petersen aufbauen.

Nach der Pause sah dies leider ganz anders aus. Freiburg kam in Hochspannung aus der Kabine und drückte den KSC in die eigene Hälfte. Vollath, der Pfosten und eine weiterhin engagierte Defensive hielten lange das 0:0. Nur Entlastung gab es einfach zu wenig und der Ball befand sich zu oft an unserem Strafraum. Bitter, dass es ausgerechnet nach einer Standardsituation passierte. Frantz köpfte das 1:0 für Freiburg und die Breisgauer somit an die Tabellenspitze.

Es blieb so bis zum Schlusspfiff und wir hatten nicht wirklich eine Großchance zum Ausgleich, obwohl wir uns in den letzten 15 Minuten nochmal bemühten nach vorne zu spielen.

Sallahi war es dann vorbehalten für meine Szene des Spiels zu sorgen. Es war schon in der Nachspielzeit als wir einen Einwurf auf Höhe des Freiburger 16er bekamen. Alle Mann nach vorne, Sallahi winkte sie eifrig heran und war total heiß auf den Einwurf, wir natürlich auch. Die Freiburger positionierten sich alle im eigenen Strafraum, einer davor in Richtung von Sallahi. Dieser drehte den Ball in seinen Händen, rief noch mal alle KSC Spieler an, nahm kurz Anlauf und…….warf den Ball dem ersten Freiburger Spieler genau an den Kopf. Puh……unglaublich dämlich.

So feierte Freiburg den Sieg und wir trotz der Niederlage unsere Mannschaft als sie nach dem Spiel an den Block kam. Das war unterm Strich gut was der KSC an dem Abend unter Flutlicht bot und live in alle Wohnzimmer übertragen wurde. Auch unsere Kurve überzeugte voll und ganz. Eine sehr hohe Mitmachquote, auch auf den Sitzplätzen. Zu Beginn erklang ein überragend lautes „Asozialer Karlsruher SC“ zu dem der ganze Block hüpfte. Über die gesamten 90 Minuten war Action im Auswärtssektor. Optisch war leider nichts möglich, da der ach so tolerant und alternativ daherkommende SC Freiburg selbst Schwenkfahnen verbot. Natürlich aus Sicherheitsgründen wie man sich denken kann. *kopfschüttel und Augen verdreh*

Fußball in Freiburg hat durch die Lage des Stadions für mich immer noch seinen besonderen Reiz. Raus aus der Straßenbahn und zu Fuß zwischen den Häusern durch zum Stadion laufen. Das Flutlicht strahlt durch die kleinen Straßen, in den Häusern sieht man Leute durchs Fenster die gerade den Fernseher auf den Sportkanal geschaltet haben um das Spiel zu schauen. Viele haben wohl Gäste, den reichlich mit Bier und Knabberei gedeckten Tischen nach zu urteilen. Von überall strömen Menschen in die gleiche Richtung.

Das Stadion ist klein und stimmungsvoll. Man ist eng am Spiel dran, dieses Stadion ist alles andere als einer dieser Arenen, welche überall aus dem Boden sprießen. Hier weiß man, dass man gerade sein Team in Freiburg unterstützt.

2500 Karlsruher unterstützen an diesem Montag Abend den KSC im badischen Derby. Der Auswärtsblock war stets Herr im Stadion, denn die Heimkurve brachte außer „Südbaden“-Rufe und „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ nicht so viel zu Stande. Dazu sind es dann einfach zu wenige, die sich da hinterm Tor versammeln. Das Publikum als Ganzes ist beim SC aber top. Es geht bei den Spielszenen gut mit und es herrscht eine oldschool „Bratwurst&Bier“ Atmosphäre.

Der Auswärtssektor ist leider der schlechteste in der Liga. Von so gut wie keinem Standort aus, sieht man das komplette Spielfeld. Der Zaun rundum den Block ist bis hoch oben zum Stadiondach dicht. Noch etwas höher wäre es nicht gegangen Sicherheitsfuzzis? Schon mal was von „Einfallswinkel und Ausfallswinkel“ gehört, wenn man wirklich seinen Bierbecher werfen wollte?

So ging ein Abend in Freiburg dann zwar ohne Punkte zu Ende, aber trotzdem in der Gewissheit einen richtig guten Support abgeliefert zu haben für ein hart kämpfendes Team des KSC.

Herzliche Blau-Weiße Grüße gehen raus an unseren ehemaligen Sozi, der sich nun in Freiburg durchschlagen muss und an meinen privaten Fahrdienst „Sepp-Car“. 

MaD

P.S. Einwechslung Peitz – Foul- gelbe Karte – Foul – gelb/rot – Platzverweis. Osterurlaub um ne Woche verlängert – läuft! Immer weiter Peitzer!!!!

  

 

Wasser marsch zum 2:2

Karlsruhe liegt zwar am Rhein, aber dass Wasser von der Waldstadt aus quer durch die Stadt fließt und Gulli-Deckel als Sprudelbecken anmuten, ist neu.

Nach einem Wasserrohrbruch sank der Druck in den Leitungen und fast ganz Karlsruhe hatte am 20.02.2016 vormittags kein Wasser. Wäre nicht weiter bedenklich gewesen, wenn nicht um 13 Uhr das Spiel des KSC gegen Eintracht Braunschweig beginnen sollte.

Ich sah schon Hunderte von Männern rund ums Stadion und auch im Innenbereich stehen und ihr Bier „wild“ entsorgen. Die Cops hätten ihre Stadionverbotsbilanz ganz easy aufbessern können. Ein Jahr wäre bei jedem dieser „Wildpinkler“ bestimmt drin gewesen. Sie hatten Pech! Eine Stunde vor Spielbeginn schoss das nasse Gold wieder aus den Hähnen und das Spiel, welches kurzzeitig sogar auf der Kippe stand, konnte angepfiffen werden.

Die 12.500 Zuschauer sahen ein lebhaftes Fußballspiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Es ging hin und her, war umkämpft, es fielen Tore und die Spannung blieb bis zum Schlusspfiff erhalten. Das Pendel hätte in den letzten Minuten noch zu Gunsten beider Mannschaften ausschlagen können, aber beste Torchancen wurden vergeben.

Dabei spielte der Karlsruher SC fast 30 Minuten in Unterzahl, da sich Sallahi die gelb-rote Karte abholte. Wenn man beide Situationen die zu den Karten führten anschaut, dann war dies viel zu hart. Etwas mehr Fingerspitzengefühl von Seiten des Schiris wäre absolut angebracht gewesen.

Wir lagen zu diesem Zeitpunkt mit 1:2 zurück, drehten dann aber auf und spielten mutig auf den Ausgleich. Das Team belohnte sich durch Diamantakos, der eine Torres Hereingabe im Fünfmeterraum zum Ausgleich nutzte. In der Woche hat der griechische Stürmer einen festen Vertrag bis Mitte 2019 bei uns unterschrieben. Der Leihvertrag mit Olympiakos Piräus wurde aufgelöst. Eine feine Sache!

Im weiteren Verlauf vergab Torres die große Chance zum 3:2. Er machte alles richtig als er sich am 16er durchsetzte und aufs lange Eck zielte. Der Ball ging leider wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus.

Braunschweig scheiterte einmal an Vollath, der eine gute Leistung im Karlsruher Tor bot, und ansonsten am eigenen Unvermögen. Da der KSC mit offenem Visier agierte, hatten die Gäste oftmals sogar die Gelegenheit zum Konter, ließen diese aber ungenutzt.

Braunschweig ging nach 20 Minuten durch einen tollen Schuss von Boland in Führung. Er tanzte Krebs an der Strafraumgrenze aus und der Ball flog links oben (vom Schützen aus) in den Knick.

Torres nutzte dann einen Handelfmeter zum Ausgleich. Hatte dabei aber mehr Glück als Verstand. Der Elfmeter war vollkommen unplatziert geschossen und der Braunschweiger Torwart hatte noch die Hand dran. Vor der Ausführung gab es wieder Diskussionen im Team, wer denn nun schießen darf. Das hatten wir doch schon mal. Nazarov ist zurecht unser Schütze Nummer eins, leider spielt er meist nicht von Beginn an. Jetzt stritten sich Valentini und Torres. Das muss geregelt werden und ist Aufgabe des Trainerteams. „Es schießt wer sich am besten fühlt“ – so ein Quatsch.

Braunschweig ging nach einer Ecke abermals in Führung. Zu einem, wie man so schön sagt, psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, nämlich in der 46.Minute. Apropos Eckbälle. Ungefährlicher als der KSC kann man bei eigenen Standards ja nicht agieren. Diese Bälle kann man auch gleich an den Gegner zurück spielen. Eine große Schwäche in dieser Saison.

Der Braunschweiger Auswärtsblock war einigermaßen gut gefüllt. Der Ultraorientierte Teil versammelte sich hinter einem großen Banner, alle in Schwarz gekleidet. Es war immer Bewegung und sie sangen komplett durch. Das Spiel gab ja auch allen Grund dazu. Der Block war schön oldschool beflaggt.

Auf unserer Seite herrschte auch gute Stimmung, vor allem nach dem mutigen Auftritt ab dem Zeitpunkt als wir auf dem Feld in Unterzahl agierten. Bei den Spruchbändern ging es u.a. wieder um bzw. gegen den DFB und seine willkürlichen Strafen:

„Geldstrafen für Spruchbänder mit beleidigendem Inhalt? Fick dich DFB!“

Dieser korrupte Laden mit seinen Steuerhinterziehern ist ein Fall für die Justiz. Die Vereine dürfen sich die Geldstrafen nicht mehr bieten lassen.

So kann es weiter gehen. Der KSC ist in der Rückrunde noch ungeschlagen und im gesicherten Mittelfeld. Nutzen wir die Zeit zur Trainer- und Spielersuche für die kommende Runde.

MaD

KSC – FSV Frankfurt 1:1 (ca. 12.400 Zuschauer) 

Wir kennen es alle aus unserem Alltag. Ob beruflich oder privat, jedem von uns wurde schon mal viel versprochen und leider nie gehalten. Großen Worten folgten keine Taten.

Nach den Testspielen in der Winterpause und dem Trainingslager kündigten Mannschaft und Verein den Großangriff auf die Tabelle an. Alle waren heiß, nichts weniger als die beste Rückrunde aller Zeiten konnte man erwarten.

Als der Schiri an diesem 07.01.2016 um 13.30 Uhr im Wildparkstadion das erste Spiel nach der Pause frei gab, passierte leider nichts. Kein euphorischer Angriffsfussball, keine Torschüsse, null Bewegung im Spiel des KSC. Standfußball war angesagt gegen eine defensiv gut organisierte Mannschaft des FSV. Wie wir alle wissen ist gerade gegen defensiv gute Teams der Standfußball das beste Rezept.

Erst nach dem 0:1 für Frankfurt in der 65. Minute begann der KSC zielstrebig nach vorne zu spielen. Auch die Gegengerade wachte nun auf, jetzt war es ein Fußballspiel.

Erwin Hoffer legte in der 72. Minute den Ball aus dem 16er des FSV zurück auf Sallahi. Der für Kempe eingewechselte ehemalige Bayern Spieler, nahm den Ball aus 22 Metern direkt und wie an einer Schnur gezogen flog er zum 1:1 ins Tor – Traumtor!

Am Ende blieb es bei diesem Ergebnis weil Traut für uns auf der Linie klärte und wir selbst nach vorne weiterhin zu harmlos waren. Torres und Sallahi flankten unbedrängt ins Nichts und Traut trat einen Freistoß flach direkt in die Beine der Frankfurter Verteidiger. Schwach!

Was gibt’s zum Personal zu sagen?

Traut für Valentini zu bringen raubte unserer rechten Seite die Offensivpower.

Warum ist Nazarov weiterhin kein Kandidat für unsere Startelf? Er ist mit der beste Fußballer, wenn er es zugegeben auch nicht immer zeigt. Ein besserer Spieler drängt sich aber nun auch nicht gerade auf.

Ist Prömel verletzt oder warum findet er nicht mehr statt?

Vollath scheint nun leicht den Handschuh gegenüber Orlishausen vorne zu haben und ist momentan nun die Nummer 1 im Tor.

Es ist doch schön entspannt wenn die Saison nach dem 20.Spieltag schon gelaufen ist.

Jetzt gilts nur noch zu klären wer der neue Übungsleiter wird. Ansonsten haben die Verantwortlichen bei unserem liebenswerten Blau-Weißen Club nun alle Zeit der Welt um personell für die nächste Saison in der 2.Liga zu planen.

Nur der KSC!

MaD

2 x 0 = 0

Innerhalb einer Woche bot der KSC in zwei Spielen über weite Strecken eine starke Leistung.

Gegen den Dosenclub aus Leipzig waren wir klar dominierend. Leider gelang selbst mit einem Elfmeter das Tor zum 1:0 nicht. Diamantakos schob den Ball in Zeitlupe genau Coltorti in die Arme.

Die Fragen die sich mir hier stellen: Warum schoss der gefoulte Spieler und diskutierte da vorher mit Torres ewig darüber? Gibt’s da keine Hierarchie? Warum schießt Valentini nicht, der sonst alle Standards ausführt?

Leipzig gelang aus dem viel beschworenen „heiteren Himmel“ das 0:1. Ein abgefälschter Schuss von Sabitzer landete im Dreieck.

Machtlos steht man da im Block und sieht seine spielerisch und kämpferisch überzeugende Mannschaft verlieren.

Das Rahmenprogramm für den Dosenclub war vielfältig und bunt. Eine überdimensionale Dose wurde in Einzelteile zerlegt, es regnete Geldscheine und der Block zeigte Rangnick eine lange (Lügen-)Nase.

Mit viel Applaus wurde unser Team zurecht verabschiedet, es war die stärkste Saisonleistung gegen den unsympathischen Milliardärsbrauseclub aus Leipzig.

Barry war für mich in diesem Spiel der beste Mann auf dem Platz.

Kontrast zu den Dosen ist natürlich Bielefeld. Klamm ohne Ende und gespickt mit Drittligaspielern, viele davon mit KSC Vergangenheit (Dick, Hornig, van der Biezen, Mast).

Der KSC spielte Bielefeld an die Wand, war sozusagen eine Klasse besser. Diamantakos murmelte den Ball auch folgerichtig zum 0:1 ins Tor. Was folgte war eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen. Torres gibt Mr.Rückenlage himself und vergibt eine 1000%ige Chance. Der KSC weiter wesentlich besser und aktiver, aber Tore schießen können wir momentan einfach nicht.

Valentini hatte schon die gelbe Karte gesehen, nachdem er am gegnerischen 16er einen Bielefelder gehalten hatte (selten dämlich!). Es kam natürlich wie es kommen musste, mit gelb-rot flog er vom Platz.

Und nun war jedem über Jahre gestählten KSC Fan klar, was kommen wird. Bielefeld gewann das Spiel mit 2:1 und niemand, wirklich niemand, wusste hinterher wie dies nur passieren konnte.

Die Alm kochte, Bielefeld siegte im letzten Spiel der Vorrunde zum allerersten Mal zu Hause. Der KSC ist einfach immer dafür gut um andere Teams aus dem Sumpf zu ziehen.

Aber auch hier bleibt eine gute Leistung der Blau-Weißen in Erinnerung. Leider belohnte der KSC sich nicht. Nun muss gepunktet werden. 19 magere Punkte nach der Vorrunde sind zu wenig, wir stehen nur 3 Punkte vor dem Relegationsplatz, den momentan Paderborn inne hat. Relegation nach unten wohl gemerkt.

Interessant ist nun doch, dass es uns so geht wie Fürth letzte Saison.

Danke Gräfe!

Nur der KSC!

MaD

 

Danke Rouwen Hennings

Morgen Abend in Frankfurt beim FSV ist das erste Spiel ohne Rouwen Hennings. Nach drei erfolgreichen Jahren zieht es den sympathischen Stürmer nach England. Der FC Burnley benötigt dringen einen „German Striker“ in der First Divison.

So ist der KSC zum zweiten Mal „Opfer“ und auch Nutznießer der vielen Millionen an Pfund, welche die Vereine von der Insel zur Verfügung haben. Ihr TV-Vertrag spült ihnen sehr viel Geld in die Kassen.

Rouwen hat immer gekämpft und alles gegeben. Er war Torschützenkönig der 2.Bundesliga und hat uns mit seinen Toren erst in die Lage versetzt um den Aufstieg in die erste Bundesliga zu spielen. In der Relegation traf er dann nach 4 Minuten zum 0:1 beim HSV. In typischer Rouwen Hennings Manier drosch er den Ball mit seinem unnachahmlichen linken Fuß von der Strafraumgrenze ins Tor von Rene Adler. Eine Stadt flippte aus!

Drei Jahre rannte und kämpfte er für unsere Farben. In seiner dritten Saison stand der wohl beste Rouwen Hennings den es je gab auf dem Platz und verzückte uns mit seinen Toren. Den Lohn streicht er nun mit einem guten Vertrag in bestem Fußballeralter ein und ich gönne ihm diesen von Herzen.

Lieber Rouwen Hennings, du wirst mir fehlen. Ich habe nicht nur deine Tore und deine Spielweise genossen, deinen unermüdlichen Einsatz und deinen Willen. Auch der Abend in der Alten Hackerei als wir im Rahmen der „Nachspielzeit“ mit Dirk und Hansi entspannt plauderten, wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Zeig den Inselaffen wie man Tore schießt und ich hoffe für dich, dass du es schaffst mit dem FC Burnley aufzusteigen und die Premier League aufzumischen.

Bei uns in Karlsruhe bist du immer und jederzeit herzlich willkommen!

MaD

VfR Aalen – KSC 2:2 (05.04.2015)

In der Woche vor dem Spiel bekam der Abstiegskandidat Aalen am grünen Tisch wegen Lizenzvergehen zwei Punkte abgezogen. Dies machte ihre Lage nur spannender. Behielten sie doch ihren 16.Tabellenplatz, rückten aber in Punkten wieder näher an Aue und St.Pauli heran.
Die Erfahrung zeigt, dass solche Negativerlebnisse zusammenschweißen und das berühmte „jetzt erst recht“ Gefühl wecken können. In Aalen war es wohl so. Sie rannten und kämpften um ihr sportliches Überleben. Da hätte man nicht denken können, dass diese engagierte und ballsichere Mannschaft eigentlich gegen den Abstieg spielt.
Die Energieleistung nach zweimaligem Rückstand zurück zu kommen kann ihnen weiteren Auftrieb geben.

Der KSC ging vor knapp 2000 mitgereisten Fans schnell durch Hennings in Führung. Super heraus gespielt über Valentini und Miczanski, vollendete Hennings in bester Torjägermanier.
Der Jubel war groß und ich gebe zu, dass auch ich dachte wir könnten nun etwas fürs Torverhältnis tun.
Weit vorbei an der Realität, denn Aalen übernahm nun die Initiative und tauchte überraschend oft gefährlich vor unserem Tor auf. Mit Glück und Orle überstanden wir Halbzeit 1 dann aber ohne Gegentor.
Anhang 1
Die Stimmung bei uns war eher dürftig in der Pause, denn viele sahen das Unheil schon kommen. Gjasula verwandelte kurz nach der Pause einen Elfmeter sicher zum 1:1 und Aalen kam erneut.
Dass Miczanski auf Torres Vorlage zum 1:2 für den KSC traf, kam eher überraschend, wurde von uns aber frenetisch gefeiert. Jeder kannte die Zwischenstände in Ingol- und Darmstadt und da Lautern am Vortag gewonnen hatte war ein Sieg wichtig.
Kaum war der Jubel verebbt, flatterte die Kugel abermals ins Tor. Gjasula traf zum Ausgleich. Wie genau, bekam ich leider nicht mit.
Danach quälte sich das Spiel dem Ende entgegen. Die Einwechslungen von Peitz und Nazarov brachten nichts und Torchancen blieben Mangelware.
Ein Punkt in Aalen ist eigentlich nicht so schlecht. Nur die anderen gewannen eben alle und dies ist bitter. Zudem sind wir diese Runde ja eher auf die 3er in der Fremde angewiesen, da wir zu Hause zu oft nur die Punkte teilen.
Bei einer Mannschaft, die mit dem berühmten Rücken zur Wand steht, ist es am Saisonende immer schwierig.
Die Mannschaft ließ sich heute leider niederkämpfen.
Wille, Leidenschaft und Kampf ist ihr grundsätzlich nicht abzusprechen. Zu oft haben es die Jungs schon gezeigt diese Saison.

Wie schrieb gestern ein Freund via WhattsApp: Noch 7 Spieltage und wir auf Platz 4. Objektiv betrachtet genial und Grund zur Euphorie….aber nicht bei uns. Komisch.

Warum eigentlich nicht? Wer darauf eine Antwort hat, teile sie bitte mit.

Aus eigener Kraft können wir mindestens Platz 3 locker erreichen. Siege müssen dazu natürlich her. Lasst uns gegen St.Pauli und Sandhausen 6 Punkte einfahren. Gegen Darmstadt zu Hause an diesem Montag Abend im Mai, da möchte ich Platz 3 erklimmen.

Ich bin total heiß auf die kommenden Spiele, lasst uns die Leute in und um Karlsruhe mobilisieren. Es geht um den Aufstieg unseres Sport-Clubs. Tun wir alles dafür um diese tolle Mannschaft zu unterstützen.

MaD

Anhang 2Anhang 3

FC Heidenheim – Karlsruher SC 0:1 (13.Februar 2015) oder Heidenheim ist Feld, Wald, Wiese

„Und am Ende gewinnt der KSC!“ Diese „Weisheit“ hatte auch an diesem Freitag Abend im eiskalten Heidenheim seine Richtigkeit. Der FCH spielte über weite Strecken mutig nach vorne und hatte viele hochkarätige Torchancen, aber der Treffer von Rouwen Hennings genügte dem KSC zum wichtigen Auswärtssieg.
Dieser war vielleicht etwas glücklich, aber auch hart erkämpft. Unsere Spieler spulten viele Kilometer ab, stopften Löcher im Mittelfeld, warfen sich auf dem harten Boden in jeden Zweikampf und bei Ballbesitz versuchten sie immer schnell nach vorne zu spielen.
Heidenheim hatte in Schnatterer mal wieder seinen besten Spieler, er war überall und zog den Ball magisch an. So ganz aus dem Spiel nehmen konnten wir ihn nicht, aber wir nervten ihn mit vielen kleinen Fouls und dass wir meist zu zweit ihn anliefen.

Der Weg zum Stadion war für ein Auswärtsspiel im deutschen Profifußball fast schon abenteuerlich. Zu dritt erklommen wir einen Waldweg, der uns direkt hinter den Auswärtsblock brachte. Vorbei an Feldern, ging es über einen komplett verschneiten Weg den Berg hoch. Das Flutlicht war von weitem schon zu sehen, unsere Sneakers schlurften über den eisigen Boden und wir versuchten nicht den Berg wieder runter zu rutschen.
Fast schon idyllisch war es, kein Laut zu hören und ausser uns so gut wie niemand unterwegs. Vor uns mussten diesen Weg schon eine Handvoll Leute genommen haben, wenn man die Autos auf dem kleinen Parkplatz mal als Anhaltspunkt nimmt.
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Zu Spielbeginn zeigte Heidenheim eine nette kleine Choreo. Ich mag diesen kleinen Verein, der beweist, dass mit einer guten Strategie, breiter regionaler Unterstützung und sportlicher Kontinuität Profifußball jenseits der Konzerne organisiert werden kann. Der Support hinter dem Tor war auch ok, ansonsten ist man auch hier von „Hexenkessel“ meilenweit entfernt, aber dies ist ja auch ok, muss ja nicht.
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Die letzten 10 Minuten wurde für uns noch mal zur Nervenprobe. Zu wenig Entlastung und gleichzeitig zu viel Druck der Heimmanschaft. Als Grimaldi noch völlig frei stehend das Aluminium traf, hielten wir im aufziehenden Nebel alle kurz die Luft an. Orle klärte noch mal eine gefährliche Situation in der Nachspielzeit und dann war es geschafft.
Mit der Einwechslung von Peitz traf Kauczinski an diesem Abend eine wichtige Entscheidung. Durch seine unorthodoxe Spielweise und seinen Kampfgeist brachte er Heidenheim im Mittelfeld oft um den Ball. Er war genau richtig an diesem kampfbetonten Abend.

Nun ist alles möglich. Die nächsten Wochen mit den direkten Duellen gegen Ingolstadt und (Scheiss)Kaiserslautern werden zu Endspielen. Davor gilt es am Führungsduo dran zu bleiben und die Heimspiele gegen Bochum und RedBull siegreich zu bestreiten. Immer weiter KSC! 

MaD

Hinter euren Zäunen:

Anhang 3Anhang 1

Kauczinskis Eleven vs. Düsseldorf am Rhein 1:1

Das Eleven ist in diesem Fall über mehr als 2/3 des Spiels die bestimmende Zahl an diesem Sonntag Nachmittag. Denn nach der roten Karte gegen Tah spielte der KSC mit 11 gegen 9. Warum gegen9? Ganz einfach: Tah ging vom Feld und Lumpi Lambertz stand in der Startelf der Gäste.

Was man mit der numerischen Überzahl so anfangen sollte wusste keiner so recht. Auf dem Rasen nicht und auf den Rängen schon dreimal nicht. Eine komische Stimmung, irgendwo zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit. Schliesslich wollte man die Ballstafetten der eigenen Mannschaft bei gefühlten 118% Ballbesitz nicht stören.

Diese Mannschaft in Blau-Weiß begeistert durch tolle Technik und unheimlich gute Fußballer. Sobald man ihnen aber so gar keinen Raum lässt, ist unsere Mannschaft etwas irritiert. Da wir die „Brechstange“ mangels „Brecher“ nicht können, spielten wir immer schön den Ball einander zu. So wäre es noch bis in den Abend hinein gegangen, wir hätten kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt.
Yamada, der wieder überall umherwusselte, war nach einer knappen Stunde nur durch ein Foul im 16er zu stoppen. Rouwen Hennings verwandelte sicher.
Erst mal kam so etwas wie Stimmung auf. Der Wildpark tanzt, ja schon, aber eher „Steh-Blues“.
Düsseldorf kam nahezu postwendend nach einem Freistoß zum Ausgleich. Fink verlängerte eine Liendl Flanke. Das war der einzige Torschuß der clever verteidigenden Buben von Oli Reck.

Auch nach dem Schlusspfiff wusste bei uns niemand ob man klatschen oder gleich gehen soll. Unsere Mannschaft tappte auch etwas unsicher auf dem Rasen herum und entschied sich dann doch schüchtern zum klatschen an den Zaun zu kommen.

Der Kaos-Choreo auf unserer Seite, die farbenfroh und mit viel Konfetti daher kam, folgte eine müde Vorstellung der Kurve. Die Düsseldorfer mit ihrem traditionell sehr schick beflaggten Block zündeten zu Beginn ein Licht an auf dem Zaun und ließen gegen später noch ein paar Raketen steigen. Ansonsten schrien sie ihre in Unterzahl agierende Mannschaft zum Punktgewinn. Sicher ein Auswärtsspiel der besseren Sorte für den Anhang.

Wir haben wieder gut gespielt, wenn auch alles irgendwie komisch lief. Toll wie sich Sallahi einfügte, wie klasse Yamada wieder spielte und wie gut ein Meffert geworden ist. Diese Mannschaft macht mir so viel Spaß, dass ich morgen mal was verrücktes mache und nach Heidenheim fahre.  Auswärtssieg!!!

MaD

KSC-Düsseldorf

KSC – FSV Frankfurt oder Seepferdchen im Wildpark

Bei strömendem Regen war der FSV Frankfurt am 19.12.2014 zu Gast im Wildpark. Die 57 Gästefans und unsere beiden Jungs auf dem Zaun machten an diesem Abend ihr Seepferdchen. Mindestens bis auf die Knochen waren alle nass.
In der A-Kurve verloren sich noch eine handvoll Leute im Regen, im A1 und A4 drängten man unters Dach.
Die Party zum Jahresabschluss nahm auf dem Rasen ihren Lauf. So überlegen wie der KSC den FSV herspielte, das war schon eine Demonstration. Wir spielten wunderbar Fußball und die Abschlussquote stimmte auch.
Rouwen Hennings nagelte den Ball per Fernschuß zum 1:0 ins gegnerische Tor und Reinhold Yabo erhöhte wenig später auf 2:0.
In unserem Block nahm die Party auch Fahrt auf. Solch eine Feierstimmung war schon lange nicht mehr. Ausgelassen tobte alles durch die Gegend, es wurde laut supportet und überall strahlten die Gesichter. Manchen merkte man auch schon an, dass an diesem Abend noch steil gegangen werden sollte. Schließlich gabs im Fanprojekt noch eine Jahresabschlussparty, andere gingen auch noch auf Kneipentour durch die Stadt.
Vielleicht waren die ChiKAs neben mir gar nicht betrunken, vielleicht waren sie ja Manuel Neuer?!
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Hennings klaute dem Frankfurter Torwart Klandt kurz nach der Pause elegant den Ball und schob lässig zum 3:0 ein. Solch ein Tor sieht man auch nicht alle Tage und die Feierei steuerte unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen.
Nazarov per Elfmeter zum 4:0 und nun stimmte der Wildpark tausendfach in unser „Europapokal-Lied“ ein. In mehreren Intervallen und mit immenser Laustärke wurde mit diesem Lied unsere Mannschaft für ein tolles Fußballjahr 2014 gefeiert.
Sie fingen sich noch das 4:1, was einige erst nach dem Abpfiff mitbekamen, so vertieft war man im Singen dieses sensationellen Liedes.
Alle die damals schon dabei waren hatten bestimmt wieder die Bilder dieser Schlachten vor Augen. Mir ging es jedenfalls so.
Der KSC ließ sich nicht lumpen. Erst taten die Spieler so als ob sie nur kurz zum winken kommen würden, erste ungläubige Pfiffe ertönten schon. Dann drehten sie um und machten kollektiv den „Diver“ um danach mit der Gegengerade zu feiern!
Im Clubhaus angekommen traute ich meinen Ohren nicht. Siegestrunken und glücklich sangen alle „Oh wie ist das schön“. Ja, so etwas hat man auch im Clubhaus des KSC „lange nicht gesehen“.

Danke an unsere Mannschaft für ein (fast) perfektes Fußballjahr 2014!

MaD

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