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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Union Berlin – KSC 2:0 (Alte Försterei, 16.12.2014)

Zum bestmöglichen Termin startete die Rückrunde der 2.Bundesliga. An einem Dienstag Abend trat der KSC bei Union Berlin an. Kann man schon mal machen so einen Trip, falls der Chef Urlaub gewährt oder man die Unterschrift der Eltern gut nachahmen kann.
Trotz allem fanden sich viele Karlsruher in Köpenick ein. Zusammen mit unseren Freunden von der Hertha waren wir knapp 1000 Unterstützer der Mannschaft von Markus Kauczinski.
Am Einlass dauerte es ewig und einige schafften es nicht pünktlich zum Anpfiff ins Stadion, obwohl sie schon 30 Minuten vor Beginn da waren. Bis man abgefummelt wurde war man fast am Boden fest gewachsen und zu allem Überfluss durfte ich noch meine Umhängetasche nicht mit ins Stadion nehmen. Also Fotoapparat, Handy, Bonbons und Schlüssel rausgenommen und eine komplett leere Tasche zur Verwahrung gegeben. Macht natürlich Sinn Union!
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Nach 70 Sekunden war das Spiel leider schon gelaufen. Jan Mauersberger rutschte als letzter Mann bei einem Rückpass auf ihn aus. Die Unioner schalteten schnell und es stand 1:0. Die Alte Försterei jubelte. Es war bis zum 2:0 das letzte Mal, dass man die Unioner hörte.
Still stand die voll besetzte Gegengerade da und schaute sich das Spiel an. Hinterm Tor hampelten 100 Leute rum, aber ausser diesem harten Kern in der Blockmitte tat sich so gut wie nichts.
Auch hier (leider) zu sehen wie etwas medial zum Kult aufgebauscht wird und in Wirklichkeit wird es in Sachen Stimmung immer schlechter bei Union. Parallelen zum FC St.Pauli drängen sich förmlich auf.
Hauptsache die ganzen zugezogenen Hipster mit ihren Jute-Taschen gehen zu Union und fühlen sich kultig.

Union lief die frühe Führung natürlich rein. Sie verteidigten geschickt und unserem KSC fehlten die Ideen. Rouwen Hennings hatte das 1:1 auf dem Fuß, aber das rechte Bein wollte nicht so wie er wollte und so sah das ganze etwas nach Slapstick aus. Schade, so wären wir mit einem 1:1 in die Pause und dann hätte das Spiel noch mal von vorne starten können.
Wir gaben auf den Rängen gleich Gas nach der Halbzeit und der KSC ebenso. Gute 15 Minuten drängten wir die Berliner richtig schön hinten rein, aber so wirklich zwingend waren wir nicht. Der berühmte letzte Pass kam nie an.
Billig ließen wir uns dann auskontern und per Kopf erzielte Union das 2:0. Da war sie dann wieder die Alte Försterei, aus dem Schlaf erwacht. Ich bin fast erschrocken, hatte ich doch fast vergessen, dass hier ganz gut besucht war. Die können ja auch Lärm machen und nicht nur Weihnachtslieder trällern.
Als vor dem Spiel ein älterer Unioner in der Bahn was von „14 Spiele nicht mehr zu Null gespielt“ faselte, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Der KSC ist ja immer gerne gesehen, wenn es darum geht solche Serien zu brechen. Mit einem Heimsieg gegen den FSV Frankfurt konnte man das Fußballjahr 2014 trotz dieser Niederlage noch sehr erfolgreich ausklingen lassen.

Was den Abmarsch unseres Blocks vom Stadion betrifft gibts im Netz genügend Material zum nachlesen.

U.N.V.S.U.!!!!

MaD

Karlsruher SC – Wismut Aue 1:0 (12.000 Zuschauer; 23.11.2014)

Es darf wieder getanzt werden im Wildpark. Endlich der zweite Heimsieg der Saison und dieser war hochverdient. Der KSC zeigte alle seine Stärken und Schwächen in einem Spiel. Die Stärken liegen in der sehr kompakt stehenden Defensive, dem strukturierten Spielaufbau über Yabo und unermüdlichem Kampf und Einsatz, gepaart mit spielersicher Stärke eines Yamada, Torres, Yabo und auch Meffert und Hennings. Valentini stabilisert sich immer mehr auf der rechten Seite, welche wieder zur Waffe wird, da Torres offensiv seinen Gegnern regelmässig davon läuft.
Womit wir auch schon bei den Schwächen wären. Wir erzielen zu wenig Tore aus unserer Überlegenheit. Torres flankte unzähliche Male in den Strafraum und nie wurde es so richtig gefährlich. der überragende Auer Keeper Männel pflückte den Ball einfach herunter.
Auch gegen Hennings (2x) und Micanski reagierte er sensationell und bewahrte die Gäste vor einer höheren Niederlage.
Hätten wir den Elfemter nicht zugesprochen bekommen, wir wären wahrscheinlich mit einem torlosen Remis aus der Partie gegangen. Dies wäre zwar unfassbar gewesen, gemessen an Tormöglichkeiten, Eckbällen und Spielanteilen, aber zeigt eben auch wo es Bedarf gibt sich zu verbessern.
Nazarov verwandelte in der 74.Minute ins linke untere Ecke. Männel ahnte sie zwar, aber da fehlen ihm einfach ein paar Zentimer Körpergröße.
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Eigentlich hatte sich Micanski den Ball schon geschnappt und wollte den Straßstoß treten. Wie ein kleines Kind wehrte er sich gegen seine Mannschaftskameraden, die ihm diesen abnehmen wollten. Es mussten erst Gordon und Yabo kommen, damit er den Ball abgab. Nazarov rechtfertigte das Vertrauen und verwandelte.
Micanski muss gar nicht beleidigt sein. Wenn man solche Chancen wie seine beim Eins:Eins Duell gegen Männel nicht macht, dann schießt man auch keine Elfmeter. Etwas mehr Mannschaftsgeist wünsche ich mir hier. Er soll sich lieber darauf konzentrieren regelmässig zu treffen.
Im Wildpark war ne tolle Stimmung. Das Publikum honorierte den engagierten Auftritt des KSC, wenn man auch lange auf das Tor warten musste. Unermüdlich spielten die Blau-Weißen nach vorne. Aue änderte nach 30 Minuten die Taktik und spielte defensiver, was uns noch mehr Räume gab, die wir leider nicht zu nutzen wussten.
Am Ende steht ein verdienter Sieg und der KSC ist auf gutem Wege sich im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren.Wichtig ist, dass nach unten nichts anbrennt und dies scheint momentan auch so zu sein.
Wir werden die erste Mannschaft, welche in Darmstadt gewinnt am Freitag und gegen Braunschweig steigt dann das Spitzenspiel im Wildpark in 14 Tagen. Ich bin da optimistisch!

Euer Mad

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Halli Galli Drecksaufest oder Die Kassierer bitten zur **********Polka (15.11.2014 Karlsruhe, Stadtmitte)

Ich sollte auch mal was für Mädchen schreiben wurde mir gesagt. Immer nur Fußball, Fußball, Fußball bekam ich nach meinem letzten Blogbeitrag zu hören.
Natürlich kann ich auch was für Mädchen schreiben und was bietet sich da besseres als an als ein Konzertbericht. Kultur, noch dazu Musik kommt immer gut an. Here we go:

Die (übermächtigen) Kassierer gaben sich in unserer schönen Fächerstadt die Ehre. Mit über 400 Besuchern war die Stadtmitte ausverkauft und machte in kürzester Zeit der Saunalandschaft des Europabades schwer Konkurrenz, wobei es in regelmäßigen Abständen zu Bieraufgüssen in Form von fliegenden Gerstenkaltschalen in Plastikbechern kam.
Im Vorprogramm spielten The Lennons aus Pforzheim. Die Band spielt seit 1981 Punkrock Marke „Franz Kafka im Kostüm von Alice Cooper“ und sie ist damit die älteste Punkband in Deutschland, welche durchgehend aktiv war und ist. Die Mannen um Sänger Michael Hermann sind sich wirklich treu geblieben und spielen astreinen Deutschpunk mit absoluter Feiergarantie. 
Die Masken fallen hier schneller als man „Claudia“ rufen kann und schon blickt einem die nächste Fratze entgegen.
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„Wer lieben will muss leiden“, „Der König ist tot“, „Paranoia“ und nicht zuletzt die schon genannte „Claudia“ bieten feinsten Punkrock der frühen Achtziger Jahre, welcher auf eingängige Melodien setzt, die allen voran Helmut Kuntschner mit seiner Gitarre bestens zelebriert.
 
Um kurz vor 22 Uhr betraten dann Die Kassierer die Bühne. Bedenkt man die Tatsache, dass sich im Wattenscheider Gemeinderat alle Abgeordneten von der NPD bis zu den Grünen einig waren, dass Sänger Wolfgang „Wölfi“ Wendland in der Stadt keine Konzerte mehr veranstalten darf, dann erhält man vom Ausmaß des Abends in etwa eine Vorstellung.
Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab. Wohl dem der da nicht nüchtern war. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Stadtmitte in eine von Sinn und Verstand absolut befreite Zone. Zu Hits wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“, „Besoffen sein“, „U.F.O.“, „Das schlimmste ist wenn das Bier alle ist“ oder „Blumenkohl am Pillemann“ zogen sich Bandmitglieder und Teile des Publikums nackt aus und Schlagzeuger Volker Kampfgarten demonstrierte zusammen mit Guitarerro Nikolaj Sonnenscheiße wie man bis zum Hals……….nein ich schreibs jetzt hier nicht nieder, ist ja für Mädchen die Konzert-Review.
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Es wurde auch das Geheimnis gelüftet dass der wirkliche technische Fortschritt im Sauerland generiert wird, wo man bereits teleportieren kann. Trotz dieser technischen Errungenschaft, benötigt Wölfi immer noch seine Zettel um die Lyrik fehlerfrei wieder geben zu können. Warum die Texte lernen, wenn man sie eh aufgeschrieben hat.
Die von Entsetzen, Ratlosigkeit und zeitweise blanker Panik gezeichneten Blicke der beiden Bühnensecuritys werde ich so schnell nicht vergessen.
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Im Publikum tummelte sich an diesem Abend eine Mischung aus Studis und Mallorca-Feierpublikum. Da hat der Auftritt im Circus HalliGalli wohl nachhaltig gewirkt. Kaum Punker waren am Start, dies war vor einigen Jahren noch anders. Ein Typ mit einem „Milf Hunter“ Shirt machte sich komplett zum Obst, als er vor und auf der Bühne den „Dicken“ markierte, sich dann aber partout nicht ausziehen wollte und nur kurz sein T-Shirt hob. Wölfi belächelte ihn nur mitleidig.
Mit „Partylöwe“ kam zum Ausklang noch mal so richtig Schwung in die Bude, es flogen die Bierbecher und alle die noch stehen konnten sangen lauthals mit. Auch die anwesenden Mädchen. Hier schliesst sich der Kreis wieder.

Nach dem Konzert gings dann noch in die KSC und Südstadtkneipe Milano, wo bis 3 Uhr morgens Fußballgeschichten ausgetauscht und der Abend gemeinsam „verarbeitet“ wurde. 
Eine Frage blieb allerdings unbeantwortet: Klaut man bei einem Länderspiel eine Fahne wie die „Ruhestörer“ oder macht man dies nicht? Vielleicht aus Respekt sogar?! (Oder macht es überhaupt „Sinn“ ne Fahne zu klauen? Wäre auch mal ein Ansatz!)

Der Flo und der MaD

P.S. Grüße an die Crew und „das Schlimmste“ ist ja an diesem Abend nicht eingetreten

 
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Zwei Abende im Oktober mit dem KSC

Zwei Abende im Oktober zum Vergessen. Es hätte eine der besten Wochen des Jahres für und mit dem KSC werden können. Nach dem tollen 4:0 Auswärtssieg beim FC St.Pauli stand Dienstag das Spiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten Kickers Offenbach an.
Drei Tage später ein Heimspiel in der Liga gegen den SV Sandhausen.
Ein Sieg auf dem Bieberer Berg würde die nächste Runde im DFB-Pokal bedeuten und damit eine sichere Einnahme von mind. 500.000 Euro. Dazu Reputation und Werbung für unseren Sport-Club.
Nachlegen in der Liga dann gegen den SVS und die Stimmung rund um unseren Verein wäre bombig.
Hätte alles so schön sein können.
Fußball ist aber leider meist mehr von unerfüllten Hoffnungen geprägt und so blamierten wir uns nach besten Kräften im DFB-Pokal auf dem Bieberer Berg.
Keine Torchance in der zweiten Halbzeit, kein Spielaufbau, kein Kampf, keine Emotionen auf dem Platz. Yabo fehlte an allen Ecken und Enden.
2500 mitgereiste Karlsruher trauten ihren Augen nicht. Das Spiel des Jahres in finanzieller Hinsicht wurde abgeschenkt. Im ganzen weiteren Saisonverlauf ist es unmöglich so viel Geld für unseren klammen Verein herein zu holen, egal wie gut man spielt. Bitter!
Gleichzeitig stellt man sich als jemand hinterm Zaun dann doch die Frage ob unser Trainer die Mannschaft hierfür richtig eingestellt hat oder ob er auch dachte, dass dieser Sieg lässig mitgenommen wird? Als Varnhagen in der Startelf auftauchte und nicht Meffert, drängte sich dieser Verdacht fast auf. In Liga 3 noch eine Stütze, kam Silvano Varnhagen leider nie in der zweiten Bundesliga an und hat keine Spielpraxis. Sie ihm in diesem Spiel zu geben – fahrlässig. Wenn es, wie geschehen, schief geht bietet so eine Aufstellung einfach zu viel Raum für Spekulation.
Offenbach stand tief, war aber aggresiv im Zweikampf und kaufte uns den berühmten Schneid ab. Dazu kamen individuelle Fehler und so fiel das Tor für die Kickers fast folgerichtig.
Danach war zu keiner Sekunde spürbar, dass wir hier noch was reißen sollten. Ein wirklich bitterer Abend für unseren Karlsruher SC. Verlieren kann man immer, auf das „wie“ kommt es an.
Wir sind wahrscheinlich der unkommerziellste Verein im ganzen Land. Immer wenn es etwas zu verdienen gibt, verweigern wir uns. Erfolg wird einfach hier nicht groß geschrieben.

Tristesse pur dann Freitag Abend gegen den SV Sandhausen. Die meisten Gespräche drehten sich noch um das Pokalaus. Man merkte förmlich wie es an den Leuten nagt und wie groß doch der Ärger darüber noch war.
An dem Abend kämpfte unsere Mannschaft aber wenigstens, wenn auch spielerisch mal wieder kaum etwas ging, zumindest in der ersten Halbzeit. In der Offensive sind wir einfach zu harmlos.
Mit Torres kam dann mehr Schwung nach der Pause und er war es auch, der den Führungstreffer erzielte. Dieser war hochverdient, denn Sandhausen wollte gar nichts.
Wir spielten auch ganz gut weiter, waren aber zu ungefährlich vor dem Tor der Gäste. Es passierte dann leider was dieser Woche das i-Tüpfelchen aufsetzte. Katastrophale Fehlerkette in der Defensive und der Ball war im Tor zum 1:1.
Eine sekundenlange Stille im Wildpark, alle hielten den Atem an und schauten entsetzt. Unglaublich wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann.
War die Stimmung auf den Rängen vor dem Ausgleich schon nicht wirklich gut, so war konnte man es jetzt vergessen. Keiner konnte sich mehr aufraffen richtig Gas zu geben. Zu tief saß bei vielen wohl noch die Enttäuschung über die Niederlage im Pokal.
Wenn man sich unsere Aufstellung anschaut wird natürlich auch deutlich, dass wir großes Verletzungssorgen haben, zudem sind einige Spieler vollkommen ohne Form. Valentini hinten rechts ist nur ne Notlösung, der junge Max musste wieder links ran, Barry wird eingewechselt. Der KSC kommt auf dem berühmten „Zahnfleisch“ daher.
Warum unser Trainer in der 90.Minute noch Außenverteidiger für Außenverteidiger brachte sei hier nur als kuriose Randnotiz erwähnt. Vielleicht wollte er „Zeit von der Uhr nehmen“. Und warum spielt eigentlich Mauersberger nicht mehr?
Was so eine Woche kaputt machen kann ist schon sagenhaft.
Schade!

MaD

KSC-Sandhausen

KARLSRUHE SAGT NEIN ZU RED BULL

Die Botschaft dieser Woche aus Karlsruhe war deutlich. Das Produkt RB nimmt für uns nicht teil am Spielbetrieb. Auf Ultra1894 nahm Karlsruhe im Vorfeld des Spiels in Leipzig dazu Stellung:

http://ultra1894.de/bundesweite-kampagne-nein-zu-red-bull/#more-1256

http://ultra1894.de/rasenball-leipzig-ksc/

Ein Alternativprogramm wurde aufgelegt. Über 600 Fans schauten gemeinsam im Wildparkstadion unser Spiel auf einer Leinwand an. Es waren im Grunde genau die, welche sonst den KSC auch unter der Woche auswärts unterstützen. Mit dem Kauf eines „Traditionstickets“ konnten am Spieltag, aber auch schon zuvor alle KSC-Fans die eigene Jugend unterstützen.

http://ultra1894.de/alternativprogramm-ksc-produkt-rb/
http://ultra1894.de/bilder/202

Mit dem Verzicht auf das Auswärtsspiel in Leipzig traf die Szene eine schwere aber konsequente Entscheidung.
Das Nein zu RB im Fußball war und ist deutlich geworden. Auch heute im Heimspiel gegen Audi Ingolstadt wurde per Transparent dies noch mal sehr deutlich gemacht.

Die sportliche Situation stellt sich nach der „Englischen Woche“ leider weniger gut dar als erwartet. Spielten uns am Mittwoch in Leipzig noch Kimmich, Kaiser und Poulsen schwindlig, so war heute gegen Ingolstadt ein schlagbarer Gegner zu Gast, gegen den aber auch wenig passte.
Gegen RB war verwunderlich wie es uns nicht gelang während des Spiels die Taktik zu verändern. Die Abwehr stand hoch und wurde mehrmals einfach überlaufen bzw. mit Steilpässen auf den schnellen Poulsen ausgehebelt. Dabei wirkten unsere Verteidiger etwas „hüftsteif“.
Kein Vergleich zum Heimspiel gegen Nürnberg als wir dem „Glubb“ mit einem Offensivspektakel keine Chance ließen. In Leipzig kamen wir trotz Führung durch Miczanski nie ins Spiel. Wahrscheinlich ist Leipzig im Gegensatz zu Nürnberg einfach auch die um Längen bessere Mannschaft.

Alle waren auf die Reaktion im Heimspiel gegen Ingolstadt gespannt. Unser Trainer brachte für Kempe den jungen Max. Dessen Vater wird vielen noch in Erinnerung sein als Bundesligatorschützenkönig, welcher wie Kießling aus das Los der Nichtberücksichtigung im DFB-Dress gezogen hatte.
Wenn man den Vater schon gut kannte und nun der Sohn spielt, ist dies auch ein untrüglicher Hinweis darauf, dass man doch schon etwas länger Fußball schaut.
Max wird sich nur über Spielpraxis in der Liga zurecht finden. Heute war es eher nix. Nach vorne konnte er, anders als Kempe es meist tut, keinen Druck entwickeln, seine Standards waren immer nur halbhoch und hinten verlor er zu oft den Ball. Noch dazu die gelbe Karte aus der 5.Minute, welche ihn sicherlich ab und an hinderte besser auf den Ball zu gehen.
So war die linke Seite heute nur die Hälfte wert und dies können wir uns in der engen zweiten Liga leider nicht leisten.
Torres übersah dann zu allem übel in der ersten Halbzeit noch die besser postierten Yamada und Miczanski. Er versuchte es (wieder mal) selbst und da er im Abschluss kein „Apparat“ ist, stand bei uns die Null.
In einem typischen 0:0 Spiel verlängerte unser Verteidiger Gordon unglücklich eine Freistoßflanke unseres ehemaligen Spielers Groß zum 0:1 ins eigene Tor.
Es sollte das Tor des Tages sein. Dabei hatten wir noch Glück, dass wir nach wenigen Minuten nicht einen Elfmeter gegen uns bekamen und dass der Treffer von Lex in der 46.Minuten nicht gegeben wurde. Warum weiss wohl nur der Schiedsrichter. Damit hielt er den KSC natürlich im Spiel und kurz vor Schluß, eigentlich schon in der Nachspielzeit, hatten wir dann noch zwei ganz gefährliche Situationen im Ingolstädter Strafraum. Yabo und Yamada spielten sie allerdings nicht konsequent zu Ende.

Nach Abpfiff jubelten 57 Ingolstädter Auswärtsfans. Sie haben eine gute Mannschaft, die nun seit 16 oder 17 Spielen auswärts ungeschlagen ist. Sollten sie aufsteigen werden in Spielen gegen Hoffenheim oder Wolfsburg unheimliche Fanpotentiale aufeinander treffen. Da ist für Gänsehautstimmung gesorgt.

MaD

Striptease vorm Auswärtsblock (KSC – 1.FC Nürnberg 3:0, 22.09.2014)

Spiele gegen den Glubb aus Nürnberg haben immer ihre Brisanz und schrieben schon so manche Geschichte. Die heutige war vor allem etwas für die anwesende Damenwelt.
Der KSC startete im Gegensatz zum Bundesligaabsteiger Nürnberg sehr gut in die neue Saison. Beim Glubb brannte es schon vor dem Spiel, da die neu zusammengestellte Mannschaft unter Trainer Ismael keinen Ball trifft, zumindest nicht so, dass damit ausreichend Siege eingefahren werden können.
Nach wenigen Minuten war klar, dass es für die Franken um ihren unsympathischen Torhüter Schäfer auch bei uns eng werden würde. Der KSC spielte schnell nach vorne über unsere schnellen Torres, Yamada und Yabo und stand im Mittelfeld und der Abwehr so gut, dass es kaum Räume gab für Nürnberg.
Bei Ballbesitz immer schnell raus Richtung Flügel und in der Mitte versuchte sich flink Iljan Miczanski zu positionieren.
Javier Pinola, einer der wenigen Übriggebliebenen und Urgestein beim FCN, tat mir fast etwas leid. So schlecht sah er meist aus, wenn Torres oder Yabo ihn umkreisten und mit dem Ball schneller waren wie der Argentinier auch nur „Glubb“ sagen konnte.
Welches System die Franken spielten wurde mir bis zum Ende der ersten Halbzeit eh nicht klar. Selbst in Ballbesitz wusselten sie wild durcheinander wie ein Ameisenhaufen in den man einen Stock hineinsteckt. Fehlpässe gab es im Dutzend billiger, da niemand so lief wie es der passgebende Nürnberger gedacht hatte.
Yabo eröffente dann mit einer schönen Einzelleistung den Torreigen und krönte sich selbst mit dem Doppelpack zum 3:0. Yamada, unser kleiner Neuzugang aus Japan, durfte auch endlich jubelnd seinen Kamerade in die Arme fallen und sich als Torschütze feiern lassen. Damit belohnte er sich für gute Spiele im blau-weißen Trikot. Eine echte Bereicherung für unsere Mannschaft.
Die knapp 20.000 Zuschauer (davon ca.3000 aus Nürnberg) hatten ihren Spaß, so sie denn für den KSC die Daumen drückten. Im Nürnberger Block nahm man die Fahnen nach dem 3:0 vom Zaun, Support gab es vorher auch schon kaum. Ein komplett schweigender Auswärtsblock der Franken war auch ein Anblick den man nicht alle Tage hat. Wenn man selbst leidgeprüfter Fan eines Vereins ist, dem es nicht immer gut geht, kann man deren Gefühlslage nachvollziehen.
Wir feierten dagegen ausgelassen unsere Mannschaft, selbst als diese in Halbzeit zwei nur noch das Ergebnis sicherte und verwaltete. So schnell gingen ereignislose 45 Minuten auch schon lange nicht mehr vorbei. Das Repertoire an Liedern um zu feiern wurde ausgereizt und selbst La Ola konnte bedenkenlos gestartet werden.
Als gute Gastgeber bereiteten wir unseren Freunden aus Berlin, Straßburg und Graz einen unterhaltsamen Nachmittag.
Nach dem Schlusspfiff, während wir unsere Mannschaft vor der Gegengerade feierten, durften die Damen ihre Augen zum Gästeblock wenden. Dort zogen die Nürnberger Spieler fast blank, also zumindest im übertragenen Sinne. Sie gaben ihre Trikots zur sicheren Verwahrung den Ultras Nürnberg und liefen mit ihren gut durchtrainierten Oberkörpern den langen Weg zurück in die Kabine. So manches Frauenherz hat hier bestimmt höher geschlagen. War das viele Training die letzten Wochen und Monate zumindest für diesen Zweck nützlich.

MaD

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TURNSTILE & EXPIRE & ANGEL DU$T & SWAMPS & YOUNGER US (11.08.2014 Stadtmitte Karlsruhe)

Ein normaler Montag Abend in Karlsruhe sieht so aus, dass sich über 300 Leute aus ganz Baden-Württemberg, der Pfalz und dem nahen Ausland (Belgier habe ich sogar gesehen) in der Stadtmitte einfinden und eine Hardcore Show erleben.

Die Jungs und ein paar Mädels nahmen den Club auseinander. Schon beim „Bollock-Punk“ von Angel Dust war richtig was los, was dann aber bei Expire und Turnstile abging war sensationell.
Diese Art abzugehen ist nicht ganz mein Ding, deshalb hielt ich mich eher seitlich im Hintergrund und genoß die Show der Bands und der Meute.

Expire und Turnstile brachten ihre 7-8 Songs dermaßen auf den Punkt und nach knapp 35 Minuten waren nicht nur die Musiker platt. Großes Klasse was hier geboten wurde. Hier ein Eindruck:

Turnstile: http://youtu.be/fwCTgHCUgMY?list=UUxtb_p8a90-Ns85nt6ZoSaA

Expire: http://youtu.be/3TamBoGWFvw?list=UUxtb_p8a90-Ns85nt6ZoSaA

MaD

Bane (Alte Hackerei Karlsruhe, 28.07.2014)

Wenn eine Woche so beginnt, ist sie schon gerettet. Bane aus Worcester gaben sich in der Hackerei die Ehre und sorgten für volles Haus.
Und es geschah etwas, was selten ist für diese Location. Gleich zu Beginn strömten alle Leute direkt vor die Bühne und es bildete sich sofort ein Pit der sich gewaschen hatte. Männer mittleren Alters flogen durch die Luft und ließen sich zu feinsten Hardcore-Punk Klängen durch die Gegend schupsen.
Aaron Bedard war wie immer stilsicher gekleidet mit einem übergroßen Pulli. Er nutzte die komplette kleine Bühne, hilet das Mikro in die Crowd, redete zwischen den Songs viel von seinem Leben und seinen Erfahrungen und forderte alle auf mehr gegen Nazis zu tun.
Seine Statements ernteten viel Applaus, waren sie doch sympathisch und ehrlich vorgetragen.
Bane hatten großen Spaß, sie bekamen vor der Bühne ja auch allerhand geboten. Gut so Karlsruhe, bitte künftig mehr davon.

Danke Bane und ich hoffe doch, dass ihr noch mal wieder kommt!!!

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MaD

P.S. Danke an die Veranstalter Lukas und Co. für diesen Abend!

Deutsche Meisterschaft der Wohnungslosen im Straßenfußball 2014

Karlsruhe war der Gastgeber einer ganz besonderen Meisterschaft. Wohnungslose Menschen spielten in Sichtweite des Schlosses den Deutschen Meister 2014 im Straßenfußball aus.
Aus dem ganzen Land waren Sozialträger mit ihren Mannschaften angereist. Mitmachen konnte jeder der aktuell wohnungslos ist, es in den letzten Jahren war oder vom Straßenzeitungsverkauf lebt.
Über 20 Teams spielten den Sieger aus. Ob sie nun aus Kiel, Saarbrücken, Hamburg, Berlin oder Frankfurt kamen. Sie alle wollten gewinnen, Spaß haben, Tore schießen und auf dem Platz alles geben. Wenn der knarzige Lautsprecher die Mannschaften aufforderte sich zur nächsten Partie bereit zu machen, hörte sich dies dann so an: Ocker Beige Berlin gegen Acht auf Kraut, Rue 66 gegen Kontrollverlust oder Hannibals Erben gegen Jugend hilft Jugend.
Nein, dies war keine reine gute Laune Veranstaltung. Da wurde alles gegeben und mit Leidenschaft gekämpft. Wie zur Zeit in Brasilien, nur eben alles etwas kleiner, etwas weiter weg von der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Vielleicht etwas ehrlicher dafür?!
An diesen beiden Tagen im Juni (20./21.) trafen Typen aufeinander deren Lebensgeschichte Bücher füllen würde. Diese Geschichten sind leider nicht von nur von „Eitel Sonnenschein“ geprägt. Sie alle haben einiges überwunden oder sind gerade dabei dies ernsthaft zu versuchen.
Es gab auch richtig gute Fußballer in den Reihen der Wohnungslosen die für das eine oder andere „Zunge schnalzen“ im Publikum sorgten und schöne Tore erzielten.
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Die Kluft im Leistungsvermögen war teilweise schon enorm. So gab es auch schon mal ein 15:0 oder mehrere Endergebnisse mit 5-6 Toren Unterschied. Als es dann aber in die Endrunde ging und die besten Teams den Sieger ausspielten war es sehr spannend. Bei allem Engagement und Kampf war es stets fair.
Am Ende triumphierte Jugend hilft Jugend aus Hamburg und verwies den Kompasshof Augsburg auf Platz 2.
Aus allen Team wurden noch Spieler ausgewählt, die als „Deutsche Nationalmannschaft“ zur Weltmeisterschaft der Wohnungslosen nach Chile reisen.
Dieser „Homeless World Cup“ wird u.a. von der UN und der UEFA mitfinanziert.
Wie gut geht es doch unserem Land, dass wir solche Veranstaltungen für Menschen durchführen können, die eher am Rande der Gesellschaft zu Hause sind. Es zeigt uns auch deutlich wie schnell es gehen kann, dass wir selbst in einer Notlage sind. Wie beruhigend zu wissen, dass es Institutionen gibt, die allen die Hilfe wollen zur Seite stehen.
Veranstaltet wurde das Turnier von der Diakonie Karlsruhe, der Heimstiftung Karlsruhe und dem Arbeitskreis Wohnungslosenshilfe in Karlsruhe gemeinsam mit Anstoß! e. V.! Mit vielen ehrenamtlichen Helfern konnten diese zwei Tage erfolgreich gemeistert werden. 

Mehr zum Thema gibt es hier:
http://www.sozialsport.de/deutsche-meisterschaften/160-pm-deutsche-strassenfussballmeisterschaft-in-karlsruhe-2014.html

Für euch am Spielfeldrand stand
MaD

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