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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Broilers & 4 Promille live im Zenith München (05.04.2014)

Vor ausverkauftem Haus traten die Broilers im Münchner Zenith an. Die Band geht seit einer Weile mächtig durch die Decke, was sich an einer komplett ausverkauften Tour und einem Album (Noir) mit Bestplatzierung zeigte.
Vom Oi-Punk vergangener Tage ist wenig übrig geblieben, wir bewegen uns nun schon eher im Bereich Deutschrock, wenn auch mit mehr Punk als so manch andere Combo, die unter dieses Genre fallen würde.
Noch immer sind die Broilers aber live eine Bank und mit über 30 Songs und 2 1/2 Stunden Spielzeit kamen alle auf ihre Kosten an diesem Abend.
Sammy hat sichtlich Spaß an großen Hallen und gibt gerne den Entertainer. Spielfreudig, aber verbal etwas zurückhaltender präsentierten sich Ron und Ines, die beide aber auch auf der mittlerweile großen Bühne routiniert agieren.
Mit der Größe der Hallen und der Veränderung der Musik, wechselt auch etwas das Publikum. Man sah an diesem Abend im Zenith wenige „Rude-Boys“ oder „Skins“, eher „normales“ Publikum (….viele mehr als nur angetrunken und aggresiv….) und einige T-Shirts einer Band aus Südtirol.
Songs wie „Paul der Hooligan“ passen nicht mehr, obwohl viele mitsangen. Als Ines ins Mikro rief „wo sind die Hooligans?“ erhielt sie natürlich kein wirkliches Echo, ausser ein bierseeliges „Ööööhhhh“ aus vielen Kehlen, die aber diese Art Freizeitbeschäftigung nur aus den Medien kennen. Wenn man die große Bühne rocken will, dann muss man sich von einigen Dingen trennen und Szene eben Szene sein lassen.
Die Lieder der Broilers, vor allem die älteren, machen aber nach wie vor Spaß und die Band rockte das Haus gewaltig.
„Tanzt du noch einmal mit mir“, „An all den Schmutz“ oder „Nur die Nacht weiß“ waren Höhepunkte an diesem Abend.
Zwei Zugabeparts gab es mit jeweils vier Songs. „Meine Sache“ und „Blume“ hatten im Hauptteil noch gefehlt und wurden hier unter tosendem Beifall präsentiert.
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Die Broilers positionierten sich auch mehr als deutlich gegen Nazis an diesem Abend. Sogar 2x stellten sie klar wo sie stehen. Ein Verkaufsstand mit Anti-Nazi Klamotten rundete hier das Bild ab.
Sammy sprach auch über die sehr gespaltene Meinung der gewachsenen Fangemeinde zum neuen Album Noir. Aber hier wird man wohl nicht mehr so richtig zueiander kommen denke ich. Die Broilers haben sich durch die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Düsseldorf auf die großen Bühnen gespielt und sollen dies nun auch genießen. Gönnen wir es ihnen, denn wie viele Szene bzw. Underground Bands spielen sich den Hintern wund und haben nie die Chance von ihrer Musik zu leben. Die Broilers werden dies können.
Einige der alten Fans werden diesen Weg nicht mitgehen, aber das „Deutschrockpublikum“ fängt die Düsseldorfer sanft auf, man muss sich also keine Sorgen machen.
Leider verpassten wir 4Promille fast komplett, da wir im Augustiner Biergarten etwas zu lange verweilten bei Haxe, Schweinebraten und ein paar Bier. Aber „Ich werd mich ändern“ konnten wir gerade noch abfeiern. Immerhin!
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MaD

Cherry Bomb & 4Promille (Bottich, 15.03.2013)

Wenn ich gerade schon dabei bin den ereignissreichen März aufzuarbeiten, dieser Konzertabend war bisher der Höhepunkt im Musikjahr 2013.
Party pur im ausverkauften Bottich in Pforzheim. Mit Cherry Bomb aus Potsdam und den Düsseldorfern 4Promille hatte Subkultura ein Knallbonbon gebucht.
Kurzhaarige, Langhaarige und Bunthaarige hatten sich versammelt um einen legendären Clubabend zu erleben.
Punk´n´Roll aus Potsdam war angesagt und ich muss zugeben dass Cherry Bomb mich einfach umhauten.
Ich wartete an diesem Abend im März 2013 eigentlich gespannt auf die Hauptband, da ließen es die so Potsdamer mächtig knallen und hauten mir Songs wie „Lovers“ oder „Part Of Me“ um die Ohren. Ich wollte mitsingen, dem Sänger das Mikro entreißen und gröhlend durch die verdutzte Menge toben, aber ich kannte den Text nicht. Shit!
Bei „Teenage Kicks“ (Coverversion; Original von The Undertones) war es dann endgültig aus, es musste getanzt werden.
So begeistert hat mich selten eine Band von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Kompliment nach Potsdam!

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Nach einer kurzen Pause betraten  4Promille die kleine Bühne und das Publikum drängte sich dicht an dicht davor. Die nächsten knapp 1 1/2 Stunden sollten wenige Wünsche offen lassen. Die wieder vereinigte Combo (ohne Gründer Volker Grüner) spielte einen schönen Mix aus ihrer Bandgeschichte. Viele englische Songs waren auch darunter, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Welche Songs alle hören wollten war ja klar und 4Promille verstanden es gut diese wohl dosiert in ihrem Set zu platzieren um immer wieder Stimmungshöhepunkte zu erzeugen. Melly hatte den Laden eh im Griff und die Jungs hingen an ihren Lippen.
„Träume sterben“, „Jeder hat sein Kreuz zu tragen“, „Popeye der Seemann“, „Jenny“, „Rob A Bank“ waren nur einige der Songs, die euphorisch abgefeiert wurden und gefühlt wollte jeder mal ans Mikro.
Eine friedliche ausgelassene Party war es im Bottich, welche dann bei „Ich werd mich ändern“ ihren absoluten Siedepunkt erreichte, wer hätte es gedacht.
Mit „Qualle“ und einem fetten Pogo beendeten 4Promille nach mehreren Zugaben ihr Set. Was folgte war eine feucht-fröhliche Party mit DJ Beschallung und beiden Bands an der Bar und etwas zu viel Pfeffi.
Eine denkwürdige Nacht ging im Morgengrauen in einem Taxi gen Heimat zu Ende.

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MaD

 

Gehobene Abendunterhaltung im Bottich

Im November 2012 als letztes Konzert im Bottich zu Pforzheim angekündigt war es gestern dann schliesslich das vorletzte. Nächsten Samstag spielen noch Tieflader und dann macht der Bottich bzw. Subkultura als Veranstalter dicht. Für manchen Pforzheimer wäre es auch das Allerletzte gewesen, hätte er sich gestern Abend zufällig in den Keller unterm Rathaus verirrt.

Nach einem Zwischenstopp im neuen Biergarten vor dem Sägewerk ging es die paar Meter zum Konzert um ja nicht die erste Band des Abends zu verpassen. Die Fürtter Prolls, an diesem Abend eigentlich die wahren Lokalmatadore. Und sie hatten sich wieder so einiges einfallen lassen. Wer sich fragte was die Kloschüssel auf der Bühne zu suchen hatte und schon Bedenken hochkamen was da wohl geboten wird, den konnte man beruhigen. So sieht eben mit einer Verlängerung aus Rohren das moderne Oi-Alphorn aus und die Töne hören sich dann doch etwas besser an als so manch andere.
Dass sich ein gewisser haariger Mensch auf der Bühne dann doch immer wieder nackig machen muss ist man ja fast schon gewohnt. Auch bei den Fürtter Prolls ließ er es sich nicht nehmen – oh diese Bilder in meinem Kopf……!!!

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Ferdich ab freuten sich schon Monate auf diesen Gig. Joker dem alten Schalker schien an diesem Tag als ehemaligem Spielführer von Nöttingen eh die Sonne aus dem Allerwertesten. Just kurz vor 18.30 Uhr zog Schalke den Oberligisten Nöttingen als Los in der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Aller Wahrscheinlichkeit nach könnte auch der Karlsruher Wildpark Austragungsstätte dieses Spiels werden. Da könnte man ja hinterher in KA etwas gemeinsam mit den Typen aus Mühlheim an der Ruhr starten. Warten wir das mal ab.
Von so einem Abend erwartet man sich als Band und Besucher immer etwas besonderes. Ob dies immer so klappt ist dann fraglich. Gewohnt gut spielten Ferdich ab ihre Lieder, aber so richtig knallte es halt nicht. Dem durchschnittlichen Ferdich ab Fan war der Bottich und die Bühne wohl zu groß. Die meisten hielten sich schwer im Hintergrund, zwar textsicher aber an tanzen war kaum zu denken. So richtig Stimmung war leider nicht, dabei wäre genug dörfliches Ferdich ab Potential am Start gewesen, aber dann traut man sich halt nicht so ganz wenn man die Gegend nicht so kennt…..!

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Onkel Micha lässt hier ausrichten, dass er sich eigentlich wie Bolle auf Ferdich ab gefreut hatte und ob der Nichtstimmung unter der Anhängerschaft etwas enttäuscht war. Trotzdem feierte er für sich jedes Lied, es war ja auch nach 15 Jahren wieder das erste mal, dass er die Combo live erlebte.
Video auch dementsprechend nur halb gut – Bild etwas verpixelt, Ton 1A:

Ob die Gegend bekannt ist oder nicht juckte dann aber keinen mehr als Die Lokalmatadore die Bühne betraten. Kaum zu beschreiben was dann passierte. Ein Chor mit über 150 Mitgliedern (….Mädchen waren auch darunter….haha) stimmte Lieder über dickte Titten und andere Körperteile im Intimbereich an, die Band fungierte praktisch nur als Dirigent und ließ die Seiten umblättern. Eine wogende und gröhlende Masse schob sich im Bottich vor und zurück, T-Shirts wurden ausgezogen, Bier übereinander geschüttet und viel Körperkontakt gesucht. König Alkohol wurde in verschiendensten Formen und Härtegraden besungen und auch live genügend (hoffe nur) oral zu sich genommen.
Eine Band die aber auch praktisch nur Hits hat, muss man eben auch gebührend abfeiern. Mit dem Steigerlied gings los mit dem Spruch „Schicht ist“ endeten 1 1/2 Stunden gehobene Abendunterhaltung Marke Mühlheim an der Ruhr.

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Und hier noch ein schönes „Vorher – Nachher“ Bild:

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Auch bezeichnend, dass der „Aufkleberkleber“ das Ding direkt auf die Klospülung gemacht hat.

Für euch im Smoking in der Oper war

MaD

7 Jahre Subkultura – Oi, Oi, Oi

Gut Ding will manchmal Weile haben. So fingen Subkultura auch nicht mit Konzerten von Bands wie Dritte Wahl, Napalm Death oder UK Subs an, sondern ein paar Nummern kleiner. Geduld und sicherlich viel Arbeit ist es aber zu verdanken, dass nach
 7 Jahren eben solche Bands nun unter der Flagge von Subkultura in Pforzheim Konzerte geben und mit dem Bottich eine lange brach liegende Location reaktiviert wurde.

Danke dafür kann man nicht genug sagen!

Zum Jubiläum kam niemand geringeres als Pöbel&Gesocks, also war Assi Party fast Pflicht und so wurde es schließlich auch.
Mit Bildern wird man dieser Band eh nicht gerecht, deshalb hier ein Video um die Stimmung etwas besser einzufangen:

Unterstützt weiterhin unseren lokalen Veranstalter Nummer Eins – Subkultura!!! Geht zu Konzerten, fragt vlt. auch mal ob ihr was helfen könnt und plündert ordentlich die Bar!

Tickets und mehr Infos gibts hier:

http://subkultura-pforzheim.de/

Auf die nächsten Konzerte freut sich schon euer
OnkelMad

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