Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Schlagwort

pforzheim

Today: Umse live

Guten Morgen,

bevor ich knechten gehe noch ein Veranstaltungshinweis:

Umse kommt heute Abend ins Pforzheimer Kupferdächle. Support kommt von Waldo The Funk + Sickless & Marz. Ab 20.30 Uhr gehts los. Ihr seid an der Abendkasse für angenehme 10 Euro dabei.

MaD

Launiger Pokalabend auf dem Pforzheimer Holzhof

Zu Gast beim Fusionsverein CfR Pforzheim war der SV Waldhof Mannheim. Zwei Klassen trennten die Kontrahenten, das klassische David gegen Goliath Duell im Pokal eben.
Der Sieger des Badischen Vereinspokals nimmt an der DFB-Pokalrunde teil, deshalb ist dies für Vereine wie den Waldhof eigentlich extrem wichtig. Kurios dann immer wieder, dass man den vermeintlich schwächeren Verein etwas auf die leichte Schulter nimmt und die halbe Mannschaft schont.
Der 1.CfR Pforzheim ist ja mittlerweile nicht mal mehr eine Mischung aus dem guten alten 1.FC Pforzheim 1896 und dem VFR Pforzheim 1897. Neun (!!) Spieler der letztjährigen Oberliga Mannschaft des TSV Grunbach standen in der Startelf des CfR, der neue Sportkoordinatormanagerdirektor hat sie gleich alle mitgebracht. Grundbach spielt nun wieder Kreisklasse und hat das Abenteuer höherklassiger Fußball beendet.
Eigentlich wäre jetzt wieder Zeit beim CfR für einen neunen Vereinsnamen. Ich sage einfach wieder „Club“ wie schon früher beim FCP.

Der Club also auf dem alt ehrwürdigen Holzhof gegen die Waldhöfer. Mit 300 Auswärtsfahrern hatten alle gerechnet, die Zeitung von gewaltbereiten Horden berichtet. Weder noch traf ein. Knapp 100 Mannheimer verloren sich hinter den Bauzäunen, nur ein kleiner Teil stand geschlossen.

P1080171(1)P1080178(1)

Um die 1500 Zuschauer waren anwesend, eine schöne Kulisse für ein launiges Spiel. Waldhof ging mit seiner ersten Chance nach gut 15 Minuten in Führung, aber schnell wurde klar, dass es jetzt nicht schon entschieden ist.
Der Club mit klaren Vorteilen im Mittelfeld. Sie gewannen mehr Zweikämpfe und Dominik Salz vorne jeden Kopfball. Vor allem Prediger brachte die Mannheimer immer wieder zum kochen, wenn er geschickt den Ball abschirmte oder direkt in den Fuß eines Mitspielers weiterleitete.
Zwischen diesen Aktionen musste er an der Seitenlinie viel trinken.
Dominik Salz war es auch schliesslich der noch vor der Pause das 1:1 erzielte. Lässig umkurvte er nach einem Steilpass den Torhüter und schob in Zeitlupe ein. Mannheim rüttelte wieder am Bauzaun und Salz lief davor Spalier.
In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch wie man so schön sagt. Dem Club ging gegen Ende etwas die Puste aus und der Waldhof schnürte sie hinten ein. Salz (dieses Mal der Pforzheimer Torhüter) stand aber immer sicher und entschärfte alles was da auf sein Gehäuse kam.

P1080180(1)P1080175(1)

Der Holzhof sah heute Abend eine Verlängerung. Und die hatte es in sich. Pforzheim war sofort da, kämpfte und hatte das nötige Glück auf seiner Seite. Dominik Salz verlängerte aus dem Mittelfeld per Kopf zu Fabian Kuhn und dieser schlenzte den Ball aus halbrechter Position am schlecht stehenden Mannheimer Keeper vorbei ins Netz.
Die Haupttribüne stand komplett und war aus dem Häuschen.
Vor uns wurde Wein in klassischen „Viertelesgläsern“ auf dem Tablett serviert mit Zigarre in der Hand. Die alten Pforzheimer „Schmuckler“ wissen wie man lebt.
Drüben wurde wieder am Zaun gewackelt. Wieder vergebens. Sehr nett wie Mannheim dann die Haupttribüne des Holzhof (Durschnittsalter 65) mit einem „Ihr seid Scheiße wie der FCK“ eindeckte. Tosendes Gelächter wechselte sich mit ungläubigen „moine die Kaiserslaudern und kenne die die net leide“ Fragen ab.
Nach einem Dummheit (Ball wegschlagen) musste Dominik Salz nur ne Minute später mit gelb-rot vom Feld. Jetzt war es eine Abwehrschlacht.
Der Club meisterte dies aber toll. Sicherlich auch weil der Waldhof zu einfallslos war.
Am Ende wurden die Spieler des Club mit viel Applaus bedacht. Pforzheim feierte nach vielen Jahren mal wieder ein Fußballfest. Mit 2:1 schickte der von Eberhard Carl und Teo Rus trainierte Club den SV Waldhof Mannheim wieder nach Hause. Sensationell!

Im Publikum war viel Pforzheimer Fußballsachverstand aus Tagen der Goldstadt Brigade und der Pforzheimer Jungs anzutreffen. Sicherlich ein kleiner Mob von 20-25 Leuten wäre da zusammen gekommen, hätten man sie von ihren verstreuten Stehplätzen auf den Terassenstufen des Holzhof zusammengeholt.

MaD

P1080186(1)

P.S. Meine Freude des Tages war meinen alten Herrn nach dem 2:1 freudestrahlend mit geballter Faust neben mit stehen zu sehen und seine Augen leuchteten! Ein großer Moment für mich.

Happiness Festival 2014

In Pforzheims Landgebiet mausert sich ein Festival. Das Happiness ist wieder gewachsen und bot mit The Hives nun auch zum ersten Mal einen internationalen Top Act als Headliner auf.
Schon Wochen bevor das Festival startete war es ausverkauft. 6500 Besucher pro Tag und immer noch ne Menge Platz auf dem Gelände, was auf weiteres Wachstum schliessen lässt.
P1070835(1)
Ein abwechslungsreiches Programm mit vielen deutschen Bands und einer guten Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen. Das überwiegend sehr junge Publikum ging vor allem auf Acts wie Alligatoah und Marteria ab. Da wurde jedes Lied mitgesungen und kreischender Applaus folgte. Alligatoah baute sein Set wie ein Bühnenstück auf. Er ließ von einem Butler in einerm überdimensionalen Kochtopf ein Gebräu anrühren, welches zur Zugabe die Grundlage für „Willst du…..“ war. Das Publikum sang sich dabei heiser.
Marteria bot eine tolle Show umrahmt von etlichen Bengalos als Höhepunkt zu „Bengalische Tiger“. Auch „Alles verboten“, „Kids (2 Finger an den Kopf) oder „Die Nacht ist mit mir“ durften nicht fehlen. Es ist immer wieder schön HipHop oder Rap live mit einer Band und Sängerinnen zu erleben.

Bands wie Marathonmann oder Callejon hatten es da schon schwerer. Vor allem letztere Band war eher heftige Kost, aber auch hier für fand sich ein Publikum.
Marathonmann lieferten mit dem Album „Holzschwert“ ein starkes Debüt ab und haben nun mit dem Song „Die Stadt gehört den Besten“ einen richtigen Hit am Start.
Eine tolle Stimmung mit einem wunderbar organisierten „Strohhochwurf“ des Publikums.

Der heimliche Headliner des Festivals waren sicher Irié Révoltés. Was eine Stimmung diese Band wieder erzeugte. HipHop, Ska, Punk, alles gerührt und zusammengemixt. Eine unheimliche Mischung, welches jedes Festival zum toben bringt. Die Kids rasteten aus, wedelten mit ihren T-Shirts, hüpften und tanzten. Sie hätten ewig weiter spielen können.
The Hives überzeugten mit einem soliden Best-Of Set. Unglaublich, diese Band in einem Dorf bei Pforzheim zu sehen. Knapp 1 Stunde inkl. Zugabe, dies war sicher ausbaufähig, aber sie mussten wohl schnell weg. Kaum waren die letzten Töne verklungen fuhr auch schon ihr Nightliner vom Hof.
Sie boten trotzdem alles was man als Fan hören möchte. Es war nicht so viel los wie bei Irié Révoltés und der Altersschnitt vor der Bühne stieg auch sprunghaft. Es war schön „….mein Schatz“!

Bin gespannt auf die weitere Entwicklung des Festivals und die Bands im Jahre 2015.

MaD

Marathonmann:
P1070832(1)P1070836(1)
Callejon:
P1070849(1)P1070853(1)
Alligatoah:
P1070861(1)P1070868(1)
Marteria:
P1070888(1)P1070893(1)P1070886(1)P1070879(1)
Emil Bulls:
P1070906(1)
Irié Révoltés:
P1070911(1)
The Hives:
P1070922(1)P1070929(1)P1070931(1)P1070938(1)

Portus Hardcore – Outdoor……..

Anhang 1Anhang 2

Killing in the name of…….Yen (Exil, 22.03.2014)

Wieder einmal waren Yen zu Gast im Cafe Exil in Pforzheim. Als ihre 2.musikalische Heimat kann man das Exil mittlerweile bezeichnen. Yen haben sich hier schon eine gute Fanbasis erspielt und sind immer willkommen.
Warum? Die Antwort dazu gab die Band auf der Bühne.
Ein ruhiges Accoustic Set zu Beginn mit tollen Interpretationen ihrer Songs, die man sonst nur rockig kennt. Dazu auch neue Lieder und zwar auf Deutsch.
„Kannst du es auch sehn“ und „Wo willst du hin“ waren zwei dieser neuen Lieder, die richtig viel Applaus erhielten. Texte mit Tiefgang, wie man so schön sagt und ein gewohnt gelungener gefühlvoller Vortrag von Yen, ließen diese Lieder gleich zu einem Höhepunkt des Abends werden.
Lebt „Matchstick Men“ auch eher mal von einer Rockgitarre, so war es auch mal nett diesen Song eher leise zu hören. Schön zu sehen wie die Rhymtmussektion der Band diesen und auch den anderen Songs im Accoustic-Set doch auch den nötigen Groove verpassen konnte.
Mit „Lift me up“ endete der ruhige Teil des Abends. Es wurde nun die Gitarre enger geschnallt und die Drumsticks angespitzt.
P1070246(1)P1070249(1)
„Hello I´m here“ war ein gelungener Auftakt um allen Besuchern zu zeigen, dass es jetzt los geht. Yen gab, trotz Erkältung, alles und holte erstaunliches aus ihrer angeschlagenen Stimme heraus. Immer mal wieder an der heißen Zitrone nippend zwischendurch, war es ihr während den Songs nicht anzumerken, dass sie nicht ganz fit war.
Auf der Welt läuft einiges nicht rund, was die Band mit dem Song „World is going wrong“ eindrucksvoll thematisiert umd dann aber auch gleich eine Liebeserklärung an die Liebe zu machen mit „Love keeps me alive“.
Bei „Stronger“ und „Can´t control“ gab Yen noch mal alles umd dann bei „We are one“ die ca. 60 Besucher im Exil noch mal zum mitsingen und mitklatschen zu animieren. „Seid ihr bei uns“ war die Frage und ja die Leute waren bei Ihnen (wenn auch nach Anlaufschwierigkeiten, aber typisch Exil eben).
P1070258(1)P1070259(1)
Ohne Zugabe kamen Yen nicht davon und mit „Nur du“ folgte ein weiteres Lied auf Deutsch, welches auch prima beim Publikum ankam. Es gibt so viel auszudrücken und zu sagen und manchmal kann man dies dann doch am besten in der Sprache in der man träumt und flucht.
Dieser Basslauf kam mir gleich bekannt vor und tatsächlich es war „Killing in the name of“ von Rage against the machine. Interpretiert von Yen auf ihre Art Musik zu spielen und so was von gut. Gänsehaut pur, als Yen und die Anwesenden gemeinsam den Refrain brüllten. Yen zeigten ihre Wut und auch ihr Gefühl mit der Vortragsweise dieses Songs. Er passt zu ihnen.

„Tonight“ und als Rausschmeisser „Plastic moon“ beendeten den Abend. 27 Songs und zwei Stunden später waren alle zufrieden und werden sich in dieser Besetzung auch in 2015 wieder im Exil treffen, da bin ich mir sicher.

MaD

Setlist:
Noone to hold on to
Real world
Since you´ve been gone
Kannst du es auch sehn
Wo willst du hin
Matchstick Men
Addicted
Sofa so good
Got no love
Deep space night
Lift me up

Hello I´m here
World is going wrong
Love keeps me alive
Sell your soul
Emotion D
The one I need
Nobody loves you (like I do)
Stronger
Black Waterfalls
Can´t control
Fear
We are one

Nur du
Killing in the name of
Tonight
Plastic moon

Rockstüble – Over And Out

Nach 25 Jahren schloss das Rockstüble in Pforzheim zum letzten Mal die Türen auf und vor allem zu. Eine Institution der Subkultur weniger in Pforzheim. Ein kleiner Raum, integriert in das Haus der Jugend, war viele Jahre lang ein Treffpunkt für alle Metalfans der Region. Ob bei Thekenabend zu Konservenmusik, irgendwelchen Parties oder bei Konzerten, es war immer laut und heftig. Zu Zeiten als Nutella noch viele Leute zu seinen DJ-Abenden lockte oder Frank versuchte Wave und Gothic am Donnerstag Abend dem Volk näher zu bringen, da ging auch noch richtig etwas im Rockstüble.
Dann gab es immer wieder Höhen und Tiefen, sehr gut besuchte Konzerte wie z.B. zum 15jährigen Jubiläum (Ektomorf, Betzefer), aber auch Abende an denen so gut wie nichts los war.
In den letzten Jahren fand das Rockstüble kaum noch statt. Zu selten Konzerte, öffentlich fast ohne Präsenz. Selbst als Napalm Death 2012 im Haus der Jugend spielte war nicht das Rockstüble der Veranstalter. Es war am Ende ein schleichender Tod, eigentlich schade, denn dieser Raum hat alles was man braucht für unvergessliche Musikabende.
Ein solcher sollte dieser Freitag dann auch werden, denn die drei zum Abschied geladenen Bands, konnten alle auf ihre Art und Weise überzeugen.

Rockatary aus Pforzheim machten den Anfang. 4 Jungs, die einfach gerne Musik machen, das merkt man ihnen sofort an. Sie sind nett, beherrschen ihre Instrumente gut, immer höflich zum Publikum und mit hübschen Mädels am Bühnenrand die jede Textzeile mitsangen. Rockmusik ohne große Schnörkel, mit eingängigen Melodien, Parts zum Klatschen und Mitsingen. Wer jetzt denkt, dies muss ja furchtbat langweilig gewesen sein der irrt gewaltig. Rockatary überzeugten mit ihrer Art Rockmusik zu spielen voll und ganz. Unermüdlich wurde das Publikum mit einbezogen, es wurde gelacht, die Darbietung als Ganzes machte einfach Spaß. Der Applaus am Ende war ihnen sicher und sie hatten ihn auch redlich verdient. Musik um mit dem Bier in der Hand, etwas mit dem Kopf nickend zuzuhören und zu wissen, das man hier richtig ist.

P1070211(1)

Die nächste Band, kam ebenfalls aus Pforzheim. Fuck Mainstream get Refleshed ist auf ihrer Facebook Seite zu lesen und Refleshed sind wirklich alles andere als Mainstream und vor allem ihr Frontmann brachte des öfteren wieder eindeutig zum Ausdruck was er von allem hält was auch nur im entferntesten nach Mainstream aussieht. Lou war vom ersten Riff weg on fire und fetzte durch den kleinen voll besetzten Raum und schrie in sein Mikro als gäbe es kein Morgen.

P1070215(1)Refleshed

Dazu die schnellen donnernden Riffs von Bötti und Oli, es war ein Soundgewitter, untermalt von einem ständig antreibenden Schlagzeug und dem wummernden Bass von Tina. Man hatte das Gefühl, das Dirk den Jungs an den Gitarren immer im Nacken sitzt und sie versuchen ihm zu entkommen und so noch schneller spielen. In der Zwischenzeit schrie sich Lou alles von der Seele was ihn bedrückt und bewegt und dies ist so einiges. Auch das sterben der Subkultur ist für ihn ein großes Thema, wie er in mehreren Songpausen die Zuhörer wissen ließ. Refleshed waren am Ende alle!

P1070225(1)P1070217(1)

Mit May The Silence Fail hatte die Rockstüble Crew eine mehr als würdige Band geladen um in Sachen Konzerte den endgültigen Abschluss zu begehen. Was eine Wucht, was eine Energie uns hier entgegenschlug. Wie eine Wand stand der Sound von May The Silence Fail im Rockstüble und diese Wand bewegte sich mit jedem Lied immer weiter auf die Meute zu um sie an die Theke zu pressen und mit offenem Mund zurück zu lassen. Staunend über das eben erlebte Konzert. Wer In Flames kennt und mag, wird May The Silence Fail lieben. Nicht zu letzt bzw. gerade wegen Sarina und Janina, den beiden Frontfrauen, die abwechselnd shouten und singen. Die wenigsten im Raum kannten die Band, aber begeistert waren alle, wenn es auch etwas Zeit brauchte um etwas Leben in die Bude zu bekommen. Nur ganz vorne an der Bühne wurde gemoshed. (Wobei im Rockstüble irgendwie alles „ganz vorne an der Bühne“ ist!)

P1070238(1)May The Silence Fail IIP1070237(1)

Da einer der regulären Gitarristen nicht konnte, hatten sie eine Aushilfe dabei, welcher seine Finger so flink über sein Griffbrett fliegen ließ und so in das Bandgefüge passte, dass man hier niemanden vermisste. Eine Soundmaschine sind diese vier Jungs, die dermaßen auf den Punkt dem Zuhörer die musikalische Faust auf die berühmte „12“ hauen. Die Action überließen sie ihren Frauen, die super sympathisch das Publikum im Griff hatten und mit ihrem Gesang die Anwesenden in ihren Bann zogen. Am 04.05. spielen May The Silence Fail mit Ektomorf in Karlsruhe in der Stadtmitte, da sehen wir uns wieder!

P1070241(1)May The Silence Fail

Der Abend klang mit ein paar Bier aus, wobei diese dann irgendwann zur Neige gingen. Als wir gerade schon gehen wollten, kam Nachschub. Geholt aus heimischen Keller, das was oldschool und macht den Abschied von solch einem Laden nur schwerer. Solche Abende werden immer weniger, die Subkultur stirbt.
Ein fettes DANKE an das Team vom Rockstüble für 25 Jahre Metal und Underground und für diesen Abend! Passt auf euch auf und bleibt gesund! 

MaD

(Einmal habe ich auch selbst, mit Hilfe von Freunden, ein Konzert im Rockstüble veranstaltet: http://onkelmad.blog.de/2009/03/15/hardcore-portus-5759805/)

Herbst 2013 – seine schöne Seite

Das Schmuddelwetter beginnt ja wohl jetzt so richtig und die meisten Blätter sind mittlerweile auch gefallen.

Bevor es hier wie gewohnt mit Fußball und dem einen oder anderen Konzert weiter geht, möchte ich noch kurz an die schönen Seiten des Herbstes erinnern – aufgenommen in Pforzheim:

HerbstHerbst IIHerbst III

MaD

The Sensitives & Old Man Coyote (Rockstüble Pforzheim, 06.10.2013)

Als ich mir im Netz Lieder von The Sensitives anhörte, fühlte es sich an wie wenn diese aus der Zeit stammen als die guten alten Across The Border noch das Land mit ihren Konzerten unsicher machten. Diese Mischung aus Folk und Punk wie ich sie bisher nur dort gehört hatte. Der Punk steht dabei, vor allem live, immer im Vordergrund. So war ich mehr als gespannt auf das Trio aus Schweden, welches an diesem Sonntag Abend zusammen mit der Karlsruher Band Old Man Coyote im Pforzheimer Rockstüble auftreten sollte. Ein kleiner Raum, der nur knapp 50 Leuten Platz bietet, mit einer netten Bar und etwas unheimlich gestalteten Wänden.

Old Man Coyote machten den Anfang und ließen dem Punk´n´Roll seinen Lauf. Schöne schnelle Gitarrenparts, Refrains zum mitgröhlen und eine Band die trotz der überschaubaren Zahl an Besuchern Spaß hatte (oder ihn zumindest glaubwürdig vorgaugelte *g). Wenn der Sänger einer Band schon ein Shirt von Minor Threat trägt, haben sie eh schon so viel Kredit, das wird dann auf jeden Fall immer ein guter Abend.

The Sensitives spielten danach ein verkürztes Set, bei dem sie aber Songs aus beiden bisher erschienenen Alben vorstellten. Boredom Fighters und Poetry As Hollow As It Can Be kann ich nur jedem ans Herz legen, der auf eine gesunde Mischung straighten Punkrock, gespickt mit Folkelementen steht. Live präsentierten sie an diesem Abend alles eine Nummer schneller als auf Platte was beim Publikum sehr gut ankam. Vor allem „How The Fuck“ oder auch „Kill You Another Day“ kamen sehr gut an. Beide tanzbar und mit einem schönen Refrain zum mitsingen. Paulina am Bass und Gesang, Anton hinter seinem Schlagzeug und Sänger, Gitarrist und Komponist Martin machten an diesem Abend richtig Lust auf mehr Punk, mehr Folk und mehr Schweden.

Netter Spruch des Barkeepers zum Abschluss: „Herzlichen Glückwunsch Jungs, ihr habt gerade einen Kasten Bier getrunken.“ Grüße an Tosa und Hannes!

MaD

The SensitivesOld Man CoyoteThe Sensitives IIThe Sensitives IVThe Sensitives VIThe Sensitives V

100 Jahre Stadion Brötzinger Tal

Am 07.September 1913 fand der 1.FC Pforzheim 1896 seine Heimat. Das Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim! An diesem 07.09.1913 spielte der FCP, welcher auch liebevoll „Club“ genannt wurde gegen Phönix Alemannia Karlsruhe. Das Eröffnungsspiel des Stadions endete 1:1.

Mehrfach stand das Stadion schon vor dem Aus, aber nun wird es bald renoviert und bleibt dem Pforzheimer Fußball so weiter erhalten.

Viele „Schlachten“ hat das Stadion „Brötzinger Tal“ seitdem gesehen, selbst Franz Beckenbauer trat hier schon gegen den Ball. Aus meiner Erinnerung ragen hier vor allem Spiele in der Fußball Oberliga heraus. Damals war diese Liga noch direkt unter der 2.Bundesliga angesiedelt. Vor 5000-6000 Zuschauern gab es rassige Spiele gegen die langjährigen Konkurrenten SSV Reutlingen, SSV Ulm oder SV Sandhausen.
Im DFB-Pokal gelang dem FCP die eine oder andere Überraschung. So trotzte man Ende der 80er Jahre dem SV Werder Bremen ein 1:1 n.V. ab und erzwang ein Rückspiel an der Weser. Der Bundesligist VFL Bochum wurde mit 1:0 genauso geschlagen wie Zweitligist Saarbrücken (3:2).
Die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga Anfang der 90er mit den Gegnern 1860 München, Hessen Kassel und Borussia Neunkirchen war auch ein Höhepunkt in diesem Stadion. Der FCP scheiterte knapp, erlebte aber mit dem Heimspiel gegen die Münchner Löwen wohl eines der emotionalsten Spiele seiner Vereinsgeschichte. Nach dem 1:0 durch Jürgen Pfirmann explodierte das Stadion Brötzinger Tal förmlich und die Pforzheimer Fans hatten den Aufstieg vor Augen. Kneisl und Co., samt den 2000 Löwen im Stadion hatten aber etwas dagegen und der Pforzheimer Torhüter Roger Essig den wohl schwächsten Tag seiner Karriere.
So wurde es nichts mit dem Aufstieg und mittlerweile gibt es den 1.FC Pforzheim 1896 nicht mehr.
Im Stadion Brötzinger Tal spielte an diesem Jubiläumstag der Fusionsverein 1.CfR Pforzheim gegen die zweite (!!!) Mannschaft von Walldorf. Eine 1:4 Niederlage vor geschätzten 100 Zuschauern – traurig.

Dieses Jubiläum ist für mich etwas Besonderes. In diesem Stadion sah ich mein erstes Fußballspiel. Im Alter von 7 Jahren nahm mich mein Opa mit und ich durfte, mit Wurst und Fanta gut versorgt, neben ihm auf der Tribüne Platz nehmen. Werde nie vergessen wie stolz er war, als er mich seinen „Kumpels“ vorstellte. Einer dieser Momente im Leben den man nie vergisst. Im Anzug und mit Hut, ließ er es sich trotz meiner Anwesenheit nicht nehmen während der gesamten Spielzeit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Mannschaft lautstark zu sagen was er von ihnen hielt. Er lebte den FCP! Mit seiner Kohlenhandlung half er in den 50 und 60er Jahren dem Verein oftmals aus und beherbergte in seinem Haus im Arlinger auch schon mal Spieler (u.a. Nessmann) des Vereins. Er wäre sehr betrübt über das was mit seinem „Club“ geschehen ist.

Für euch heute im Stadion Brötzinger Tal in Pforzheim war

MaD

P1060767P1060766P1060765Panorama

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑