Wieder einmal waren Yen zu Gast im Cafe Exil in Pforzheim. Als ihre 2.musikalische Heimat kann man das Exil mittlerweile bezeichnen. Yen haben sich hier schon eine gute Fanbasis erspielt und sind immer willkommen.
Warum? Die Antwort dazu gab die Band auf der Bühne.
Ein ruhiges Accoustic Set zu Beginn mit tollen Interpretationen ihrer Songs, die man sonst nur rockig kennt. Dazu auch neue Lieder und zwar auf Deutsch.
„Kannst du es auch sehn“ und „Wo willst du hin“ waren zwei dieser neuen Lieder, die richtig viel Applaus erhielten. Texte mit Tiefgang, wie man so schön sagt und ein gewohnt gelungener gefühlvoller Vortrag von Yen, ließen diese Lieder gleich zu einem Höhepunkt des Abends werden.
Lebt „Matchstick Men“ auch eher mal von einer Rockgitarre, so war es auch mal nett diesen Song eher leise zu hören. Schön zu sehen wie die Rhymtmussektion der Band diesen und auch den anderen Songs im Accoustic-Set doch auch den nötigen Groove verpassen konnte.
Mit „Lift me up“ endete der ruhige Teil des Abends. Es wurde nun die Gitarre enger geschnallt und die Drumsticks angespitzt.
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„Hello I´m here“ war ein gelungener Auftakt um allen Besuchern zu zeigen, dass es jetzt los geht. Yen gab, trotz Erkältung, alles und holte erstaunliches aus ihrer angeschlagenen Stimme heraus. Immer mal wieder an der heißen Zitrone nippend zwischendurch, war es ihr während den Songs nicht anzumerken, dass sie nicht ganz fit war.
Auf der Welt läuft einiges nicht rund, was die Band mit dem Song „World is going wrong“ eindrucksvoll thematisiert umd dann aber auch gleich eine Liebeserklärung an die Liebe zu machen mit „Love keeps me alive“.
Bei „Stronger“ und „Can´t control“ gab Yen noch mal alles umd dann bei „We are one“ die ca. 60 Besucher im Exil noch mal zum mitsingen und mitklatschen zu animieren. „Seid ihr bei uns“ war die Frage und ja die Leute waren bei Ihnen (wenn auch nach Anlaufschwierigkeiten, aber typisch Exil eben).
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Ohne Zugabe kamen Yen nicht davon und mit „Nur du“ folgte ein weiteres Lied auf Deutsch, welches auch prima beim Publikum ankam. Es gibt so viel auszudrücken und zu sagen und manchmal kann man dies dann doch am besten in der Sprache in der man träumt und flucht.
Dieser Basslauf kam mir gleich bekannt vor und tatsächlich es war „Killing in the name of“ von Rage against the machine. Interpretiert von Yen auf ihre Art Musik zu spielen und so was von gut. Gänsehaut pur, als Yen und die Anwesenden gemeinsam den Refrain brüllten. Yen zeigten ihre Wut und auch ihr Gefühl mit der Vortragsweise dieses Songs. Er passt zu ihnen.

„Tonight“ und als Rausschmeisser „Plastic moon“ beendeten den Abend. 27 Songs und zwei Stunden später waren alle zufrieden und werden sich in dieser Besetzung auch in 2015 wieder im Exil treffen, da bin ich mir sicher.

MaD

Setlist:
Noone to hold on to
Real world
Since you´ve been gone
Kannst du es auch sehn
Wo willst du hin
Matchstick Men
Addicted
Sofa so good
Got no love
Deep space night
Lift me up

Hello I´m here
World is going wrong
Love keeps me alive
Sell your soul
Emotion D
The one I need
Nobody loves you (like I do)
Stronger
Black Waterfalls
Can´t control
Fear
We are one

Nur du
Killing in the name of
Tonight
Plastic moon