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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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punkrock

Bad Religion – ´True North´ (VÖ 18.01.2013)

Das Flagschiff des Punkrock schickt 16 sonnige Grüße aus Kalifornien, True North heißen die, und stammen von Bad Religion. 35 Minuten lang lässt uns die Band wissen, dass sie noch immer für schnellen und melodischen Punkrock par excellence steht. True North kann sich zurecht als einer der legitimen Nachfolger von Suffer sehen bzw. hören lassen.

Epitaph, und damit das hauseigene Label von Brett Gurewitz (Gitarre, Gesang), durfte True North auf den Markt bringen. Bad Religion bleiben sich also auch hier treu: Mit Ausnahme von 4 Alben veröffentlichten sie alle Alben über ihren Gitarristen Gurewitz. Was ist noch beim Gleichen geblieben? Sie sind weiterhin bissig, sozialkritisch und anklagend in den Lyrics, melodisch und schnell in ihrer Musik. Brooks Wackerman trommelt vom Allerfeinsten und verleiht dem Album damit noch immer diesen typischen Bad Religion Sound, den man überall sofort heraushört.

Schöne Tempowechsel, mehrstimmiger Gesang und natürlich, die klare Stimme von Greg Graffin komplettieren diese 35 Minuten pure Bad Religion, bei denen Melodien wie eh und je im Vordergrund stehen. Sie holen alles, was die Band ausmacht, aus sich heraus, innerhalb dieser halben Stunde. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Songs ursprünglich mindestens alle eine Minute länger geplant waren. Dann brachten sie Graffin, Gurewitz und Jay Bentley (Bass) bei der Produktion auf den Punkt. Die schnelle, treibende Hymne True North leitet Punk ohne Qualitätsverlust ein. Kein Song unter den 16 fällt hier ab. Bad Religions typische Gitarrenriffs an allen Ecken und Enden, der passende stimmliche Einsatz aller Bandmitglieder. Nein, hier gib’s nichts zu meckern. Bad Religion steht drauf, Bad Religion ist drin. Genau das mag der langjährige, oder auch jeder neu hinzugekommene, Fan hören.

Dept. Of False Hope bietet wunderschöne Midtempo Parts, bei denen kein Fuß und kein Genick still halten können. Mit Fuck you setzen Bad Religion noch ein klares Statement für oder gegen, so vieles, was in 30 Jahren Band und Weltgeschichte passiert und ihnen begegnet ist. Zurecht sagte Greg Graffin:  Sollte irgendeine Band einen Song mit diesem Titel haben, dann sind das wir.

Fazit: 35 Minuten True North mit 16 Grüßen aus Kalifornien auf Repeat und ab dafür!

MaD

Auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/36/4441-bad-religion-justieren-den-kompass-mit-true-north

The Movement – live (Bottich Pforzheim 08.12.2012)

Ein Feiertag für alle Anhänger des Modpunk. The Movement zu Gast im Pforzheimer Club Bottich.
2010 formierte sich die dänische Band um Sänger und Gründer Lukas Scherfig neu und sie sind nach drei Jahren Pause endlich zurück.
Kein Bein blieb still stehen, als die dreiköpfige Band ihren coolen Endsiebzieger Punk-Sound so straight und direkt unters anwesende Volk brachte. Ein immer treibendes Schlagzeug legte zusammen mit diesem erdigen Bass am Samstag Abend im Bottich den Grundstein für den typische Sound von The Movement.

Kasper Rasmussen am Schlagzeug und Mr.Groove Chandu Chodavaraopu am Bass, dazu die die Stimme von Lukas Scherfig, welche man unter hundert anderen immer klar heraushören wird. 
Alle drei, wie immer, gut gekleidet wie sich dies für diese Szene gehört.Jeder Besucher machte den Eindruck, dass der Roller direkt vor dem Club steht und man gleich nach dem Konzert mit seinem Mädel auf dem Sozius losknattert.
Es herrschte eine beschwingte, fröhliche Atmosphäre, die mehr als die knapp 80 Besucher verdient gehabt hätte.

Bei Songs wie „Set me free“ und „I can hardly live without you“ fühlt man sich in die besten Jahre der 60er zurück versetzt. So lässig kommt dieser Sound daher und malt Bilder aus den Tagen als die Eltern der meisten Leser dieser Zeilen jung waren. 

Vom neuen Album „Fools like you“ wurden etliche Stücke gespielt. Ein Album solcher Qualität, hatte man sicherlich erhofft, aber vielleicht nicht erwartet. Jedes Stück kann einen noch so spärlich gefüllten Saal zum kochen bringen. Was im Bottich auch geschah.
Das großartige „Losing you“ lud herrlich zum mitsingen des Parts „I´m feel i´m losing you“ ein, was auch nach ein paar Bier noch prima bei allen funktionierte.
Trotz lässiger Stimmung, tanzbaren Hymnen und viel guter Laune kommt die Systemkritik bei The Movement nach wie vor nicht zu kurz. Spaß machen darf sie aber auch.

Und noch was zum nachdenken für alle: „Love – don´t wanna go there“.

Euer Mod-Mad

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Punkrock Championsleague in Pforzheim

Am selben Abend wie sich die Münchner Bayern gegen den FC Basel mit 7:0 ins diesjährige Championsleague Viertelfinale bolzten war in Pforzheim die Creme de la Creme des Punkrock zu Gast.
Über UK Subs und TV Smith muss man Punkrockfans nicht viel erzählen. Über viele Dekaden prägten sie einen ganzen Musikstil mit.
Was man auch am Publikum ablesen konnte. Da haben viele schon die Enkelkinder übers Wochenende zum Topf schlagen im Haus gehabt. Bei einigen werden die eigenen Kinder den Kopf geschüttelt haben als Papa und Mama (…ok, es waren wohl mehr Daddys am Start…) ihnen offenbarten, dass sie an diesem Abend zum Punkrock ins Haus der Jugend pilgern werden. Eine Huldigung an ihre Jugend und sicherlich eine sehr gute Zeit.

Mehr als eine Art Vorband waren natürlich The Lennons. Oftmals wird man ihnen vielleicht nicht ganz gerecht, da sie eine hiesige Band sind. Wenn mich aber nicht alles täuscht, sind The Lennons die Punkband in Deutschland, welche die meisten Jahre zusammen auf dem Buckel hat ohne Unterbrechung.  31 Jahre Punkrock, ebenfalls aller Ehren wert!!!

Lennons eröffneten  mit einem knackigen 30minütigen Set. mehr war heute nicht drin, dazu war der Sound auch nicht wirklich deluxe. Dies war den Leuten aber egal, es wurde schon fleissig mitgesungen und jeder Hit wurde bejubelt.

TV Smith, als Sänger der selbsgegründeten Band The Adverts bekannt geworden, nahm sich seine Gitarre und zog Jung und Alt in seinen Bann. Der 1956 geborene Brite ist mittlerweile Solo mit seiner Klampfe unterwegs, passt aber trotzdem nicht in das gängige Singer/Songwriter Klischee. Da ist so viel Power, so viel Protest, so viel Energie, so viel Wille, so viel Botschaft, so viel Trotz und kein bißchen leise.
Er besingt eine bessere, eine gerechtere Welt. Eine Welt die uns alle zufriedener machen würde. Dies tut er mal anklagend an das Establishment, mal mutmachend für uns alle. Dabei versprüht er Lebensfreude und Spaß.

Sein einziger „Hit“ (…dies sagte er selbst…) – Gary Gilmore´s Eyes, kam zum richtigen zeitpunkt. Die Stimmung war eh schon sagenhaft und wurde durch dieses Lied noch getopt. Ein super Abend mit ihm.
Hat er eigentlich „Immortal Rich“ gespielt? Ich weiss es schon nicht mehr. Wer kann helfen?

UK Subs krachten dann los wie die Feuerwehr und die vielen grauen Haare im Publikum wackelten heftig. Super wie die Leute die meisten Songs mitsangen und sichtlich Spaß hatten. Pogo war nun auch angesagt und alle drängten sich schön vorne an der Bühne.
Außer dem Sänger ist niemand mehr aus den Anfangsjahren der Band am Start, aber so ist das eben bei vielen in die Jahre gekommenen Gruppen.
Die Lieder sind ja noch dieselben und die Stimme auch und so lauschten wir alle eine Legende am Mikro. Nach einer Stunde und paar Zugaben später gingen alle zufrieden nach Haus eund ganz ehrlich, es war zigmal geiler als ein langweiliges 7:0 der Bayern auf der Couch.

Der Abend in Bildern und Videos:

The Lennons:

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TV Smith:

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UK Subs:

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Video dazu muss leider noch gebastelt werden.

Für euch bei der Championsleague des Punkrock war
OnkelMad

…und jetzt gehts zu 7 Jahre Subkultura in den Bottich – bis gleich!

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