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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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vfb stuttgart II

Karlsruher SC – VFB Stuttgart Amateure 3:1 (15.12.2012 – 13113 Zuschauer)

Die Revanche für die Schmach vom Hinspiel ist gelungen. Die „kleinen Sch(w)aben“ wurden mit einem 3:1 nach Hause geschickt.
Für uns, rein aus Prestige, ein absoluter Pflichtsieg. Schaut man auf die Tabelle und den Spieltag war es auch aus diesen Gründen Pflicht zu gewinnen, denn nun überwintern wir als Tabellenzweiter. Ich hätte dies noch im September niemals für möglich gehalten. Wer diese Serie von 9 Siegen in Folge (…also d.h. ja praktisch man hat zwischendrin weder Unentschieden gespielt noch verloren…..unglaublich eigentlich….) in der Liga immer noch nicht fassen kann, der hat nun ein paar Wochen Zeit dies zu realisieren.

Vielen Dank an die Jungs, die da momentan für uns auf dem Platz stehen und unser blau-weißes Trikot tragen!!!

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Im Gästeblock hatten sich sogar einige VFB-Anhänger eingefunden. Was waren dies denn eigentlich für Handlampen???
Ihre erste Mannschaft spielt in Mainz und die kommen in den Wildpark? Oder hat das „CC“ die „Szene E“ (zur Nummer des Auswärtsblocks würd´s ja passen) geschickt zum rumposen?
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Das man bei einer Traueransprache für ein langjähriges Mitglied des anderen Vereins ruhig ist, hat denen bisher wohl auch noch keiner gesagt. Im Stadion gab es sicher genügend Leute, die es ihnen gerne verbal oder non verbal erklärt hätten. Wenigstens gegen Ende der kurzen Ansprache unseres Präsidenten hielten sie dann ihre Klappe!

Das Spiel stand wieder im Zeichen von 12:12. Die Vereine der DFL hatten letzten Mittwoch mit großer Mehrheit das neue Sicherheitspapier abgenickt und den Kniefall vor der Politik vollzogen. Aus diesem Grund kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen als aktive Fanszene. 12 Minuten und 12 Sekunden schwieg die Gegengerade und zeigte statt dessen einige kritische Spruchbänder zum Thema Sicherheit und Stadionerlebnis:

– Das Stadion ist sicher, das Erlebnis stirbt
– DFL: Ihr versprecht uns ein Stadionerlebnis für das WIR sorgen
– Wo der Sicherheitswahn siegt, stirbt die Fankultur

Sehr gute hat mir auch diese Kombination gefallen:

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„Ihr nennt uns Hooligans und Randalierer“ „Ihr seid Bonzen und Kassierer“

Zu den Halbhirnen im Auswärtsblock hat sich wohl auch diese bundesweite Aktion nicht rumgesprochen und so mussten wir uns über 12 Minuten deren Geseier anhören.

In der Winterpause gehen Ultras und aktive Fans in Klausur und es wird beraten wie es 2013 weiter gehen soll.

Der KSC spielte über 90 Minuten wieder sehr engagiert, belohnte sich durch van der Biezen schon nach 3 Minuten und steckte auch den Ausgleich durch einen Elfmeter prima weg. Diese Mannschaft hat Herz und Biss, kommt momentan immer wieder zurück.
Am 12.12. bei der „Nachspielzeit“ in Wallis Fanshop sagte Peitz noch, dass es hier mit dem Tore schießen noch nicht so klappt, aber er arbeite dran. Und wie er dies tat. Nach einer scharfen Flanke von Hakan köpfte Peitzinho den Ball unhaltbar zum 2:1 ein. Minuten später ließ er einen strammen Schuß folgen, der im Winkel einschlug, leider hatte der Schiri vorher schon abgepfiffen.
Das es noch mal spannend wurde lag am Samstag an der Chancenverwertung. Wir waren 1 Mann mehr auf dem Feld (…..es gab kurz vor der Pause gelb-rot gegen einen Stuttgarter, der mal wieder über Gebühr den Schiri zutextete nach einem Foul….gelb-rot – keine guten Farben für die Sch(w)aben….) und hoch überlegen. Trotzdem kam der VFB gegen Ende noch zu 1 1/2 richtig gefährlichen Situationen vor unserem Tor. Das war Nervenkitzel pur.
Blum erlöste alle in der Nachspielzeit und somit baute die Mannschaft diese unglaubliche Siegesserie aus.

Gegen diesen Gegner hätte man sich nur blamieren können, zum Glück zogen sich unsere Jungs prächtig aus der Affäre.

 Am Ende wurde wieder gefeiert im Wildpark. Jetzt noch gegen Freiburg im DFB-Pokal mit Toni Marschall (….wo haben sie denn diesen Vogel ausgegraben….) live im Stadion – vielleicht wird da am Ende auch wieder gefeiert und zwar in Blau-Weiß…..wer weiß…..!

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MaD

Öffentliche Demütigung erster Klasse anno 2012

Als Demütigung bezeichnet man eine Handlung, welche den Anderen in seiner Würde verletzt.  Eine beschämende oder verächtliche Behandlung, oft auch öffentlich.

Ohne nun schaurige Geschichten aus dem Mittelalter aufzuwärmen, wo man Menschen auf Marktplätzen öffentlich zur Schau stellte, kann man doch ohne weiteres sagen, dass wir als KSC Fans gestern öffentlich gedemütigt wurden.

Öffentlich schon alleine deshalb, weil knapp 20.000 Besucher ins Neckarstadion kamen um das Drittligaspiel zwischen den Amateuren (sind sie ja eigentlich gar nicht) des VFB Stuttgart und der ersten Mannschaft des Karlsruher SC zu sehen.

Diese Konstellation alleine zeigt, dass hier viel Spielraum für eine Demütigung war, wenn man als KSC dieses Spiel verliert.
Es ging natürlich verloren und dies auf eine Art und Weise, welche uns echt beschämt.

Wir wurden nicht von einer heißen Truppe des VFB gedemütigt, die um jeden Meter Boden kämpfte, schnell nach vorne spielte und wirklich guten Fußball bot.
Uns, die wir mit viel Hoffnung in den Talkessel gefahren waren, demütigte unsere eigene Mannschaft.

Diese lustlose, langsame und überaus unfähige Truppe gab 4.000 Fans des Karlsruher Sportclub öffentlich der Lächerlichkeit preis.

Nicht nur, dass die Sache nach 3 Minuten eigentlich schon gelaufen war, sondern auch die Tatsache dass wir es in Halbzeit zwei nicht schafften drei hundertprozentige Chancen zu verwerten und vielleicht mit Glück noch einen Punkt mitzunehmen, ist depremierend.

Da machen wir denen auch noch den „Gomez“ und schießen den Ball aus 2m Entfernung 10m übers Tor. Unfassbar!

Das Tor zum 2:0 offenbarte die ganze Dummheit unserer Mannschaft. Da wird aus einer Standardsituation vor dem Stuttgarter Strafraum für uns ein Gegentreffer. Dabei lassen wir den Torschützen übers ganze Feld laufen und mit Ankündigung den Ball im langen Eck versenken. Und unser Torwart hält einfach gar nichts – saisonübergreifend zuverlässig.

Ich bleibe dabei, dass „Geduld und Spucke“ weiterhin gefragt sind und wir jetzt nicht alles in Frage stellen dürfen, ABER dieser Samstag Nachmittag hat bei mir einiges verändert was die Einstellung zu dieser Mannschaft und die Lust auf Fußball in Blau-Weiß betrifft.
Zu viel wurde uns allen in den letzten Jahren zugemutet. Zu viele unfähige Funktionäre, zu viele leidenschafts- und einfallslose, dafür aber arrogante hauptamtlich Beschäftigte bei unserem Verein, zu viele schlechte Spieler, zu viele sportliche Mißerfolge, zu viele Abstiege, zu viele Stadiondebatten ohne Ergebnis, zu viele Spiele ohne Alkoholausschank, zu viele……!!!

War Kauczinski, Kreuzer und Co. nicht klar, was da gestern auf dem Spiel stand? War diese Mannschaft nicht richtig eingestellt oder wie ist es zu erklären, dass man sich so hat vorführen lassen wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz?
Fehlte nur noch, dass sie sich auch noch mit altem Obst und Gemüse bewerfen lassen beim nächsten Mal.

Da bietet man auf den Rängen alles auf was möglich ist, liefert sich mit einem vollbesetzten Block der Heimmanschaft vor dem Spiel ein nettes oldschool Gesangsduell und wird dann schmählich im Stich gelassen.

Das einzig Positive ist, dass wir für die Schwaben immer noch der Derbygegner Nummer 1 sind. Egal in welcher Liga wir spielen. Die boten auch alles auf, machten Stimmung als gäbe es dieses Jahr keine Bundesligasaison und feierten den Sieg wie eine Meisterschaft.

Ich freue mich auf das „Geisterspiel“ am Mittwoch gegen Osnabrück, dann muss ich unsere Mannschaft nicht sehen und kann mit Gleichgesinnten auf dem Adenauerring einen schönen Abend verbringen.

Für euch ließ sich öffentlich demütigen
OnkelMad

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