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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Gulde und die Hampelmänner

Interviews mit Spielern, vor allem kurz nach dem Abpfiff, sind meist langweilig. Immer die gleichen Stereotypen und Floskeln um nicht zu sagen Phrasen.

Manuel Gulde, der Immenverteidiger des KSC, machte hier nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn endlich mal eine rühmliche Ausnahme und sagte seine ehrliche Meinung. Er bezeichnete die Teile des Publikums als „Hampelmänner“, die bei jedem Rück- oder Querpass schon nach wenigen Minuten pfeifen.

Gegen die vom „Tiger“ Stefan Effenberg (wurde kurz nach der Begegnung entlassen) trainierten Paderborner tat sich der KSC schwer. Die Gäste standen kompakt, gingen konsequent auf den Ballführenden und machten die Räume eng. Die Spieler des Karlsruher SC fanden keine Mittel um ein ordentliches Offensivspiel auszuziehen. Da wenig Bewegung im eigenen Spiel war, mussten die Defensivspieler oft den Ball in der eigenen Hälfte quer spielen oder er ging sogar zurück zu Torwart René Vollath.

Teile des Publikums gingen schon nach 10 Minuten an diese Aktionen auszupfeifen. Auch auf der Gegengerade (diese besteht ja nicht nur aus dem Fanblock) konnten sich einige Zuschauer nicht zurück halten.

Im eigenen Stadion die eigene Mannschaft schon nach wenigen Minuten auspfeifen ist großer Sport. Die Rechtfertigung wird immer wieder daraus gezogen, dass man schließlich bezahlt habe und Leistung erwarten könne. Im Internet vertraten auch einige die Meinung, dass ihr Chef sie auch anschnauzen würde, wenn die Arbeitsleistung nicht stimmt.

Was stimmt hier alles nicht?

Nun, jeder von uns wird sicher bestätigen das es auch im Büro, im Verkauf oder im Handwerk nicht gerade zur besseren Leistung beiträgt, wenn der Chef ab 10 nach 7 neben einem steht und uns auspfeift und vlt. sogar noch beschimpft.

Wie definieren die „Hampelmänner“ eigentlich Leistung? Ist Leistung nur dann gegeben wenn man gewinnt und mindestens um den Aufstieg mitspielt?

Wie kommt man dazu Menschen auszupfeifen nur weil man ein paar Euro Eintritt bezahlt hat? Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Oder benutzt man dies nur als Ventil um endlich mal gegenüber anderen die berühmte Sau raus lassen zu können, weil man im Alltag sonst selbst meist derjenige ist der „ausgepfiffen“ wird?

Ist es der Reflex des „Wutbürgers“?

Warum will man überhaupt etwas (hier: KSC) auspfeifen, was man liebt?

Was will man denn erreichen? Wahrscheinlich dass die Mannschaft auf dem Platz eine Lösung findet gegen das gegnerische Team.

Würde dieses Ziel nicht besser erreicht werden, wenn man die Mannschaft unterstützt und anfeuert? Sicherlich!

Bei knapp 11.000 Zuschauern in einem Spiel unter der Woche zu einer völlig bescheuerten Anstosszeit („17.30 darauf Scheiss ich“ – lautete mal ein Spruchband unserer Kurve) kann man doch davon ausgehen das dies der harte Zuschauerkern des KSC ist und alle den Verein lieben. Wenn dem so ist und alle zu 100% zum KSC stehen, dann zeigt dies auch und feuert unser Team an und pfeift es nicht aus.

Hut ab Manuel Gulde, das musste auch mal von einem Spieler gesagt werden.

Das Spiel endete übrigens 0:0 und war grottig bis zum Schluss.

MaD

Saturday Night Disco Fever

The Lennos unplugged in der Pforzheimer Rumpelkammer, so sah mein Samstag Abend aus. Deutschlands dienstälteste immer noch aktive Punkband hatte zum Tanz geladen und die Pforzheimer folgten dieser Einladung in den Stadtteil Brötzingen sehr zahlreich.

Wieder mal bewies die Band um ihren Sänger Michael Hermann, dass sie es auch ohne das ganz große technische Equipment kann. Ihre Lieder wirken trotzdem und Gitarrist Kuntschner tobte sich auch so aus als würde er beim Ruhrpott Rodeo den Headliner Slot spielen. The Lennons haben ein großartiges Repertoire für solch einen Abend auf Lager und so konnten sich alle auf ein Hitfeuerwerk zum mitsingen einstellen und selbst unplugged musste auf Pogo nicht verzichtet werden.

Dies alles im Discolicht eines Lasers, der 80er Jahre Charme in die Rumpelkammer zauberte. Was für ein Spaßvogel diesen wohl angeschleppt hat?

Der Abend nahm mit Lieder wie „Rache für Elvis“, „Paranoia“ (mit Maskierung von Bassist Wurster), „Kristallnacht“, „Wer lieben will muss leiden“ und „Nackt unter Kamnibalen“ Fahrt auf. Für wen wohl an diesem Abend „Der König ist tot erklingen“ würde? Mit Lemmy, David Bowie und Peter Lustig gäbe es genügend Kandidaten. Roger Willemsen nicht zu vergessen. The Lennons konnten sich nicht entscheiden und so war das Lied allen gewidmet.

Ralf Siegel wurde traditionell mit „Dachingis Kanns“ gedacht und bei „Amageddon“ gabs einen sehenswerten Pogo im Discolicht.

Wenn die Textzeile „Weißt du noch damals im Café…..“ erklingt ist Zeit für „Claudia“ und alle Kräfte wurden stimmlich und vor allem körperlich noch mal aktiviert um den Abend gebührend zu feiern.

In guter alter Punkrocktradition wurde nach mehreren Zugaben „Claudia“ einfach ein zweites Mal gespielt unter großem Beifall der Anwesenden.

Danke an The Lennons – German Punkrock since 1981 für diesen wunderbaren Abend. Stilecht klang der Abend in einer illustren Runde um Schlagzeuger Michaelis im Café Havanna noch aus.

MaD


http://www.lennons.de

Song der Woche: Such A Surge – Gegen den Strom

 

Homepage: http://www.suchasurge.de/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Such_a_Surge

Laut.de: http://www.laut.de/Such-A-Surge

Wasser marsch zum 2:2

Karlsruhe liegt zwar am Rhein, aber dass Wasser von der Waldstadt aus quer durch die Stadt fließt und Gulli-Deckel als Sprudelbecken anmuten, ist neu.

Nach einem Wasserrohrbruch sank der Druck in den Leitungen und fast ganz Karlsruhe hatte am 20.02.2016 vormittags kein Wasser. Wäre nicht weiter bedenklich gewesen, wenn nicht um 13 Uhr das Spiel des KSC gegen Eintracht Braunschweig beginnen sollte.

Ich sah schon Hunderte von Männern rund ums Stadion und auch im Innenbereich stehen und ihr Bier „wild“ entsorgen. Die Cops hätten ihre Stadionverbotsbilanz ganz easy aufbessern können. Ein Jahr wäre bei jedem dieser „Wildpinkler“ bestimmt drin gewesen. Sie hatten Pech! Eine Stunde vor Spielbeginn schoss das nasse Gold wieder aus den Hähnen und das Spiel, welches kurzzeitig sogar auf der Kippe stand, konnte angepfiffen werden.

Die 12.500 Zuschauer sahen ein lebhaftes Fußballspiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Es ging hin und her, war umkämpft, es fielen Tore und die Spannung blieb bis zum Schlusspfiff erhalten. Das Pendel hätte in den letzten Minuten noch zu Gunsten beider Mannschaften ausschlagen können, aber beste Torchancen wurden vergeben.

Dabei spielte der Karlsruher SC fast 30 Minuten in Unterzahl, da sich Sallahi die gelb-rote Karte abholte. Wenn man beide Situationen die zu den Karten führten anschaut, dann war dies viel zu hart. Etwas mehr Fingerspitzengefühl von Seiten des Schiris wäre absolut angebracht gewesen.

Wir lagen zu diesem Zeitpunkt mit 1:2 zurück, drehten dann aber auf und spielten mutig auf den Ausgleich. Das Team belohnte sich durch Diamantakos, der eine Torres Hereingabe im Fünfmeterraum zum Ausgleich nutzte. In der Woche hat der griechische Stürmer einen festen Vertrag bis Mitte 2019 bei uns unterschrieben. Der Leihvertrag mit Olympiakos Piräus wurde aufgelöst. Eine feine Sache!

Im weiteren Verlauf vergab Torres die große Chance zum 3:2. Er machte alles richtig als er sich am 16er durchsetzte und aufs lange Eck zielte. Der Ball ging leider wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus.

Braunschweig scheiterte einmal an Vollath, der eine gute Leistung im Karlsruher Tor bot, und ansonsten am eigenen Unvermögen. Da der KSC mit offenem Visier agierte, hatten die Gäste oftmals sogar die Gelegenheit zum Konter, ließen diese aber ungenutzt.

Braunschweig ging nach 20 Minuten durch einen tollen Schuss von Boland in Führung. Er tanzte Krebs an der Strafraumgrenze aus und der Ball flog links oben (vom Schützen aus) in den Knick.

Torres nutzte dann einen Handelfmeter zum Ausgleich. Hatte dabei aber mehr Glück als Verstand. Der Elfmeter war vollkommen unplatziert geschossen und der Braunschweiger Torwart hatte noch die Hand dran. Vor der Ausführung gab es wieder Diskussionen im Team, wer denn nun schießen darf. Das hatten wir doch schon mal. Nazarov ist zurecht unser Schütze Nummer eins, leider spielt er meist nicht von Beginn an. Jetzt stritten sich Valentini und Torres. Das muss geregelt werden und ist Aufgabe des Trainerteams. „Es schießt wer sich am besten fühlt“ – so ein Quatsch.

Braunschweig ging nach einer Ecke abermals in Führung. Zu einem, wie man so schön sagt, psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, nämlich in der 46.Minute. Apropos Eckbälle. Ungefährlicher als der KSC kann man bei eigenen Standards ja nicht agieren. Diese Bälle kann man auch gleich an den Gegner zurück spielen. Eine große Schwäche in dieser Saison.

Der Braunschweiger Auswärtsblock war einigermaßen gut gefüllt. Der Ultraorientierte Teil versammelte sich hinter einem großen Banner, alle in Schwarz gekleidet. Es war immer Bewegung und sie sangen komplett durch. Das Spiel gab ja auch allen Grund dazu. Der Block war schön oldschool beflaggt.

Auf unserer Seite herrschte auch gute Stimmung, vor allem nach dem mutigen Auftritt ab dem Zeitpunkt als wir auf dem Feld in Unterzahl agierten. Bei den Spruchbändern ging es u.a. wieder um bzw. gegen den DFB und seine willkürlichen Strafen:

„Geldstrafen für Spruchbänder mit beleidigendem Inhalt? Fick dich DFB!“

Dieser korrupte Laden mit seinen Steuerhinterziehern ist ein Fall für die Justiz. Die Vereine dürfen sich die Geldstrafen nicht mehr bieten lassen.

So kann es weiter gehen. Der KSC ist in der Rückrunde noch ungeschlagen und im gesicherten Mittelfeld. Nutzen wir die Zeit zur Trainer- und Spielersuche für die kommende Runde.

MaD

Song der Woche: H2O – „True Romance“ friends, family & fans video

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/H%E2%82%82O_(Band)

Facebook: https://www.facebook.com/H2Ogo

Homepage: http://www.h2ogo.com

 

Song der Woche: Deftones – Root

Homepage: http://www.deftones.com

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Deftones

……..unvergessliches Konzert

KSC – FSV Frankfurt 1:1 (ca. 12.400 Zuschauer) 

Wir kennen es alle aus unserem Alltag. Ob beruflich oder privat, jedem von uns wurde schon mal viel versprochen und leider nie gehalten. Großen Worten folgten keine Taten.

Nach den Testspielen in der Winterpause und dem Trainingslager kündigten Mannschaft und Verein den Großangriff auf die Tabelle an. Alle waren heiß, nichts weniger als die beste Rückrunde aller Zeiten konnte man erwarten.

Als der Schiri an diesem 07.01.2016 um 13.30 Uhr im Wildparkstadion das erste Spiel nach der Pause frei gab, passierte leider nichts. Kein euphorischer Angriffsfussball, keine Torschüsse, null Bewegung im Spiel des KSC. Standfußball war angesagt gegen eine defensiv gut organisierte Mannschaft des FSV. Wie wir alle wissen ist gerade gegen defensiv gute Teams der Standfußball das beste Rezept.

Erst nach dem 0:1 für Frankfurt in der 65. Minute begann der KSC zielstrebig nach vorne zu spielen. Auch die Gegengerade wachte nun auf, jetzt war es ein Fußballspiel.

Erwin Hoffer legte in der 72. Minute den Ball aus dem 16er des FSV zurück auf Sallahi. Der für Kempe eingewechselte ehemalige Bayern Spieler, nahm den Ball aus 22 Metern direkt und wie an einer Schnur gezogen flog er zum 1:1 ins Tor – Traumtor!

Am Ende blieb es bei diesem Ergebnis weil Traut für uns auf der Linie klärte und wir selbst nach vorne weiterhin zu harmlos waren. Torres und Sallahi flankten unbedrängt ins Nichts und Traut trat einen Freistoß flach direkt in die Beine der Frankfurter Verteidiger. Schwach!

Was gibt’s zum Personal zu sagen?

Traut für Valentini zu bringen raubte unserer rechten Seite die Offensivpower.

Warum ist Nazarov weiterhin kein Kandidat für unsere Startelf? Er ist mit der beste Fußballer, wenn er es zugegeben auch nicht immer zeigt. Ein besserer Spieler drängt sich aber nun auch nicht gerade auf.

Ist Prömel verletzt oder warum findet er nicht mehr statt?

Vollath scheint nun leicht den Handschuh gegenüber Orlishausen vorne zu haben und ist momentan nun die Nummer 1 im Tor.

Es ist doch schön entspannt wenn die Saison nach dem 20.Spieltag schon gelaufen ist.

Jetzt gilts nur noch zu klären wer der neue Übungsleiter wird. Ansonsten haben die Verantwortlichen bei unserem liebenswerten Blau-Weißen Club nun alle Zeit der Welt um personell für die nächste Saison in der 2.Liga zu planen.

Nur der KSC!

MaD

Song der Woche: Guns N‘ Roses – Paradise City

In gespannter Erwartung was in Sachen GnR 2016 auf uns zu kommt…..vielleicht sind sie noch mal live zu sehen…..

Homepage: http://www.gunsnroses.com/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Guns_N%E2%80%99_Roses

Song der Woche: Turbostaat – Abalonia

Homepage: http://turbostaat.de/

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Turbostaat

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