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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Pforzheim – Sandhausen II 2:0 (22.11.2014 Verbandsliga Nordbaden)

Der Spielplan sah zum Ende der Hinrunde das Spitzenspiel vor. Erster gegen Zweiter. Es ging um die Herbstmeisterschaft. Nach durchwachsenen Spieltagen mit Niederlagen begegneten sich nun beide Teams auf dem Pforzheimer Holzhof. Der Tabellenführer aus Sandhausen hatte die Chance den „Club“ aus Pforzheim auf Distanz zu halten.
Dass daraus nichts wurde lag an beiden Spielern mit den Namen Salz auf Seiten der Gastgeber. Schon nach drei Minuten schoß der Stürmer Salz das 1:0. Eine mustergültige Kontersituation schloß er im 16er ab. Tardelli im Mittelfeld eroberte nicht nur in dieser Situation den Ball, er war auch ansonsten der Spieler mit den meisten Ballkontakten.
Nach dem Tor entwickelte sich eine zerfahrene Partie auf sehr schwer bespielbarem Boden. Die sicherlich 1000 Zuschauer (zahlende und nicht zahlende mal zusammen addiert) sahen knapp 30 Minuten keine Torszene bis aus dem berühmten Nichts wiederum Salz zum 2:0 traf. Dieses mal per Kopf und irgendwie fragte sich jeder woher kam eigentlich der Ball und wo war die Abwehr der Hardtwälder?
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Nach der Pause durfte sich dann der Pforzheimer Torhüter Salz auszeichnen. Er entschärfte einen satten Schuß knapp zur Ecke und hielt bravourös bei einer klassischen Eins gegen Eins Situation mit einem Reflex. Glück hatte er bei einer Flanke der Gäste, welche zum Torschuß mutierte und nur knapp am langen Eck vorbei ging. Ebenso traf Sandhausen die Latte. In dieser Phase hatte der „Club“ wirklich viel Glück.
Die eigenen Kontersituationen wurden leider nicht konsequent zu Ende gespielt und so war man sich erst ganz kurz vor Schluß sicher, dass der Sieg dem Tabellenzweiten gehörte, der damit den Spitzenreiter ablöste und die Herbstmeisterschaft feiern kann.

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Bin gespannt wohin es im Pforzheimer Fußball in den kommenden Wochen geht. Ob Spieler der Kickers Pforzheim zum „Club“ wechseln und ob dieser dann den direkten Aufstieg in die Oberliga schafft.
Das Projekt Kickers Pforzheim scheint gescheitert, leider wurde dafür der Traditionsverein Germania Brötzingen geopfert. Wenn es eventuell unterklassig weitergeht lasse ich mich überraschen ob die vielen vergraulten Mitglieder zurück finden und sich wieder engagieren.
Eine Fusion zwischen den beiden Fusionsvereinen scheint ja vom Tisch zu sein und macht aus heutiger Sicht für den „Club“ auch gar keinen Sinn mehr.
Werde es auch aufmerksam verfolgen welcher Verein in der Region noch das Trainerduo Herzog/Bullert verpflichten wird. An beiden Großprojekten des Pforzheimer Fußballs maßgeblich beteiligt und beide Male grandios gescheitert. Immer ein Abgang durch die Hintertür, immer mit „Gschmäckle“ und immer unsympathisch.

MaD

P.S. Herzliche Grüße an Pepe Edwardson! Schön wars mal wieder!

Halli Galli Drecksaufest oder Die Kassierer bitten zur **********Polka (15.11.2014 Karlsruhe, Stadtmitte)

Ich sollte auch mal was für Mädchen schreiben wurde mir gesagt. Immer nur Fußball, Fußball, Fußball bekam ich nach meinem letzten Blogbeitrag zu hören.
Natürlich kann ich auch was für Mädchen schreiben und was bietet sich da besseres als an als ein Konzertbericht. Kultur, noch dazu Musik kommt immer gut an. Here we go:

Die (übermächtigen) Kassierer gaben sich in unserer schönen Fächerstadt die Ehre. Mit über 400 Besuchern war die Stadtmitte ausverkauft und machte in kürzester Zeit der Saunalandschaft des Europabades schwer Konkurrenz, wobei es in regelmäßigen Abständen zu Bieraufgüssen in Form von fliegenden Gerstenkaltschalen in Plastikbechern kam.
Im Vorprogramm spielten The Lennons aus Pforzheim. Die Band spielt seit 1981 Punkrock Marke „Franz Kafka im Kostüm von Alice Cooper“ und sie ist damit die älteste Punkband in Deutschland, welche durchgehend aktiv war und ist. Die Mannen um Sänger Michael Hermann sind sich wirklich treu geblieben und spielen astreinen Deutschpunk mit absoluter Feiergarantie. 
Die Masken fallen hier schneller als man „Claudia“ rufen kann und schon blickt einem die nächste Fratze entgegen.
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„Wer lieben will muss leiden“, „Der König ist tot“, „Paranoia“ und nicht zuletzt die schon genannte „Claudia“ bieten feinsten Punkrock der frühen Achtziger Jahre, welcher auf eingängige Melodien setzt, die allen voran Helmut Kuntschner mit seiner Gitarre bestens zelebriert.
 
Um kurz vor 22 Uhr betraten dann Die Kassierer die Bühne. Bedenkt man die Tatsache, dass sich im Wattenscheider Gemeinderat alle Abgeordneten von der NPD bis zu den Grünen einig waren, dass Sänger Wolfgang „Wölfi“ Wendland in der Stadt keine Konzerte mehr veranstalten darf, dann erhält man vom Ausmaß des Abends in etwa eine Vorstellung.
Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab. Wohl dem der da nicht nüchtern war. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Stadtmitte in eine von Sinn und Verstand absolut befreite Zone. Zu Hits wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“, „Besoffen sein“, „U.F.O.“, „Das schlimmste ist wenn das Bier alle ist“ oder „Blumenkohl am Pillemann“ zogen sich Bandmitglieder und Teile des Publikums nackt aus und Schlagzeuger Volker Kampfgarten demonstrierte zusammen mit Guitarerro Nikolaj Sonnenscheiße wie man bis zum Hals……….nein ich schreibs jetzt hier nicht nieder, ist ja für Mädchen die Konzert-Review.
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Es wurde auch das Geheimnis gelüftet dass der wirkliche technische Fortschritt im Sauerland generiert wird, wo man bereits teleportieren kann. Trotz dieser technischen Errungenschaft, benötigt Wölfi immer noch seine Zettel um die Lyrik fehlerfrei wieder geben zu können. Warum die Texte lernen, wenn man sie eh aufgeschrieben hat.
Die von Entsetzen, Ratlosigkeit und zeitweise blanker Panik gezeichneten Blicke der beiden Bühnensecuritys werde ich so schnell nicht vergessen.
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Im Publikum tummelte sich an diesem Abend eine Mischung aus Studis und Mallorca-Feierpublikum. Da hat der Auftritt im Circus HalliGalli wohl nachhaltig gewirkt. Kaum Punker waren am Start, dies war vor einigen Jahren noch anders. Ein Typ mit einem „Milf Hunter“ Shirt machte sich komplett zum Obst, als er vor und auf der Bühne den „Dicken“ markierte, sich dann aber partout nicht ausziehen wollte und nur kurz sein T-Shirt hob. Wölfi belächelte ihn nur mitleidig.
Mit „Partylöwe“ kam zum Ausklang noch mal so richtig Schwung in die Bude, es flogen die Bierbecher und alle die noch stehen konnten sangen lauthals mit. Auch die anwesenden Mädchen. Hier schliesst sich der Kreis wieder.

Nach dem Konzert gings dann noch in die KSC und Südstadtkneipe Milano, wo bis 3 Uhr morgens Fußballgeschichten ausgetauscht und der Abend gemeinsam „verarbeitet“ wurde. 
Eine Frage blieb allerdings unbeantwortet: Klaut man bei einem Länderspiel eine Fahne wie die „Ruhestörer“ oder macht man dies nicht? Vielleicht aus Respekt sogar?! (Oder macht es überhaupt „Sinn“ ne Fahne zu klauen? Wäre auch mal ein Ansatz!)

Der Flo und der MaD

P.S. Grüße an die Crew und „das Schlimmste“ ist ja an diesem Abend nicht eingetreten

 
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European Qualifiers: Deutschland – Gibraltar 4:0 (14.11.2014, Nürnberg)

Ein schöner Tag in Franken hätte die Überschrift auch lauten können, denn er bot bestes Reisewetter, leckeres Essen, viele nette Gespräche, Sightseeing, eine neue Band und ach ja Fußball.
Mit dem Ox-Fanzine auf dem Schoß und Musik im Ohr vertrieb ich mir die Zeit im Intercity bis nach Nürnberg. Was hängen bleiben wird von diesem Tag ist meine neue Bandentdeckung. Die „Cosmic Psychos“ aus Australien. Für Freunde des Garage Punk´n´Roll einfach Pflicht mal reinzuhören. Nach dem interessanten Interview mit der Band, welches ich im Ox las, musste ich mir via Youtube gleich mal einige Lieder anhören und ich war begeistert. Da wummerte ein 2-Saiter von Bass in bestem Fuzz-Style und krakelte eine derbe Stimme aus meinem Handy – hervorragend!
Nürnberg bei bestem Sonnenschein erreicht, ging es im Auftrag der Geschichte zum Reichsparteitagsgelände. Schon oft bin ich in Nürnberg gewesen, aber ich hatte mir noch nie das Zeppelinfeld angesehen, geschweige denn war ich im Doku-Zentrum. Ein historischer Ort Deutscher Geschichte. Hielt doch die NSDAP auf diesem Gelände von 1933 bis 1938 Reichsparteitage ab.
An diesem Freitag übten Skater waghalsige Manöver auf den Stufen der Tribüne und filmten diese. Mit einem Lächeln konnte ich mir dies ansehen, ist es doch um so viel besser als alles was diese Tribüne bisher gesehen hat.
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Das Stadion liegt in Sichtweite und so konnte ich problemlos hinüber wechseln um das Spiel unserer Nationalmannschaft gegen Gibraltar zu verfolgen.
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Wen interessiert schon die genaue Einwohnerzahl des Felsens oder die Platzierung in der Fifa-Weltrangliste?! Ja, alle Einwohner Gibraltars hätten an diesem Abend locker Platz im Frankenstadion gefunden und es wären immer noch viele Plätze frei geblieben. Und ja, es sind Amateure und sie üben zum großen Teil „normale“ Berufe aus.
Im Vorfeld war es ja nicht mehr auszuhalten welche Geschichten über die Spieler und die Insel da ausgegraben wurden. Das sind keine Exoten, dies sind stink normale Jungs, die gerne kicken. Vielleicht sind dann doch eher unsere Millionäre die Exoten?!
Bei Exoten handelt es sich qua Definition um „fremd anmutende oder außergewöhnliche Menschen“. Unsere Jungs sind außergewöhnlich gute Fußballer, sie sind Weltmeister. Mir muten sie manchmal fremd an mit ihren Millionen, ihren Models, ihrem Lebenstil.
Die Jungs von Gibraltar sind wie du und ich, ganz normal, alles nur keine Exoten.
Wie dem auch sei, unsere Exoten gewannen gegen die Jungs vom Felsen mit 4:0 und keiner war zufrieden, ausser die vermeintlichen Verlierer. „Unser Matchplan“ ist voll aufgegangen hieß es da hinterher. Jogi Löw, der Trainer der Sieger, war bedient – irgendwie exotisch so etwas.

Für euch in Nürnberg war
MaD

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Linkin Park live (04.11.2014 Stuttgart)

Was soll man über eine fast perfekte „American Rock-Show“ schreiben? Vielleicht nur so viel, dass nichts dem Zufall überlassen wurde. Der Sound sehr gut war, die Songauswahl ließ keine Wünsche offen, das Zusammenspiel der Musiker (und selbst ihre Laufwege auf der Bühne) waren perfekt aufeinander abgestimmt und die Lichtshow zu jedem Ton passend reguliert.
Trotzdem dass dies so glattgebügelt und massentauglich aufbereitet war, kam die Band sehr sympathisch rüber. Sie gingen auf ihr Publikum offen zu, strahlten Spielfreude aus und waren sehr präsent auf der Bühne.
Die Zuschauer hatten mit einem Rock-Publikum nichts zu tun. Das war SWR3-Land pur. Familien mit Kinds im Teenager Alter und gut situierte Paare plus ein paar „Altrocker“.
Dementsprechend war auch die Stimmung. Von einer „amazing crowd“ waren wir weit entfernt. Stefanie Tücking allerdings hätte sich pudelwohl gefühlt.
Musikalisch allerdings fühlte ich mich sehr gut unterhalten, vor allem Stücke wie Numb, One Step Closer, Bleed It Out oder Burn It Down sind klasse und wurden von Linkin Parl excellent vorgetragen.
1 1/2 Stunden ohne viel Reden gingen wie im Flug vorbei. Linkin Park spielten einfach ein Lied nach dem anderen. Nur 1x widmeten sie einen Song irgendjemand und nach den ersten 5 Songs bat Joe Hahn, dass die Leute auf den Sitzplätzen sich doch bitte erheben mögen. Die allermeisten taten dies dann auch. Sehr lustig anzusehen, aber gut nichts anderes hatte ich erwartet. War ja schliesslich auch wegen der Band da und nicht wegen den anderen Leuten.

Hier die Setlist:

Intro
Guilty All The Same
Given Up
Points Of Authority
One Step Closer
Blackout
Papercut
Rebellion
Runaway
Wastelands
Castle Of Class
Leave Out All The Rest/Shadow Of The Day/Iridescent – Medley
Robot Boy/Joe Hahn Solo
Burn It Down
Waiting For The End
Final Masquerade
Wretches And Kings/Remember The Name
Numb
In The End
Faint

Zugabe:

Lost In The Echo
New Divide
Until It´s Gone
What I´ve Done
Bleed It Out

  • Und ein paar gute Bilder gelangen auch noch:

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MaD

Festival der Volxmusik – Abstürzende Brieftauben & Die Mimmis (30.10.2014)

Bong – und da war es wieder 1990. So schnell kann das gehen, wenn man gerade die Alte Hackerei in Karlsruhe betritt zum Festival der Volxmusik. Alte Helden hatten zum Tanz geladen und die ergraute Meute war dem Ruf nach Zerstreuung gefolgt.
Endlich konnte sich auch Plüschi mal nicht beschweren, denn im Gegensatz zu den Hardcore Konzerten wurde an diesem Abend gut getrunken. Alte Fun-Punk-Schule eben, welche sich hier ein Stelldichein gab.
Ob Micro wollte oder nicht, die Geschichte mit meinem ersten Bandshirt musste er sich anhören. Standesgemäß zwischen Pissoir und Waschbecken.
Ich war 14, und mein erstes Bandshirt war von den Brieftauben. Beim Weser-Label bestellt, damals noch im Katalog. Pepe wird sich daran sicherlich erinnern, über seinen Briefkasten lief die Bestellung damals.
Jetzt war damals aber nicht 2014 und 14jährige wohnten noch im Jugendzimmer und Mama räumte da ab und an auf. Böse Falle, wie sicherlich einige bestätigen können.
So kam es wie es kommen musste, mein Shirt war irgendwann weg. „Sowas brauchst du nicht“ war die kurze und knappe Erklärung meiner Mutter und es musste nachgeordert werden. Dieses mal kamen die Shirts aber ganz hinten in den Schrank. Auch schlecht, wegen der Geruchsbelästigung nach mehrmaligem tragen.
Ihr seht, als 14jähriger hatte man es Ende der 80er, Anfang der 90er nicht leicht.
Aufmunterndes Nicken von Micro tröstete mich nun aber viele Jahre später über diesen tragischen Verlust hinweg.
Gegen später spielte er mit seinem neuen Schlagzeuger Olli ein tolles Konzert und die Toten Hosen haben völlig recht wenn sie singen, dass mit den alten Liedern auch die alten Gefühle wieder hochkommen.
Es war unglaublich was  Songs wie „Heute doof und morgen doof“, „Das Grauen kehrt zurück“, „Die Kuh“ oder „Konrad K.“ wieder an Jugenderinnerungen hervorgebracht haben. Super!
Das textsichere Publikum dankte es mit Party und Pogo und viel Applaus.

Die Mimmis machten auch Spaß. Fabsi (Gründungsmitglied der Band), Elf, Nici und Alex sind die aktuelle Besetzung der Band. Auf der Bühne versammelten sich Deutschpunklegenden einfach so unter der Woche in Karlsruhe und spielten als „Die Mimmis“ munter und lustig drauf los. Ein guter Mix aus alten und neuen Liedern. Auch hier interessant wie viele Lieder man wieder erkennt, die man glaubte vergessen zu haben. Ihre Platte „Fun-Punks Not Dead“ war an diesem Abend Programm!

Vielen Dank an alle Musiker für einen tollen Abend im Jahr 2014/1990!

MaD

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Zwei Abende im Oktober mit dem KSC

Zwei Abende im Oktober zum Vergessen. Es hätte eine der besten Wochen des Jahres für und mit dem KSC werden können. Nach dem tollen 4:0 Auswärtssieg beim FC St.Pauli stand Dienstag das Spiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten Kickers Offenbach an.
Drei Tage später ein Heimspiel in der Liga gegen den SV Sandhausen.
Ein Sieg auf dem Bieberer Berg würde die nächste Runde im DFB-Pokal bedeuten und damit eine sichere Einnahme von mind. 500.000 Euro. Dazu Reputation und Werbung für unseren Sport-Club.
Nachlegen in der Liga dann gegen den SVS und die Stimmung rund um unseren Verein wäre bombig.
Hätte alles so schön sein können.
Fußball ist aber leider meist mehr von unerfüllten Hoffnungen geprägt und so blamierten wir uns nach besten Kräften im DFB-Pokal auf dem Bieberer Berg.
Keine Torchance in der zweiten Halbzeit, kein Spielaufbau, kein Kampf, keine Emotionen auf dem Platz. Yabo fehlte an allen Ecken und Enden.
2500 mitgereiste Karlsruher trauten ihren Augen nicht. Das Spiel des Jahres in finanzieller Hinsicht wurde abgeschenkt. Im ganzen weiteren Saisonverlauf ist es unmöglich so viel Geld für unseren klammen Verein herein zu holen, egal wie gut man spielt. Bitter!
Gleichzeitig stellt man sich als jemand hinterm Zaun dann doch die Frage ob unser Trainer die Mannschaft hierfür richtig eingestellt hat oder ob er auch dachte, dass dieser Sieg lässig mitgenommen wird? Als Varnhagen in der Startelf auftauchte und nicht Meffert, drängte sich dieser Verdacht fast auf. In Liga 3 noch eine Stütze, kam Silvano Varnhagen leider nie in der zweiten Bundesliga an und hat keine Spielpraxis. Sie ihm in diesem Spiel zu geben – fahrlässig. Wenn es, wie geschehen, schief geht bietet so eine Aufstellung einfach zu viel Raum für Spekulation.
Offenbach stand tief, war aber aggresiv im Zweikampf und kaufte uns den berühmten Schneid ab. Dazu kamen individuelle Fehler und so fiel das Tor für die Kickers fast folgerichtig.
Danach war zu keiner Sekunde spürbar, dass wir hier noch was reißen sollten. Ein wirklich bitterer Abend für unseren Karlsruher SC. Verlieren kann man immer, auf das „wie“ kommt es an.
Wir sind wahrscheinlich der unkommerziellste Verein im ganzen Land. Immer wenn es etwas zu verdienen gibt, verweigern wir uns. Erfolg wird einfach hier nicht groß geschrieben.

Tristesse pur dann Freitag Abend gegen den SV Sandhausen. Die meisten Gespräche drehten sich noch um das Pokalaus. Man merkte förmlich wie es an den Leuten nagt und wie groß doch der Ärger darüber noch war.
An dem Abend kämpfte unsere Mannschaft aber wenigstens, wenn auch spielerisch mal wieder kaum etwas ging, zumindest in der ersten Halbzeit. In der Offensive sind wir einfach zu harmlos.
Mit Torres kam dann mehr Schwung nach der Pause und er war es auch, der den Führungstreffer erzielte. Dieser war hochverdient, denn Sandhausen wollte gar nichts.
Wir spielten auch ganz gut weiter, waren aber zu ungefährlich vor dem Tor der Gäste. Es passierte dann leider was dieser Woche das i-Tüpfelchen aufsetzte. Katastrophale Fehlerkette in der Defensive und der Ball war im Tor zum 1:1.
Eine sekundenlange Stille im Wildpark, alle hielten den Atem an und schauten entsetzt. Unglaublich wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann.
War die Stimmung auf den Rängen vor dem Ausgleich schon nicht wirklich gut, so war konnte man es jetzt vergessen. Keiner konnte sich mehr aufraffen richtig Gas zu geben. Zu tief saß bei vielen wohl noch die Enttäuschung über die Niederlage im Pokal.
Wenn man sich unsere Aufstellung anschaut wird natürlich auch deutlich, dass wir großes Verletzungssorgen haben, zudem sind einige Spieler vollkommen ohne Form. Valentini hinten rechts ist nur ne Notlösung, der junge Max musste wieder links ran, Barry wird eingewechselt. Der KSC kommt auf dem berühmten „Zahnfleisch“ daher.
Warum unser Trainer in der 90.Minute noch Außenverteidiger für Außenverteidiger brachte sei hier nur als kuriose Randnotiz erwähnt. Vielleicht wollte er „Zeit von der Uhr nehmen“. Und warum spielt eigentlich Mauersberger nicht mehr?
Was so eine Woche kaputt machen kann ist schon sagenhaft.
Schade!

MaD

KSC-Sandhausen

Pforzheim – du Perle an der Enz

Anhang 1Anhang 2

European Qualifiers: Deutschland – Irland 1:1 (14.10.2014, Gelsenkirchen)

Die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich fällt den Weltmeistern etwas schwer. Nach einem glanzlosen 2:0 gegen Schottland, der 0:2 Niederlage in Polen, folgte nun ein 1:1 gegen Irland.
Die Iren machten mit der letzten Aktion des Spiels den nicht unverdienten Ausgleich durch O´Shea. Toni Kroos hatte die Deutsche Nationalmannschaft in Führung geschossen.
Insgesamt ein recht überschaubarer Kick was Torchancen und Tempo anging.
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Es geht wieder von vorne los. Der Weltmeistertitel war gestern und viele der Helden von Maracana sind aktuell eh unpässlich. Mit Rüdiger und Durm besetzen mittelmäßige Spieler die Außen und ohne Reus, Özil und Schweinsteiger fehlt der Zug zum Tor.
Egal wie es ist, sie werden sich bei diesem Modus qualifizieren und bis 2016 sind die gerade benannten Spieler ja wieder am Start.
Dann ist in der Zentrale auch mit Khedira zu rechnen und Kroos kann etwas weiter nach vorne rücken.
Warum Jogi Löw mit Ginter unbedingt die „Doppelsechs“ halten wollte verstehe ich nicht, denn ein weiterer Offensivspieler hätte gegen die Iren schon in Halbzeit 1 gut getan.
Die Jungs von der grünen Insel feierten den Ausgleich auf dem Rasen und vor allem auf den Rängen dermaßen gut ab, das es eine Freude war. Man muss auch gönnen können.
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Den Kneipen im Pott kam dieses Tor sicherlich auch sehr zu Gute, denn die Iren mussten diesen Punkt entsprechend würdig feiern.
Ein netter Abend auf Schalke, endete mit ein paar Iren in einer Essener Kneipe. Danke an Martin und Barney für die gute Unterhaltung und das Bier.

MaD

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Umse, Umse, Umse (Live, Pforzheim 10.10.2014)

Mit „Kunst Für Sich“ hat der Ratinger Rapper ein herrlich zeitloses Album an den Start gebracht. Tolle Texte und Beats, die mich an die ersten Platten von Blumentopf oder Massive Töne erinnern.
Der Szene-Gänger des Deutschen HipHop/Rap mag mir verzeihen, ich bin eben eher ein Punkrocker und gehe vielleicht etwas zu naiv oder mit zu viel Unkenntnis an den HipHop heran um die Feinheiten heraus zu hören und genau die richtigen Vergleiche zu ziehen.
Was ich aber genau sagen kann ist, dass Umse mich als MC live absolut beeindruckt hat. Die Zeit verging bei bester Stimmung im Kupferdächle wie im Flug. Zwischen 150 und 180 Leute werden es gewesen sein, die vom ersten Beat an mitmachten und sich dicht an der Bühne drängten. Kein Vergleich zu manchem hier schon erlebten Punk oder Hardcore Konzert als die Meute erst in der Mitte des Set warm wurde.
Die wenigsten kamen aus Pforzheim. Umse zog Leute von Balingen, genauso an wie aus Südbaden. Spricht für ihn, wenn man soweit fährt.
Nach über 1 1/2 Stunden war sein T-Shirt durchgeschwitzt und man bat zum Gruppenfoto auf der Bühne, welches in seinem Facebook-Account zu bewundern ist.
Umse live rockt!

MaD

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