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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Slime – Karlsruhe 10.10.2012

Zum Auftakt der Chaostage in Karlsruhe gaben sich die Urgesteine des Deutschpunk die Ehre im Substage. Ein Abend mit allem was „dazugehört“ sollte dieser Mittwoch werden.

Die Polizeipräsenz rund um das Substage war so groß wie nie. Völlig unnötig für den durchschnittlichen Konzertbesucher, den dieser war Anfang Vierzig mit ersten grauen Haaren, Bürojob, Kind unter 10 und längst in der sogenannten Mitte der Gesellschaft angekommen. Ein „linker Spießer“ eben, wie von Slime besungen.
Nur wenigen sah man den Revoluzzer noch an und nur ganz wenige sind wohl noch als solche aktiv.

Es entbehrte deshalb auch nicht an Ironie, dass draussen eine BFE-Einheit den Eingang des Substage verteidigte, während drinnen Slime A.C.A.B. anstimmten und fast alle Konzertbesucher lautstark mitgröhlten.
Die auf dem Vorplatz des Substage verbliebenen Punks versuchten doch wohl tatsächlich für umme das Konzert doch noch zu besuchen.
Der Eingang wurde kurzzeitig komplett geschlossen, es durfte also auch keiner mehr raus, während Punks und Polizei sich miteinander „vergnügten“.

Solch ein Abend wirft die generelle Frage auf was oder wer hier wirklich Punk(rock) ist. 100 besoffene Punks mit Wodka-Flaschen, die sich eine Auseinandersetzung mit der Polizei liefern oder eine in die Jahre gekommene Band mit ihrem nicht mehr so ganz taufrischen Publikum, die ein friedliches (Punk-)Konzert gemeinsam erleben???

Slime 2012 sind einfach stark. Nicht nur, dass sie in einem 2-stündigen Konzert kaum Musikwünsche offen lassen, auch liefern sie mit „Sich fügen heißt lügen“ eine tolle neue Platte ab. Deutschpunk Marke Slime vom feinsten mit tollen Texten des Dichters Erich Mühsam und klarer Botschaft.

Die Stimme von Dirk ist immer noch kraftvoll, er lebt diese Band und man nimmt ihm alles ab was er uns durch die Musik sagen will.

So richtig Stimmung kam immer dann auf, wenn Slime Ihre Klassiker spielten und alle lauthals mitsangen. Ob „Alle gegen Alle“, „Linke Spießer“, „Legal, illegal, scheißegal“ oder „Störtebeker“ – bei diesen Liedern waren alle Anwesenden wieder jung, radikal und trugen bunte Haare!
„Gewinnen werden immer wir“ widmete Slime dann auch den „echten“ Fans des Karlsruher SC. „Echt“ steht bei Slime für alle Fans, die offen und ohne Vorurteile gegen Minderheiten sich im Stadion präsentieren. Dies ist beim KSC zum Glück die absolute Mehrheit!

Für zwei Stunden wieder Punk sein – Danke Slime!

Danach bahnten sich alle den Weg durch Scherben und vorbei an maskierten Polizisten zu ihren Mittelklassewagen und sangen im Auto aus voller Kehle „Brüllen, zertrümmern und weg“!!!

Für euch bei Slime war
OnkelMad

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Green Day – UNO! (21.09.2012)

Zurück zu den Wurzeln dachten sich Green Day wohl, und so zocken sie auf ihrem ersten von drei zu erwartenden Outputs richtig erfrischend los. Punk und Pop, schnelle Gitarren, eine recht lose Zunge und 12 „Dookie“-verdächtige Songs, das ist „¡Uno!“

Es ist wieder Sommer im iPod, vor der Anlage zu Hause oder im Auto. Wo „¡Uno!“ durch die Boxen dröhnt, sind gute Laune, Strand, Meer, blumige Badeshorts und nette Bikinis nicht weit, egal, wo auf dem Planeten und in welcher Jahreszeit man sich gerade befindet.

Billie Joe lässt seinem losen Mundwerk freien Lauf. Jeder Song versprüht Spaß und Spielfreude. Es ist einfach nur Punkrock, mit allem, was Green Day schon immer auszeichnete. Zwölf Songs mit Vollgas eingespielt, dabei kommen sie aber trotzdem so leichtfüßig daher, als wären sie gerade einer Jam-Session mit den Mad Caddies und der Bloodhound Gang entkommen.

 

„Kill The DJ“, als einer der vielen Höhepunkte auf „¡Uno!“ weckt keine Mordgedanken, im Gegenteil. Dieser herrlich funkige Song geht sofort in die Hüften und auch noch so steife Gesellen werden versuchen, diese kreisen zu lassen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie damit fertig sind, bis der nächste Pogo einsetzt. Dazu gibt es nämlich ebenfalls mehr als genug Potential auf „¡Uno!“. „Let Yourself Go“ oder der Opener „Nuclear Family“ seien hier exemplarisch erwähnt. Leichte, schnelle Songs, die junge Menschen vor jeder Bühne dazu bringen, als Wall of Death aufeinander zuzurennen.

Mit „Oh Love“ beendet „¡Uno!“ seine kleine Reise in glorreiche Zeiten von „Dookie“ und Co. Und ebendieses „Oh Love“ mag man Green Day auch nach mehrmaligem Hören noch zurufen!

OnkelMad

…..und natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/36/3945-green-day-iuno-voe-2192012

Die Null steht beim KSC

Darauf ist in den meisten Spielen Verlass. Die Null steht bei uns leider häufig an der falschen Stelle. So auch Samstag im Heimspiel gegen Unterhaching. Schießt du keine Tore, gewinnst du nicht. Gewinnst du nicht, steigst du nicht auf! 10 Euro ins Phrasenschwein bitte – danke!

Den Blick zurück auf das Spielgeschehen gibt es auf der Supporters Seite:

http://www.supporters-karlsruhe.de/lesenswert/berichterstattung/saison-20122013/13-spieltag-karlsruher-sc-spvgg-unterhaching-am-6-oktober-2012/spielbericht.html

Danke Matthias für diese Zeilen!

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Aus dem größten Treppenwitz der letzten Tage – siehe Foto unten – wurde eine der besten Aktionen der Karlsruher Szene der letzten Jahre. Der Ausflug „Wasen 2012“ hat den Sicherheitsirsinn ad absurdum geführt und dies auf witzige Art und Weise. P1050342(1) Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachvollziehen:

http://ultra1894.de/wir-lassen-uns-unsere-liebe-nicht-nehmen-nicht-von-den-bullen-und-nicht-vom-dfb/

http://ultra1894.de/amateuer-spiel-abgesagt/

http://ultra1894.de/jetzt-erst-recht-alle-zum-wasen/

http://ultra1894.de/wasen-2012/

Eine gute, kurze und treffende Stellungnahme zum Wahnsinn der sich momentan rund um die Karlsruher Szene ereignet findet ihr hier:

http://ultra1894.de/wie-man-ein-kunstliches-horror-szenario-heraufbeschwort/

Bleibt durch!

OnkelMad

No Doubt – Push and Shove (VÖ 21.09.2012)

Unerfüllte Erwartungen sind mit das schlimmste was einem Künstler passieren kann.
No Doubt ist es hier leider passiert. Viele langjährige Fans, die sich auf das Comeback der großartigen Band um Gwen Stefani gefreut hatten, werden sich fragen ob hier jemand im Tonstudio die Masterbänder von No Doubt mit einer x-beliebigen „Tralalala“ Band vertauscht hat.
 

Das Album lässt über weite Strecken eigentlich alles vermissen was die Band groß gemacht. Einzig die präsente und markante Stimme von Gwen erinnert daran das dies No Doubt sind. Die 11 Songs plätschern so dahin. Ein paar nette Melodiebögen werden gespannt, Ska angedeutet, etwas Elektro und New Wave, aber nichts was bleibt, nichts was zur Heavy Rotation des Albums auf dem eigenen Plattenteller animiert.

Beim Song „Push and Shove“ deutet die Band an was sie früher an Energie versprühte. Dieser Song lässt aufhorchen.
No Doubt schaffen es kurz den Hörer in Spannung zu versetzen um ihn dann mit „Easy“ wieder ins Land der Tralalala Musik zu schicken.

Es geht nicht darum, dass No Doubt immer die gleiche Art von Musik machen sollen. Dies taten sie sowieso noch nie. Immer abwechslungsreich und gespickt mit Überraschungen präsentierten sie sich. Jede Band muss sich weiter entwickeln und möchte andere Spielarten der Musik ausprobieren. „Tragic Kingdom“ und „Don´t Speak…” sind Vergangenheit, glorreiche Vergangenheit einer Band, die aber zu keinem Zeitpunkt von “Push and Shove” an diese überhaupt erinnern kann.

„Push and Shove“ lässt die Energie vermissen, die No Doubt immer zu eigen war. Selbst bei den ruhigen Stücken fehlt die Intensität, das Herzblut.

Das Comeback ist leider seicht und ohne Esprit ausgefallen, aber vielleicht nur, weil die Erwartungen zu groß waren?! Deshalb auch wenigstens 2 von 5 Punkten, da die Erwartungen oft nicht erfüllt werden können, immer subjektiv sind und so ein Album ohne diese vielleicht gar nicht so schlecht wäre.

Euer (enttäuschter) OnkelMad

The Jon Spencer Blues Explosion – Meat and Bone (VÖ 21.9.2012)

Das Ächzen der Boxen ist deutlich zu vernehmen als sich die ersten Töne von „Meat and Bone“ durch das Gehäuse winden. Die Frequenzweiche gibt sich ob des schweren Sounds geschlagen und der Weg ist frei für das recht eingängige „Black Mold“ aus der Feder von Jon Spencer und seiner Blues Explosion.

Warum in „hohem“ Alter noch etwas gänzlich Neues beginnen, wenn man auf bewährtes zurückgreifen kann?! Bewährt ist die sich durch alle Riffs bohrende schwere Gitarre, der von Rock, Blues, Funk („Get your pants off“) durchdrungene Sound und die Themen die uns alle beschäftigen. Sogar für die gute alte Mundharmonika findet sich ein Platz.
Dazu ein Schlagzeug, welches den Rahmen vorgibt. Mal fordernd, mal lässig kommt es daher und lässt so Spielraum für allerlei Experimente im bewährten Sounduniversum der Jon Spencer Blues Explosion. Eines ist immer gewiss. Stillsitzen ist nicht! Von Kopf bis Fuß regt die Band alle Körperteile an und animiert zur Bewegung, selbst im tiefen Ledersessel.

Die 12 Songs auf „Meat and Bone“ kommen direkt aus einem New Yorker Hinterhof der späten 70er auf dem noch ein alten Chevrolet abgestellt ist an dem gerade ein längst fälliger Ölwechsel vollzogen wurde.
Direkt  nach ihrer Fertigstellung wurden die Songs extra noch mal über den Asphalt gezogen, damit man auch riechen kann woher die Stücke kommen.
Jon Spencer knarzt sich durch 11 Titel, lebt stimmlich seine komplette Gefühlwelt aus und hält die Spannung immer oben, so dass es zum runterkommen wohltuend ist das instrumentale „Zimgar“ als 12. Song zu genießen. Dieser bringt einen wieder zurück aus einer Welt der (ehemals) verrauchten kleinen Clubs, Flaschenbier und einer Crowd in alten Lederjacken die einfach nur Rock´n´Roll ist.

Aber wollten wir wirklich zurück? Ich glaube nicht! Mit „Meat and Bone“ treffen Jon Spencer Blues Explosion ihre Fans mitten ins Herz und genau dahin gehört Rock´n´Roll auch.

OnkelMad

……natürlich auch im Valve Magazine erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/36/3865-the-jon-spencer-blues-explosion-meat-and-bone-voe-2192012

Wir können nur 3:0 oder der Dangerfreak hat schon alles gesagt

Endlich wieder ein Sieg, mal wieder 3:0 – prima!

Alles weitere zudiesem Spiel, diesem Abend und unserem Stadion hat der Dangerfreak auf seiner Seite schon gesagt. Aus diesem Grund möchte ich seinen Text zum Spiel KSC vs. Erfurt einfach verlinken und euch viel Spaß damit wünschen. Ich kann seine Worte zu 1894% unterschreiben:

http://www.dangerfreak.info/football/football-news/archiv/2012/september/27/artikel/ihr-kriegt-uns-hier-nicht-raus.html

Danke noch an Erfurt für die tolle Tapete zu Ehren unseres altes Wildparkstadions! http://www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=365955940153303&set=a.134338309981735.36184.134332596648973&type=1&theater

Euer
OnkelMad

KSC – Wacker Burghausen oder warum ist es so schwer ein Tor zu schießen?

Nach 10 Spieltagen kann man schon mal Bilanz ziehen. Aber eigentlich möchte man dies gar nicht tun, denn sie fällt ernüchternd aus und Ernüchterung, Frustration und Enttäuschung gab es beim KSC in den letzten Jahren mehr als genug.

10 Spiele, davon 2 Siege, 5x Remis und 3 Niederlagen – so lautet unsere bittere Bilanz. Nach den katastrophalen Jahren in Liga zwei, welche mit dem Abstieg in Liga 3 gekrönt wurden, sieht es auch dort keinen Deut besser aus, im Gegenteil.

Die wirtschaftliche Situation ist verheerend. 3,8 Millionen Euro Negativkapital (…was für ein Wort, früher hätte man Schulden gesagt…) und ein Szenario, welches 6 Millionen Euro von diesem „Kapital“ bis 30.06.2013 erwarten lässt.

Dagegen stehen fast keine TV-Einnahmen mehr und ohne Herr Pilarsky wären wir auch jetzt schon finanziell am Ende. Dazu kommt noch der Verkauf unseres Juwels Hakan an den HSV. Dieses Geld bekommt man auch nur einmal und ein weiterer Spielerverkauf in dieser Größenordnung ist nicht in Sicht.

Wird der KSC auch den Weg vieler renommierter Traditionsvereine gehen und über Jahre in der sportlichen Versenkung verschwinden?
Noch ist es nicht ganz soweit, aber der Weg dahin wurde schon eingeschlagen.
Nur sportlicher Erfolg, sprich der direkte Wiederaufstieg in die 2.Bundesliga (Alternative: DFB-Pokalsieg…!*g), kann dieses Ungemach vorerst verhindern. Ein weiteres Jahr 3.Liga, sollten wir die Lizenz bekommen, würde sehr schwer zu stemmen sein.

Aus diesem Grund wurde noch mal investiert. Investiert in eine Mannschaft, die den Aufstieg schaffen kann. Und sie könnte es sicher auch, wenn sie sich mal zusammenreißen würde. Die Qualität ist ohne weiteres da. Alleine gestern gegen Burghausen hatten wir 2-3 todsichere Torchancen. Warum Alibaz und Krebs zu blöd sind die Buden zu machen – keine Ahnung! Aber es ödet mich an diese Stümperei vor dem gegnerischen Tor zu sehen. Dann bekommst du noch ein Tor Marke Slapstick geschenkt und schaffst es trotzdem nicht das Spiel zu gewinnen.
Dabei waren wir hoch überlegen und bei Burghausen konnte außer dem alten Haudegen Mokhtari keiner einen geraden Ball spielen. Wer oder was ist eigentlich dieser Felix Luz mittlerweile?

Letzte Woche in Offenbach 2 Punkte verschenkt, gegen Heidenheim in den Schlussminuten sich den Sieg klauen lassen, in Bielefeld trotz haushoher Überlegenheit sogar verloren und dann der gestrige Samstag – so steigt man nicht auf!

Nach 10 Spielen sind es 9 Punkte nach oben und 1 Punkt nach unten – bitter, frustrierend und enttäuschend! Trotz allem aber ist noch alles drin. Nur muss es jetzt so richtig losgehen und Siege eingefahren werden.

Wir Fans und Anhänger des KSC können nicht viel tun. Die Mannschaft leidenschaftlich unterstützen, was daheim und auswärts sehr gut geschieht und etwas Geld über diverse Aktionen (ProKSC, Solibändchen, Elferturnier, Geistertickets etc.) sammeln. Gerade das Geld ist aber mehr ein Tropfen auf den sogenannten heißen Stein, wenn man sich oben genannte Zahlen vor Augen führt.

Leidenschaft ist das einzige was uns noch antreibt. Leidenschaft für diesen, unseren Karlsruher Sport-Club!

Es müssen Sponsoren her, die den KSC finanziell auf gesunde Beine stellen. Woher aber sollen diese kommen?
Ein Drittligist mit einem veralteten Stadion, sportlich seit Jahren absolut erfolglos. Keine gute Referenz für etwaige Geldgeber.

Die Ära Wellenreuther, eines der dunkelsten Kapitel in unserer Vereinsgeschichte. Dabei sollte mit dem Bundestagsabgeordneten und Karlsruher OB-Kandidaten doch alles besser werden. Pustekuchen!
Nur eines ist auch klar, die Tore kann er nicht schießen.

Bis Mittwoch dann liebe Leute, wenn wir gegen Erfurt den dritten Saisonsieg einfahren müssen.

Euer OnkelMad (…der es so langsam leid ist…)

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Swingin´ Utters – live @Kuperdächle Pforzheim 12.09.2012

Unter der Flagge von Fat Wreck Chords zu segeln ist Auszeichnung und Anspruch zugleich. Swingin´ Utters verdienen das eine oder werden dem anderen gerecht. Punkrock aus dem sonnigen Kalifornien brachten sie mir, laute Gitarren, Melodien um das Tanzbei zu schwingen und einen Jonny Bonnel am Mikro, der selbiges eine Stunde lang als imaginäre Streitaxt benutzte.

Subkultura veranstaltete im kleinen Raum des Pforzheimer Kupferdächle dieses Konzert zu dem leider nur knapp 50 Leute kamen. Stimmung kam nicht so richtig auf, wenn auch der Auftritt der Swingin´ Utters dazu mehr als genug Anlass gegeben hätte. Aber wir kennen dies ja alle von anderen Konzerten mit wenig Gästen. Da gibt es immer 5-6 Leute die sich bewegen und der Rest hält sich am Bier fest. Gefallen hat es trotzdem allen. Nach jedem Song gab es fett Beifall und mit dem Kopf nicken konnten während den Liedern eigentlich auch alle.

Jonny Bonnel schien nicht so wirklich Spaß zu haben. Schon nach dem zweiten Song sprach der von einer „amazing crowd“ und auch sonst beachtete der das Publikum nicht wirklich, mit Ausnahme des älteren Hippies der oberkörperfrei den gesamten Gig vor ihm rumzappelte wie ein Duracell-Häschen.

Auf die wenigen Zugabe Rufe (….bei wenig Gästen gibts eben auch wenig We want more Rufe…) reagierte die Band nicht und verabschiedete sich in Richtung Backstage. Da hätte ich etwas mehr erwartet. US-Punkrock heißt eben nicht immer ausverkauftes Haus und Vans Warped Tour. Aber gut, ein schlechter Tag sei jedem gestattet.

Fazit: Die Stunde Musik mit den Swingin´ Utters war hervorragend. Eine tolle Band mit klasse Songs. Das drumherum, Anzahl der Gäste und Auftreten der Band gegenüber dem doch durchaus wohlgesonnenen Publikum, ließ leider stark zu wünschen übrig.

Von den Vorbands sah ich nur 15 Minuten von Kill Valmer, aber das war ok. Hat mir gut gefallen.

Mein Dank geht an Subkultura für diesen Abend!

Für euch beim US-Punkrock war OnkelMad

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Natürlich auch hier erschienen:
http://www.valve-magazine.net/konzertberichte/25/3790-swingin-utters-1292012-im-kupferdaechle-pforzheim

Kotzreiz – Punk bleibt Punk (VÖ 14.09.2012)

Da sind sie wieder, die drei Berliner, die mit ihrem Debüt 2010 doch für einiges Aufsehen gesorgt haben. Kotzreiz bieten nach wie vor alles, was man von Deutschpunk erwartet: Schnell, laut, aggressiv, maximal 3 Akkorde, punktgenau mitten auf den Solarplexus.

Die Thematik der zwölf Songs beschäftigt sich überwiegend mit dem, was einen Deutschpunker anno 2012 so umtreibt: Arbeit ist scheiße, vor allem an Montagen. Alk sollte immer genügend am Start sein, im Gegensatz zu Nazis. Die sollen natürlich raus.

Dabei gibt es mit „Punk bleibt Punk“ sogar eine Hymne, die auch vor 20 Jahren auf den legendären Samplern wie „Schlachtrufe BRD“ oder „Willkommen zur Alptraummelodie“ nicht hätte fehlen dürfen. Kotzreiz hätten sich damals ohne weiteres in eine so illustre Runde mit The Pig Must Die, Toxic Walls, Chaos Z, Maniacs, Daily Terror oder Die Dödelhaie eingereiht. Einzig die Gnade der späten Geburt verhinderte es. Ist dies ein Kompliment? Aber hallo – auf jeden Fall.

Wer auf Deutschpunk Marke der eben genannten Bands steht, kommt an Kotzreiz heute nicht vorbei. Da gibt es alles, was das junge oder jung gebliebene Deutschpunkherz begehrt. Selbst der verhassten Fahrscheinkontrolle – denn als Punker, der etwas auf sich hält, hat man ja keinen Fahrschein gekauft, da die erschnorrte Kohle für Pfeffi drauf ging – wird ein Lied gewidmet.

Gelernt hat man nach der CD auch etwas: Kotzreiz singen nicht über Dinge, die sie nicht verstehen. Dies sollten viele andere Bands auch mal beherzigen. „Tränen“ ist aus diesem Grund ein absoluter Anspieltipp.

Nach dem letzten Song „Raus“ sollte man sich noch etwas Zeit nehmen, um ein besonderes Schmankerl auf der Platte nicht zu verpassen. Ich sag nur – Prost! Die CD enthält übrigens ein limitiertes Poster-Booklet. Noch ein Tipp: Gleich aufhängen. Das Booklet ist nämlich so fett, dass ihr es eh nicht mehr zurück in den Schuber bekommt. Punk bleibt eben Punk!

OnkelMad

Natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/36/3777-kotzreiz-punk-bleibt-punk-voe-1492012

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