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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Hannes Wader – Nah dran (VÖ 24.08.2012)

 

Sechs Jahre dauerte es ehe Hannes Wader in nun reifem Alter mit einem neuen Album um die Ecke kommt.

Was wir alle schon wussten wird uns nach erstmaligem Hören von „Nah dran“ noch deutlicher. Hannes Wader ist nichts menschliches fremd. Im Gegenteil! Er versteht es auf der einen Seite ein Loblied auf das Leben und seine Genüsse zu singen, aber auch ernste Themen wie den Tod nicht auszublenden.

Gewohnt ironisch, mit schwarzem Humor gespickt, augenzwinkernd und (fast) nie den Zeigefinger hebend, führt Hannes Wader uns durch seine 12 Lieder.

Musikalisch geht es dabei sehr abwechslungsreich zu. Vom Volkslied bis hin zu Reggae und Country-Klängen zeigt sich Hannes Wader sehr stilsicher.

Dabei ist nicht jede Melodie auch wirklich von ihm. Durch seine eigene Art des Vortrages und seine Texte macht er aber selbst Pete Seegers 68er Hymne „To everything there is a season – Turn, turn, turn“ zu „seinem“ Lied.

Sehr zu Herzen geht der Nachruf auf seinen verstorbenen Freund Franz-Josef Degenhardt mit dem Lied „Alter Freund“.

Das Leben ist endlich und Hannes Wader setzt sich mit dem Gedanken an (seinen!?) Tod in „Lied vom Tod“ auseinander. Dies tut er auf eine Art und Weise, die einen nicht nur nachdenklich werden lässt, sondern darüber hinaus noch zum schmunzeln anregt und sicherlich an den Punkt bringt das Leben mit all seinen Genüssen zu lieben, so lange man es noch kann.

 

Hannes Wader nimmt uns in „Nah dran“ mit auf eine kleine Reise durch unser eigenes Leben. Er erzählt Geschichten in denen sich jeder von uns wiederfindet. Er fordert uns aber auch auf etwas zu tun. In „Was keiner wagt“ wird uns zur Melodie von Konstantin Wecker klar, dass wir manches Mal einfach verpflichtet sind etwas zu sagen oder zu tun, wenn es so niemand tut. Warum? Weil es eben richtig ist! Und auch das ist Hannes Wader. Er bezieht klar Stellung in der Gesellschaft, tut dies aber nicht in aufdringlicher Art und Weise, sondern mit Witz und Charme.

Die Frage ob Nordseekrabben erst durch die halbe Welt kutschiert werden müssen, bis sie „frisch“ auf unseren Tisch kommen, darf in „Mahlzeit“ eben auch mal gestellt werden.

 

„Nah dran“ macht Freude, lädt ein das Leben zu lieben, bringt uns zum schmunzeln, aber auch zum nachdenken und sollte in Gesellschaft eines guten Rotweins gekostet werden.

 

OnkelMad

Brief an den KSC

Gastbeitrag von ProKSC

Lieber KSC,

seit nun über 1,5 Jahren gibt es die Faninitiative PROKSC. Wir haben Dir in dieser Zeit knapp 20.000€ zukommen lassen und gleichzeitig vielen Kindern und sozialen Einrichtungen ermöglicht, ein Spiel von Dir, unserem geliebten Verein, zu sehen. Die Leute, die sich bei PROKSC beteiligt haben, kommen aus allen Fanlagern. Egal ob Steh oder Sitzplatz, alt oder jung, jeder konnte seinen Teil dazu beitragen.

Viele haben das auch getan, egal ob Sie eines der fast 3000 PROKSC-Shirts oder eines der 1000 Solidaritätsbändchen gekauft haben. Auch das Elferturnier mit über 30 Mannschaften hat gezeigt, dass noch viele Leute zu Dir stehen.

Wir als PROKSC stellen nun die Frage an Dich, lieber KSC, warum nimmst Du uns und unsere Hilfe nur so selten an. Manchmal haben wir sogar das Gefühl, Du willst uns gar nicht. Wir haben am Anfang echt gut zusammen gearbeitet, leider hat das in den letzten Monaten echt nachgelassen.

Am Anfang der Saison haben wir Dir zusammen mit den Supporters und den Ultras das Motto „Liebe kennt keine Liga“ vorgestellt. Wir hatten die Idee ein Shirt zu verkaufen. Du fandest das Motto auch toll, hast aber lieber an der „Ehrensache“-Kampagne festgehalten und gesagt, dass die Leute und Sponsoren total von der „Ehrensache“ überzeugt sind. Jetzt haben wir 1500 T-Shirts mit dem Motto „Liebe kennt keine Liga“ verkauft und finden dass die Fans und vielleicht sogar die Sponsoren „Liebe kennt keine Liga“ doch etwas toller gefunden hätten. Jetzt wollen die Leute im Fan-Shop das T-Shirt kaufen, aber Du hast keine. Schon traurig – diese Finanzspritze hätte Dir doch sicher gut getan oder? Hat Dir die „Ehrensache“ denn auch schon Geld eingebracht?

Jetzt kannst Du ja sagen, dann gebt uns doch einfach das Geld, was ihr eingenommen habt und dann haben wir auch was davon oder? Eigentlich hast Du ja recht. Aber so ganz einfach ist das ja mit Dir auch nicht. Mitte Juli haben wir Dir geschrieben, dass wir Dir gerne 2000€ überweisen würden, um die Jugend zu unterstützen. Klar 2000€ ist vielleicht für Dich nicht soviel, lieber KSC, aber wir finden schon, dass es eine Menge Geld ist und der Jugend und den anderen Abteilungen bestimmt gut tun würde. Dass Du uns aber drei Wochen warten lässt, bis wir eine Bankverbindung bekommen, um das Geld zu überweisen und wir nun immer noch nicht wissen, wer das Geld eigentlich bekommt bzw. was Du dafür kaufst, finden wir schon traurig. Auch dass Du uns bis heute noch nicht mal Danke gesagt hast, lässt uns weiter glauben, dass Du uns einfach nicht magst. Wir hoffen nur, dass Du mit Deinen Sponsoren nicht auch so umgehst.

Wir wollen Dir auch gar nichts böses mit diesem Text, sondern einfach nur sichergehen, ob Du denn das gleiche für uns fühlst. Denn für uns bist Du das Größte! Falls Du uns doch magst und wir vielleicht doch mal wieder was zusammen machen wollen, Du weißt, wo Du uns findest.

Dein PROKSC

AION – Reveal Yourself (VÖ 07.05.2012)

Musik für eine gute Zeit im hier und jetzt: „Reveal Yourself“ erblickte im Mai das Licht der Welt. Pünktlich zum Wonnemonat bringen AION ihre erste CD an den Start und bringen damit gute Laune in Wohnzimmer, Auto und den mp3-Player eures Vertrauens.

AION sind vier Jungs aus Nürnberg, die sich viele kluge Gedanken machen, aber vor allem auch das Hier und Jetzt genießen können. Zeit spielt unser ganzes Leben eine Rolle, aber letztlich leben wir genau in diesem Moment – um Musik zu machen oder sie zu hören. „Reveal Yourself“ ist genau für diesen Moment geschaffen.

Das Album dringt einfach lässig ins Ohr, ohne weh zu tun, ohne sperrige Parts, gleich zum mitwippen und um den Regler etwas lauter zu drehen. Miguels Stimme bleibt hängen, hat Wiedererkennungswert und ist dennoch sehr eingängig. Ob man die Musik von AION nun als Pop-Rock oder Punkrock bezeichnen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Jeder hat ja so seine eigenen Schubladen – Hauptsache, es gefällt.

„So Close“ und „Since I Believe“ kann man sich auf alle Fälle als Highlight auf jedem Festival vorstellen, am besten umrahmt von Bands wie den Mad Caddies oder den Donots. Ob sich AION dazwischen selbst wiederfinden? Sie wären da auf alle Fälle gut aufgehoben.

Acht Songs bringen die Jungs auf ihrem Erstling in die Läden und diese Songs machen Lust sie, gleich noch ein zweites Mal zu hören. Könnte es für so eine junge Band ein größeres Kompliment geben, jenseits aller Philosophie um den Geist der Songs oder welche Botschaft sie transportieren sollen? Nein, denn wenn man Lust hat, die Songs gleich mehrmals anzuhören und sich sofort vorstellen kann ein Konzert von AION zu besuchen, dann hat man als Band nicht viel falsch oder besser gesagt, einiges richtig gemacht.

OnkelMad

Auch im Valve-Magazin erschienen:
http://www.valve-magazine.net/reviews/36/3624-aion-reveal-yourself-voe-752012

Karlsruhe – wir sind Pokal

Es war wie eine Befreiung. Nicht nur von der Mannschaft, sondern vor allem von den Fans fiel mit dem Abpfiff eine große Last ab.
So viele lachende Gesichter habe ich seit vielen Jahren im Wildpark nicht mehr gesehen.
Es war mal wieder Zeit für einen dieser großen Momente im Fußball. Zeit für eines dieser Spiele, welches man nicht mehr vergisst.
Zeit für ein Spiel, welches an die Tür zur Top10 meiner besten Spiele im Wildpark ever anklopft. Diese Top10 ist natürlich immer subjektiv und es gilt die Lage des Vereins, die Dramaturgie der Begegnung, die Stimmung und Sieg oder Niederlage zu berücksichtigen.
Unter diesen Top10 sind einige unserer Europapokalspiele (Valencia, AS Rom, Bordeaux, Boavista Porto), die Siege gegen den VFB Stuttgart seit 1992, 4:2 und 2:2 gegen Bayern München, unser 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokalhalbfinale, das 1:0 im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV vor 12 Jahren als wir schon mal drittklassig waren, ein unvergessliches 4:4 gegen Hansa Rostock und natürlich auch das eine oder andere Endspiel um den Klassenerhalt.
Dieser Sieg drängt ganz stark in die Wertung!

Der Wildpark hatte sich dieses 4:2 einfach verdient. So viele Jahre darben wir schon dahin mit mittelmässigem bis schlechtem und absolut erfolglosem Fußball. Schon bei den beiden Treffern zum 1:1 und 2:2 war der unbändige Siegeswillen auf den Rängen spürbar, aber beim 3:2 durch unseren Martin Stoll explodierte nicht nur unser Block. Überall sprangen die Menschen auf vor Freude und jubelten lautstark. Aber es war mehr als nur freudiger Jubel, es war fast trotzig. Wir sind immer noch da, trotzen dem ganzen Mist der letzten Jahre und heute ist unser Tag. Das 4:2 wurde dann fast schon hysterisch gefeiert – warum küsst uns das Glück immer gleich so derbe, nach dem es uns so lange verlassen hatte?!

Danke an unsere Mannschaft, die bei diesem Spiel zum ersten Mal als solche aufgetreten ist, für ihr sagenhaftes Spiel.
Kampf, Einsatz, Wille haben absolut gestimmt. Aber auch hier war endlich mal mehr als diese Tugenden zu sehen. Es wurde Fußball gespielt. Schnell, trickreich und mit Raffinesse.
Einer der Gründe warum ich zum Fußball gehe ist doch auch, dass ich Spieler sehen möchte welche diesen Sport besser ausüben als ich. Die letzten Jahre hatte ich immer das Gefühl, dass ich da auch mitkicken könnte. Am Sonntag wäre ich absolut fehl am Platz gewesen und das ist gut so!
Wir erlebten an diesem Sonntag bei tropischen Temperaturen hoffentlich den Startschuß für Selcuk Alibaz in eine tolle Saison und den Auftakt zu einer Aufholjagd in Liga3!

Und falls die Stadt Karlsruhe der Posse um einen Mottospruch endlich ein Ende machen möchte. Hier ist die Lösung:
Karlsruhe – wir sind Pokal!

(Noch kurz etwas zur Anstoßzeit: Es ist unmenschlich vom Deutschen Fußball Bund die Anstoßzeit bei 14.30 Uhr zu belassen, wenn klar ist welche Temperaturen herrschen werden. Auf dem Rasen sollen es wohl 45 Grad gewesen sein, auf den Rängen nicht viel weniger!
Man hätte einfach die Hälfte der Spiele um 18 Uhr und die andere um 20.30 Uhr beginnen lassen können. Das wäre allen vermittelbar gewesen. Da es aber nur um den Profit, die Fernsehverträge (…hauptsache die Leute sitzen den kompletten Tag vor der Glotze…) und den Kommerz geht, setzt der DFB lieber Menschenleben aufs Spiel! Gratulation an die alten Herren in Frankfurt – wieder mal wurde bewiesen welch Geistes Kind sie sind. Das nächste Mal machen wir ein Einlagespiel des DFB-Präsidiums gegen eine Fanauswahl. 12 Uhr bei 45 Grad auf dem Rasen – bin auf die Ausreden gespannt.) 

Immer noch sehr zufrieden ist euer
OnkelMad

P.S. Grüße an alle Hamburger und Karlsruher die im Kaisergarten dabei waren!

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Sick of it all – Karlsruhe, Stadtmitte

Built to last war der Einstieg in eine einstündige mehr als solide Hardcoreshow von Sick oft it all. Die New Yorker, die uns seit 1986 mit ihrem Hardcore erfreuen, traten in der Stadtmitte mächtig aufs Gaspedal.
Der kleine Club im Herzen von Karlsruhe war bei dieser Matinee Show sehr gut gefüllt und ließ sich nicht lange bitten. Im Gegensatz zu den Bands davor, war das Publikum nicht mehr wieder zu erkennen.
Aufgrund des frühen Beginntermins saßen viele während der ersten beiden Bands noch im lauschigen Hinterhof des Clubs und ließen es sich mit Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bier gut gehen.

Bei „Devil in me“ waren dann zwar viele schon vor der Bühne, aber nur selten bewegte sich jemand. Dies ließ für den Auftritt von SOIA schon einiges befürchten, aber weit gefehlt.
Sie wurden euphorisch begrüßt und die Stadtmitte verwandelte sich binnen kurzem in einen Saunaclub.
Zu Hymnen wie Die Alone oder Sanctuary bildeten sich Trauben um Lou Kollers Mikro und man hatte das Gefühl, dass die „Singalong Parts“ bis weit hinaus in die Stadt zu hören sind.

Scratch the surface durfte natürlich auch nicht fehlen und spätestens mit diesem Song gab es kein Halten mehr vor der Bühne. Hart aber fair lautete das Motto und der völlig verschwitzte Hardcore Mob gab bis zum letzten Akkord alles, sehr zur Freude der Band die immer wieder dem Publikum applaudierte.

Das Besondere am Hardcore und insbesondere auch an den Auftritten von Sick of it all ist, dass man immer das Gefühl hat ein Teil der Show zu sein. Nicht nur als Konsument es auf sich wirken zu lassen, sondern zum gelungenen Abend beitragen zu können.
Stagediving, Pogo, Parts zum Mitsingen, all dies macht den Abend aus. Die Band liefert die Grundlage, für alles weitere ist die Crowd im Club verantwortlich. Wall of death oder Circle Pit, dies muss aus dem Publikum heraus entstehen und je mehr sich beteiligen, desto gelungener die Show für Band und Fans.

An diesem frühen Abend in der Stadtmitte lebte der Hardcore Spirit, dank Sick of it all und einer guten HC-Meute vor der Bühne.

(Danke an den Doc fürs organisieren, Sepp fürs pünktliche erscheinen und die ganze Hardcore/Fußball-Crew die mit mir am Start war.)

Hardcore is the best music, isn´t it?! (Mike, Chicago 1998)

OnkelMad

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The Curbside Prophets im Valve-Interview

The Curbside Prophets machen Surf-Reggae-Rock, made in Karlsruhe. Nach ihrem Auftritt vorm ausverkauften und legendären „Mount Klotz“ bei DasFest in ihrer Heimatstadt steht Sänger Justin Nova Rede und Antwort, was den speziellen Zauber gerade dieses Festivals betrifft und wo es mit den Propheten zukünftig hingehen soll.

Valve: Bei DasFest in Karlsruhe haben euch gerade 40.000 Besucher mit viel Beifall gerade von der Bühne verabschiedet. Was ist das für ein Gefühl vor so einer riesigen Menge an Leuten zu spielen und sie zu begeistern?

Justin Nova: 50.000 waren es sogar – ausverkauftes „Haus“. Natürlich ein unbeschreibliches Gefühl. Soweit man gucken kann nur Menschen, die bei vielen Songs auch komplett mitgegangen sind. Meine Band und ich haben seit Oktober auf dieses Konzert hingearbeitet und sind nun heilfroh, dass alles gutgegangen ist. Auf der Bühne kamen uns die 90 Minuten leider sehr kurz vor, konnten das kaum genießen.

Valve: Ihr seid heute nicht alleine gewesen. Wer war alles mit euch auf der Bühne und wie kam diese Konstellation zustande?

Justin Nova: Wir hatten von Anfang an die Idee einer Summer Jam, d.h. Curbside Prophets mit Gästen. Dieser Slot um 19 Uhr wurde sonst immer an sehr erfolgreiche Bands vergeben wie beispielsweise Jupiter Jones, Casper oder letztes Jahr Wir sind Helden. Es war für uns eine Ehre diesen Slot zu übernehmen, aber gleichzeitig war auch klar, dass wir hier dem Publikum etwas Besonderes bieten wollten. Deshalb haben wir Musiker der Söhne Mannheims an Bord gehabt, Kosho und Metaphysics, aber auch Max Giesinger und Imaani, die international bekannte Sängerin von Incognito. Dieses Konzert ist als Serie geplant. Und wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder mit neuen tollen Gästen am Start sein dürfen.

Valve: Ihr habt schon viele Konzerte gegeben. Was ist das besondere bei DasFest? Der „Mount Klotz“?

Justin Nova: Das Festival war am Sonntag ja ausverkauft. Du kommst raus auf die Bühne und siehst diese unglaubliche Menge an Menschen direkt vor der Bühne. Aber dann ist da ja noch der Hügel, den Jan Delay mal als Fleischberg bezeichnet hat: Die Stimmung ist immer riesig, das Publikum gutgelaunt und aufgeschlossen. Es ist wirklich etwas Besonderes, das bestätigen auch alle Künstler, die schon da waren.

Valve: Eure EP „Waiting For The Sun“ ist gerade auf den Markt gekommen. Gibst du mir recht, dass sie viel gute Laune und Sommersonne verbreiten soll?

Justin Nova: Natürlich. Surf-Reggae-Rock ist die perfekte Sommer-Musik, und auch die Musik, die wir privat sehr gerne hören. Viele Songs haben wir tatsächlich auch gemeinsam im Urlaub geschrieben. Und wir haben einen lustigen, stets gut gelaunten Australier an Bord. Das MUSS nach Sommer klingen (lacht).

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Valve: Sind das alles neue Songs oder gibt es da auch das eine oder andere Lied, welches du schon bei deiner Band Justin Nova am Start hattest? Oder liegt Justin Nova momentan auf Eis?

Justin Nova: Justin Nova-Konzerte gibt es zurzeit eher wenige, wenn ja, dann solo. Ich kann mich leider nicht in zwei Stücke aufteilen, bin aber überzeugt, dass es da auch bald wieder Neues geben wird. Stimmt, der Song „Beware“ ist ein alter Justin-Nova-Song. Aber wir waren uns alle einig, dass dieser auch perfekt auf unsere EP passt und da es bei uns in der Band keine Ego-Probleme gibt, sondern wir ein super Team sind, war die Entscheidung schnell getroffen, diesen Song aufzunehmen.

Valve: Mit Surf-Rock-Reggae wird eure Musik beschrieben. Fühlt ihr euch wohl damit?

Justin Nova: Absolut. Wir lieben Sublime genauso wie Manu Chao oder Red Hot Chili Peppers. Wir mögen Reggae sehr, aber irgendwann wird das auch langweilig. Deshalb sagen wir immer: „Wenn der Reggae langweilig wird, werden wir wieder rockig, Dann freut man sich später auch wieder auf ‘nen Reggae Song.“ Gleichzeitig hat es uns im Studio viel Spaß gemacht, Live-Bläser dabei zu haben. Die Soul/Funk-Ecke darf bei uns nämlich auch nicht zu kurz kommen.

Valve: Gibt es einen Plan wo euer Weg hinführen soll? Ihr spielt viele Konzerte in der Region Heidelberg und Karlsruhe. Wann geht’s weit darüber hinaus?

Justin Nova: Wir spielen bereits überregionale Konzerte. Wir waren letzte Woche auch in der Schweiz und haben für Radio FM1 ein schönes Open Air gespielt. Da werden sicher auch mehr Konzerte kommen. Es ist aber nicht ganz so leicht, den Namen und die Band in ganz Deutschland aufzubauen, wenn man bislang noch keine Unterstützung von einer Plattenfirma hat. Die Medien funktionieren eben nach bestimmten Gesetzen. Andererseits freuen wir uns auch, die Fäden selbst in der Hand zu haben. Unser Ziel war es, irgendwann unsere eigene Musik vor so vielen Menschen wie möglich zu machen. Selbst wenn das viel regional ist, ist das für uns in Ordnung. Dann müssen wir schon nicht so weit fahren!

Valve: Wann ist mit einem Album von euch zu rechnen?

Justin Nova: Das ist noch nicht ganz raus. Wir sind gespannt auf die Resonanzen zu unserer EP. Es gibt bereits einige neue Stück. Ich denke, wir werden 2013 sicher neue Aufnahmen präsentieren können. Ob auf CD oder nur online bei itunes oder Amazon werden wir noch entscheiden.

Valve: Wenn das Leben ein Film wäre, wie würde er für die Curbside Prophets heißen?

Justin Nova: Das Leben der Prophets! Allerdings müsste er genauso lustig sein wie „Monty Python’s – Leben des Brian.“ Wir lachen alle gerne und nehmen uns selbst nicht so schrecklich ernst!

Valve: Du hast spontan 15 Minuten Freizeit. Was machst du?

Justin Nova: Ich verbringe diese dann sehr gerne mit Tochter und Freundin. Meine Freunde sind mir auch sehr wichtig. Ein großes Barbecue in meinem Garten inklusive guter Musik und Freunden und Family hier in meinem Haus in Wolfartsweier. Anschließend springen wir gemeinsam in das Schwimmbad. Haben wir dieses Jahr schon gemacht, aber kann ruhig noch öfter passieren.

Valve: Lieber großes Festival oder kleiner (nicht mehr verrauchter) Club?

Justin Nova: Ich mag beides. Wir haben mehr Erfahrung mit kleinen Clubs. Der direkte, schnelle Kontakt zum Publikum ist schon toll und hat einen großen Einfluss auf unsere Gigs. Wir freuen uns tierisch auf unsere monatlichen Konzerte im Brasil Karlsruhe oder dem großen Halloween Konzert im Walhalla. DasFest möchte ich dennoch nicht missen. Festivals sind etwas Tolles und dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter. Das darf sich gerne wiederholen.

Valve: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Das Interview ist natürlich auch im Mag erschienen:
http://valve-magazine.net/news/40/3579-the-curbside-prophets-im-valve-interview

Öffentliche Demütigung erster Klasse anno 2012

Als Demütigung bezeichnet man eine Handlung, welche den Anderen in seiner Würde verletzt.  Eine beschämende oder verächtliche Behandlung, oft auch öffentlich.

Ohne nun schaurige Geschichten aus dem Mittelalter aufzuwärmen, wo man Menschen auf Marktplätzen öffentlich zur Schau stellte, kann man doch ohne weiteres sagen, dass wir als KSC Fans gestern öffentlich gedemütigt wurden.

Öffentlich schon alleine deshalb, weil knapp 20.000 Besucher ins Neckarstadion kamen um das Drittligaspiel zwischen den Amateuren (sind sie ja eigentlich gar nicht) des VFB Stuttgart und der ersten Mannschaft des Karlsruher SC zu sehen.

Diese Konstellation alleine zeigt, dass hier viel Spielraum für eine Demütigung war, wenn man als KSC dieses Spiel verliert.
Es ging natürlich verloren und dies auf eine Art und Weise, welche uns echt beschämt.

Wir wurden nicht von einer heißen Truppe des VFB gedemütigt, die um jeden Meter Boden kämpfte, schnell nach vorne spielte und wirklich guten Fußball bot.
Uns, die wir mit viel Hoffnung in den Talkessel gefahren waren, demütigte unsere eigene Mannschaft.

Diese lustlose, langsame und überaus unfähige Truppe gab 4.000 Fans des Karlsruher Sportclub öffentlich der Lächerlichkeit preis.

Nicht nur, dass die Sache nach 3 Minuten eigentlich schon gelaufen war, sondern auch die Tatsache dass wir es in Halbzeit zwei nicht schafften drei hundertprozentige Chancen zu verwerten und vielleicht mit Glück noch einen Punkt mitzunehmen, ist depremierend.

Da machen wir denen auch noch den „Gomez“ und schießen den Ball aus 2m Entfernung 10m übers Tor. Unfassbar!

Das Tor zum 2:0 offenbarte die ganze Dummheit unserer Mannschaft. Da wird aus einer Standardsituation vor dem Stuttgarter Strafraum für uns ein Gegentreffer. Dabei lassen wir den Torschützen übers ganze Feld laufen und mit Ankündigung den Ball im langen Eck versenken. Und unser Torwart hält einfach gar nichts – saisonübergreifend zuverlässig.

Ich bleibe dabei, dass „Geduld und Spucke“ weiterhin gefragt sind und wir jetzt nicht alles in Frage stellen dürfen, ABER dieser Samstag Nachmittag hat bei mir einiges verändert was die Einstellung zu dieser Mannschaft und die Lust auf Fußball in Blau-Weiß betrifft.
Zu viel wurde uns allen in den letzten Jahren zugemutet. Zu viele unfähige Funktionäre, zu viele leidenschafts- und einfallslose, dafür aber arrogante hauptamtlich Beschäftigte bei unserem Verein, zu viele schlechte Spieler, zu viele sportliche Mißerfolge, zu viele Abstiege, zu viele Stadiondebatten ohne Ergebnis, zu viele Spiele ohne Alkoholausschank, zu viele……!!!

War Kauczinski, Kreuzer und Co. nicht klar, was da gestern auf dem Spiel stand? War diese Mannschaft nicht richtig eingestellt oder wie ist es zu erklären, dass man sich so hat vorführen lassen wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz?
Fehlte nur noch, dass sie sich auch noch mit altem Obst und Gemüse bewerfen lassen beim nächsten Mal.

Da bietet man auf den Rängen alles auf was möglich ist, liefert sich mit einem vollbesetzten Block der Heimmanschaft vor dem Spiel ein nettes oldschool Gesangsduell und wird dann schmählich im Stich gelassen.

Das einzig Positive ist, dass wir für die Schwaben immer noch der Derbygegner Nummer 1 sind. Egal in welcher Liga wir spielen. Die boten auch alles auf, machten Stimmung als gäbe es dieses Jahr keine Bundesligasaison und feierten den Sieg wie eine Meisterschaft.

Ich freue mich auf das „Geisterspiel“ am Mittwoch gegen Osnabrück, dann muss ich unsere Mannschaft nicht sehen und kann mit Gleichgesinnten auf dem Adenauerring einen schönen Abend verbringen.

Für euch ließ sich öffentlich demütigen
OnkelMad

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Tony Sly ist tot

Er war als Sänger und Gitarrist der Band NO USE FOR A NAME auch einer der Musiker, welcher den Soundtrack meiner Jugend schrieb.

Vielen Dank für tolle Songs und schöne Konzerte.

41 Jahre alt wurde Tony Sly – Todesursache bisher unbekannt!

 

KSC – Geduld und Spucke sind gefragt

KSC – sicher hat man mehr erwartet. An diesen beiden Spielen sehen wir, wie nahe 6 Punkte und Fundamentalkritik beieinander liegen.
Hätte „Orle“ in Heidenheim beim 1:2 nicht ausgesehen wie Pu der Bär und wäre der Kopfball von Mauersberger nicht gegen die Latte, sondern ins Tor, dann hätten wir jetzt 6 Punkte.
Hätten wir besser gespielt? Nein!
Aber alle würden sagen: Guter Start, 6 Punkte ohne zu glänzen, spielerisch ist noch Luft nach oben, aber die Truppe ist abgezockt.

Diese Saison wird knüppelhart und brutal lange. Wir werden, da bin ich mir sicher, nach 10 Spielen im oberen Drittel dabei sein. Es wird auch mal 3-4 Siege am Stück geben. Geben wir der Mannschaft Zeit. Wir sind fast auf jeder Position doppelt besetzt, andere Teams in dieser Liga haben diesen „zweiten Anzug“ nicht. Diesen braucht man aber, wenn man im letzten Drittel der Saison weiter oben mitspielen möchte und wir haben ihn.

Sicherlich geht nach vorne zu wenig, aus demMittelfeld kommt fast nichts, aber unsere Defensive steht. Es wir für sdie meisten Mannschaften unmöglich sein ein Tor gegen uns zu erzielen. Das wird unser großes Plus.

Geben wir jetzt bitte der Mannschaft die nötige Zeit, haben wir Geduld und unterstützen wir sie weiterhin. Unruhe zum jetzigen Zeitpunkt braucht keiner, deutliche Worte alleridngs, wie sie Oliver Kreuzer in der BNN fand, durchaus. Die Mannschaft muss mehr bringen und dies weiß sie auch. Es sind gute Typen!

Denkt dran: „Liebe kennt keine Liga“ – dies zählt 38 Spieltage!

Immer weiter KSC!

OnkelMad

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