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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Konzerte

The Movement @Alte Hackerei Karlsruhe (02.05.2013)

Lukas Scherfig, Chandu Chodavarapu und Kasper Rasmussen parkten an diesem Donnerstag Abend ihre Mopeds direkt vor der Alten Hackerei in Karlsruhe.
Mod-Punk erster Sahne sollte uns heute Abend wieder erwarten und so zogen Tosa und ich zu später Stunde noch los um der Hackerei einen Besuch abzustatten.
Für einen Werktag war dort gut was los, kein Wunder bei der Aussicht The Movement live zu erleben. Zudem stand ab diesem Abend das ganze Wochenende im Zeichen von „6 Jahre Alte Hackerei“. Vielen Dank an Plüschi für diese Bar, diesen Club – du bist Punkrock!

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„Stylomat“ war ich wieder mal geneigt auszurifen als Lukas und seine beiden Mitstreiter die Bühne betraten. Aber in den nächsten knapp 1 1/2 Stunden sollte es dann weniger um die Optik gehen. Die Anwesenden hatten Lust zu tanzen und The Movement lieferte dazu den Soundtrack.
Während ich mich ganz vorne am Bühnenrand mit ein paar Gleichgesinnten anrempelte, stand die Meute wippend hinter und und feierte jeden Song ab.
Der katastrophal schlechte Sound tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Leute kannten die Songs und sangen einfach über das Geknarze aus den Boxen drüber.
Mr. Groove Chandu Chodavarapu sorgte zusammen mit Kasper Rasmussen am Schlagzeug dafür, dass es immer kräftig wummerte in der Hackerei, während Lukas für den schnellen aber immer sehr rhytmischen Gitarrensound sorgte. Seine Stimme würde ich sowieso aus hundert anderen heraushören. Sie ist der Soundtrack zu einem Bild auf dem noch Mopeds, Lederjacken, Sakkos, die eine oder andere Harrington, dünne Krawatten und top gestylte Mädchen zu sehen sind.
Nach dem Konzert spielten sich noch „unglaubliche Szenen“ mit Lukas, „Ranzi“ und einer CD ab……..aber dies bleibt unter denen die dabei gewesen sind.

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Jetzt wird es endlich Frühling, also holt den Roller raus, bindet die Krawatte um und holt euer Mädel ab – die Musik dazu haben The Movement schon längst geschrieben.

MaD

Lecker Feine Sahne Fischfilet @Bottich Pforzheim

Geht doch nichts über ein gutes Menü am Samstag Abend. Im Pforzheimer Bottich bestand dies aus paDDELNoHNEkANU und eben Feine Sahne Fischfilet.
Die Vorspeise verpasste ich leider und kam erst zum Hauptgang. Ich war total gespannt auf „Feine Sahne Fischfilet“, die ich wirklich erst richtig wahrgenommen habe, seit sie im Bericht des Verfassungsschutzes vom McPomm (…kann eine Band mit solch lustigem Namen so gefährlich sein – gleich mal hören was die für Mucke machen…*g) auftauchten und so auf einmal auch medial mehr präsent waren.
Mittels Youtube hörte ich mich durch einige Lieder und war begeistert. Auch in meinem Umfeld kamen nun immer mehr Leute, die mit der Band aus Rostock etwas anfangen konnten.
Ska, Streetpunk, Punkrock, egal wie man es nennen mag. Die Musik von Feine Sahne Fischfilet macht Spaß, geht in die Beine, wird mit Herz und Verstand gespielt und bleibt einem einfach im Ohr. Für mich textlich der legitime Nachfolger von …but Alive.

Es ist immer wieder erstaunlich wie man mit einer einzigen Trompete es schafft eine ganze Meute zum tanzen zu bringen. Kaum blies „Köbi“ in diese, fing der Bottich an sich zu bewegen. Nicht selten endete dies in herzhaftem Pogo, „Monchi“ mittendrin. Sein Mikro musste er dann mit einigen sangeswilligen teilen, die sich textsicher fühlten.

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Feine Sahne Fischfilet bieten ein breites Repertoire aus Songs, die nicht nur laut und schnell sind, sondern auch mal leisere, nachdenkliche Töne anschlagen.
An diesem Abend im Bottich regierte aber eher der Spaß und spätestens bei „Komplett im Arsch“ tobte der Mob vor der Bühne und sicherlich wippte dann auch der letzte hinten in der Ecke mit dem kleinen Zeh.
„Mit dir“, „Riot in my heart“ und „Geschichten aus Jarmen“ waren für mich die absoluten Höhepunkte einer gelungenen Show.

Danke an die Crew von Subkultura Pforzheim, die immer alles gibt um solch tolle Bands auf die Bühne zu bringen. Lasst euch nicht unterkriegen!

MaD

P.S. Im Anschluss traten noch Heiter bis Wolkig mit einem Playbackprogramm auf. Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, für die Kölner wäre es an der Zeit ganz aufzuhören!

The Toy Dolls – Substage Karlsruhe 01.03.2013

Michael „Olga“ Algar, Duncan Redmonds und Tom Goober alias The Toy Dolls sorgten im ausverkauften Substage in Karlsruhe für einen Abend voller Jux und Tollerei.

Quietschfidel und kunterbunt präsentierte sich die, nur dem Alter nach, in die Jahre gekommene Punkband aus Sunderland, natürlich stilsicher mit Sonnenbrille.

The Toy Dolls konnten sich an diesem Abend auf ihre treue über die Jahre gewachsene Fanbasis verlassen. Alle waren gekommen um vielleicht die letzte Tour der Spaßpunker mitzuerleben, auch wenn diese „The Tour After The Last One“ hieß und so Raum für mehr offen lässt.

„Olga“ am Gesang und der Gitarre steht nunmehr seit über 30 Jahren auf der Bühne und ist die Konstante bei den Toy Dolls. Ein Entertainer vor dem Herrn und Meister der guten Laune, nicht unbedingt des wirklich guten Gesangs, aber dieser wird auch im allgemeinen total überbewertet.

Eher unterbewertet wird wohl das musikalische Können der drei Spaßmacher. Sowohl „Olga“, als auch Goober am Bass und The Amazing Mr. Duncan am Schlagzeug haben es richtig drauf. Nur so kann man den Spaß und die Knalleffekte auch voll ausleben.

P1050851(1)P1050863(1) Bierseelige Partystimmung erwartete die Band schon beim betreten der Bühne. Wenn man im Alter der Fangemeinde mal wieder an einem Freitag Abend das Haus verlassen darf, muss man es auch krachen lassen. Große Bier und kleine Schnäpse (in großen Bechern auf Tabletten) wurden im Umfeld des Verfassers in rauen Mengen serviert und versorgt. Dies beschleunigte sicherlich auch den Beginn der Tanzaktivitäten obwohl wir uns eher im hinteren Teil des Substage aufhielten. Einige Umstehende fanden dies nicht so prickelnd und wünschten uns sogar wortwörtlich und sichtlich ohne Spaß in Stimme und Mimik den Tod an den Hals, sollten wir sie noch einmal anrempeln. Ich vergaß, auf Punkkonzerten darf man nur in separaten Bereichen tanzen, mein Fehler.

Da dies natürlich nicht eingehalten werden konnte, zu gut spielten die Toy Dolls zum Tanz auf, ist wenigstens gewiss, dass diesen komischen Menschen der Abend gründlich verdorben wurde. Prima!

„Nellie The Elephant“ war für alle der endgültige Startschuss zur Party. Sie spielten es gleich im ersten Drittel des Sets und ab da gab es kein Halten mehr. Wie ein hakend schlagender Hase auf Amphetamin hoppelte die Menge durcheinander und so manches Bier fand eher den Weg auf mein T-Shirt als in die durstigen Kehlen der feiernden Meute. Textsicher und aus vollem Halse gröhlend ertappte man so manche sich in den Armen liegende Familienväter und solche dies es noch werden wollen.

Auf der Bühne gab es derweil viel zu sehen. Von angeklebten Brusthaaren über Konfetti aus der Kanone bis hin zu Gitarren der Marke ZZ-Top.

P1050858(1) Alles bekam ich aber gar nicht so richtig mit, vor lauter tanzen, trinken, lachen und die Spaßbremsen mit dem bösen Blick schupsen.

Und irgendwann war nach der x-ten Zugabe schon Schluss. Schade eigentlich und ich hoffe, dass es die nächste „The Tour After The Last One“ geben wird.

Wenn auch das Wort „Kult“ heutzutage inflationär gebraucht wird, kann man es doch sicherlich bedenkenlos im Zusammenhang mit dieser Band verwenden.

Euer MaD

Ein dickes Danke für diesen Abend geht an die gesamte „Portus Hardcore and Friends“ Bande und the amazing Daniel D., der extra den Gruppenabend seines Seminar in Freiburg schwänzte – verrückter Kerl.

Grüße auch an den Doc, Lars13, Matze2 und Rennrad Renglinger. Im Vorprogramm spielten übrigens „Radio Dead Ones“ aus Berlin. Eine tolle Liveband, die trotz der Krankheit ihres Sängers absolut überzeugen konnte. Leider kannten sie im Publikum nicht so viele, aber es gibt nach diesem Abend bestimmt einige die sie näher kennen lernen wollen. Ich konnte sie schon mal live sehen und schrieb damals dies:

http://onkelmad.blog.de/2011/09/25/radio-dead-ones-punkrock-berlin-11915136/

 

Loaded – Alte Hackerei (28.12.2012)

Der musikalische Ausklang des Jahres 2012 hätte besser nicht sein können. Die Mannheimer Loaded spielten in Karlsruhe zum Rempeltanz auf. Eine voll besetzte Alte Hackerei feierte die Streetpunkband gut ab. Diese gab wie immer mächtig Gas und zeigte vom ersten Takt an, welche Freude ihnen so ein Auftritt macht. Nach über 500 Liveauftritten ist keine Spur von Müdigkeit bei dem Trio zu spüren.

Bis jeder der Anwesenden seinen Platz vor der Bühne gefunden hatte, dauerte es etwas. Als sich das Publikum aber endlich in Tänzer und Zuseher sortiert hatte gab es kein Halten mehr. Nick und Julia merkte man dabei an wie viel Spaß sie dabei hatten zu sehen wie ihr Publikum ihre Lieder feierte.

Seit den 90er Jahren begeistern Loaded europaweit alle denen Bands wie Dropkick Murphys, Cock Sparrer, The Clash oder auch The Pogues nicht fremd sind und die sich auch noch auf Ska einigen können. Dabei schaffen sie es immer wieder eine richtige „Wohlfühlatmosphäre“ zu erzeugen. Ihre Art aufzutreten und mit so viel Leidenschaft auch kleinste Bühnen zu rocken macht einfach Laune.

Gute 1 1/2 Stunden spielten Loaded ihre Art des Streetpunk und ließen sich am Ende vom beigeisterten Publikum noch zu einigen Zugaben bitten. Was gibt es besseres als das Jahr mit Loaded, ein paar Bier, Freunden und dem Song „Spirit of 69“ ausklingen zu lassen?!

Für euch bei Loaded war MaD

P1050778P1050783P1050784 Und wann kaufst du deine „first Doc Martens“?

Grüße zurück gehen an den Doc: http://blutcrew.blogspot.de/2013/01/loaded-alte-hackerei-29122012.html

The Movement – live (Bottich Pforzheim 08.12.2012)

Ein Feiertag für alle Anhänger des Modpunk. The Movement zu Gast im Pforzheimer Club Bottich.
2010 formierte sich die dänische Band um Sänger und Gründer Lukas Scherfig neu und sie sind nach drei Jahren Pause endlich zurück.
Kein Bein blieb still stehen, als die dreiköpfige Band ihren coolen Endsiebzieger Punk-Sound so straight und direkt unters anwesende Volk brachte. Ein immer treibendes Schlagzeug legte zusammen mit diesem erdigen Bass am Samstag Abend im Bottich den Grundstein für den typische Sound von The Movement.

Kasper Rasmussen am Schlagzeug und Mr.Groove Chandu Chodavaraopu am Bass, dazu die die Stimme von Lukas Scherfig, welche man unter hundert anderen immer klar heraushören wird. 
Alle drei, wie immer, gut gekleidet wie sich dies für diese Szene gehört.Jeder Besucher machte den Eindruck, dass der Roller direkt vor dem Club steht und man gleich nach dem Konzert mit seinem Mädel auf dem Sozius losknattert.
Es herrschte eine beschwingte, fröhliche Atmosphäre, die mehr als die knapp 80 Besucher verdient gehabt hätte.

Bei Songs wie „Set me free“ und „I can hardly live without you“ fühlt man sich in die besten Jahre der 60er zurück versetzt. So lässig kommt dieser Sound daher und malt Bilder aus den Tagen als die Eltern der meisten Leser dieser Zeilen jung waren. 

Vom neuen Album „Fools like you“ wurden etliche Stücke gespielt. Ein Album solcher Qualität, hatte man sicherlich erhofft, aber vielleicht nicht erwartet. Jedes Stück kann einen noch so spärlich gefüllten Saal zum kochen bringen. Was im Bottich auch geschah.
Das großartige „Losing you“ lud herrlich zum mitsingen des Parts „I´m feel i´m losing you“ ein, was auch nach ein paar Bier noch prima bei allen funktionierte.
Trotz lässiger Stimmung, tanzbaren Hymnen und viel guter Laune kommt die Systemkritik bei The Movement nach wie vor nicht zu kurz. Spaß machen darf sie aber auch.

Und noch was zum nachdenken für alle: „Love – don´t wanna go there“.

Euer Mod-Mad

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Mitten im Leben von Ferdich ab – live aus dem Cafe Exil

Der Ralph, sein Bruder, der Christoph und sein Kolleg, sogar der wo bei seiner Geburt den Rahmen rausgerissen hatte, alle waren sie gekommen zur RTL Live Show am Samstag Abend „Mitten im Leben von Ferdich ab“.

 

Dürfen Priester eigentlich heiraten Papa? Ich glaub schon Bub, wenn sie sich lieben.

Hier werden Kinder mit ihren Fragen nicht alleine gelassen und der geneigte Zuschauer kann sich ein Beispiel daran nehmen wie man seine Kinder erzieht.

 

Auch über das Thema Einen auf dicke Hose machen wurde gesprochen. Es sitzen beispielhaft einer aus Bufallo, einer aus Nevada und ein Ukrainer in einer Bar. Sagt der aus Nevada: Schaut mal was ich alles kann. Nimmt zwei Bierdosen wirft sie hoch, zieht seinen Colt und schießt sie ab. Ich bin der Nevada Bill.

Der aus Bufallo wirft zwei kleine Münzen hoch, zieht seinen Colt und schießt sie ab. Ich bin, ihr werdet es auch schon gedacht haben, Bufallo Bill.

Was macht der Ukrainer? Er steht auf, öffnet seine Hose und die beiden anderen starren auf zwei riesige Sch***e! Ich bin Tscherno-Bill!!!

 

Auch sportlich ging es wieder zu. Das Massenphänomen Fußball beherrschte weite Teile dieses Abends. Der gemeine Dorfkicker geht 1x im Jahr  auf eine Musikveranstaltung und verlässt dazu sogar heimische Gefilde. Wenn der Trainer auf der Bühne steht, noch dazu im Elvis-Look, wird das heimische Oktoberfest mit zünftiger Blasmusik geschwänzt und statt dessen in der Stadt den ganzen Abend lautstark irgendein „Achim Zündel(?)“ abgefeiert. Mitten im Leben von Ferdich ab scheint dieser Mensch ein zentrale Rolle zu spielen. „Es gibt nur ein Achim Zündel(?)“ gehört aber vlt. auch zum Standardrepertoire sämtlicher Fußballer der Landesliga abwärts. „Mitten im Leben von Ferdich ab“ wird dies noch eingehend recherchieren.

Diese Lobgesänge konnten erst durch das allseits beliebte Lied „Michel“ gestoppt werden, bei dem sich Menschen aller Gesellschaftsschichten und Altersgruppen in den Armen lagen. Der ausm Maihälden und der aus Remchingen. So etwas gibt es nur hier meine Damen und Herren.

 

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„Der Mann vom Musikladen“ schien mit „Elvis“ persönlich bekannt zu sein, was natürlich durchaus Sinn macht. „Mitten im Leben von Ferdich ab“ stellt hiermit fest, dass die bundesdeutsche Musikindustrie sehr eng miteinander vernetzt ist. Leider gibt es den Musikladen schon länger nicht mehr, was wiederum die Frage warum Elvis nichts dagegen unternommen hat und seine gespielten Witze lieber hier verschenkt? Auch der örtliche Musikalienhändler hielt sich hier sehr bedeckt.

 

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Saiteninstrumente, so lehrt uns dieser Abend, sind per se gefährlich. „Seppl“ musste stark blutend die musikalische Darbietung unterbrechen. Die nächste Innenministerkonferenz wird darüber entscheiden müssen, ob nach Bengalos im Stadion, den Fußballfans im allgemeinen nun auch Gitarrensaiten an Gitarren verboten werden.

Ach ja, wer nicht kegelt und trotzdem lautstark den Keglergruß „Gut Holz“ fordert, der steht wirklich „Mitten im Leben von Ferdich ab“ und wird „Dein langes Haar“ tief in „Käsesahne“ tauchen. Also Vorsicht!

„Mitten im Leben von Ferdich ab“ berichtete live aus dem Cafe Exil in Pforzheim.

Ihr Lausejunge

MaD

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Seeed – Stuttgart (04.12.2012)

Das dicke B schickte am 04.12. eines seiner fettesten Kinder in den Süden. Seeed sind unterwegs um die Republik zu animieren endlich mal wieder die Hüften zu schwingen. Die Hans-Martin-Schleyer Halle in Stuttgart war an diesem Abend der Ort um zu hüpfen, zu tanzen und sich die ungelenke Hüfte auszurenken.

Peter Fox fügte sich wieder nahtlos ein in die Reihen seiner großartigen Band, obwohl er sicherlich der einzige ist den nach seinem Soloausflug jeder in der Halle mit Namen kannte. Wie problemlos dieser Ausflug für Seeed aber wohl war und ist sah man daran, dass mit „Schwarz zu Blau“ und „Alles neu“ zwei seiner Songs performt wurden. Vor allem bei ersterem flippte die Halle komplett aus und der Chor war gefühlt bis in die Weinberge am oberen Talkessel hörbar. Apropos Weinberge. Peter Fox äußerte sich des öfteren sehr positiv über die sehr schöne Landschaft und das er es sich gut vorstellen könnte auch hier zu leben. Wobei sein größeres Anliegen dabei sicherlich immer noch ist den Einheimischen ihre Gegend zu schmackhaft zu machen, dass sie nicht alle nach Berlin ziehen.

Seeed, 1998 in Berlin gegründet, haben mittlerweile so viele gute Songs. Es passen einfach nicht alle in einen Rahmen von knapp 1 3/4 Stunden. Ok, man könnte länger spielen und sich nicht ewig zur Zugabe bitten lassen, aber so what. Der ultimative Dancehall Contest durfte natürlich nicht fehlen und so schüttelten drei Damen aus den vorderen Reihen mächtig ihren Speck auf der Bühne und das Publikum krönte die Siegerin mit tosendem Applaus.

Die Zeit verflog nur so zwischen Songs wie „Dickes B“, „Dancehall Caballeros“ oder „Release“. Überhaupt spielten sie sehr viele ältere Stücke bei denen das Publikum sich als sehr textsicher zeigte. Dazwischen nicht so viel Gelaber, was auch angenehm war und vor allem ein sehr fetter Sound rundeten einen äußerst gelungenen Abend ab. Was hier an Energie freigesetzt wurde von Band und Publikum würde wahrscheinlich ausreichen eine Kleinstadt über den Winter zu bringen.

Für euch bei Seeed war MaD

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Mit Udo Lindenberg auf Tour – Ein Roadmovie von Hannes Rossacher (VÖ 26.10.2012)


Im Jahre 2006 hatte Deutschland sein Sommermärchen, im März 2012 sorgte Udo Lindenberg mit seiner Tour für ein Frühjahrsmärchen. Ein Märchen aus Party und Likörchen!
On the road mit Udo ist eben kein Lehrerausflug mit Stadtführung in Schwäbisch Gmünd. 
Wer das Glück hatte und ein Konzert live miterleben durfte, der wird bestätigen welcher Aufwand betrieben wurde und wie Udo seine Reise durch die Zeit inszenierte. Zeppelingondel, Vampir im Sarg, aufwendige Lasershow, Akrobatik und vieles mehr. Bevor also Zeit für Party und Likörchen war, musste hart gearbeitet werden.

Hannes Rossacher zeigt in seinem Roadmovie „Mit Udo Lindenberg auf Tour – Deutschland im März 2012“ was hinter den Kulissen abging um diese Wochen im März zu musikalischen Festwochen werden zu lassen. Die Tour kann chronologisch mitverfolgt werden und so bekommt jeder einen Eindruck welchen Marathon Udo hier abgeliefert hat.

Wer kennt schon die Stylisten, die Techniker oder den Koch? Hier lernt man sie kennen die helfenden Hände im Hintergrund ohne die so ein Zirkus nicht funktionieren würde. Professionell und äußert akribisch tun sie ihre Arbeit und man merkt mit wie viel Freude sie Udo begleiten.

Hannes Rossacher hat einen äußert unterhaltsamen Film gebastelt, der uns auch Udo näher bringt. Man sieht einen gelösten, lockeren Udo Lindenberg, der bei seiner Crew und allen Mitwirkenden auf der Tour eine unheimliche Achtung genießt. In vielen Statements wird deutlich wie sehr der Künstler und Mensch Udo Lindenberg geschätzt wird. Die Aussagen alter Freunde wie Peter Lohmeyer oder Jan Delay zeigen dies ebenso wie das Interview mit Udos Schwester. Vor allem dies ist eine sehr persönliche Note dieses Films.

Die Party kommt aber bei Udo nicht zu kurz und so lässt der Film erahnen wie viel Spaß alle auf der „Ich mach mein Ding“ Tour hatten und das sicherlich das eine oder andere Likörchen verkostet wurde. Wer Udo Lindenberg liebt, mit ihm mal Backstage einen Likör nehmen möchte und sich an 120 Minuten Rock´n´Roll Tourleben anno 2012 erfreuen kann, dem sei dieser Film von Hannes Rossacher wärmstens empfohlen. 

 MaD

Natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/61/4224-mit-udo-lindenberg-auf-tour-ein-roadmovie-von-hannes-rossacher-voe-26102012#1

Die Toten Hosen – Exklusiv (Heidelberg Halle 02, 08.11.2012)

SWR3 hatte geladen und 700 Glückliche waren gern gekommen. Die Toten Hosen wärmten sich in Heidelberg in sehr kleinem Rahmen für die anstehende Tour auf. Durch Los, mit viel Glück und sicherlich auch einige mit Vitamin B (dazu kannten sich mir in den ersten Reihen einfach zu viele) kam man in den Genuß knapp 2 Stunden Campino und Co. hautnah live zu erleben.

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Die Aufregung an diesem Tag wuchs Stunde um Stunde. Was würden sie spielen? Geht es eher steif zu? Geben sie Vollgas? Bringen sie auch alte Lieder? All diese Gedanken waren sicherlich bei allen verflogen als mit „Ballast der Republik“ der erste Song erklang. „Altes Fieber“ wurde dann von 700 Menschen mitgesungen und jetzt schon war klar, dass dieser Abend etwas ganz Besonderes wird.

Den Hosen war anzusehen wie sehr sie Bock hatten und Campino gab die Rampensau wie eh und je. Ob bei Rock am Ring, in großen und kleineren Hallen oder hier vor einem handverlesenen Publikum, Campino gibt einfach Gas. Da machte es auch nichts, das er nicht immer ganz textsicher war bzw. die Band sich auch das eine oder andere mal verzockte. „Die Saison beginnt und ihr seid ja besser vorbereitet als wir“ oder „Ich lass die Jungs später noch zwei Stunden ums Stadion laufen“ waren nur einige von Campinos Reaktionen auf solche Mißgeschicke – alle nahmen es mit Humor. Dazu war die Atmosphäre fast schon freundschaftlich zu nennen und solche Kleinigkeiten machten das ganze eher noch lustiger.

„35 Jahre“, „Reisefieber“, „Sekt oder Selters“ – es tat gut in Erinnerungen zu schwelgen um dann bei „Hier kommt Alex“, „Wünsch dir was“ und „Tage wie diese“ den ersten Teil des Sets nach 21 Liedern lauthals mitgröhlend zu beenden.

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Acht weitere Lieder sollte das euphorische, fahnenschwenkende, tanzende Publikum in der Halle02 geboten bekommen. Zugegeben, es war nicht zu 100% ein typisches DTH Publikum. Da waren auch einige darunter, denen man dann doch ansah, dass sie sonst eher andere Locations und vlt. auch Bands bevorzugen. Sicher war es aber auch für sie ein Erlebnis. Die Stimmung war trotzdem phantastisch.

Mit „Schönen Gruß, auf Wiederseh´n“ endete der zweite Zugabeteil, bevor sie, sozusagen als Rausschmeißer, noch die  Fußballhymne „You´ll never walk alone“ anstimmten. Schals wurden in die Luft gereckt, die Fahnenschwenker bestiegen breite Schultern und während das Licht anging sang der Chor in Halle02 dieses wunderbare Lied aus voller Kehle.

Ein unvergeßlicher Abend in Heidelberg, der Stadt in der die Hosen 28 Jahren nicht mehr spielten, fand so ein tolles Ende.

http://www.valve-magazine.net/konzertberichte/25-konzertberichte/4158-die-toten-hosen-8112012-in-heidelberg-in-halle02

MaD

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Und hier noch ein paar Videos:

You´ll never walk alone:

Setlist:

  1. Ballast der Republik
  2. Altes Fieber
  3. Auswärtsspiel
  4. Alles was war
  5. Zwei Drittel Liebe
  6. Du lebst nur einmal (vorher)
  7. Die Moorsoldaten
  8. 35 Jahre
  9. Bonnie & Clyde
  10. Rock Me Amadeus
    (Falco cover)
  11. Das ist der Moment
  12. Das Mädchen aus Rottweil
  13. Europa
  14. Pushed Again
  15. Schrei nach Liebe
    (Die Ärzte cover)
  16. Reisefieber
  17. Steh auf, wenn du am Boden bist
  18. Sekt oder Selters
  19. Hier kommt Alex
  20. Wünsch DIR was
  21. Tage wie diese
  22. Encore:
  23. Draußen vor der Tür
  24. Keine Macht für niemand
    (Rio Reiser cover)
  25. All die ganzen Jahre
  26. Freunde
  27. Encore 2:
  28. Vogelfrei
  29. Schade, wie kann das passieren?
  30. Schönen Gruß, auf Wiederseh’n
  31. You’ll Never Walk Alone
    (Gerry & The Pacemakers cover)

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